In eigener Sache

Transparenzbericht: Unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2017

Als Leserfinanziertes Medium setzen wir uns nicht nur für Transparenz ein, wir sind auch transparent. Wir geben Euch Einblicke in unsere Einnahmen und Ausgaben im Januar 2017.

Im vergangenen Herbst hatten wir über unsere Finanzen geschrieben und auch angekündigt, ab diesem Jahr monatlich Bericht über unsere Finanzsituation zu geben. Als fast ausschließlich über freiwillige Spenden der Leserinnen und Leser finanziertes Medium sind wir davon überzeugt, dass unser Anspruch sein sollte, größtmögliche Transparenz über Einnahmen und Ausgaben zu schaffen.

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Im vergangenen Jahr hat sich vieles für uns organisatorisch geändert, was wir bereits ausführlich beschrieben haben. Jetzt haben wir auch einen Workflow geschaffen, um monatlich Einblicke in unsere Finanzsituation zu geben.

Im Januar haben wir 40.211 Euro eingenommen, mit 40.059 Euro fast ausschließlich über Spenden. Dem standen Ausgaben in Höhe von 30.720 Euro gegenüber.

Der größte Anteil wurde mit 25.522 Euro für Personal ausgegeben

Der größte Anteil wurde mit 25.522 Euro für Personal ausgegeben. Davon wurden zehn Personen verteilt auf 6,8 Stellen finanziert sowie weitere drei Praktikanten. Die Miete im Januar kostete 1.847 Euro. Für Infrastruktur und Büromaterialien haben wir 1.345 Euro ausgegeben. Darunter fallen sowohl Kosten für unsere Server im Rechenzentrum als auch viele Briefmarken und Umschläge zur Verschickung von Spendenquittungen. Im Januar fallen traditionell Kosten für Versicherungen an, in diesem Fall sind das 1.112 Euro. Auf den Posten externe Buchhaltung und Rechtskosten fallen 593 Euro, 301 Euro hat unsere Bank als Gebühren für die Kontoführung genommen. Die Kontoführungsgebühren ergeben sich aus der Anzahl der Buchungen. Im Januar gab es insgesamt 2300 Buchungen.

Im Januar haben wir ausnahmsweise mal keine Rechnungen für Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz bekommen und wir haben auch keine Reisen für Recherchen unternommen. Diese Posten fallen in anderen Monaten an, wo wir dann wiederum weniger Kosten für Versicherungen haben.

Etwas überraschend haben wir im Januar 9.491 Euro plus gemacht, was uns etwas Planungssicherheit verschafft. Wie wir heute, Ende Februar, schon absehen können, wird es im Februar wieder ein Minus geben – insofern freuen uns Monate mit einem Überschuss umso mehr. Überraschend ist das für den Januar, wo es traditionell weniger Spenden gibt als zum Jahresende. Wir wissen noch nicht, woran das genau liegt. Möglicherweise haben einige von Euch unseren Spendenaufruf aus dem letzten Jahr genutzt, um ab dem Januar Daueraufträge zu starten. Vielleicht ist das aber auch ein Effekt, dass es Spenden auf dem 33. Chaos Communication Congress gab, die wegen Silvester erst im Januar verbucht wurden. Wir sagen auf jeden Fall vielen Dank dafür!

Etwas mehr Planungssicherheit können wir gebrauchen

Bis zum Ende des Jahren fehlen uns noch 375.589 Euro zur Ausfinanzierung. Wir kalkulieren mit durchschnittlichen Ausgaben in Höhe von 33.000 Euro im Monat und nochmal 5% Puffer für zusätzliche Ausgaben wie einen Relaunch und unerwartete Kosten. Die Ausgaben steigen ab Februar unter anderem alleine durch die Anmietung von zwei weiteren Räumen, um nicht mehr mit bis zu sieben Personen auf 30 qm2 sitzen zu müssen wie bisher. Die neue (Bein-)Freiheit und damit auch Ruhe habt Ihr uns erst ermöglicht! Zudem werden unsere Aktenordner nicht weniger. Dazu haben wir zwei Personen in ihrer Arbeitszeit aufgestockt, was sich in zukünftigen Rechenschaftsberichten bemerkbar machen wird. Danke für die Möglichkeit!

Wir sagen nochmal allen vielen Dank für Eure Unterstützung. Denn diese ermöglicht uns, mit viel Energie und Beharrlichkeit Themen zu bearbeiten, die wichtig für unsere digitale Zukunft sind.

Wenn Ihr uns unterstützen wollt, findet Ihr hier alle Möglichkeiten. Am Besten ist ein Dauerauftrag:

Inhaber: netzpolitik.org e. V.
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25 Kommentare
  1. „Die Miete im Januar kostete 1.847 Euro.“
    „Die Ausgaben steigen ab Februar unter anderem alleine durch die Anmietung von zwei weiteren Räumen, um nicht mehr mit bis zu sieben Personen auf 30 qm2 sitzen zu müssen wie bisher.“
    Könnte sich da ein Fählerchen eingeschlichen haben? 60€/m² wäre doch etwas fett.

    1. Nö, der 30 qm2 Raum ist der große, wir haben noch zwei weitere bis Februar gehabt. Nun haben wir fünf. Und in dem Preis ist auch die gesamte sonstige Infrastruktur von Strom, Glasfaserleitung, Reinigung bis hin zum Kaffee und Mineralwasser drin.

          1. Nicht wirklich. Euer Text lässt offen, ob die Mietzahlung an Newthinking oder Dritte gehen könnte.

          2. BTW……Seit diesem Jahr sind wir nun vollkommen unabhängig und nur noch als Mieter zusammen ( Anm. : mit newthinking) auf einer Etage mit gemeinsamer Kaffeeküche………. so manch Dritter und der Fiskus könnte durch die räumliche Gemeinsamkeit und offensichtlich gemeinsamer Ausgaben ( Kaffee) eine GbR mit gemeinsamer Haftung daraus annehmen.

  2. @Markus

    Seid Ihr eigentlich immer dabei, wenn Eure Büros gereinigt werden? Falls nichts, macht das mal. Mindestens in nächster Zeit. Habe da was gehört. Bleibt wachsam. Interessante Zeiten.

    Gez.
    Innenansichten

  3. Nach eurem letzten transparenzbericht habe ich mir vorgenommen zu spenden, aber durch Umzug und jobwechsel muss ich leider erstmal passen und schauen was zukünftig am Ende des Monats übrig bleibt. Sobald der mist rum ist schaue ich mal was ich erübrigen kann. Ansonsten weiter so mit eurer vorbildlichen Arbeit!

  4. Immerhin kann man feststellen, dass ihr Selbstausbeutung nicht nur für andere fordert, sondern diese mit den genannten Budget für so viele Personalstellen selbst vorlebt. Allerdings muss man kein Investment Banker sein um nachzurechnen, dass diese Zahlungen keine Grundlage für 6,8 Stellen &3 Praktikanten, selbst bei Berücksichtigung des Faktors – Spaß-Hobby.Selbstausbeutung, darstellen können. Somit muss es zusätzliche Verdienstquellen geben.

  5. Ich spende nicht weil manche Artikel sehr links gerichtet sind,
    die Linksradikalen sind nichts besser als die Rechten Radikalen
    (was in deren Weltbild nicht passt muss aufgedrückt werden).
    ————————————————————————————————————

    Somit:
    Hört das Politische Gesinnungsgesuche mal auf wäre ich auch bereit von meinem wenige Euros
    5-10Euro im Monat ab zu geben.

    1. Abgesehen davon, dass ich keine Sympathie zu Linksradikalen in den Artikeln entdecken kann, findet man immer einen Grund. Du findest also das Schmeißen von Steinen auf Nazis so schlimm wie das grundlose Verprügeln von Minderheiten? Kein Wunder, dass so viele AfD wählen.

    2. Ich kann beim besten Willen nichts, nach allgemeinem Sprachgebrauch, „linksextremes“ bei netzpolitik.org erkennen.
      Links wird es wohl sein müssen, wenn so Dinge vertreten sind wie Demokratie, informationelle Selbstbestimmung, gleichberechtigter Zugang aller zu allen Medien, Positionen gegen einen Überwachungs- und Kontrollstaat, gegen Privatisierung von Rechtssystemen, gegen Datenmissbrauch, gegen freidrehende Geheimdienste, gegen Lobbypolitik, für Menschenrechte, für freien Journalismus, usw. usf.

      1. Kommt auf die Perspektive an. Da sich in den Kommentarspalten von Netzpolitik überwiegend Rechtspopulisten tummeln, um hier Ihre „Freie Meinungsäußerung“ zu verteidigen, ergänzt durch Sankt Petersburger Rental „Freiheitskämpfer“ , wirkt das für Stammleser hier schon eher linksradikal.

  6. BTW……Seit diesem Jahr sind wir nun vollkommen unabhängig und nur noch als Mieter zusammen ( Anm. : mit newthinking) auf einer Etage mit gemeinsamer Kaffeeküche………. Dritte und der Fiskus könnten durch die räumliche Gemeinsamkeit und offensichtlich gemeinsamer Ausgaben ( Kaffee) eine GbR mit gemeinschaftlicher Haftung daraus annehmen.

  7. Danke erst mal fuer eure Arbeit und auch fuer eure Transparenz!
    Schade, dass ihr nicht schreibt, wie sich die Spenden auf PayPal, Ueberweisungen, Flattr etc. aufteilen, das wuerde mich noch interessieren.

    1. Danke für den Hinweis, wir überlegen mal, ob wir das monatlich mit wenig Aufwand hinbekommen. Für unseren Jahres-Transparenzbericht haben wir das vor.

      Letztendlich geht (gefühlt) 90-95% über Überweisungen. Der Rest verteilt sich auf Paypal und etwas FLattr. Wobei Flattr fast tot ist (bei uns), da haben einige noch ihre Monatsaufträge drüber laufen, aber einzelne Artikel werden fast gar nicht mehr geflattert.

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