Andrea Jonjic-Beitter
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: Richard Gutjahr: Etikettenschwindel VDS
: Richard Gutjahr: Etikettenschwindel VDS Bereits am Freitag soll die anlasslose Vorratsdatenspeicherung im Deutschen Bundestag beschlossen werden. Der Journalist Richard Gutjahr informiert auf seinem Blog G! über den „üble[n] Etikettenschwindel mit den Vorratsdaten“ und zeigt anhand von Info-Grafiken, dass die elektronischen Überwachungsmaßnahmen in den letzten Jahren auch ohne VDS bereits massiv ausgeweitet worden sind.
Darüber hinaus zeigt die Praxis, dass eine Kontrolle über die ausufernden Abfragen de facto nicht stattfindet. Schon heute haben 148 Behörden automatisierten Zugriff auf Bestandsdaten ohne Richtervorbehalt. Laut Bundesnetzagentur wurden allein im Jahr 2014 über 8 Millionen Abfragen von Sicherheitsbehörden getätigt. Wer will die Rechtmäßigkeit all dieser Eingriffe kontrollieren? […] Unabhängig davon, ob die Gesetze eingehalten werden oder nicht: Bereits die Erfassung und Speicherung aller unserer Gesprächs‑, Text- und Mail-Kontakte, unserer Bewegungsdaten, Tag und Nacht, bedeutet eine massive Machtverschiebung – weg vom einzelnen Bürger – hin zur allumfassenden Staatsgewalt. Wir alle sind darauf angewiesen, dass der Staat diese Macht nicht missbraucht.
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: Kopierschutz in JPEG?
: Kopierschutz in JPEG? Die Joint Photographic Experts Group, die die JPEG-Norm entwickelt hat, traf sich gestern in Brüssel um die Einführung von DRM (Digital Rights Management) in das Format zu diskutieren. Bei DRM handelt es sich um „ein Zugangskontrollsystem, mit der (sic!) versucht wird, Kontrolle über die Fähigkeit des Nutzers auf Material zuzugreifen, zu vervielfältigen, zu übertragen oder zu konvertieren, auszuüben. Die Technologie überwacht also die Nutzung digitaler Inhalte nachdem diese erworben wurden“ (EDRi, Seite 12).
Bereits im Juli wurden Überlegungen des JPEG-Komitees bekannt, einen Kopierschutz zu integrieren. Jeremy Malcolm von der Electronic Frontier Foundation (EFF) nahm an der gestrigen Sitzung teil und erklärt, wieso die Implementierung von DRM in JPEG keine gute Idee ist:
EFF attended the group’s meeting in Brussels today to tell JPEG committee members why that would be a bad idea. Our presentation [PDF] explains why cryptographers don’t believe that DRM works, points out how DRM can infringe on the user’s legal rights over a copyright work (such as fair use and quotation), and warns how it places security researchers at legal risk as well as making standardization more difficult. It doesn’t even help to preserve the value of copyright works, since DRM-protected works and devices are less valued by users.
This doesn’t mean that there is no place for cryptography in JPEG images. There are cases where it could be useful to have a system that allows the optional signing and encryption of JPEG metadata. […] Currently some social media sites, including Facebook and Twitter, automatically strip off image metadata in an attempt to preserve user privacy. However in doing so they also strip off information about authorship and licensing. Indeed, this is one of the factors that has created pressure for a DRM system that could to prevent image metadata from being removed. A better solution, not requiring any changes to the JPEG image format, would be if platforms were to give users more control over how much of their metadata is revealed when they upload an image, rather than always stripping it all out.
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: Webinar und Podcast zum Safe-Harbor-Urteil
: Webinar und Podcast zum Safe-Harbor-Urteil Der Anwalt für IT-Recht Stephan Hansen-Oest veranstaltete letzten Freitag ein Webinar zum Urteil des Europäischen Gerichtshofs, der die Safe-Harbor-Entscheidung der EU-Kommission am 6. Oktober für ungültig erklärt hatte. Hansen-Oest erklärt aus einer rechtlichen Perspektive, was Safe-Harbor ist, wie der EuGH sein Urteil begründet und welche Probleme jetzt bestehen.
Gestern wurde eine Audio-Version des Webinars veröffentlicht.
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: Chinesische Regierung verhaftet erstmals Hacker auf US-Geheiß
: Chinesische Regierung verhaftet erstmals Hacker auf US-Geheiß Kurz vor dem Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping in Washington Ende September hat die Regierung in Peking einige Hacker verhaftet, die Daten US-amerikanischer Unternehmen entwendet haben sollen. Wie die Washington Post berichtet, seien die Verhaftungen im Rahmen eines möglichen Wandels in den Machtverhältnissen zwischen den USA und China bezüglich Wirtschaftsspionage zu sehen. US-Behörden und ‑Unternehmen werfen der chinesischen Regierung bereits seit Jahren vor, zu wenig gegen Online-Industriespionage vorzugehen. Xi Jinping und Obama vereinbarten nun in Washington, dass ihre Regierungen solche Angriffe weder führen noch billigen werden.
Catherine Lotrionte, who teaches international law and cyberpolicy at Georgetown University and is a former CIA lawyer, said she had been skeptical that the pact was more than words. But China’s arrests, she said, „makes the U.S. government look much smarter coming into this agreement“ with Xi. „You want to see the Chinese do something,“ she said. „This would be one of those things that I want to see. It is a good-faith move by the Chinese.“ She too, however, cautioned that there must be follow-through. „You want to watch over the next couple of months for action, for the cessation of attacks,“ she said.
Die Verhaftungen seien wohl getrennt von der Kampagne „Operation Clean Internet“ zu betrachten. Das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit hatte im Juli angegeben, 15.000 Menschen aufgrund mutmaßlicher Online-Verbrechen verhaftet zu haben.
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: Ukraine gründet Cyberpolizei
: Ukraine gründet Cyberpolizei Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow kündigte am Sonntag an, eine neue Abteilung zur Prävention und Verfolgung von Online-Kriminalität gründen zu wollen. Bis zum 15. November soll die Cyberpolizei besetzt sein, gefordert werden fließendes Englisch und Ukrainisch, körperliche Fitness und umfangreiches Wissen über das Straf- und internationale Recht bezüglich Online-Verbrechen und Cybersecurity.
The Minister said new cyberpolice officers would have to deal with the usual Internet and digital crimes, including scheming, cash-trapping, carding, phishing, online money laundering, digital piracy, card sharing, malware and even less tangible crimes such as social engineering.
Die Gründung der neuen Abteilung geschieht im Rahmen einer größeren Polizeireform, die vor allem die Korruption eindämmen soll. Sie werde von der Bevölkerung überwiegend positiv aufgenommen.
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: Iran: Netzpolitische Entscheidungen nur noch im Supreme Council of Cyberspace
CC BY 2.0 by <a href="https://www.flickr.com/photos/home_of_chaos/3659627067/" >thierry ehrmann</a> : Iran: Netzpolitische Entscheidungen nur noch im Supreme Council of Cyberspace Der Supreme Council of Cyberspace (SCC) soll die einzige Behörde im Iran werden, die netzpolitische Entscheidungen trifft. Das kündigte der oberste geistliche Führer des Iran, Ali Khamenei, Anfang September an – er hatte den SCC gegründet, ihm berichtet der Rat und er ernennt zudem die Mehrheit seiner Mitglieder. Eine Zentralisierung netzpolitischer Entscheidungskompetenz im SCC könnte bedeuten, dass die vergleichsweise moderaten Positionen der Regierung von Präsident Hassan Rohani zukünftig schwieriger in die iranische Internet Policy einfließen könnten.
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: Blätter für deutsche und internationale Politik: Das TTIP-Regime
: Blätter für deutsche und internationale Politik: Das TTIP-Regime Die Journalistin Petra Pinzler schreibt in der aktuellen Ausgabe der Blätter für deutsche und internationale Politik über das TTIP-Regime. Sie geht dabei auf die historische Entwicklung globaler Handelspolitik und ihre Liberalisierung ein, auf das Scheitern der Doha-Runde, Club Governance, regionale Handelsabkommen der USA und EU, und thematisiert schließlich das Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP), die Kritik daran sowie Alternativen. Sie weist darauf hin, dass weder klar ist, welchen Branchen TTIP schaden wird, noch wie die Bedürfnisse der Länder des Globalen Südens berücksichtigt werden sollen.
Zu viele Leute haben schon zu viel ihres persönlichen Ansehens mit einem Erfolg von TTIP verbunden. Sie haben das Projekt deswegen immer mehr überfrachtet, als eine Art Heilsbringer, nun muss es zu viele Bedingungen gleichzeitig erfüllen. Es soll nun schnell zu Ende gebracht werden, Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama haben das auf dem G 7‑Gipfel in Elmau wieder gefordert. Es soll so ambitioniert sein wie kein Abkommen zuvor – also mehr Bereiche des jeweils anderen Marktes öffnen denn je. Es soll Werte transportieren. Der Wirtschaft nutzen. Die Bevölkerung nicht zu sehr beunruhigen. Die Exporte steigern, aber der Umwelt nicht schaden. Etwas Besseres werden, als es andere Länder der Welt zustande gebracht haben, diese aber nicht ausschließen. Und es soll von den Parlamenten verabschiedet werden.
Das ist wie die Quadratur des Kreises.
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: Journalist Matthew Keys für Beihilfe zu 40-minütigem Anonymous-Hack verurteilt
CC-BY-NC 2.0 by <a href="https://www.flickr.com/photos/23913339@N02/8682576631/">Johnus</a> : Journalist Matthew Keys für Beihilfe zu 40-minütigem Anonymous-Hack verurteilt Der Reuters-Journalist Matthew Keys ist am Mittwoch, den 7. Oktober, unter dem Computer Fraud & Abuse Act (CFAA) verurteilt worden. Die Jury in Sacramento sprach ihn in allen drei Anklagepunkten für schuldig: Verschwörung zur Schädigung eines geschützten Computersystems, Übertragung bösartigen Codes und versuchte Übertragung bösartigen Codes. Die Höchststrafe beträgt 25 Jahre, Keys stehen wohl etwa fünf Jahre bevor.
Der Journalist soll 2010 in einem Anonymous-Chatroom die Zugangsdaten für die Webseite der Los Angeles Times veröffentlicht und dazu aufgerufen haben, dort Schaden anzurichten. Auf der Seite wurden daraufhin in einem Artikel Überschrift, Teaser und Autor ausgetauscht, nach 40 Minuten konnten die Seitenbetreiber den Schaden beheben – in diesen 40 Minuten soll jedoch ein Schaden von knapp einer Million Dollar entstanden sein. Gegenüber Sarah Jeong sagte Keys nach dem Verfahren:
The government wanted to send a clear message that if you want to cover a group they don’t agree with, and you’re not complicit with them [the government], they will target you.
Die Anschuldigungen gründen sich auf Aussagen des LulzSec-Hackers Sabu, der als Informant für das FBI tätig war. Keys hatte die Vorwürfe in einer Vernehmung durch die Polizei zugegeben, versuchte dies aber später zurückzunehmen da er zum Zeitpunkt der Vernehmung Antidepressiva genommen habe und daher nicht ‚bei Sinnen’ gewesen sei. 2014 entschied eine Richterin jedoch, dass die Medikamente keine Auswirkung auf Keys Urteilsvermögen hatten.
Edward Snowden wies gestern auf die Unverhältnismäßigkeit der voraussichtlichen Strafe hin, Sarah Jeong schrieb dass die Anklage nicht einmal beweisen konnte, dass in den relevanten 40 Minuten überhaupt ein Leser die Änderungen gesehen hat. Der Fall Keys befeuert zudem die Kritik am Computer Fraud and Abuse Act, aufgrund dessen auch gegen Aaron Swartz ermittelt wurde. David Segal von Demand Progress hält eine Höchststrafe von einem Vierteljahrhundert für völlig unabgebracht:
It’s idiomatic that the punishment is supposed to fit the crime, yet the Computer Fraud and Abuse Act’s penalty scheme remains divorced from the severities of the behaviors it’s been wielded against. Today’s conviction of Matthew Keys is yet more evidence that this needs to be fixed. With much bluster, the Department of Justice has pointed to the absurd statutory maximal penalty for somebody in Keys’s shoes: 25 years for enabling a harm that entailed changing the words on a website for all of an hour. So we are witness to yet another abuse of a law that’s used to police online behavior even though it was written in 1986 — years before the World Wide Web was invented.
Das Urteil soll am 20. Januar 2016 verkündet werden, Keys Anwalt kündigte bereits an in Berufung gehen zu wollen.
Update, 14. Oktober:
Mike Masnick von Techdirt hat sich nochmal detaillierter mit dem behaupteten Schaden von mehr als 900.000 Dollar beschäftigt. Die Tribune Media Company, deren Tochtergesellschaft die betroffene Los Angeles Times ist, habe den Schaden anfangs mit nur 3.500 Dollar beziffert. Damit der CFAA angewendet werden kann, ist ein Schaden von mindestens 5.000 Dollar notwendig. Die finalen Summen variieren dann etwas – drei Mails kosten da auch mal 6.000 Dollar. Zudem wurden auch Punkte verrechnet, die nichts mit der vorgeworfenen Tat zu tun haben, etwa Mailverkehr mit Keys nachdem dieser nicht mehr für die Tribune Company arbeitete.
Again, assuming Keys actually did all these things, it would make him something of an immature jerk. But it still seems like a huge stretch to turn that into nearly a million dollars in damages, directly due to a CFAA violation. Either way, it’s yet another reminder that when the DOJ decides it wants to take you down, it can find almost anything to use against you.
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: Libanon: Aktivist und Journalist wegen Facebook-Posts verurteilt
: Libanon: Aktivist und Journalist wegen Facebook-Posts verurteilt Der Aktivist Michel Douaihy und der Journalist Mohammad Nazzal wurden angeklagt, in ihren Facebook-Posts zu Verleumdung und Beleidigung angestiftet zu haben. Douaihy wurde zu zwei Monaten Haft verurteilt, diese wurden jedoch ersetzt durch die neun Tage, die er bereits in Haft verbracht hatte. Zusätzlich muss er 200 Dollar Strafe zahlen. Nazzal wurde in Abwesenheit zu sechs Monaten Haft und einer Geldstrafe von 633 Dollar verurteilt – für einen Nebensatz, den er vor zwei Jahren auf Facebook formuliert hat: „The judicial system is as low as my shoes.“
Douaihy hatte in seinem Post kritisiert, dass der Geistliche Ahmad Al-Assir eine „Sonderbehandlung“ im Gefängnis erhalten habe. Al-Assir wurde am 15. August 2015 im Flughafen von Beirut festgenommen, nachdem er 2013 im Süden Libanons eine bewaffnete Miliz gegründet und ihnen befohlen haben soll, das Feuer auf einen Posten der libanesischen Armee zu eröffnen. Er floh daraufhin und versuchte, über Ägypten nach Nigeria zu gelangen. Aktivist_innen, und darunter auch Michel Douaihy, kritisierten, dass Al-Assir in seiner Haft „verhätschelt“ wurde – während inhaftierte Aktivist_innen oftmals mit Gewalt rechnen müssen.
Seit 2009 wurden mehr als 15 libanesische Aktivist_innen und Blogger_innen für Online-Posts verhaftet, überwiegend für „Verleumdung des Präsidenten“. Auf der Rangliste der Pressefreiheit (PDF) der Reporter ohne Grenzen belegt der Libanon den 98. von 180 Plätzen.
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: 9. Oktober in Berlin: Privacy Happy Hour
: 9. Oktober in Berlin: Privacy Happy Hour Heute Abend findet in Berlin der von torservers.net, mailbox.org und Open-Xchange intitiierte Privacy Salon mit dem Thema „The Future of Privacy is In Our Hands: Trade-offs between Usability, Security and Encryption – a Technical Discussion“ statt. Um 18:30 Uhr beginnt die Diskussion, unter den Panelisten sind Jens Kubieziel von Torservers.net und Christian Dawson von i2 Coalition. Ab 17:00 Uhr wird bei Freibier zum Netzwerken eingeladen.
It is a fundamental right of democracy that privacy is being respected and protected. And waiting for legislative – led privacy suggestions that politicians debate endlessly – their compromises at best only make the terrible less terrible. At worst, things will just get worse. The real issue is: unless we do something, (Internet) privacy is just a historical dream of a forgotten era. How can we make encryption not only easy-to-use and ubiquitous but the preferred standard for communications and business? What language is required to get standards in place fast and what legislation can be passed that builds a positive agenda for the Internet? How can we be proactive and on top of things so we’re not fighting from behind? Let’s have a lively debate in a casual setting, with leading technology experts, business leaders and the pioneers right in the middle challenging all sides of what the Internet needs to become.
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: Deutschlandradio Kultur: Wo ist Bassel Khartabil?
CC BY 2.0 by <a href="https://www.flickr.com/photos/paulk/8556909975/" >Paul Keller</a> : Deutschlandradio Kultur: Wo ist Bassel Khartabil? Am Dienstag berichteten wir über den syrischen Aktivisten Bassel Khartabil, der vor mehr als drei Jahren verhaftet und angeklagt wurde, für einen feindlichen Staat spioniert zu haben. Am Samstag, den 3. Oktober, wurde er aus dem Gefägnis in Damaskus an einen unbekannten Ort verlegt – bei Deutschlandradio Kultur berichtet die Übersetzerin Sandra Hetzl über das letzte Telefonat zwischen Bassel und seiner Frau Nora: alles deute darauf hin, dass Bassel nach Rabun gebracht wurde, einen Stadtteil von Damaskus. Dort befindet sich ein kleines Gefängnis, das zu einem Kriegsgericht gehört – warum er jedoch von einem Kriegsgericht erneut verurteilt werden soll, sei absolut unklar. Hetzl spricht auch über Bassels Software-Arbeit im Open-Source-Bereich, es sei nicht verwunderlich, dass sein Engagement die Regierung gestört hat:
Weil alles außer Kontrolle gerät. Die Leute können sich selbstständig informieren und vernetzen. Und dann hat er natürlich auch seine Meinung zur Regierung getwittert und auf facebook mitgeteilt. Er war auch Teil der Protestbewegung.
Bassel wurde kurz vor seiner Festnahme vom Tourismusministerium beauftragt, 3D-Fotos der syrischen Stadt Palmyra zu erstellen. Mit einem Creative-Commons-Projekt sollen die 2000 Jahre alten Bauten zumindest virtuell erhalten bleiben, nachdem sie von IS-Terroristen zunehmend zerstört werden.
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: Russland: Pläne für ein nationales Internet?
CC BY 2.0<a href="https://www.flickr.com/photos/ssoosay/13992113126/in/photolist-njreKL-5C6Zar-boA4g9-6tuR3-8syJEf-6JMtGf-6AddVi-crmqzb-crmqjE-crmqqb-8YXnf6-8Z1qFh-8Z1qzG-8Z1qHj-8Z1qCL-8wugaG-8BEoQZ-8BEh8H-8Z1qKw-8Z1qv3-8YXnuD-8YXpEM-8YXpAn-8YXpUz-8Z1taA-8Z1sSw-8YXpJk-8YXpPH-8Z1t1W-8Z1sQu-8YXq9P-8Z1sVC-8Z1tt3-8Z1tqm-8YXpZB-8Z1tf5-8Z1t6y-8YXpqZ-8YXpX2-crmr2J-mwohtw-crmqJS-8BHsz9-8BEmMZ-8BHo6S-8BHupo-8BEgna-8BHrRL-8BEiXM-8BHmCu" >Surian Soosay</a> : Russland: Pläne für ein nationales Internet? Russland ist nicht gerade bekannt für sein offenes Internet, zuletzt drohte es damit, den Zugang zur russischsprachigen Wikipedia aufgrund eines Artikels über illegale Drogen zu sperren. Das Gesetz zur Internet-Zensur, das 2012 in Kraft trat, führte zu allerlei Zensurbemühungen, sogar ein „Ausschalter für ausländisches Internet“ war im Gespräch. Dieser Wunsch nach Abschottung vom „CIA-Spezialprojekt“ Internet (so Putin 2014) scheint noch immer aktuell zu sein – ein aktueller Leak von Anonymous International legt laut Global Voices offen, dass in Russland über ein nationales, völlig abgeschottetes Internet nachgedacht wird.
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: WISO-Tipp zum Urheberrecht: Das ist im Internet erlaubt
: WISO-Tipp zum Urheberrecht: Das ist im Internet erlaubt WISO thematisierte gestern im WISO-Tipp die Verwendung und Verbreitung fremder Inhalte im Netz, veranschaulicht am Urheberrechtsstreit von Ronny Kraak, dem Beitreiber von Kraftfuttermischwerk. Online findet sich zudem ein umfangreiches FAQ, in dem der Rechtanwalt und Herausgeber von iRights.info, Till Kreutzer, allerlei Fragen zum Urheberrecht beantwortet.
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: #freebassel: Syrischer Aktivist seit drei Jahren in Haft, wurde an unbekannten Ort verlegt
CC BY 2.0 by <a href="https://www.flickr.com/photos/paulk/8556909975/" >Paul Keller</a> : #freebassel: Syrischer Aktivist seit drei Jahren in Haft, wurde an unbekannten Ort verlegt Wir berichteten 2013 über den Netzaktivisten und Open-Source-Entwickler Bassel Khartibil. Damals saß er bereits seit einem Jahr im Gefängnis – er wurde im Dezember 2012 angeklagt, im Rahmen der Proteste in Syrien für ‚einen Feindstaat spioniert zu haben’. Seitdem sind weitere zwei Jahre vergangen, Bassel sitzt noch immer in Haft und wartet auf ein Gerichtsverfahren. Am Samstag, den 3. Oktober, wurde er aus dem Adra Gefängnis in Damaskus an einen anderen, bisher unbekannten Ort gebracht. Auf der Facebook-Seite von Bassels Unterstützer_innen heißt es, seine Frau habe bisher nur von Mitgefangenen erfahren, dass Bassel von der Militärpolizei aufgrund einer „streng geheimen“ Anordnung abgeführt wurde.
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: brand eins: Klassenkampf im Netz
: brand eins: Klassenkampf im Netz In der nun freigeschalteten August-Ausgabe der brand eins findet sich ein Text des Wissenschaftsjournalisten Christian J. Meier über Netzneutralität und den Klassenkampf im Netz. Er geht dabei auf die Verhandlungen des EU-Parlaments im Juni ein und die Frage, wie sich Netzneutralität und Qualitätsdienste unter einen Hut bringen lassen. Für ihn sind bevorzugte Qualitätsdienste durchaus sinnvoll, die Schwierigkeit liege eher in der Bestimmung dieser Dienste.
Wie eng oder weit diese [Qualitätsdienste] gefasst werden sollen, ist Teil derzeitiger Verhandlungen über Details des Ende Juni präsentierten Vorschlags. Erst danach wird klar sein, wie stark die EU die Netzneutralität wirklich aufweichen will.
Ihre Verteidiger geben sich daher noch nicht geschlagen. Der Glaubenskrieg ums Internet geht in die Verlängerung.
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: BBC Newshour Extra: Watching Big Brother
: BBC Newshour Extra: Watching Big Brother Der Journalist Owen Bennett Jones diskutierte in der Newshour Extra auf BBC gestern über das Verhältnis zwischen staatlicher Überwachung und Privatsphäre.
When former CIA employee Edward Snowden blew the lid on the extent of digital surveillance by western governments two years ago, it sparked a fierce debate about the rights of citizens to privacy versus the duty of governments to protect against the threat of global terror. Having been exposed as colluding with these surveillance programmes, communications companies have recently sought to distance themselves from state monitoring and new technologies are emerging designed to give consumers the option of greater privacy. In this week’s Newshour Extra, Owen Bennett and his guests discuss whether Snowden’s revelations have been a gift to terrorists or whether personal freedoms have been rescued from the grip of Big Brother.
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: Erste Ausgabe des Journal of Self-Regulation and Regulation: Wer regiert das Internet?
Erste Ausgabe des Open-Journals (<a href="http://journals.ub.uni-heidelberg.de/index.php/josar/issue/download/2348/393" >PDF</a>) : Erste Ausgabe des Journal of Self-Regulation and Regulation: Wer regiert das Internet? Gibt es Souveränität im Cyberspace? Ist Anonymität in der Online-Kommunikation noch möglich? Wer regiert das Internet? Diese und weitere spannende Fragen werden in der ersten Ausgabe des Journal of Self-Regulation and Regulation aufgeworfen und diskutiert.
Das Journal entstand im Rahmen der Ringvorlesung „Wer regiert das Internet? Regulierungstrukturen und ‑prozesse im virtuellen Raum“, die im Wintersemester 2014/15 an der Universität Heidelberg stattfand – Markus eröffnete sie im November 2014 mit einem Vortrag über „Die digitale Gesellschaft – Netzpolitik, Bürgerrechte und die Machtfrage“.
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: T‑Mobile USA: Datenleck betrifft 15 Millionen Kunden
CC BY-NC 2.0 by <a href="https://www.flickr.com/photos/thomashawk/5347513953/" > Thomas Hawk</a> : T‑Mobile USA: Datenleck betrifft 15 Millionen Kunden T‑Mobile USA räumte gestern ein, von einem massiven Datenleck betroffen zu sein. Über einen Server des irischen Dienstleisters Experian, der die Kreditwürdigkeit von Kund_innen überprüft, habe sich jemand „unautorisiert Informationen beschafft“. Dabei wurden Daten von etwa 15 Millionen Menschen entwendet, darunter neben Namen, Geburtstagen und Adressen auch Sozialversicherungs‑, Führerschein- und Reisepassnummern. Die sensiblen Daten seien zwar verschlüsselt gespeichert worden, doch beide Unternehmen weisen darauf hin, dass sie wohl kompromittiert wurden. Welche Art von Verschlüsselung eingesetzt wurde, wollte Experian auf Anfrage von WIRED nicht verraten.
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: Berlin: Vintage Computing Festival 2015
: Berlin: Vintage Computing Festival 2015
Der Berliner Hackerspace Abteilung-für-Redundanz-Abteilung (AFRA) und der Fachbereich Medienwissenschaft der HU Berlin veranstalten dieses Wochenende, am 3. und 4. Oktober, das Vintage Computing Festival Berlin (VCFB). In Vorträgen, Workshops und Ausstellungen sollen es neben historischen Computern aber auch um historische Betriebssysteme, Software, Programmiersprachen, Netzwerktechnik und z.B. historische Taschenrechner und Rechenmaschinen gehen. Das VCFB findet im Pergamon-Palais in den Räumen des Fachbereichs Medienwissenschaften der HU Berlin statt, die Ausstellung ist am Samstag von 9:00 bis 21:00 geöffnet, am Sonntag von 9:00 bis 17:30. Der Eintritt ist frei, das Programm findet ihr hier (PDF). Alle Vorträge werden zudem gestreamt und später auf media.ccc.de veröffentlicht.