Netze
Netzneutralität, Breitbandausbau, freie Netze, Plattformen und Internet Governance.
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: Netzpolitik-Podcast mit Yochai Benkler
: Netzpolitik-Podcast mit Yochai Benkler Yochai Benkler ist Jura-Professor an der Yale University und war als einer der Keynote-Speaker auf der Wizards of OS 4. Ich hab erst zuletzt sein Buch „The Wealth of Networks“ (PDF) gelesen, was unter einer CC-Lizenz veröffentlicht wurde und eines der interessantesten Bücher ist, das ich dieses Jahr gelesen habe.
In diesem Interview geht es um „The Wealth of Networks“ und konkret um Peer-Production in einer vernetzten Ökonomie und Gesellschaft, um Freie Software als erstes erfolgreiches Beispiel für neue kollaborative Produktionprozesse, wie und ob dies auf die Produktion von kulturellen Güter übertragen werden kann und was vernetzte kollaborative Prozesse für politische Prozesse und Teilhabe bedeuten. Alles sehr interessant und ich war echt froh, einen der wenigen kurzen Interview-Slots bekommen zu haben.
Erstmal gibts das ca. 20 Minuten lange Interview nur als MP3, später nach der WOS4 auch als befreites OGG.
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: Die Wizards of OS 4
: Die Wizards of OS 4 Entgegen anderslautender Gerüchte und Erwartungen werde ich nicht soviel von der Wizards of OS 4 bloggen. Die Konferenz ist wie erwartet richtig gut, aber von den Panels habe ich bisher kaum was mitbekommen und ich werde sie mir hinterher als Videos anschauen. Theoretisch gibts auch einen Stream der WOS4. Dafür sind soviele interessante Menschen auf der WOS4, dass die Gespräche viel interessanter sind.
Morgen spiele ich um 13 Uhr noch Host für einen Workshop zum Thema „Free Culture Activism“.
Coming soon: Einige sehr interessante Interviews als Podcasts für das Netzpolitik-Bildungsprogramm.
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: Volker Grassmuck im Küchenradio
: Volker Grassmuck im Küchenradio Volker Grassmuck ist nicht nur auf diesem Kanal zur WOS4 befragt worden, sondern war auch Gast im Küchenradio. Hier ist das MP3-File dazu.
Ende der Woche beginnt der vierte Wizards of OS in Berlin. Wir haben Organisator Volker Grassmuck geladen, um schon mal zu hören, was denn so Thema sein wird. Vom digitalen Sozialismus und dem Klassenprimus Brasilien.
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: Morgen: Vor-WOS4 Events bei newthinking
: Morgen: Vor-WOS4 Events bei newthinking Die Wizards of OS 4 startet offiziell erst übermorgen, aber wir fangen morgen schon mit den Festivalaktivitäten bei newthinking an. Ab 14 Uhr gibt es ein „warm up“, um einen entspannten Ort zum relaxen für all die Gäste bereit zu stellen, die morgen schon ankommen, ein freies Netz nutzen wollen, dabei Club Mate oder Bionade bevorzugen und sich über Freie Software, Freie Kultur und Freies Wissen austauschen wollen. Im Laufe des Nachmittages gibt es hier dann auch noch ein iCommons-Meeting.
Um 19:30 Uhr gibt es dann eine Veranstaltung mit Federico Heinz von der Fundacion Via Libre, der zu Besuch in Berlin ist. Federico ist ein lateinamerikanischer Programmierer, Aktivist fur freie Software, Präsident und Mitgründer der Vía Libre Stiftung, die sich für die freie Verbreitung von Information und Wissen als Motor für den sozialen Fortschritt und die nachhaltige Entwicklung einsetzt, und der FSFLA Free Software Foundation Latin America, die sich für die Nutzung und Entwicklung Freier Software in Lateinamerika einsetzt. Er berät Organisationen und Gesetzgeber aus ganz Lateinamerika über die Wechselwirkung zwischen Technologie und Gesellschaft. Als solcher ist er Mitverfasser des Gesetzesentwurfs, der als Vorlage für Projekte wie das des peruanischen Abgeordneten Villanueva, des Senators Conde aus der Provinz Buenos Aires und viele andere.
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: Netzpolitik-Podcast: Volker Grassmuck über die Wizards of OS 4
: Netzpolitik-Podcast: Volker Grassmuck über die Wizards of OS 4 Und hier ist noch ein anderes und längeres Interview (MP3) zur Wizards of OS 4, diesmal mit Volker Grassmuck. In dem ca. 20 Minuten langen Interview geht es um die Themen der WOS4, den kulturellen Wandel auf dem Weg in die Wissensgesellschaft und um das vielfältige Rahmenprogramm, was die Besucher in den nächsten Tagen in Berlin erwartet.
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: Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens
: Netzpolitik-Podcast: Die Show des freien Wissens Am kommenden Samstag wird es im Rahmen der Wizards of OS 4 die „Show des freien Wissens“ geben. Ich habe dazu heute nach der WOS4-Pressekonferenz den Organisator der Show, Matthias Spielkamp dazu befragt. Hier ist das kurze Interview als MP3.
„Freies Wissen“ – was soll das sein? Kann man es denn jemandem verbieten, etwas zu wissen? Man kann, und es wird auch getan: es wird Programmierern verboten, den Code anderer zu lesen, Musikern, Samples ihrer Idole zu verwenden, Wissenschaftlern, ihre eigenen Artikel online zu stellen. Doch es gibt Menschen, die sich dagegen wehren, dass das getan wird – und es sind inzwischen so viele, dass man von einer Bewegung sprechen kann. Ob das gut ist oder schlecht, ob die Ideen dieser Bewegung Sinn ergeben oder nicht, soll jeder selbst entscheiden. Spannend sind sie in jedem Fall, und das Thema hat mehr Konsequenzen für unseren Alltag, als viele bislang bemerkt haben. Damit das nicht so bleibt, gibt es diese Show. Sie wird das ganze weite Feld freien Wissens vorstellen: Musik, Filme, Infrastruktur, Games, Software. Aber nicht in Diskussionsrunden und Panels, sondern so, dass man sich auch dann nicht langweilt, wenn man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt hat.
Der Eintritt zur Show ist übrigens frei. Samstag, 15 Uhr in der Columbiahalle in Berlin. Das Interview steht unter der Creative Commons Namensnennungs-Lizenz und kann bei Namensnennung der Quelle (netzpolitik.org) gerne in anderen Medien geremixt werden.
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: Interview: “Don’t open your WRT, free it!”
: Interview: “Don’t open your WRT, free it!” Im Seclog gibt es ein Interview mit Waldemar Brodkorb, dem Gründer und Projektleiter von FreeWRT: Interview: “Don’t open your WRT, free it!”
As the first release of FreeWRT is due in about three weeks, we took the opportunity to talk with Waldemar, who did a lot of development work for OpenWrt, about the OpenWrt fork, his and FreeWRT’s goals and the new features implemented in the upcoming release. We also have a short excursus on FON (yet again).
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: Klagewellen machen freie Infrastrukturen kaputt
: Klagewellen machen freie Infrastrukturen kaputt Golem berichtet über ein Urteil des Landgericht Hamburg, das kürzlich feststellte, dass WLAN-Betreiber für die Sicherung ihres Routers zu sorgen haben. Anderenfalls liege ein Verstoß gegen zumutbare Prüfungspflichten vor: Ungeschütztes WLAN kann teuer werden – LG Hamburg stuft Betreiber eines offenen WLAN als Störer ein.
Ein ungeschütztes WLAN mit Internetzugang berge die „keinesfalls unwahrscheinliche Möglichkeit, dass von – unbekannt – Dritten, die die ungeschützte Verbindung nutzen, solche Rechtsverletzungen begangen werden“, so das LG Hamburg. Dies löse Prüf- und gegebenenfalls Handlungspflichten aus, um der Möglichkeit solcher Rechtsverletzungen vorzubeugen.
[…]
Das Gericht betont, dass allein das Einrichten eines Passwort-Schutzes nach einer bereits erfolgten Rechtsverletzung nicht ausreicht. Das legt nahe das eine WEP-Verschlüsselung nach Ansicht des Gerichts ausreichend Schutz bietet, obwohl sich diese mit einfachen mitteln knacken lässt.Ich weiss gerade gar nicht, wem man mehr danken soll. Dem Landgericht Hamburg für dieses innovative Urteil oder der klagenden Plattenfirma. Wenn dieses Urteil Schule macht, könnte dies Auswirkungen auch auf freie WLAN-Netze haben. Ich teile zuhause mein WLAN gerne mit der Nachbarschaft. Als ich in meine Wohnung einzog, fand ich zwar genug WLAN-Netze vor, aber alle waren verschlüsselt. So konnte ich dann erstmal Wochen auf Internet verzichten, bis mein Provider endlich mal DSL legte. Seitdem teile ich mein Netz dort gerne, weil ich die 6 MB Flatrate nur Abends und / oder Nachts nutze. Viele tun das hier in Berlin und ich bin auch glücklich, dass ich nicht nur in vielen Cafes und Restaurants, sondern auch in vielen kulturellen Plätzen freies WLAN bekomme. Initiativen wie Freifunk.net promoten freie Infrastrukturen und das sind sehr sinnvolle Initiativen, um eine digitale Spaltung zu bekämpfen, was eigentlich Aufgabe der Kommunen sein müsste. Man nennt sowas auch „Aktive Bürgergesellschaft“ in Neudeutsch und Politiker träumen doch immer von einem solchen zivilgesellschaftlichen Engagement der Bürger. Und das soll jetzt zu Ende sein, weil man ständig Gefahr läuft, dass die Musikindustrie einem das freie WLAN wegklagt und einen mit hohen Schadensersatzforderungen zivilrechtlich ruiniert? Copyright kills Innovation?
Gehen wir mal ein wenig weiter in die Zukunft: Was ist, wenn die Stadt Berlin mal endlich ein öffentliches WLAN errichtet, wie es andere Metropolen weltweit auch planen oder verwirklichen? Soll man dann zukünftig nur Bürgern einen Netzzugang darüber verschaffen, die sich registrieren? Oder Verwaltungen trauen sich erst gar nicht, eine solche Initiative anzupacken wegen der möglichen Folgen? Danke für die Klagewellen.
Siehe auch Heise: Unverschlüsseltes WLAN hat Folgen.
Siehe auch „Mini-Provider und Schwarz-Surfer – Rechte und Pflichten in Wireless-Netzen“ von Rechtsanwalt Joerg Heidrich ais der c´ t Heft 13/2004.
Die Betreiber von WLAN-Hotspots haften als Access-Provider nicht für die Rechtsverletzungen Dritter, die innerhalb des von ihnen betriebenen Netzes begangen werden. Allerdings müssen sie im Zweifelsfalle selbst nachweisen, die Handlungen nicht begangen zu haben, da sie nach außen zunächst als Verantwortlicher für die IP auftreten. Das Einloggen in ein ungeschütztes Netzwerk ist strafrechtlich nicht relevant. Allerdings kann der unerbetene Surfer dem Betreiber gegenüber zur Erstattung der dadurch gegebenenfalls entstandenen Kosten verpflichtet sein.
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: WOS4 – Netlabel Parties
: WOS4 – Netlabel Parties Noch zwei Wochen bis zur Wizards of OS 4 und z.B. diesen Netlabel-Parties:

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: Wizards of OS 4 – Die Show des Freien Wissens
: Wizards of OS 4 – Die Show des Freien Wissens Hier ist die aktuelle Pressemitteilung zur „Show des Freien Wissens“ auf der kommenden Wizards of OS 4 in Berlin.
» Freies Wissen? Freies Wissen!
Von freier Software hat inzwischen schon fast jeder gehört. Aber freies Wissen, freie Filme, Musik, Infrastruktur – was soll das sein? Die Show des Freien Wissens, eine Publikumsveranstaltung im Rahmen des Informatikjahres, zeigt am 16. September in der Columbiahalle Berlin auf unterhaltsame Weise, was es damit auf sich hat.
Der Siegeszug freier Software ist unaufhaltsam: Mittlerweile laufen 70 Prozent aller Webserver unter dem freien Betriebssystem GNU/Linux, der Firefox-Browser erobert die Herzen der Web-Surfer, OpenOffice die Büros. IBM, Google, Yahoo und viele andere Firmen investieren Milliarden Euro in die Entwicklung freier Software. Doch von freien Inhalten haben bisher die wenigsten gehört. Dabei sind auch freie Musik, Filme und Texte längst ein Bestandteil des Internet-Alltags – nur findet die „heimliche Revolution“, wie die Entwicklung bisweilen genannt wird, ohne großes Getöse statt. Das ist zwar sympathisch, aber fast ein wenig schade – denn hier passiert etwas, was größte Aufmerksamkeit verdient.
Die Show des freien Wissens, die am 16. September um 15 Uhr in der Columbiahalle Berlin stattfindet, gibt der „heimlichen Revolution“ des freien Wissens eine Bühne. Äußerst unterhaltsam, nicht nur für Computer-Experten verständlich und spannend vermittelt die Show Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software. Helge Haas, bekannt als Fernseh-Moderator von ARD-Wissenschaftssendungen wie Q21 und Kopfball, stellt die spannendsten Projekte und ihre Macher vor. Zum Beispiel: Musiker, die ihre Songs kostenlos im Internet zur Verfügung stellen und trotzdem Geld mit ihrer Musik verdienen. Die Berliner Freifunk-Initiative, die an einem flächendeckenden freien Internet-Zugang in der Stadt arbeitet. Und der „Elvis des Cyberspace“ und Urheberrechts-Reformer Larry Lessig. Die Show richtet sich an ein Publikum von Jung und Alt, bietet neben dem 90-minütigen Bühnenprogramm die Gelegenheit mitzumachen und die Experten selbst zu befragen – und es winken attraktive Preise. Und das Beste: Der Eintritt zur Show des Freien Wissens ist, wie sollte es anders sein, frei. Einlass ab 14.30 Uhr. Um Anmeldung im Internet wird gebeten: www.wizards-of-os.org/show.
Macher und Projekte des freien Wissens: Die Höhepunkte der Show
Bestes Beispiel für freies Wissen ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, die inzwischen nahezu jeder Surfer kennt, und die zu den 20 populärsten Websites der Welt gehört. Doch die meisten Nutzer machen sich wenig oder keine Gedanken darüber, dass Wikipedia nur entstehen konnte, weil ihr Wissen frei ist – frei im Sinne von freier Rede, nicht von Freibier, wie es Richard Stallman, der Vater der Free-Software-Bewegung, so unnachahmlich ausdrückte. Denn die Texte dürfen verändert und weiter gegeben werden – aber nur unter der Bedingung, dass das, was daraus entsteht, wieder verändert und weiter gegeben werden darf. Durch diesen “Vererbungseffekt “ ist garantiert, dass das Wissen nicht angeeignet werden kann und so immer wieder die Grundlage bildet für neues Schaffen, neue Werke, neue Kreativität.
Seit Lawrence Lessig, Jura-Professor in Stanford, die Creative-Commons-Lizenzen entwickelt hat, verbreiten sich freie Inhalte wie ein Lauffeuer. Diese CC-Lizenzen erlauben es Kreativen, ihre Werke anderen auf einfache Art und Weise zur Verfügung zu stellen, so dass diese daraus Neues entwickeln können. Bereits vier Jahre nach der „Erfindung“ der Lizenzen stehen mehr als zehn Millionen CC-lizenzierte Werke im Internet bereit, um von anderen nicht nur genutzt, sondern auch re-mixed, neu arrangiert und umgeschrieben zu werden. Ein guter Anlass, sich von Lawrence Lessig selbst berichten zu lassen, wie er auf die Idee kam und was ihn antreibt. Der „Elvis des Cyberspace“, wie ihn das Kult-Magazin Wired nennt, wird in der Show zu Gast sein.
Ebenso wie der Netlabel-Musiker Disrupt aus Leipzig, der seine Dub-Reggae-Stücke frei zum Download zur Verfügung stellt – so wie Tausende andere Musiker, die ihre Musik bekannt machen wollen und dank des Internet nicht mehr auf den Plattenvertrag eines Major Labels angewiesen sind. Der Musikjournalist und Buchautor Moritz mo. Sauer, selbst Betreiber eines Netlabels, das bereits für den Grimme-Online-Award nominiert war, wird Hintergründe erläutern und Chancen für Musiker aufzeigen. Vielleicht sitzt der nächste, bislang unentdeckte Netz-Star ja bereits im Publikum.
Die neueste Entwicklung sind freie Filme. Mit freier Software produziert, unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, ist etwa die Fantasy-Animation „Elephants Dream“ gerade zum Shooting Star der Filmwelt aufgestiegen: weit mehr als eine halbe Million Downloads sprechen für sich. Die ersten Re-Mixes des Films, dank CC-Lizenzierung selbstverständlich legal und erwünscht, sind inzwischen ebenfalls im Netz zu bewundern. „Elephants Dream“ ist einer der erstaunlichen Filme, die im Filmprogramm der „Show des Freien Wissens“ zu sehen sind.
Die Show des freien Wissens wird vom WOS (Wizards of OS) e.V. in Zusammenarbeit mit dem Berliner Medienkulturzentrum c‑base und dem mit dem Grimme Online Award ausgezeichneten Urheberrechtsportal iRights.info veranstaltet. Sie ist Teil des Wissenschaftsjahres 2006, das die Informatik und ihrer vielfältige Anwendung beleuchtet. Das Informatikjahr wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert, durchgeführt wird es gemeinsam mit mehr als 350 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur.
» Show des Freien Wissens, Samstag, 16. September 2006, 15.00 Uhr, Columbiahalle, Columbiadamm 13–21, 10965 Berlin
Zum Disclaimer: Ich bin als Mitglied des Programmkomitees an der Organisation beteiligt, netzpolitik.org ist Medienpartner und newthinking ist normaler Partner der WOS4.
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: Deutschlandradio über Netzneutralität
: Deutschlandradio über Netzneutralität Das Deutschlandradio hat am Samstag einen kleinen Bericht über die Diskussion um Netzneutralität in den USA gesendet: Multimedia-Bremse im Netz. (MP3)
Den Telefongesellschaften schon längst ein Dorn im Auge, werden solche Internet-Verbindungen bald rätselhaft langsam und störanfällig werden – fürchtet auch Tim Berners Lee, Direktor des World Wide Web-Konsortiums, der im englischsprachigen Raum als dessen Erfinder gilt:
Netz-Neutralität ist wirklich so wichtig für die Arbeitsweise des Internet. Netz-Neutralität ist die Art und Weise, in der das Internet funktioniert, seit es begann. Was jetzt anders ist, ist die Bedrohung. Es ist immer noch so, dass wir mehr für eine bessere Verbindung zahlen. Niemand bestreitet das. Aber es würde weitgehend wie Kabelfernsehen funktionieren.
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: Freie IT-Infrastrukturen für Tibet
: Freie IT-Infrastrukturen für Tibet Wired hat ein Feature über den Aufbau von freien IT-Infrastrukturen in Tibet: Wireless Works Wonders in Tibet.
The prime minister is among those in Dharamsala who also see technology as a valuable tool for preserving Tibet’s past. He says he carries 300 volumes of religious texts on a few CDs, a quantity that would have been impossible to transport on paper. A number of Tibetan organizations here are scanning ancient religious texts and old government documents smuggled out of Tibet, with plans to make them available through digital libraries.
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: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules Volker Grassmuck hat für Telepolis die Themen der kommenden Wizards of OS 4 zusammengefasst: Information Freedom Rules.
Wir schreiben das Jahr 2006. 15 Jahre nach Start der GNU General Public License, 10 Jahre nachdem John Perry Barlow die Unabhängigkeit des Cyberspace erklärte und 5 Jahre nach Gründung der Wikipedia. Zeit für eine Bestandsaufnahme.
Freie Protokolle ermöglichen das Internet. Freie Software dominiert auf den Servern. Die Freiheitsbewegung in den Wissenschaften geht mit großen Schritten voran. Die freie, kooperative Online Enzyklopädie Wikipedia ist als Referenz fest etabliert. Und jeden Tag sind es mehr Menschen, die kulturelle Ausdrucksformen jeder Art frei erschaffen und miteinander austauschen.
Unbedingt vormerken und kommen: „Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules“ – 14.-16 September in Berlin.
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: WSFII: Airjaldi Summit – freifunk.net goes Dalai Lama!
: WSFII: Airjaldi Summit – freifunk.net goes Dalai Lama! Vom 22. Oktober bis 3. November treffen sich Aktivisten aus der ganzen Welt in Dharamsala (Indien). Airjaldi Summit, der diesjährige Höhepunkt der World Summits on Free Inforamtion Infrastruktures (WSFII), bietet Netzwerkaktivisten aus der ganzen Welt Gelegenheit sich kennen zu lernen und gemeinsame Strategien zum Aufbau freier Kommunikationsinfrastrukturen zu entwickeln und umzusetzen.
Bereits während der freifunk.net summer convention 2004 „fresh air – free networks“ in Djursland, entstand bei einigen Leuten die Idee, vielleicht eines Tages eine ähnliche Veranstaltung außerhalb der reichen Länder Europas und Nordamerikas auf die Beine zu stellen. Die Motivation hierzu resultierte vor allem aus der Tatsache, dass gerade in so genannten „Entwicklungsländern“ das Interesse an kostengünstiger Informationsinfrastruktur besonders groß ist.
Allein nach Djursland kamen über 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 30 Nationen und 5 Kontinenten. Dies unterstrich das große Verlangen der Menschen aus allen Teilen der Welt, am lokalen und globalen Wissens- und Informationsaustausch zu partizipieren. Hält man sich vor Augen wie vergleichsweise Preiswert man z.B. mit wireless LAN (WLAN) flächendeckende Kommunikationsnetze aufbauen kann, wird schnell klar warum gerade diese Technologie weltweit so viel Hoffnungen und Motivation freisetzt. Erst recht, weil die Installation nicht von großen Firmen oder Organistationen durchgeführt werden muss, sondern die Menschen, sofern sie über das notwendige Know-how und die vergleichsweise geringen finanziellen Mittel verfügen, sich ihre eigenen Netze aufbauen können. Eine Konsequenz aus der Summer Convention 2004 war deshalb auch die Gründung des „Djurslands International Institute of Rural Wireless Broadband“ (DIIRWB). Dort lernen nun Menschen aus allen Teilen der Welt, wie sie gemeinschaftlich ihre eigenen Netze bauen können.
So unterschiedlich die Kulturen dieser Welt und erst recht die konkreten lokalen Bedürfnisse vor Ort auch sein mögen, die Anforderungen an die einander verbindende Infrastruktur sind doch recht gleich. Dies war eine der Lehren, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Djursland in ihre jeweilige Heimat mitnahmen. Einige kannten dieses Gefühl bereits seit der BerLon und den darauf folgenden internationalen Veranstaltungen CopenhagenInterpolation und der ersten freifunk.net summer convention 2003 – eben jener Ursuppe von Veranstaltungen, aus der sich im Jahr 2004 die Idee der World Summits on Free Information Infrastruktures (WSFII – sprich: „wissfi“) – einer weltumspannende Veranstaltungsreihe rund um „Freie Kommunikations-Infrastrukturen“ entwickelte.
WSFII hat einem klaren Fokus auf „Graswurzel“ und „do-it-yourself“, den konsequenten Einsatz von Open-Source-Systemen und die offene und praxisnahe Weitergabe von Wissen bis hin zur gegenseitigen Unterstützung bei der Installation neuer Systeme. Im September 2005 fand in London die erste offizielle WSFII Vorbereitungskonferenz statt. Während des einwöchigen Workshops im Vorfeld der Konferenz arbeiteten zwei internationale Teams an sehr wichtigen Themen. Das so genannte „Book-Sprint-Project“ , initiiert von Tomas Krag aus Dänemark, begann mit der Erstellung eines kostenlosen Lehrbuchs zum Aufbau von Funknetzen, während die „WSFII Organizers Group“ sich mit den Vorbereitung eines ersten World Summits außerhalb der hiesigen Sphären beschäftigte.
Es dauerte noch einige Iterationen bis sowohl das Buch unter dem Titel „Wireless Networking in the Developing World“ fertig gestellt als auch der Veranstaltungsort für WSFII 2006 festgelegt waren. Doch beide Projekte waren ein großer Erfolg. Das Buch kann heute bereits in englischer und spanischer Sprache kostenlos aus dem Internet herunter geladen werden, und die Freifunker dieser Welt treffen sich dieses Jahr zum Airjaldi Summit, gefolgt von 10 Tagen voller Workshops, in Dharamsa, Indien, zum World Summit of Free Information Infrastructures – an einem ganz besonderen Ort, ist dies doch die Exilheimat Ihrer Heiligkeit, des Dalei Lamas, der alle Teilnehmenden herzlich empfangen wird.
Die lokale Infrastruktur in Dharamsala ist ein gutes Beispiel dafür, wie Technologietransfer à la WSFII funktioniert. Der Campus der Tibetischen Exilgesellschaft ist per Wireless LAN mit dem Internet verbunden. Der aus Israel stammende IT Experte Yahel Ben-David und sein Team haben in Indien ein Mesh-Netz gespannt, das ganz ähnlich der freifunk.firmware in Deutschland, auf der Open Source Software OpenWRT (einem internationalen Projekt) und dem OLSR-Protokoll von Andreas Tønnesen aus Norwegen basiert um den Menschen aus Tibet die Kommunikation mit sich und dem Rest der Welt zu ermöglichen. Das geht dann auf ähnliche Weise natürlich auch in anderen Teilen Indiens, Afrikas oder Latein Amerikas und dem Rest der Welt. So klein ist der WSFII-Globus!
Nicht alles ist dauerhaft nur per E‑Mail und elektronsicher Kommunikation möglich. Hin und wieder – diese Erfahrung teilen wohl alle „E‑Worker“ – muss man sich auch begegnen. Denn erst in der persönlichen Begegnung erlebt man die Gemeinsamkeiten tatsächlich, die die Menschen aus den unterschiedlichsten Teilen der Welt miteinander verbindet. Treffen sind eine notwendige Voraussetzung, um den Grundstein künftiger Zusammenarbeit zu legen, schaffen Vertrauen und erleichtern Abstimmungs- und Koordinationsprozesse. Deshalb ist es wichtig, dass möglichst viele engagierte Menschen aus der ganzen Welt nach Dharamsala kommen, um gemeinsam daran zu arbeiten, die Digitale Spaltung in der gesamten Welt zu reduzieren.
Wer selbst nicht im Oktober nach Dharamsala zu kommen vermag, kann doch einen wichtigen Beitrag zum Erfolg dieser Veranstaltung leisten. Die OPLAN Foundation sammelt Geld, um möglichst vielen Entwicklern und Interessierten aus der ganzen Welt die Reise nach Dharamsla zu ermöglichen. Wer also dennoch mithelfen will, dass dieses Treffen ein möglichst großer Erfolg wird, kann und sollte Geld spenden. Das Geld wird vor allem zur Deckung der Reise- und Unterbringungskosten benötigt, aber auch um beispielsweise das Buch „Wireless Networking in the Developing World“ in weitere Sprachen zu übersetzen.
[Von Jürgen Neumann geschrieben]
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: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules
: Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules Die erste Pressemitteilung zur kommenden WOS4 ist soeben verschickt worden:
Internationale Konferenz Wizards of OS 4 vom 14.–16. September 2006 in Berlin zu den Themen freie Software und freies Wissen
Berlin, 10. Juli 2006 – Die digitale Revolution hat die medientechnischen und die Eigentumsvoraussetzungen von kulturellen, künstlerischen und allen anderen Wissenspraktiken tief greifend verändert. Information – und zu einem wesentlichen und wachsenden Teil freie Information – kennzeichnet die Informationsgesellschaft. Kreative Individuen, Netzwerke und kleine Gruppen sind die Pioniere bei der Auslotung der neuen Möglichkeiten. Neue Genres wie Filme, die mit so genannten Game-Engines erstellt werden, neue Formen der kooperativen Berichterstattung unter dem Namen Citizens Journalism und neue Verwertungsformen in der Musikindustrie wie die Netlabels entstehen.
Die internationale Konferenz Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules (WOS 4) wird sich vom 14. bis 16. September 2006 den Themenfeldern freie Software, freie Inhalten und freie Infrastrukturen widmen, wichtige Trends und innovative Projekte aus diesen Themenfeldern präsentieren und zur Diskussion stellen. Ort der Konferenz, zu der mehr als 100 namhafte Wissenschaftler, Techniker, Künstler und Aktivisten sowie über 1.000 Besucher aus aller Welt erwartet werden, ist die Berliner Columbiahalle und der benachbarte Columbiaclub. Ab sofort können sich alle Interessenten auf der Website www.wizards-of-os.org für die Konferenzteilnahme anmelden. Der Preis für alle drei Tage der Konferenz liegt bei 60,00 € (erm. 30,00 €) und 25,00 € (erm. 12,00 €) für einen Tag. Die Konferenzsprache ist Englisch.
Den Kern der WOS 4 wird die dreitägige Konferenz in der Columbiahalle Berlin mit Vorträgen, Panels, Workshops und Performances bilden. Eingebettet in die Konferenz in der Columbiahalle präsentiert sich dann am Samstagnachmittag in deutscher Sprache die Publikumsveranstaltung „Die Show des freien Wissens“. In der Show werden populär und allgemeinverständlich die Grundlagen und Inhalte von freiem Wissen und freier Software vermittelt. Die Veranstaltung richtet sich explizit auch an ein Publikum ohne Fachkenntnisse. Im Umfeld gibt es weitere Workshops, Filmpro-gramme, Community Meetings und künstlerische Interventionen. So zeigt das Tesla – Berlins Ort für mediale Künste im Podewil – Filme, die im thematischen Schnittfeld von freiem Wissen und Medienkunst situiert sind. Die internationale Freifunkgemeinde wird sich im Club c‑base zusammenfinden. Am Sonntag, 17. September, finden im Erwin Schrödinger-Zentrum der Humboldt-Universität zu Berlin weitere Workshops statt.
Die Schwerpunkte der WOS 4:
· Netlabels: Die Netlabels zeigen eindrücklich wie die mächtige Verbindung von Produktionswerkzeugen auf dem PC mit dem globalen Vertriebskanal Internet kulturelle Praktiken verändert. Darunter versteht man Online-Labels, die Musik meist als kostenlosen Download zur Verfügung stellen. Von Musikern für Musiker gemacht, verbreiten sie sich explosionsartig, während gleichzeitig die großen Plattenfirmen über ihren Niedergang klagen. Wo diese ihre verbliebe- nen Felle mit Schutztechnologie und Massenklagen retten wollen, lassen jene ihre Musik frei – frei von Kosten, frei weitergebbar und oft auch frei veränderbar.
· Brasilien: Als „Open Source Nation“ nimmt Brasilien national und international eine Vorreiterrolle bei der Verwirklichung der freiheitlichen Potentiale der digitalen Kultur ein. Die Partnerschaft mit dem brasilianischen Kultur-ministerium und dem Kulturminister Gilberto Gil ermöglicht es der WOS 4, die eindrucksvollsten Zeugnisse dieser Entwicklung vorzustellen.
· „Die Show des freien Wissens“: Bei früheren WOS-Konferenzen wurde der Wunsch nach Einführungsveranstaltungen und Vermittlung für Neugierige laut. Erstmals wird daher im Rahmen der WOS 4 eine Wissens- Show auf unterhaltsame Weise aufzeigen, wie freies Wissen eigentlich funktioniert, wie es geschaffen und verbreitet wird, wie man es finden und nutzen kann, welche Bedeutung es im Alltag des Einzelnen hat und welche Einstiegsmöglichkeiten es für eine eigene Beteiligung gibt. Die Show richtet sich insbesondere an Schüler und Studenten.
Die Wizards of OS hat sich mit drei Konferenzen (1999, 2001 und 2004) und mehreren Workshops international als Ort etabliert, an dem auf hohem Niveau spartenüber-greifend über die Grundlagen des kulturellen Schaffens im Digitalzeitalter debattiert wird. Aufbauend auf diesem guten Ruf wird die WOS 4 gemeinsam mit der AG Informatik und Gesellschaft der Humboldt-Universität zu Berlin, Tesla und weiteren Partnern erarbeitet und richtet sich gleichermaßen an ein Berliner wie an ein inter-nationales Publikum. WOS 4 steht unter der Schirmherrschaft von Bundesministerin Dr. Annette Schavan und wird im Rahmen des Informatikjahres durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), den Hauptstadtkulturfonds und die Bundeszentrale für politische Bildung gefördert.
*** Wizards of OS 4 – Information Freedom Rules ***
Internationale Konferenz
14. bis 16. September 2006
Columbiahalle und Columbiaclub,
Columbiadamm 13–21, 10965 BerlinMehr Informationen:
www.wizards-of-os.org -
: Freie Kulturen – Freies Internet – Internet Governance und die Schweiz
: Freie Kulturen – Freies Internet – Internet Governance und die Schweiz Im Herbst finden in Athen das Internet Governance Forum statt. Um die Debatte auch in der Schweiz zu lancieren organisiert die ETH und Switch ein Symposium:
Vorgelagert zur Gründung findet am 7. Juli an der ETH Zürich ein nationales IGF-Symposium statt, um die an der Zukunft des Internet interessierten Personen zu einem Schweizer Beitrag zur Gründung des IGF zu bewegen und eine breitere Öffentlichkeit zu sensibilisieren und zu informieren. Die Veranstaltung ist kostenlos und offen für alle.
Freitag, 7.07.06, 13.15–17.00 Uhr, ETH-Hauptgebäude, Raemistrasse 101, 8092 Zuerich, Auditorium Maximum (HG F 30).
Programm und Anmeldung zum Symposium unter: http://www.igf-06.ch
Neben einer Einführung durch Markus Kummer, Executive Coordinator des IGF, kommen auch die Stakeholder zu Wort. Danach finden zwei Kontroversen zum Thema Datenschutz und Regulierung, sowie Urheberrecht statt. Wer danach aktiv mitarbeiten moechte, dem bietet sich die Möglichkeit sich an einem anschliessenden Workshop zu beteiligen.
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: Ein Netzneutralität-Gegner im Interview
: Ein Netzneutralität-Gegner im Interview Declan McCullagh hat für CNet den Chef-Lobbyisten von Verizon, Thomas Tauke, zum Thema Netzneutralität befragt: Newsmaker: Net neutrality: Meet the winner.
Thomas Tauke must be one of the most ecstatic lobbyists in Washington right about now.
As Verizon Communications’ executive vice president for public affairs, policy and communications, Tauke has spent the last few months embroiled in a fiery debate over Net neutrality, the concept that broadband providers must be legally required to treat all content equally.
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: US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität
: US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität Das US-Repräsentantenhaus hat gestern mit 269 zu 152 Stimmen einen Gesetzantrag abgelehnt, mit dem das Ürinzip der Netz-Neutralität fest geschrieben werden sollte.
Intern.de: ‚Net Neutrality’ gescheitert.
Doch das Lobbying gerade der großen Telefon- und Kabelgesellschaften scheint erfolgreicher gewesen zu sein. Überhaupt können sich diese Firmen nicht über das Gesamtpaket „H.R. 5522“ beschweren, das vom Repräsentantenhaus mit 321 zu 101 Stimmen angenommen wurde. Denn dieser Gesetzespaket ebnet für die Gesellschaften unter anderem den Weg in die Fernsehwelt. Das neue Gesetz, das auch vom Weissen Haus schon gutgeheißen wurde, dereguliert den Zugang zu diesem Markt.
Technology Review: Netzneutralität: Holzauge sei wachsam.
Es geht hier im Übrigen nicht um Marktgiganten von Google, die ausgeblendet werden sollen, wenn sie nicht im Sinne der Telkos spuren. Nein, ein „tiered Internet“, in dem womöglich nichtzahlenden Site-Betreibern nur die Kriechspur bleibt, haut den neuen Internet-Firmen und kleinen Webdiensten auf den Kopf, die derzeit in ungeahnter Anzahl erneut erblühen. Es geht auch um nutzergenerierte Inhalte wie Weblogs, die auf der Strecke bleiben könnten, wenn das Netz in die Bereiche „Webserver hat bezahlt“ / „Webserver hat nicht bezahlt“ eingeteilt würde. Mit dem Ende der Netzneutralität bzw. einer fehlenden Festschreibung derselben könnte sich außerdem die Zensurfalle öffnen: Wenn die Provider tatsächlich erst einmal bestimmen, was die Nutzer sehen dürfen, haben zum Beispiel gegenüber der Betreiberfirma kritische Blogpostings womöglich keine Chancen mehr.
CNet: House rejects Net neutrality rules.
The U.S. House of Representatives definitively rejected the concept of Net neutrality on Thursday, dealing a bitter blow to Internet companies like Amazon.com, eBay and Google that had engaged in a last-minute lobbying campaign to support it.
CNet: New Net neutrality plan may ruffle feathers.
Internet companies that have been lobbying for stiff Net neutrality regulations might be having second thoughts right about now.
Vor der Entscheidung hatte die Washington Post ein sehr lesenswertes Plädoyer von Lawrence Lessig und Robert W. McChesney für Netz-Neutralität publiziert: No Tolls on The Internet.
Congress is about to cast a historic vote on the future of the Internet. It will decide whether the Internet remains a free and open technology fostering innovation, economic growth and democratic communication, or instead becomes the property of cable and phone companies that can put toll booths at every on-ramp and exit on the information superhighway.
Neben der zivilgesellschaftlichen Kampagne „Save the Internet“ hatten sich viele Internetfirmen und wneige NGOs noch zur Kampagne „It’s our Net“ zusammen geschlossen.
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: Gegen Online-Repressalien: Kampagne von Amnesty International
: Gegen Online-Repressalien: Kampagne von Amnesty International Die britische Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat zusammen mit der britischen Tageszeitung The Observer und der OpenNet-Initiative eine Kampagne gegen Internet-Zensur gestartet: Irrepressible.info will demonstrieren, dass niemand davon abgehalten werden kann, seine freie Meinung „online wie offline“ uneingeschränkt zu äußern und nicht durch Repressalien bedrängt werden kann, so die Kampagne. In China, Vietnam, Tunesien, Iran, Saudi Arabien und Syrien würden zu den Staaten zählen, die den Zugang zum Internet zensieren und Einwohner verfolgen und inhaftieren, weil sie online ihre Kritik zu den Verhältnissen geäußert hätten. „Internet-Repression geht nicht nur von Regierungen aus“, erklärt Amnesty International weiter: „IT-Unternehmen haben Systeme mit aufgebaut, die den Einsatz von Überwachung und Zensur ermöglichen. So hat Yahoo! die privaten Daten von E‑Mail-Nutzern den chinesischen Behörden übermittelt und damit dazu beigetragen, dass in Fällen unrechtmäßige Verhaftungen statt fanden. Microsoft und Google sind beide den Forderungen der Regierung nachgekommen, aktiv chinesische Nutzer von ihren angebotenen Services einzuschränken.
Amnesty International ruft die Bürger nun auf, selber die Zensur solcher Staaten zu unterwandern. Einmal durch eine Unterschrift bei ihrer „Internet Freiheit“-Kampagne. Wer aktiv zur Meinungsfreiheit beitragen möchte, kann in anderen Ländern zensierte Webinhalte auf seinen eigenen Seite zugänglich machen. Im Falle der chinesischen Zensur bitte Amnesty International um E‑Mail-Beschwerden an die chinesische Regierung, um den Journalisten Shi Tao freizulassen. Der wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine E‑Mail an eine Pro-Demokratie-Organisation geschickt haben soll. Weitere Infos dazu auf der Seite von Irrepressible.info.
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: WDR-Rundfunkrat fordert freie und unverschlüsselte Übertragung
: WDR-Rundfunkrat fordert freie und unverschlüsselte Übertragung Heise: WDR-Rundfunkrat fordert freien Zugang zu allen neuen Digitaltechnologien
Der Rundfunkrat des WDR hat sich für eine freie und unverschlüsselte Übertragung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auch über neue Digitaltechnologien ausgesprochen. Konkret nannte das Gremium die drahtlose Programmübertragung auf Handys und Taschencomputer sowie per IPTV über Breitband-Datennetze. Ratsvorsitzender Reinhard Grätz wies darauf hin, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk einer „der wichtigsten Akteure und Förderer im Prozess der Digitalisierung des Rundfunks“ sei. Da die Bedeutung der traditionellen Verbreitungswege abnehme, müssten dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich alle neuen Übertragungswege und ‑technologien zur Rundfunkverbreitung offen stehen, um der Allgemeinheit seine Programme frei und unverschlüsselt anbieten zu können.