Creative-Commons-Lizenzen
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: Remix Kultur
: Remix Kultur Dies ist ein schönes Beispiel für Remix-Kultur. Andreas Lloyd, ein Fan hat Kevin Kellys großartiges Buch „Out of Control“ remixt. Dabei hat er anscheinend versucht das hoch interessante aber auch hoch komplexe Buch zu kürzen und so einen anderen Fokus zu setzen. Lloyd schreibt dazu auf seinem Blog:
Kevin Kelly’s book „Out of Control“ is a fascinating book full of fascinating ideas reaching across the board from artificial intelligence, evolution, biology, ecology, robotics and more to explore complexity, cybernetics and self-organising systems in an accessible and engaging way…
.. I would have preferred a much shorter book, more narrowly focused on the idea of self-organising systems. The whole text of the original book is easily available online at Kelly’s own website, so I thought: Why not remix the online text to make such a book? So I did.
So ist ein Werk entstanden von dem Kevin Kelly selbst anerkennend sagt:
I think Lloyd is a fantastic editor, and his fan-based work is exactly the kind of liquidity of text that I believe will propel books in the next century. His remix is the kind of literary fluidity I was talking about in my Scan This Book article for the New York Times.
Die Remix Version von Andreas Lloyd heißt „Bootstrapping Complexity“ und steht auch als PDF zum Download bereit. Großartig! Solche kreativen Prozesse wären ohne zeitgemäße Lizenzierungsmodelle wie Creative Commons vor ein paar Jahren noch gar nicht denkbar gewesen. Die Originalversion des Buches „Out of Control“ gibt es natürlich auch als web text und als freies PDF.
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: Problematische Komplimente
: Problematische Komplimente In letzter Zeit wurde wieder mehrfach versucht, Creative Commons als NGO vor irgendwelche politischen oder kommerziellen Karren zu spannen. Um diese Fälle nicht einfach undokumentiert zu lassen, und weil es sich dabei um ziemlich problematische Komplimente handelt, hier die Kurzfassung für alle:
- Den Anfang machte die Piratenpartei, die als Hauptveranstalter für den 8. August 2009 in Hamburg einen „Creative-Commons-Day“ ausrief und dazu Flyer/Plakate fabrizierte, auf denen unten links groß das Logo von CC und daneben noch etwas größer das der Piraten zu sehen war. So sehr sich Anliegen der Piraten auch im Lizenzmodell von CC widerspigeln mögen: Dass man als ausgewachsene Partei, die zu Bundestagswahlen antritt, nicht mehr ganz die Narrenfreiheit hat wie als reine Aktivistengruppe, scheint zumindest den Hamburger Piraten entgangen zu sein. Aber auch ohne Parteistatus wäre vorheriges Fragen nicht nur freundlich gewesen, sondern das Mindeste.
- Weiter ging es dann mit der „Blogger Conference Germany 2009“, die in der Liste der Angemeldeten auch „creativecommons.org“ aufführte. Wie sich hinterher rausstellte, hatte einer der zahlreichen europäischen CC-Affiliates seine Teilnahme zugesagt – und schwups, stand die zentrale Blog-URL von Creative Commons Inc. USA als Referenz der Bloggerkonferenz im Netz. Sieht ja auch besser aus als bloß die Homepageadresse eines weniger bekannten CC-Aktivisten.
- Der dritte Fall ist eher kommerzieller Natur: Der noch bis heute laufende „Reeperbahn Campus“, eine Art Musikmesse mit Festival, nennt den Sonstiges-Teil seines Veranstaltungsangebots mal eben „Creative Common Ground“. Selbstverständlich soll vor allem der Begriff „common ground“ (laut dict.leo.org etwa „Gemeinsamkeit“ oder „Bezugserde“) im Vordergrund stehen. Eine Nähe zu CC sei da völlig zufällig und keinesfalls beabsichtigt, versicherte man uns auf Nachfrage.
Warum stellt sich CC so an bei derlei Vereinnahmungsversuchen? Weil die Organisation Creative Commons nach ihren Gründungsstatuten zur absoluten politischen Neutralität verpflichtet ist und bei Vertoß dagegen riskiert, die Gemeinnützigkeit abgesprochen zu bekommen. Genau deshalb ist der Name der NGO als eingetragene Marke inklusive Logo das Einzige, was bei CC einem sehr strikten „alle Rechte vorbehalten“ unterliegt und nur nach einer eng gefassten Policy lizenziert wird. Das ist nebenbei auch am Ende jeder CC-Lizenz ganz deutlich in der „Creative Commons Notice“ zu lesen (bezieht sich dort allerdings nur auf die Lizenzparteien). Wer lesen kann, ist also auch hier klar im Vorteil. Und man kann Support für die CCPL auch problemlos in einer Weise kundtun, bei der nicht der Eindruck entsteht, dass man auch gleich im Auftrag von CC als Organisation unterwegs ist.
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: Netzpolitik-Podcast 082: Michael Carroll über Copyright Neutrality, REL u. a.
: Netzpolitik-Podcast 082: Michael Carroll über Copyright Neutrality, REL u. a. Beim Kongress der Medienwoche der diesjährigen IFA in Berlin hat CC-Mitbegründer und ‑Vorstandsmitglied Michael Carroll eine Keynote mit dem Titel „Creative Commons as Conversational Copyright“ gehalten. Sie sollte die Einleitung zu einer Paneldiskussion sein, die mit Prof. Dieter Gorny (BVMI), Annette Kroeber-Riel (Google Deutschland), Dr. Matthias Leonardy (GVU), Martin Moszkowicz (Constantin Film), Alexander Skipis (Börsenverein des deutschen Buchhandels), Oliver J. Süme (eco ISP-Verband) und Jens Seipenbusch (Piratenpartei) eigentlich sehr vielversprechend besetzt war. Leider erweckte die Runde dann weitgehend den Eindruck, man habe sich per Zeitmaschine in die 90er des letzten Jahrhunderts zurück begeben. Vielleicht lag das daran, dass Michael nicht als Panelteilnehmer vorgesehen war.
Beim anschließenden Interview erzählte mir Michael u. a. etwas mehr darüber, was er mit „Conversational Copyright“ meint, was unter „Copyright Neutrality“ zu verstehen ist, was es mit der Metadatensprache REL auf sich hat, wieso das Fair-Use-Prinzip des US-amerikanischen Urheberrechts mit Vorsicht zu genießen ist und was eine Kultur-Flatrate für Creative Commons als Lizenzmodell bedeuten würde. Die Fragen habe ich auf Deutsch reingeschnitten und das Interview dauert ca. 15 Minuten. Die MP3-Datei ist etwas über 13 MB groß.
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: Kopieren und kopieren lassen – Neue Wege im Urheberrecht
: Kopieren und kopieren lassen – Neue Wege im Urheberrecht Gestern war John Weitzmann von Creative Commons Deutschland zu Gast im Deutschlandradio Kultur und hat über „Kopieren und kopieren lassen – Neue Wege im Urheberrecht“ geredet.
Die Organisation „Creative Commons“ bietet für Künstler alternative Lizenzmodelle an. So können Musiker ihre Stücke für die private Nutzung komplett freigeben und nur die kommerzielle Verwertung verbieten, erklärt John Hendrik Weizmann von Creativ Commons.
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: Music as Culture – Impressionen von der #a2n
: Music as Culture – Impressionen von der #a2n Die erste all2gethernow #camp und #conference findet vom 16–18.09.09 in Berlin statt. Hier meine ersten Eindrücke vom all2gethernow Camp. Die Veranstaltung ist gut besucht und dennoch finden die einzelnen Sessions in einer netten Atmosphäre und mit direktem Dialog zwischen Podium und Publikum statt, die gemeinsam im Kreis sitzen. Es gibt einen live Stream und Internet, alles sehr erfreulich!
Die erste Session an der ich Teilnehme ist von Andrew Dubber zu „Music as Culture“
Seine Kernthese „Musik ist hauptsächlich ein Kulturgut“ – klingt erstmal banal. Daraus folgt für ihn, dass der Großteil der Musik (wie anderer Kulturgüter) eigentlich als Gemeingut unter der Public Domain stehen sollte. Weiterhin plädiert er für ein flexibleres und kreativeres Urheberrecht wie es teilweise mit Creative Commons heute schon möglich ist. Darüber hinaus wirbt er für einen Paradigmenwechsel in unserem Denken. So könnten Kreative etwa in vielen Fällen ihre Werke schon nach wenigen Jahren in die Public Domain stellen, statt wie bisher üblich generell mit 80 Jahrigen Urheberrecht zu belegen.
Mein Lieblingszitat aus der Session: „The Internet was not made to make money. It was made for people to communicate“ – da braucht man nichts mehr hinzufügen.
Andrew Dubber ist Senior Lecturer in the Music Industries an der Universität in Birmingham und gleichzeitig ein angesehener Berater der Musik Industrie in Großbritanien. In seinem viel gelesenen Blog „New Music Strategies“ beschäftigt er sich mit Urheberrecht, dem Medienwandel, der Zukunft der Musikindustrie und der Frage was diese Entwicklungen eigentlich für unsere Gesellschaft bedeutet.
Mit der Webseite „Deleting Music und seinem Buch “The 20 Things You Must Know About Music Online” hat Andrew einige interessante Thesen zur Urheberrechtsdebatte beigetragen. Das Buch liegt als eBook in deutscher Übersetzung zum Download vor.
Hintergrund zur all2gethernow
Als Dieter Gorny im Sommer diesen Jahres bekannt gab, dass Deutschlands größte Musikmesse – die Popkomm – in diesem Jahr aufgrund von Internetpiraterie und die dadurch entstehenden Einnahmeeinbußen der Branche nicht stattfinden wird, hat dies ein großes Medien-Echo hervorgerufen.
Das Aussetzen der Popkomm war gleichzeitig die Initialzündung zur Gründung des all2gethernow e.V. als neue Plattform für alle, die an der Musik, Kreativität und Kultur und den dafür notwendigen Rahmenbedingungen interessiert sind. Die Gründungsmitglieder wollten die Absage an die Musik- und Kreativbranche, an Musiker und Künstler nicht so einfach hinnehmen. Stattdessen setzten sie sich das Ziel, eine Veranstatung zu organisieren, die Produzenten, Musiker und Nutzer, Plattenlabels und Veranstalter gemeinsam an einen Tisch bringt, um über zeitgemäße Geschäftsmodelle, zukunftsorientierte Konzepte und neue Ideen für die Musikbranche zu sprechen – mit großem Erfolg!“
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: CC-Studie zu “Noncommercial” abgeschlossen
: CC-Studie zu “Noncommercial” abgeschlossen (Crossposting von Creative Commons Deutschland)
Heute wurden unter dem Titel Defining “Noncommercial”: A Study of How the Online Population Understands “Noncommercial Use” die Ergebnisse der NC-Studie veröffentlicht, die Creative Commons letztes Jahr begonnen hatte. Es ging darum, etwas mehr Klarheit darüber zu gewinnen, was netzweit tatsächlich unter ”nicht-kommerziell” verstanden wird. Die darauf verweisende NC-Bedingung ist die wohl umstrittenste der 4 Bedingungen, die kombiniert die 6 CC-Lizenzen ergeben. Abgefragt wurde die Ansicht verschiedener Communities (je eine US-bezogene und eine international zugängliche Umfrage, außerdem spezielle Befragungen sogenannter Fokusgruppen und Interviews mit Einzelpersonen) zu mehreren Szenarien, in denen die NC-Bedingung eine Rolle spielt. Dabei wurde versucht, sowohl diejenigen zu erreichen, die sich ausschließlich als Konsumenten von CC-Content sehen, als auch diejenigen, die als Urheber aktiv mit CC-Lizenzen tun haben.
Eine zentrale Frage war, ob aus Sicht der Teilnehmer der Studie der Wortlaut der NC-Bedingung der eigenen Vorstellung entspricht oder zumindest damit weitgehend vereinbar ist. Das bejahten über 80% sowohl der befragten Urheber als auch der reinen Nutzer von CC-lizenziertem Content. Nur 7% der Urheber und 11% der Nutzer gaben an, dass die derzeitige NC-Definition sich von der eigenen deutlich unterscheide oder damit generell nicht vereinbar sei. Eine Nutzung von CC-Content in Zusammenhang mit Werbung wird von beiden Gruppen auf einer Skala von 1 (”definitiv nicht-kommerziell“) bis 100 (”definitiv kommerziell“) mit über 80 bewertet, gleiches gilt allgemein für Nutzungen, bei denen Geld verdient wird. Große Unterschiede machen die Gruppen dagegen bei der Frage, ob ”persönliche und private” Nutzung die einzige definitiv nicht-kommerzielle Nutzung sei: Bei den Nutzern stimmt mit 65% die Mehrheit dem zu, bei den Urhebern sind es nur 15%.
Allgemein scheinen Nutzer und Urheber übereinstimmendere Ansichten zu haben, als das vorher erwartet worden war. An den wenigen Stellen, wo sie sich deutlich unterscheiden, zeigt sich die Gruppe der Nutzer konservativer als die der Urheber. Das sind allerdings nur einige der Erkenntnisse, die sich aus den Befragungen ziehen lassen. Jeder kann sich ein eigenes Bild davon machen, da der Report zur Studie unter der Lizenz CC-BY und die Materialien unter CC0 im Wiki verfügbar sind.
Hier ist der 18 MB große Report als PDF.
hier die Pressemitteilung von Creative Commons.
(Ein eigentlich unnötiger Hinweis noch: Wer sich in der Lage sieht, eine deutsche Übersetzung des Reports zu machen, darf das gerne tun)
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: Die Zukunft der Musik – a2n Programm wächst
: Die Zukunft der Musik – a2n Programm wächst Nächste Woche findet in Berlin das all2gethernow-Camp statt und das Programm wächst immer weiter. Die bisher eingereichten Session-Vorschläge finden sich in der a2n-Community.
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: Mitmachen: Deutsche Synchro für CC-Clips
: Mitmachen: Deutsche Synchro für CC-Clips Es gibt inzwischen einige Videoclips über Creative Commons, Science Commons und die Kultur des Teilens. Sie erklären auf unterschiedliche Weise, aber teilweise ziemlich virtuos, was CC ist und macht und wie freie Lizenzen generell so funktionieren. Einziges Problem: Es gibt sie in der Regel nur auf Englisch. Für drei der Videos gibt es bei dotSUB dank Unterstützung aus der Community immerhin schon mal deutsche Untertitel, aber z.B. noch nicht für das unten zu sehende Video “Media that Matters” zur CC Case Study. Und die Plattform dotSUB ist relativ ungekannt, besser wären Versionen auf Youtube, Vimeo und als downloadbare Versionen in OGG Theora und MP4.
Höchste Zeit also für weitere Untertitel – oder besser noch – Synchronisierungen ins Deutsche! Da wir von Creative Commons Deutschland uns mit Videosynchronisierung nicht so sonderlich gut auskennen und unsere knappe Zeit besser einsetzen wollen, brauchen wir Hilfe. Es wäre schön, wenn sich einige Technikkundige zum Mithelfen finden würden. Zugriff auf die Skripte und Rohdaten der meisten Videos gibt es über das CC-Wiki. Deutsche Übersetzungen kann man z.B. direkt im Netzpolitik-Wiki machen. Und jeder kann mithelfen: Entweder durch Übersetzen der Skripte oder durch Videosychronisation, bzw. Unterlegen der Videos mit deutschen Untertiteln.
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: Gute Künstler kopieren
: Gute Künstler kopieren … großartige Künstler stehlen. (Ruhm, Ehre, Ansehen, Referenz usw.)
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: Netaudio Festival ’09
: Netaudio Festival ’09 Vom 8. – 11. Oktober gibt es in Berlin wieder ein „Netaudio Festival ’09″. Zu den vielen Workshops und Diskussionsrunden kommt noch ein vielfältiges Abendprogramm mit zahlreichen Netz-Musikern:
We’re proud to announce step by step the tableau of artists for the Netaudio Festival in October. In total we will be able to present more than 80 artists, bands or musical projects during the night hours. During the daytime there will be approximately 24 or more workshops, lectures, movies, discussions, showcases – and additionally a lot more other things happening. Here are the (first) names for the night program.
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: Musiker proben den Aufstand: Wie sieht eine Alternative zur GEMA aus?
: Musiker proben den Aufstand: Wie sieht eine Alternative zur GEMA aus? Die Sendung „Breitband“ auf Deutschlandradio Kultur hat am vergangenen Samstag über die GEMA-Problematik bei der Nutzung von Creative Commons Lizenzen berichtet. Wir bemühen uns bei Creative Commons Deutschland seit langem um einen Dialog mit der GEMA und eine Klärung, wie Künstler die Nutzung von Creative Commons Lizenzen mit einer GEMA-Mitgliedschaft vereinbaren können. Leider bisher nicht so erfolgreich, wie in anderen Ländern. Hier ist der Breitband-Beitrag: Musiker proben den Aufstand: Wie sieht eine Alternative zur GEMA aus?
Verwertungsgesellschaften wie die GEMA scheinen den Anschluss an das Zeitalter der digitalen Reproduzierbarkeit verloren zu haben. Als „Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte vertritt sie diejenigen Komponisten, Textdichter und Verleger von Musikwerken die in ihr Mitglied sind.“ (wikipedia). Doch für viele Musikschaffende ist diese Interessenvertretung nur noch unbefriedigend. Der Künstler kann für seine Werke keine alternativen Lizenzen vergeben. So untersagt es die GEMA beispielsweise ihren Mitgliedern, Creative Commons oder freie Lizenzen zu verwenden: “Ein Mitglied der GEMA hat seine Nutzungsrechte alleine der GEMA übertragen und kann daher erst nach Kündigung des Berechtigungsvertrages mit der GEMA seine Rechte Creative Commons zur Verfügung stellen. Einzelne Musikstücke können nicht von der GEMA-Verwertung ausgeschlossen werden. Es gilt das “ Alles oder Nichts Prinzip“. Grund genug nachzufragen, wie eine neue Verwertungsgesellschaft aussehen müsste, in der die CC-Lizenzen miteingeschlossen werden. Oder ist die GEMA überhaupt noch reformierbar? Wir sprachen mit Volker Tripp – Jurist und Betreiber des netlabels ideology.
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: Wahlspot Dilemma
: Wahlspot Dilemma Bei der De-Bug schreibt Bleed, warum die Verwendung von Creative Commons Werken nicht immer so einfach ist und warum der TV-Spot der Piratenpartei kleine Lizenz-Probleme hat: Wahlspot Dilemma.
Der Spot ist trotzdem gut und man sollte besser eine andere Musik dafür suchen.
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: Musikindustrie: Die gute Tat der Piraten
: Musikindustrie: Die gute Tat der Piraten Der Tagesspiegel hat einen guten Artikel darüber, wie das Internet die Machtverhältnisse zwischen Künstlern und Konzernen verschiebt: Die gute Tat der Piraten.
Niemand führt die neuen Verhältnisse gerade selbstbewusster vor als die Amerikanerin Amanda Palmer, Sängerin des Cabaret-Rockduos Dresden Dolls. Will Amanda Palmer ihr Publikum mobilisieren, braucht sie kein PR-Büro und keine Konzertagentur. Über Twitter lädt sie zu Strandkonzerten mit Gruppenfoto oder zur Spontanparty in einer Stripbar. Einen Pressetermin in einem leeren Kaufhaus verwandelte sie in ein Gratiskonzert für 350 Fans. An einem Freitagabend im Mai entstand bei einem Massenchat ein T‑Shirt-Spruch. Palmer gestaltete direkt am Laptop die Druckvorlage, ein Freund setzte einen kleinen Online-Shop auf. Am Ende der Nacht waren 200 T‑Shirts verkauft. Am Tag darauf weitere 200. In ihrem Blog zog die Sängerin Bilanz: „Einnahmen durch Twitter in zwei Stunden: 11 000 Dollar. Einnahmen durch mein Major-Soloalbum dieses Jahr: 0 Dollar.“ So klingt die Verzückung einer Künstlerin, die ihre Macht entdeckt – und vorführt, dass die Zeiten, in denen sich Künstler von Managern sagen lassen mussten, wo es langgeht, endgültig vorbei sind.
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: Wunderbares Dub-Album unter CC-Lizenz: Guitoud – I&I
: Wunderbares Dub-Album unter CC-Lizenz: Guitoud – I&I Das Kraftfuttermischwerk empfiehlt Guitoud – I&I:
Fresh Poulp, Netlabel und französisches Garant für äußerst hochwertige Dub-Releases unter CC-Lizenz legt nach und bringt mit Guitoud – I&I eine ganz wundervoll ambiente Dub-Stunde, die durchaus psychedelische Anleihen ala Pink Floyd mit der Gitarre beinhaltet. Toller Longplayer!
Kann man sich auf der Seite anhören. Hört sich gut an. Hier ist das komplette Album als RAR.
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: Manifest: „Gemeingüter stärken. Jetzt!“
: Manifest: „Gemeingüter stärken. Jetzt!“ Aus dem politischen Salon „Gene, Bytes und Emissionen: Zeit für Allmende“ der Heinrich-Böll-Stiftung ist ein Manifest entstanden:
Die Explosion von Wissen, Technologie und Produktivität ermöglichte in den vergangenen zweihundert Jahren eine nie gesehene Mehrung privaten Reichtums. Dies hat unsere Lebensqualität in vielerlei Hinsicht verbessert. Doch zugleich haben wir zugelassen, dass die Quellen versiegen und der gesellschaftliche Reichtum schwindet. Das führen uns die vielfach miteinander verbundenen Krisen vor Augen. Die Krise der Finanzen, der Wirtschaft, der Ernährung, der Energie und der ökologischen Lebensgrundlagen. Sie schärfen das Bewusstsein für die Existenz und die Bedeutung der Gemeingüter. Natürliche Gemeingüter sind notwendig für unser Überleben, soziale Gemeingüter sichern den Zusammenhalt und kulturelle Gemeingüter sind Bedingung für unsere individuelle Entfaltung. Es ist an der Zeit, unseren Enthusiasmus und unsere Kreativität, unsere Mittel und Talente auf die Mehrung des gemeinschaftlichen Reichtums zu konzentrieren. Wir müssen die Strukturen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft mit Blick auf dieses Ziel verändern.
Es schließt mit der Forderung:
Unsere Gesellschaft braucht eine große Debatte und eine allgegenwärtige Bewegung für Gemeingüter. Jetzt!
Das komplette Manifest gibt’s als PDF beim CommonsBlog und in HTML bei keimform. Es steht unter der Creative Commons CC-BY-SA 3.0 Lizenz, denn „die Vervielfältigung, Verlinkung und schöpferische Fortentwicklung dieses Dokuments ist ausdrücklich erwünscht“.
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: Google bietet CC-Bildersuche
: Google bietet CC-Bildersuche Google hat seine Bilder-Suche ausgebaut und bietet jetzt komfortable Suchmöglichkeiten nach CC-lizenzierten Bildern. Dazu muss man bei images.google.de auf die „Erweiterten Einstellungen“ klicken. Dort kann man unter dem Punkt „Nutzungsrechte“ die gewünschten Nutzungsfreiheiten für die Suche anklicken. Und dann findet man CC-lizenzierte Bilder.
Yahoo bietet diese Möglichkeit schon länger an. Aber mit Google findet man mehr. Auf search.creativecommons.org gibt es eine Übersicht zu einigen Diensten, die es ermöglichen, CC-Content zu finden.
Das Creative Commons Blog berichtet: Google Image Search Implements CC License Filtering.
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: UltraStar Deluxe: OpenSource Karaoke am PC
: UltraStar Deluxe: OpenSource Karaoke am PC
Mit UltraStar Deluxe soll nicht nur eine kostenlose und offene Alternative zu den Platzhirschen wie SingStar und Konsorten geboten werden, die Entwickler wollen die „beste Karaoke-Version bieten, die je geschaffen wurde“.
Dieses hohe Ziel lässt sich durch viele Vorteile erklären, die die Konkurrenz nicht bieten kann, z.B. Unterstützung für bis zu 6 Spieler, neue Spielmodi per Plugins oder Themes. Die großen Unterschiede stecken aber im Umgang mit der verwendeten Musik: manche Künstler, wie Shearer aus Berlin, die ihre Songs unter Creative Commons-Lizenzen vertreiben, bieten diese für die kostenlose Verwendung mit UltraStar Deluxe an. Externe Programme (zu finden im Wiki) durchsuchen zudem die eigene Musiksammlung und versehen sie automatisch mit kompatiblen Lyrics, Hintergründen und sogar den dazugehörigen Videos per Youtube.Ein kurzer Praxistest war vielversprechend: Das Design ist auf Augenhöhe mit den kommerziellen Karaoke-Produkten und eine erste Proberunde kann dank mitgelieferten Songs schon nach ein paar Minuten starten. Mit einem externen Editor können eigene Lieder hinzugefügt werden, wobei man hier vom Musikgeschmack der Community abhängig ist: die meisten Single-Auskopplungen sind verfügbar, ein getestetes „System Of A Down“-Album wurde nahezu vollständig importiert, oft bleiben ganze Alben jedoch unerkannt. Hier kann der Nutzer natürlich selber aktiv werden, was sogar mit verkürzten Wartezeiten beim Download von Lyrics belohnt wird. Somit können sowohl neueste Hits, wie auch unbekannte Lieblings-Songs schnell konvertiert werden, ein Feature, von dem Xbox & Co trotz Mikrotransaktionen noch weit entfernt sind. Karaoke-Klassiker, wie ABBA oder Take That, konnten leider nicht kurzfristig für einen Test organisiert werden, sollten bei Bedarf aber verfügbar sein.
Wer richtig protzen will, muss etwas Zeit in die Video-Einbindung investieren. Der automatische Download von Youtube-Clips funktioniert recht gut, die Qualität ist aber erwartungsgemäß grauenhaft. Auch erhält man statt dem erwarteten Musikvideo manchmal Überraschungen, zum Beispiel einen 2‑jährigen beim Gitarrespielen. Besser sind hier richtige Videos, die man sich aber selbst besorgen und einbinden muss.
Für ca. 50€ kann man sich ein Doppelpack kabellose Mikrophone der Konkurrenz besorgen, ansonsten reicht auch eine Klinken-Weiche für den Party-Einsatz. UltraStar Deluxe gibt es für Windows, Linux (hier gibt es einen Workaround für einen gängigen Fehler) und Mac, es werden noch Übersetzer für die Lokalisierungen gesucht.
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: Ein Missverständnis: Creative Commons und Wikipedia
: Ein Missverständnis: Creative Commons und Wikipedia Der Deutschlandfunk hat heute in der Sendung „Kultur heute“ über die Diskussion innerhalb der Wikipedia-Community berichtet, ob man von der Free Documentation Licence auf die Creative Commons BY-SA-Lizenz umsteigen soll: „Freie Enzyklopädie? Warum Wikipedia-Autoren um ihre Rechte kämpfen.“ Dabei ist es leider zu Missverständnissen gekommen. Nach einer längeren Einleitung geht es los:
Vor anderthalb Jahren hat deshalb Wikipedia-Gründer Jimmy Wales vorgeschlagen, anstatt der bisher verwendeten GPL-Lizenz die inzwischen entwickelten Creative Commons (abgekürzt: CC)-Lizenzen zu benutzen. Dies würde den Autoren einerseits eine abgestufte Rechteerteilung erlauben (zum Beispiel: das Werk darf oder darf nicht verändert werden) und andererseits auch eine kommerzielle Nutzung nicht mehr ausschließen, was allerdings in den Augen vieler Wikipedianer einem Sakrileg gleichkäme. In der Community findet derzeit eine Abstimmung über diese Möglichkeit statt.
Das Problem der Free Documentation Licence (übrigens nicht zu verwechseln mit der General Public Licence – das ist was anderes) bei der Wikipedia ist ja, dass die Lizenz zum Zeitpunkt der Gründung „einzigartig“ war, aber der derzeitigen Situation nicht mehr gerecht wird. Streng genommen muss man immer bei einem Artikel den Lizenz-Text mitliefern und auch alle Editoren mit angeben. Bei längeren Texten, die oft editiert wurden, ist das ein Rattenschwanz an Informationen. Daher gibt es die Diskussion zur CC-BY-SA-Lizenz zu wechseln, die einerseits philosophisch dieselben Freiheiten gewährt und seit der Version 3.0 kompatibel ist, andererseits die Möglichkeit bietet, dass man als Quelle nur noch „Wikipedia“, bzw. einen Link zum Artikel angibt. Das ist pragmatischer und effektiver. Creative Commons Lizenzen bieten zwar die Wahlfreiheit, aus sechs verschiedenen Kombinationen auszuwählen, aber das steht in dieser Diskussion gar nicht zur Debatte. Hier geht es konkret um diese eine Lizenz und nicht um eine „abgestufte Rechteerteilung“. Und auch die Free Dokument Licence hat schon immer eine kommerzielle Nutzung erlaubt, was sich auch bei der CC-BY-SA-Wahl nicht ändern würde. Die Freiheit, einen Text kommerziell unter der Bedingung des Copyleft (SA / Sharealike: Weitergabe unter gleichen Bedingungen) zu verwenden, bleibt erhalten. Insofern ist die Vermutung des Sakrilegs auch leider missverstanden. Innerhalb der Wikipedia-Community gibt es nur das Sakrileg, dass die Wikipedia selber werbe- und damit kommerzfrei sein soll.
Aber es geht noch weiter:
Mit einer eventuellen Kommerzialisierung von Wikipedia bekäme das Internet in der Tat ein neues Gesicht. Es wäre einer jener großen Umbrüche, von denen die Internet-Welt ständig redet. In der Tat hat dieser Umbruch an anderen Stellen schon begonnen: Immer mehr Presseverleger, zuletzt sogar Rupert Murdoch, wenden sich von der Hoffnung auf Werbefinanzierung der journalistischen Gratisinhalte ab und errichten für Ihre Zeitungen wieder klassische Bezahlschranken. Wenn es aber ans Verdienen geht, dann möchten Wikipedia-Autoren, die den Journalisten soviel Futter liefern, natürlich nicht abseits stehen.
Schön, dass da plötzlich Rupert Murdoch, Zeitungen und journalistische Gratisinhalte in einem Atemzug mit der Lizenz-Diskussion genannt werden. Fehlt nur noch der Heidelberger Appell und Google Books. Mich verwundern nur diese Schlussfolgerungen, weil diese gar nichts mit der Debatte zu tun haben und auch das Internet kein neues Gesicht durch eine Community-Entscheidung zugunsten der CC-BY-SA bekommt. Insofern muss es sich wohl um ein grosses Missverständnis handeln.
Von der Sendung gibt es auch eine MP3.
Besser über die Debatte hat übrigens am 11. Mai die Süddeutsche Zeitung berichtet: Wie frei ist frei?
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: Freitag: Lawrence Lessig über Copyright Wars
: Freitag: Lawrence Lessig über Copyright Wars Die Heinrich Böll Stiftung hat Glück gehabt, Lawrence Lessig auf der Berliner Durchfahrt zu einer Abendveranstaltung zu gewinnen. Am kommenden Freitag gibt es im Rahmen der „Spielstand“-Veranstaltungsreihe ein Spezial zu „Copyright Wars – Vergnügen und Unbehagen an der digitalen Kultur.“ Ein Vortrag und Diskussion mit Prof. Lawrence Lessig.
Die Veranstaltung findet von 19–21h in den Sophiensaelen in Berlin-Mitte statt.
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: Cologne Commons – Konferenz und Festival für freie Musik
: Cologne Commons – Konferenz und Festival für freie Musik
Am 12. und 13. Juni 2009 findet in Köln die erste „Cologne Commons – Konferenz und Festival für freie Musik“ statt.Die Cologne Commons versteht sich als Plattform für freie Musik, Netlabels und Künstler. Während die Konferenz in Workshops und Diskussionen Wissen an Künstler vermittelt, stellt der Konzertteil junge, engagierte und im Internet erfolgreiche Musiker und Netlabels vor. Den Fokus richtet die Cologne Commons zielgenau auf die Möglichkeiten und Chancen des Webs. In Theorie und Praxis beweist die Cologne Commons, dass das Internet eine außergewöhnliche Plattform für junge und unbekannte Künstler ist und demonstriert die neuen Vorteile des Mediums anstelle es zu verteufeln.
Das Programm am Freitag und Samstag sieht vielversprechend aus. Beide Tage Konferenz und Festival kosten 25 Euro. EInzeltickets gibt es pro Konferenztag und Abendprogramm zum Preis von 8 Euro.
Auf Phlow.net werden noch Helfer gesucht:
„Sowohl die Konferenz als auch das Festival der Cologne Commons basiert so gut wie auf freiwilliger Hilfe. Mit viel Engagement treiben wir die Idee Creative Commons, neue Formen der Kultur und die Diskussion voran. Wir freuen uns, wenn Ihr mit helft, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg wird. Was kannst Du machen?
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