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Digital Dark Ages: Digitale Kulturgüter und Aufzeichnungen des Alltags

Unter dem Begriff „Digital Dark Ages“ werden seit einiger Zeit Problematiken der Archivierung und auch des Zugangs zu digitalen Kulturgütern und zu Aufzeichnungen des alltäglichen Lebens diskutiert. Unter Geschichtswissenschaftlern, Bibliothekaren oder Informatikern, die sich mit Langzeitarchivierung beschäftigen, ist das schon seit den Neunzigern Thema. Der Begriff bezieht sich auf die „Dark Ages“ des Mittelalters, wo erhaltene schriftliche Aufzeichnungen über mehrere Jahrhunderte rar gesät sind.

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Was die typischen Probleme bei der Erhaltung von elektronischen Informationen und kulturellen Werken sind, beschreibt Autor Ted Rall in einem lesenswerten Artikel mit dem Titel The Digital Dark Ages: Movies and Books Get Deleted as Selfies Pile Up. Er weist mit aktuellen Beispielen auf Probleme hin, etwa bei Formaten und bei Übertragungen von Dateien:

Tons of tunes got lost in the move from vinyl to CD. Maybe it’s the stuff that I like to listen to, but it feels like format loss has been more devastating this time around, as music storage goes from physical to ethereal.

Es geht eben nicht nur um das Kopieren von digitalen Informationen von einem Speicherplatz zum nächsten, wo wir Datenverlust ohnehin ganz gern ignorieren, sondern auch um die Übertragung in andere Formate und Strukturen:

Format transitions are also murdering our musical and literary legacies.

tall snowden
Snowden von Red Tall

Es hat keinen Bezug zum aktuellen Text von ihm, aber vom dem Autor, politischen Cartoonisten und Kolumnisten Ted Rall gibt auch einen fabulösen Non-Fiction Comic über die Massenüberwachungsprogramme der NSA. Nur falls noch jemand ein spätes Weihnachtsgeschenk sucht. :}

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