2017
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: Reporter ohne Grenzen: Weitere Verfassungsbeschwerde gegen BND-Überwachung
Kundgebung "BND-Gesetz stoppen" in Perlin. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">CC-BY.-NC 2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/kattascha/29649328380/">Katharina Nocun</a> : Reporter ohne Grenzen: Weitere Verfassungsbeschwerde gegen BND-Überwachung Reporter ohne Grenzen sieht aufgrund der Massenüberwachung durch den BND den journalistischen Quellenschutz und damit einen Grundpfeiler der Pressefreiheit bedroht. Dagegen wehrt sich die Journalistenorganisation mit einer Verfassungsbeschwerde.
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: Twitter plant, Hate Speech per Algorithmus zu erkennen
Die so genannten Twitter-Eggs, welche früher standardmäßig als Profilbild voreingestellt waren. Screenshot: Twitter (Anonymisierung durch uns) : Twitter plant, Hate Speech per Algorithmus zu erkennen Twitter verändert seine Mechanismen in Bezug auf Hate Speech und diskriminierendes Verhalten nach einem Update vor drei Wochen erneut.
In Zukunft sollen Accounts, die beleidigende Inhalte verbreiten, automatisch per Algorithmus erkannt werden. Ziel ist es, Hate Speech zu erkennen, noch bevor Nutzer solche Tweets melden. Von derart eingestuften Accounts abgesetzte Tweets wären dann nur für ihre Follower sichtbar, tauchen aber nicht in anderen Timelines auf.
Zusätzlich lassen sich Benachrichtigungen stumm schalten, die von Accounts ohne verifizierte E‑Mail-Adresse oder Telefonnummer stammen respektive von Accounts, die ihr „Twitter-Egg“ genanntes Standardprofilbild beibelassen haben. Häufig handelt es sich dabei um Nutzerkonten, die schnell und anonym erstellt wurden, um Stimmung gegen andere Nutzer zu machen. Auch können Nutzer einzelne Stichworte und Phrasen, die sie stören oder verletzen, aus der persönlichen Timeline herausfiltern.
Twitter plant zudem, transparenter zu werden und die einzelnen Schritte nach einer Meldung von Hate Speech genauer nachvollziehbar zu machen.
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: Schweiz führt Netzsperren für Glücksspielangebote ein
Der Sitz des Schweizer Nationalrats: Das Bundeshaus in Bern. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/59159233@N04/14190334461/in/photolist-nBXb3Z-9aYKqV-5euCrg-7MetGt-7RnCdS-7M39pY-ksgCak-7j99xT-AffEs4-h63WpJ-7j9cg4-h64K3n-iaBGgM-5WJBzE-ATdYkZ-9n5Czp-r9bTPF-8TNiAA-8TK5GZ-6h6w5T-AS2SXu-b4nxFz-Gw4j4v-7RiqKX-9n5BXT-h64Vyx-h64Srk-7j9bAR-h64U1n-h64UPM-h63KsW-h63CJA-h63Q5u-h8JNLY-h8KZZV-h63zi6-h63UWo-h64Pr2-h8JSU5-h63vKp-h8JUc5-h63TNm-h63Vs3-h64XcH-h64PFv-h8JMYq-h63zFk-h64Pgn-h63JWf-by2bdF">Thomas</a> : Schweiz führt Netzsperren für Glücksspielangebote ein Am Mittwoch stimmte der Schweizer Nationalrat mit großer Mehrheit für die Einführung von Netzsperren. Mit diesem Beschluss soll der Zugang zu ausländischen Glücksspielwebseiten geblockt werden.
Laut Tagesanzeiger plant der Bundesrat weitere Netzsperren, dann in Bezug auf Filesharing-Anbieter und Kinderpornographie-Netzwerke.
Schon vor der Abstimmung kritisiert die Digitale Gesellschaft Schweiz diese richtungsweisende Entscheidung. Sie warnen vor dem Missbrauchspotential von Netzsperren und dem ökonomischen Kalkül einzelner Branchen, in diesem Fall Casinobetreiber.
Auch in Dänemark gibt es Pläne, Netzsperren zum vermeintlichen Schutz der Bevölkerung einzusetzen. In Deutschland sollen WLAN-Anbieter nach aktuellen Plänen indirekt zu Sperren von Seiten gezwungen werden.
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: Ranking zu Transparenz und Informationsfreiheit: Norddeutschland an der Spitze
Jede Person hat das Recht auf staatliche Informationen - doch die Umsetzung dieses Rechts unterscheidet sich innerhalb Deutschlands. Foto: <a href="https://unsplash.com/@samuelzeller">Samuel Zeller</a>unter <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de">CC0</a> : Ranking zu Transparenz und Informationsfreiheit: Norddeutschland an der Spitze Im ersten bundesweiten Vergleich von Gesetzen zur Informationsfreiheit stehen die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen an der Spitze. Schlusslicht sind Bayern, Hessen, Niedersachsen und Sachsen – dort gibt es weiterhin kein Recht auf Zugang zu staatlichen Informationen.
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: Offener Brief an EU: Gemeinschaftlich betriebene Netze richtig unterstützen
Symbolbild WLAN <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a>, via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/electrospray/314708316/">when i was a bird</a> : Offener Brief an EU: Gemeinschaftlich betriebene Netze richtig unterstützen NGOs und Forschungsorganisationen laden zur Mitwirkung an einem offenen Brief zur Neuordnung der europäischen Telekommunikationsmärkte auf. In dem Schreiben skizzieren sie, wie gute Bedingungen für gemeinwohlorientierte Netzinitiativen aussehen könnten – und warnen vor den Auswirkungen von Störerhaftung und Vorratsdatenspeicherung.
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: Bundestag ist offline – wegen Hardwareproblemen
: Bundestag ist offline – wegen Hardwareproblemen
Seit heute Nachmittag gibt es im Deutschen Bundestag kein Netz mehr. Das führte bei Journalisten und in Sozialen Medien zu schnellen Spekulationen, dass womöglich wieder ein Hackerangriff auf die Infrastrukturen des Bundestages stattgefunden hat. Mittlerweile hat Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages und Vorsitzende der Kommission des Ältestenrates für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und ‑medien, auf Twitter mitgeteilt, dass es ein Hardwarefehler Schuld ist. Weitere Details gibt es bisher nicht.In diesem Fenster soll ein Twitter-Post wiedergeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an Twitter. Aus technischen Gründen muss zum Beispiel Deine IP-Adresse übermittelt werden. Twitter nutzt die Möglichkeit jedoch auch, um Dein Nutzungsverhalten mithilfe von Cookies oder anderen Tracking-Technologien zu Marktforschungs- und Marketingzwecken zu analysieren.
Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Abfluss deiner Daten an Twitter so lange, bis Du aktiv auf diesen Hinweis klickst. Technisch gesehen wird der Inhalt erst nach dem Klick eingebunden. Twitter betrachtet Deinen Klick als Einwilligung in die Nutzung deiner Daten. Weitere Informationen stellt Twitter hoffentlich in der Datenschutzerklärung bereit.
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: EU-Urheberrechtsreform: Doppelte Klatsche für Oettingers Leistungsschutzrecht
Foto: <a href="https://unsplash.com/photos/E--AUpYXbjM">Alice Moore</a> unter <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CC0</a> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank">unsplash</a> : EU-Urheberrechtsreform: Doppelte Klatsche für Oettingers Leistungsschutzrecht Sowohl unabhängige Wissenschaftler als auch die Parlamentsberichterstatterin Catherine Stihler üben scharfe Kritik an den Plänen der EU-Kommission für ein europäisches Leistungsschutzrecht. Auch der Vorschlag für automatische Upload-Filter kommt schlecht weg.
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: Qualitätskommentare mal anders: Bitte erst ein Quiz lösen
So sieht das Quiz zu einem Artikel aus. Screenshot: NRKbeta.no : Qualitätskommentare mal anders: Bitte erst ein Quiz lösen Die norwegische Technologie-Webseite NRKbeta versucht, Trollen in ihrer Kommentarspalte Einhalt zu gebieten. So werden in einer Probephase bestimmte Artikel mit einem Quiz, das es zu lösen gilt, über den Inhalt des Textes versehen. Dies berichtet Joseph Lichterman für NiemanLab.
Ein Beispiel zeigt: Zu der Ankündigung der hauseigenen Meta-Suchmaschine für Nachrichten-Archive soll der zukünftige Kommentator sein Leseverständnis beweisen. Im Text erwähnte Abkürzungen oder der Zeitpunkt eines Gletscherunfalls sollen bestimmt werden. Erst nach erfolgreichem Beantworten lässt sich ein Kommentar verfassen.
Den Entwicklern ist eine gemeinsame Diskussionsgrundlage wichtig, da die Kommentatoren sonst nur Tiraden loslassen. Sie sehen diese Mechanik als Alternative zu dem vollständigen Schließen von Kommentarspalten. Das Plug-in wurde von einem Entwickler des Magazins für WordPress geschrieben und ordnet die Fragen zufällig an.
Update vom 7. März: NRKbeta hat gestern verkündet, dass sie das entsprechende Plugin für WordPress nun zum Download auf Github bereitstellen. Es basiert auf Javascript und kann für andere Redaktionssysteme adaptiert werden.
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: Internationale Bürgerrechtsorganisationen fordern Reform des Überwachungsgesetzes FISA
NSA-Headquarter in Fort Meade, Maryland, USA. Foto: <a href="https://theintercept.com/2014/02/10/new-photos-of-nsa-and-others/">Trevor Paglen</a> : Internationale Bürgerrechtsorganisationen fordern Reform des Überwachungsgesetzes FISA Internationale Bürgerrechtsorganisationen fordern Věra Jourová, die EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, in einem Brief auf, sich für eine Reform der Section 702 des FISA Amendments Act von 2008 einzusetzen. Dieses Gesetz war und ist in den USA die juristische Grundlage für eine anlasslose Massenüberwachung, durchgeführt durch die National Security Agency und aufgedeckt durch Edward Snowden. Über den Aufruf der 17 NGOs berichtet AccessNow.
Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem der Chaos Computer Club, die Electronic Frontier Foundation und European Digital Rights. Fanny Hidvegi von AccessNow rief die EU auf, sich für eine Anwendung der Charta der Grundrechte der Europäischen Union einzusetzen, da auch EU-Staaten in die Überwachungsmaschinerie involviert sind.
Der Foreign Intelligence Surveillance Act of 1978 Amendments Act of 2008, wie das betreffende Gesetz in Gänze heißt, legitimiert NSA-Programme wie Upstream und Prism. Kurz nach den Snowden-Enthüllungen umgesetzte Veränderungen des Gesetzestextes radikalisierten die Massenüberwachung.
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: Umfrage: Mehr als 40 Prozent aller Journalisten wurden im Vorjahr vom Publikum angegriffen (Update)
Quelle: Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung : Umfrage: Mehr als 40 Prozent aller Journalisten wurden im Vorjahr vom Publikum angegriffen (Update) Hasserfüllte Angriffe, von der Beleidigung bis zu Körperverletzung, gehören für viele Journalisten mittlerweile zum Berufsleben. Besorgniserregend ist auch, dass die Angreifer mit ihren Einschüchterungsversuchen bei etwa einem Achtel der Redaktionen eine Änderung der Berichterstattung erreichen.
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: UN-Sonderberichterstatter: BND-Gesetz ist menschenrechtswidrig
Sitzungsraum des UN-Sicherheitsrats Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/mukluk/434709439/">Dano</a> : UN-Sonderberichterstatter: BND-Gesetz ist menschenrechtswidrig Der UN-Sonderberichterstatter für Terrorismusbekämpfung und Menschenrechte, Ben Emmerson, stellt in seinem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat fest, dass das BND-Gesetz in seiner jetzigen Form menschenrechtswidrig ist. Darauf weist Eric Töpfer, Mitarbeiter des Deutschen Instituts für Menschenrechte, auf Twitter hin.
Emmerson geht in seinem Bericht auf mehrere Menschenrechtsverstöße durch Regierungen ein und verweist per Fußnote auf das BND-Gesetz im Zusammenhang mit Deutschland:
33. Diese Beschränkungen [der staatlichen Überwachung; Anm. d. Red.] haben jedoch nicht die ernsthaften und fortdauernden Sorgen über extraterritoriale Massenüberwachungsprogramme und die Verbreitung von Gesetzen, die asymmetrische Schutzregelungen für Staatsangehörige und Ausländer rechtfertigen, beseitigt. Solche Gesetze bestehen in Deutschland, Frankreich und den Vereinigten Staaten. Der Sonderberichterstatter erinnert daran, dass eine differenzierte Behandlung von Staatsangehörigen und Nichtstaatsangehörigen sowie von Personen innerhalb oder außerhalb der Zuständigkeit des Staates mit dem Grundsatz der Nichtdiskriminierung unvereinbar ist, was ein wesentlicher Bestandteil einer Verhältnismäßigkeitsprüfung ist. (Eigene Übersetzung; Hervorhebung durch uns)
Über den Ausbau von Massenüberwachung durch den BND und die Legalisierung seines Schaffens durch die Bundesregierung haben wir bereits früher berichtet. Das Gesetz stieß auf breite Kritik von Oppositionsparteien, Bürgerrechtsorganisationen, Journalistenverbänden und internationalen Organisationen.
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: Empörungsmarketing: Gleiche Firma macht Fake News für Demokraten und Republikaner
Screenshot: Conservative101 : Empörungsmarketing: Gleiche Firma macht Fake News für Demokraten und Republikaner Craig Silverman hat für Buzzfeed herausgefunden, dass ein und die selbe Firma unterschiedliche Fake News-Seiten mit ähnlichem Inhalt, aber unterschiedlichen politischen Richtungen publiziert. Die Domains der beiden Seiten, Liberal Society und Conservative 101, wurden beide von der Firma American News LLC registriert. Beide Seiten bedienen sich der gleichen Quellen, aber leicht abgeänderten Überschriften und Texten.
Bei Fake News Seiten dieser Machart geht es nicht um politische Einflussnahme, sondern um Empörungsmarketing mit dem Ziel viele Klicks und damit Werbeeinnahmen zu genieren. Dass die Inhalte durchaus eine weite Verbreitung finden können, zeigen die Interaktionen auf Facebook. Drei Beiträge, die dort von den Seiten geteilt worden sind, haben bis zu 2,5 Millionen Benutzerinteraktionen hervorgerufen.
Zuvor haben schon Journalisten die Verflechtung von US-Präsident Trump zu Fake News-Seiten geprüft. Die tatsächliche Bedrohung von Fake News auf eine Demokratie ist fraglich und bislang kaum untersucht. Viele der Maßnahmen, die bislang in Deutschland gegen Fake News vorgeschlagen wurden, könnten sich zu einem Problem für die Presse- und Meinungsfreiheit entwickeln.
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: Podcast: Fazit zum NSA-Untersuchungsausschuss
Stargast Altmeier begrüßt alle Fans persönlich, bevor er im Zeugenstand Platz nimmt. : Podcast: Fazit zum NSA-Untersuchungsausschuss Drei Jahre, 66 Sitzungen, 613 Stunden – und ein Fazit in knapp mehr als zwei Stunden: Der NSA-Untersuchungsausschuss ist vorbei und Logbuch:Netzpolitik resümiert den ganzen Aufwand. Neben einer ausführlichen Zusammenfassung der Ergebnisse und Konsequenzen sprechen wir über Konflikte, Absurditäten und Anekdoten aus dem Ausschuss.
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: Datenschutzempfehlungen für Open Data: Wie private Daten in der offenen Bürokratie geschützt werden können
<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC BY-SA 2.0</a> via flickr/<a href="https://www.flickr.com/photos/notbrucelee/8016189356">justgrimes</a> : Datenschutzempfehlungen für Open Data: Wie private Daten in der offenen Bürokratie geschützt werden können Durch die Bürokratie staatlicher Institutionen fallen Daten an, die eigentlich nicht ungeprüft weitergegeben werden sollen. Dass dies im Rahmen von eigentlich lobenswerten Open-Data-Programmen trotzdem manchmal der Fall ist und welche Gegenmaßnahmen zu treffen sind, haben Wissenschaftler der Harvard University, USA, beschrieben.
In ihrer Studie „Open Data Privacy Playbook“ wägen die Autoren ab, ob der Nutzen für die Verwaltung oder die Gefahren für die Privatsphäre bei einer Stadt im Umgang mit personenbezogenen Daten überwiegen. So sind teilweise Informationen aus Wahl-Registern, aber auch Polizei-Akten öffentlich zugänglich, oder werden unter den einzelnen Verwaltungen ungeprüft geteilt. Deshalb diese Studie:
Ziel dieses Dokumentes ist es, einen ersten Schritt hin zur Kodifzierung von verantwortungsbewussten, Privatsphäre-schützenden Ansätzen und Prozessen zu unternehmen, die von Städten und anderen Gruppen übernommen werden können, die öffentlich Daten herausgeben.
Die Wissenschaftler rufen zu einem verantwortungsvolleren Umgang personenbezogenen Daten im Rahmen von Open Data auf: Dazu gehören Risiko-Analysen bei Open Data-Programmen und eben auch das Löschen bestimmter Daten zum Schutz der Privatsphäre.
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: Was der Fall Deniz Yücel mit der Datenhehlerei und der EU-Anti-Terror-Richtlinie zu tun hat
Deniz Yücel in Istanbul. : Was der Fall Deniz Yücel mit der Datenhehlerei und der EU-Anti-Terror-Richtlinie zu tun hat Wir fordern die Freilassung von Deniz Yücel und aller anderen inhaftierten Journalisten in der Türkei. Gleichzeitig möchten wir an Einschränkungen der Pressefreiheit in Deutschland und der EU erinnern, mit denen sich – bei veränderter politischer Lage – ähnliche Vorwürfe konstruieren lassen könnten.
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: EU-Urheberrecht zum Mitmachen: Veranstaltung mit Julia Reda am 2. März in Berlin
: EU-Urheberrecht zum Mitmachen: Veranstaltung mit Julia Reda am 2. März in Berlin 
Wikimedia Deutschland und Mozilla laden am 2. März zum Auftakt einer Veranstaltungsreihe zur laufenden EU-Urheberrechtsreform. Unter dem Motto „EU-Urheberrechtsreform erklärt – Das geht doch besser!“ werden vier Großbaustellen innerhalb des Reformpakets durch Expertinnen und Experten kurz erläutert. Anschließend wird in Gruppen jeweils durch die Teilnehmenden erarbeitet, was an den Reformvorschlägen verbessert werden kann und wie jede/r Einzelne dabei mithelfen kann. Die Insider-Perspektive aus Brüssel wird durch Julia Reda beigesteuert, die als Europa-Abgeordnete bereits Berichterstatterin des Europaparlaments zum EU-Urheberrechtsrahmen war.Aus dem Ankündigungstext:
„Was die EU-Kommission bisher unter Federführung von Günther Oettinger als Reformvorschlag vorgelegt hat, birgt einige Probleme. Statt den Wettbewerb zu fördern und Monopolisierung zu verhindern, nehmen schwammige Regelungen auch ’normale’ Internetnutzer ins Visier, benachteiligen Freiwilligenprojekte und führen sogar neue Verpflichtungen zur Überwachung von Nutzerbeiträgen ein. (…) Wikimedia Deutschland und Mozilla wollen gemeinsam mit Expertinnen und Experten dabei helfen, dieses Wirrwarr nicht nur greifbar zu machen, sondern sinnvoll an das 21. Jahrhundert anzupassen – und alle können helfen.“
Um Anmeldung wird gebeten. Außerdem sei darauf hingewiesen, dass die Veranstaltungsreihe im Rahmen der re:publica 2017 fortgesetzt wird und der Verfasser dieser Zeilen seitens Wikimedia Deutschland Mitorganisator der Veranstaltungen ist.
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: Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2017
: Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2017 Als Leserfinanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein, wir sind auch transparent. Wir geben Euch Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2017.
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: CloudPets: IoT-Spielzeuge fordern Lösegeld
Screenshot: Produktwebseite : CloudPets: IoT-Spielzeuge fordern Lösegeld Nur knapp zwei Wochen nachdem die „smarte Puppe“ Cayla in Deutschland verboten worden ist, verlangen Spielzeuge mit Internetanschluss der anderen Herstellerfirma CloudPets Lösegeld. Der Hersteller gab unverschlüsselten Zugang auf seine Datenbank und ermöglichte so, dass die Audio-Aufnahmen durch die Puppe abrufbar waren. Dies berichtet der Sicherheitsexperte Troy Hunt.
Die Hacker konnten durch die Internet-of-Things-Suchmaschine Shodan auf die IP-Adresse des Servers von CloudPets zugreifen, durch diese Informationen Audio-Aufnahmen der Geräte abrufen und schließlich in unterschiedlichen Höhen Lösegeld verlangen. Laut Hunt wurde dieser Hack von mehreren Akteuren ausgenutzt.
Hunt hinterfragt dazu CloudPets’ Krisenmanagement: Der Hersteller wusste anscheinend schon vor Hunts Bekanntmachung von dem Problem. Dazu wurden die Eltern, welche diese Teddy-Bären kauften, über die gravierende Sicherheitslücke nicht benachrichtigt.
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: Die unendliche WLAN-Geschichte geht weiter: Netzsperren statt Abmahnindustrie
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/vinut/8484619775/">Vinu Thomas</a> unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/">CC BY-NC-ND 2.0</a> via <a href="https://www.flickr.com/" target="_blank">Flickr</a> : Die unendliche WLAN-Geschichte geht weiter: Netzsperren statt Abmahnindustrie Neuer Anlauf für eine Reform der WLAN-Störerhaftung: Wir veröffentlichen einen Gesetzentwurf des Wirtschaftsministeriums, der eigentlich ein für alle Mal gute Bedingungen für die Anbieter freier Internetzugänge schaffen soll. Doch auch wenn das Abmahnrisiko sinken würde, entstünden durch Netzsperren neue Rechtsunsicherheiten.
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: Untersuchungshaft: Autokorsos für Deniz Yücels Freilassung am Dienstag in elf Städten
Deniz Yücel bei einer Veranstaltung 2014. Foto: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/">CC-BY-SA 2.0</a> <a href="https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/15346279608/sizes/h/">Metropolico.org</a> : Untersuchungshaft: Autokorsos für Deniz Yücels Freilassung am Dienstag in elf Städten Ein türkischer Haftrichter hat gegen den sich seit knapp zwei Wochen in Polizeigewahrsam befindenden Journalisten Deniz Yücel Untersuchungshaft angeordnet, berichtet die Welt. Yücel ist Korrespondent der Zeitung „Die Welt“. Nach Angaben der Polizei wird gegen Yücel wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation, Terrorpropaganda und Datenmissbrauchs ermittelt. Hintergrund der Vorwürfe ist dabei offenbar Yücels Berichterstattung über E‑Mails des türkischen Energieministers Berat Albayrak, einem Schwiegersohn von Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan. Yücel war durch seine kritische Berichterstattung schon zuvor in den Fokus von erdogantreuen Medien geraten.
Für die Freilassung des Journalisten gibt es am Dienstag Proteste und Autokorsos in elf Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, vermeldet die Unterstützungseite auf Facebook. In Berlin soll der Autokorso zur türkischen Botschaft ziehen.
Korso4Deniz Frankfurt
28.2., 16:00 Uhr, Gutleutstraße 38, 60329 Frankfurt am MainKorso4Deniz Wien
28.2., 16:30Uhr, Ernst-Happel-Stadion, Wien, ÖsterreichKorso4Deniz Hannover
28.2., 16:30Uhr, Freizeitheim Linden, Hannover, NiedersachsenKorso4Deniz Hamburg
28.2., 16:30Uhr · Glacischaussee, 20359 Hamburg, DeutschlandKorso4Deniz Zürich
28.2., 16:30 Uhr, Parkplatz Bienen am Letzigrund-Stadion, Herdernstrasse, 8004 Zürich.Korso4Deniz Berlin
28.2., 16:30 Uhr, Berlin, Karl-Marx-Allee 32, vor dem Kino IntenationalKorso4Deniz München
28.2., 16:30 Uhr, Startpunkt: Am Bavariapark (Deutsches Museum Verkehrszentrum), 80339Korso4Deniz Köln
28.2., 16:30Uhr, Gummersbacher Straße, 50679 Köln, DeutschlandKorso4Deniz Bremen
28.2., 16:30Uhr, Bürgerweide, BremenKorso4Deniz Leipzig
28.2., 17:00Uhr, Connewitz Kreuz Leipzig, SachsenKorso4Deniz Bielefeld
28.2., 17:30Uhr·