Oktober 2010
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: Möglicherweise Kompromiss: Keine verbindlichen Netzsperren bei Censilia-Plänen?
: Möglicherweise Kompromiss: Keine verbindlichen Netzsperren bei Censilia-Plänen? Der FDP-Europaabgeordnete Alexander Alvaro berichtet auf seiner Webseite über einen möglichen Kompromiss im Rahmen der Censilia-Pläne. Der Kompromiss könnte so aussehen, dass die Netzsperren nicht verbindlich von den Mitgliedsstaaten umgesetzt werden müssen.
„Während die ursprünglichen Pläne der Kommission vorsehen, dass das Sperren von Internetseiten mit Darstellungen des sexuellen Missbrauchs von Kindern für alle Mitgliedstaaten verpflichtend sein soll, zeichnet sich im Europäischen Parlament folgender Kompromiss ab: Mitgliedstaaten sollen verpflichtet werden, Seiten mit derartigem Inhalt zu löschen. -
: „Tatort Internet“: … in der Schweiz!
: „Tatort Internet“: … in der Schweiz! Ich weiß nicht, ob es nur ein Vorurteil von mir ist oder tatsächlich stimmt, aber manchmal habe ich den Eindruck, dass Schweizer an manche Themen komplett anders herangehen, als ich, als Deutscher. Mir scheint das nicht nur eine Frage unterschiedlicher Persönlichkeiten und Elternhäuser, sondern tatsächlich eine grundlegender kultureller Unterschiede.
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: Street View: 244.000 Widersprüche, ~12% Verpixelungsquote?
: Street View: 244.000 Widersprüche, ~12% Verpixelungsquote? … so berichtet heute u.a. die FAZ via dpa:
Google habe exakt 244 237 Anträge erhalten, schrieb der verantwortliche Produktmanager Andreas Türk. Das entspreche 2,89 Prozent der Haushalte in den zwanzig Städten.
Der Hinweis (Update: hier im Original bei Google), es hätten „2,89 Prozent der Haushalte in den zwanzig Städten“ widersprochen, erscheint mir in diesem Zusammenhang freilich irreführend. -
: Löschen statt Sperren: Evaluationsstatistik des BKA
: Löschen statt Sperren: Evaluationsstatistik des BKA Auf Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hat das BKA mal eine erste, wenig aussagekräftige, Evaluationsstatistik über ihre Löschbemühungen verschickt, die heute allen Budnestagsabgeordneten zugegangenen ist. Hier ist das PDF (Hier als ODS). Interessant sind da einige Zahlen. Beispielsweise werden Server in Grossbritanien nicht so schnell gelöscht.
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: Netzneutralität: Debatte schwenkt wieder in Richtung Meinungsfreiheit
: Netzneutralität: Debatte schwenkt wieder in Richtung Meinungsfreiheit Sowohl in Deutschland als auch in den USA wurde die Debatte zur Netzneutralität zuletzt vornehmlich unter ökonomischen Gesichtspunkten geführt. Das war einerseits notwendig, weil die Termini der Ökonomie politischen Entscheidungsträgern vertrauter sind als die der Freiheit und Demokratie. Und natürlich geht es auch um wirtschaftliche Fragen – für viele Internet-Nutzer vielleicht sogar primär.
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: „Tatort Internet“: … in den Medien
: „Tatort Internet“: … in den Medien Die gute Nachricht zuerst: Der 61-jährigen Leiter eines Kinderdorfs, der nach seiner Enttarnung in der RTL2-Prangersendung „Tatort Internet“ als vermisst gemeldet wurde, lebt. Sein Aufenthaltsort ist der Kriminalpolizei Würzburg bekannt. Alles weitere möge die Justiz entscheiden.
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Das Gerücht hielt sich schon länger, nun gibt es eine Bestätigung: Wenn ich diesen für Laien doch recht schwer verdaulichen Text aus Juristenhand richtig verstehe, wurde RTL2 inzwischen die Ausstrahlung mindestens eines Beispielsfalls gerichtlich untersagt:
Eine Persönlichkeitsrechtverletzung lag nach unserer Prüfung vor und wurde, weil eine außergerichtliche Erledigung der Sache nicht erzielt werden konnte, im Wege des einstweiligen Verfügungsverfahren gerichtlich festgestellt. -
: Default-Hintertür für jede Verschlüsselung?
: Default-Hintertür für jede Verschlüsselung? In den USA wird gerade mal wieder die Debatte angestrengt die Abhör-Regelungen zu verschärfen. Dabei kam auch wieder die Idee auf, in jede Verschlüsselung eine Default-Hintertür für die Regierung einzubauen. Terrorabwehr, sie wissen schon. Ein solcher Vorschlag rangiert natürlich ungefähr auf dem Niveau eines „Reset-Knopfes“ fürs Internet: selbst wenn es theoretisch vielleicht irgendwie möglich wäre bleibt nach 3 Sekunden Nachdenken nur die Feststellung „Geht doch gar nicht… bringt doch gar nichts!“ und ein rüdes „Quatsch!“
Dann aber denkt man an Skype oder Blackberries und merkt: Die meinen das Ernst. -
: Transiki: OpenStreetMap für öffentliche Verkehrsmittel
: Transiki: OpenStreetMap für öffentliche Verkehrsmittel Als Steve Coast, der ‚Gründer’ von OpenStreetMap vor einiger Zeit in San Francisco einen Zug nicht erreichte, weil es ihn gar nicht gab, ärgerte er sich über die Google-Maps-App auf seinem iPhone.
Über Maps hatte er sich schon einmal geärgert, und dann OpenStreetMap an den Start gebracht. OpenStreetMap leistet so ziemlich alles, was Google Maps kann, die Inhalte stehen aber unter CC-BY-SA und werden von einer großen Community gepflegt – ebenso wie der offene Quellcode. -
: Britische Regierung ändert Haltung zur Vorratsdatenspeicherung. Mal wieder.
: Britische Regierung ändert Haltung zur Vorratsdatenspeicherung. Mal wieder. Im Wahlkampf der Liberal Democrats hatten Bürgerrechte eine große Rolle gespielt. Medienwirksam wurde gegen biometrische Pässe, das Abnehmen von Fingerabdrücken und die verdachtsunabhängige Vorratsdatenspeicherung gewettert. Natürlich war auch die Koalition mit der Conservative Party lauthals ausgeschlossen worden, sofern diese nicht einlenke.
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: Facebook Disconnect
: Facebook Disconnect Gegen die überall im Internet eingebauten Facebook-Connect-Kästchen gibt es sowohl datenschutztechnische, ästhetische und rein intellektuelle Argumente.
Für Googles Browser Chrome gibt es nun eine Erweiterung, die diese ausblendet.
Mir gefällt das. -
: Der Transparenz-Kreislauf
: Der Transparenz-Kreislauf Von der Sunlight Foundation gibt es den „Cycle of Transparency“. Die Grafik zeigt die verschiedenen gesellschaftlichen Instanzen, ihre Rollen und ihr Zusammenspiel für einen transparenten Staat. Robert Harm hat davon eine deutsche Übersetzung gemacht: Der Transparenz-Kreislauf.
Die Grafik steht unter der CC-BY-Lizenz und es gibt sie hier in großer Auflösung.
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: Zahl des Tages: 244,237
: Zahl des Tages: 244,237 Die Zahl des Tages ist 244,237. Soviele Widerpsürche hat Google für seinen Streetview-Service aus den 20 startenden Städten erhalten. Google verweist erstmal darauf, dass dies ja nur 3% aller Haushalte seien: How many German households have opted-out of Street View?
We’re now close to launching Street View imagery for the 20 biggest cities in Germany and we’ve counted the number of households in those cities which decided to opt-out. -
: Mediatheken durchsuchen und mitnehmen!
Screenshot "Mediathek" : Mediatheken durchsuchen und mitnehmen! Ich frage mich gerade, warum wir noch nicht auf das schnuckelige kleine Programm „Mediathek“ verwiesen haben. Nein, daran, dass es „Mediathek“ nur für Mac OS gibt, kann es nicht liegen. Schließlich wurde selbst der Chef kürzlich mit einem MacBook gesehen.
Wo war ich? Achso, ja. Ich wollte auf „Mediathek“ hinweisen, eine schnuckelige kleine Software für den Mac, die nicht nur die Mediatheken von ARD, ZDF, 3sat, NDR, SWR, WDR, ARTE und SF nach Sendungen durchsuchen kann, sondern diese auf Knopfdruck gleich auch herunterlädt. -
: „Tatort Internet“: Pressemitteilung der Medienaufsichtsbehörde
: „Tatort Internet“: Pressemitteilung der Medienaufsichtsbehörde Nur kurz und für die Freunde des gepflegten Archivs, da ich mein Leben gerade in den vollen Zügen der Bahn AG genieße:
PRESSEMITTEILUNG
Kassel, 20. Oktober 2010
„Tatort Internet“ erfordert gesellschaftliche Debatte und rechtliche Prüfung
Die RTL II-Reihe „Tatort Internet“ hat eine heftige Kontroverse über Grenzen eines TV-Formats ausgelöst. -
: Mozilla: Open Web Apps
: Mozilla: Open Web Apps Mozilla hat ein System für offene Web-Apps vorgestellt. Damit sollen plattformunabhängige Programme leicht in HTML/CSS/Javascript umsetzbar sein.
So können die Apps dann nicht nur – wie bei Cloud-Diensten üblich – unter jedem Computer-Betriebssystem laufen, sondern idealerweise auch direkt in jeder Mobiltelefon-Umgebung. -
: Pressefreiheitsindex: Deutschland auf Platz 17
: Pressefreiheitsindex: Deutschland auf Platz 17 Dank seiner beachtlichen Bemühungen im Bereich der Pressefreiheit konnte Deutschland seine Platzierung im Pressefreiheitsindex 2010 weiter verbessern und rangiert nun auf einem respektablen Platz 17. Seit 2006 zusammen mit Benim und Jamaica der 23. Platz hinter Ländern wie Trinidad/Tobago, Bosnien-Herzegowina, Slowenien und der Slowakei belegt wurde, konnte nun zum vierten Mal in Folge eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr erzielt werden.
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: Anti-ACTA rap
: Anti-ACTA rap Von Dan Bull gibt es den „Anti-ACTA rap“ als Video und MP3.
Inhalt von YouTube anzeigen In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. -
: Vermischtes: Tatort Internet, Facebook und Internet-Seepferden! (Update: Zapp-Stream verlinkt)
: Vermischtes: Tatort Internet, Facebook und Internet-Seepferden! (Update: Zapp-Stream verlinkt) Joachim Frank hat in der Frankfurter Rundschau den abschließenden Kommentar zur „Tatort Internet“ geschrieben. Ich befürchte nur, dass es nicht der abschließende Kommentar bleiben wird: RTL2: Tatort Telepranger.
Wobei, auf ZAPP (NDR) morgen darf ich sicher noch hinweisen (Update: Hier ist die Streamkonserve):
ZAPP: „Tatort Internet“ – Aufhetze statt Aufklärung
Mittwoch, 20. -
: „Meine Hardware gehört mir“
: „Meine Hardware gehört mir“ Spiegel-Online berichtet darüber, in Göttingen über 600 Ermittlungsverfahren gegen Menschen laufen, die sich in Handy-Läden ihr Handy entsperrt haben: Polizei knöpft sich Handy-Knacker vor. Oftmals nutzen Provider SIM-Lock-Technologien, um Handys an ihr Netz und ihre Dienstleistungen zu binden. Aus Verbrauchersicht eine Unverschämtheit, weil man für die Hardware Geld ausgibt.
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: „Diese Fragen kann man durch bloßes Nachdenken beantworten“
: „Diese Fragen kann man durch bloßes Nachdenken beantworten“ Vergangene Woche hat Panorama über „Überflüssige Gesetze: Wie Politiker Sicherheit vorgaukeln“ berichtet. Mit dabei war auch Hans-Peter Uhl (CSU), der sich seit Jahren als Hardliner für die Online-Durchsuchung, Vorratsdatenspeicherung und Netzsperren einsetzt. Praktischerweise hat Panorama jetzt im Youtube-Kanal der ARD die Rohversion des Interviews mit Hans-Peter Uhl eingestellt.