Kultur

#a2n: Weiss vs. Lobo: Filesharer.

Begonnen hatte alles ganz harmlos mit Sascha Lobos Artikel über flattr, in dem er illegales Filesharing als Diebstahl bezeichnete. Widersprochen wurde ihm (unter anderem) von Marcel Weiss, woraufhin Lobo sich korrigierte, Filesharer seien egoistisch (und 90% der Musikindustrie bescheuert und grauenhaft).

Wir finanzieren uns fast vollständig aus Spenden von Leserinnen und Lesern. Unterstütze unsere Arbeit mit einer Spende oder einem Dauerauftrag.

Unter dem Titel „Filesharer – Schmierige Egoisten oder Wegbereiter der Musikbranche?“ diskutierten die beiden heute auf der all 2gether now (#a2n) – wie erwartet ergebnislos.

Lobo konzentrierte sich auf den ‚moralischen‘ Aspekt. Das handeln von Filesharern sei egoistisch und unanständig, und keiner habe etwas davon; weder Industrie, noch Künstler. Auf seine immer wieder (erst beiläufig, später provokativ, manisch wiederholend) gestellte Frage „Findest du Filesharing gegen den erklärten Willen des Anbieters okay oder nicht? Ja oder nein!“ ließ er Weiss‘ Argument, dass es sich nicht um eine moralische, sondern eine ökonomische Frage, nämlich um einen sich im Umbruch befindenden Markt handele, nicht gelten. Lobo forderte, ein moralisches Bewusstsein für die Entlohnung von Musik müsse erhalten bleiben. Dass es möglich sei, vom Kulturschaffen leben zu können, sei eine der großen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts und ein hohes Gut.

Weiss wollte auf alternative Geschäftsmodelle für Musiker hinaus, darunter Einnahmen durch crowdsourcing-Modelle, Merchandise und Konzerte. Die Grenzkosten beim Vertrieb von Musik seien nun einmal bei nahezu Null, und dies sei eine ökonomische Gegebenheit, der sich der Markt nicht verwehren könne. Von der Idee, mit dem Verkauf von Dateien seinen Lebensunterhalt zu verdienen, müsse man sich verabschieden. Für jemanden, der Geld verdienen will, sei nicht relevant, welche Geldquellen als gut oder böse gölten, sondern welche ergiebig seien. Natürlich gebe es einen egoistischen Aspekt beim illegalen Download, aber viele der Anbieter agierten nicht aus egoistischen Motiven, sondern betrieben großen, unentgeltlichen Aufwand. Die moralische Forderung Lobos diene nur der Stabilisierung eines anachronistischen Modells und habe keine realistische Basis.

Lobo betonte, Filesharer lieferten der Musikindustrie Argumente für Deep Packet Inspection und alle möglichen Einschnitte in „das Internet“, deshalb müsse ein moralischer Konsens in der Gesellschaft entstehen, eine Art freiwilliger Ehrenkodex. Filesharing dürfe als ökonomisch zu verschmerzendes Nischenphänomen und Kavaliersdelikt für 17-Jährige weiterbestehen, aber dann müsse Schluss sein.

Richtung Ende wurde die Diskussion hitzig und noch inhaltsleerer, was auch am Einbeziehen des Publikums gelegen haben mag. Lobo verweigerte jede weitere Auseinandersetzung, so lange die moralische Frage nicht geklärt war. Doch den beiden Antwortmöglichkeiten, die er Weiss bot (a. Ja Sascha, du hast Recht, Filesharing ist schlecht. oder b. Ich bin ein Arsch, du hast Recht.) mangelte es an den notwendigen Impulsen für eine fruchtbare weitere Auseinandersetzung. Dafür war man ja aber auch nicht gekommen.

Weitersagen und Unterstützen. Danke!
50 Kommentare
  1. Moralische Fragen lassen sich nur vor dem Hintergrund einer Ethik beantworten.
    Meine persönliche Ansicht ist dabei, dass die Entscheidung, eine Datei per Filesharing anzubieten, dann moralisch gut ist, wenn in der Summe die Menschen dadurch glücklicher geworden sind und niemand unfreiwillig stark unglücklich geworden ist.
    Glücklicher werden diejenigen, die die Datei herunterladen.
    Hätten diese die Datei sonst nicht gekauft, wird der Künstler etwas glücklicher, da er jetzt mehr Leute hat, die seine Musik mögen (kommt aber natürlich auf den Künstler an, aber viele Künstler streben danach, ihre Kunst und Ideen mit möglichst vielen zu teilen und dafür Anerkennung zu ernten).
    Hätten diese die Datei sonst gekauft, haben alle, die vom Verkauf dieser Musik leben, etwas weniger Geld und damit u.U. je nachdem wieviel Geld sie schon haben, auch etwas weniger Glück, der Herunterladende hat etwas Geld gespart, was u.U. ihn glücklicher macht.

    Für ersteren Fall ist das Ganze klar eine moralisch gute Entscheidung, für den zweiten eine Abwägungsfrage.
    Je mehr Leute Filesharing betreiben, desto mehr wird der erstere Fall überwiegen (da normalerweise bei weitem die meisten Leute die Datei nicht kaufen würden).

  2. Das Problem ist ganz einfach, dass Sascha Lobo (wie man schon länger an seinen Äußerungen erkennen kann) fest ans sogenannte „Geistiges Eigentum“ glaubt. Dass so jemand Urheberrechtsverletzungen mit Diebstahl gleichsetzen will und Filesharing für unmoralisch und egoistisch hält, ist nicht verwunderlich.

    Mit solchen Leuten sinnvoll zu diskutieren ist leider sehr schwierig bis unmöglich; von ihren religionsähnlichen Grundsätzen wird man sie niemals abbringen können.

  3. Soso, Herr Lobo…

    entweder man stimmt ihnen zu, oder man ist ein Arsch. Wie lächerlich.

    Es gibt nicht nur schwarz oder weiss. Es gibt viele GUTE Gründe für Filesharing, und die sind weder unmoralisch oder Profitgier (wenn wir den „Ökonomischen Aspekt“ mal so nennen wollen).

    Aber nun ja… die Sie ja nunmal keinen Diskurs erwünschen erübrigt sich dieses Thema für mich.

    MfG Schwabe

    1. @Schwabe – dies hier ist die launige Zusammenfassung von Linus. Herr Lobo wird es vermutlich nicht ganz so sehen, dass er nur Zustimmung und sonst nichts als Antwortmöglichkeit anbietet.

    2. @ Schwabe: ACHTUNG: die Arsch/Arsch-Alternative ist meine Interpretation der Antwortoptionen, die Lobo geboten hat. Sascha Lobo hat das SO NICHT GESAGT!
      Allerdings ist es natürlich einer Frage inhärent, wenn man kein „Ja, aber…“ gelten lässt, sondern nur ein „Ja“ oder „Nein“. Es handelte sich also um eine rhetorische, mehr als eine Inhaltliche Analyse.

      Ich habe mich sehr bemüht, in dem Artikel insbesondere keine Präferenz für die Position eines der Diskutanten zu äußern. Tatsächlich sind beide nicht auf den Kopf gefallen, und hatten (in Gesprächen nach der Session) auch einen klaren, differenzierten Blick auf die Zukunft des Marktes.

      In Ihren Überlegungen standen Sie auch nicht so weit auseinander, wie es die Härte der Auseinandersetzung vermuten ließ.

  4. Also ich hatte nie, habe nie und werde auch nie vor haben Sascha Lobo (er sieht sich doch als Produkt oder), zu stehlen.

    Mein Ehrenwort *betroffen dreinschau*

  5. Oh Gott, wie kann man Lobo noch Ernst nehmen? Wenn nicht die Filesharer als Vorwand genommen werden, dann sind es die Kinderpornos oder wenn gar nix mehr hilft, der islamische Terrorismus.

    Lobo sollte in der Internetwelt endlich als das verstanden, was er ist. Ein Verräter des Internetkerngedankens. Filesharing ist in etwas genau so moralisch verwerflich wie Radiohören oder Youtube-Surfen. Noch so ein Kanidat, den man mit Schuhen bewerfen sollte.

  6. Ich hätte nie gedacht, dass ich Herrn Lobo mal verteidige. Also unterhaltsam finde ich Sascha Lobo schon. Und mehr sollte man von ihm auch nicht erwarten.

    @johnny (#10) Ich finde es gut, Menschen über Argumentationen als Flachpfeife zu entlarven.

  7. @Chris (#14)

    Wenn ich kurz aushelfen darf?

    # die günstigste Möglichkeit zur Verteilung eines Haufens aus 0 und 1 überhaupt.

    Ist das nicht fantastisch? Zu den Kosten eines geliehenen Netbooks und eines fremden WLANs kann jeder Einzelne von uns die geheimsten, interessantesten und skandalaufdeckensten Informationen in Windeseile verbreiten.

    Das ist Filesharing. Irgendwie überzeugend, oder?

  8. @Tharben: Korrekt! Abgenickt. (Ich hab’s blöd formuliert, also muss ich das Echo vertragen. Ich versuch’s dennoch noch mal…)

    Lobos Frage (jenseits der Debatte, ob Lobo nun eine Pfeife ist oder nicht) ist „Findest du Filesharing gegen den erklärten Willen des Anbieters okay oder nicht?“ – Hier kann man antworten „Kommt drauf an“.

    Ich hätte hier lieber „gegen den Willen des Künstlers“ stehen… dann kann man m.E. nicht mehr so ohne weiteres „Kommt drauf an“ sagen, sondern „Nein“. Wenn es gegen die Willen des Künstlers, des kreativen Schaffenden geht, dann gibt es keinen guten Grund, um dies zu um-/übergehen. Die Position des Künstlers mag dann ‚ökonomische Konsequenzen‘ für ihn haben – positiv wie negativ, aber das ist seine Sache. Es gibt jedenfalls m.E. keinen guten Grund dafür, über die Interessen des Künstlers / Schaffenden hinweg zu gehen.

    Die Debatte, die auf der a2n geführt wird, dreht sich doch im Kern nicht um die generelle Frage pro oder kontra Filesharing. Es geht um die Frage, in welcher Weise Filesharing die berechtigten Ansprüche von Kreativen beeinträchtigt – oder auch unterstützt, WENN der Kreative diese Unterstützung will. Warum darf der Kreative diese Entscheidung nicht selbst fällen?

    1. @Chris: Der Sichtweise, dass es moralisch selbstverständlich wäre, dem Künstler die Entscheidung darüber zu überlassen, ob man seine Musik filesharen darf, liegt wieder mal der Glaube an ein Naturrecht des Geistiges Eigentums zu Grunde: Dem Künstler „gehöre“ das Werk seiner geistigen Arbeit, er allein habe das Recht zu bestimmen, wer was damit machen darf.

      Aber das ist Quatsch. Ein einmal veröffentlichtes Werk ist ein allgemeines Kulturgut, zu dem prinzipiell alle Zugang haben sollten. Was nicht heißt, dass es nicht nach Abwägung aller Interessen sinnvoll sein mag, dem Künstler bestimmte Monopolrechte zuzugestehen, vor allem was kommerzielle Nutzung des Werkes angeht. Aber wenn man darüber diskutieren will, sollte man Vorstellungen vom Geistigen Geistigen ganz schnell vergessen. Und wer das nicht kann (wie anscheinend Sascha Lobo), hat bei der Diskussion nichts zu suchen. Das wäre so, als ob man Kreationisten über den Biologie-Lehrplan mitdiskutieren lässt.

  9. @Chris (#17) Interessant. Mir tut es leid, aber mich ruft tatsächlich die Pflicht. Falls Sie Interesse daran haben, diesen Diskurs fortzusetzen, biete ich Ihnen an, morgen Abend diese Unterhaltung an Ort und Stelle fortzusetzen. Sagen wir ab 18h?

    Falls Sie sich vorbereiten möchten, geben Sie in die Suchmaschine Ihrer Wahl die Wörter Tharben und wahlweise „geistiges Eigentum“, Leistungsschutzrecht oder Rechteverwerter ein.

    Aber Vorsicht! Auch andere Teilnehmer an diesem neumodischem Web segeln unter Tharben.

    Bis morgen – falls Sie wollen.

  10. Die Grenzkosten für den Vertrieb mögen von mir aus gerne gegen Null tendierten (was in einer Aufmerksamkeits-Ökonomie auch nicht mehr stimmt), aber
    die Grenzkosten für das kunstvolle leidenschaftliche Erzeugen von Musik sind mal sowas von überhaupt nicht gegen Null tendiert.
    Wer natürlich irgendwelche dahingerotzten Elektro-Stücke für Musik hält, dem ist alles egal, aber ich war schockiert mit welcher naiven Arroganz Marcel gegenüber den Künstlern aufgetreten ist.

  11. @Tharben: Wollen schon. Können nicht. Tut mir auch leid.

    Unterm Strich bleibt dennoch die Frage: Darf der Kreative die Entscheidung selbst fällen, unter welchen Rahmenbedingungen er ‚veröffentlichen‘ will? Und darf er vor allem erwarten, dass seine Entscheidung respektiert wird? Klappt doch bei Creative Commons vermutlich ganz gut. Was ist, wenn man sich gegen CC entscheidet? Kann man dann erwarten, dass die ‚anderen Rahmenbedingungen‘ ebenso berücksichtigt werden? Oder kollidiert das mit diesem neumodischen Internet?

  12. Dass Lobo eine Flachpfeiffe ist sollte man doch inzwischen wissen … [2]

    Er will doch entertainen, oder? Vielleicht sollte er auf RTL eine Sendung machen ala „Der Internetcoach“ und fetten unmotivierten Mädchen vor laufender Kamera erzählen, dass sie den namen ihrer hundes nicht als passwort nehmen sollen. hätte er seine publicity und wir wären ihn los.

  13. Ich empfehle Herrn Lobo, sich sein eigener Beitrag noch einmal anzuschauen: http://saschalobo.com/2009/11/22/sixtus-vs-lobo-streitkultur-im-internet/

    Moral ist subjektiv, ich bin der Meinung jeder Mensch hat ein Anrecht auf Wissen und Kultur, nicht nur der reiche Fünftel der Welt, der sich das leisten kann.

    Würde man z.B. hier in der Schweiz ilegales Filesharing effektiv verbieten, hätte ich um ehrlich zu sein aber auch nichts dagegen… die Technologie mit all ihren Chancen jedoch generell als unmoralisch abzustempeln ist zu einfach.

  14. Das ist alles so furchtbar schwierig.

    Der ultimative Traum ist natürlich die große digitale Bibliothek. Wissen und Kultur der Menschheit jederzeit von jedem Ort aus verfügbar, ohne Grenzen und Schranken. Definitiv eine tolle Vision!

    Aber irgendwie müssen die Leute ihr Geld mit dem Kram verdienen können, sonst klappt das auf Dauer nicht. Niemand bildet mehr Künstler und Programmierer aus, wenn er damit seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten kann. Vielleicht reichen Dienstleistungen und materielle Zusatzgüter (Merchandise) aus, das funktioniert derzeit (iTunes, DVDs, Kino) ja immer noch hinreichend, trotz des Gejammers!

    Das paradoxe ist ja, dass die Leute tonnenweise Geld für Internetzugänge, Comuter, Festplatten, iPods, Soundanlagen, gemoddete Konsolen und Filesharing-Dienste ausgeben, sie wollen die teuren Kulturprodukte und sie sind bereit, für deren Konszm zu bezahlen, nur scheinbar weniger (das müsste mal wirklich jemand untersuchen, wo das „gesparte“ Geld eigentlich so bleibt) und stärker selbstbestimmt.

    Ich wäre ja für eine Flattereske Abgabe z.B. 50% zentraler Topf (der meinetwegen von irgendeinem semikorrupten Gremium kontrolliert wird, das ist besser als nix und würde auch nicht mehr Schrott hervorbringen als das was wir jetzt so bekommen) und 50% Selbstverteilung, auf Infrastruktur die mir Kulturteilhabe ermöglicht. Sprich Internetzugang. Kann man nach Bandbreite staffeln.
    Großes Problem: Müsste irgendwie international passieren (no way!) und dadurch, dass die Geldmenge im Kulturtopf nicht variiert, würde der Markt eventuell ganz schön einschlafen.

  15. Ich halte „Kunst für Geld“ für ein entsetzliches Konzept. Kunst kommt von können, und wer kann, der macht. Wahre Kunst kommt von Herzen, von innen heraus, nicht weil damit Geld verdient werden soll.

    „Kunst für Geld“ hat uns die moderne Dudelmusik beschert. Irgendwie kommt gelegentlich sogar etwas anhörbares oder ansehbares dabei heraus, aber das halte ich für reinen Zufall.

    Wenn freies Filesharing von Kunst den Markt etwas ebnet, so dass wahre Kunst neben Kommerzkunst etwas besser davonkommt, dann bin ich nur dafür.

  16. Nun… da wären:

    1) Linux ISOs
    2) WoW Patches (oder eher Patches im Allgemeinen, aber WoW benutzt eben Bittorrent dafür)
    3) Verteilen von großen Dateien an viele Leute (z.B. an einer Universität)
    4) Public Domain
    5) generelles Crowdsourcing von Files

    denn… merke… P2P ist bei WEITEM nicht immer nur Musik oder Filme der \Industrie\. Aber auch dort sehe ich verwendung. Zumindest solange die Musik und Filmindustrie nicht von ihren fetten Ärschen herunterkommt. Ich hab schon oft Musik in Läden/Amazon/Ebay nicht mehr gefunden, da sie eben Out of Print waren… im Bittorrent u.ä. wird man da doch desöfteren fündig. Genauso wäre es ein Leichtes, Alben vor dem Kauf Probe zu hören, was in JEDEM verdammten Plattenladen normal ist… im Internet jedoch kaum Möglich (meist nur Schnipsel oder grenzwertige Qualität).

  17. Als wenn Musiker nur von CD- und LP-Einnahmen leben würden. So ein Schwachsinn. Konzerte, Merchandise, Spenden (jeder zahlt soviel für ein Album/Song wie er_sie will)….

    Und der wichtigste Aspekt meiner Meinung nach: Wenn Musiker ihre Musik kostenlos jedem und jeder zur Verfügung stellen, heißt das doch nicht, dass sie deshalb keine CD’s, Platten und MP3’s mehr verkaufen (können).

    Kultur für Alle und zwar kostenlos (oder eben bezahlt, wenn jemand die Kohle übrig hat).

    That’s it!

  18. Ich hätte nie gedacht, Lobo mal recht zu geben. Solange man nicht 1000 Songs gleichzeitig konsumieren kann, ist der potentielle Verlust des Künstlers nicht in der Frage zu messen, ob ein Filesharer sich den Titel gekauft hätte, oder nur seine DSL-Leistunga auslasten wollte. Jeder downgeloadete Titel nimmt „Hörerzeit“, die für rechtmäßig erworbene Stücke fehlt. Durch Filesharing wird nicht ein bestimmter Künstler geschädigt, sondern alle. Daher ist es zu allererst eine ethisch-moralische Frage. Und darum sieht die Musikindustrie so alt aus, wenn sie Filesharing verfolgt. Die MI kann nur einzelne Nutzer verfolgen, die entgangenen Einnahme eines Künstlers rächen, aber nicht ethisch verwerfliches Handeln per se bestrafen.

  19. Lobo ähnelt in dieser Frage dem Sarrazin. Dabei ist der weitaus größte Teil der Filesharer gut integriert und bezahlt auch sehr viel für Kulturgüter. Sich jetzt über die radikalen Filesharer zu ereifern und die Moral hervorzuheben, spaltet die Gesellschaft doch eher als dass es zu einem konstruktiven Diskurs führt.

  20. Es ist keine Frage der Moral sondern der Ethik. Leider meinen immer noch viele Leute die Moralkeule zu schwingen, dabei ist die Ethik viel wichtiger, denn diese ist nicht negativ besetzt.

    Filssharing ist selten ein Problem für den Schaffenden, sondern für die Industrie, die im Grunde heute unnötig geworden ist. Wenn ich so die Raummordkopierer im Kinderzimmer betrachte, die ja letztens durch Hausdurchsuchungen durch die Medien gingen, stellt sich klar eine Frage:
    Ist es ethisch, dass für Multimillionäre und deren Profitmaximierung, Kinder, Besitzlose und einfache Menschen bestraft werden und versucht wird auch das letzte Geld aus diesen Menschen herauszupressen? Geld das sie nie gehabt hätten um das Produkt zu kaufen?

    Die Antwort ist hier ganz klar: Nein

    Anders sieht die Sache aus, wenn ein erheblicher Aufwand betrieben wird, Kopien herzustellen und Plagiate zu verkaufen, aber das hat ja mit P2P wohl eher weniger zu tun.

  21. Bisschen merkwürdige Ansichten hier.

    1. „Filesharing“ will niemand verbieten. Deswegen ist es Quatsch, so etwas zu behaupten. Also entweder „illegales Filesharing“ oder von mir aus auch „unautorisierte Distribution“.
    2. Es ist ja ganz putzig, hier so einige sozialistische Ansichten (Daniel 22) über Kultur als öffentliches Gut zu haben. In der realen Welt kollidiert das aber ganz schnell mit realen Bedürfnissen der Künstler. Also so Dingen wie Miete und Essen. Wo endet das dann? Ist ein Stuhl „Kunst“? Ist das Design eines Stuhls Kunst? Darf also jeder diesen Stuhl so nachbauen, wenn er an die digitalen CNC Daten kommt? Darf jeder Programme kopieren und verkaufen, wie er will?

    Das Problem ist doch, den Urheber des immateriellen Werkes an den Gewinnen, die mit seiner Schöpfung erzielt werden, monetär zu beteiligen. Sich hinzustellen und zu behaupten, das wäre nicht notwendig, weil man den immateriellen Werken irgendeinen Kunstbegriff überstülpt und diese Kunst kurzerhand öffentlichem Eigentum zuordnet, empfinde ich als nicht durchdacht.

    Betrachtet man dieses Argument von einer anderen Seite (Verlage / Journalisten), würde dies bedeuten, dass die Verlage jeden Beitrag eines Journalisten beliebig verwerten können, ohne den Journalisten an seinen geschaffenen Inhalten zu beteiligen. Den Aufschrei würde ich gerne mal hören.

    Natürlich ist es ebenso Quatsch, wenn behauptet wird, man würde einen Schaden in fünfstelliger Höhe verursachen, nur weil man mal paar Gigabyte Musik kopiert.

    Aber da hat Hr. Lobo vollkommen recht, einen Nutzen aus dem Hören eines Musikstücks zu ziehen (oder aus dem Ansehen eines Films), ohne die Bereitschaft zu haben, Urheber (oder auch Urheberrechtsinhaber) und Künstler für die erbrachte Leistung zu entschädigen, ist unmoralisch und verwerflich. Alle Rechtfertigungsversuche sind meist nur Gefasel und „Rationalizing“, also der Versuch, einem selbst nutzendem aber nicht richtigen Verhalten im Nachhinein ein löchriges Mäntelchen der Pseudo-Vernunft überzuwerfen.

    Dass sich die Geschäftsmodelle von Künstlern und Urhebern an digitale Vervielfältigung und sinkende Grenzkosten (0 sind sie nicht, viel Spass beim Anbieten von 5 Millionen Songs in 3 Stunden) anpassen müssen, bleibt davon unbenommen. Dem Künstler oder Urheber das Recht auf eine angemessene Entlohnung seiner Leistung wegargumentieren zu wollen, nur weil man selbst davon kostenlos profitieren möchte, empfinde ich als unredlich.

  22. wie ich schon mal schrieb , denke ich, dass Weiss sich unter Wert verkaufen lässt, weil er die Moralfrage umgeht, statt sie offensiv anzugehen. Lobos Statement „Moral = Urheberkontrolle“ ist deutlich zu kurz. Informationsfreiheit steht nicht umsonst in der Menschenrechtserklärung, die möglichst effiziente Verteilung von Inhalten und Wissen lässt sich natürlich auch moralisch begründen. Auch wenn es inhaltlich diffiziler ist, wenn ein Diskussionspartner die Moral für sich reklamiert, ist das zumindest auf dem Podium eine fast undurchdringbare Position.

  23. Die Diskussion ist m.E. lächerlich: Zur Zeit ist das „Filesharing“ geschützter Werke ohne entsprechende Lizenz ein urheberrechtlicher Verstoß, also ein Rechtsbruch. Wegen dieses Rechtsbruchs gibt es inzwischen täglich hunderte Abmahnungen, die Betroffene mitunter in den Ruin treiben können. Angesichts dieses Fakts über „Moral“ und den Unsinn „geistigen Diebstahls“ zu debattieren wird den Sorgen nicht gerecht. Weder den Sorgen der Betroffenen, mitunter Jugendlichen, die aus kurzer Dummheit heraus sich bzw. ihre Eltern ruinieren, noch den Sorgen der Musikindustrie die sich ja angeblich ihrerseits ruiniert sieht durch die angeblichen Mindereinnahmen.

    Es gibt drei klare Fragen:

    1) Soll es in Zukunft ein Rechtsbruch sein oder wollen wir alternative (Lizenz)Modelle?

    2) Solange es ein Rechtsbruch ist: Ist die Art, wie diesem zur Zeit begegnet wird, angemessen? Ich denke da speziell an Mehrfachabmahnungen.

    3) Ist es eine diskussionswürdige Möglichkeit, dass eine einmalig abgegebene Unterlassungserklärung sämtliche Rechtsbrüche dieser Art (auch anderen Gläubigern gegenüber) bis zum Zeitpunkt der Abgabe abdeckt? Dies würde zumindest den Problemfall der Mehrfachabmahnungen bei Chartcontainern eingrenzen.

    Das sind konkrete Fragen angesichts konkreter Probleme. Vor dem Hintergrund dieser finanziellen und juristischen Probleme etwas von „Moral“ und „Ehrenkodex“ zu faseln ist so nah an der Lebenswirklichkeit, wie man es sonst nur von manchen Politikern kennt.

  24. V.a. möchte ich, wenn also jegliche Produkte der „Kreativen“ unentgeltlich zu beziehen sind gerne sehen, was in 5 Jahren noch so alles Kreatives im Internet zu beziehen ist.
    Wenn es Menschen, die Kunst/Inhalte schaffen (und dafür beispielsweise ein Studium der Musik oder Politologie oder Journalistik absolviert haben, währenddessen sie wenig verdient haben und auch jahrelang nix für ihre Altersversorge tun konnten) nicht mehr möglich ist, ein Einkommen durch diese Tätigkeit zu generieren, dann wird der Anteil der Qualitätsprodukte im selbstreferentiellen Grundrauschen des Netzes aber rapide sinken. Dann erledigt sich das mit dem filesharen eh, wenn da kaum mehr was Wertvolles bei ist.

    Und nach wie vor finde ich es ein starkes Argument nach den Beweggründen der pro-filesharer zu fragen.
    In 90% der Fälle ist es einfach eine Geiz-ist-Geil-Mentalität. Es ist schön, etwas, wofür man früher Geld zahlen musste, nun umsonst zu bekommen. Dann baut man sich da irgend ein hehres und religiös vertretenes Grundrecht auf kostenfreie Musik/Filme/Informationen drumrum und fertig ist der Informationsfreiheitsmaßanzug.

    Ich habe einen Haufen Musikerfreunde, bin selbst Musiker, und ich will sagen 90% von denen kotzen ab über Filesharer (über die Plattenindustrie übrigens auch). Die verkaufen bei einer Record Release-Party 15 CDs und die erste Reihe singt munter die Songs mit, die es noch gar nicht zu kaufen gibt. Zu glauben, dass man ohne irgendeinen monetären return on investment als Musiker Musik machen kann und nur von Merchandising lebt, ist echt naiv.

    Und immer diese Gebetsmühle von wegen den „veralteten Geschäftsmodellen“. Mp3s bei Itunes oder Amazon holen ist neu und komfortabel. Wenn man also angeblich ein Fan von Dendemann oder Trentemoeller ist, wieso ist es da so unnatürlich, denen für die Bereicherung meines Lebens einen Obolus zukommen zu lassen? Wenn der Künstler damit auch eine Plattenfirma finanziert, ist das doch seine Sache, er könnte es doch auch anders anbieten, wenn es sich für ihn rechnen würde. Komisch, dass fast alle Künstler noch diesen Weg gehen…wenn der so altbacken ist…

  25. Und ja, die Abmahner, die müssen weg…v.a. die horrenden Kosten, an denen sich v.a. die Anwälte bereichern, und nicht die Künstler…das ist die wirkliche Pest…

  26. @dirkfranke: Das bedeutet dann, dass es moralisch in Ordnung wäre, wenn Verlage die erbrachten Leistungen von Journalisten nach Belieben vervielfältigen und monetarisieren? Aufgrund der Informationsfreiheit?

    Und alles, was digital ist, ist Information? Musik ist Unterhaltung, nicht Information. Software kann alles sein, weil Turing-Maschine, also auch Information? Stuhldesign = Information?

    Man kann im Augenblick vollkommen legal grosse Teile eines Künstlerrepertoires kostenlos anhören. Sei es bei Myspace, bei Youtube oder über last.fm. Dafür bezahlt man auch. Indem man Werbung anguckt. Mit persönlichen Daten. Oder mit einer Einschränkung der Verfügbarkeit/Qualität.

    Das einzige, wofür man bezahlen muss, ist die unbegrenzte Verfügbarkeit (im Auto, auf CD, auf Ipod, im Handy). Nicht für das Lied an sich.

    Dieser Zusatznutzen wird üblicherweise mit dem humanen Preis von einem Euro entgolten. Nimmt das kostenlos in Anspruch (anstatt z.b. last.fm zu hören), entsteht ein Schaden. Nämlich in der Höhe, wie er dem Erlös des Urhebers aus anderen Distributionskanälen, multipliziert mit der Anzahl der Nutzungen, minus dem Netzwerkeffekt entspricht. Es kann sein dass der Netzwerkeffekt grösser ist als der Schaden, muss es aber nicht.

    Es ist sicherlich sinnvoll für Musikschaffende, in Anbetracht der Realitäten Musik kostenlos zu verteilen. Aber aus irgendwelchen anderen Sachverhalten als der normativen Kraft des Faktischen einen Anspruch auf unentgeltliches Eigentum an einer Kopie eines digitalen Werk zu formulieren, nur weil es existiert, finde ich verwegen.

    Das heißt dann in letzter Konsequenz nämlich, dass jedes digitale Werk beliebig vervielfältigt werden kann. Der Schaffensakt ist somit irrelevant, der Vertrieb alles. Kann ich Dein Produkt besser verkaufen als Du, mach ich das, muss Dich aber nicht daran beteiligen.

    Somit würde jeder grosse Hit, der millionenfach verkauft wird, Amazon und Apple viel Geld einbringen, dem Künstler nur das, was er in der kurzen Zeit, in der der Song aktuell ist (4 Wochen?), über T-Shirts und Auftritte monetarisieren kann. Den Rest der Zeit kann er dann schauen, dass er Einkaufszentren eröffnet. An „Bravo Hits 2010“ partizipiert er nicht.

  27. @Jens Ferner: Das sind gute Fragen, auf die man noch eine wesentliche draufsetzen kann:
    4. Ist der Rechtsbruch (als welchen ich illegales Filesharing jetzt mal betrachte) so gravierend, dass man umfassende Kontroll- und Zensurmassnahmen bis hin zu erheblichen Eingriffen in Grundrechte (Three Strikes) dafür in Kauf nehmen will. Und muss.

    In der konkreten „Preisgestaltung“ einer Strafe besteht sicherlich Verbesserungsbedarf. Auch durchs Potenzierung der Strafe durch Rechtsanwaltsgebühren bei Massen- und Mehrfachabmahnungen. Der volkswirtschaftliche Schaden ist hier mit der Massenabmahnung sicher grösser als der dem Künstler/Urheber/Rechteinhaber entstandene. Was den Schaden für diesen allerdings ebensowenig rechtfertigt.

  28. Filesharer sind ein Problem, doch wer macht es nicht. Geht man heute in den Laden und kauft sich ein Game, geht man ein enorm hohes Risiko ein. Schlechte Qualität und unfertige Arbeit ist meist die Überraschung, neben Problemen mit dem Kopierschutz. Hat man Probleme damit fängt die suche nach Support an. Support bezahlt man meist extra oder steht als Forenhilfe zur Verfügung. Wo bleibt da der Service? Mit Filmen ist es genauso. Viele Kinofilme kann man 1 Mal sehen und vergessen. Alle Filme und Spiele die es wert sind, kann und MUSS man kaufen. Man sollte den Personen auch was für das Geld bieten.

    Service ist so etwas, was man heute nicht mehr bietet, aber Personen gerne Geld dafür ausgeben würden. Ursachenbeseitigung ist aber teurer und man muss Zeit investieren.

  29. Ich finde es schade, dass nicht ein wenig differenzierter zwischen Musik und Filmen unterschieden wird.

    Bei Musik gab es lange zeit die Vorbehalte, dass man nur DRM-Material (was zugegebenermaßen Schrott ist) kaufen konnte. Mittlerweile gibt es aber fast überall DRM-freie Musik zu einem fairen Preis zukaufen. Daher sehe ich keine Gründe Musik weiter zu „ziehen“

    Bei Filmen/Serien sieht es aber leider ganz anders aus. Soweit ich weiß habe ich keine Möglichkeit legal DRM-frei Filme zu erwerben. Was ich im Netz kaufen kann hat immer einen DRM-Schutz und bei DVD’s wird es ganz übel. Da sieht man am Anfang einen netten Film, dass man diese DVD nicht kopieren darf (deshalb habe ich sie mir ja gekauft). Kopieren darf man die DVD auch nicht, um sie evtl. auf sein iPod zu schauen. Da macht man sich in DE strafbar.

    Wie seht ihr das?

  30. Man muss grundsätzlich mal zwei Ansprüche der Urheber trennen:
    1) Eine angemessene Vergütung der Leistung
    2) Kontrolle darüber, wie ein geistiges Werk von Anderen verwendet wird

    Dem Ersteren wird wohl jeder zustimmen.
    Das Zweitere aber sehe ich nicht als sinnvolles Recht an.

    Und muss ein System, das nur die Entlohnung von Urhebern gewährleistet, wirklich die ganzen Probleme und Restriktionen mit sich bringen, die das momentane geistige Eigentum verursacht? Ganz abgesehen von dem ganzen Rattenschwanz an Verwertern, Rechtsanwälten, Lobbies, Managern, …
    Wirklich viel kommt bei den Urhebern heutzutage kaum an.

    Deshalb schlage ich vor, die Entlohnung der Urheber vollständig von der Bezahlung durch die Nutzer zu trennen.
    Nach dem Motto: Warum sollte es volkswirtschaftlich sinnvoll sein, ein eigentlich beliebig verfügbares Produkt künstlich knapp zu machen?

    Damit meine ich, dass Urheber aus einem Steuertopf bezahlt werden und dann auch jegliches veröffentlichte Werk von jedem, auch komerziell, beliebig vervielfältigt und gesendet werden darf.

    Die Verteilung des Topfes an die Urheber findet dann über Nutzungsschätzungen, Flattr-artige Systeme, Wettbewerbe und Ähnliches statt.

  31. Danke an _Flin_, dass er hier eine sachliche Meinung aus Musikersicht bringt, die ich so in weiten Teilen unterschreiben würde. Ansonsen viel Geschrei von Computernerds, die gegen „die Musikindustrie“ oder besser noch Sascha Lobo wettern.

    Noch eine Anmerkung von mir: wenn man Filesharing gleichsetzen will mit Youtuben, Musikstreamingdienste etc als das Radio 2.0 (was ich durchaus auch so sehe), dann gib mir auch einen Share, der mind. dem entspricht, was man über Airplay verdient. Rapidshare kann Musik meinetwegen spreaden, aber gib mir meinen Share. Ditto youtube..

    Wer von mir erzeugten Content kommerziell verwertet, soll mich beteiligen (außer die Lizenz ist eine andere, sprich: ich verteile das bewußt kostenlos). Das kann man auch ruhig mal von diesem seltsam verklärten Bild des Musikers loslösen, der mit seiner Gitarre loszieht und paar T-Shirts verkauft. Das ist eine einfache Regel des E-Commerce und Contenteinkaufs und -verwertung.

  32. ich sauge musik seit +10 jahren (damals auch noch mit isdn und 5min/song und extrem hoher telefonrechnung)

    damals war ich jung und hab noch nicht gearbeitet – woher sollte ich denn uebrhaupt das geld haben – potentieller kunde zu sein. zumal defacto keines der heruntergeladenen liedern im umkreis von 500km irgendwo erwerbbar gewesen waere.

    nun bin ich aelter, saug keine mp3s mehr sondern flacs. es gibt jedoch den unterschied, dass ich nun (da ich es mir leisten kann):

    1. CDs direkt kaufe (tip vom freund oder tv und zeitung) und mit hohem zeitaufwand und hohem qualitaetsanspruch mittels 1klick hoster ins internet stelle.

    2. Heruntergeladene Dateien bzw. Alben mit auch oft dazu motivieren „den rest der kuenstler-discographie“ zu kaufen – selbst zu hoeren – aber eben natuerlich auch online zu stellen.

    3. Bei Schlechter Musik – und den immer beliebten „ausschlachten“ von kuenstlern (siehe den riesen pr gag von sony mit dem „neuen“ jimmy hendrix album) – verzichte ich natuerlich auf den kauf / bzw auf das online stellen.

    4. „Die Arbeit“ also das profesionelle rippen, cover scannen und hochladen nimmt oft mehr als 1 stunde meiner freizeit in anspruch (auch unattended zeit). Der in meinem regulaeren Job berechnete „stundenstatz“ belaeuft sich auch ca. 120 EUR.

    5. Ich investiere ebenso viel zeit in das „aufbereiten“ von runtergeladenen musik alben – „einpflegen in mein musik archiv“ – das kann bei 10gb auch mal 4 – 5 stunden dauern.

    Also ich habe das echt kein schlechtes Gewissen. Ich fuehle mich so als wuerde ich die verbreitung von guter musik dadurch foerdern.

    Die kranke Verfolgung von Filesharern – die „patent trollerrei“ – die „eigenbroedlerei von apple und sony zu lasten der kunden“ – die qualitaet neuner musik im allgemeint bestaerkt mich nur noch mehr in meinem guten gewissen.

    die musikidustrie ist ein antikes krebsgeschwuehr von nicht kuenstlern/nicht musikern die sich die kuenstler hinter (oder vor) den wagen spannen um sich zu bereichern – oder wo ist der mehrwert?

    die zeit ist reif – kuenstler produzier und vermarkte dich selbst – da weiss ich das man geld den richtigen trifft!

    ps. grade apple hat es mit 8 jahren verspaetung als erstes geschafft nicht gegen windmuehlen zu kaempfen sondern einfach eine ’neue alternative zu bauen‘ – wenn jeder cent der in die verfolgung von downloadern gesteckt wurde anders investiert worden waere haetten ‚legale download shops‘ gegenueber illgalen sites noch mehr die nase vorn.

    ps. lasst die kids in ruhe die haben eh kein geld. wenn man erstmal geld verdient braucht man nur noch eine motivation zu kaufen und das ist GUTE MUSIK. Sich von der Musik industrie ‚an den pranger stellen zu lassen‘ mag da eher gegenteilig wirken.

    Connect with Fans (CwF) + Reason to Buy (RtB) = The Business Model

    (diese einfach formel funktioniert wunderbar – und eben nicht nur bei super erfolgreichen bands wie nine inch nails oA)

    rechtschreibfehler koennen behalten werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.