Kultur

Aus ‚Students for Free Culture‘ wird die ‚Free Culture Foundation‘

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Vor 9 Jahren und knapp ein Monat nach der Veröffentlichung von Lawrence Lessigs Buchs „Free Culture“  (PDF) gründeten Studierende des US Swarthmore College die Organisation „Students for Free Culture„. Binnen weniger Jahre schlossen sich Gruppen („Chapters“) an zahlreichen weiteren Universitäten, vor allem in den USA aber u.a. auch in Großbritannien oder am European University Institute in Florenz,  der Organisation an. Neben der Propagierung von Creative-Commons-Lizenzen organisierten die Students for Free Culture verschiedene Online-Kampagnen, u.a. einen Video-Wettbewerb zum Thema Kopierschutztechnologien (Digital Rights Management, DRM).

Heute gab die Organisation die Umbenennung in „Free Culture Foundation“ bekannt und führt drei Gründe für diesen Schritt an (meine Übersetzung/Zusammenfassung):

  1. „Die Umbenennung reflektiert die Ausdehnung des Aktivismus auf nicht-studentische Communities“: Die Namensänderung soll widerspiegeln, dass viele Mitglieder auch nach ihrem Universitätsabschluss in der Organisation aktiv bleiben und sich vermehrt auch Menschen außerhalb von Universitäten engagieren.
  2. „Die Institutionenlandschaft rund um Free Culture hat sich in den vergangenen neun Jahren weiterentwickelt, weswegen wir eine neue Position innerhalb des Ökosystems von Free-Culture-Organisationen einnehmen möchten“: Die Free Culture Foundation soll demnach versuchen Lücken zwischen anderen Organisationen wie der Wikimedia Foundation oder Free Software Foundation zu füllen.
  3. „Wir wollen unser Engagement für Free Culture als eine Angelegenheit von sozialer Gerechtigkeit bekräftigen und uns effektiver mit anderen Aktivisten und Bewegungen vernetzen, die zu diesen Themen arbeiten“: Inhaltlich soll auch in Hinkunft betont werden, dass es bei Free Culture nicht nur um das Teilen von Inhalten sondern auch um individuelle Autonomie und Freiheit im Bereich Technologie, Information und Medien geht.

Vielleicht entsteht ja bis zum 10. Geburtstag auch ein erstes deutsches Chapter der „Free Culture Foundation“ – bislang ist Deutschland noch ein weißer Fleck auf der Chapter-Landkarte.

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