Wissen

Urheberrecht, Creative Commons, freie Software, freies Wissen, Bildung, Informationsfreiheit.

  • : Was bedeuten die neuen Mehrheitsverhältnisse für US-Netzpolitik?
    Was bedeuten die neuen Mehrheitsverhältnisse für US-Netzpolitik?

    Bei CNet gibt es einen Report über die neuen Mehrheitsverhältnisse im US-Senat und Repräsentantenhaus nach den Wahlen in dieser Woche und was dies für Technologie-relevante Debatten bedeutet: What the Democrats’ win means for tech.

    But now that this week’s elections have switched control of the House back to the Democrats–and they appear to have seized the Senate as well–the outlook for technology-related legislation has changed dramatically overnight. On a wealth of topics–Net neutrality, digital copyright, merger approval, data retention, Internet censorship–a Capitol Hill controlled by Democrats should yield a shift in priorities on technology-related legislation.

    […]

    Hollywood tends to be solidly Democratic: Employees of companies like Viacom, Walt Disney and Vivendi Universal consistently write checks to Democratic politicians over Republicans, by a 2‑to‑1 margin. But in practice, Republican politicians have been nearly as enthusiastic about helping Hollywood. It was Sen. Ted Stevens, an Alaska Republican, who endorsed the so-called broadcast flag for television in January. It was a New Jersey Republican, Rep. Mike Ferguson, who introduced the legislation for digital radio two months later, and another from North Carolina, Rep. Howard Coble, who co-sponsored a plan in mid-2002 to let copyright holders disable PCs used for illicit file trading. And Sen. Orrin Hatch, a Republican, once called for remotely destroying pirates’ computers.

    10. November 2006
  • : Aktion:Remixt Lessig!
    Aktion:Remixt Lessig!

    Anfang letzter Woche hatten wir die Chance, ein Interview mit Lawrence Lessig in Berlin zu machen. Lawrence Lessig ist Autor mehrerer Bücher, ein US-amerikanischer Jura-Professor an der Stanford Law School und Mitgründer von Creative Commons. Im Moment ist er für ein Jahr Fellow an der American Academy in Berlin und hat sich hierher zurückgezogen, um zwei weitere Bücher zu schreiben. Trotz Erkältung und Husten hatte er sich fast eine Stunde Zeit genommen, verschiedene Themen ausführlich zu erklären. Auch wenn wir gerne noch viel mehr Themen angeschnitten hätten.

    Das Ergebnis ist hier zu sehen. Ich habe das ganze Interview in kleine Teile geschnitten, so dass immer ein Block aus Frage und Antwort besteht. Beim schneiden kam die Idee, das ganze Interview gleich unter die Creative Commons Lizenz zu stellen, die am meisten Freiheit gewährt und alles zum Remixen unter der CC-Namensnennung auch zur kommerziellen Nutzung frei zu geben. Die einzelnen Blöcke sind alle als .dv-Dateien in einem beinahe unkomprimierten Zustand (Vorsicht: Teilweise sind die Dateien über 1 GB gross!**). Gleichzeitig finden sich hier bearbeitete Versionen in OGG Theora und weitgehend als AVI mit dem NetzpolitikTV-Intro, was der Wetterfrosch mal erstellt hatte.***

    Es gibt sicherlich viele Leser und Leserinnen, die begnadeter im Videomixen sind als ich es mit meiner knappen Zeit im Moment bin und wahrscheinlich jemals sein werde. Deshalb macht damit, was Ihr wollt: Die einzige Regel ist, die Creative Commons Namensnennungs-Lizenz zu befolgen. Alle Remixe müssen einen Verweis auf netzpolitik.org haben*. Das ist alles. Das Videomaterial kann mit Unterstiteln versehen werden, anders zusammengestellt werden, man kann meine Rolle als Interviewer einnehmen und bessere Fragen stellen, man kann Musik unterlegen, Special-Effects einfügen, einzelne Teil-Aspekte in eigene Videoproduktionen eingebunden werden oder wieso nicht eine Best-of-Zusammenfassung machen? Ich bin gespannt, was dabei kreatives herauskommt. Ergebnisse können und sollen am besten in den Kommentaren verewigt werden.

    Und hier ist das Interview:

    9. November 2006 10
  • : DRM: What is it good for
    DRM: What is it good for

    Fred von Lohmann von der EFF war zu Gast bei Cory Doctorows Univorlesung und es gibt jetzt eine MP3-Datei des Vortrages zum Thema „DRM: What is it good for“.

    9. November 2006 2
  • : Erdbeben im Linux-Markt?
    Erdbeben im Linux-Markt?

    Dr. Oliver Diedrich scheibt bei Heise-Open über Oracle, Microsoft, Novell – und die Folgen: Analyse: Erdbeben im Linux-Markt.

    Und sicher haben auch politische Überlegungen eine Rolle gespielt: Durch das Versprechen, Projekte wie Samba nicht mit Patentklagen zu verfolgen, kommt man den Forderungen der EU nach mehr Wettbewerb im Servermarkt entgegen. Novell dürfte aufhören, die EU-Kommission mit Material gegen den neuen Partner zu versorgen und zukünftig auf eigene Verfahren wegen Wettberwerbsbehinderung verzichten.

    Und, nicht zu vergessen: Mit dem Patentabkommen hat Novell als erster großer Linux-Anbieter Microsofts Vorstellungen vom Umgang mit geistigem Eigentum akzeptiert – jetzt, wo SCOs Feldzug gegen Linux kurz vor dem Scheitern steht. Firmen wie Palamida und Black Duck, die sich auf das Klären von Fragen des geistigen Eigentums bei Open Source und proprietärer Software spezialisiert haben, wittern bereits Morgenluft.

    Microsofts aggressive Reaktionen gegen Linux in der Vergangenheit waren nicht zuletzt darin begündet, dass Open Source dem Microsoftschen Businessmodell – Geld mit Software-Lizenzen verdienen – ganz fundamental entgegensteht. Nun zahlt Novell einen prozentualen Anteil seines Umsatzes mit Open-Source-Software als Lizenzgebühr an Microsoft. (Details hierzu wollen die Unternehmen allerdings erst in den nächsten Wochen in Börsenmitteilungen offenlegen.) Ist das das Ende der großen Open-Source-Freiheit?

    9. November 2006 5
  • : Release The Music
    Release The Music

    Die britische Open Rights Group hat eine Kampagne gegen die Verlängerung der Urheberrechtsschutzfristen gestartet: Release The Music.

    Term extension would:

    * Starve the public domain, stopping people from reusing, remixing and mashing up old recordings
    * Stop performers and composers from re-releasing their own public domain out-of-print works
    * Stop businesses from conserving and re-releasing old material
    * Give the major labels more power over our musical culture
    * Stifle innovation in the distribution of recorded music

    We believe that any extension to the term of copyright protection for sound recordings would be highly damaging to artists and the public good. We hereby request that you publicly reject all demands from all parties for any extension, retrospective or prospective, to the term of copyright protection for sound recordings.

    8. November 2006 2
  • : Zypries im Deutschlandradio zum zweiten Korb
    Zypries im Deutschlandradio zum zweiten Korb

    Bundesjustizministerin Zypries hat die aktuelle Urheberrechts-Gesetzesnovelle im Deutschlandradio Kultur verteidigt: „Urheberrecht muss fit werden für die digitale Gesellschaft“.

    Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hat die geplante Gesetzesnovelle zum Urheberrecht verteidigt. Im Deutschlandradio Kultur sagte sie am Dienstag, die „digitale Welt“ sei im geltenden Gesetz noch nicht abgebildet: „Es war unser Hauptansatzpunkt zu sagen, das Urheberrecht muss fit werden für die digitale Gesellschaft“.

    Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte man die Formulierung auch dahin deuten, dass nach dem 2.Korb endlich mal eine dritte Urheberrechtsreform gestartet wird, um das Urheberrecht tatsächlich für das digitale Zeitalter fit zu machen. Im Moment gibt es ja nur Kosmetikkorrekturen des ersten Korbes.

    Das Gespräch gibt es hier als MP3.

    8. November 2006
  • : Kein Filmen bei Urheberrechts-Anhörungen möglich
    Kein Filmen bei Urheberrechts-Anhörungen möglich

    Letzte Woche hatte ich darüber geschrieben, dass ich gerne die Urheberrechts-Anhörungen im Rechtsausschuss des Deutschen Bundestages auf Video aufzeichnen wollte. Nach mehreren Telefonaten und eMails habe ich heute morgen leider vom Sekretariat des Rechtsausschusses nur die Erlaubnis bekommen, in den ersten 5–10 Minuten der Sitzung aufnahmen zu machen.

    Für mich ist das aber uninteressant, da ich nicht die Tagesschau bin und ein paar atmosphärische Bilder wollte, sondern die inhaltlichen Aussagen der Sachverständigten dokumentieren wollte. In den verschiedenen Telefonaten wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass Ausschuss-Sitzungen etwas anderes seien als Plenarsitzungen. Es wurde auch damit argumentiert, dass Plenarsitzungen eine andere Art von Öffentlichkeit seien als öffentliche Ausschuss-Sitzungen.

    Am meisten Sorgen machte mans ich aber über die Sachverständigten und das Aufnahmen von deren Lobby-Statements für immer im Internet landen könnten. Aus meiner Sicht ist das nicht wirklich ein Argument, weil die Sachverständigten in einer öffentlichen Sitzungen als Vertreter unterschiedlicher Lobbies auftreten. Aber ich kann es leider nicht ändern, es ist eine politische Entscheidung gewesen, die wohl durch die Abgeordneten des Rechtsausschuss getroffen wurde. Schade, ich hatte gehofft, dass der Bundestag hätte etwas mehr Mut zur Transparenz zeigt.

    8. November 2006 11
  • : Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig
    Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig

    Hier ist ein ca. 50 Minuten langes Interview mit Lawrence Lessig über Creative Commons, Netzneutralität, Kopierschutz, Web 2.0, Free Culture und vielen mehr. Megr über Lawrence Lessig gibt es auch in der deutschen und englischen Wikipedia.

    Das Interview gibts als MP3 (112kb/s, 40 MB) und OGG (32 MB).

    Etwas mehr Inhalt gibt es morgen dazu. Die Videorohdateien sind irgendwann diese Woche mal hochgeladen. Ich wollte ein paar bearbeitete Ogg-Theora Schnipsel bei Sevenload reinstellen, die werden da aber nicht akzeptiert. Schade.

    6. November 2006 2
  • : GEMA vs. Youtube
    GEMA vs. Youtube

    Das war ja nur eine Frage der Zeit: Gema fordert YouTube-Gebühren von Google. Soll in der morgigen Handelsblatt-Ausgabe ausführlicher stehen. Die GEMA will in Verhandlungen mit Google eintreten, bis zu einer Entscheidung sollen erstmal alle Videos mit GEMA-lizenzierter Musik gelöscht werden.

    Update: Hier ist der Original-Artikel vom Handelsblatt: Gema fordert Gebühren von Google.

    6. November 2006 7
  • : Mediawiki und WordPress ohne Protokollierung von IP-Adressen?
    Mediawiki und WordPress ohne Protokollierung von IP-Adressen?

    Wie man Mediawiki und WordPress so konfiguriert, dass eine Protokollierung von IP-Adressen nicht erfolgt, wird hier erklärt. Nützlich in Zeiten einer verdachtsunabhängigen Vorratsdatenspeicherung und der vorbeugende Straftatenbekämpfung durch Herausgabe von Nutzerdaten im Rahmen des neuen Telemediengesetzes.

    5. November 2006 5
  • : Peter Jenner:DRM is dead
    Peter Jenner:DRM is dead

    Peter Jenner war mal der erste Manager von Pink Floyd und ist momentan Generalsekretär des „International Music Managers Forum“. The Register hat ein längeres Interview über Musikdistribution, DRM und neuen Wegen zur Kompensation von Künstlern ohne Kontrolle. Kurz zusammen gefasst ist seine Meinung in der Headline des Artikels: Big labels are f*cked, and DRM is dead – Peter Jenner.

    The major four music labels today are „fucked“, he says. Digital music pricing has been a scam where the consumer pays for manufacturing, distribution, and does all the work – and still has to pay more. Labels should outsource everything except finance and licensing.

    But he’s also optimistic that for almost everyone else – indie labels, musicians, songwriters and budding entrepreneurs – as well as network providers – the future’s going to be pretty bright. The Big Four know that the DRM era is nearly over – and within two or three years, he predicts, „most countries“ in the world will have a blanket licensing regime where we exchange music freely, for a couple of quid a month.

    [via]

    4. November 2006 2
  • : FAQ zu SUISA und Creative Commons
    FAQ zu SUISA und Creative Commons

    Das wollte ich schon viel früher bloggen: Die Digitale Allmend hat eine FAQ zum Thema „SUISA und Creative Commons“ veröffentlicht. SUISA ist das schweizer Äquivalent zur deutschen GEMA – eine Verwertungsgesellschaft für Musik.

    [Danke an Felix]

    3. November 2006
  • : NetzpolitikTV: Lawrence Lessig – Interview Teil1
    NetzpolitikTV: Lawrence Lessig – Interview Teil1

    Hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing mal data-epi-spacing ein data-epi-spacing kleiner data-epi-spacing Ausschnitt data-epi-spacing aus data-epi-spacing einem data-epi-spacing längeren data-epi-spacing Interview data-epi-spacing mit data-epi-spacing Lawrence data-epi-spacing Lessig, data-epi-spacing was data-epi-spacing wir data-epi-spacing am data-epi-spacing vergangenen data-epi-spacing Montag data-epi-spacing aufgenommen data-epi-spacing haben. data-epi-spacing In data-epi-spacing diesem data-epi-spacing Ausschnitt data-epi-spacing geht data-epi-spacing es data-epi-spacing darum, data-epi-spacing was data-epi-spacing er data-epi-spacing deutschen data-epi-spacing Politikern data-epi-spacing mit data-epi-spacing auf data-epi-spacing dem data-epi-spacing Weg data-epi-spacing geben data-epi-spacing würde, data-epi-spacing die data-epi-spacing sich data-epi-spacing momentan data-epi-spacing mal data-epi-spacing wieder data-epi-spacing mehr data-epi-spacing oder data-epi-spacing wenig data-epi-spacing mit data-epi-spacing dem data-epi-spacing Urheberrecht data-epi-spacing beschäftigen.

    Hier klicken, um den Inhalt von sevenload.de anzuzeigen.

    Eine data-epi-spacing Version data-epi-spacing zum data-epi-spacing herunterladen data-epi-spacing stell data-epi-spacing ich data-epi-spacing später data-epi-spacing noch data-epi-spacing online. data-epi-spacing Eine data-epi-spacing Audiofassung data-epi-spacing wird data-epi-spacing es data-epi-spacing auch data-epi-spacing noch data-epi-spacing geben. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Bearbeitung data-epi-spacing des data-epi-spacing ganzen data-epi-spacing Video-Interviews data-epi-spacing dauert data-epi-spacing noch data-epi-spacing an. data-epi-spacing Im data-epi-spacing Moment data-epi-spacing versuche data-epi-spacing ich, data-epi-spacing über data-epi-spacing eine data-epi-spacing 600k data-epi-spacing Uploadverbindung data-epi-spacing 10 data-epi-spacing GB data-epi-spacing an data-epi-spacing .dv-Rohdaten data-epi-spacing online data-epi-spacing zu data-epi-spacing stellen. data-epi-spacing Mal data-epi-spacing schauen, data-epi-spacing ob data-epi-spacing der data-epi-spacing Provider data-epi-spacing in data-epi-spacing den data-epi-spacing veranschlagten data-epi-spacing 37 data-epi-spacing Stunden data-epi-spacing das data-epi-spacing Internet data-epi-spacing zwischenzeitlich data-epi-spacing kappt. data-epi-spacing Ich data-epi-spacing hoffe data-epi-spacing mal data-epi-spacing nicht. data-epi-spacing Geplant data-epi-spacing ist data-epi-spacing aber, data-epi-spacing das data-epi-spacing Material data-epi-spacing frei data-epi-spacing unter data-epi-spacing einer data-epi-spacing sehr data-epi-spacing liberalen data-epi-spacing Creative data-epi-spacing Commons data-epi-spacing Namensnennungs-Lizenz data-epi-spacing zum data-epi-spacing Remixen data-epi-spacing zur data-epi-spacing Verfügung data-epi-spacing zu data-epi-spacing stellen.

    3. November 2006 4
  • : 2. Korb: Die ersten Anhörungen zum Urheberrecht im Bundestag
    2. Korb: Die ersten Anhörungen zum Urheberrecht im Bundestag

    „Heute im Bundestag“ hat die ersten beiden Anhörungen im Rechtsausschuss zum Urheberrecht angekündigt. Am 8. November gibt es erstmal zwei getrennte Sessions zu den Themen Geräteabgaben und Kabelweitersendung. Wie das so bei Bundestagsanhörungen ist, werden dort eine Menge Menschen innerhalb kurzer Zeit sprechen und vor dem Ausschusssaal werden Papierberge mit Stellungnahmen der unterschiedlichen Lobbys liegen. Die Abgeordneten des Rechtsausschuss werden vorbereitete Fragen an „ihre“ eingeladenen Experten stellen und das Publikum darf dem ganzen von der Tribüne aus zuschauen. Die Expertenauswahl wird meist interfraktionell vereinbart und jede Fraktion versucht dort Experten unterzubringen, die der eigenen Politik am nächsten stehen. Wobei die Expertenanzahl aufgrund der Zeit limitiert ist.

    Der erste Teil der Anhörung, der um 13 Uhr beginnt, ist der Urheberrechtsvergütung gewidmet. Live vor Ort sind:

    Till Barleben (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie aus Frankfurt am Main), Professor Jürgen Becker (Zentralstelle für private Überspielungsrechte aus München), Kathrin Bremer (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. aus Berlin), Professor Max Fuchs (Deutscher Kulturrat e.V. aus Berlin), Professor Reto M. Hilty (Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht aus München), Professor Johannes Kreile (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. aus Wiesbaden), Benno H. Pöppelmann (Initiative Urheberrecht aus Berlin), Christian Sprang (Börsenverein des Deutsche Buchhandels e.V. aus Frankfurt am Main), Professor Artur-Axel Wandtke (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht von der Humboldt-Universität zu Berlin) und Hajo Riedenbeck (Gesellschaft für Konsumforschung aus Nürnberg).

    Der zweite Teil der Anhörung beginnt um 16.30 Uhr. Thema ist die Kabelweitersendung. Live vor Ort sind:

    Professor Jürgen Becker, Professor Thomas Dreier (Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe), Professor Georgios Gounalakis (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Medienrecht an P der Philipps- Universität Marburg), Claus Grewenik (Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. aus Berlin) und Ralf Heublein (Deutscher Kabelverband e.V. aus Berlin).

    Beide Teile der Anhörung finden im Raum 1.302 des Jakob-Kaiser-Hauses statt. Eine Anmeldung ist erforderlich beim Sekretariat des Rechtsausschusses, Tel. (030) 227–32430, E‑mail: rechtsausschuss@bundestag.de .

    Beide Debatten sorgen für heftige Diskussionen, aber die für dieses Blog spannensten Fragestellungen werden erst beim zweiten Anhörungsmarathon am 20. November im Bundestag diskutiert. Dort geht es dann um Schrankenregelungen wie das Zitatrecht oder die Privatkopie. Und ich sitze leider im Flieger zurück aus den Philippinen, aber wir werden hier trotzdem eine Berichterstattung hinbekommen.

    Ich hab eben mal versucht, herauszufinden, ob Audio- und Filmaufnahmen erlaubt sind. Immerhin ist es eine öffentliche Anhörung, die Plätze sind limitiert und die Bürger zahlen das ganze Event mit Steuergeldern. Erste Reaktionen waren, dass wohl noch niemand wirklich auf die Idee gekommen ist. Ich erreiche leider zum jetzigen Zeitpunkt das Ausschuss-Sekretariat nicht mehr, bleibe aber dran. Wir würden nämlich gerne die Anhörungen aufzeichnen, ins Netz stellen und somit die demokratische Arbeit des Deutschen Bundestag unterstützen. Transparenz und so. Ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt.

    2. November 2006 6
  • : UK-Studie: Wissen sollte zuerst öffentliches Gut sein
    UK-Studie: Wissen sollte zuerst öffentliches Gut sein

    Eine Studie des britischen „Institute for Public Policy Research“ geht der Frage nach, welche zukünftigen Wissensmodelle für Grossbritanien am Besten geeignet sind. Ars Technica berichtet darüber und liefert vier vorgeschlagene Modelle aus der Studie: UK report: knowledge should be public good first, private right second.

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    Zur Datenschutzerklärung von TED

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    The second model currently describes the UK, where knowledge is an asset first and a public resource second. This means that producers are generally protected first, and while more consumer rights may be upheld, the relationship between DRM and fair use is not resolved, and copyright terms may be continuously extended.

    The third model is that of a society where knowledge is first seen as a public resource and only secondarily as an asset. Comparing this to the „open access“ movement in academic publishing, the authors note that such an approach is not anti-business. Under this model, public interest is the basis for IP policy, copyright terms are not extended, and fair use trumps DRM.

    Finally, the fourth model is „cyber-socialism,“ where knowledge is seen only as a public resource and copyright is not allowed. The profits of creativity are returned to the public and a „new ethic of playfulness and voluntarism“ is the norm. The authors see these ideals at work in open source projects like Linux and Wikipedia, but point out that „it is not clear how such a model could be used to fit in investment-heavy models of innovation and creativity, such as the development of drugs or films.“

    Die Empfehlung ist, dass Grossbritanien von Modell 2 auf Modell 3 migrieren soll. Würde ich für Deutschland auch so vorschlagen.

    Die Studie kostet 9,95 Pfund und hier gibt es ein Executive Summery als PDF.

    2. November 2006
  • : Harald Welte über GPL-Enforcement
    Harald Welte über GPL-Enforcement

    Harald Welte hat in seinem Blog mal einige Gedanken zu seinem Projekt GPL-Violations.org gemacht: Some more thoughts on the results of GPL enforcement. Das Projekt geht auf vielen Wegen gegen Verletzungen der GPL-Lizenz (der wichtigsten Lizenz der Freien Software) vor.

    Heise berichtet darüber: Open-Source-Aktivist kritisiert Gerätehersteller.

    So kommt Welte in seinem Blog-Eintrag zu dem Schluss, dass Freie Software momentan in keiner Weise von den Software-Anbietern profitiere. Aber auch wenn sein Blog-Eintrag verbittert und resigniert klingen möge, bleibe die Durchsetzung der GPL wichtig. Er sei zuvor nicht davon ausgegangen, dass das GPL enforcement einen Rückfluss verwendbar Software erbringen könne, so dass er nicht enttäuscht sei, schreibt Welte. Er habe den Verdacht, dass es außerhalb der Hackergemeinde kaum technisches Verständnis gebe.

    2. November 2006
  • : Wissen und Eigentum als Buch bei BpB erschienen
    Wissen und Eigentum als Buch bei BpB erschienen

    Heimlich steill und leise ist das Buch „Wissen und Eigentum“ von Jeanette Hofmann bei der Bundeszentrale für politsiche Bildung erschienen. Ich wusste, dass das Buch im Herbst erscheinen soll, aber letztendlich hab ich gerade den Hinweis bei Meike gefunden. Das Buch kostet nur zwei Euro (plus Porto) und es ist unter einer CC-Lizenz veröffentlicht worden. Unklar ist, wann es eine PDF-Version geben soll.

    Besitzen Autoren ihre Werke? Ist Wissen ohne rechtlichen Schutz vermarktbar, verwertbar oder wertlos? Dieser Sammelband gibt in 15 Beiträgen einen Überblick über die sich wandelnde Beziehung zwischen Wissen und Eigentum. In so verschiedenen Bereichen wie der klassischen Musik, der traditionellen Heilkunde in Mexiko oder dem Handel mit den Adressdaten werden die Auswirkungen der Behandlung von Wissen als Eigentum anschaulich erläutert.

    Aktuell spiegelt sich das Thema wider in der Diskussion um das Urheber- und Patentrecht sowie bei Fragen des Markenschutzes. Mit diesem Band gibt die Bundeszentrale für politische Bildung erstmals ein Werk unter einer Creative Commons Lizenz (CC) heraus. Dadurch können Nutzerinnen und Nutzer diesen Band bei Namensnennung der Autorin/des Autors zu nicht kommerziellen Zwecken vervielfältigen und weiter verbreiten.

    2. November 2006 10
  • : Ubuntu und Community-Management
    Ubuntu und Community-Management

    Bei iCommons gibt es ein kurzes Interview mit Mark Shuttleworth zu Ubuntu und Community-Management: Governance, Ubunt-style.

    Tell us about the Ubuntu community and how that is structured:

    From the very beginning it was clear that anyone who was willing to make a significant contribution would be able to assume any role within the project and that there would always be room for outside participants in all of the structures that we created. This early decision forced us to do things in a bunch of different ways. The first thing that happened was that, because we are all spread out around the world, discussions happened on mailing lists and IRC chat where (potentially) anyone can listen in and feel part of the discussion. Participation in every structure of the Ubuntu community is open to members of the community.

    Describe the governance system:
    The Ubuntu community is supervised by the Ubuntu Community Council that approves the creation of a new Team or Project, and appoints of team leaders. In addition, the Community Council is the body responsible for the Code of Conduct and tasked with ensuring that maintainers and other community members follow its guidelines.

    2. November 2006
  • : Neue Entwürfe für Creative Commons BY-NC-SA Lizenzen
    Neue Entwürfe für Creative Commons BY-NC-SA Lizenzen

    Creative Commons hat neue Entwürfe für neue CC-Lizenzen vorgelegt. Dabei handelt es sich um Updates der „CC Attribution NonCommercial ShareAlike Lizenz“ für die USA und die neue „generic/unported Attribution NonCommercial ShareAlike Lizenz“. Diese dient als Grundlage für die Portierung der Urheberrechtslizenzen in andere Länder, wie z.B. Deutschland.

    Die jetzt vorgestellten Änderung- und Ergänzungsvorschläge sind das Ergebnis einer längeren Diskussion. Besonders umstritten war die Frage des digitalen Rechte-Managements (DRM). Der Vorschlag, die parallele Verbreitung DRM-geschützter Kopien von Werken unter einer CC-Lizenz ausdrücklich zuzulassen, wurde am Ende nicht angenommen. Wer also ein unter CC-Lizenz stehendes Werk, oder ein daraus abgeleitetes Werk, weiterverbreiten, veröffentlichen oder öffentlich aufführen will, darf auch in Zukunft keine technischen Schutzmaßnahmen einsetzen, um die Empfänger daran zu hindern, dasselbe zu tun.

    2. November 2006
  • : Neue Datenbank: Open-Source-Firmen in Deutschland
    Neue Datenbank: Open-Source-Firmen in Deutschland

    Sie wollten schon immer wissen, welche Unternehmen auf Open Source setzen? Vielleicht ein Unternehmen in ihrer Nähe finden? Oder eben genau die Open-Source-Firma finden, die für Ihre Ansprüche das richtige Produkt anbietet? Ab heute ist dies möglich: heise open und der Linux-Verband haben eine Anbieter-Datenbank gelauncht, die genau diese Wünsche befriedigt.

    Es finden sich neben Informationen zu inhaltlichen Schwer­punkten der Unter­nehmen auch regionale Kennwerte, sowie Branchen­daten. Unter „Themenschwerpunkte“ können beispielsweise Spezialisierungen wie „Desktopsysteme“, „GUI“ oder auch „Geoinformatik“ angewählt werden. Mehrfachangaben sind beim Basiseintrag nicht möglich. Integriert ist auch eine regionale Suche nach Postleitzahlenbereichen.

    Die neue Datenbank ermöglicht somit, gezielt nach Anbietern von Produkten und Dienstleistungen im gesamten deutschen Markt zu suchen. Unterneh­men, die in die Datenbank aufgenommen werden wollen, können sich ab sofort anmelden. Der Basiseintrag ist kostenlos, der Premiumeintrag bietet gegen einen Kostenbeitrag von 150 Euro mehr Funktionalitäten, so beispielsweise eine wesentlich umfangreichere Unternehmensdarstellung. Auch mehrere Unternehmensschwerpunkte können im Premium-Eintrag angewählt werden.

    Heise open sieht seine Rolle auch in der journalistischen Begleitung des Projekts, der Linux-Verband stellt die Datenbank-Infrastruktur. Die Daten können von den Unternehmen online über den Browser eingegeben werden, nach einer Prüfung der Daten schaltet der Linux-Verband den Eintrag frei.

    1. November 2006