Netze

Netzneutralität = Medienvielfalt, echte Innovationen und grenzenlose Liebe

Der Digitale Gesellschaft e.V. und D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt klären in einer gemeinsamen Motiv-Serie über die Bedrohung durch die Drosselkom-Pläne der Deutschen Telekom auf eine offenes Netz und Netzneutralität auf. Gefordert wird eine gesetzliche Festschreibung und Durchsetzung der Netzneutralität, um Medienvielfalt, echte Innovationen und grenzenlose Liebe zu sichern.


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Die von Mathias Richel gestalteten Motive können gerne weiterkopiert und verbreitet werden.

 

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8 Kommentare
  1. Ich find das ja gut, aber wenn ich das jemandem schicke, der keine Ahnung davon hat, dann komm zu einem Problem:
    „Aber die Telekom will doch nur das Limit begrenzen und gar nicht die Neutralität einschränken.“
    und
    „Aber man kann doch für x Euro mehr ein größeres Volumen buchen.“

    …und dann? Auf den ersten Blick ist die Netzneutralität doch durch eine Volumenbegrenzung nicht in Gefahr, oder seh ich hier irgendwas nicht richtig?

    1. Also als erstes hast du doch schon mal erreicht, dass der jenige, dem du das schickst mit dir darüber redet. Das ist der Anfang. Dann kannst du im das mit der Abschaffung Netzneutrelität durch die Hintertür erklären.

      1. Sorry, etliche Rechtschreibfehler und natürlich sollst du ihm die Abschaffung nicht durch die Hintertür ;-) erklären, sondern erklären, wie die Netzneutralität durch die Hintertür abgeschaft wird.

    2. Wenn ich das richtig verstanden habe:

      Die Netzneutralität ist verletzt da die Telekom ihre eigenen Dienste von der Volumenbegrenzung ausnimmt.

      Der Zweite Punkt ist, dass die Telekom Internetanschlüsse als Flatrate verkauft, es aber keine netzneutralen Flatrates sind. Eben nur eine Flatrate für die eigenen Dienste.

      Ergo: Die Telekom verletzt durch die Beschränkung des Datenvolumens die Netzneutralität.

      1. Nicht nur die eigenen Dienste. Die Telekom gegen Geld auch andere Dienste davon ausnehmen (z.B. youtube). Da nehmen die Immerhin kein Blatt vor den Mund, dass sie das vor haben.

        Aber Herr Obermann liebt ja seine Kunden…

    3. Soweit ich das verstanden habe, greift die Drosselung nicht für die Telekom-eigenen Dienste. Da kann man mit hoher Bandbreite runterladen, was immer die Telekom selber anbietet (ich kann allerdings auch nicht sagen, was das wirklich ist). Das ist dann halt schon das Ende der Neutralität.

      Es wird also in der Tat über zwei Dinge geredet.

      Ich wundere mich allerdings auch ein wenig über die Aufregung. Es ist ja nicht so, als hätte es schon immer uneingeschränkte Flatrates gegeben. Früher™ hab ich mein Internet noch per Minute bezahlt. Und die erste nicht-zeit-gesteuerten Abrechnungs-Angebote für’s Internet hatten auch genau so eine Drosselung drin. Ging gar nicht anders. Und ist auch gar nicht so lange her. Wenn die Telekom dahin zurück will, ist das zwar schräg und irgendwie erscheint mir das wenig marktwirtschaftlich, und sie sollten sie halt ihre Produkte nichtmehr irgendwas mit Flatrate nennen dürfen und falls die Telekom irgenwie sowas wie eine politischen Auftrag haben sollte, verfehlen sie den auch, aber das Ende der Netzneutralität ist das in der Tat nicht automatisch.

      1. Mit „früher“ zu argumentieren ist nur selten hilfreich.
        Beispiel:
        Es ist ja nicht so, als hätte es schon immer fließend Wasser gegeben. Früher hab ich mein Wasser noch vom Brunnen geholt.

        Würdest du gelassen reagieren, wenn es Volumentarife bei Wasser gäbe und du danach zum Brunnen laufen oder mehr pro Liter zahlen müsstest?

        Früher war das Internet nicht darauf ausgelegt, dass ein Großteil der Konsumenten auch Zugriff auf Breitband-Internet hat.
        Amazon-Cloud/Youtube/Watchever/Spotify/Maxdome/lovefilm/……
        um nur ein paar Beispiele zu nennen bauen darauf auf, dass Daten mit einer gewissen Geschwindigkeit übertragen werden können.
        Die Computerspieleindustrie setzt heute auf permanenten Internetzugang.
        Fernsehsender fordern dazu auf neben dem Programm noch bei Twitter zu diskutieren, und und und.

        Seit über 10 Jahren gibt es DSL-Flatrates.
        Es wurde ein unbeschränktes Netz aufgebaut.
        Und damit haben wir einen „point of no return“ überschritten.

        Als würde man sagen es gibt nur eine bestimmte Menge Strom und danach nur noch für lebenswichtige Geräte ohne Beschränkung und alle „Luxusprodukte“ müssen mit x kWh pro Tag auskommen.

        Natürlich ging es „früher“ auch. Aber da brauchte man eben nur Licht, hat sich einmal die Woche gewaschen, oder eben das Netz nur in einer „Lite“-Variante benutzt.

        Soviel zu früher.

        Die Netzneutralität ist eben in Gefahr weil
        a) Telekomdienste bevorzugt übertragen werden.
        b) Andere Firmen bevorzugte Übertragung erkaufen können sollen.

        Und dann ist es nicht mehr weit zur Diskussion.
        Ist die Herz-OP nicht wichtiger als WoW? Aber ist die Ampelsteuerung nicht wichtiger als die Herz-OP? Aber ist Katastrophenmanagement nicht wichtiger als Ampelsteuerung? usw

        Deswegen ist das Ende der Netzneutralität bei Umsetzung durchaus in Sicht.

  2. Die Telekom arbeitet hier sehr geschickt. Eine Preiserhöhung der Flats hätte wohl niemanden groß gestört, wenn man vergleicht, was manche im Monat für mobiles Internet (mit allen bekannten Einschränkungen) so abdrücken.
    Es wird hier darauf gebaut, dass diejenigen, die es nötig haben (3% der Kunden werden 2016 mehr als 75GB Traffic haben ;), eine echte Flatrate buchen. 97% gehen davon aus, dass Sie nicht mehr Traffic brauchen und „Geld sparen“ werden, wenn sie alles beim Alten belassen.
    Das ist Propaganda in Reinkultur. Die Telekom gehirnwäscht den normalen Kunden, dass er zu 97% nicht betroffen sein wird.
    Das Ergebnis ist, dass 97% der Kunden alles akzeptieren und dadurch der Abschaffung der Netzneutralität zustimmen und die Telekom endlich das lang ersehnte NGN aufziehen kann. Schon irgendwie genial, dass muss man Ihnen lassen.Der Erdolg ist quasi garantiert, wenn man auf die Dummheit und die Faulheit des Menschen setzt.

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