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Breite Bündnisse gegen Überwachung

Nach der großen und diversen kleineren bis mittelgroßen Demos des AK Vorrat zeigt sich auch anderswo immer mehr, dass der Widerstand gegen die Überwachung durch alle gesellschaftlichen Schichten geht und mittlerweile fast das gesamte politische Spektrum umfasst. Gestern war zum Beispiel die Freedemo in Regensburg, wo in trauter Eintracht Linke, Grüne, FDP und Jusos zusammen…

  • Ralf Bendrath

Nach der großen und diversen kleineren bis mittelgroßen Demos des AK Vorrat zeigt sich auch anderswo immer mehr, dass der Widerstand gegen die Überwachung durch alle gesellschaftlichen Schichten geht und mittlerweile fast das gesamte politische Spektrum umfasst. Gestern war zum Beispiel die Freedemo in Regensburg, wo in trauter Eintracht Linke, Grüne, FDP und Jusos zusammen mit dem CCC, pro familia, der Asyl-Initiative und anderen gegen die zunehmende Überwachung demonstrierten.

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(Bild mit freundlicher Genehmigung von Die Linke Regensburg)

Trotz kaltem Winterwetter kamen 750 Leute zusammen, was für eine Stadt in dieser Größe schon sehr gut ist. Der Juso-Unterbezirksvorsitzende Fabian Michl sparte dabei auch die eigenen SPD-Genossen nicht von der Kritik aus:

Besonders wir jungen Sozialdemokraten nehmen hier unser gutes Recht wahr, Kritik auch an den Verantwortlichen in der eigenen Partei zu üben. Wir wollen keine Pauschalüberwachung, keinen Generalverdacht und die schrittweise Herbeiführung eines Überwachungsstaats.

Kirchen, Journalisten,Steuerberater und andere sind auch schon seit einer Weile dabei. Wer fehlt da eigentlich noch? Der BDI? Immerhin ist die gesamte Internetwirtschaft gegen die Vorratsdatenspeicherung, und sogar die Wirtschafts-Initiative „no Abuse in internet“ hat vor wenigen Tagen nochmal verkündet, dass nach ihrer Ansicht

„die Aufklärung von per Internet verübten Straftaten durch die massenhafte Speicherung von Verbindungsdaten weiter erschwert wird.“

Und die Autofahrerlobby vom ADAC macht neuerdings öffentlich gegen die Vorratsdatenspeicherung von Autokennzeichen Druck.

Was jetzt ansteht, ist diese breite Anti-Überwachungsbewegung bundesweit und lokal besser zu vernetzen und handlungsfähige Strukturen und Bündnisplattformen zu entwickeln. Gleichzeitig muss die Mitarbeit in den tragenden Gruppen wie dem AK Vorrat weiterhin so offen und unbürokratisch möglich sein wie bisher. Das ist eine besondere Herausforderung, die auch im AK selber seit Wochen für lebhafte Diskussionen sorgt. Am kommenden Wochenende soll darüber auf dem ersten Strategietreffen in Kassel auch mit den Bündnispartnern in Ruhe geredet werden. Auch die nächsten Großdemos werden dort Thema sein. Wer mithelfen will: Es sind noch ein paar Plätze frei.

Über die Autor:innen

  • Ralf Bendrath

    Ralf ist seit Jahren in Zusammenhängen wie DigiGes, EDRi, AK Vorrat, AK Zensur aktiv. 2011 wurde er in den Beirat von Privacy International berufen. Nach einer soliden Grundausbildung als Nerd am Commodore C-64 und dem Studium der Politikwissenschaft in Bremen und Berlin hat er zehn Jahre lang zu Datenschutz, Internet-Governance und Cyber-Sicherheit geforscht, u.a. in Berlin, Bremen, Washington und New York City. Von 2002 bis 2005 hat er für die Heinrich-Böll-Stiftung den Weltgipfel Informationsgesellschaft begleitet. Im Hauptberuf arbeitet er seit Sommer 2009 für den Abgeordneten Jan Philipp Albrecht im Europäischen Parlament, ebenfalls zu Themen der Internetfreiheit und der digitalen Bürgerrechte. Wenn er Zeit findet, bloggt er hier auf deutsch oder auf englisch auf http://bendrath.blogspot.com. Häufiger twittert er als @bendrath.


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3 Kommentare zu „Breite Bündnisse gegen Überwachung“


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  3. Freedemo ein Erfolg…

    Am Samstag fand ja in Regensburg die Freedemo des bfg statt. Aufgerufen hatten u.a. auch der AKV, der CCC, die Grünen, die Linke und die FDP. Immerhin ca. 570 Leute haben zusammen mit uns die Privatsphäre, verkörpert durch den “Bundessarg&#822…

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