Netze

Netzneutralität, Breitbandausbau, freie Netze, Plattformen und Internet Governance.

  • : Die Debatte rund um „Internet Governance“
    Die Debatte rund um „Internet Governance“

    Wolgang Kleinwächter beschreibt auf Telepolis die globale politische Diskussion rund um „Internet Governance“. (Verkürzt kann man die Debatte auch „ITU vs. ICANN“ nennen.)

    Am Streit darüber, wie das globale Internet gemanagt werden soll, wäre im Dezember 2003 fast der erste Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS I) gescheitert. Seither bemüht sich eine von UN-Generalsekretär Kofi Annan berufene Working Group on Internet Governance (WGIG) darum, brauchbare Lösungen zu erarbeiten, die beim 2. Weltgipfel im November 2005 in Tunis verabschiedet werden könnten. Die Europäische Union hat drei Regierungsvertreter in dem 40-köpfigen Gremium. Je mehr sich die Arbeit der WGIG ihrem Ende nähert – nach einer letzten Sitzung Mitte Juni in Genf soll der Abschlussbericht am 18. Juli 2005 präsentiert werden – desto mehr schiebt sich die EU in die Rolle eines potentiellen Vermittlers. Gibt es zwischen der US-Position der privaten Selbst-Verwaltung des Internet und der chinesischen Forderung nach staatlicher Kontrolle einen dritten Weg?

    Der Artikel ist sehr lesenswert und fasst die Debatte gut zusammen. Viele Infos rund um den WSIS und damit auch die Fragen rund um „Internet Governance“ bietet die von Ralf Bendrath betreute Webseite WorldSummit2005. Wie es ausschaut, werde ich im November zum WSIS 2 nach Tunis fahren und kann dann vor Ort bloggen.

    8. Juni 2005
  • : Mehr zum Philadelphia WLan-Projekt
    Mehr zum Philadelphia WLan-Projekt

    Telepolis über „Das Philadelphia-Projekt

    Internet für alle, drahtlos, flächendeckend und zum Minimaltarif – so lassen sich die [extern] Pläne auf den Punkt bringen, die seit Mitte letzten Jahres in den Köpfen der Stadtväter der US-amerikanischen Millionenstadt [extern] Philadelphia herumgeistern. Diskutiert und vorbereitet wird ein Konzept, das allen Bürgern der Stadt in kommunaler Eigenregie drahtlose Breitbandzugänge zum Internet bescheren soll. Die „internette“ Zukunft soll bereits ab Sommer nächsten Jahres Wirklichkeit werden. Dann wird es in Philadelphia drahtlose Netzzugänge für alle Einwohner zu einem weitaus geringeren Preis geben, als die etablierten US-Internetprovider ihren Kunden derzeit abknöpfen. Doch die einflussreiche US-amerikanische Telekommunikationslobby macht gegen das Projekt mobil. Die Branche fürchtet um ihre Profite.

    Das Thema kommt auch noch auf Deutschland zu, wenn die Kommunen erstmal verstanden haben, wie gut freie Funknetze zum Abbau der digitale Spaltung beitragen können.

    2. Juni 2005
  • : Von ICANN zu WECANN
    Von ICANN zu WECANN

    Meine Mit-Vorsitzende des Netzwerk Neue Medien, Annette Mühlberg, wurde vor zwei Monaten als Vertreterin der Internetnutzer in das ALAC-Gremium bei ICANN berufen. Wir haben ihr jetzt ein Blog aufgesetzt, wo sie über die Arbeit und Prozesse berichtet und ein wenig Licht ins Dunkel des ICANN-Dschungels bringen will. Der Arbeitstitel ist programmatisch: Von ICANN zu WECANN – WE Care about Assigned Namens and Numbers!

    26. Mai 2005
  • : Buch und Veranstaltung: Die Google-Gesellschaft
    Buch und Veranstaltung: Die Google-Gesellschaft

    Am kommenden Donnerstag organisiert das Netzwerk Neue Medien in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung eine spannende Diskussionsrunde zum Thema „Suchmaschinen“. Einer der Gründe ist die Veröffentlichung des Buches „Die Google-Gesellschaft“, welches diese Tage endlich mal in den Handel kommen sollte. In dem Buch geht es natürlich nicht nur um Suchmaschinen, sondern um den Weg in die Wissensgesellschaft.

    Aus dem Ankündigungstext des Buches:

    Diskussionen zur Wissensgesellschaft gibt es viele, konkrete Bilanzen nur wenige. Dabei ist klar: Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ändert sich der Umgang mit Wissen radikal. Wie wir Wissen heute entwickeln, verändern und verbreiten, unterscheidet sich in vielfältiger Weise von früheren Formen. Der umfangreiche Band liefert eine aktuelle Bestandaufnahme der verschiedenen Dimensionen der internetbasierten Wissensgesellschaft. In mehr als 50 Beiträgen ziehen Praktiker, Journalisten und Wissenschaftler Bilanz für Politik und Ökonomie, für Bildung, Medien und Kunst und gleichen dabei Diskussion und Wirklichkeit miteinander ab.

    Ich habe den Beitrag zum Thema „Online-Kampagnen. Das Netz als Forum politischer Öffentlichkeit“ beigesteuert und beschreibe darin verschiedene Herangehensweisen, wie das Netz für politischen Aktivismus genutzt wird.

    Den Ankündigungstext für die Veranstaltung am Donnerstag habe ich etwas gekürzt:

    […] Doch wie das Milliardengeschäft mit der Suche im Internet funktioniert, wissen nur die Wenigsten. Ein tieferer Blick in Funktionsweise und Geschäftsmodelle der Suchmaschinen lässt mehrere Fragekomplexe erkennen, denen sich die Betreiber, aber auch die Nutzer von Suchmaschinen stellen müssen: Die Zensur und das Filtern von Suchergebnissen, der Schutz der Verbraucherdaten und die Qualität der Suchertreffer.

    Weil diese Fragen sowohl die Wissensaneignung als auch die Bürgerrechte (informationelle Selbstbestimmung, Datenschutz) betreffen und eng mit den Fragen der Regulierung des Netzes verbunden sind, verdienen sie stärker als bisher öffentlich debattiert zu werden. Auch weil wichtige Entscheidungen über die Regulierung des Internet (Internet Governance) auf dem Weltgipfel zur Informationsgesellschaft (WSIS) der UNO im November in Tunis auf der Tagesordnung stehen.

    Die Diskussion mit VertreterInnen der Branche, der NutzerInnen und der Politik wird erörtern, wie und welches Wissen über die Suchmaschinen zugänglich ist. Es soll dabei erfragt werden, welche Probleme mit der marktbeherrschenden Stellung von Google verbunden sind und wie das Unternehmen mit dieser Verantwortung umgeht. Auch die Alternativen sollen dabei diskutiert werden, um schließlich zu schauen, ob die »Google-Gesellschaft«, in der private Anbieter den Zugang zum Wissen organisieren, eher Erfüllung oder Abgesang auf eine demokratische Wissensgesellschaft ist.

    Und hier ist das Programm:

    19.00 Uhr Begrüßung:
    Olga Drossou, Heinrich-Böll-Stiftung
    Kai Lehmann, Herausgeber »Die Google-Gesellschaft«

    Einführung: Michael Schetsche, Herausgeber »Die Google-Gesellschaft«

    Podiumsdiskussion:
    »Willkommen in der Google-Gesellschaft. Unternehmen, Politik und VerbraucherInnen in der Verantwortung«, mit

    Stefan Keuchel, Google Deutschland
    Sabine Frank, Geschäftsführerin Freiwillige Selbstkontrolle der Multimedia-Diensteanbieter
    Wolfgang Sander-Beuermann, Vorsitzender SuMa e.V.
    Katja Husen, Bundesvorstand B’90/ Die Grünen
    Günter Krings, MdB, CDU-Fraktion
    Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter des Landes Schleswig-Holstein

    Moderation: Jochen Wegner, Focus

    21.00 Uhr Get together

    Die Veranstaltung scheint leider schon überbucht zu sein, so dass Anmeldungen nicht mehr möglich sind. Aber wir werden die Diskussion zumindest mitschneiden und danach via Podcast und/oder Bittorrent online stellen. Eventuell gibts auch noch eine Video-Doku, aber das ist immer so ein Aufwand im Gegensatz zum Audiomitschnitt…

    17. Mai 2005
  • : Hurra zum Tag des Geistigen Eigentums!
    Hurra zum Tag des Geistigen Eigentums!

    Nach dem „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ gibt es wieder einen Grund zu feiern: Heute ist der Tag des Geistigen Eigentums! (TdGE) Schon gestern meldete sich Dr. Günter Krings von der CDU/CSU-Fraktion mal wieder zu Wort und erzählte nur dasselbe wie in seiner Pressemitteilung von vergangener Woche: Weg mit dem störenden Datenschutz durch ein Auskunftsrecht für Rechteinhaber, damit diese effektiver und schneller Bürger verklagen können, die zu privaten Zwecken Kulturgüter im Internet tauschen. Und weg mit der Bagatellgrenze, damit auch jeder schnell verklagt werden kann, der mal den „neuesten Robbie Williams Song“ herunterlädt. Diese Woche findet er aber ausnahmsweise nicht die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Kampagne toll, sondern die WIPO. Diese hat den „TdGE“ ausgerufen, um „den Wert des geistigen Eigentums der Öffentlichkeit stärker bewusst zu machen“. Der Phonoverband feiert gleich öfters im Jahr den „TdGE“ mit denselben hehren Zielen: Immer dann, wenn neue Klagewellen kommuniziert werden. Das passt ja passend, da dessen internationaler Dachverband bei der WIPO als Nicht-Regierungsorganisation registriert ist und die halt nur einen Tag im Jahr haben. Die Verbände der Filmindustrie feiern immer den „TdGE“. Immer, wenn man im Kino für einen Film bezahlt hat und immer öfters auch im Werbefernsehen. Und hier schliesst sich wieder der Kreis, weil Herr Krings immer genau das fordert, was die Verbände und Firmen der Unterhaltungsindustrie wünschen.

    Passend zum „TdGE“, biegt dann die SPD mit einer vollkommen unerwarteten Botschaft in Form eines Online-Banners um die Ecke: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohl der Allgemeinheit dienen. Artikel 14, Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“. Ein medialer Ausdruck der Frühlingsgefühle von Müntefering und Schröder, die derzeit wieder massiv versuchen sich zu ihren Idealen bekennen, um ihre Kernwählerschaft für NRW mobilisiert zu bekommen?

    Ja, wie wärs denn mal wieder mit mehr Balance in der Urheberrechtsgesetzgebung? Das „Recht auf Privatkopie“ wird genau mit diesem Artikel 14 aus dem Grundgesetz begründet. „Sozialbindung des Urheberrechts“ nennt man dies in der Fachdiskussion. Und die Rechte der Verbraucher könnten echt ein wenig mehr Balance vertragen. Aber noch vor wenigen Monaten hiess es von der SPD in Form von Gerhard Schröder:

    “Es gibt Bestrebungen, die Privatkopie zu erlauben, also eine Regelung, die auf gut deutsch gesagt das Klauen erlaubt. Wir können die Privatkopie wohl nicht verhindern, aber wir unterstützen nicht diese Idee und tragen damit dauerhaft dazu bei, dass sich neue Geschäftsideen am Markt entwickeln können.”

    Schröder hätte es damals als Jurist besser wissen müssen. Aber auch die Bagatellgrenze will er jetzt nicht mehr. Und gerade die war Justizministerin Zypries so wichtig, um eine „Kriminalisierung der Schulhöfe“ zu verhindern. Wo wir wieder bei Herrn Krings wären. Der trifft sich gerne mit den Verbänden der Unterhaltungsindustrie. Genau wie der Kanzler, nur ein wenig öfters. Der Phonoverband schreibt sogar Pressemitteilungen, wenn der Kanzler mit ihm geredet hat und verkündet die neue Linie der Bundesregierung.

    Vermutlich wird sich die SPD in der Urheberrechtsdebatte nicht an ihre neue Botschaft erinnern. Oder sie anders interpretieren. Die steht ja nur im Internet. Dass ich den Banner erst heute gesehen habe, ist sicherlich reiner Zufall und hat nichts mit dem „TdGE“ zu tun. Und ist sicher ganz „Analog“ gemeint. Aus diesen und anderen Gründen wird es wohl leider nichts mit einem durchsetzungsfähigen Recht auf Privatkopie, wie wir es fordern. Am Ende werden sich dann wohl die „Raubkopierer sind Verbrecher“-Rhetoriker durchsetzen.

    Aber heute feiern wir erstmal den TdGE. Und die Brigitte Zypries aus dem Justizministerium feiert mit:

    „Dieser Tag soll unter dem Motto „Think, Imagine, Create“ vor allem junge Menschen ermutigen, ihre Kreativität und ihr Innovationspotenzial auszuschöpfen… Alle Bürgerinnen und Bürger müssen den Wert des geistigen Eigentums achten. Nur ein effektives Recht auf geistiges Eigentum gewährleistet die Möglichkeit, aus einer Erfindung Geld zu machen, um dann, wenn es gut läuft, das Geld in weitere Erfindungen zu investieren…“

    Aber das klingt auch wieder sehr analog und statt einem Recht auf Privatkopie verkündet sie ein „Recht auf Geistiges Eigentum“. Vielleicht denkt sie dabei wieder an Softwarepatente?

    Und was gibt es jetzt zu feiern? Immer mehr! Die überholten Konzepte einer Industriegesellschaft verlieren auf dem globalen Weg in viele Wissensgesellschaften an Bedeutung. Neue Konzepte und Ideen wie Freie Software und Linux erobern die digitale Welt. Die freie Online-Enzyklopädie Wikipedia wächst fast sekündlich und auch die Anzahl an Creative Commons lizenzierten Werken geht mittlerweile in die Millionen. Immer mehr technologische Innovationen und Geschäftsmodelle entstehen auf dem Weg in die digitale Gesellschaft. Durch Social Software wie Instant-Messaging, Wikis und Weblogs wird Online-Kollaboration immer komfortabler und einfacher ermöglicht. Alles wird vernetzter miteinander. Und diese Entwicklung ist nicht mehr zu stoppen. Aber sie kann verlangsamt werden durch Softwarepatente und ein zu restriktives Urheberrecht. Auch darf der Datenschutz nicht vernachlässigt werden, damit neue Technologien von den Verbrauchern angenommen und Bürgerrechte gesichert werden.

    Die Dinsosaurier der Unterhaltungsindustrie fürchten um ihre Pfründe und überholten Geschäftsmodelle. Aber in der WIPO konnte die Vormachtsstellung ihrer Industrieverbände von Entwicklungsländern und zivilgesellschaftlichen Organisationen gestoppt werden. Der Weg zu einer Developing Agenda ist frei. Eine neue Initiative in diese Richtung ist „a2k – Access to Knowledge“. Ziel ist ein internationales Abkommen über den „Zugang zu Wissen“ auf den Weg zu bringen.

    Vielleicht gibt es irgendwann eine„World Intellectual Wealth Organisation“? Bis dahin werden aber noch viele CopyNights stattfinden müssen. Wir machen jetzt erstmal eine Flasche auf.

    26. April 2005 8
  • : „Spectrum Wars“ im NationalJournal
    „Spectrum Wars“ im NationalJournal

    Lang, spannend und sehr informativ: „Spectrum Wars“ im Nationaljournal über die Geschichte der kommerziellen Nutzung des Frequenzspektrums in den USA. Von den Anfängen bis hin zum Bradcast-Flag, HDTV und FCC in der Gegenwart.

    29. März 2005
  • : World Summit on Free Information Infrastructures
    World Summit on Free Information Infrastructures

    WSFII PREPCON ’05
    ~
    ~ World Summit on Free Information Infrastructures ~

    Every year for the last four years, Free Networkers from around the world have organised summits, the last one being the Freifunk.net Summer Convention 2004 in Djursland, Denmark where Free Networkers, free infrastructure pragmatists and community network builders from 32 countries got together, shared ideas, made plans and forged alliances.

    This year, we are widening the scope through an association with the Open Knowledge Foundation – we want to invite people from all areas of free infrastructure development to participate in a world summit, trying to cross the streams Free Hardware, Free Software, Open Geodata, LETS trading systems, Open Licensing, Community TV/Radio, Public Knowledge Infrastructures, and other areas of research and activity that we haven’t thought of yet.

    ~ why ~

    Because Free Infrastructure developers don’t really have to ask this question.
    We have this in common – that FIIs come from pragmatic application and problem solving rather than being led by policy or law. By meeting and joining forces, we can do what we do more effectively.

    ~ structure ~

    The structure is a 2 day public conference in a central London location during which the various FII groups can present their activities and the specifics of their FII domain to other groups and the public. Prior to that weekend event (1st/2nd October for the London WSFII) there will be a week during which a venue will be available to groups if they wish to hold preparatory meetings, workshops, talks and social gatherings.

    ~ prepcon ~

    This might not be a ‚world’ summit with as many international delegations as we had in Denmark last year. Instead, this is a call to FII groups to organise summits on their continents around the same time, to feed into a more ambitious WSFII scheduled for summer 2006 in India.

    ~ How to get involved ~

    If you are involved in research and activity in one of the knowledge domains we’ve already listed as FIIs, or you work on one we’ve missed out, please get in touch and help by proposing someone, or some group to come and represent that FII.

    The first confirmed WSFII venue is London – which will be the Western European hub for this year’s WSFII prepcon If you would like to set up a WSFII prepcon in your locality, please get in touch via the mailing list:
    http://lists.okfn.org/mailman/listinfo/wsfii-discuss and we can set you up a subdomain.

    We are developing a programme on our wiki and taking registrations for participation in the london WSFII on the website: http://wsfii.org, so we look forward to hearing from you and your FII group there.

    Registration: http://okfn.org/wsfii/wiki/WsfiiRegistration
    Discussion / Announcement List:
    http://lists.okfn.org/mailman/listinfo/wsfii-discuss

    All power to Free Infrastructures!

    the WSFII provisional organisers.

    23. März 2005
  • : Annette Mühlberg in ICANN-Gremium berufen
    Annette Mühlberg in ICANN-Gremium berufen

    Ich freue mich darüber, dass Annette Mühlberg, die mit mir im Vorstand des Netzwerk Neue Medien ist, als zivilgesellschaftliche Vertreterin in das ALAC-Gremium von ICANN berufen wurde.

    Die Internet Corporation for Assigned Names and Numbers (ICANN) verwaltet als Non-Profit Organisation Namen und Adressen im Internet und koordiniert technische Aspekte des digitalen Raums. Das „At-Large Advisory Committee“ (ALAC) ist als Beratungsgremium bei ICANN verantwortlich für die Berücksichtigung der individuellen Interessen der InternetnutzerInnen. ALAC soll die Vertretung eines weiten Spektrums von Nutzer-Interessen in ICANN sicherstellen.

    „Die technische Architektur des Internets bestimmt zunehmend die Rahmenbedingungen von Leben und Gesellschaft. Deshalb ist es besonders wichtig, dass diese weltumspannende Netzstruktur transparent, offen, demokratisch und im Interesse der NutzerInnen gestaltet wird. Dafür werde ich mich bei ICANN einsetzen.“, so Annette Mühlberg zu ihrer Berufung in das „At-Large Advisory Committee“ von ICANN.

    Nächsten Monat werden wir auch eine passende Webseite mit Weblog dazu launchen.

    22. März 2005
  • : Netzeitung über Freifunk
    Netzeitung über Freifunk

    Die Netzeitung berichtet heute über Freifunk.net und die Idee Freier Bürgernetze. Dabei wird auch auf die Meshing-Technologie eingegangen.

    In einigen Großstädten haben sich bereits so genannte Freifunk-Netzwerke gebildet, Gruppen von unabhängigen Computer-Fans, die solche Mesh-Netzwerke aufbauen. Im Berliner Osten, in den Stadtteilen Friedrichshain und Mitte wurden mit Hilfe der Technik bereits mehrere Kilometer überbrückt.

    10. März 2005
  • : Manifest: The Infrastructure of Democracy
    Manifest: The Infrastructure of Democracy

    Gerade findet die „Madrid Conference on Terrorism, Democracy and Security“ statt. Die Safe Democracy – Webseite bietet eine Menge Informationen darüber und auch RSS-Feeds. Spannend ist die Entwicklung eines Manifests „The Infrastructure of Democracy“ in einem Wiki durch Teilnehmer der Konferenz.

    Hier ist ein Ausschnitt daraus:

    …In conclusion we urge those gathered here in Madrid to:

    * Embrace the open Internet as a foundation of 21st Century democracy, and a critical tool in the fight against terrorism.
    * Recognizing the Internet’s value as a critical communications infrastructure, invest to strengthen it against attacks and recover quickly from damage.
    * Work to spread access more evenly, aggressively addressing the Digital Divide, and to provide Internet access for all.
    * To protect free speech and association, endorse the availability of anonymous communications for all.
    * Resist attempts at international governance of the Internet: It can introduce processes that have unintended effects and violate the bottom-up democratic nature of the Net.…

    10. März 2005
  • : Freie Netze in der Presse
    Freie Netze in der Presse

    Gerade da, wo es schön ist, wollen die Telefongesellschaften oft nicht hin: Wo wenig Menschen wohnen, lohnt sich der Aufbau von Internet-Infrastrukturen nicht. In freien Netzgemeinschaften zeigen Aktivisten und Dörfler den „Telkos“, wie man es trotzdem schafft: besser, billiger und natürlich Breitband.

    Spiegel-Online widmet sich einmal mehr dem Thema Freie Netze. Der erste Beitrag widmet sich dem Djursland-Projekt, das sich vom regionalen „Versuchslabor“ zum europaweit größten nicht-kommerziellen drahtlosen Breitbandnetz entwickelt hat. Morgen wird die Reihe mit einem Artikel zur gesellschaftlichen Bedeutung Freier Netze fortgeführt.

    3. März 2005
  • : Wired-Kolumne von Lawrence Lessig als Podcast
    Wired-Kolumne von Lawrence Lessig als Podcast

    Lawrence Lessig schreibt in seiner aktuellen Wired-Kolumne über Telekom-Lobbyisten, die in den USA Stimmung gegen Wireless-Lan Communities machen: Why Your Broadband Sucks.

    City and state politicians should have the backbone to stand up to self-serving lobbyists. Citizens everywhere should punish telecom toadies who don’t. Backwater broad­band has been our fate long enough. Let the markets, both private and public, compete to provide the service that telecom and cable has not.

    Interessant ist, dass die Kolumnen nun auch als Podcast zur Verfügung stehen. Die 6:31 Minuten lange MP3-Datei gibt es hier. Die Stimme klingt aber nicht nach Lessig, liest wohl jemand anders. Dazu gibt es noch Creative Commons Musik in Form eines Gitarrenstückes im Hintergrund. Nach der Einführung von Trackbacks geht Wired hiermit neue innovative Wege.

    Mehr Informationen über Wireless-lan Communties in Deutschland bietet Freifunk.net.

    25. Februar 2005
  • : Neues EDRi-gram erschienen
    Neues EDRi-gram erschienen

    Alle zwei Wochen gibts das EDRi-gram, den englisch-sprachigen Newsletter der European Digital Rights Initiative, dem Netzwerk der Digital Civil Rights Organisationen in Europa (Mitglieder aus Deutschland sind der Chaos Computer Club, Fitug, FifF und das Netzwerk Neue Medien).

    Heute ist das neue EDRi-gram mit folgenden Themen erschienen:

    1. Rapporteur demands co-decision data retention
    2. EP committee wants new software patents proposal
    3. Two Unesco conferences on human rights and internet
    4. Article 29 consultations on RFID and DRM
    5. Microsoft excludes free software from EU ruling
    6. Romanian Copyright Office sets fixed fee for online music
    7. Update ISOC Bulgaria
    8. Copyright law revision in Switzerland criticised
    9. 3.300 ID fines in the Netherlands in 1 month
    10. European countries promise collaboration against spam
    11. Agenda
    12. About

    Hier kann man das EDRi-gram abonnieren.

    9. Februar 2005
  • : Manuel Castells: Innovation, Information Technology and the culture of Freedom
    Manuel Castells: Innovation, Information Technology and the culture of Freedom

    Manuel Castells hat auf dem World Social Forum in Porto Allegre eine spannende lange Rede gehalten, die jetzt auch im Netz verfügbar ist: Innovation, Information Technology and the culture of Freedom.

    Introduction: Open Source as Social Organization of Production and as a Form of Technological Innovation Based on a New Conception of Property Rights.…

    …Conventionally, in a capitalist economy, property is the right to exclude others from the use of a good or service. In open source, property is configured fundamentally around the right to distribute, not to exclude. The source code for open source is published and distributed for the use by anyone who wishes. And because the source code is known, users can modify it, and can modify or generate new applications. Free source code is open, public, and non proprietary. This new form of property, that is entirely contradictory with the usual regime of intellectual property rights, is supported by a governance system that holds together a community of producers. It is based on human motivation to work within this logic and is supported by an evolving set of organizational structures to coordinate behavior.

    1. Februar 2005
  • : Wikipedia-Gründer im Spiegel-Interview
    Wikipedia-Gründer im Spiegel-Interview

    Jimmy Wales, Gründervater von Wikipedia, wurde von Spiegel-Online befragt. Hier sind mal die besten Ausschnitte:

    SPIEGEL ONLINE: Der Wiki-Gedanke hat etwas utopisches, weltverbesserisches. Auf viele Menschen wirkt das naiv.

    Wales: Für die Gesellschaft kann man nur etwas Gutes erreichen, wenn es freiwillig erreicht wird. Das ganze Wiki-Projekt ist ziemlich naiv. Ich bin ziemlich naiv, weil ich daran glaube, dass Leute ohne Geld zusammenarbeiten. Wenn nur der Umgang miteinander stimmt: Argumente zählen, Freiheit ist entscheidend und man muss andere Leute respektieren.

    Und dann gibts noch einen Ausblick in die Zukunft:

    SPIEGEL ONLINE: Am 15. Januar 2011 wird Wikipedia zehn Jahre alt werden. Wie wird es dann aussehen?

    Wales: Wikipedia wird ganz sicher die größte Enzyklopädie der Welt sein. Auch in Sprachen wie Hindi, wo das Wachstum im Moment langsam ist. Oder Suaheli, da gibt es im Moment nur 500 Artikel. Arabisch existiert bisher auch kaum, dabei könnte die Region wirklich eine objektive Enzyklopädie gebrauchen. Wir werden Wikipedia auf Handys sehen, es werden immer mehr Multimedia-Inhalte zu finden sein. Es wird alle möglichen kreativen Spin-Offs geben. Ich wüsste wirklich auch gerne, was da noch kommt. Meine Vision ist, dass Wikipedia eine entscheidende kulturelle Rolle spielt. Die Menschen sollen sich an die jetzigen Gründerjahre so erinnern, wie man heute an die Gründung der Bibliothek von Alexandria denkt.

    7. Januar 2005
  • : Anonym kommunizieren mit TOR
    Anonym kommunizieren mit TOR

    Auf dem 21c3 war einer der technischen Höhepunkte für mich die Präsentation von TOR, einer Anonymizer-Software, die JAP mehr als Konkurrenz machen wird. TOR funktioniert als Client und Server:

    Tor is a toolset for a wide range of organizations and people that want to improve their safety and security on the Internet. Using Tor can help you anonymize web browsing and publishing, instant messaging, IRC, SSH, and more. Tor also provides a platform on which software developers can build new applications with built-in anonymity, safety, and privacy features.

    Your traffic is safer when you use Tor, because communications are bounced around a distributed network of servers, called onion routers. Instead of taking a direct route from source to destination, data packets on the Tor network take a random pathway through several servers that cover your tracks so no observer at any single point can tell where the data came from or where it’s going. This makes it hard for recipients, observers, and even the onion routers themselves to figure out who and where you are. Tor’s technology aims to provide Internet users with protection against „traffic analysis,“ a form of network surveillance that threatens personal anonymity and privacy, confidential business activities and relationships, and state security.

    Die Software steht unter der BSD-Lizenz und ist für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar. Server können von Nutzern eigenständig eingerichtet werden, für den Serverbetrieb sind 20KB/s Up- und Downstream nötig. Die Electronic Frontier Foundation fördert und unterstützt mittlerweile die Weiterentwicklung von TOR finanziell und durch ihre Anwälte.

    4. Januar 2005
  • : Das kleinste P2P Programm der Welt
    Das kleinste P2P Programm der Welt

    Aktuell zur neuesten Verfolgungswelle von P2P-Infrastruktur, weisst Ed Felten in seinem Weblog auf die Problematik der Regulierung von Filesharing hin, indem er TinyP2P geschrieben hat, welches nur 15 Zeilen Code hat.

    TinyP2P is a functional peer-to-peer file sharing application, written in fifteen lines of code, in the Python programming language. I wrote TinyP2P to illustrate the difficulty of regulating peer-to-peer applications. Peer-to-peer apps can be very simple, and any moderately skilled programmer can write one, so attempts to ban their creation would be fruitless.

    15. Dezember 2004
  • : Knoppix 3.7 ist online!
    Knoppix 3.7 ist online!

    Die neue Knoppix 3.7 ist soeben online zum download gestellt worden. Das deutschsprachige ISO-File mit ca. 700 MB kann hier per FTP heruntergeladen werden. Später gibts dann noch hier die Bittorrent-Version.

    9. Dezember 2004 1
  • : Open Spectrum bei Spiegel-Online
    Open Spectrum bei Spiegel-Online

    Spiegel-Online hat einen Artikel „Frequenzstreit – Wem gehören welche Wellen?“ von Technology Review übernommen, der sich um Open Spectrum dreht. Die Wizards of OS 3 kommen dabei auch vor.

    Ein juristischer Zaun namens Frequenzbereichs-Zuweisungsplanverordnung grenzt in Deutschland eine Weide ab, die nach Meinung mancher wieder zur offenen Prärie werden sollte: das elektromagnetische Spektrum. Am deutlichsten artikuliert die amerikanische „Open Spectrum“-Bewegung ihre Forderung: „Die staatliche Vergabe von Frequenzen ist ein Übel“, sagte der New Yorker Rechtsprofessor Eben Moglen auf der Konferenz der freien Netzwerkbewegung „Wizards of OS 3“ im Juni in Berlin. Moglen sieht nicht ein, wie man Funkfrequenzen besitzen kann.

    12. November 2004
  • : Noch 50 Tage bis zum Chaos Communication Congress
    Noch 50 Tage bis zum Chaos Communication Congress

    Vom 27.–29. 12. findet im Berlin Congress Center (BCC) in Berlin der nächste Chaos Communication Congress des Chaos Computer Club statt. Wie jedes Jahr gibt es drei Tage fast durchgängig Workshops und Vorträge zu verschiedensten Themen und viel Rahmenprogramm im Herzen Berlins. Ein Pflichttermin zwischen Weihnachten und Neujahr. Dazu gibt es auch ein Weblog, ein Wiki und eine Webseite, auf denen aktuell über den Stand der Vorbereitungen berichtet wird.

    9. November 2004