Linkschleuder

Angela Merkel: Urheberrechtsverletzungen zur Rettung des Abendlandes sind ok

Auf einem Sonderparteitag der CDU in Mecklenburg-Vorpommern gab Bundeskanzlerin Angela Merkel praktische Tipps zur Förderung unserer Weihnachtskultur. Als es um die Themen AfD und Sorge vor dem Islam ging, erinnerte die Parteivorsitzende ihre Mitglieder an das „C“ im Namen der Partei. Diesen Sorgen sollte man mit christlichen Werten begegnen. Als Beispiel kam sie auf Weihnachtslieder zu sprechen:


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Wie viel christliche Weihnachtslieder kennen wir denn noch und wie viel bringen wir denn unseren Kindern und Enkeln bei? Dann muss man eben mal ein paar Liederzettel kopieren und einen, der noch Blockflöte spielen kann […], mal bitten.

Auf das Geraune im Publikum hin bekräftigt sie ihre Aussage. Ohne Weihnachtslieder würde uns ein Stück Heimat verloren gehen. Allerdings ist die Kopie eines Liederzettels, der unter das Urheberrecht fällt, in der Regel eine Urheberrechtsverletzung. Das sagt zumindest die CDU/CSU, deren Kanzlerin Angela Merkel ist. Und die sich vehement dafür einsetzt, dass das auch so bleibt. Aber wie zeitgemäß ist eine solche Regelung, wenn schon die Bundeskanzlerin der Meinung ist, dass man gegen diese Norm verstoßen sollte?

Da es in der Vergangenheit auch Abmahnungen gegen Kitas gab, die genau das getan hatten, bietet der Verein Musikpiraten eine Zusammenstellung von gemeinfreien Weihnachtsliedern an – für ein rechtssicheres Musizieren in der Adventszeit.

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39 Kommentare
  1. Ich weiss ja nicht, wie Sven Braun Weihnachten feiert, aber viele Menschen machen das zu Hause im Kreis der Familie. Wenn denn dann Weihnachtslieder gesungen werden und der Text und die Noten werden kopiert und der Gesang nicht öffentlich aufgeführt wird und auch nicht gewerblich genutzt wird (also die Zettel vom gemieteten Weihnachtsmann gegen Geld geliefert werden), dann ist das eine Privatkopie, deren Unentgeltlicheit durch das Urhebergesetz in Deutschland gedeckt wird.
    Man kann Angela Merkel in vielen Dingen kritisieren, aber man sollte sich vorher wenigstens sachkundig machen ;-)
    https://de.wikipedia.org/wiki/Privatkopie
    Einfach mal unsere Gesetze lesen, statt anderen fälscherlicherweise Aufforderung zum Rechtsbruch
    unterstellen. Macht sich besser für das Image.
    https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html
    „Allerdings ist die Kopie eines Liederzettels, der unter das Urheberrecht fällt, in der Regel eine Urheberrechtsverletzung. “
    Das ist grober Unsinn für die von Frau Merkel besprochenen Weihnachtslieder in ungewerblicher, privater Runde.

    1. Den Hoax über Kitas in denen Kinder das Singen von Weihnachtsliedern verboten ist ebenfalls nicht blöde genug, als dass Herr Braun nicht auch das noch glaubt. Jetzt weiß ich wenigstens was Cross-media Redaktion in seiner Vita bedeuten soll. Man mischt altbekannte Hoax’s mit „Der Positillion“ Meldungen und setzt die in Zusammenhang mit Sachverhalten, die der Cross Media zwar auch versteht, aber geeignet sind, aus alle dem zusammen ein paar Textzeilen zu remixen. Hauptsache der Echoroom der Adressaten reflektiert schenkelklopfend jeden Unsinn zurück.

    2. Hallo Wolfgang,
      Weihnachtslieder werden aber nicht nur im privaten Kreis gesungen. Das kann auch auf Weihnachtsmärkten geschehen. Da befinden wir uns wieder in einem öffentlichen Raum. Frau Merkel sprach auch von Weihnachtsliedern, die in den Kreisverbänden gesungen werden. Von daher würde ich ihre Aussage nicht so verstehen wie sie meinen.
      Mit freundlichen Grüßen
      Sven Braun

      1. Merkel sprach von unseren Kindern und Enkeln und wir. Kreisverbände haben keine Emkel. Die Unterstellung ist weltfremd und würde nach Maas bei Facebook als Hatespeach gelöscht ;-) konstruierter Unsinn.

        1. Haben sie das Video gesehen? Da sagt Merkel nämlich: „Wieviel tun denn das [Weihnachtslieder singen] noch auf ihren Weihnachtsfeiern in den Kreisverbänden.“ Das mit den Kindern und Enkeln ist nur ein Aspekt. Sie will das ingesamt mehr christliche Weihnachtslieder gesungen werden.

          1. …die deutschen Weihnachtslieder von denen hier die Rede ist, sind seit langem urheberrechtsfrei. Studiere mal noch’n bißchen weiter, irgendwann schreibste dann auch weniger Unsinn.
            Grüsse von einem Musiker \ GEMA Mitglied.

          2. Ja, ich habe das Video gesehen und singe im Advent gemeinfreie Lieder. „Stille Nacht“, „Kommet Ihr Hirten“, „O Tannenbaum“, „Kling, Glöckchen klingelinggeling“. Die ganze Klaviatur. Manchmal auch mit ausgedruckten Zetteln. Die hier zum Beispiel:
            http://www.heise.de/newsticker/meldung/Singen-im-Advent-Gema-freie-Weihnachtslieder-1385979.html
            Der Praktikant sollte Google nutzen, bevor er Unsinn schreibt.

            Das Härteste aber finde ich ist: da bemüht sich die Netzcommunity seit Jahrzehnten gegen ein überzogenes Copyright und dann wird hier unsachlich gegen die Kanzlerin gehe´tzt mit dem falsch recherchierten Vorwurf, sie würde zu Copyright-Verletzungen aufrufen. Hat netzpolitik.org jetzt die Seite gewechselt? OMG

          3. @Karl Boehm:
            Es geht hier nicht um das Urheberrecht am Lied selbst, sondern um die Rechte an den gedruckten Noten. Letztere sind üblicherweise nicht „urheberrechtsfrei“. Als Musiker sollten Sie das eigentlich wissen.

          4. „Letztere sind üblicherweise nicht „urheberrechtsfrei“. “
            Das ist großer Blödsinn. Mittlerweile ist ja auch der Artikel abgeändert worden, um urheberrechtsfreie Weihnachtlieder drucken zu gönnen. Diese Unwahrheiten zu den Copyrights mit Weihnachtsliedern kann eigentlich nur mit unendlichem Hass auf Merkel begründet werden, wo hier so viele Beispiele gezeigt wurden, wie man legal Liederzettel kopiert. Dieser Hass an der Wahrheit vorbei führt uns nicht weiter, er zerstört nur die Gesellschaft.

    3. In Deutschland und Österreich gilt, dass Musiknoten ohne Einwilligung des Rechteinhabers nur dann vervielfältigt werden dürfen, wenn dies durch Abschreiben erfolgt. https://de.wikipedia.org/wiki/Privatkopie#Musiknoten

      (4) Die Vervielfältigung
      a)
      graphischer Aufzeichnungen von Werken der Musik,
      b)
      eines Buches oder einer Zeitschrift, wenn es sich um eine im wesentlichen vollständige Vervielfältigung handelt,
      ist, soweit sie nicht durch Abschreiben vorgenommen wird, stets nur mit Einwilligung des Berechtigten zulässig
      https://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__53.html

      1. Für die von Frau Merkel vorgeschlagenen christlichen Weihnachtslieder kann man die von heise propagierten Noten verwenden, die von den Herstellern der Druckformatvorlagen mit gemeinfreien Werken toter Künstler freigegeben sind.
        http://www.heise.de/newsticker/meldung/Singen-im-Advent-Gema-freie-Weihnachtslieder-1385979.html
        Leser von Netzpolitik.org könnten das eigentlich wissen. Aber man kann natürlich auch weiter Verschwörungstheorien aus der Area 53 verbreiten :-)

    1. http://www.westfalen-blatt.de/OWL/Lokales/Bielefeld/Bielefeld/1822616-Wer-kopiert-muss-zahlen-Vereinbarung-des-Landes-mit-der-Gema-angemahnt-Aerger-um-Gema-Gebuehren-im-Kindergarten
      „Klassische Weihnachtslieder wie »O du fröhliche« dürfen übrigens in der Regel grundsätzlich ohne Beschränkung vervielfältigt werden, da die urheberrechtliche Schutzfrist (70 Jahre nach dem Tod des Autors) abgelaufen ist.“
      Das Lied „In der Weihnachtsbäckerei“, für das die GEMA Kitas abzocken will, ist kein christliches Weihnachtlslied. Die Kanzlerin hat von christlichen Weihnachtsliedern gesprochen. Zuhören kann manchmal hilfreich sein. Aber Hasspredigen macht offenbar mehr Spass. :-)

      1. Für die Musik genügt eine neue Variante – hier eine Synkope rein, da eine Terz höhersetzen, zweite Stimme dazu, die Möglichkeiten sind vielfältig.
        Und der Notensatz ist selbst wieder geschützt.

        Also am besten 200 Jahre alte Notenblätter auftreiben und diese selbst abmalen/abschreiben (Sütterlin).

        Und dann selbst abmahnen. :)

    2. Das fing mit den Kinderliedern an. Das Geld fließt von der GEMA an die VG-Musikedition (1), und von dort an die Musikverlage. Im Verwaltungsrat der VG-Musikedition sitzt zufällig Dr. Axel Sikorski dem ein großer Musikverlag (2) gehört. Die KITAS haben kaum Geld. Sie verzichten lieber, oder spielen GEMA-freies Material, als das sie der GEMA Geld bezahlen. Das bringt aber den Musikverlagen kein Geld. Zum Glück springt der Steuerzahler ein: Die GEMA-Vermutung ermöglicht Pauschalvergütungen, die mit Politkern ausgehandelt werden. (3,4) Das funktioniert anscheinend so gut, dass man die Geldquelle wohl weiter auspressen wird.

      (1) http://www.vg-musikedition.de/ueberuns_verwaltungsrat.php
      (2) http://www.sikorski.de/
      (3) http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/Streit-um-Gema-Gebuehren-in-Kindergaerten-beigelegt-id14702476.html
      (4) http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Netzwelt/d/1398470/gema-will-pauschalvertraege-mit-den-laendern.html

      1. Die GEMA hat kein Geld für gemeinfreie Lieder gefordert. Die christlichen Lieder, von der Frau Merkel sprach, sind gemeinfrei. Mach Dich doch mal sachkundig. Diese Copyright-Hetze ist ja schlimmer als vom rechten Rand.

      2. Lieber Herr Moin,

        gehen Sie doch mal in eine beliebige Kita ( sollten sie überhaupt persönlich eine kennen, und ggf. On Top, eine in denen christliche Weihnachtslieder überhaupt in Betracht kommen), und hören im Morgenkreis einfach mal zu, wie schön da alles mögliche gesungen wird, auch NICHT ohnehin gemeinfreie Musik. Es nähert sich der Vermutung des Hirntodes anzunehmen, dass das singen von Liedern etwas Kosten würde. Tut es nicht. Weder in der Kita noch im Oktoberfestzelt. An die GEMA ist nur DANN für die Nutzung zu bezahlen, wenn folgendes erfüllt ist. a) Aktuell noch geschützte Notenblätter werden kopiert, oder B) Sie agieren als Veranstalter einer öffentlichen Veranstaltung und haben dafür eine Compo / Band engagiert die Lieder und texte ANDERER nachspielt, z.b Deine Ihre Kunden im Oktoberfestbierzelt mitgrölen ( kostelos ) können, damit sich Ihr Bier und Ihre halben Hähnchen besser verkaufen. Beides trifft in einer KITA überwiegend nicht zu. Zum einen können die kleinen meist noch nicht Noteln lesen ( leider!) , somit ergibt es wenig Sinn, den Kleinen kopierte Notem vorzulegen, anstatt das vorsingen ( kostenlos) und nachsingen ( kostenlos). Ebenso kenne zumindest ich noch nicht das geschäftsmodell, dass KITAS zum morgenlichen Kreis Singen öffentlich einladen, um damit ein Geschäft mit Kakao und Hirsebrei Verkauf zu betreiben.

        1. Geht Herr Moin in eine Kita (Vorsicht! Bitte um Erlaubnis fragen, nicht einfach zu fremden Kindern setzen. Wo ist denn fremder Besuch erlaubt?), wird aus dem Morgenkreis eine öffentliche Veranstaltung. :-(

    3. @cervo Hüstel, also Deine These……Das Singen von Weihnachtsliedern in Kitas kann Geld kosten….
      ist leider,zurückhaltend ausgedrückt, falsch. Das Singen von Liedern ist jederzeit kostenfrei, ob in der Kita im Bierzelt oder als Besucher auf Konzerten. Du kannst kostrenfrei trällern wann immer Du andere damit nerven willst. Bezahlen musst Du erst, wenn Du Dir als Veranstalter überlegst, dass vielleicht mehr Menschen bereit sind Dein Bier zu trinken, wenn Du denen Lieder vorsingst, die andere aufgrund Ihrer Schöpfung komponieren konnten, Dir aber zwangs zu Verfügung stellen müssen, aber immerhin dafür von der GEMA ( die dafür das Inkasso für den Staat macht, und vom Veranstalter somit vergütet wird ) pauschal eine Art Schmerzensgeld, der Gesetzgeber nennt es Kompensation, dafür bekommen, dass Du mit deren Kompositionen mehr Bier verkaufst. Combrente ?

  2. „Wie viel christliche Weihnachtslieder kennen wir denn noch und wie viel bringen wir denn unseren Kindern und Enkeln bei?“

    Jaja, Deutschlanbd und säkular. Deutschland ist genauso ein religiöser Staat wie die Türkei oder der Iran, nur (noch) nicht muslimisch, sondern christlich. Können wir diese religiösen nicht endlich mal entmachten?

    Mia
    misdis88@web.de

  3. Ehm … ich weiß gar nicht warum hier alle so auf dem Autor rumhacken …

    Dann muss man eben mal ein paar Liederzettel kopieren und einen, der noch Blockflöte spielen kann (…) mal bitten.

    Natürlich ist das erstmal eine Urheberrechtsverletzung. Dabei ist es auch völlig unerheblich, ob es sich jetzt um GEMA-pflichtiges Liedgut handelt oder nicht. Es ist dann einfach einer weniger, der die Hand aufhält. So lange die Originalnoten aber von einem Verlag gestellt werden darf man sie eben NICHT kopieren und das ist der Normalfall.

    Das steht übrigens auch so ziemlich auf allen Partituren drauf, weil diese unter dem Urheberrecht des Verlages stehen, der sie heraus gegeben hat. Und auch die Klugscheisser (sorry), die meinen man könnte sich auf eine Privatkopie berufen sollten vielleicht mal das Gesetz lesen. Dort gibt es nämlich eine Ausnahme für Musiknoten: https://dejure.org/gesetze/UrhG/53.html (Absatz 4). Danach ist die Vervielfältigung nur durch Abschreiben erlaubt oder muss durch den Berechtigten (in diesem Fall des Verlages) zulässig. Deshalb mussten ja die Piraten (Gott hab sie selig) ein eigens Liedbuch herausgeben. Dass der Autor in diesem Fall schon 70 Jahre tot ist macht nämlich überhaupt keinen Unterschied.

    1. *Danach ist die Vervielfältigung nur durch Abschreiben erlaubt oder muss durch den Berechtigten (in diesem Fall des Verlages) zugelassen werden.

      (Sorry, schon spät)

    2. Ja, ja. Jetzt wird Netzpolitik.org doch noch zu einer Plattform für Copyright-Hardliner, wo alle Weicheier platt geredet werden sollen, die andere juristische Auslegungen verbreiten für Privatkopien von Werken von Komponisten, die schon über 70 Jahre tot sind. Rückabwicklung der Gemeinfreiheit durch orthodoxe Fundamentalisten. Aus der Area 53 :-)
      Aber Rechtskommission des Deutschen Bibliotheksverbandes
      http://www1.stuttgart.de/stadtbibliothek/mub/Merkblatt_Notenkopieren.pdf
      DR. METZNER RECHTSANWÄLTE:
      „Erlaubt ist demnach:
      – Nicht-gewerbliches Kopieren von Noten „gemeinfreier“ Musikwerke, wenn es sich nicht um
      noch geschützte wissenschaftliche Ausgabe handelt; gemeinfrei ist ein Werk, wenn der Urheber
      bzw. alle Miturheber des betreffenden Werkes, in der Regel Komponisten oder Textdichter,
      schon mehr als 70 Jahre tot sind, z. B. im Jahr 2010 sind Werke gemeinfrei, deren
      Komponist vor 1940 verstorben ist) “
      http://www.ocv1885.de/tl_files/ocv/dateien/News/Dr._Metnzer_zum_Thema_Noten_Kopieren.pdf

      Für die von Frau Merkel angesprochenen christlichen Weihnachtslieder empfiehlt es sich, die von heise propagierten Vorlagen für die Noten zum Vervielfältigen zu verwenden, die vom Verein Musikpiraten e.V. neu gesetzt wurden, aus gemeinfreien Werken bestehen und an denen die GEMA für die VG Musikedition keine Ansprüche hat.
      http://www.heise.de/newsticker/meldung/Singen-im-Advent-Gema-freie-Weihnachtslieder-1385979.html

      1. Hörst Du Dir eigentlich beim Trollen mal selber zu? Das Ganze hat mit der GEMA rein gar nichts zu tun. Deshalb bist Du auch der Einzige, der den Käse immer wieder in die Diskussion bringt. Genau so wie diesen Verschwörungsschwachsinn. Ich bin weder „Copyright-Hardliner“ noch der Grund, dass Du offensichtlich nicht lesen kannst.

        Nur weil das Lied gemeinfrei ist, heißt das nicht, dass auch die >>>Noten<<< (das Werk) dazu gemeinfrei sind. Die werden nämlich von anderen Komponisten (die nicht tot sind) arrangiert und von Verlagen gedruckt und haben daher auch ein eigenes Copyright und dieses Copyright ist extra von der sog. Privatkopie ausgenommen. Man darf sie also nicht wie eine CD kopieren und an Bekannte weiter geben. Man darf sie kopieren und in die eigene Sammlung übernehmen und man darf sie abschreiben. Das steht übrigens auch in den verlinkten PDFs.

        Ich weiß nicht, ob Du schon mal Partituren in der Hand gehabt hast, aber auf nahezu allen steht drauf, dass das Kopieren ausdrücklich nicht erlaubt ist und einer Genehmigung bedarf. Das betrifft auch Komponisten, die schon seit über 70 Jahren tot sind.

        1. Deine Predigten als Copyright-Hardliner führen an der Realität vorbei. Zum einen ist es eine wilde Spekulation von Dir, dass durch neue Arrangements Copyright vorläge, was z.B. in dem heise-Case eben nicht der Fall entgegen Deiner wilden Spekulation. Wie auch bei alten Vorlagen nicht.
          Noch schlimmer aber an der wilden, hasserfüllten Spekulation hier ist, dass die meisten Menschen christliche Weihnachtslieder nicht mit Noten lernen. Ich kann keine Noten lesen, um daraus meinen Gesang zu determinieren, singe aber 50% der Lieder aus dem heise-Portfolio fehlerfrei. Weil ich es von Eltern und Großeltern gelernt habe (wie es Merkel sagte) und manchmal bei den Texten durch Druckwerke ohne Noten unterstützt wurde.
          Mich wundert es, dass so viel Hass gegen Merkel zum Ausdruck gebracht wird und das noch mit einem für netzpolitik.org so absurden Keule des angeblichen Copyrights von Noten.
          Am Rande: bei den Musikpiraten steht in den Adventsliedern explizit:
          „Alle Leider gemeinfrei – kopieren erlaubt!“
          http://dev.musikpiraten-ev.de/singen-im-advent/Singen_im_Advent_-_Auflage_3.pdf

          1. Frau Merkel hat sich an keiner Stelle ausschließlich auf gemeinfreie „Liederzettel“ der Musikpiraten bezogen. Insofern kann man hier schon unterstellen, dass sie es mit dem Urheberrecht nicht so genau nimmt. Zumindest wenn die Urheberechtsverletzungsvermutung der Musik- und Filmindustrie im Internet zugrunde gelegt wird, die auch die „Privatkopie“ infrage stellt.

          2. @wollknäuel
            Es ist in meinen Augen üble Nachrede, wenn man behauptet´, dass Merkel zu Rechtsbrüchen aufgerufen habe. Sie hat lediglich gesagt, dass Eltern und Großeltern auch durch Kopieren von Zetteln Kindern und Enkeln Weihnachtslieder beibringen soll.
            Das es genügend gemeinfreie Vorlagen gibt und bei Kindern und Erwachsenen oft auch die Jahrhunderte alten Texte reichen, ist die Verschwörungstheorie, Merkel rufe zum Bruch des Urheberrechtes auf, erfunden. Erstunken und erlogen. Der Autor sollte sich über so einen Mist schämen, wenn er nicht weiß, wie man sich legal durchs Leben bewegen kann. Der Hass auf Merkel als einziges Motiv für solche überle Nachrede ist schändlich und verwerflich. Bei Facebook wuürde solcher Unsinn als Hatespeech gelöscht. Aber offenbar möchte netzpolitik.org zum Hardliner einer restriktiven Copyright-Politik werden, so dass man Rechtsbrüche unterstellt, wo keine sind. Dieser Hassartikel ist angesichts der Fakten eine ekelhafte Entwicklung. man möchte meinen, dass kranke Hirne diese Beschuldigungen spinnen.
            Merkel muss nicht jedem Dorfdeppen sagen, wie man sich rechtskonform verhält. Das kann heute jeder im Internet nachgooglen. Aber jeder Dorfdepp, der Merkel rechtswidriges Verhalten nachsagt, sollte vielleicht auch mal einen Blick in unser Strafgesetzbuch werfen, dass die Bürger auch vor bewerfen mit absurder Gülle schützt:
            „§ 186 Üble Nachrede
            Wer in Beziehung auf einen anderen eine Tatsache behauptet oder verbreitet, welche denselben verächtlich zu machen oder in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen geeignet ist, wird, wenn nicht diese Tatsache erweislich wahr ist, mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe und, wenn die Tat öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) begangen ist, mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

            Das Lied „Stille Nacht“ kann man übrigens auch in Wikipedia rechtlich sauber Saugen:
            https://de.wikipedia.org/wiki/Stille_Nacht,_heilige_Nacht
            Aber die Kenntnis über die Materie ist offenbar nicht gewünscht, vielen reicht ja der Hass auf Merkel. Widerlich.

  4. Da die Kita, in der ich arbeite, keinen Juristen unterhält, sind Kopien von Liedern, Textstücken, Malvorlagen usw. prinzipiell verboten.
    Da hilft es auch nicht, wenn ich versuche sachlich zu argumentieren. Allein die Zeit für Recherche ist in der Dienstzeit nicht zu bewältigen.

    Wir kopieren nicht mehr, und jeder Zettel, der zu stark beschädigt ist, führt zur Reduzierung des Fundus an Liedern.

    1. Wozu und zu welchen zweck kopiert man in einer Kita Noten oder textstücke??? Kaum ein Kind kann Notenlesen oder Lesen. In Unserer Kita haben wir einen Haufen Liederbücher. Gekauft. Und die meisten schon vor 15 Jahren, denn das Liedgut hat sich kaum geändert. Da kam mal ein Liederbuch moderer Kinderlieder dazu, Ok, aber auch das 1 Buch war kostenmäßig OK. Draus bedienen sich die Erzieher*innen, sollten die das überhaupt nötig haben. Also wo bitte und zu welchen zweck müssen Noten und texte kopiert werden?????? Auch, in unserer Kita ( seit 20 Jahren erfolgreich Eltern Initiativ) würde unsere Erzieher*innen gewaltig was zu hören bekommen, sollten die daran denken, unseren Kindern vorbedrucktes „Malpapier“ zum ausmalen anzubieten.

  5. Für die Abschiedsmappen der Kinder „Mein Lieblingslied“.
    Für jedes Jahr neue Bufdis und FSJ’ler.
    Für Praktikanten und Hospitierende.
    Für Krankheits- und Schwangerschaftsvertretungen.
    Für Zeitarbeitskräfte.
    Für Eltern beim Laternelaufen.
    Für den Hintergrund-Elternchor beim gemeinsamen Theaterstück.
    Für interessierte Eltern, Großeltern und sonstioge Angehörige, die sich aktiv dafür interessieren, was ihr Kind singt und es begleiten wollen.
    Für diejenigen Eltern, die die Lieder ihrer Kinder selbst nicht kennen.

    Und nicht zuletzt: für aktuelle Liedtexte von aktuellen Liedern, die sie bei ihre Eltern mit-hören. Denn das Liedgut der Kinder ändert sich.

    1. Nonsens. Mal mit den den Kindern die Noten auf Notenblättern für Ihre Abschiedsmappe, anstatt Dir den faulen Kopier – Lenz zu machen. Da hat das Kind später auch wirklich was davon. Für all die temporären Kräfte gibt es die bereits erwähnten Liederbücher. Lass es mal 10 sein, die halten 10 jahre. Schreib für den „Hinterchor“ der Eltern den text ab, und kopier diesen. Kauft Euch alle 3 Monate für 6 € das aktuelle „Hitlieder “ Buch, sollte dafür tatsächlich Bedarf sein. Alles in allem. Wärst Du in unserer Kita beschäftigt, würdest Du im bestreben Dir möglichst den faulen Lenz mit Kopierer und Ausmalbüchern machen zu wollen, in ernsthafte Personal Gespräche verwickelt.

        1. Mein lieber Mike, ich habe unserer Kinder in einen Eltern- Initiativ Kindergarten, mit 50 % Integrationsausrichtung, durchgeschleust. Und da wir ALLES an Geld in die Möglichst Gute Honorierung und Fortbildung der Erzieher*innen gesteckt haben, haben bei uns die Eltern geputzt, gekocht, und, das habe ich gemacht, alle sehr aufwendigen kaufmännischen Belange abgearbeitet. Da ist eine KITA schon ein kleines Unternehmen. In all den Jahren hatte ich exakt 0 (!) x den Fall, dass es irgendwelche Probleme wg. „Urhebersachen“ oder GEMA gab. Der HOAX mit Kitas die wg. GEMA oder dem „Urheberrecht“ keine Lieder singen ist so abgrundtief dämlich, dass ich mir ernsthaft bzgl. den IQ der Sorge-tragenden Gedanken mache. Wir haben ausreichend Liederbücher gekauft, diese halten ewig. Auch neue Lieder, die sich verbreiten haben wir einfach als Liederbuch gekauft. Im Jahr gehen für so Sachen kaum mehr als 50 € drauf. Wir hatten sogar mal den aktuellen “ Star“ der neuen Kinderlied Moden zu Besuch, und er hat voller Spaß mit unseren Kindern zusammen seine Lieder gesungen. Auch da kam keine GEMA Rechnung. Unsere Erzieher*innen wurden ziemlich „gepäppelt“,von allen Arbeiten außerhalb Ihrer Profession ferngehalten, aber als Gegenleistung, ganz klar, hätten wir „Ausmalbücher“ oder das faule kopieren von irgendwas schlicht nicht zugelassen. Die Diskussion war aber bei unseren engagierten und gut ausgebildeten kräften ( 50 % Integration ) aber ohnehin nie notwendig. Ich glaube allerdings nicht, dass der „Erzieher“ tatsächlich irgendwo tätig ist, vielmehr ist das eine Vorwand mit den geäußerten irgendwie „authentischer “ oder fundierter wirken zu wollen.

  6. Noch dümmer und naiver hätte ihr Satz

    „nein das meine ich jetzt ehrlich…….“

    nicht sein können. Das war noch wichtiger als die Flöte und die Lieder!

    Ihr ist anscheinend eimngefallen ,dass ihr nicht mehr geglaubt wird.

    Ehrlich gesagt ! ich hätte mir nie gedacht ,dass sie zum Schluss in eine solch extreme Geheimregierung eintaucht !
    Da wird einem Angst !

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