Lutz Donnerhacke und Theodor Reppe wollen unter mirrors.wikileaks.de eine zentrale Anlaufstelle für Wikileaks-Mirrors errichten.
Es soll aber nicht wieder nur eine von vielen sporadisch gepflegten und daher unvollständigen oder nicht mehr aktuellen Linklisten entstehen, sondern alle Mirrors unter Wikileaks.de angeboten werden, so dass sich dann hinter www.wikileaks.de viele DNS- und Webserver verbergen, die abwechselnd der Reihe nach auf Anfragen antworten – treffend als „Multihoming, Load balancing und Resilienz des kleinen Mannes“ bezeichnet.
So wird die Last auf viele Ressourcen verteilt, was zu einer geringeren Anfälligkeit gegen Angriffe sowohl auf die DNS- als auch auf die Webserver führt. Um sicherzugehen, dass keiner der beteiligten Server manipulierte Daten anbietet, werden die Webserver anhand unregelmäßiger Stichproben kontrolliert, während die DNS-Server durch DNSSEC-Signaturen an Manipulation gehindert werden (sollen).
Wie kann man sich daran beteiligen?
Alle Betreiber eines Wikileaks-Mirrors können sich mit wenigen Schritten anmelden. Wer einen DNS-Mirror aufsetzen möchte, sollte wissen was es bedeutet einen DNSSEC secondary Server aufzusetzen.
Als Belohnung für Mirror-Server-Betreiber gibt es eine persönliche subdomain.mirrors.wikileaks.de und eine Emailadresse@mirrors.wikileaks.de
Insbesondere das Einbinden eines bestehenden Webserver-Mirrors ist sehr einfach. Was für einige momentane Betreiber ein Nachteil sein könnte: Auf den erhofften Werbeeffekt des eigenen Domainnamens muss verzichtet werden – aber wer würde schon (zugeben) nur deshalb einen Mirror zu betreiben?
Wie kann man darauf zugreifen?
Um auf die Mirrors zugreifen zu können, braucht man einen DNSSEC-fähigen resolver wie Unbound, Bind oder Windows 2008 R2 (oder einen ISP, der einen anbietet) und muss diesen richtig konfigurieren. Wie das geht steht hier.
Details zum Konzept, das ich unter „Muss man sich unbedingt mal merken“ eingeordnet habe, finden sich unter http://mirrors.wikileaks.de.