Wenn der Staubsauger deine Räume vermisst – und deine Daten weiterverkauft (Update)

Alle Rechte vorbehalten iRobot (PR)

Eine Assistenzwanze der staubsaugenden Art: In einem Interview mit Reuters hat Colin Angle, der Chef der Heimroboterfirma iRobot, angekündigt, dass die im Staubsaugerroboter Roomba anfallenden Daten an Amazon, Apple oder Alphabet weiterverkauft werden könnten:


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Angle sagte Reuters, dass iRobot, welches den Roomba im März kompatibel mit Amazons Alexa gemacht hätte, in Zukunft einen Vertrag abschließen könnte, um in den nächsten Jahren dessen Karten zu einem oder mehreren der Big Three zu verkaufen.

Bislang werden die Daten zur Optimierung der Staubsaugeleistung genutzt, in Zukunft könnten die Daten der vermessenen Räume auch für andere Zwecke genutzt werden. Angle betonte, dass die Weitergabe der Daten freiwillig sein soll. Mit dem Trend zum Smart Home kommen immer mehr Geräte in den Haushalten an, die detailfreudig Daten über ihre Besitzer sammeln.

Update:
Die Nachrichtenagentur Reuters hat ihren Artikel korrigiert und spricht jetzt nicht mehr von „Daten verkaufen“, sondern von „Daten im Einverständnis mit dem Kunden teilen“.  Die PR-Agentur von iRobot hat netzpolitik.org darüber hinaus ein Zitat von Colin Angle zugesendet, in dem es heißt: „Wir werden niemals das Vertrauen unserer Kunden enttäuschen, indem wir Kundendaten – einschließlich Daten, die von unseren internetfähigen Produkten gesammelt werden – verkaufen oder missbrauchen.“

9 Kommentare
  1. Solange die Weitergabe wirklich freiwillig (opt-in statt opt-out) ist sehe ich darin kein Problem. Wenn das hingegen opt-out oder „stand doch in unseren AGBs“ ist ist halt scheiße

    1. Lol, als ob Big Data auch nur ansatzweise was mit Freiwilligkeit zu tun hätte X-D.
      Es erfordert schon ein gewisses Maß an Intelligenz, um Big Data zu umgehen, bzw. sich Big Data zu entziehen, wobei ich Leuten
      die Wanzen für sich saugen lassen, dieses Maß an Intelliegenz niemals zutraue.

  2. Primär sind das Wanzen ohne Saugleistung ,mit miserablen Akkus und die Reichweite bzw. Übertragung der Fernbedienung ist auch noch der letzte Schrott.
    Da nicht jeder in einem leeren Raum wohnt ,ähnlich dem BER Terminal,da mag so ein Ding funktionieren,Alltagstauglichkeit ist hingegen ungenügend,man kann solche Geräte nur als Elektroschrott oder Sondermüll zum Horrorpreis betrachten.
    Sobald sich ein Schlappen ihm in den Weg stellt,von Kleinmöbeln ganz zu schweigen,ist Ende mit Staubsaugen,weil sich das Ding verklemmt oder es kommt über minimale Erhebungen nicht hinweg
    .Die Kinder meines Nachbarn hatten mal ein paar Murmeln im Wohnzimmer verloren,als das Ding die Murmeln aufgesaugt hatte,da ist das Ding kollabiert,es hatte danach eine Identitätskrise und wollte nur noch als schnarrende Sirene auf Erden weilen,Staubsaugen Ade.

    Mein Nachbar hatte die ständigen Reklamationen so was von satt und er hat die Krücke danach zum Recyclinghof gebracht.

    1. Staubsauger bzw. Rasenmähroboter, letzterer hat noch einen gewissen Sinn, aber der wird Sinnfrei, wenn die Besitzerin diesen bei Regen mit dem Schirm begleitet!

      Bei großflächigen Parkettböden macht so ein Ding auch noch Sinn, falls alle 2 Tage noch eine Feuchtreinigung mit eingeplant würde, aber ich Glaube, die können das nicht, das mit dem Feucht durchwischen!

      Von Teppichen will ich mal nicht anfangen oder gerade wenn es Spannend wird, jault der Robot auf und möchte aus einer misslichen Lage befreit werden!

      Lustig wäre es schon wenn der Staubsauger 3 Wochen nix machen kann, weil die Beutel, die er selbst bestellt hat, 3 Wochen Shipping aus China brauchen oder der arme Robot mal wieder auf einen Pfiffigen Händler reingefallen ist!

      IoT, es wird noch „lustig“ und sehr teuer werden!
      Spätestens, wenn der Staubsauger deine Eigentumswohnung bei EeeBey vertickt!

    2. Puh. Also unser Robbie hat ausreichend Leistung, der Akku hält und er verrichtet seine Arbeit sehr zuverlässig. Ein bisschen was wegräumen muss man, aber das muss man ja auch bei nem normalen Sauger … also was ich sagen will: es kommt doch sehr auf das Gerät bzw. den Typen an, auf die Umgebung und und und … aber Staubsaugrobotoren allgemein schlecht machen!? Da wäre ich gegen :)

      1. Mein Kommentar ging ja nicht direkt den Sauger (gibt Gute und weniger Gute), sondern der Verknüpfung mit einem Unternehmen, das deine Daten sammelt und somit deine Privatsphäre verkauft!

  3. Es ist total cool und gleichzeitig katastrophal. Ich will diese ganzen smarten Features – oder zumindest einen Teil davon. Aber ich möchte dafür nicht meine ganzen Daten hergeben und auf meine Privatsphäre verzichten. Dann zahle ich lieber XY Euro an ein Unternehmen, dass sich für Privacy einsetzt und entsprechende Lösungen schafft.

    In meinem Blog habe ich gestern einen Artikel veröffentlicht, weil mich diese Themen einfach nicht in Ruhe lassen. Die ganzen Features sind schon cool … aber um welchen Preis?

    1. Ganz einfach:
      Nimm einen Saug-o-bot, welcher gut ist (Saugleistung, Hürden nehmen, effiziente Vorgehensweise) und bau alles aus was mit Funk
      technologie zu tun hat.
      Fertig!

      1. @anonymous
        Sie glauben doch nicht ,dass die Käufer des Wanzensaugers technisch Hand anlegen um das Ding von der Wanze zu befreien.
        Die Garantie würde durch den Eingriff erlöschen und nach Ende der Garantiezeit,hätte die Wanze schon so viele Daten übertragen,dass ein nachträglicher Eingriff kaum noch was bewirken würde,denn alle Messen wären schon gesungen,bezüglich Wohnraum+Möbeldaten,oder sonstige Daten ,die die Wanze schon weitergeleitet hat.
        Diese unbedarften Bürger sollen ruhig ausspioniert werden,wenn Sie ihre Privatsphäre für ein paar fragwürdige „Features“ eines Technikproduktes verramschen.
        Der Wanzensauger ist die „Cayla“ oder „Hello Barbie“ Puppe für Erwachsene,nur mit dem Unterschied Kinder können sich nicht wehren,den Wanzensaugerkäufern ist das Private sekundär.
        Der Wanzensauger soll am besten noch mit Kamera und Microphon ausgestattet sein, damit solche Typen noch nackter als Nackt dastehen und quasi sich zur öffentlichen Person erklären können.
        Man darf den Exhibitionismuswunsch der Menschen nicht unterschätzen,die alles von sich preisgeben möchten um Anklang zu finden,denn Sie haben ja nichts zu verbergen

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