Auf einem Sonderparteitag der CDU in Mecklenburg-Vorpommern gab Bundeskanzlerin Angela Merkel praktische Tipps zur Förderung unserer Weihnachtskultur. Als es um die Themen AfD und Sorge vor dem Islam ging, erinnerte die Parteivorsitzende ihre Mitglieder an das „C“ im Namen der Partei. Diesen Sorgen sollte man mit christlichen Werten begegnen. Als Beispiel kam sie auf Weihnachtslieder zu sprechen:
Wie viel christliche Weihnachtslieder kennen wir denn noch und wie viel bringen wir denn unseren Kindern und Enkeln bei? Dann muss man eben mal ein paar Liederzettel kopieren und einen, der noch Blockflöte spielen kann […], mal bitten.
Auf das Geraune im Publikum hin bekräftigt sie ihre Aussage. Ohne Weihnachtslieder würde uns ein Stück Heimat verloren gehen. Allerdings ist die Kopie eines Liederzettels, der unter das Urheberrecht fällt, in der Regel eine Urheberrechtsverletzung. Das sagt zumindest die CDU/CSU, deren Kanzlerin Angela Merkel ist. Und die sich vehement dafür einsetzt, dass das auch so bleibt. Aber wie zeitgemäß ist eine solche Regelung, wenn schon die Bundeskanzlerin der Meinung ist, dass man gegen diese Norm verstoßen sollte?
Da es in der Vergangenheit auch Abmahnungen gegen Kitas gab, die genau das getan hatten, bietet der Verein Musikpiraten eine Zusammenstellung von gemeinfreien Weihnachtsliedern an – für ein rechtssicheres Musizieren in der Adventszeit.
