Bundestag ist offline – wegen Hardwareproblemen

Seit heute Nachmittag gibt es im Deutschen Bundestag kein Netz mehr. Das führte bei Journalisten und in Sozialen Medien zu schnellen Spekulationen, dass womöglich wieder ein Hackerangriff auf die Infrastrukturen des Bundestages stattgefunden hat. Mittlerweile hat Petra Pau, Vizepräsidentin des Bundestages und Vorsitzende der Kommission des Ältestenrates für den Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechniken und -medien, auf Twitter mitgeteilt, dass es ein Hardwarefehler Schuld ist. Weitere Details gibt es bisher nicht.


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10 Kommentare
  1. Keine Anmeldeserver verfügbar? Das lässt gerade tief Blicken… nehmen wir mal an, es sei eine wichtige Switch oder ein sonstiges Netzwerkgerät. Dann wundere ich mich doch sehr, daß da kein Ersatzgerät kurzfristig aufzutreiben ist. Bei den größeren modular aufgebauten Teilen sollte das sogar noch weniger ein Problem darstellen wenn ein Modul ausfällt. Daher nehme ich mal an, daß es eher keine Netzwerkhardware sein kann. Bleiben dann die Windows DC Anmeldeserver übrig. Hier allerdings wundert es mich sehr, daß hier ein Hardwarefehler so einen Totalausfall erzeugen kann. Üblich ist es mit dcpromo schnell und ohne Probleme für Redundanz zu sorgen. Gibt es nur einen einzigen DC im ganzen Bundestag??!? Eigentlich auch unvorstellbar und fast schon fahrlässig. Bleibt zuletzt dann doch ein Software- bzw. Konfigurationsproblem. Alles Neuland eben…

      1. Die hätten wohl die Kohle für teure MS Lizenzen besser in fähiges Personal investiert, die ein LDAP auf redundanten Linux Boxen hochgezogen hätten…. echt unbegreiflich wie Politik nachweislich zum UNWOHL der Menschen dient….

        1. Wir sind nur eine kleine Klitsche, unsere Systemadministratoren können alle Systeme auf einer Ersatzhardware innerhalb von 15min wieder anlaufen lassen!
          Fileserver, Exchange Server, ADS, alles Windows!
          Für die Linux Systeme, brauchen sie nur Minuten.
          Die Datenbanken sind auf zwei unabhängigen Servern gespiegelt, selbst wenn einer ausfällt, läuft der andere weiter, also kein Ausfall der Datenbanken!
          Im ADS Arbeiten zwei DNS und zwei BDCs, also wenn hier keiner den ultimativen Stecker zieht, dann fällt hier auch nichts aus!

  2. „In der Bundestagsverwaltung hieß es, dass nach ersten Erkenntnissen ein Server ausgefallen sei, ein Ersatzserver sei am Abend hochgefahren worden.“
    [http://www.tagesspiegel.de/politik/offenbar-technische-stoerung-internet-ausfall-im-bundestag/19460450.html]

    Mich würde ja schon interessieren, was das für ein Server sein soll… der ja noch dazu scheinbar nicht einmal redundant ausgelegt ist. Ein fehlender DNS Server oder Domänencontroller hätte das Zeug dazu so einen Ausfall zu verursachen. Aber dass diese Systeme nicht mehrfach vorhanden sind kann ich mir selbst beim Bundestag nicht vorstellen. :-D

  3. Schon erlebt: Neuer Switch soll eingebaut werden um die gestiegene Last zu verkraften, nach dem Einbau raucht der Andere (noch einer der zu tauschenden) ab und der Neue geht durch die nun zu große Last in die Knie. :-D Super Sache aber passiert.

    1. Auch immer wieder gut:
      Kollege A: „Netzprobleme, die Last ist zu groß.“
      Kollegen B-Z: „Echt? Gleich mal versuchen ob es bei mir auch Probleme gibt!“
      :)

    1. Das BSI ist ja quasi für die Sicherheit des Bundestages zuständig.
      Während die Bundestagswebseite bei einem Sicherheitstest der Seite ssllabs.com noch als Gut da steht, sieht es bei dem für die Webseite zuständigen Dienstleister schon etwas Maroder aus!
      Ich bin der Schelm, der jetzt an eine sperrangelweit offene Hintertür denkt!

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