Überwachung

Mitarbeiterüberwachung mit Google App

Google hat die App „Google Maps Coordinate“ veröffentlicht. Diese ermöglicht es Unternehmen ihre Mitarbeiter v.a. im Außendienst zu verfolgen – dazu werden die Mitarbeiter auf einer Google-Maps Karte live angezeigt. Dem Mitarbeiter können über die App auch Aufgaben übermittelt und der Zentrale Daten geschickt werden. Über Google+ ist auch Videochat möglich, zudem ist ein Stumm-Modus aktivierbar, bei welchem keine Positionsdaten übertragen werden. Ziel ist es die Mitarbeiter überwachen und steuern zu können und so effizienter zu arbeiten. Dafür verlangt Google pro Smartphone 15$/Monat. Die gesammelten Informationen möchte Google bis zu 30 Tage lang speichern.


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12 Kommentare
  1. Dieser Service ist schon x-Jahre alt und wird auch von etlichen anderen Firmen angeboten, die die Daten deutlich länger speichern. Wo ist jetzt das Problem mit Google?

  2. Ich finde auch, dass dem Arbeitnehmer keine Informationen vorenthalten werden sollten, die der Staat, Facebook, Google und viele andere längst haben. Immer dieses verdammte Freiheitsgehabe ;)

  3. Dann ist es sicher nicht mehr weit , bis Google den Regierungen auf dieser Welt eine neue App Anbietet : „Überwachen und Steuern sie mit und ihre Bürger“
    Anfangen könnte man zb für das Arbeitsamt oder den Krankenkassen ihre Kunden permanent zu Überwachen.
    Auch könnten die Bürger Aufgaben übermittelt werden , die Steuereklärung Abzugeben, Auto zum TÜV fahren …statt gerade faul am Srand zu liegen!

    1. Die gibt es schon: Googles normale Suchmaschine, oder den Maps-Dienst, oder Google-Books. Allerdings befindet sich die noch im Betatest zwischen Google und den amerikanischen Behörden.

      Allerdings kann man Dir damit im Prinzip schon in den Kopf reinschauen. Was meinste, was man alles über Dich weiß, wenn man die letzten fünf Jahre Deiner Suchhistorie analysiert…?

  4. Das App sollte den Außendienstler lieber supporten,
    dann kann er qualitativ besser arbeiten und nicht quantitativ….
    service ist das A und O und spiegelt sich auch in Umsätzen wieder etc.
    er könnte kunden-genaue Verträge zur Laufzeit anbieten….oder was schnelle rückfragen beantwortet bekommen…überwachung und effizienz is so 90er Management…das is schon wieder out.

  5. Das Problem ist nicht unbedingt, dass Google den Dienst anbietet, sondern, dass es solche Dienste gibt.
    Überleg dir mal, wie du dich fühlen würdest, wenn du Außendienstmitarbeiter wärst und wüsstest, dass dein Arbeitgeber immer ganz genau weiß, wo du bist.
    Ich kenne Leute, die im Außendienst arbeiten. Das ist ein enormer Druck, wodurch es keine Trennung mehr gibt zwischen Arbeitsleben und Privatleben.

    Natürlich kommt noch hinzu, dass es schlimmer ist, wenn eine Firma, die schon viele Daten über jmd. hat, nun noch mehr Daten bekommt – im Vergleich zu dem Fall, dass eine Firma Daten über dich sammelt, welche noch keine von dir hat.

    Moritz Tremmel, ich hab mich über die Infos gefreut – ich hatte die Info noch nicht, selbst falls die App schon Jahre sein sollte.

  6. wenn ich mich richtig an meine Arbeitsrecht-Vorlesung aus dem Studium erinnere (hatte Rechtswiss. aber nur als Nebenfach), dann ist das nach deutschem Recht nicht zulässig, Mitarbeiter derart engmaschig zu überwachen. Kann mich aber auch irren.

    Gibts hier Juristen die mehr wissen?

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