Apple hat erwartungsgemäß den Idiotentest, ob man auch eine erstmal zugelassene Wikileaks-App schnell wieder aus dem eigenen Angebot rausschmeißt, blendend bestanden. Ganze vier Tage lang konnte man für 1,99 $ die App kaufen, wovon die Hälfte der Einnahmen an das Wikileaks-Projekt gespendet werden sollten. Die App machte aber nichts anderes, als lediglich das offen zugängliche Wikileaks-Angebot anzuzeigen. Es kann vermutet werden, dass ein Teil der Motivation hinter der App war, zu schauen, wie Apple mit Informations- und Meinungsfreiheit umgeht.
Update: Danke für die Hinweis. Anscheinend greifen hier gerade Apples-Guidelines, die Spenden-Apps untersagen, die Geld kosten. Das war mir neu. Fehler liegt wohl daran, dass Apple diese App zugeleassen hat, bzw. der Entwickler vielleicht nicht darauf hingewiesen hat, dass ein Teil der Einnahmen an Wikileaks gespendet werden sollen.
Update: Es ist mir ja eine besonders Freude, in diesem Fall Recht gehabt zu haben. Mit der Spendensammlung hat das ganze nichts zu tun:
In einer knappen Stellungnahme gegenüber US-Medien hat Apple inzwischen erklärt, die App wegen Verstoßes gegen die Entwickler-Richtlinien aus dem Store genommen zu haben. „Apps müssen allen lokalen Gesetzen entsprechen und dürfen Individuen oder Zielgruppen nicht gefährden“, teilte eine Sprecherin mit.