Netzpolitik
Netzpolitik hauptsächlich in Deutschland, aber auch international. Kernthema dieses Blogs.
-
: Die Heise-Glaskugel
: Die Heise-Glaskugel Der Heise-Justiziar Jörg Heidrich blickt im aktuellen IX-Editorial in eine Glaskugel und sieht sich im Jahre 2011: Notizen eines Justiziars.
Angefangen hat alles vor rund zehn Jahren. In einem schleichenden Prozess wurden seither Schritt für Schritt die Bürgerrechte und die Informationsfreiheit beschränkt und die Kontrolle durch staatliche und private Stellen ausgebaut. Einen historischen Höhepunkt fand dieser Umbau der Gesellschaft im Jahr 2006, als der Bundestag zunächst Maßnahmen wie die Vorratsdatenspeicherung und den privaten Auskunftsanspruch gegen Provider beschloss. Im gleichen Jahr wurde in Europa auch besagter „Hacker-Paragraf“ verabschiedet. Danach ist das Herstellen, Überlassen, Verbreiten oder Verschaffen von Software strafbar, die „bereits nach Art und Weise ihres Aufbaus darauf angelegt ist, illegalen Zwecken zu dienen“. Laut Gesetz sollte es nicht darauf ankommen, wofür diese Tools konkret eingesetzt würden – es reichte allein die objektive Gefährlichkeit der Software.
Aber alles wird gut: Die Schreibmaschine kehrt zurück in den Heise-Alltag.
-
: iRights: Juristen tagen über Rechtsfragen der Informationsgesellschaft
: iRights: Juristen tagen über Rechtsfragen der Informationsgesellschaft Till Kreutzer war für iRights auf der Jahrestagung zum 30. Geburtstag der Deutschen Gesellschaft für Recht und Informatik (DGRI) mit dem Titel „Von der Lochkarte zum globalen Netzwerk“ (PDF). Bei der Konferenz, die vom 5. bis zum 7. Oktober in Hamburg stattfand, diskutierten Juristen aus Wissenschaft und Praxis mit Unternehmensvertretern und Informatikern über aktuelle Fragen des Informationsrechts. Einen zusammenfassenden Bericht gibt es hier: Juristen tagen über Rechtsfragen der Informationsgesellschaft. Die Themen der Jubiläumstagung umfassten ein weites Spektrum. Von Identity Theft über den Schutz von und vor Inhalten bis zu Fragen der Netzneutralität, IT Governance, Embedded- oder Gebrauchtsoftware wurde eine Vielzahl informationsrechtlicher Themen in Fachreferaten, Workshops und Diskussionen behandelt.
Stefan Bechtold, Mitarbeiter am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern widmete sich in seinem Referat eher unternehmensbezogenen Aspekten. Die neuere Entwicklung zeige, dass sich das Urheberrecht „in der Zange der Medienindustrie“ befinde (so der Titel des Vortrags). Es diene in erster Linie dem Schutz bestimmter Industriesektoren, deren Erzeugnisse besonders anfällig gegen die ungefragte und nicht-vergütete Aneignung durch Konkurrenten und Nutzer seien. Auf diesem Weg würden jedoch Marktschranken für neue Anbieter geschaffen, die innovative – und häufig sehr sinnvolle – Dienste und Produkte bereitstellen wollen. Als Beispiele nannte Bechtold Tauschbörsendienste und Peer-to-Peer-Software, die Auseinandersetzung um Google Print und den – nicht geduldeten – „Gebrauchthandel“ mit digitalem Content. Bechtold regte an, alternative Konzepte wie Creative Commons, die so genannte Kulturflatrate oder „peer based productions“ daraufhin zu untersuchen, ob sie geeignet seien als Mittel gegen zu weit reichende Urheberrechte zu dienen. Eine allgemeingültige Lösung sei derzeit nicht zu erkennen, vielleicht könnten jedoch Kombinationen vorhandener und zukünftig entstehender alternative Regelungsmodelle sich zu einem Gesamtkonzept entwickeln, meint der Wissenschaftler.
-
: Salon.com über den Kampf um Netzneutralität
: Salon.com über den Kampf um Netzneutralität Sehr ausführlich berichtet der Salon.com Artikel „The telecom slayers“ über den politischen Kampf in den USA um Netzneutralität:
In the Capitol Hill battle over Net neutrality, a ragtag army of grass-roots Internet groups, armed with low-budget videos, music parodies and petitions, have the corporate telecoms, and their allies in Congress, on the run.
-
: Informationsgesellschafts Trends in Afrika
: Informationsgesellschafts Trends in Afrika Die ITU hat vor kurzem den „Digital Opportunity Index (DOI)“ für das Jahr 2005 veröffentlicht. Gesondert geht man im ITU-Blog nochmal auf Afrika ein und hat dort diese anschauliche Grafik veröffentlicht:

From a telecommunication policy perspective, high-ranking countries illustrate the influence of liberalization and competition in promoting opportunity and infrastructure deployment. Most of the North African countries, as well as Senegal and South Africa, have opened their fixed and mobile markets to competition and are rapidly increasing high-speed network deployment. Competition is helping to reduce tariffs and introduce service packages that respond better to the needs of the population. In Algeria, for instance, the entry of a third wireless cellular provider triggered new strategies for prepaid services that had not previously been offered by the incumbents.
-
: HTML / CSS Coder gesucht
: HTML / CSS Coder gesucht Für ein spannendes und nicht-kommerzielles Projekt im Kontext von Netzpolitik brauchen wir ziemlich dringend eine/n begabte/n Programmierer/in mit guten Kenntnissen in HTML / CSS. Aufgabe ist es, ein vorhandenes grafisches Layout in CSS umzuwandeln, was möglichst zu allen Browsern kompatibel sein soll. Da jemand ausgefallen ist, brauchen wir schnell Ersatz, um den Zeitplan zu halten.
Geld gibts mangels Budget nicht, dafür viel Ruhm, Ehre und Reputation- und das Projekt wird richtig cool. Aber dazu hier später mehr, wenn es gelauncht wird.
Kontakt am besten mit Mail an markus [et] nnm-ev [.] de
Abgesehen von diesem spezifischen Projekt besteht dasselbe Problem auch noch beim Relaunch der deutschen Creative Commons Seite, aber nicht ganz so dringend. Vielleicht findet sich ja dafür auch jemand?
Update: Das kurzfristige CSS-Problem wurde zumGlück heute Nacht durch Hilfe aus Brasilien behoben. Mehr dazu nächste Woche. Und ich bin beeindruckt, wieviele Rückmeldungen so schnell kamen, mit dem Ergebnis hatte ich nicht gerechnet. Vielen Dank für die vielen Mails!
-
: Chaos Computer Club: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit
: Chaos Computer Club: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit Pressemeldung von heute: Chaos Computer Club: Gesetzentwurf gefährdet die Computersicherheit.
Das Bundeskabinett hat am 20. September einen Regierungsentwurf zur Änderung des Strafrechts in Zusammenhang mit Computersystemen beschlossen. Dabei soll u. a. Software kriminalisiert werden, die zur Analyse von Sicherheitslücken zwingend erforderlich ist. Der Chaos Computer Club warnt davor, dass die Umsetzung des Entwurfes die Sicherheit von Computersystemen gefährdet. Stattdessen fordert der CCC eine drastische Verschärfung der Strafen für Datenverbrechen.
Der Gesetzentwurf wird die Arbeitsgrundlagen von Sicherheitsberatern und Netzwerkexperten unter Strafe stellen. Bereits der Besitz und die Verbreitung von Werkzeugen zur Netzwerkanalyse und zur Aufdeckung von Sicherheitslöchern in Rechnersystemen sollen strafbar werden. Die Arbeit der Sicherheitsexperten wäre damit kaum mehr möglich und von ungerechtfertigter Kriminalisierung bedroht.
„Dieser Gesetzentwurf wird nicht gegen Computerkriminalität helfen. Stattdessen werden der IT-Sicherheitsbranche dringend benötigte Werkzeuge zur Aufdeckung von Schwachstellen aus der Hand geschlagen“, sagte CCC-Sprecher Andy Müller-Maguhn. „Die Vorstellungen des Gesetzgebers zeugen von einer ausgeprägten Unkenntnis der technischen Vorgehensweisen. Testangriffe zum Auffinden von Sicherheitslöchern sind für die IT-Sicherheit wie Crashtests für die Autoindustrie. Niemand käme auf die Idee, Crashtests zu verbieten“, kommentierte der CCC-Sprecher.
Verboten werden sollen sogenannte ‚Hackertools’ und damit zugleich die öffentliche Diskussion von Sicherheitslücken. Der allgemein akzeptierte Standard zur Überprüfung der Sicherheit eines Systems ist es aber, dieses mit Angriffswerkzeugen zu testen (sog. penetration testing), um die dabei gefundenen Lücken schließen zu können.
Mit dem neuen Gesetz sollen Vorgaben der umstrittenen „Cybercrime Convention“ und ein EU-Rahmenbeschluss umgesetzt werden, die ohne Hinzuziehung von Experten entstanden sind. Aus Sicht des CCC wird erneut versucht, über den europäischen Umweg eine gesellschaftliche Debatte in Deutschland über adäquate gesetzliche Rahmenbedingungen zur Handhabe von IT-Risiken zu umgehen.
„Der Gesetzentwurf zeugt von erschreckender Realitätsferne und fehlender Sachkenntnis“, sagte Müller-Maguhn vom CCC. „Durch die Einschränkung der Freiheit der Forschung und Entwicklung im Bereich Computersicherheit wird das Gegenteil des beabsichtigten Ziels erreicht.“
Als effektive Maßnahme zur Eindämmung der Computerkriminalität fordert der CCC stattdessen härtere Strafen für Verstösse gegen den Datenschutz. Datenverbrechen wie das illegale Abschöpfen und Weitergeben sowie das unkontrollierte Verknüpfen von Daten werden derzeit als Kavaliersdelikt behandelt, betreffen aber den Bürger im Alltag immer mehr.
Der CCC fordert deshalb statt der unsinnigen und kontraproduktiven neuen Regelungen ein zeitgemässes Bundesdatenschutzgesetz mit einem harten Strafkatalog für Datenverbrechen. Zusätzlich dazu sind weitgehende Schadenersatzansprüche der Geschädigten gegen Firmen, die ihre persönliche Daten ungenehmigt weitergeben oder unsicher verarbeiten und lagern erforderlich.
„Es muss endlich Rechtssicherheit in der riesigen Grauzone des Datenbasars geschaffen werden. Derzeit verarbeiten und verkaufen internationale Datendealer-Ringe und skrupellose Unternehmen weitgehend ungestört ganz persönliche Daten deutscher Bürger. Hier sind auch eine Vielzahl von Datenlecks in privatisierten Staatsbetrieben und bei Public-Private-Partnerschaften zu schließen“, fasste Müller-Maguhn zusammen.
Forderungen
* 1. Beschränkung des Besitzverbots nach §202c StGBE auf unmittelbar kriminelle Aktivitäten
* 2. Klarstellung der Forschungsfreiheit im Computer-Sicherheitsbereich
* 3. Beschränkung des Schutzbereiches von Datenspionage auf besonders gesicherte Daten (§202b StGBE)
* 4. Klarstellende Engerfassung des Verbotes des Abfangens von elektromagnetischen Abstrahlungen
* 5. Einführung eines „Tätige Reue“ Tatbestandes für Computereinbrüche
* 6. Beibehaltung des Strafantragserfordernis (§ 205 StGBE)
* 7. Umfassende Novelierung des BDSG zur Erfassung moderner Datenverbrechen mit deutlicher Strafverschärfung
* 8. Einführung von weitgehenden Schadenersatzansprüchen für von Datenverbrechen BetroffenePassend dazu ist auch ein Kommentar in Fefe´s Blog.
Update: Joerg Heidrich, Justiziar des Heise Zeitschriften Verlags, hat auf Spiegel-Online den Gesetzesentwurf auch kommentiert: „Kontraproduktiv für die IT-Sicherheit“.
Offensichtlich nicht bedacht hat der Gesetzgeber dabei aber die Tatsache, dass solche Programme nicht nur von bösen Hackern eingesetzt werden – sondern auch von Systemadministratoren, Programmierern und Beratern: Sie dienen als unverzichtbare Werkszeuge dazu, die eigenen Systeme auf Sicherheit, Stabilität und Verwundbarkeit zu überprüfen.
[…]
Ohnehin ist die Vorstellung, mit einem Gesetz auf deutscher oder europäischer Ebene die Verbreitung solcher Werkzeuge nachhaltig zu verhindern, eher naiv – und zeugt von mangelndem Grundverständnis für das Internet. Denn ob diese Programme hierzulande angeboten werden dürfen, ist in einem globalen Netz völlig unerheblich. Angebote aus Russland oder irgendwelchen juristisch kaum zu erreichenden Karibikinseln sind stets nur einen Mausklick entfernt und bieten derartige Software nicht nur kostenlos, sondern auch in fast unbegrenzter Auswahl.
-
: Kampagne: Offene Briefe gegen Vorratsdatenspeicherung
: Kampagne: Offene Briefe gegen Vorratsdatenspeicherung Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung hat heute eine Online-Kampagne gegen die geplante Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten gestartet. Auf einer speziellen Website können besorgte Bürger offene Protestbriefe verfassen, die automatisch an alle 448 Bundestagsabgeordneten der großen Koalition versandt werden. Es gibt keinen vorgefertigten Text, so dass die Sache auch nicht als Spam gewertet werden kann. Der AK gibt lediglich Argumentationshilfen. Mit der Aktion wollen wir erreichen, dass die Regierung das geplante Gesetz zur Umsetzung der EU-Richtlinie zumindest solange auf Eis legt, bis der Europäische Gerichtshof über die Klagen der Irischen Regierung und von Digital Rights Ireland entscheiden hat. Die Sache scheint gut anzulaufen. Seit zwei Stunden ist die Meldung auf dem heise-Ticker, und schon sind drei Seiten voller guter Briefe abgeschickt worden. Weiter so!
Das Portal für die offenen Briefe: http://briefe.gegen.daten.speicherung.eu
Die Pressemitteilung -
: Macht das Internet im Jahr 2020 die Welt besser oder schlechter?
: Macht das Internet im Jahr 2020 die Welt besser oder schlechter? Das US-Forschungszentrum Pew Internet & American Life Project hat 742 Experten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Technologie u.a. dazu befragt, ob das Internet im Jahr 2020 die Welt besser oder schlechter machen wird (Future of Internet II – PDF). Die Futurezone berichtet: Das Internet im Jahr 2020.
Mehr als die Hälfte der Befragten (52 Prozent) sehen im Internet eine Möglichkeit Chancengleichheit zwischen den Menschen zu schaffen und allen Zugang zu Informationen zu bieten.
Dieser Meinung bin ich auch, allerdings braucht es die passenden politischen Rahmenbedingungen, damit aus einer „Möglichkeit“ auch Realität wird. Die Chance ist dazu da, den politischen Willen sehe ich noch nicht wirklich.
58 Prozent der Befragten rechnen jedoch auch damit, dass Technikverweigerer Anschläge auf das Netz verüben werden. 35 Prozent sehen darin keine Gefahr.
Die militanten Technikverweigerer hatte ich noch nicht auf dem Schirm.
Ansonsten ist das noch interessant:
Über die Folgen der damit einhergehenden zunehmenden Transparanz der Daten der Bürger herrschen geteilte Meinungen. 49 Prozent sehen diese als negativ an. 46 Prozent sehen dabei keine Probleme.
Update: Bei ars technica finden sich noch andere Aspekte der Studie: Experts believe the future will be like Sci-Fi movies.
-
: Dave Farber und die Netzneutralität
: Dave Farber und die Netzneutralität Die Futurezone hat den US-Netzwerkarchitekten und Kommunikationsprofessor Dave Farber getroffen und ihn zu Netzneutralität befragt.
Was also die „Net Neutrality“ angehe, so sei die Situation von AT&T mit jener der deutschen Telekom sehr gut vergleichbar, die ihr neues Glasfasernetz erklärtermaßen nicht für andere Service-Anbieter öffnen will. Dass in Europa immer wieder diskutiert werde, durch Abspaltung des „Services“-Bereichs von der Netzwerk-Infrastruktur bei Quasi-Monopolen mehr Chancengleichheit für alle Anbieter von Kommunikationsdiensten zu erreichen, „macht sehr viel Sinn“ sagt Farber.
Das europäische Instrumentarium der EU-weiten Telekom-Regulationsbehörden sei an sich gut genug, dass so ein Unterfangen erfolgreich sein könnte. Und in den USA? „In den USA wird das nicht funktionieren“, sagt Farber. Dort sei es allenfalls sinnvoll, über die Gerichte einzugreifen, denn die Judikatur arbeite generell wesentlich effizienter als die Regulationsbehörde FCC.
-
: Überraschung: Insider geben in ICANN-Gremien den Ton an
: Überraschung: Insider geben in ICANN-Gremien den Ton an Überraschung: Studie: Insider geben in ICANN-Gremien den Ton an.
Insider geben in einzelnen Gremien der Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) den Ton an. Das stellt die London School of Economics (LSE) in einer von ICANN in Auftrag gegebenen Studie (PDF-Datei) der so genannten Generic Name Supporting Organisation (ICANN GNSO) fest. Die GNSO ist vor allem Regeln für Einführung und Vergaberichtlinien allgemeiner Top Level Domains verantwortlich. Die LSE-Studie schlägt daher die Abschaffung der sechs verschiedenen GNSO-Interessengruppen (Registries, Registrare, Internet Service Provider, Business User, Markenrechtsvertreter, nicht-kommerzielle Anwender). Künftig soll es nur noch die Interessengruppen Registries/Registrare, Unternehmensanwender und die Zivilgesellschaft geben. Die Arbeit der GNSO müsse auch wesentlich transparenter gemacht werden. Dazu bedürfe es deutlich verbesserter Webseiten von ICANN und GNSO, empfiehlt die LSE.
-
: WOS4-Recordings
: WOS4-Recordings -
: Wos4 – Medienspiegel
: Wos4 – Medienspiegel Hier ist mal ein kleiner Medienüberblick über die Wizards of OS 4.
Viele Bilder finden sich bei Flickr mit dem Tag „WOS4“.
Eine Blog-Übersicht findet man bei Technoratig und bei Google Blogsearch.
-
: Heute Nacht im ZDF: Big Google
: Heute Nacht im ZDF: Big Google Heute Nacht gibts im ZDF-nachtstudio eine kulturelle Gesprächsrunde mit Volker Panzer zum Thema: Big Google – die geheime Macht der Suchmaschinen
Google ist in Deutschland sicherlich die bekannteste Suchmaschine. Jeder, der ein Mal „gegoogelt“ hat, wird es bei der nächsten Suche wieder tun. Aber was für Spuren hinterlassen wir dabei im World Wide Web? Und wem nutzen diese Daten wenn überhaupt?
Gäste:
Stefan Keuchel
Sybille Krämer
Kathrin Passig
Wolfgang Sander-Beuermann
Hendrik SpeckDie Sendung läuft um 0:50 Uhr. Kann die vielleicht jemand mitschneiden?
[via]
-
: Netzpolitik-Podcast mit Yochai Benkler
: Netzpolitik-Podcast mit Yochai Benkler Yochai Benkler ist Jura-Professor an der Yale University und war als einer der Keynote-Speaker auf der Wizards of OS 4. Ich hab erst zuletzt sein Buch „The Wealth of Networks“ (PDF) gelesen, was unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde und eines der interessantesten Bücher ist, das ich dieses Jahr gelesen habe.
In diesem Interview geht es um „The Wealth of Networks“ und konkret um Peer-Production in einer vernetzten Ökonomie und Gesellschaft, um Freie Software als erstes erfolgreiches Beispiel für neue kollaborative Produktionprozesse, wie und ob dies auf die Produktion von kulturellen Güter übertragen werden kann und was vernetzte kollaborative Prozesse für politische Prozesse und Teilhabe bedeuten. Alles sehr interessant und ich war echt froh, einen der wenigen kurzen Interview-Slots bekommen zu haben.
Erstmal gibts das ca. 20 Minuten lange Interview nur als MP3, später nach der WOS4 auch als befreites OGG.
-
: Deutschlandradio-Kultur zur WOS4
: Deutschlandradio-Kultur zur WOS4 In der Deutschlandradio-Kultur – Sendung „Elektronische Welten“ gab es heute einen Bericht zur Wizards of OS 4: Von Bits und Bytes, Künstlern und Piraten (MP3).
Doch die Freiheit des Wissens ist nach Auffassung der Kongress-Macher in Gefahr. Der Feind der Info-Freiheit hat einen Namen: Copyright. Das Urheberrecht wird heute international sehr restriktiv gehandhabt und sorgt dafür, dass Informationen nur auf eine bestimmte Weise genutzt werden dürfen. Wer ein Musikstück, einen Film oder ein Buch kauft, darf damit längst nicht machen, was er möchte ohne um Erlaubnis zu fragen. Gefordert wird auf dem Kongress nicht, das Copyright abzuschaffen. Beklagt wird jedoch ein Copyright-Extremismus, der Kreativität behindert und kulturellen Fortschritt verhindert.
-
: Die Wizards of OS 4
: Die Wizards of OS 4 Entgegen anderslautender Gerüchte und Erwartungen werde ich nicht soviel von der Wizards of OS 4 bloggen. Die Konferenz ist wie erwartet richtig gut, aber von den Panels habe ich bisher kaum was mitbekommen und ich werde sie mir hinterher als Videos anschauen. Theoretisch gibts auch einen Stream der WOS4. Dafür sind soviele interessante Menschen auf der WOS4, dass die Gespräche viel interessanter sind.
Morgen spiele ich um 13 Uhr noch Host für einen Workshop zum Thema „Free Culture Activism“.
Coming soon: Einige sehr interessante Interviews als Podcasts für das Netzpolitik-Bildungsprogramm.
-
: Jetzt abstimmen: Top 10, die die Welt des Internets und der Politik verändern
: Jetzt abstimmen: Top 10, die die Welt des Internets und der Politik verändern
Immer noch läuft die Wahl zu den „Top 10, die die Welt des Internets und der Politik verändern“ von PoliticsOnline.com, wo netzpolitik.org als eines von 20 Projekten weltweit nominiert wurde. Die Konkurrenz ist gross und viel bekannter, sonst wurden noch Plattformen wie OhMyNews oder Care2 nominiert und auch der Präsident von Süd-Korea steht zur Wahl. -
: neues Blog zu Privacy und dem ganzen Rest
: neues Blog zu Privacy und dem ganzen Rest Kleine Werbung in eigener Sache: Ich habe gerade mein eigenes Blog gestartet, das sich mit den Themen beschäftigen wird, über die ich auch sonst hier schreibe: Datenschutz, Überwachung, Privacy & Identity Management, Internet Governance etc. Es wird allerdings keine Konkurrenzveranstaltung zu Netzpolitik werden, denn es gibt zwei zentrale Unterschiede: Ich schreibe dort auf englisch, um an der internationalen Diskussion teilnehmen zu können, und es wird etwas analytischer und weniger aktivistisch orientiert sein als Netzpolitik. Ich hoffe, dass ich ein paar der dort entwickelten Gedanken für meine Forschung verwenden kann. (Geht kumulativ promovieren eigentlich auch mit tausend Blog-Einträgen?)
-
: Piratenpartei wurde gegründet
: Piratenpartei wurde gegründet Die Piratenpartei Deutschland hat sich heute in Berlin gegründet: Deutsche Piratenpartei kämpft für die freie Wissensgesellschaft
-
: Demo gegen Überwachung, 20. Oktober in Bielefeld (zum Big Brother Award)
: Demo gegen Überwachung, 20. Oktober in Bielefeld (zum Big Brother Award) Nach dem ob der kurzen Vorbereitungszeit ganz vielversprechenden Start der Demo „Freiheit statt Sicherheitswahn“ im Juni wird es im Oktober die nächste bundesweite Demo geben. Diesmal haben die Leute im Westen der Republik mal die Chance teilzunehmen, denn sie findet am Nachmittag vor der Verleihung des Big Brother Award in Bielefeld statt. Hier der Aufruf. Und ja: Entgegen anderslautender Gerüchte gibt es Bielefeld wirklich.
Freiheit statt Angst – Demo gegen Sicherheits- und Überwachungswahn
Aufruf zur Demo in Bielefeld am Freitag, den 20. Oktober ab 15 Uhr