2017
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: Diese 7 Dinge muss die Breitbandmessung können
Je einfacher die Breitbandmessung, umso öfter wird gemessen – und umso größer und besser die Datenbasis. : Diese 7 Dinge muss die Breitbandmessung können Die Bundesnetzagentur entwickelt derzeit eine installierbare Version der Breitbandmessung. Damit soll sich einfach nachweisen lassen, wenn ein Netzbetreiber nicht die zugesicherte Internetgeschwindigkeit liefert. Wir zeigen euch, was die Software können muss.
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: Der erfolgreichste Post auf Facebook über Angela Merkel ist eine Fake-News
: Der erfolgreichste Post auf Facebook über Angela Merkel ist eine Fake-News Sieben von zehn der erfolgreichsten Facebook-Postings über Angela Merkel sind Fake-News. Das hat Buzzfeed in einer Analyse herausgefunden. Dabei hat die Redaktion Beiträge auf Facebook über Angela Merkel der letzten fünf Jahre untersucht und sich diejenigen genauer angeschaut, welche die meisten Interaktionen – also Reaktionen, Kommentare und Shares – erzeugten.
In der Recherche heißt es:
Die Analyse von BuzzFeed News zeigt, dass die erfolgreichsten Artikel über Angela Merkel zum Großteil nicht von Journalisten geschrieben wurden und sich oft gegen Angela Merkel richten – oder sogar mit Lügen hetzen. Nur drei der zehn erfolgreichsten Artikel stammen von klassischen Medien. Die Recherche zeigt, dass es Fake News auf Facebook vor allem beim Thema Flüchtlinge offenbar sehr viel leichter haben, als die oft wahrheitsgetreue Arbeit traditioneller Medien. Und dass rechte Facebook-Seiten mittlerweile für eine enorme Verbreitung sorgen können.
Der erfolgreichste Post über Angela Merkel ist ein 7‑sekündiger Videoausschnitt, der rassistische Ressentiments bedient. Er hat 273.000 Interaktionen – und ist damit viraler als der erfolgreichste Beitrag der Bild-Zeitung, der nur auf 230.000 Interaktionen kommt. Der Videoclip wird – auch das eine klassische Methode von Fake-News – mit der irreführenden Überschrift „Deutsche müssen Gewalt von Ausländern akzeptieren“ angepriesen. Im Video sagt die Kanzlerin dann etwas anderes, das jedoch aus dem Zusammenhang gerissen zusammen mit der Überschrift als rechtspopulistischer Aufreger funktioniert. Karsten Schmehl von Buzzfeed geht diesem Video in einer lesenswerten Recherche nach.
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: Chaos macht Schule: Wie Hacker sich die Digitalbildung wünschen
Bildungsforderungen von Chaos macht Schule: „Schüler und Schülerinnen sollen keine bloßen Nutzer, sondern diejenigen werden, die ihre Maschinen wirklich kontrollieren und beherrschen.“ (Foto: Chaos Communication Camp 2015) : Chaos macht Schule: Wie Hacker sich die Digitalbildung wünschen So wie bisher kann es mit der (kaum vorhandenen) Digitalbildung an Schulen nicht weitergehen, finden die Technikvermittler der CCC-Initiative „Chaos macht Schule“. Sie fordern neben einer besseren Aus- und Fortbildung der Lehrkräfte unter anderem hauptamtliche Schuladministratoren und Open Source als Bildungsstandard.
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: Fake-News: Junge Union darf gefälschten Schulz-Tweet nicht mehr verbreiten
Tweet der Jungen Union Bayern / Martin Schulz [M] : Fake-News: Junge Union darf gefälschten Schulz-Tweet nicht mehr verbreiten In der Hochphase der Fake-News-Debatte kurz vor Weihnachten letzten Jahres hatte die CDU verschärfte Maßnahmen gegen Falschnachrichten gefordert, bis hin zu strafrechtlichen Konsequenzen. Die Union brachte gar einen neuen Straftatbestand ins Spiel, der CDU-Politiker Ansgar Heveling hielt eine Strafverschärfung für sinnvoll, wenn es bei der Fake-News um einen gezielten Kampagnencharakter gehe.
Eine Fake-News mit gezieltem Kampagnencharakter hat zuletzt die Junge Union Bayern verbreitet. Am 10. Juli hatte sie einen frei erfundenen und irreführenden Tweet des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz auf ihrer Facebook-Seite gemeinsam mit einer echten Nachricht des SPD-Mannes veröffentlicht. Das Posting muss die Junge Union nun löschen, entschied das Landgericht Hamburg – und droht mit einem Ordnungsgeld in Höhe von 250.000 Euro. Gegen das Posting war Schulz persönlich vorgegangen.
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: Internet in indischer Region Darjeeling seit fast sechs Wochen gesperrt
Der Weg in das Internet ist versperrt. (Symbolbild) : Internet in indischer Region Darjeeling seit fast sechs Wochen gesperrt Eine Internetsperre wurde in Indien als Reaktion auf Gewaltausbrüche eingerichtet. Sie bedroht mittlerweile die Grundversorgung in der Darjeeling-Region. Fraglich ist, ob die Sicherheit dadurch tatsächlich gestärkt wird oder die Verwaltung damit nicht auch politische Äußerungen von Bürgern verhindern will.
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: Zu viel, zu lange, zu wenig kontrolliert – EuGH stutzt Vorratsdatenspeicherung von Fluggastdaten zusammen
: Zu viel, zu lange, zu wenig kontrolliert – EuGH stutzt Vorratsdatenspeicherung von Fluggastdaten zusammen Weite Teile des geplanten Fluggastdaten-Abkommens zwischen der EU und Kanada sind nicht mit den Grundrechten vereinbar. Das hat heute der Europäische Gerichtshof erklärt. Die anlasslose Datenübermittlung kann zwar zulässig sein, muss aber nachgebessert werden.
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: EuGH kippt Fluggastdaten-Abkommen mit Kanada
Unter verschäfter Beobachtung: Die Daten aller europäischen Fluggäste. : EuGH kippt Fluggastdaten-Abkommen mit Kanada Der Europäische Gerichtshof stuft das geplante Abkommen zur Übermittlung von Fluggastdaten an Kanada teilweise als Verstoß gegen die EU-Grundrechte ein, berichtet der Standard. Das Gericht fordert Nachbesserungen, hält aber laut dpa die Übermittlung, Speicherung und Verwendung von Fluggastdaten bei Beachtung des Grundrechteschutzes für zulässig.
Das Urteil kann auch Auswirkungen auf weitere Abkommen zur Überwachung und Rasterung von Reisedaten haben, so zum Beispiel auf das Abkommen der EU mit den USA oder mit Australien. Auch die EU-Fluggastdatenrichtlinie muss vermutlich auf den Prüfstand.
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: „Polizeibekannte linke Aktivisten“: Umfangreicher Datentausch zum G20-Gipfel
Wasserwerfereinsatz im Schanzenviertel am 7. Juli. : „Polizeibekannte linke Aktivisten“: Umfangreicher Datentausch zum G20-Gipfel Für den G20-Gipfel in Hamburg haben BKA und Bundespolizei von etlichen Staaten Personendaten erhalten. Womöglich handelt es sich dabei nicht um Angaben zu StraftäterInnen, sondern um Verdachtsdateien zu vermuteten „Extremisten“. Auch zur Strafverfolgung werden Daten getauscht. Eine europäische „Störerdatei“ ist weiterhin nicht in Sicht.
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: Berliner Bündnis für mehr „Videoaufklärung“: Überwachung heißt jetzt Datenschutz
Ein Vogel und eine Überwachungskamera in Berlin : Berliner Bündnis für mehr „Videoaufklärung“: Überwachung heißt jetzt Datenschutz Ein Berliner Bündnis will mehr Videoüberwachung und mehr Datenschutz – gleichzeitig. Dazu soll ein neues Gesetz Polizeibefugnisse ausweiten, noch mehr, als es die Berliner CDU in der letzten Legislatur plante und dabei scheiterte. Dann wären nicht nur Bild‑, sondern auch Tonaufnahmen möglich.
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: Wenn Du im Haus von Frau Mustermann wohnst …
(Symbolbild) : Wenn Du im Haus von Frau Mustermann wohnst … Motherboard hat eine schöne Story über Menschen, die in den Niederlanden in der Postleitzahl 1234 AB im Haus 123 wohnen, und nachgefragt, was das bedeutet.
Weil überall Daten abgefragt werden, geben sehr viele Leute online diese Adresse oder ähnliche Muster-Adressen an. Doch hinter diesen Adressen wohnen echte Menschen:
Zwar erhalten die Bewohner von 1234 AB schon seit Jahren Briefe und Päckchen, die gar nicht für sie bestimmt sind, doch die Lage spitzt sich immer weiter zu. An einem gewöhnlichen Samstag muss jeder Anwohner bis zu zehn Pakete ablehnen. Bei Herrn Fransen und Frau Hendriks landen all die Artikel, die eigentlich niemand haben möchte: Von Zeitungsabonnements bis zur Bohrmaschine ist alles dabei.
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: Reisedaten: Überwachung ohne Sinn und Verstand
Die Europäische Union will in Zukunft die Ein- und Ausreise von Personen erfassen. Der Nutzen ist unklar, sagt der grüne Europaabgeordnete Jan Philipp Albrecht. : Reisedaten: Überwachung ohne Sinn und Verstand Der grüne EU-Abgeordnete Jan Philipp Albrecht schreibt auf Zeit Online über die Schwierigkeit, in den USA Überwachungsmaßnahmen zu kritisieren, wenn Europa selbst diese im Eiltempo ausbaut.
Konkret geht es um das geplante Ein- und Ausreiseregister der Europäischen Union:
Um die Verschärfung vermeintlicher Sicherheitsmaßnahmen geht es aber gerade in der Europäischen Union. Die vorläufige Krönung dieser Entwicklung liefert an diesem Mittwoch das Europäische Parlament. Eine Mehrheit aus Konservativen, Sozialdemokraten und Liberalen wird im Innen- und Justizausschuss eine Einigung mit dem Ministerrat über eine neue Regelung durchwinken, die alle bisherigen in den Schatten stellt: In einem milliardenteuren Reisedatensystem sollen zukünftig bei jeder Ein- und Ausreise in die EU die Daten von allen Nicht-EU-Bürgern festgehalten und für vier Jahre gespeichert werden, darunter sogar Daten über Ausbildung und Beruf. Der Mehrwert des Systems aber bleibt völlig unklar.
„Speichern ohne Sinn und Verstand“ nennt Albrecht die Maßnahme, die weder die Auswertung noch den zügigen Austausch von Informationen über bekannte Verdächtige und Risikopersonen weiterbringe. Es handele sich nur um ein weiteres Instrument der Generalüberwachung von Reisenden mit unverhältnismäßig langer Datenspeicherung.
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: Wenn der Staubsauger deine Räume vermisst – und deine Daten weiterverkauft (Update)
: Wenn der Staubsauger deine Räume vermisst – und deine Daten weiterverkauft (Update) Eine Assistenzwanze der staubsaugenden Art: In einem Interview mit Reuters hat Colin Angle, der Chef der Heimroboterfirma iRobot, angekündigt, dass die im Staubsaugerroboter Roomba anfallenden Daten an Amazon, Apple oder Alphabet weiterverkauft werden könnten:
Angle sagte Reuters, dass iRobot, welches den Roomba im März kompatibel mit Amazons Alexa gemacht hätte, in Zukunft einen Vertrag abschließen könnte, um in den nächsten Jahren dessen Karten zu einem oder mehreren der Big Three zu verkaufen.
Bislang werden die Daten zur Optimierung der Staubsaugeleistung genutzt, in Zukunft könnten die Daten der vermessenen Räume auch für andere Zwecke genutzt werden. Angle betonte, dass die Weitergabe der Daten freiwillig sein soll. Mit dem Trend zum Smart Home kommen immer mehr Geräte in den Haushalten an, die detailfreudig Daten über ihre Besitzer sammeln.
Update:
Die Nachrichtenagentur Reuters hat ihren Artikel korrigiert und spricht jetzt nicht mehr von „Daten verkaufen“, sondern von „Daten im Einverständnis mit dem Kunden teilen“. Die PR-Agentur von iRobot hat netzpolitik.org darüber hinaus ein Zitat von Colin Angle zugesendet, in dem es heißt: „Wir werden niemals das Vertrauen unserer Kunden enttäuschen, indem wir Kundendaten – einschließlich Daten, die von unseren internetfähigen Produkten gesammelt werden – verkaufen oder missbrauchen.“ -
: Russland verbietet Dienste, die Internetzensur umgehen
„Zugang gesperrt“ soll es künftig auch für Benutzer von VPN-Diensten heißen. : Russland verbietet Dienste, die Internetzensur umgehen Das russische Unterhaus hat am Freitag ein umstrittenes Gesetz verabschiedet, mit dem Technologien zur Umgehung von Internetzensur weiter beschränkt werden sollen. Das berichtet Spiegel Online auf Basis einer Meldung der dpa. Nach dem Willen der Duma sollen beispielsweise VPN-Anbieter eine seit 2012 von der russischen Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor geführte Liste mit gebannten Webseiten implementieren – oder nicht weiter operieren dürfen. Auch die Nutzung des Tor-Netzwerks und von Proxy-Servern soll demzufolge verboten werden.
Das Gesetz soll im Herbst in Kraft treten, so SPON:
Damit das Gesetz tatsächlich in Kraft tritt, muss noch der russische Föderationsrat zustimmen, was als wahrscheinlich gilt. Anschließend muss Präsident Wladimir Putin den Rechtsakt unterschreiben. Einem Bericht der Mediengruppe „RT“ zufolge ist geplant, dass das Gesetz zum 1. November in Kraft tritt.
Die Deutsche Welle berichtet über eine Demonstration gegen das Gesetz in Moskau mit etwa 1.000 Teilnehmenden.
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: Interview: Wie man bei der Kryptographie am Ball bleibt
: Interview: Wie man bei der Kryptographie am Ball bleibt Wir sprachen in einem Interview mit dem Krypto-Forscher David Wong, der einst aus Neugierde eine Liste mit Krypto-Blogs erstellte. Seine in vielen Monaten gewachsene Liste teilt er mit allen, die Lust auf Kryptographie haben. Wir sprachen auch darüber, was man aus den Artikeln und Analysen über die Veränderungen in der Krypto-Welt lernen kann.
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: Interview: How to pique your curiosity in cryptography
: Interview: How to pique your curiosity in cryptography We talked to the cryptographer David Wong about crypto-related blogs worth reading and exploring in an interview. We also asked him about the changing landscape of the crypto-world and the awareness of IT security issues.
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: Netzpolitischer Wochenrückblick KW29: Neues vom Staatstrojaner
: Netzpolitischer Wochenrückblick KW29: Neues vom Staatstrojaner Das Bundeskriminalamt will eine mächtigere Version des Staatstrojaners einsetzen. Weltweit versuchen Staaten ihre Medien und Bürger einzuschüchtern und die Position von Strafverfolgern zu stärken. Außerdem haben wir ein Dossier über den NSA-Untersuchungsausschuss zusammengestellt. Die Themen der letzten Woche im Rückblick.
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: Studie: Viele IT-Angriffe, hohe Dunkelziffer
Hacker bei der Arbeit (Symbolbild). : Studie: Viele IT-Angriffe, hohe Dunkelziffer Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland (53 Prozent) sind laut einer repräsentativen Umfrage des Branchenverbandes Bitkom in den vergangenen beiden Jahren Opfer von Wirtschaftsspionage, Sabotage oder Datendiebstahl geworden. An der Spitze steht der Diebstahl von Notebooks oder Smartphones, wobei oft unbekannt bleibt, ob die Täter es auf die Hardware oder auf die darauf gespeicherten Daten abgesehen haben. Zu kurz kommen letztere jedoch nicht:
In jedem sechsten Unternehmen (17 Prozent) wurden in den vergangenen zwei Jahren demnach sensible digitale Daten gestohlen. Vor allem Kommunikationsdaten wie E‑Mails (41 Prozent) oder Finanzdaten (36 Prozent) fielen dabei häufig in die Hände der Angreifer. In 17 Prozent der Fälle von Datendiebstahl wurden Kundendaten entwendet, in 11 Prozent Patente oder Informationen aus Forschung und Entwicklung, in 10 Prozent Mitarbeiterdaten.
Die Dunkelziffer dürfte allerdings deutlich höher liegen, da nur jedes dritte betroffene Unternehmen (31 Prozent) staatliche Stellen einschaltet. Hintergrund ist meist die Angst vor Imageschäden.
Verfassungsschutz: Mehr melden!
Bei der Vorstellung der Studie war im Übrigen auch Hans-Georg Maaßen dabei, der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Er kritisierte die Vertuschung durch die Unternehmen, denn nur wenn sie Angriffe melden würden, könne man Abwehrstrategien entwickeln: „Es gilt der Grundsatz ‚Need to share’, wenn wir gemeinsam die deutsche Volkswirtschaft widerstandsfähiger gegen Wirtschaftsspionage machen wollen.“
Dabei scheint Maaßen entfallen zu sein, dass deutsche Behörden gezielt nach Sicherheitslücken suchen – aber nicht etwa, um sie umgehend dem Hersteller zu melden und damit zur IT-Sicherheit beizutragen. Sondern dazu, sie möglichst lang geheim zu halten, damit der Staatstrojaner genügend Einfallstore vorfindet. Schade, dass Maaßen keine ählich klaren Worte gefunden hat, als der Bundestag kürzlich den Einsatz der staatlichen Schadsoftware massiv ausgeweitet hat.
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: Verbraucherschutzgutachten: Was die nächste Bundesregierung für die Nutzersouveränität tun kann
: Verbraucherschutzgutachten: Was die nächste Bundesregierung für die Nutzersouveränität tun kann So könnte es gehen: Ein Beratungsgremium des Justizministeriums hat umfangreiche Vorschläge vorgelegt, wie Nutzern mehr digitale Souveränität ermöglicht werden kann. Unter anderem wiederholt das Gremium seine Forderung nach einem Audit für algorithmische Entscheidungsverfahren und regt die Schaffung von Datenportalen an, mit denen Nutzer ihre Datenspuren kontrollieren können.
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: Drohnen am Himmel: Spielzeug oder Angriff aufs Privatleben?
Videoüberwachung mit Drohnen - der nächste logische Schritt im "Krieg gegen den Terror"? : Drohnen am Himmel: Spielzeug oder Angriff aufs Privatleben? Gestern gab es im Deutschlandfunk die einstündige Call-in-Sendung „Drohnen am Himmel: Spielzeug oder Angriff aufs Privatleben?“
Welche Drohnen gibt es? Wann und wo ist der Drohneneinsatz für Hobbyflieger und Unternehmen erlaubt und sinnvoll? Was müssen Drohnenführer beachten? Welche Schäden können Drohnen verursachen, wie steht es um die Versicherungspflicht? ExpertInnen beantworten Ihre Publikumsfragen zum Angebot an Drohnen, zu Regeln und auch zu den Möglichkeiten, sich vor allzu neugierigen Drohnenfliegern zu schützen.
Gesprächsgäste von Manfred Kloiber waren:
- Christoph Bach, Bundesverband der Copter-Piloten,
- Michael Fuhrmann, Deutsche Flugsicherung,
- Maximilian Schönherr, freier Journalist und Fotograf,
- Dr. Matthias Fischer, Pressesprecher der Niedersächsischen Landesbeauftragten für den Datenschutz.
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: Gefährdergesetz: Bayern führt unendlichen präventiven Gewahrsam ein
Für immer im Gefängnis ohne je eine Straftat begangen zu haben - in Bayern ist das jetzt möglich. (Symbolbild) : Gefährdergesetz: Bayern führt unendlichen präventiven Gewahrsam ein Bayern hat am Mittwoch das Gefährdergesetz verschärft, es weitet nach Einschätzung der Süddeutschen Zeitung die Rechte der Polizei gewaltig aus. Im Gesetz geht es um Personen, die keine Straftat begangen haben, aber verdächtigt werden, dies zu tun. Diese so genannten Gefährder dürfen jetzt anstatt 14 Tagen für drei Monate präventiv in Gewahrsam genommen werden. Nach drei Monaten muss ein Richter eine Verlängerung überprüfen. So kann es dazu kommen, dass Personen für unbestimmte Zeit im Gefängnis sitzen – ohne jemals eine Straftat begangen zu haben. Auch elektronische Fußfesseln sind im Gesetz enthalten.
Heribert Prantl kommentiert in der gleichen Zeitung:
Das alles ist eigentlich unvorstellbar; bei diesem Gesetz „zur Überwachung gefährlicher Personen“ denkt man an Guantanamo, Erdogan oder die Entrechtsstaatlichung in Polen. Die Haft ad infinitum wurde aber im Münchner Landtag beschlossen. Die CSU sollte sich schämen; die Opposition, deren Aufstand nicht einmal ein Sturm im Wasserglas war, auch. Dieses Gesetz ist eine Schande für einen Rechtsstaat.
Bayerns Innenminister Herrmann (CSU) sagte, dass nicht der Staat die Bürgerrechte bedrohe, sondern Extremisten und Chaoten. Er machte mit dieser Äußerung auch deutlich, dass es sich nicht nur um islamistischen Terrorismus handele, der mit dem Gesetz bekämpft werden solle. Die SPD zeigte sich in der Bewertung zum Gesetz gespalten und verzichtete auf Fundamentalkritik.