Dateiformate

  • : Digital Dark Ages: Digitale Kulturgüter und Aufzeichnungen des Alltags
    Digital Dark Ages: Digitale Kulturgüter und Aufzeichnungen des Alltags

    Unter dem Begriff „Digital Dark Ages“ werden seit einiger Zeit Problematiken der Archivierung und auch des Zugangs zu digitalen Kulturgütern und zu Aufzeichnungen des alltäglichen Lebens diskutiert. Unter Geschichtswissenschaftlern, Bibliothekaren oder Informatikern, die sich mit Langzeitarchivierung beschäftigen, ist das schon seit den Neunzigern Thema. Der Begriff bezieht sich auf die „Dark Ages“ des Mittelalters, wo erhaltene schriftliche Aufzeichnungen über mehrere Jahrhunderte rar gesät sind.

    Was die typischen Probleme bei der Erhaltung von elektronischen Informationen und kulturellen Werken sind, beschreibt Autor Ted Rall in einem lesenswerten Artikel mit dem Titel The Digital Dark Ages: Movies and Books Get Deleted as Selfies Pile Up. Er weist mit aktuellen Beispielen auf Probleme hin, etwa bei Formaten und bei Übertragungen von Dateien:

    Tons of tunes got lost in the move from vinyl to CD. Maybe it’s the stuff that I like to listen to, but it feels like format loss has been more devastating this time around, as music storage goes from physical to ethereal.

    Es geht eben nicht nur um das Kopieren von digitalen Informationen von einem Speicherplatz zum nächsten, wo wir Datenverlust ohnehin ganz gern ignorieren, sondern auch um die Übertragung in andere Formate und Strukturen:

    Format transitions are also murdering our musical and literary legacies.

    Es hat keinen Bezug zum aktuellen Text von ihm, aber vom dem Autor, politischen Cartoonisten und Kolumnisten Ted Rall gibt auch einen fabulösen Non-Fiction Comic über die Massenüberwachungsprogramme der NSA. Nur falls noch jemand ein spätes Weihnachtsgeschenk sucht. :}

    23. Dezember 2015
  • : Sehenswerte Camp-Vorträge VI: Bugged Files
    Sehenswerte Camp-Vorträge VI: Bugged Files

    Das sechste Video vom Chaos Communication Camp, das angepriesen gehört, ist heute Bugged Files. Is Your Document Telling on You? vom Samstag. Man kann dabei einiges lernen über einfache Dateiformate und den damit zusammenhängenden Datenverkehr, der ungewollt oder heimlich den eigenen Rechner verlässt, wenn man die Dateien nutzt. Das kann Folgen für die Sicherheit oder für die Vertraulichkeit (oder beides) haben:

    Certain file formats, like Microsoft Word and PDF, are known to have features that allow for outbound requests to be made when the file opens. Other file formats allow for similar interactions but are not well-known for allowing such functionality. In this talk, we explore various file formats and their ability to make outbound requests, as well as what that means from a security and privacy perspective.

    Es geht nicht nur um die üblichen Verdächtigen der Office Suite von Microsoft, wie das .xlsx‑, .pptx- oder docx-Format, sondern auch um ein paar unerwartete Kandidaten, beispielweise das .rtf‑, .mp3- oder .wmv-Format – teilweise live im Vortrag vorgeführt. Ausführbare Dateiformate spielen in dem Vortrag allerdings keine Rolle, auch Exploits werden für die Beispiele nicht verwendet.

    Das Video kann man beim CCC-Kanal bei youtube oder aber bei media.ccc.de in mehreren Audio- und Video-Formaten klicken. Das Team aus Daniel Crowley und Damon Smith hat den Vortrag auch auf der DEFCON gehalten und dort die Folien (pdf) zur Verfügung gestellt.

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    31. August 2015 2