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Twitter

Seit einiger Zeit nutze ich nebenbei noch Twitter als Service (hier mein Account). Während sich mir am Anfang die Anwendung des Mikro-Bloggens nicht wirklich erschloss, finde ich sie mittlerweile recht praktisch. Allerdings bin ich etwas neidisch auf die schönen Twitter-Clients, die Apple- und Windows-Nutzer zur Verfügung haben. Unter LInux sieht es noch sehr bescheiden aus.


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Für Firefox gibt es Twitbin als Plugin. Leider funktioniert das noch nicht einmal zufriedenstellend. Also eigentlich gar nicht. Die lustigste Fehlermeldung bisher war „Unfortunatly you’ve exceeded Twitters maximum jourly requests“. Nach zwei Mal aktualisieren. Das kann’s also nicht sein.

Notgedrungen nutze ich also wahlweise den Browser mit regelmässigen aktualisieren oder gTwitter. Der Linux-Client hat aber mehr Nachteile als Vorteile: Sieht hässlich aus, hat kaum Features und macht keinen Spass. Meinen Jabber-Client möchte ich nicht auch noch mit Twitter belasten, obwohl das durchaus geht. Die Vielzahl an verfügbaren Konsolen-Clients für jeden obskurren Editor interessieren mich null.

Daher die Frage: Gibt es einen vernünftigen und funktionalen Twitter-Client unter Linux, den ich bisher noch nicht gefunden habe und der schöner aussieht und funktioniert als gTwitter (Das bisher kleinste Übel)?

32 Kommentare
  1. Igor: Da hab ich die ganzen obskurren Kommandozeilen-CLients gefunden. :-)

    Roman: Flock hatte ich früher ausprobiert. Sollte ich vielleicht nochmal eine Chance geben. Beim letzten Versuch war irgendwann schief gegangen. Also next try.

  2. Ich habe meine zwei Twitter-Accounts meinem kopete Client über zwei verschiedene Jabber-Accounts (Gmail, KDE) hinzugefügt. Da bekomme ich allerdings nur alle Messages, von Leuten für die ich Notifications angestellt habe, angezeigt. Das reicht mir aber.

    Ich hatte letztens noch ein anderes Plugin für Firefox installiert. Das tat an sich ganz gut, hat sich aber leider das Passwort nicht gemerkt. Das war in K.O.-Kriterium. Name ist mir entfallen.

  3. Funktioniert das TwitterFox Plugin für Firefox nicht auch unter Linux? Mir ist selbst unter Windows noch nichts besseres untergekommen, ich benutze TwitterFox im Büro und zuhause unter Vista das Opera Widget & das Windows Sidebar Plugin, die kommen aber beide um Längen nicht an Twitteriffic unter OS X ran.

  4. Die nutzung von Twitter über Jabber, funktioniert vorzüglich, zum reinen adden, sind auch noch die Twittbar und TwittyTunes zu empfehlen… gute Übersichttools für den eigenen Twitter gibt es für Linux (ausser einigen Beta-Projekten bei Google und Freshmeat) bisher nicht, aber Firefox mit FavIconizeTab und TabMixPlus eingefrorenem Tab funktioniert auch recht gut, vielleicht ist noch infoRSS (auch für Firefox) mit dem eigenem Twitter-Feed zu empfehlen.

  5. Twitterfox hab ich mal installiert. Sieht ganz brauchbar aus, funktioniert aber nicht. Kommt nur Fehlermeldung „Servers overloaded“.

    andl611: Nutze KDE. Aber was hab ich mir mal angesehen?

    Kanalisation: Jabber nutze ich gerne zum schreiben. Aber ansonsten möchte ich mir diesen schon stark frequentierten Kommunikationskanal für andere Dinge freihalten. Aber danke für die anderen Hinweise. Probiere ich mal aus.

  6. „server overloaded“ ist noch ein post-macworld-phänomen, unter dem alle clients heute zu leiden haben (vgl hier vom autor von twhirl, trifft aber auch auf andere tools zu, die über die API gehen). hoffe auch, daß sich das bald wieder bessert.

  7. @erlehmann:

    Ist im Grunde ähnlich, allerdings sendet twitter nicht im Sinne des PubSub-Protokolls (kein Pubsub-Namespace, Subscriptions nicht über XMPP managebar).. allerdings wird in jeder die da kommt ein kompletter Atom- zusätzlich zum gesendet, was ich schon mal sehr löblich finde.

  8. @erlehmann:

    Ist im Grunde ähnlich, allerdings sendet twitter nicht im Sinne des PubSub-Protokolls (kein Pubsub-Namespace, Subscriptions nicht über XMPP managebar).. allerdings wird in jeder <message> die da kommt ein kompletter Atom-<entry/> zusätzlich zum <body/> gesendet, was ich schon mal sehr löblich finde

    (Bete mal, das das komische WordPress diesmal nicht meine Tags frisst.)

  9. Wer Twitter oder ähnliche Dienste benutzt – oder per ICQ/Jabber/… ständig online ist, und sich gleichzeitig über den „Überwachungsstaat“ beschwert, ist meiner Meinung nach ein Heuchler.

    In mir stärkt sich immer mehr der Eindruck, dass diejenigen, die in den 80ern gegen die Volkszählung protestiert haben und jetzt laut gegen den „Überwachungsstaat“ aufmarschieren, gleichzeitig detaillierte XING- oder Myspace- oder StudiVZ-Profile pflegen, Dauer-Online-IM-Zugänge mit akkuraten Statusmeldungen („bin essen“, „bin bei XYZ“, „bin auf Klo“, „höre gerade C:\Raubkopien\Charts\foo.mp3“) besitzen, und öffentlich preisgegebene Mail-Adressen der Art „vorname.nachname@domain.de“ bei GMail oder GMX o.ä. besitzen.

    Wer eine Privatsphäre will, sollte sie auch pflegen.

  10. @20: informationelle selbstbestimmung schließt ein, dass jemand informationen über sich publiziert. und gerade mit z.b. jabber ist es möglich, ziemlich genau einzugrenzen, wer diese infos bekommt – ein bekannter von mir hat sich sogar einen eigenen server aufgesetzt, womit die geamtheit aller infos bei ihm lagert.

    merke: selber informationen rausgeben ist okay; überwacht werden ist nicht okay.

  11. Laborsklave: Beim letzten Satz stimme ich Dir voll zu: Wer eine Privatsphäre will, sollte sie auch pflegen.

    Das ist aber kein Verbot zur Nutzung von Kommunikationsdiensten. Man muss es nur selbstverantwortlich tun.

  12. Der Strang hier ist schon etwas erkaltet, ich spring trotzdem nochmal rein.

    Zum Schreiben habe ich lange Ubiquity verwendet, ein FF-Plugin was auch auf viele andere Dienste einen nützlichen Schnellzugriff ermöglicht.

    Das Lesen (mit Pipes gepimpter Feed in Thunderbird) wird mir langsam zu unsexy, vor allem das Antworten über die Website. Ich probiere jetzt mal gtwitter und Twitux aus.

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