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Sudan vom Internet abgeschnitten – vermutlich auf Anordnung der Regierung

Sowohl Renesys, als auch Arbor Networks, berichten, dass Sudan vom Internet abgeschnitten wurde – vermutlich aufgrund von Unruhen und Straßenkämpfen im Land. Renesys sagte gegenüber der Washington Post, dass vieles auf einen Blackout hindeutet, der durch die Regierung angeordnet wurde. Falls dem wirklich so ist, wäre es der größte Blackout seit dem vom Januar 2011…

  • Jan-Peter Kleinhans

BVA0BxmCQAATivhSowohl Renesys, als auch Arbor Networks, berichten, dass Sudan vom Internet abgeschnitten wurde – vermutlich aufgrund von Unruhen und Straßenkämpfen im Land. Renesys sagte gegenüber der Washington Post, dass vieles auf einen Blackout hindeutet, der durch die Regierung angeordnet wurde. Falls dem wirklich so ist, wäre es der größte Blackout seit dem vom Januar 2011 in Ägypten. Renesys hatte dem Sudan letzten Winter ein „erhebliches Risiko“ für einen Internet-Blackout attestiert. Die jetzigen Unruhen, die Auslöser für das Abschalten des Internets im Sudan sein könnten, beruhen u.a. auf drastisch gestiegenen Benzin-Preisen, da die Regierung die Subvention von Benzin eingestellt hat. In den seit drei Tagen anhaltenden Unruhen und Auseinandersetzungen mit der Polizei, im nördlichen Khartoum, sind bisher zwei Menschen ums Leben gekommen.

Seit etwa einer Woche wird der Präsident Sudans Omar al-Bashir vom Internationalen Strafgerichtshof wegen des Genozids in Darfur gesucht.

Über die Autor:innen

  • Jan-Peter Kleinhans

    Wirtschaftsinformatiker und Soziologe. 2013 Praktikant bei netzpolitik.org. Seit 2014 bei der stiftung neue verantwortung. An vielem interessiert. Arbeitet vorrangig zu Geheimdienstkontrolle, Schutz von Privatsphäre, Transparenz, Netzneutralität und Frequenzpolitik. Twittert viel zu selten. (@JPKleinhans)


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