2017
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: Praktische Grundlagen der Verschlüsselung: Ein Leitfaden für Entscheidungsträger
Die Verschlüsselungs-Maschine Enigma wurden im 2. Weltkrieg vom deutschen Militär verwendet, hier ausgestellt im britischen Museum Bletchley Park. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/timg_vancouver/200625463/">Tim Gage</a> : Praktische Grundlagen der Verschlüsselung: Ein Leitfaden für Entscheidungsträger Verschlüsselung ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sei es, um vertraulich miteinander zu kommunizieren oder Dateien sicher zu verstauen. Der Princeton-Professor Edward W. Felten hat nun nachvollziehbar die Grundlagen von Verschlüsselung erklärt – in einfachen Worten, die jeder versteht.
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Informationsfreiheits-Ablehnung: Justizministerium denkt monatelang über Vorratsdatenspeicherung nach
Justizministerium zum EuGH-Urteil: Augen zu! (Symbolbild) Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/raphaelstrada/3455009948/">Raphael Strada</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">BY 2.0</a>. Informationsfreiheits-Ablehnung: Justizministerium denkt monatelang über Vorratsdatenspeicherung nach Das Justizministerium will uns nicht sagen, wie es die Vorratsdatenspeicherung mit Europarecht vereinbaren will. Weil die Bundesregierung noch darüber nachdenkt, wurde unsere Informationsfreiheits-Anfrage abgelehnt. Trotzdem behauptet man öffentlich schon, „dass dieses Gesetz europarechtskonform ist“.
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: Heise und wir laden ein: Workshop zu sicherem Quellenschutz
Richtiger Quellenschutz will gelernt sein. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/jamison_litten/446042874/">Jamison</a> : Heise und wir laden ein: Workshop zu sicherem Quellenschutz In Kooperation mit netzpolitik.org veranstaltet Heise am 6. April 2017 einen Praxis-Workshop zu „Quellenschutz 2.0 – Sichere Kommunikation für Journalisten“. Referenten sind netzpolitik.org-Autor Ulf Buermeyer und c’t‑Redakteur Holger Bleich. Der eintägige Workshop in Hannover ist auf 15 Teilnehmer begrenzt, ein Ticket kostet 820 Euro.
Spätestens durch die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden ist deutlich geworden, dass unverschlüsselte Kommunikation per Handy und im Internet stets bedeutet: NSA und Co. lesen mit. Die Vorratsdatenspeicherung 2.0 droht ebenfalls das Berufsgeheimnis von Journalistinnen und Journalisten zu unterlaufen. Daraus ergeben sich neue Herausforderungen, um Quellen zu schützen: Verschlüsselte Kommunikation sollte eine Selbstverständlichkeit sein – nicht nur für investigativ arbeitende Kolleginnen und Kollegen. Gleichwohl setzen bis heute nur wenige Medienschaffende konsequent auf Technologien wie PGP/GPG, Tor, Jabber und Tails, um ihre Kommunikation und damit Informantinnen und Informanten zu schützen.
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: Geheimakte BND & NSA: Artikelserie zum Geheimdienst-Untersuchungsausschuss
Radome in der BND-Außenstelle Bad Aibling. Bild: <a href="https://www.flickr.com/people/novofotoo/">novofotoo</a>. Lizenz: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">BY-NC 2.0</a>. : Geheimakte BND & NSA: Artikelserie zum Geheimdienst-Untersuchungsausschuss Stefan Krempl rekonstruiert und resümiert für Heise Online den NSA-Untersuchungsausschuss. Innerhalb der nächsten Wochen soll die 12-teilige Serie nach und nach veröffentlicht werden. Die ersten zwei Beiträge sind schon online.
Die Artikel sind unter anderem dem „verpufften Skandal“, Merkels Handy, der Abhörstation Bad Aibling, der Operation Eikonal und dem US-Drohnenkrieg gewidmet. In seinem zweiten Beitrag erklärt der Journalist die Vorgeschichte, grundlegende Konzepte, Begriffe und Vorgänge.
Im Fazit des ersten Textes spricht Krempl von rechts- und kontrollfreien Räumen:
Wir wollen tiefe Einblicke in eine bislang unterbeleuchtete Parallelwelt rund um den Ausschuss liefern, in der sich insbesondere das Kanzleramt und die Geheimdienste sowie der weitere damit verbundene Regierungsapparat mit seltsamen „Theorien“ eingenistet haben. Dem Licht der kritischen Öffentlichkeit halten derlei Lehren keine Sekunde stand: Sie zerfallen zu Staub wie Vampire, die ein Sonnenstrahl trifft. Es wird deutlich, in welchem Umfang die Beteiligten das Recht gebeugt haben, wenn es etwa nicht mehr auf die neue digitale Kommunikationswelt passte. Rechts- und kontrollfreie Räume tun sich auf, die es in einer Demokratie auf keinen Fall geben darf. Aber auch Vorschläge für Reformen – die diesen Namen verdienen – fehlen nicht.
Der öffentliche Teil des NSA-Untersuchungsauschusses wurde Mitte Februar mit der Anhörung von Kanzlerin Merkel beendet. Auch wir haben ein Resümee gezogen.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW 08: Wie immer gilt: Nicht aufgeben!
Wie immer gilt: Nicht aufgeben. : Netzpolitischer Wochenrückblick KW 08: Wie immer gilt: Nicht aufgeben! Die Woche im Überblick: Die Vorratsdatenspeicherung wird weiter geplant, die Bundesregierung beschließt Handy-Durchsuchungen bei Geflüchteten und die Ideen der Großen Koalition zur Plattformregulierung hätten massive Einschränkungen von Pseudonymität und Meinungsfreiheit im Netz zur Folge.
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: Nachruf: Armin Medosch
Armin Medosch : Nachruf: Armin Medosch Dieser Nachruf auf Armin Medosch wurde von Felix Stalder für uns geschrieben.
Armin Medosch (*1962) ist gestorben. Wir haben einen der Pioniere der Netzkultur in Europa verloren, dessen Einfluss präsenter war als sein Name. Wie viele andere Akteure der ersten Stunden passte sein Wirken in keine Schublade. In den späten 1980er Jahren begann er als Medienkünstler in Graz und Wien. Damals, vor dem Internet, war Radio das zugänglichste und offenste Massenmedium, mit dem er im Rahmen des Projekts „Radio Subcom“ zu experimentieren begann, das im neu eingerichteten ORF Kunstradio ausgestrahlt wurde. Dem Radio als Medium, welches Experimente zulässt aber auch viele Menschen erreichen kann, blieb er als Journalist und Künstler bis zuletzt verbunden. Denn er hat Kunst nie als etwas Elitäres verstanden, sondern immer als etwas, das die zentralen Fragen der Gegenwart verhandeln und auch zu einer erweiterten Öffentlichkeit sprechen soll.
Die frühen 1990er Jahre in Europa waren eine Zeit des radikalen Umbruchs und der Utopien. Der Fall der Mauer, die Öffnung des Ostens und das langsame Aufkommen des Internets veränderten die Wahrnehmung von Raum, Zeit und Möglichkeiten tiefgreifend. Neue Geographien und neue Handlungsfelder taten sich auf. Der Markt war nirgends zu sehen, die spärlichen Konsumangebote (Shops im Osten, AOL, Compuserve online) waren nicht der Rede wert und wer was machen wollte, der musste (und konnte!) es selbst tun. Im digitalen Europa brach die Zeit der digitalen Städte (Amsterdam, Berlin, Wien etc) an, und mit ihnen die ersten Versuche, das Internet einer bewusst europäischen Perspektive zu entwerfen, weit weg von der „Frontier“ Mystik des US-Amerikanischen Cyberspace.
Eines der ungewöhnlichsten Projekte dieser Zeit, das alle diese Dinge und noch viel mehr miteinander verband, war das »stubnitz kunst.raum.schiff«. Das 80 Meter lange Schiff war Teil der Hochseefischfangflotte der DDR und hätte 1992 verschrottet werden sollen. Als Teil einer internationalen Künstlergruppe hatte Armin wesentlichen Anteil daran, dass das Schiff zu einem Produktions- und Präsentationsort für Kunst und Kultur umgebaut wurde. Ein schwimmendes Medienlabor und Ausstellungszentrum mit Satellitenverbindung für Fernsehen und Internet, Performanceräumen, mit einer zum Konferenzraum umgebauten Offiziersmesse. 1994 wurden die Häfen von Petersburg, Malmö, und Hamburg angefahren mit einem umfassenden Programm von Konferenzen, Seminaren, Ausstellungen, Workshops, Konzerten. Wie das Netzwerk Medienkunst schreibt: „Mit der Stubnitz verband sich die Vision von kulturellen Begegnungen in Europa, die nationale, territoriale Grenzen ignorieren können und die Offenheit und Freiheit der Meere zur Metapher erheben.“
Aber Kunstraumschiffe leben nicht lange. Wieder an Land übernahm er die Leitung des neugegründeten Medienlabors in München. Daraus entstand das Projekt Telepolis, eine Ausstellung zur „interaktiven“ (heute würde man sagen „smarten“) Stadt, die in Luxemburg, der Kulturhauptstadt 1995, stattfand. Aus diesem Projekt ging das Online-Magazin Telepolis hervor, welches er gemeinsam mit Florian Rötzer gründete und als dessen Redakteur er von 1996 – 2002 arbeitete. Auch das war echte Pionierarbeit. 1996 nutzten gerade mal 3% der Deutschen das Internet, es gab keine Blogs, sozialen Medien oder ähnliches. Telepolis war eines der ersten, wenn nicht das allererste, reine online Medium eines großen deutschen Verlags, Heise. Unter der fähigen Leitung der Redaktion kam rasch ein großes Netz an freien AutorInnen zusammen, die sich aus etablierten Namen, wie etwa Stanislav Lem wie auch – vor allem durch Armin vermittelt – vielen jungen Autoren, die das Internet aus eigener Anschauung kannten. Mir persönlich, damals Student in Kanada, gab er erste Gelegenheiten zu publizieren.
In den ersten Jahren des Bestehens wurde Telepolis zum zentralen Medium eines experimentellen, politischen und weitblickenden Netzdiskurs und schlug wichtige Brücken zwischen der Netzkultur im engeren Sinn und einer größeren Öffentlichkeit. Von dieser Leistung profitiert der Netzdiskurs in Deutschland bis heute. Während sich das Internet langsam zu etablieren begann, blieb Armin fokussiert auf das Neue und das Experimentelle. Davon zeugen nicht zuletzt zwei Bücher die er im Heise-Verlag publizierte: Netzpiraten. Die Kultur des elektronischen Verbrechens (2001) (gemeinsam mit Janko Röttgers) und Freie Netze (2003).
Wie vieles was Armin tat, waren die Themen dieser Bücher ihrer Zeit voraus. Nicht nur im deutschsprachigen Kontext. Nach Jahren des Journalismus zog es ihn wieder stärker in die Kunst, die er aber nie als Alternative zum gesellschaftlichen Engagement verstand, sondern immer als eine andere Form davon. Die Spartentrennungen, die heute wieder so stark gemacht werden, zwischen Technologie und Politik, Kunst und Theorie haben ihn nie interessiert. Mit der ihm eigenen Vehemenz hat er eine Position vertreten, die diese Ebenen gleichzeitig artikulierte und entsprechend auch immer wieder unbequem aneckte.
In den Jahren nach Telepolis folgten einen Vielzahl von kuratorischen Ausstellungsprojekten, etwa mit dem Medienkunstzentrum RIXC in Riga, die theoretisch immer anspruchsvoller wurden. Daraus ergab ein verstärktes Interesse am Zusammenhang zwischen großen gesellschaftlichen Transformationen und den spezifischen Möglichkeiten der Kunst und Kultur, darauf einzuwirken, beziehungsweise diese ins Bewusstsein zu bringen. Wissenschaftlich fundiert wurde das Ganze während eines Ph.D. (Goldsmith, London) und mündete in das Buch New Tendencies: Art at the Threshold of the Information Revolution (1961–1978) (MIT Press, 2016), das die überraschenden Anfänge der Medienkunst als Reflexion des Endes der Industriegesellschaft nachzeichnet.
Einigen dürften während der Transmediale im Januar auf Armins Krankheit aufmerksam geworden sein. Dort konnte er sein sein letztes großes Projekt Technopolitics, bei dem wir auch wieder intensiv zusammengearbeitet haben, schon nicht mehr persönlich präsentieren, sondern nur noch via Stream im Krankenbett verfolgen. Technopolitics – wie alle seine Projekte – war kollaborativ, transdisziplinär angelegt, als Versuch, der Orientierungslosigkeit der Gegenwart, eine vertiefte Beschäftigung mit historischen Prozesse und der persönlichen Verstricktheit darin entgegen zusetzen.
Mit Armin Medosch verlieren wir einen Pioneer der Netzkultur, der sich nie um disziplinäre, institutionelle und soziale Grenzen scherte. In einer Zeit, in der sich Welten auseinander bewegen, in der die Tendenz sich vor der chaotischen Welt in die eigene Nische zurück zu ziehen, immer stärker wird, sollte uns dies Ansporn sein, Brücken zu bauen, offen zu denken, das Neue mit Lust und Kritik zu fördern und radikal zu handeln.
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: Interview über CoderDojo: Elektronikbasteln und Programmieren für Kinder
Programmieren lernen beim CoderDojo. Foto: tollwerk via Foter.com, CC BY-NC-SA : Interview über CoderDojo: Elektronikbasteln und Programmieren für Kinder Bei einem CoderDojo kommen Kinder und Mentoren zusammen, um Web-Entwicklung oder den Bau von kleinen Robotern zu probieren. Wir haben in einem Interview Lucas Dohmen, der selbst CoderDojos in Köln organisiert, gefragt: Für welche Software- und Hardware-Projekte interessieren sich Kinder? Und was kostet das?
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: Mit GIFs Gebärdensprache lernen
: Mit GIFs Gebärdensprache lernen Seit 30 Jahren gibt es jetzt GIFs. Das heute vor allem animiert auftretende Dateiformat ist zum Bestandteil unserer Kommunikation geworden und begegnet uns täglich vor allem als unterhaltsame Bebilderung in sozialen Netzwerken und Messengern. Doch es muss nicht immer nur lustig sein: Die Plattform Giphy hat eine Sammlung von 2.000 bewegten Bildern zusammengestellt, die zum Kennenlernen der Gebärdensprache ASL einladen. Das schreibt das Zeit-Blog „Teilchen“:
Für die Bibliothek hat Giphy Videos aus der Serie Sign With Robert des US-Schauspielers und Pädagogen Robert DeMayo mit Untertiteln versehen und sie in Gifs konvertiert, sodass die Bilderfolgen in einem Loop ablaufen. Sie zeigen einzelne Wörter oder Sätze in der amerikanischen Gebärdensprache, genannt ASL, die sich dann einfach nachahmen lassen. Denn bei Gebärdensprachen sind einzelne Bewegungen besonders wichtig, die sich von Fotos nur schwer ablesen lassen. Die Gifs sollen hier Abhilfe schaffen.

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Three years NSA inquiry committee: A serious investigation remains an illusion, while the mass surveillance continues.
The german government in the spying scandal. (symbol) Image: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:See_No_Evil,_Hear_No_Evil,_Speak_No_Evil.jpg">John Snape</a>. License: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">BY-SA 3.0</a>. Three years NSA inquiry committee: A serious investigation remains an illusion, while the mass surveillance continues. The German Parliamentary inquiry committee set out to investigate the Snowden revelations. It failed to do that. Instead, it revealed that the German spy agency BND is also breaking the law. Yet the result is not an end of ubiquitous mass surveillance, but a massive upgrade. A comment.
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: Hamburger Datenschützer: Manche Nutzer von Google Analytics müssen Konten und Daten löschen
: Hamburger Datenschützer: Manche Nutzer von Google Analytics müssen Konten und Daten löschen Dienste wie Google Analytics unterliegen datenschutzrechtlichen Bestimmungen durch die Europäische Union. Nach Abschaffung von Safe-Harbor erfüllte Google Analytics diese Anforderungen nicht. Deswegen müssen manche Nutzer jetzt die Konten löschen – wir erklären, wer betroffen ist.
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: Berliner Datenschützerin gegen „intelligente“ Videoüberwachung
Videoüberwachung auf Schritt und Tritt. <br /> <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CC0 1.0</a>, via Unsplash/<a href="https://unsplash.com/photos/Klvm9EZGKQs">David Schap</a> : Berliner Datenschützerin gegen „intelligente“ Videoüberwachung Als eine „Technik ohne Zukunft“ sieht die oberste Berliner Datenschützerin Maja Smoltczyk den Einsatz von Videokameras mit Gesichtserkennung. Schnelles Handeln ist angesagt, denn schon bald will die Deutsche Bahn „intelligente Videoüberwachung“ in Berlin einsetzen.
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: BND hörte New York Times und BBC ab (Update)
Die BND-Abhörstation in Bad Aibling - <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC BY-NC 2.0</a> via <a href="https://www.flickr.com/photos/novofotoo/12416463195/">novofotoo</a> : BND hörte New York Times und BBC ab (Update) Der Bundesnachrichtendienst soll laut einem Bericht des Spiegel-Magazins seit 1999 dutzende ausländische Journalisten und Redaktionen abgehört haben. Opposition und Journalisten-Vereinigungen bezeichnen die Überwachung als „Angriff auf die Pressefreiheit“ und fordern politische Konsequenzen.
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Drei Jahre Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Die Aufklärung bleibt Wunschdenken, die Überwachung geht weiter
The german government in the spying scandal. (symbol) Image: <a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:See_No_Evil,_Hear_No_Evil,_Speak_No_Evil.jpg">John Snape</a>. License: Creative Commons <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en">BY-SA 3.0</a>. Drei Jahre Geheimdienst-Untersuchungsausschuss: Die Aufklärung bleibt Wunschdenken, die Überwachung geht weiter Der Geheimdienst-Untersuchungsausschuss ist angetreten, die Snowden-Enthüllungen aufzuklären. Das hat er nicht geschafft. Stattdessen hat er herausgefunden, dass auch der BND Recht und Gesetz bricht. Doch die Konsequenz ist nicht das Ende der Massenüberwachung, sondern eine massive Aufrüstung. Ein Kommentar.
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: Hate Speech: Union und SPD wollen Klarnamen-Internet durch die Hintertüre
Symbolbild : Hate Speech: Union und SPD wollen Klarnamen-Internet durch die Hintertüre Union und SPD wollen einen zivilrechtlichen Auskunftsanspruch bei Persönlichkeitsverletzungen einführen. Dies könnte das Ende der Pseudonymität im Internet einläuten und die Meinungsfreiheit einschränken. Und das ohne Not, denn es gibt Maßnahmen, die deutlich effektiver sind.
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: Trotz EuGH-Urteil: De Maizière arbeitet weiter an Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung
Beziehungsnetzwerk <a href="https://netzpolitik.org/2014/metadaten-wie-dein-unschuldiges-smartphone-fast-dein-ganzes-leben-an-den-geheimdienst-uebermittelt/">von Ton Siedsma</a>. : Trotz EuGH-Urteil: De Maizière arbeitet weiter an Ausweitung der Vorratsdatenspeicherung Während sich die Mitgliedstaaten im Europäischen Rat uneinig sind, wie sie mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zur Vorratsdatenspeicherung umgehen, trommelt Innenminister de Maizière weiter für einen Ausbau der Metadatensammlung. Ein vermeintliches Veto des Wirtschaftsministeriums ist kein Grund zur Entwarnung.
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: Bundestagsgutachten: Deutsche Vorratsdatenspeicherung genügt EuGH-Vorgaben nicht
Wie wird die Regelung zur Vorratsdatenspeicherung ausgehen? Noch gibt es Unstimmigkeiten. Foto: CC BY-SA 2.0 Flickr/ Mac. : Bundestagsgutachten: Deutsche Vorratsdatenspeicherung genügt EuGH-Vorgaben nicht Laut einem Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages erfüllt die deutsche Vorratsdatenspeicherung die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofes nicht. Nun liegt die Einschätzung der Juristen im Volltext vor.
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: Telekom-Router-Angriff: Verdächtiger festgenommen
Ein Angreifer brachte im Vorjahr die Telekom Deutschland ins Straucheln. <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/mattingham/3731341413/">Matt Thorpe</a> : Telekom-Router-Angriff: Verdächtiger festgenommen Ein 29-jähriger Brite soll für den Telekom-Großausfall vom November des Vorjahres verantwortlich sein. Laut einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft Köln und des Bundeskriminalamtes (BKA) wurde der Beschuldigte gestern in London festgenommen. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis 10 Jahren. Vorgeworfen wird dem Briten versuchte Computersabotage in einem besonders schweren Fall.
Hintergrund ist ein missglückter Versuch, unauffällig hunderttausende Telekom-Kunden-Router zu kapern und in ein Bot-Netz einzugliedern. Dieses soll der Brite im „Darknet“ gegen Geld angeboten haben, um beispielsweise DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) auszuführen.
Dummerweise ließ sich die Fernwartungsschnittstelle der betroffenen Router jedoch nicht wie geplant angreifen, sodass der Übernahmeversuch selbst zur DDoS-Attacke wurde. Die massive Angriffswelle auf den TR-069-Befehl sorgte dafür, dass sich die Router schlicht aufhängten und bei mehr als 1.000.000 Telekomkunden der Internet- oder Telefonanschluss ausfiel. Das BKA stuft die Attacke als „Gefährdung kritischer Kommunikationsinfrastrukturen“ ein.
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: Studie: Algorithmen als gesellschaftliche Herausforderung
Gegen die negativen Auswirkungen von Algorithmen fordern viele die Offenlegung des Codes (Symboldbild). Foto: <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de">CC0 1.0</a> - <a href="https://unsplash.com/search/code?photo=Skf7HxARcoc">Markus Spiske</a> : Studie: Algorithmen als gesellschaftliche Herausforderung Das PewResearchCenter bat Fachexpertinnen und ‑experten um Prognosen zu den langfristigen Auswirkungen des „Zeitalters der Algorithmen“. Dieses hat laut dem Bericht großes Potential für die Lösung gesellschaftlicher Probleme.
Allerdings zeigen die Antworten auch eine ganze Reihe von möglichen Problemfeldern auf: Die „Algorithmisierung der Gesellschaft“ könne unter anderem Firmen und Regierungen mehr Macht zuspielen, bestehende gesellschaftliche Vorurteile, Diskriminierungstendenzen und Filterblasen verstärken sowie Arbeitsplätze zerstören.
Aufgrund dieser befürchteten (nicht-intendierten) Konsequenzen fordern die Befragten Aufklärung und Transparenz über die Nutzung und Auswirkungen von Algorithmen. Zudem sollen die verwendeten Codes sowie deren Programmierer kontrolliert werden.
Trotz aller Befürchtungen schätzten die 1.302 Befragten die Summe der kommenden Auswirkungen zu gleichen Teilen als insgesamt positiv, neutral und negativ ein.
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: Video: Gunther und die Explosion der Künstlichen Intelligenz
Ein Ausschnitt aus dem Video, auf dem Gunther zu sehen ist. : Video: Gunther und die Explosion der Künstlichen Intelligenz Würden wir überhaupt bemerken, ab wann Künstliche Intelligenz (KI) die menschliche überflügelt? Würde KI dann eine Gefahr darstellen? Und: Was ist Ethik überhaupt, und lässt sich dieses Konzept auf Maschinen übertragen? Diesen Fragen widmet sich der Kurzfilm „The intelligence explosion – How to stop a robot from turning evil“ des britischen Guardian auf unterhaltsame Weise.
Darin diskutieren drei menschliche Experten mit der KI Gunther, der schlauesten ihrer Art. Gunther ist eine selbstlernende KI, welche durch Algorithmen ihr Wissen exponentiell anreichert. Das Thema der Runde ist dabei Ethik. Während eine der Expertinnen darauf beharrt, dass Ethik nicht nach klaren Regeln definierbar und dementsprechend nicht auf Maschinen übertragbar sei, verweist der andere auf die schnellen Lernerfolge. Nach einem hitzigen Austausch der beiden meldet sich Gunther mit unverhohlener Arroganz selbst zu Wort. Dabei bezeichnet er die Menschheit als zu unterentwickelt für KI und enthüllt den Anwesenden, er habe innerhalb der letzten Minuten die Intelligenz der gesamten Menschheit überschritten.
Frustriert und angewidert von der „minderwertigen“ Menschheit, löst sich Gunther in Partikel auf, um eine andere Galaxie zu besiedeln. Die zurückgebliebenen Menschen sind erleichtert, dass nichts Schlimmeres passiert ist und schlagen vor, zum Feierabend in eine Bar zu gehen.
Das Video bündelt einige Fragen zum Umgang mit und der Entwicklung von KI – und macht unter anderem deutlich, wie schwierig es ist, „Ethik“ zu definieren. Zugleich wird indirekt die Frage gestellt, ob wir wissen können, wann KI schlauer als der Mensch ist.
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: Perfide Petition zu „Publikationsfreiheit“: Verlagslobby verleumdet Entwurf zum Wissenschaftsurheberrecht
Foto: CC0 1.0 <a href="https://unsplash.com/search/books?photo=OQSCtabGkSY">Jessica Ruscello</a> : Perfide Petition zu „Publikationsfreiheit“: Verlagslobby verleumdet Entwurf zum Wissenschaftsurheberrecht Mit der Petition „Publikationsfreiheit“ versuchen Verlage mit Alarmismus und Halbwahrheiten ihre Autoren vor den eigenen Lobby-Karren zu spannen. Auf diese Weise sollen selbst noch so zaghafte Modernisierungsversuche im Bereich des Urheberrechts hintertrieben werden.
