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Wikipedia-Gründer im Spiegel-Interview

Jimmy Wales, Gründervater von Wikipedia, wurde von Spiegel-Online befragt. Hier sind mal die besten Ausschnitte: SPIEGEL ONLINE: Der Wiki-Gedanke hat etwas utopisches, weltverbesserisches. Auf viele Menschen wirkt das naiv. Wales: Für die Gesellschaft kann man nur etwas Gutes erreichen, wenn es freiwillig erreicht wird. Das ganze Wiki-Projekt ist ziemlich naiv. Ich bin ziemlich naiv, weil…

  • Markus Beckedahl

Jimmy Wales, Gründervater von Wikipedia, wurde von Spiegel-Online befragt. Hier sind mal die besten Ausschnitte:

SPIEGEL ONLINE: Der Wiki-Gedanke hat etwas utopisches, weltverbesserisches. Auf viele Menschen wirkt das naiv.

Wales: Für die Gesellschaft kann man nur etwas Gutes erreichen, wenn es freiwillig erreicht wird. Das ganze Wiki-Projekt ist ziemlich naiv. Ich bin ziemlich naiv, weil ich daran glaube, dass Leute ohne Geld zusammenarbeiten. Wenn nur der Umgang miteinander stimmt: Argumente zählen, Freiheit ist entscheidend und man muss andere Leute respektieren.

Und dann gibts noch einen Ausblick in die Zukunft:

SPIEGEL ONLINE: Am 15. Januar 2011 wird Wikipedia zehn Jahre alt werden. Wie wird es dann aussehen?

Wales: Wikipedia wird ganz sicher die größte Enzyklopädie der Welt sein. Auch in Sprachen wie Hindi, wo das Wachstum im Moment langsam ist. Oder Suaheli, da gibt es im Moment nur 500 Artikel. Arabisch existiert bisher auch kaum, dabei könnte die Region wirklich eine objektive Enzyklopädie gebrauchen. Wir werden Wikipedia auf Handys sehen, es werden immer mehr Multimedia-Inhalte zu finden sein. Es wird alle möglichen kreativen Spin-Offs geben. Ich wüsste wirklich auch gerne, was da noch kommt. Meine Vision ist, dass Wikipedia eine entscheidende kulturelle Rolle spielt. Die Menschen sollen sich an die jetzigen Gründerjahre so erinnern, wie man heute an die Gründung der Bibliothek von Alexandria denkt.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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