Jugend hackt – digitale Nachwuchsförderung

Warum gibt es große Nachwuchsprogramme für junge ForscherInnen und musisch begabte Jugendliche, aber keine Förderung für junge Programmiertalente, die zudem noch gesellschaftspolitisch interessiert sind? In Deutschland Neuland, wo digitale Bürgerrechte auf der Beliebtheitsskala ungefähr den Status eingeschlafener Füße haben, der Informatikunterricht an Schulen mit Turbo Pascal bestritten wird und Engagement nur politisch ist, wenn es offline passiert, ist das wichtiger denn je.

Das haben sich auch die Open Knowledge Foundation Deutschland und Young Rewired State aus Großbritannien gedacht und eine Programm namens Jugend hackt ins Leben gerufen. Zwei Tage und Nächte lang haben sich über 60, 12- bis 18-jährige Coderinnen und Hacker mit Gleichgesinnten vernetzt und gemeinsam Projekte auf der Grundlage von offenen Daten entwickelt. Wie das aussah? So:

Hier klicken, um den Inhalt von www.youtube.com anzuzeigen


Es gibt Hoffnung! Mehr Infos zu Jugend hackt finden sich hier.

Mehr Zeit für kritische Berichterstattung

Ihr kennt es: Zum Jahresende stehen wir traditionell vor einer sehr großen Finanzierungslücke und auch wenn die Planung und Umsetzung unseres Spendenendspurts viel Spaß macht, bindet es doch sehr viele Ressourcen; Ressourcen, die an anderer Stelle für unsere wichtige Arbeit fehlen. Um Euch also weniger mit Spendenaufrufen auf die Nerven zu gehen und mehr Recherchen und Hintergründe bieten zu können, brauchen wir Eure regelmäßige Unterstützung.

Jährlich eine Stunde netzpolitik.org finanzieren

Das Jahr hat 8.760 Stunden. Das sind 8.760 Stunden freier Zugang zu kritischer Berichterstattung und wichtigen Fragestellungen rund um Internet, Gesellschaft und Politik bei netzpolitik.org.

Werde Teil unserer Unterstützungs-Community und finanziere jährlich eine von 8.760 Stunden netzpolitik.org oder eben fünf Minuten im Monat.

Jetzt spenden


Jetzt spenden

5 Ergänzungen

  1. Es wäre ja geradezu schön, wenn es Informatikunterricht geben würde oder wenn dieser mit Turbo Pascal bestritten würde, statt mit Microsoft Office…

  2. Informatik mit Turbo Pascal ist doch nicht schlimm – Programmieren kann man damit lernen. Besser als das, was ich damals „gelernt“ hab in Powerpoint und Word (selbst Excel war dem Lehrer zu schwer). Aber immerhin gabs da noch keine Ribbons, was zumindest bleibende Schäden verhindert hat …

  3. Pascal war ursprünglich eine reine Lehrsprache, warum sollte man sie nicht im Unterricht nutzen? Und die alten Borland-Compiler waren für die damalige Zeit einfach unschlagbar günstig, klein und schnell.

    1. Was aus heutiger Sicht gegen Pascal spricht ist die Tatsache, dass die Sprache kaum noch eine Bedeutung in der realen Programmierwelt hat.

      Allerdings ist Frage nach der Programmiersprache, die man als Einsteiger lernen sollte IMO alles andere als einfach zu beantworten.

      Möchte man etwas dynamisch typisiertes wie etwa Python oder doch lieber etwas streng typisiertes wie Java oder C/C++?

      Möchte man eine Sprache, bei der man sich um die Speicherverwaltung selber kümmern muss oder etwas mit eingebauten Garbage Collector?

      Ich maße mir da jedenfalls kein Urteil an. Ich empfinde lediglich Sprachen wie PHP oder perl eher suboptimal.

      1. Das ist sogar sehr leicht zu beantworten. Man muss sich nur mal die gängigen Programmiersprachen Beschreibungen bei Wikipedia anschaue und die Vor – und Nachteile vergleichen. Python ist DIE Einstiegssprache überhaupt. Damit kann man soviel anstellen und die ist Programmiersprachen-übergreifend und auf allen Platformen nutzbar und es gibt wenige Befehle das heißt man benötigt weniger Inhalt und wengier Kenntnisse um auch große Sachen zum Laufen zu bringen. Wenn man es drauf hat kann man zum Maß der Dinge gehen nämlich C++. Aber als Einstiegssprache ist Python die Speerspitze

Ergänzung an karl Ergänzung abbrechen

Wir freuen uns auf Deine Anmerkungen, Fragen, Korrekturen und inhaltlichen Ergänzungen zum Artikel. Bitte keine reinen Meinungsbeiträge! Unsere Regeln zur Veröffentlichung von Ergänzungen findest Du unter netzpolitik.org/kommentare. Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.