Kultur

Hausdurchsuchungen bei Anonymous-Unterstützern nach GEMA DDoS

Bundesweit fanden Hausdurchsuchungen bei mutmaßlichen Anoymous-Unterstützern statt. Die 106 Beschuldigten sollen sich im Rahmen der von Anonymous initierten „Operation GEMA“ im Dezember 2011 an DDoS-Angriffen auf die GEMA-Webseite beteiligt haben. Allein in Hessen soll es laut Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main 10 Durchsuchungen gegeben haben.

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Nach einem im Internet veröffentlichten Durchsuchungsbeschluss (Seite 1, Seite 2) ermittelte das BKA anhand der IP-Adresse und des Referrers in den Logfiles der GEMA die Beteiligten und deren Absicht. Der Referrer gibt die zuletzt besuchte Webseite an, welche in diesem Fall, soweit nicht vom Anwender modifiziert, eine Seite auf pastehtml.com war, mittels deren Aufruf die DDoS-Angriffe gestartet wurden. Damit wird eine Bewusste Teilnahme an der Aktion unterstellt.

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18 Kommentare
  1. Mir ist das rechtlich nicht ganz klar. Es ist verboten von einem eigenen Rechner eine Websetite mehrfach aufzurufen, sobald man dazu ein script benutzt?
    Müsste man Google nicht auch verklagen? Die schauen sich webseiten doch auch automatisiert (und mehrfach, zum aktualisieren) an, wenn auch nicht mehrmals pro Sekunde…

    Und für sowas gibt es Hausdurchsuchungen?

  2. Man sollte insbesondere beachten, dass nicht nur die Rechner, sondern auch Tastertur, Maus und alle Kabel, Akkus, Dockingstationen, Handies und mehr mitgenommen werden.

    Ich hoffe doch mal stark dass die nächste Instanz dies klar als zu weit gehend identifiziert.

    Wer schon ein IP-Telefon hatte, der kann danach nicht mal mehr den Notruf wählen.

    1. [MARKED AS SPAM BY ANTISPAM BEE | Honey Pot]
      Dass man Handies mitgenommen hat ist klar, auch damit kann ein DDoS Angriff gestartet werden.
      Ich denke nur: wenn man so einen Angriff startet, dann doch nicht mit der eigenen IP. Entweder verwendet man einen anonymen Proxy, Tor, oder ein offenes WLAN.
      Somit kann ich mir gut vorstellen dass zumindest ein Großteil der hier Beschuldigten den Angriff nicht absichtlich ausgelöst hat. Aber Unwissenheit schützt leider nicht vor Strafe.

  3. Bei der Gema kann man nix onlne kaufen. Im schlimmsten Fall konnten sich paar Leute zeitweise nicht über die Gema informieren. Das ist so, als hätte die ein Schaufenster, und paar Leute würden sich extra als Protest davorstellen, damit man nicht reingucken kann. Computersabotage dagegen wäre, wenn ein Hacker bei der Gema online einbrechen und Dieter Bohlens Gemaabrechnung klauen und publik machen würde. Das ganze ist eine Farce hoch drei, ich hoffe, die Piraten machen dem Laden bald den Garaus, und wünsche allen Betroffenen alles Gute.

    1. Siehe den im ersten Kommentar von xUser verlinkten Blogeintrag:

      Der Verdacht stützt sich allerdings alleien [sic!] darauf, dass von einer IP-Adresse, die dem Verdächtigen zugeordnet wird, auf einen Rechner der GEMA zugegriffen und dabei als Referrer eine Webseite genannt wurde, auf der JavaScript-Code für eine DDoS-Attacke herumliegt.

      Wenn du also nicht vorher auf genau dieser Seite warst (= Referrer, Mitteilung deines Browsers an den Server, von welcher Seite du beim Klicken eines Links kommst), dürftest du vorerst aus dem Schneider sein.

  4. das ganze ist in meinen augen lächerlich und asnonymous in ihrem protest erfolgreich. angesichts dessen, dass die medien das ganze aufgreifen, müssen wir bei den überführten von märtyren sprechen^^

    alles gute euch

  5. Leider wird Anonymous sogar von der Nato auf Betreiben der USA als „Terroristische Vereinigung“ Eingestuft und nun wohl auch so Behandelt.
    Überigens werden in den USA sogar einige Menschen-, Tierechts und Umwelt Vereine als potenzielle Terrorististen Eingestuft , viele sitzen dort wegen Aktionen in USA oder Kanada sogar im Gefängniss , die in Europa sogar viele Politiker Unterstützen würden.
    Sollten dort die Republikaner die nächsten Wahlen gewinnen , haben sie schon eine härtere Gangart Angekündigt , auch die Grünen und Piraten in der EU stehen unter Beobachtung.

    Aber DDoS unter seiner IP Durchführen , ist schon mehr als Fahrlässig…

    1. Die „Grünen“ kann man getrost ausschließen.
      Die sind inzwischen derart konform geworden, dass sie praktisch zu dem grünen Daumen der CDU/CSU geworden sind.
      Das haben die Amis in ihrer in ihrer Ignoranz wohl wiedermal nicht mitbekommen, das sich auch alte Feinde als durchaus nützlich erweisen können.
      Das ganze gilt natürlich auch im Umkehrschluss…;-)

  6. Ich würd mal sagen, die „richtigen“ Anonymous haben bei dem Kindergarten eh nicht mitgemacht, da sie wissen wie man sich bei einer DDOS Aktion richtig schützt oder gar nicht erst mitmacht. „Behind seven proxies“ und so.

    Es mag zwar nicht ganz rechtens sein wie das abgelaufen ist, aber ich hoffe dass sich viele dieser Kinder nicht mehr so sorglos an Anonymous Aktionen beteiligen und denken dass sie, rein durch den Namen, anonym und geschützt vor den Folgen solcher Aktionen sind.

  7. Stümper, ein Anti-Referrer-Dienst hätte es also getan, wie es sie wie Sand am Meer gibt. Aber gut, konnte man vielleicht nicht vorhersehen, dass das als Indiez oder was auch immer gesehen wird.

    Interessant finde ich mal wieder, es wurde ja der Anschlussinhaber ermittelt, nicht der Täter. Das heißt der gesamter Haushalt wird von IT-Geräten befreit?
    WOW, das ist hart. Sohnemann (13) klickt ein bisschen im Internet rum; Folge: Mami verliert die Arbeit der letzten 3 Monate, die sie noch nicht extern gesichtert oder ihrem Arbeit-/Auftrraggeber übersandt hat.

    Kurz: Sichert eure Daten in der Wolke, bei Freunden oder sonst wo wo nicht „zuhause“ ist. Gilt auch für mich :D

  8. War da nicht mal was, dass Webseitenbetreiber dazu verpflichtet sind, darüber aufzuklären, wenn die IP-Adressen der Besucher bei ihnen gespeichert werden? Oder war das nur ein Gerücht. Das tun sie nämlich nicht in ihrem tollen Disclaimer … Könnte man doch glatt zurück klagen ;)

  9. Da haben die doch glatt vergessen, die Drucker zu erwähnen! Stümper!

    Sehe ich das richtig, dass die Aktion erst in einem halben Jahr losgeht, zumindest steht auf dem Bescheid der 17.12.2012, …

    Sam

  10. hausdurchsuchungen anonymous gema

    Hallo
    Ich bin opfer der hausdurchsuchungen es ist eine frecheit das der staat sich so viel erlaubt normal burger zu terrorisieren.Die gema selber verschickt trojaner da macht die polizei nichts aber bei uns das alles ist ungeheuerlich.Da muss man sich doch wehren wo leben wir den wie wird es den in ein paar jahren den aussehen.Es sind doch mehrere unschuldige beschuldigt deshalb bitte ich um kontakt mann muss dagegen doch was machen .
    Ich bin ein Opfer dieser Hausdurchsuchungen obwohl ich unschuldig bin es ist eine Frechheit vom Staat das sie so was zulassen .Die gema hat die Anzeige zuruckgenommen und trotzdem die Anklage lauft. Ausserdem haben selber ein Trojaner virus losgelassen. Dagegen muss mann was machen.Ich bitte um kontakt .kakalinda@web.de

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