Netze
Netzneutralität, Breitbandausbau, freie Netze, Plattformen und Internet Governance.
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: USA: Kongressauschuss votiert für Gesetz zur Netzneutralität
: USA: Kongressauschuss votiert für Gesetz zur Netzneutralität Es geht weiter hin und her in den USA zum Thema Netzneutralität: US-Kongressauschuss stimmt für Gesetz zur „Netzneutralität“.
Verfechter der „Netzneutralität“ haben im Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses einen Zwischensieg errungen. Der von dem Ausschussvorsitzenden, dem Republikaner James Sensenbrenner, und vom demokratischen Abgeordneten John Conyers vorgelegte Internet Freedom and Nondiscrimination Act of 2006 wurde dort mit 20 zu 13 Stimmen angenommen. Das Gesetz soll den Clayton Act, der Teil des US-amerikanischen Wettbewerbsrechts ist, um Passagen erweitern, die unter anderem gewährleisten sollen, dass Breitbandnetzbetreiber allen Inhalte-Anbietern gleiche Geschwindigkeit und Qualität bieten. Mit abgesegnet hat der Ausschuss eine Ergänzung, durch die den Netzbetreibern das Recht garantiert werden soll, Techniken anzubieten, mit denen die Übertragung „anstößiger Inhalte“ unterbunden werden kann.
Interessant ist auch ein Kommentar in der New York Times zum Thema: Why the Democratic Ethic of the World Wide Web May Be About to End.
Und es gibt wieder einen Berkman-Podcast zum Thema, diesmal von Jack Goldsmith, Professor of Law at Harvard, der über sein Buch „Who Controls The Internet: Illusions of a Borderless World?“ spricht (MP3).
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: Steuer auf E‑Mails und SMS?
: Steuer auf E‑Mails und SMS? Und hier ein Beitrag aus der Geldbeschaffen-egal-wie-Abteilung. Da lese ich gerade slashdot und gelange so auf folgenden Reuter-Artikel.
Lamassoure, a member of Jacques Chirac’s UMP party, is proposing to add a tax of around 1.5 cents on text or SMS messages and a 0.00001 cent levy on every email sent.
Wie muss ich mir das denn bitte vorstellen? Muss ich dann jedes Jahr bei meiner Steuererklärung angeben, wieviele E‑Mails ich empfangen und versandt habe? Nicht, dass man am Ende noch eine offizielle Lizenz zum Versenden von E‑Mails benötigt, unlizenziertes Versenden von E‑Mails wäre dann wohl eine Steuerhinterziehung, oder was?
But Lamassoure argues that with billions of emails and texts sent around the world, it’s a novel and simple way to raise funds from new technology.
„Exchanges between countries have ballooned, so everyone would understand that the money to finance the EU should come from the benefits engendered by the EU,“ he said.
Wir haben verstanden! Bin mal gespannt, was da für eine Richtlinie herauskommt.
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: Wired macht einen auf investigativ
: Wired macht einen auf investigativ Wired hat in einem erfreulich unpathetischen Beitrag erklärt, warum sie nicht den Weg über Gerichte zur Freigabe von Dokumenten gehen, sondern gleich den Text veröffentlichen, der Hinweise auf die AT&T‑Mitarbeit an der NSA-Abhöraktion gibt (jedenfalls solange, bis die konservativen Blogger nachweisen, daß die Texte eh eine Fälschung sind oder so).
29 Seiten PDF zum Konspirieren.
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: we.funk.06 // 26–28.05.2006 in Weimar
: we.funk.06 // 26–28.05.2006 in Weimar Vom 26 – 28.05.2006 findet in Weimar die we.funk.06 statt:
Weimarnetz e.V. lädt zum diesjährigen Wochendende über Netzkultur und Freie Netze, namentlich zum we.funk in die M18 ein. Im Kontext vieler anderer WSFII-Veranstaltungen sind die zentralen Themen freie Infrastrukturen, social Hacking und Communityprozesse. Ganz im Sinne einer Open Space Conference sind ein paar konkrete Themen bereits in die Runde geworfen, Platz, Zeit und eine Wiki-Seite für alles was da noch komme ist vorhanden. Freitag bis Sonntag wird in der M18 gebastelt, sinniert und diskutiert.
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: Öffentliche WLANs und E‑Government in Taiwan
: Öffentliche WLANs und E‑Government in Taiwan Wie schon berichtet, nimmt die Stadtverwaltung von Taipei eine Grundversorgung mit WLAN als öffentliche Aufgabe. Bereits 1999 formuliert, ist die „Cyber City“ schrittweise umgesetzt worden:
The second stage of implementation, the „Taipei City Wireless Broadband Network Implementation Plan“, was put out to tender as a BOT (Build, Operate and Transfer) project in 2004. Public resources all over the city were made available for hot spot installation, including 130,000 street lights, over 8,000 bus shelters, MRTS (Mass Rapid Transit System) stations, elevated expressways, the roofs of public buildings, existing underground conduits and more. The tender was awarded to Q‑Ware in August 2004; the company received an exclusive license to provide WLAN service for nine years. Q‑Ware is planning to invest over NT$3 billion to build up a wireless broadband environment in Taipei City and will be providing WLAN Internet access and value-added services. Subscribers will be able to choose between either a flat-rate fee or usage-based pricing. Q‑Ware will pay between 1% and 3% of its operating revenue to Taipei City. The potential business opportunities are estimated around NT$5 billion.
Auch hier also das bekannte Prinzip des public-private Partnership. Auch wenn jetzt etwa 3300 Hotspots in Taipei eingerichtet sind und schon 2004 die gesamte Innenstadt ziemlich vollständig abgedeckt war, fehlen für das gesamte Stadtgebiet wohl noch Teile. Meine Erfahrungen ähneln denen aus einem Artikel bei heise.de, wo User berichteten, dass von Bürohäusern aus der Zugang teils schwierig, teils nicht möglich war (Taipeh: Kaum Interesse an weltgrößtem Hot-Spot-Netz). Allerdings konnte ich im Februar 2007 auch Leute beobachten, die entweder öffentliche Hotspots oder Laptop-Abstelltische in der Metro nutzten.
PWLAN heißt das Zauberwort ist Taiwan, „Public Wireless LAN“. Provider ist die ehemals staatliche Chunghwa Telecom, der größte Zugangsanbieter dort. Auf einer Taiwan-Karte kann man die offenen HotSpots suchen, aber eben nicht so praktisch auf englisch, da weder aktuell noch vollständig. Die chinesischen Listen sind viel umfangreicher. Laut Karte sind zumindest die Innenstadtbereiche versorgt, wo auch wie hierzulande viele Cafes und Restaurants freies WLAN bieten. Die Konkurrenz ist groß.
Das offizielle Statement der Stadtverwaltung von Taipei gab auch das Ziel einer „drahtlosen Stadt“ vor. Auch ein Papier vom Januar 2006 gab diese Position wieder. Inzwischen sind auch allerlei Dienste des e‑Government hinzugekommen und die Stadt wurde mit einem Best Practices-Award ausgezeichnet. (Auch wenn der der Bürgermeister inzwischen ein anderer ist und seine Profilsuche wohl noch im Gange ist: modern und wireless sind auch dort klingende Platzhalter.) Die neueste Idee der Stadtverwaltung ist, Emailkonten für alle Haushalte einzurichten:
The city government is working to computerize all its administrative functions and will provide e‑mail accounts to a total of 950,000 households in the city. The accounts are intended to give residents better access to municipal services and the latest information at home.
[…]
For those who don’t have Internet access, he encouraged them to take advantage of the call center, which was launched in 2004 to provide residents with services in several languages 24 hours a day, seven days a week, year round.Taipei residents can simply dial the „1999“ hotline with inquiries about city government affairs. Staff at the hotline can also provide information on upcoming events or help transfer calls to relevant agencies.
Foreign residents and visitors in Taipei can also use the hotline to inquire about residency, employment, medical care, education, marriage and household registration, he said.
Das soll natürlich auch die herkömmlichen Dienstleistungen des E‑Government für Inländer befördern:
By accessing “MyTaipei,” residents will be able to obtain information on utility bills, and parking fees. In addition, they can also apply for government services through the online application process.
The online government service option provides information on required services, sample forms, and form/application downloads. The website also provides secure online services, including identity authentication, online payment, and logistics support. This allows applicants to complete the transaction online without having to visit the offices directly, thereby saving time.
In addition to making the 261 services (which do not require household registration forms) available online since July 31, 2006, RDEC and IMC continue to develop possible methods of making online services faster and more efficient.
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: Veranstaltung: Die wunderbare Wissensvermehrung
: Veranstaltung: Die wunderbare Wissensvermehrung In der Telepolis-Buchserie ist das Buch „Die wunderbare Wissensvermehrung – Wie Open Innovation die Welt revolutioniert“ aktuell erschienen. Passend dazu gibt es am kommenden Montag, den 15. Mai, in der Heinrich Böll Stiftung in Berlin eine Veranstaltung mit dem Untertitel „Wie weit trägt das Paradigma „Open Innovation“ für eine nachhaltige Wissensgesellschaft?“
19.00 Uhr Begrüßung
Olga Drossou, Heinrich-Böll-Stiftung19.15 Uhr Buchvorstellung: Die wunderbare Wissensvermehrung – Wie Open Innovation die Welt revolutioniert
Florian Rötzer, Herausgeber der Telepolis-Buchreihe19.45 Uhr Podiumsdiskussion:
- Grietje Bettin (MdB, Medienpolitische Sprecherin Bündnis 90/Die Grünen)
– Florian Rötzer (Chefredakteur Telepolis)
– Klaus Landefeld (Vorstand eco – Verband der Deutschen Internetwirtschaft)
– Rainer Kuhlen (Professor für Informationswissenschaft, Konstanz)Moderation: Stefan Krempl, Journalist
21.00 Uhr Imbiss
Montag, 15. Mai 2006, 19.00 ‑21.00 Uhr auf der Galerie der Heinrich-Böll-Stiftung in den Hackeschen Höfen in Berlin, Rosenthaler Str. 40/41, Aufgang 1, 5. Etage
Infos und Anmeldung (bis zum 11.5.06) bitte an medien@boell.de
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: Netzneutralität, die letzten Stunden (your mileage may vary)
: Netzneutralität, die letzten Stunden (your mileage may vary) Nachdem heute den ganzen Tag Markus mit eher positiven Dingen kam, liegt es nun an mir, das Ende der Welt wie wir sie kennen zu verkünden – in Raten:
By a 34–22 vote, members of the House Energy and Commerce Committee rejected a Democratic-backed Net neutrality amendment that also enjoyed support from Internet and software companies including Microsoft, Amazon.com and Google.
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: Neues zum Thema Netzneutralität
: Neues zum Thema Netzneutralität Die Netzeitung berichtet über die „Save the Internet“-Kampagne: Initiative kämpft für gefährdete Netzneutralität
Das Gebot der Gleichbehandlung aller Internet-Inhalte, die so genannte Netzneutralität, wird in den USA derzeit scharf debattiert. Mehrere große Internet Service Provider machten Schlagzeilen mit ihrer Forderung, das aktuelle Internet-Prinzip umzukehren. Statt nur die Nutzer für Zugangsabos zahlen zu lassen, sollten künftig auch Website-Betreiber wie Google oder eBay dafür Gebühren entrichten, dass die Provider ihre Kunden auf ihre Seiten lassen.
Vorgestern gabs noch einen guten Überblick-Artikel vom PC-Mag: Coalition Sounds Off on Net Neutrality Legislation .
Beim NPR-Radio gibt es im Stream einen Beitrag zu hören: Internet Debate: Preserving User Parity
Should the Internet be divided into fast and slow lanes? That’s the question at the heart of the debate over „network neutrality.“ Broadband providers have clashed with Internet and software companies, who are concerned that giving some users preferential treatment for a price effectively shuts out competition.
Schöne Idee: Im Pulver-Blog wurde auch den „Jeff Pulver’s Viral Marketing Contest to Save the Internet“. 1000$ erhält der beste Beitrag, der das Thema Netzneutralität in Videoform darstellt. Ihc bin mal auf die Ergebnisse gespannt.
Und auch das passt zufällig: Bundesnetzagentur startet Konsultation zu IP-Bitstrom-Zugang.
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: Konferenz: Wizards of OS 4
: Konferenz: Wizards of OS 4 Hätte ich eigentlich schon viel früher bloggen sollen: Zückt Eure (virtuellen) Terminkalender und tragt Euch den 14.–16. September ein, denn da wird die 4. Wizards of OS – Konferenz hier in Berlin stattfinden, an der ich nicht ganz unbeteiligt bin. Der bisherige Arbeitstitel lautet: Information Freedom Rules.
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: The Wealth of Networks: How Social Production Transforms Markets and Freedom
: The Wealth of Networks: How Social Production Transforms Markets and Freedom Yochai Benkler hat ein Buch mit dem Titel „The Wealth of Networks: How Social Production Transforms Markets and Freedom“ geschrieben, was unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht wurde und frei zum Download bereit steht. Bei AudioBerkman findet man den 41-minütigen Mitschnitt eines aktuellen Vortrages von ihm zu dem Thema.
Yochai Benkler, Professor of Law at Yale University, explores the effects of laws that regulate information production and exchange on the distribution of control over information flows, knowledge, and culture in the digital environment.
Bei P2P Foundation findet man auch eine kurze Rezenssion des Buches. Und bei OpenBusiness.cc gibt es ein Interview mit Yochai Benkler.
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: Freier Handel mit Funkfrequenzen?
: Freier Handel mit Funkfrequenzen? Die EU-Kommission will ja den freien Handel mit Funkfrequenzen ermöglichen und es besteht langfristig die Gefahr, das „Tafelsilber“ zu verscherbeln. Beim Deutschlandfunk gabs am Samstag dazu einen Beitrag von Jürgen Bischoff: Luftige Geschäfte (MP3):
Im Äther herrscht Gedränge, denn Funkfrequenzen sind Mangelware. Ein einträgliches Geschäft für die Regierungen, die Lizenzen zu Höchstpreisen versteigern konnten. Doch nach dem Willen der EU-Kommission soll der Handel mit bereits lizenzierten Frequenzen in der Gemeinschaft bald freigegeben werden.
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: Save the Internet – Kampagne
: Save the Internet – Kampagne Save the Internet ist eine neue „Send a letter to Washington“-Kampagne zum Thema Netzneutralität. Einer der Slogans ist „Don’t Let Congress Ruin the Internet“.
Dazu gibt es ein Manifest:
SavetheInternet.com Coalition Statement of Principles
We believe that the Internet is a crucial engine for economic growth and democratic discourse. We urge Congress to take steps now to preserve network neutrality, a guiding principle of the Internet, and to ensure that the Internet remains open to innovation and progress.
Network neutrality is the Internet’s First Amendment. Without it, the Internet is at risk of losing the openness and accessibility that has revolutionized democratic participation, economic innovation and free speech.
From its beginnings, the Internet was built on a cooperative, democratic ideal. It has leveled the playing field for all comers. Everyday people can have their voices heard by thousands, even millions of people. Network neutrality has prevented gatekeepers from blocking or discriminating against new economic, political and social ideas.
The major telecommunications legislation now under consideration in Congress must include meaningful and enforceable network neutrality requirements to keep the Internet free and open to all.
Bei Youtube gibt es ein Video über „Net Neutrality“ von Alex Curtis, der das für Public Knowledge gemacht hat:
Nett gemacht und leider wenig übertragbar aufs deutsche Fraktionssystem: Eine Flash-Karte zeigt, welche Position die Politiker in dem entscheidenden Ausschuss vertreten.
In einer FAQ wird ausführlich erklärt, worum es bei Net-Neutrality geht:
What is network neutrality?
“Network neutrality” — or “net neutrality” for short — is the guiding principle that preserves the free and open Internet. Net neutrality ensures that all users can access the content or run the applications and devices of their choice. With net neutrality, the network’s only job is to move data — not choose which data to privilege with higher quality service.
Net neutrality is the reason why the Internet has driven innovation and economic growth. It’s why the Internet has become an unrivaled environment for open communications, civic involvement and free speech. But there’s currently no law on the books protecting net neutrality. If Congress doesn’t take action now, the future of the Internet is at risk.
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: Humorresistenz, Freispruch, Revision
: Humorresistenz, Freispruch, Revision Der Föderalismus in Deutschland ist nicht nur ein leeres Wort. Täglich wird er mit Leben ausgefüllt, beispielsweise in
FreiburgTübingen, wo aus Sorge um japanische Touristen ein durchgestrichenes Hakenkreuz dem Besitzer zum Verhängnis wurde. Während man in anderen Teilen der Republik (Föderalismus!) vom Schickelgruberfanclub für so etwas geplättet würde, übernimmt das in BaWü die Staatsanwaltschaft mit anderen Mitteln.Die Freuden des unkreativen Umganges mit Gesetzen darf auch Alvar Freude erleben:
* Amtsgericht Stuttgart: 120 Tagessätze
* Landgericht : FreispruchUnd nun eine Revision durch die StA, die sich mit angewandter Satire auf Realsatire nicht anfreunden will:
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart legt Revision gegen den Freispruch von Alvar Freude ein. Freude wurde Volksverhetzung, Beihilfe zur Volksverhetzung und Beihilfe zur Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.
Wer gerade in der Gegend ist, kann es sich ja mal anschauen:
Staatsanwaltschaft Stuttgart legt Revision gegen Freispruch im Linkverfahren ein – die öffentliche Verhandlung findet statt am Montag, den 24. April 2006 um 10:00 Uhr beim Oberlandesgericht Stuttgart in Saal 2. [1]
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: Freies WLAN für alle – aber um welchen Preis
: Freies WLAN für alle – aber um welchen Preis Der Traum von grenzenlosen Internet für jeden schien so schön: Die Suchmaschine Google und der Internet-Provider EarthLink plant, die amerikanische Stadt San Francisco flächendeckend mittels eines drahtlosen Funknetzes, genannt WLAN, zu verbinden. Ein wünschenswertes Vorhaben, um die Digitale Spaltung in der Gesellschaft zwischen „verlinkten“ Menschen mit Internet-Zugang und von Informationen ausgeschlossenen Bürgern ohne Anschluss kommunal zu überwinden. Der Knackpunkt wurde aber nun bekannt gegeben: Das gigantische Projekt soll nun mit Werbeeinnahmen von ortsansässigen Geschäften und Betrieben finanziert werden, die die technisierten Passanten mit Werbebotschaften auf sich aufmerksam machen. Das Problem dabei ist nun, dass dafür die Bewegungsdaten der Benutzer von Google ermittelt und für 180 Tage gespeichert werden sollen – was für amerikanische Datenschützer ein gravierende Beeinträchtigung der Privatsphäre darstellt. Schließlich wird jeder Nutzer des Gratis-WLANs darüber lokalisiert, um ihm die passende Werbung an jeder Ecke zuzuweisen. Gleichzeitig wird er so aber auch ausspioniert, „getrackt“ so zusagen.
Datenschützer protestieren dagegen: „Wenn diese Informationen erst einmal gesammelt werden, dann kommen bestimmt auch Leute, die sie einsehen wollen“, befürchtet die Electronic Frontier Foundation (EFF). Die Bedenken sind nicht unberechtigt, schließlich weiten sich die Tracking-Methoden zum Ermittteln der Nutzerdaten auf jeden neuen elektronischen Bereich wie hier beim WLAN aus. Wie nun in San Francisco mit den empfindlichen Daten umgegangen wird, kann stellvertretend für die Debatten der Zukunft wegweisend sein. Bis dahin müssen sich nun erstmal alle Beteiligten einigen.
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: Zitat des Tages zu Netz-Neutralität
: Zitat des Tages zu Netz-Neutralität Ed Markey, US-Kongressabgeordneter der Demokraten, brachte die Debatte um Netz-Neutralität auf den Punkt:
„We’re about to break with the entire history of the Internet. Everyone should understand that,“ Markey said. „There is a fundamental choice. It’s the choice between the bottleneck designs of a…small handful of very large companies and the dreams and innovations of thousands of online companies and innovators.“
Mehr Infos auch bei CNet: Republicans defeat Net neutrality proposal.
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: Netzwerk Neutralität wird heftig debattiert
: Netzwerk Neutralität wird heftig debattiert Montag und Dienstag fand in den USA die Freedom to Connect (f2c) – Konferenz mit Hauptthema „Netz Neutralität“ statt.
Monika Ermert berichtete gestern schon auf Heise über die Konferenz: „Netzneutralität“: Die Debatte über offene Netzinfrastrukturen wird hitzig. Mario Sixtus bloggte bei Technology Review darüber: Für Dich kostet das extra.
Das Berkman Center hat einige Podcasting-Interviews mit Referenten, darunter Tim Wu (MP3), über sein neues Buch „Who controls the internet?“.
Dazu gibt es noch einen Haufen weiterer interessanter Newsquellen, hie rnur eine kleine Auswahl:
ZDNet Blogs: Open Internet advocates poised between elation and despair
eWeek: Medium Is Message at Pulver.com
San Francisco Chronicle:Bill would profoundly change the Internet
CNet: Net neutrality advances on Capitol Hill
Information Week: Congress Argues Net Neutrality
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: Video: Wie funktioniert eigentlich Freifunk?
: Video: Wie funktioniert eigentlich Freifunk? Wie funktionieren eigentlich freie Funknetze? Das kann man sich jetzt mal in vier kurzen Folgen als Video von Flo Fleissig und Mario Behling zeigen lassen:
Freifunk auf dem Dach (Folge 1) [avi]
Freifunk in der Box (Folge 2) [avi]
Ich brat’ mir ’ne Freifunkantenne (Folge 3) [avi]
Freifunk: Die Suche nach dem Netz (Folge 4) [avi]Dazu gibt es die Videos mittlerweile auch bei Youtube und Google-Video.
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: Kampagne für öffentliche Geo-Daten
: Kampagne für öffentliche Geo-Daten INSPIRE heisst eine neue, von der Europäischen Kommission vorgeschlagene, Richtlinie für räumliche Dateninfrastrukturen (Original: „Spatial Data Infrastucture“). Dagegen wendet sich die Kampagne „Public Geo Data – State-collected Geographic Data is public property“. Die freie Nutzung von Geo-Daten wird gefordert und die Privatisierung dieser öffentlichen Daten wird zu Recht kritisiert. Also mitmachen, sonst bekommen wir wieder sowas wie die Datenbankrichtlinie, wo jeder sagt, die sei ökonomischer Unsinn, aber man bekommt sie nicht mehr weg!
We the undersigned, ask Members of the European Parliament to reject the current draft of the INSPIRE Directive on European Spatial Data Infrastructure because:
* INSPIRE does not guarantee that European citizens and businesses can download and freely re-use Geographic Information collected by government.
* Instead it entrenches a policy of charging citizens for information they have already paid to collect, enforced by state copyright over geographic information.Given that:
* Public Geographic Information is the bedrock of how civil society is managed in the information age.
* Free map data could enable a new generation of location-based technologies with enormous economic and social potential.
* Open access to geodata is the best way to ensure co-operation between Europe’s government agencies on environmental and census data, and in other important fields.The INSPIRE Directive risks holding back the economic and social potential in maps and location-based technology in Europe by many years.
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: Weitere Texte zur Netz-Neutralität
: Weitere Texte zur Netz-Neutralität Golem berichtet über die Kampagne DearAOL.com, welche sich für Netz-Neutralität ausspricht und bisher von mehr als 500 Organisationen unterzeichnet worden ist. Über die ersten Anfänge der Kampagne hatte ich letzte Woche schon berichtet.
Währenddessen gibt es einige neue interessante Artikel zur Thematik:
CNN: Senator offers Internet neutrality bill
LA Times: Keep the Net neutral
Businessweek: Beware of a Two-Lane Internet
Update: Eine weitere Kampagne ist Net Freedom Now, welche von FreePress.org koordiniert wird. Bei dieser Kampagne werden die Mail direkt an die CEOs von verschiedenen Telekommunikationsunternehmen geschickt.
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: Freifunk Spring Convention
: Freifunk Spring Convention Vom 24.3. bis zum 26.3. findet die Freifunk Spring Convention als Wireless Community Weekend in der c‑base in Berlin statt.
Wer sich auf sozialer wie auch auf technischer ebene, mit 802.11-community-networking beschaeftigen und sich im rahmen eines drei taegigen „waveloeten“ workshops auf der c‑base mit anderen freifunkern austauschen moechte, ist hiermit herzlich eingeladen am WCW teilzunehmen
