Stadt Dortmund untersucht Potenziale einer Freie-Software-Strategie

Aufbruch zu neuen Ufern? Die Stadt Dortmund untersucht die Potenziale Freier Software.

Der Verwaltungsvorstand der Stadt Dortmund hat in seiner heutigen Sitzung beschlossen (pdf), in den nächsten zwei Jahren die Potenziale eines Einsatzes Freier Software in der städtischen Informations- und Telekommunikationstechnik zu untersuchen:


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Durch die gesellschaftliche Entwicklung hin zur Digitalisierung ergeben sich veränderte Anforderungen an die Informationstechnologie (IT) der Stadtverwaltung. […] Das Lizenzmodell der Freien Software räumt allgemein das Recht ein, Software für jeden Zweck zu verwenden, deren Funktionsweise zu verstehen, sie zu verbreiten und zu verbessern. Diese weitgehenden Rechte an einer Software können die zunehmende Digitalisierung in der Stadtverwaltung in organisatorischen wie gesellschaftlichen Aspekten unterstützen und weitreichende Handlungsspielräume gewähren. Daher werden die Potenziale von Freier Software in der IT der Stadtverwaltung in Bezug auf die vielseitigen Anforderungen durch die Digitalisierung systematisch untersucht.

Der heutige Beschluss ist auch eine Folge der Charta Digitales Dortmund 2018 – 2030, die bereits letztes Jahr die Verwendung offener Schnittstellen und Standards in der städtischen Verwaltung zum Ziel deklariert hat. Von der Verwendung offener Standards verspricht sich die Stadt Dortmund unter anderem die „Vermeidung einseitiger Bindungen an Hersteller und Technologien“, wozu auch ein begleitender Umstieg auf Freie Software weiter helfen würde. Die Untersuchung dazu wird von der Stadtverwaltung gemeinsam mit der Bürgerinitiative Do-FOSS durchgeführt.

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Ein Kommentar
  1. Interessant, drücken wir ihnen die Daumen dass es besser läuft als in München.

    Schon schade dass man so etwas noch freiwillig entscheiden muss – geschickter wäre es gerade in öffentlichen Dingen konsequent die Nutzung freier Software zu verlangen und nur im Einzelfall Ausnahmen zu gestatten, wenn ein _unabhängiges & kompetentes(TM) Gremium_ darüber abstimmt.

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