NDR Aktuell thematisierte gestern Nachmittag die elektronische Gesundheitskarte. Dabei wird vor allem der Aspekt, dass seit diesem Jahr PatientInnen ohne e‑Card nicht mehr so einfach von ihren ÄrztInnen behandelt werden können, da die Kartenlesegeräte in den Praxen die Daten der alten Karten nicht auslesen können, angesprochen.
Wir haben in unserer Praxis sehr viele Versicherte, die kritisch sind. Die sagen: Mein Datenschutz soll so aussehen, dass die Daten in der Praxis meines vertrauten Arztes sind oder in der Klinik oder bei denen, die mich behandeln. Aber nicht im Internet irgendwo zentral gespeichert. Und gerade diese Datenschutz-kritischen Versicherten werden jetz im Moment bestraft, weil ich sie eben nicht direkt problemlos behandeln kann.
(Dr. Silke Lüder, Allgemeinmedizinerin)
Einige Krankenkassen sind aber anderer Meinung und glauben, dass die neue e‑Card schlussendlich nur positive Wirkungen haben wird.
Dinge, die in der Vorüberlegung schon immer eine Rolle gespielt haben, wie eine bessere Erfassung der Daten für die Notfallversorgung, eine bessere Zusammenstellung der Medikamentenversorgung einzelner Patienten, auch aktuelle Röntenbilder oder beispielsweise der Status von chronischen Erkrankungen, der so festgehalten werden kann.
(Frank Liedtke, Barmer GEK)
Selbst wenn sich manche Menschen dies wünschen würde, so funktioniert es bei der jetzigen Generation der e‑Card nicht.