Digital Rights

  • : Internetzensur in Weissrussland
    Internetzensur in Weissrussland

    Die OpenNet Initiative hat einen neuen Länder-Report veröffentlicht. Thema ist diesmal die Internetzensur in Weissrussland, vor allem vor den letzten umstrittenen Wahlen. Der 52-seitige Bericht kann als PDF heruntergeladen werden.
    Amidst fears that the authoritarian regime of President Aleksandr Lukashenka was going to close down Belarus political cyberspace during the elections, ONI testing found little evidence of systematic and comprehensive filtering, despite earlier ONI investigations that established the regimes capability to do so.

    16. Mai 2006
  • : Pressemitteilung: US-Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa
    Pressemitteilung: US-Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa

    Die folgende Pressemitteilung haben wir gerade veröffentlicht. Weiterverwendung und ‑verbreiutung erwünscht!

    Deutsche Bürgerrechtsorganisationen: Amerikanischer Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa

    In den letzten Tagen ist bekannt geworden, dass der amerikanische Geheimdienst NSA die Telefon-Verbindungsdaten von 200 Millionen Amerikanern sammelt. Es handelt sich dabei um die „größte Datenbank der Welt“. Die gespeicherten Kommunikationsdaten werden automatisch auf Auffälligkeiten geprüft; „soziale Netzwerke“ der Gesprächsteilnehmer werden offengelegt.

    Die EU-Staaten haben im Februar 2006 ebenfalls eine systematische und verdachtslose Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten der gesamten Bevölkerung beschlossen. In Deutschland hätten nicht nur Strafverfolger Zugriff auf die Kommunikationsdaten, sondern auch Geheimdienste aufgrund des „Terrorismusbekämpfungsgesetzes“. Auch die Musikindustrie soll auf die Daten zugreifen dürfen, so der Entwurf eines „Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums“. Daneben hätten ausländische Staaten wie die USA aufgrund internationaler Verträge (z.B. „Cybercrime-Konvention“) Zugriffsrechte, wie die EU-Kommission kürzlich bestätigt hat.

    Sollten die Pläne zur Vorratsdatenspeicherung umgesetzt werden, sind Missbräuche der Daten zu erwarten. Zahlreiche Beispiele in der Vergangenheit zeigen, dass sich der Missbrauch geheimer Überwachungsbefugnisse nicht verhindern lässt. Bekannt geworden ist etwa die Bespitzelung kritischer Journalisten und Aktivisten in Deutschland, politischer Gegenspieler in Frankreich sowie von Menschenrechts- und Umweltverbänden in Großbritannien und den USA. Auch die regierungsinterne und andere sicherheitsrelevante Kommunikation wäre nicht mehr vor unbefugtem Zugriff geschützt, wie der Abhörskandal in Griechenland vor drei Monaten gezeigt hat.

    15. Mai 2006 9
  • : Audionautes im Portrait
    Audionautes im Portrait

    In der IHT und in der NYT gibt es jeweils ein Portrait über Aziz Ridouan von den französischen Audionautes (Blog). Der 18-jährige hat die Verbraucherorganisation mitgegründet (welche sich für die Rechte von Internet- und Filesharing-Nutzern einsetzt) und bekommt vom Innenminister manchmal Entschuldigungsbriefe, wenn er der Schule fernbleiben muss, um Politiker zu treffen.

    15. Mai 2006
  • : Sony und Microsoft umgehen Kopierschutz
    Sony und Microsoft umgehen Kopierschutz

    Nach den Plänen von Bundesregierung und Content-Industrie soll ja künftig das Umgehen von technischen Kopierschutzmechanismen strafbar sein. Netterweise kriegt die Industrie diese Systeme selber oft nicht auf die Reihe. Initiativen wie Privatkopie.net nennen sie daher teilweise „Digital Inconvenience Management“ statt „Digital Restriction Management“.

    14. Mai 2006 1
  • : Interview: Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht
    Interview: Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht

    Bei stern.de gibt es ein Intervie wmit der grünen Politikerin Katja Husen zur Vorratsdatenspeicherung: „Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht“.
    Was ist an der EU-Regelung aus Ihrer Sicht problematisch?
    Es handelt sich um einen erheblichen Eingriff in das Fernmeldegeheimnis und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung.

    13. Mai 2006 6
  • : Trusted Computing Animation gewinnt Award
    Trusted Computing Animation gewinnt Award

    Die „Trusted Computing“-Animation von Benjamin Stephan und Lutz Vogel ist meiner Meinung nach die beste Animation zum Thema Netzpolitik. Schön, dass die Animation jetzt den „Audience Award“ bei den Animago Awards gewonnen hat.

    Hab ich schonmal gesagt, dass wir mehr von solchen Animationen brauchen, die in kurzer Zeit visuell komplexe politische, gesellschaftliche und technologische Zusammenhänge schön darstellen können?!
    Inhalt von YouTube anzeigen In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden.

    12. Mai 2006 7
  • : Freiheit und Sicherheit?
    Freiheit und Sicherheit?

    Thilo Weichert hat einen Artikel für Technology Review geschrieben: Überwachung ohne Transparenz fördert staatliche Willkür.
    Überwachung ohne Transparenz fördert staatliche Willkür und beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl der Menschen. Es sollte sich nicht der Eindruck verfestigen, wir wären gefangen im überwachungsbringenden technischen Fortschritt.

    12. Mai 2006
  • : „Humani TV“ in echt
    „Humani TV“ in echt

    „Humani TV“ in echt: Im Londoner Bezirk Shoreditch gibts jetzt ein Testprojekt, wo die Bilder der flächendeckenden Videoüberwachungsinfrastruktur ins Fernsehen gesendet werden. Die Polizei verspricht sich davon mehr Mitarbeiter durch das Outsourcing staatlicher Aufgaben an die gelangweilten Bürger… Das Heute-Journal berichtete am 8.

    11. Mai 2006 2
  • : NSA macht schon Vorrratsdatenspeicherung
    NSA macht schon Vorrratsdatenspeicherung

    Wieder mal eine grosse Überraschung: Die NSA sammelt die Verbindungsdaten von US-Bürgern. Übermittelt werden die Daten wohl von den grossen Telekommunikationsunternehmen. Namentlich werden AT&T, Verizon und BellSouth genannt. Wer hätte das gedacht?
    USA-Today berichtete als erstes darüber, in Deutschland finden sich u.

    11. Mai 2006
  • : Lessig-Interview Serie auf AlwaysOn
    Lessig-Interview Serie auf AlwaysOn

    Bei AlwaysOn findet sich ein mehrteiliges Interview mit Lawrence Lessig zur „Remix-Culture“: Who Owns What? (Hier sind auch Teil2 und Teil3)

    10. Mai 2006
  • : Der Tagesspiegel über die Urheberrechtsreform
    Der Tagesspiegel über die Urheberrechtsreform

    Lustige Sache: Da stehe ich gerade beim Araber um die Ecke, um Mittag zu essen, lese dabei den dort rumliegenden Tagesspiegel und stosse auf den folgenden Artikel zum Urheberrecht mit einer URL am Ende, wo man sich weiter informieren kann: „Rückschritt in die Steinzeit“.
    Die durch die vorgeschlagene Urheberrechtsreform ungelösten Probleme und unberücksichtigten Anliegen der Wissenschaft sind auf jeden Fall zahlreich.

    10. Mai 2006
  • : SpOn: Interview zu Zensur in China
    SpOn: Interview zu Zensur in China

    Spiegel-Online hat ein Interview mit Julien Paine von Reporter ohne Grenzen zur Zensur in China veröffentlicht: „Yahoo ist am schlimmsten“.
    SPIEGEL ONLINE: Yahoo und Google kooperieren mit den chinesischen Behörden. Was ist so schlimm daran? Sie halten sich ja an die lokalen Gesetze wie chinesische Internetfirmen auch…
    Julien Pain: Das ist immer das gleiche Argument, das wir zu hören bekommen.

    3. Mai 2006 2
  • : WIPO Treaty on the Protection of Broadcasting Organizations
    WIPO Treaty on the Protection of Broadcasting Organizations

    Bei der Wipo in Genf tagt diese Woche der Ständige Ausschuss „Urheber- und Verwandte Rechte“ (SCCR) zum „WIPO Treaty on the Protection of Broadcasting Organizations“. Heise berichtet darüber: Neues Schutz-Abkommen für Rundfunkprogramme und Webcasts.
    Unbedingt bedürfe es einer Klarstellung, so heißt es in Vorschlägen der Civil Society Coalition an die WIPO, dass der eigentliche Urheberrechtsinhaber die weitere Nutzung eines Beitrags erlauben darf, auch gegen den Willen des Senders.

    1. Mai 2006 2
  • : EFF: Wieder Lobby-Büro in Washington
    EFF: Wieder Lobby-Büro in Washington

    Die Electronic Frontier Foundation eröffnet zum 1. August wieder ein Lobbying-Büro in Washington mit zwei Angestellten: EFF reaches out to D.C. with new office.
    Update: Und hier ist der Netzeitungs-Artikel dazu: Netz-Bürgerrechtler gehen nach Washington.

    28. April 2006
  • : Dissertation zu DRM und Kopierschutz
    Dissertation zu DRM und Kopierschutz

    Lesenswert ist die Disseration von Julius Mittenzwei zum Thema „Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht – Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG“. Das PDF hat 237 Seiten, ein interessantes Literaturverzeichnis und auch sonst sind viele wichtige Fragestellungen aus juristischer und technischer Sicht enthalten.

    28. April 2006 2
  • : EU-Kommission zu Internet Governance
    EU-Kommission zu Internet Governance

    Die EU-Kommission hat sich mal wieder beim Thema Internet Governance zu Wort gemeldet: Internet: Kommission sucht globale Partnerschaft auf dem Gebiet der Internet-Verwaltung, der Meinungsfreiheit und der Bekämpfung der Zensur im Internet.
    Um den Schwung des erfolgreichen Weltgipfels über die Informationsgesellschaft in Tunis vom 16.

    28. April 2006
  • : Creative Commons: Podcasting Legal Guide
    Creative Commons: Podcasting Legal Guide

    Von Creative Commons gibt es jetzt den „Podcasting Legal Guide: Rules for the Revolution“. Der Text zielt zwar eher auf US-amerikanisches Copyright ab, dürfte aber auch für deutsche LeserInnen interessant sein. Sehr viele Links runden das Angebot ab.

    28. April 2006
  • : Total Information Awareness Projekt
    Total Information Awareness Projekt

    Technology Review berichtet über TIA: Das Total Information Awareness Projekt – ein digitaler Untoter.
    Es war der Alptraum aller Datenschützer und Bürgerrechtler: das Total Information Awareness Projekt (TIA) der US-Regierung. Umso größer war das Aufatmen, als der US-Kongress das Überwachungssystem des Pentagons 2003 stoppte.

    27. April 2006 1
  • : Veranstaltung: Wie ich lernte, RFID zu lieben
    Veranstaltung: Wie ich lernte, RFID zu lieben

    Mich erreichte den Abend eine Mail über eine interessante Veranstaltung im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) Dortmund: „Wie ich lernte, RFID zu lieben“. In der Reihe „Mit allem Rechnen. Medienkunst aus Estland, Lettland und Litauen“ in der Phoenix Halle, Dortmund gibt es Samstag, 20. Mai 2006, 10:00 – 18:00 Uhr öffentliche Vorträge in englischer Sprache.

    26. April 2006 1
  • : Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz
    Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz

    Niels Boeing hat für Technology Review ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gemacht: „Jede Überwachungsbefugnis stellt eine Grundrechtseinschränkung dar“.
    Gestern gabs schon ein Interview mit Peter Schaar im Deutschlandradio: Schaar gegen zentrale Einsicht in biometrische Daten.

    26. April 2006