Zur Zeit ist es scheinbar nicht möglich aus dem Netzwerk der amerikanischen Armee heraus, auf die britische Webseite des Guardian zuzugreifen. Der Zugriff sei demnach zu dem Zeitpunkt gesperrt worden, als Glenn Greenwald die ersten von Edward Snowdon bereitgestellten NSA-Dokumente veröffentlichte. Das berichtet der Monterey County Herald in Bezug auf einen Sprecher des US-Militärs.
Gordon Van Vleet, ein Sprecher des Army Network Enterprise Technology Command, sagte gegenüber dem Monterey County Herald, dass die Sperrung des Guardian eine Schutzmaßnahme gegen unautorisierte Veröffentlichungen von geheimen Dokumenten sei.
He wrote it is routine for the Department of Defense to take preventative „network hygiene“ measures to mitigate unauthorized disclosures of classified information. „We make every effort to balance the need to preserve information access with operational security,“ he wrote, „however, there are strict policies and directives in place regarding protecting and handling classified information.“
In einem späteren Telefonat erklärte Van Vleet, dass die Sperrung innerhalb des gesamten Netzwerkes des US-Militärs gelte. Angehörige des Militärs gaben an, die amerikanische Webseite des Guardian, http://www.guardiannews.com/, aufrufen zu können. Umleitungen zu Artikeln auf der britischen Seite, wie jene über die geleakten NSA-Dokumente, seien hingegen nicht möglich.
Der Guardian hat bisher keinen Kommentar zu diesen Vorfällen abgegeben. Alan Rusbridger, der Chefredakteur des Guardian verbreitete die Nachricht allerdings bei Twitter.
Californian US Army base blocks the Guardian for „network hygiene“ reasons http://t.co/7VSyPguaPh #NSA
— alan rusbridger (@arusbridger) June 27, 2013