2005
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: Bild.de erklärt die Wikipedia
: Bild.de erklärt die Wikipedia Ist jetzt die Wikipedia Mainstream? Bild.de „verrät“ die sieben Geheimnisse der Wikipedia.
Abgesehen vom Wikipedia-Artikel gibt es noch den Artikel „Ganz legal! – So knacken Sie den CD-Kopierschutz“:
Da Windows-Benutzer über Abspielprobleme der Sony-CDs klagten, stellte Sony eine Schritt-für-Schritt-Anleitung ins Netz, wie jeder den Kopierschutz umgehen kann. Inzwischen ist sie zwar nicht mehr online. Dafür gibt’s die Anleitung jetzt auf Anfrage per E‑Mail über die Homepage www.sonybmg.com.
Wie beschränkt ist denn SonyBMG? Wieso verzichten die nicht gleich auf den Kopierschutz, sparen damit ca. einen Euro, und verbilligen so ihre CDs um den Betrag? Dann brauchen Windows-Nutzer auch nicht umständlich auf deren Homepage nach einer Anleitung nachfragen und fühlen sich entspannter.
Der von Sony benutzte Kopierschutz funktioniert ausschließlich unter Windows. Auf Systemen mit MacOS oder Linux können die CDs abgespielt und auch beliebig kopiert werden.
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: UN: Abschlussbericht zu Internet Governance erschienen
: UN: Abschlussbericht zu Internet Governance erschienen Der lang ersehnte Report zu Internet Governance ist online. Er wurde von der UN-Arbeitsgruppe zu Internet Governance erstellt, die im Rahmen des Weltgipfels zur Informationsgesellschaft (WSIS) gebildet wurde. Der Bericht wird ein zentrales Thema auf der abschließenden Konferenz des WSIS in Tunis (Nov. 2005) sein.
Typisch UN: Neben einem PDF wird selbstverständlich ein Doc-Dokument angeboten. Von Offenen Standards keine Spur. Dabei ist „bridging the digital gap“ das Leitmotiv…
[via WECANN!]
Monika Ermert berichtet auf Heise darüber: Die Regierungen, die UNO und das Internet
Dagegen macht die Gruppe bemerkenswert deutliche Empfehlungen im Bereich Datenschutz, Privatsphäre, Verbraucherschutz sowie Meinungs- und Informationsfreiheit im Netz. Beim Daten- und Verbraucherschutz wird ein Fehlen von adäquaten Regeln und Standards bemängelt und Abhilfe auf nationaler und internationaler Ebene gefordert. Passend zu der nach den Anschlägen in London wieder aufgeflammten Sicherheitsdebatte fordern die 40 WGIG-Mitglieder eine Absicherung, dass alle Maßnahmen, die zum Internet getroffen werden, nicht zu einer Verletzung der Menschenrechte führen.
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: Schon wieder Innovationen verschlafen?
: Schon wieder Innovationen verschlafen? Verschläft die Musikbranche den nächsten Trend? Podcasts kommen immer mehr in Mode und könnten das herkömmliche Broadcasting-Modell revolutionieren. Jeder kann Radioshows anbieten und über RSS und MP3 vertreiben. Ja, wenn es da nicht die „Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL)“ geben würde. Die ist nämlich nicht darauf vorbereitet, dass Bürger eigene Radioshows machen wollen und dafür auf „normale“ Musik zurückgreifen und Künstler kompensieren wollen. Johnny von Spreeblick hatte mal angefragt, wie teuer es denn sei. Und die Netzeitung berichtet darüber:
Johnny Häusler von der Blogger-Site «Spreeblick» wollte ein solches Musik-Podcast anbieten und bekam prompt eine Abfuhr von der GVL. Man habe ihm mitgeteilt, so Häusler, dass er keine entsprechenden Abgaben für sein MP3-Radio abführen könne. «Gleichzeitig wies man mich daraufhin, dass ich illegal handeln würde, wenn ich nicht jedem Einzelnen die Verwertung vergüte», so Häusler. Wollte «Spreeblick» also ein Musik-Podcast anbieten, müsste sich Häusler zuvor mit einem einzelnen Musikverlag einigen.
Aber das verschlafen neuer Trends ist auch eine Chance für andere: Lieder, die unter den Creative Commons lizenziert sind, können für Podcasts und Internetradios genutzt werden, ohne Bürokratie und Verbote.
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: Nachrichtenüberblick 15.07.
: Nachrichtenüberblick 15.07. Frankfurter Runschau: Längere Datenspeicherung stößt auf Protest
The Register: ICANN Blog: Food fights and lawyers
Heise: dotBerlin will .berlin
Spiegel: Verdeckter Haken gegen Musikpiraten
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: Scriptkiddie rennt rum und verändert Spreeblick
: Scriptkiddie rennt rum und verändert Spreeblick Entweder ist es ein guter Buzz-Marketing-Gag von Johnny oder ein Scriptkiddie rennt rum, um zu defacen. Wahrscheinlich ist letzteres. Auf jeden Fall hat jemand Spreeblick geändert. Tolle Aktion. Der Typ rennt laut Google gerade rum und setzt seine „Duftmarke“ in Form eines Bildes wahllos in Foren.
Update: Ist jetzt halbwegs um 22:38h beseitigt worden. Das ging ja schnell.
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: EDRI-gram – Nummer 3.14, 14 Juli 2005
: EDRI-gram – Nummer 3.14, 14 Juli 2005 Das neue EDRI-gram – Nummer 3.14, 14 Juli 2005 der European Digital Rights Initiative ist mit folgenden Themen erschienen:
1. Europarl protests against UK push for EU data retention
2. New Commission directive proposal on IPR
3. UK ISPs voluntarily preserve internetdata
4. Two opposing court verdicts on file-sharers
5. Germany: biometric passports in November
6. Another Italian community server violated?
7. EU passenger data possibly used commercially
8. Music: Commission wants 1 internet clearing house
9. Creative Commons festival in Spain -
: Die Netzeitung über Creative Commons
: Die Netzeitung über Creative Commons Peter Schink von der Netzeitung hat mich unabhängig von Spiegel-Online über die Creative Commons Lizenzen und die Creative Commons Usergroup befragt und darüber den Artikel „Die leise Urheber-Revolution im Netz“ geschrieben.
Das Urheberrecht soll Künstler und Kreative schützen. Eine Gruppe um den amerikanischen Jura-Professor Lessig findet, genau das Gegenteil sei der Fall. Die Netzeitung sprach mit einem ihrer Aktivisten.
Das Besondere an dem Artikel ist, dass er unter einer sehr freien „Creative Commons Attribution Non-Commercial Sharealike Lizenz“ (Auf Deutsch: Namensnennung, Nicht-kommerziell und Änderungen erlaubt, sofern unter derselben Lizenz weitergegeben) auf den Seiten der Netzeitung online gestellt wurde. Und da N24 den Content der Netzeitung im Bereich Internet übernimmt, hat jetzt auch N24 den ersten Artikel unter einer CC-Lizenz veröffentlicht. Ich vermute mal, die wissen noch nichts von ihrem Glück dort.
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: Mehr Videoüberwachung für Berlin?
: Mehr Videoüberwachung für Berlin? Die CDU fordert verstärkte Überwachung in Berlin. Neben Kameras an „kriminellen Brennpunkten“ will man auch die Videoüberwachung in der U‑Bahn verstärken. Bisher gibt es nur 850 Kameras in den Bahnen. Unterstützung bekommt man von den Berliner Verkehrsvertrieben (BVG):
„Wir wollen uns nach den Vorfällen in der britischen Hauptstadt nicht den Vorwurf machen lassen, wir würden nicht genug unternehmen“, sagte BVG-Betriebsvorstand Thomas Necker der Berliner Zeitung. „Diese Gesellschaft muss man offenbar technisch vor sich selbst schützen.“ Die BVG plant, mehr Kameras zu installieren und alle Aufnahmen 72 Stunden lang zu speichern. Bislang sind sie nach 24 Stunden zu löschen.
Tagesspiegel: CDU fordert mehr Videoüberwachung
Berliner Zeitung: Berlin rüstet gegen Terror[via raben.horst]
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: Wie macht man Eltern Angst vorm Internet?
: Wie macht man Eltern Angst vorm Internet? Wie macht man Eltern Angst vorm Internet? Entweder schickt man sie zu einem Aufklärungsseminar des Bildungswerk der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung oder sie lesen Chiemgau-Online. Noch besser ist beides: Tacherting: Drogen, Okkultismus und Pornografie
Einen Informationsabend, der vielen Eltern die Augen öffnete, veranstalteten die Volksschulen Tacherting und Engelsberg, indem sie über das Bildungswerk der Hanns-Seidel-Stiftung den Internet-Fahnder Rainer Richard aus München in den Gasthof „Pertlwirt“ einluden. Er zeigte den Zuhörern auf sehr anschauliche und teilweise schockierende Art und Weise auf, welche enormen Gefahren das Internet für Kinder und Jugendliche birgt. Das kriminelle Online-Spektrum reicht von Pornografie über Gewaltverherrlichung, Rassismus und Drogenmissbrauch bis hin zu pädophilen Chatroom-Nutzern.
Wenn das Thema nicht so Ernst wäre, könnte man den Artikel glatt als gute Real-Satire durchgehen lassen. Der letzte Absatz zu Medienkompetenz ist wenigstens noch vertretbar.
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: Kennt Dieter Althaus Freie Software?
: Kennt Dieter Althaus Freie Software? Gerade bei news.google darüber gestolpert. Aus einem aktuellen Chat-Interview des Tagesspiegel mit dem thüringischen Ministerpräsidenten Dieter Althaus. Oder wie Politiker Fragen nicht verstehen und trotzdem beantworten:
Johannes K. Berner: Hallo Herr Althaus, welche Branchen sehen Sie als zukunftsträchtig für Deutschland: Wie bewerten Sie die Chancen für die deutsche Wirtschaft, die durch freie Software entstehen könnte, wenn man sie fördern würde?
Dieter Althaus: Starke Branchen sind zum Beispiel die Bio-Technologie, die optische Industrie, die Mikroelektronik und Mechatronik, die Nano-Technologie und all das was mit diesen Branchen in Blick auf anwendungsorientierte Umsetzung verbunden ist. Dazu gehört selbstverständlich auch die Software.
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: Telefonhotline der Bundesregierung zum ePass
: Telefonhotline der Bundesregierung zum ePass Wie praktisch: Büger können sich bei einer Telefonhotline der Bundesregierung über den ePass informieren:
Praktische Fragen rund um den ePass werden im Internetportal des Bundesministeriums des Innern unter www.bmi.bund.de beantwortet. Für Bürgerinnen und Bürger, die sich speziell zur technischen Sicherheit des ePass informieren möchten, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die E‑Mail-Adresse ePass@bsi.bund.de sowie eine ePass-Hotline eingerichtet. Die Hotline ist von 8 bis 17 Uhr unter der Nummer 01805–274 300 erreichbar (12 ct/min).
Wer Fragen rund um biometrische Pässe, Sicherheit und Datenschutz hat, sollte sich dort melden! e‑Democracy muss auch genutzt werden. Aber immer freundlich bleiben, die Personen auf der anderen Seite am Telefon machen nur ihren Job, für die politischen Entscheidungen sind andere zuständig.
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: China baut Zensur massiv aus
: China baut Zensur massiv aus China verschärft seine Zensur. Die staatliche China Telecom plant 100 Millionen Dollar in eine neue Zensur-Infrastruktur, genannt ChinaNet Next Carrying Network (CN2), zu investieren. Westliche Helfershelfer sind die Firmen Juniper, Cisco (Beide USA) und Alcatel aus Frankreich, die extrem leistungsfähige Router liefern sollen. Mittels des neuen Internetprotokolls IPV6 soll das Internet in China zu einem grossen „Intranet“ umgewandelt werden und die „chinesische Zensurmauer“ ausgebaut werden.
Die Netzeitung berichtet heute darüber: China plant totale Internet-Kontrolle
Experten sehen in den chinesischen Bemühungen, Zensur- und Überwachungsmöglichkeiten fest in Netzstrukturen zu verankern, eine Gefahr für Internet-Anwender in allen Ländern. Roger Clarke, Berater für Informationsstruktur im australischen Canberra, warnt gegenüber «Specturm Online», dass China die Voraussetzungen schaffen könnte, diese Technologien weltweit leichter und billiger in nationale Netzwerke einzuführen. Allein schon durch den großen Einfluss des Landes auf die Herstellung überall eingesetzter wichtiger Hard- und Softwarekomponenten könne sich für Zensur optimierte Internet-Technik international ausbreiten.
Immer noch aktuell ist meine Mitschrift einer Präsentation der Menschenrechtsorganisation Human Rights in China in Genf, wo detailliert die chinesische Internetzensur beschrieben wurde.
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: Alle Bürgerrechte auf den Prüfstand stellen?
: Alle Bürgerrechte auf den Prüfstand stellen? Heise berichtet über Äusserungen des britischen Innenministers, dass alle Bürgerrechte auf den Prüfstand müssten:
Generell ist sich der Brite sicher, dass „Bürger Einschnitte in ihre Freiheitsrechte respektieren, wenn diese in einem transparenten Verfahren erfolgen“. Schließlich würden die Terroristen die Demokratie als solche und die freie Marktwirtschaft zerstören wollen, wogegen „wir geschlossen vorgehen müssen“.
Hatten wir das nicht schon mal in diesem Jahrtausend? Vor nicht mal vier Jahren gabs dieselbe Rhetorik und viele Bürgerrechte wurden beschnitten. Jetzt gibt es nicht mehr viel zu beschneiden, aber die Sicherheits-Hardliner wollen noch mehr. Ich kann dem britischen Innenminister nur widersprechen: Ich respektiere keine weiteren Einschnitte in meine Freiheitsrechte, da kann alles noch so transparent ablaufen. Und ich bin froh, dass nicht nur die Mehrheit der EU-Parlamentarier das momentan noch ähnlich sieht. Demokratie kann nicht nur von Terroristen zerstört werden.
Gegenüber der dpa warnt Peter Hustinx, der europäische Datenschutzbeauftragte, vor der Einführung einer Vorratsdatenspeicherung:
Hustinx warnte dagegen vor einer Flut von Angaben, die am Ende weder kontrollierbar noch nutzbar wäre. „Da wird ein riesiger Heuhaufen von Daten aufgehäuft, der selbst zu einem Sicherheitsproblem werden kann“, sagte Hustinx der Deutschen Presse- Agentur (dpa). „Die Kernfrage ist, ob die Maßnahme notwendig ist zusätzlich zu dem, was wir bereits haben.“
Aber Kritik perlt bei Schily und Co ab:
Alle Argumente sprächen für die Datensammlung, sagte Schily.
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: Spiegel Online erklärt die Creative Commons
: Spiegel Online erklärt die Creative Commons Verena Dauerer hat für Spiegel-Online einen Artikel über die Creative Commons Lizenzen geschrieben und mich dazu befragt: Der Traum von frei zirkulierenden MP3s.
An das Internet als Musik-Plattform haben wir uns gewöhnt. Doch das Urheberrecht ist nicht immer geschmeidig auf die digitale Entwicklung zugeschnitten. Während Plattenmajors auf ihren Rechten bestehen, fühlen sich manche Künstler eingeengt. Das Gezerre könnte mit den Creative-Commons-Lizenzen ein Ende haben.
Momentan läuft auf dieser Domain übrigens das Creative Commons Wiki. Wir arbeiten gerade an einem Relaunch der deutschen Creative Commons Seite, der hoffentlich Anfang nächsten Monats fertig ist.
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: Die Kriminalisierung von Filesharing geht voran
: Die Kriminalisierung von Filesharing geht voran Die EU-Kommission geht einen Schritt weiter bei der Kriminalisierung von Filesharing. Gestern wurde ein Brüssel der Entwurf einer „Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über strafrechtliche Maßnahmen zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums“ und ein „Rahmenbeschluss des Rates zur Verstärkung des strafrechtlichen Rahmens zur Ahndung der Verletzung geistigen Eigentums“ vorgelegt.
Monika Ermert berichtet in Heise darüber: EU-Kommission legt Strafvorschriften gegen Produktfälscher und Raubkopierer vor
Privates Filesharing solle von den neuen Regelungen nicht erfasst sein, so ein Kommissionsmitarbeiter gegenüber heise online. Allerdings wird die Frage, ab wann die Schwelle zum „gewerblichen Umfang“ überschritten ist, von verschiedenen Seiten durchaus unterschiedlich beurteilt. Andreas Dietl, ehemaliger Europadirektor bei der European Digital Right Initiative (EDRI), warnt im Übrigen vor der gefürchteten Brüsseler „Salamitaktik“.
Der vorgestellt Entwurf geht weiter als es internationale Verträge bisher handhaben:
Article 61 des Trips-Abkommen TRIPS kriminalisiert schon „intentional infringement on a commercial scale“, aber dieser EU-Richtlinienentwurf würde „attempting, aiding and abetting, and inciting such infringements“ noch hinzufügen.
Mitgliedsstaaten sollen laut der neuen Richtlinie dafür sorgen, „dass jede vorsätzliche, in gewerblichem Umfang begangene Verletzung eines Rechts des geistigen Eigentums, der Versuch einer solchen Rechtsverletzung sowie die Beihilfe und Anstiftung dazu als Straftat gilt.“
Ob Steve Jobs dann wohl in den Knast muss für den Apple-Slogan „Rip Mix Burn“?
Dazu muss man sagen, dass „gewerblich“ in der juristischen Sprache nicht automatisch gleich Geld verdienen bedeutet. Meiner Meinung nach kann der derzeitige Entwurf Tauschbörsennutzer und Betreiber von Tauschbörsen ins Gefängnis bringen.
Udn wie schaut es überhaupt mit der letzten „Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums“ aus, die immer noch nicht in deutsches Recht umgesetzt wurde? Sogleich noch eine noch verschärftere Version nachschieben? Schon diese Richtlinie hat unabhängig von Tauschbörsen Formulierungen drin, die gefährlich für den Mittelstand werden könnte. Die neue Version könnte zudem gefährlich für Freie Software und eine freie Digitalkultur sein, vielleicht sogar noch gefährlicher als Softwarepatente.
Also Augen auf und es wird wohl wieder Zeit, die alte europäische Koalition gegen die Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums wieder aufleben zu lassen.
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: Nachrichtenüberblick 13.07.
: Nachrichtenüberblick 13.07. Futurezone: Datenspeicherung als Kostenfrage
Futurezone: Elektroschrott-Richtlinie tritt in Kraft
Futurezone: „Datenspeicherung auf Vorrat unrealistisch“
de.internet.com: Bundesinnenminister legt neues Sicherheitsgesetz vor
Intern: Schelte für BBC
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: Musikindustrie schreibt iRights
: Musikindustrie schreibt iRights Im Zuge der „AllofMP3“ (Werbe)-Kampagne der IFPI hat jetzt auch das Verbraucherportal iRights eine einen Brief für einen Link bekommen, der längst entfernt wurde:
Nichtsdestotrotz nehmen sechs führende Plattenfirmen (unter anderem Warner, Sony, Universal, EMI und edel) den Beschluss zum Anlass, Nachrichtendienste wie iRights.info und Heise Online aufzufordern, umgehend jegliche Links auf „All of MP3“ zu entfernen. Die Redaktion von iRights.info war über das Schreiben überrascht, da der beanstandete Link von uns aufgrund der momentan ungeklärten Rechtslage schon entfernt worden war, nachdem die Deutschen Phonoverbände die Entscheidung in einer Pressemitteilung am 6. Juli veröffentlicht hatten.
Ich fand „AllofMP3“ noch nie ganz koscher und unterstützenswert. Einen guten Kommentar dazu gibts es aus Künstlersicht bei Antifreeze. Die Abmahnwelle finde ich aber politisch bedenklicher. Mal schauen, wann sie die Domain filtern lassen wollen…
Update:
War natürlich keine Abmahnung.
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: BPB: Video-Interview mit Lawrence Lessig
: BPB: Video-Interview mit Lawrence Lessig Die Bundeszentrale für politische Bildung hat seit heute ein Videointerview mit Lawrence Lessig online, der vor zwei Monaten in Berlin war.
Copy creates Culture?
Wie der Verfassungsrechtler Lawrence Lessig mit einem neuen Copyright die Kultur retten willSo sieht ein Netzaktivist eigentlich nicht aus: Anzug, Brille und Lackschuh, ein Ex-Kandidat der Republikaner mit einer juristischen Bilderbuchkarriere. Und doch: Heute leitet Lawrence Lessig das Stanford Law School Center for Internet and Society und hat eine eigene Kolumne im kalifornischen Mutterschiff der Internetkultur, dem Magazin WIRED.
Das Video kann man wahlweise per WMV oder Real streamen. Leider schafft es die Bundeszentrale für politische Bildung immer noch nicht, offene Standards anzubieten, die zudem barrierefreier wären. Ansonsten gibt es das Interview auch noch in der Textform.
Sehr nett zu lesen ist auch der Artikel „Die Waldmeister“ im BPB-Jugendmagazin Fluter, welcher die Creative Commons Lizenzen und die Fragen rund um Kultur und Urheberrecht für junge Menschen aufbereitet.
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: Diplomarbeit über die Wikipedia
: Diplomarbeit über die Wikipedia Christian Schlieker hat eine Diplomarbeit zum Thema „Explorative Untersuchung von Wissen in kollektiven Hypertexten“ geschrieben und diese veröffentlicht (3,6MB PDF, ca. 100 Seiten).
Dieses Projekt untersucht wie Wikis Wissen speichern und wie sich Wissen innerhalb solcher Systeme verändert. Dies geschieht am Fallbespiel der Online-Enzyklopädie Wikipedia.org.
Zentrale Fragen sind dabei:
* Welche Unterschiede gibt es zwischen herkömmlichen Universal-Lexika(Brockhaus, Encarta) gegenüber einer communitybasierten Enzyklopädie (Wikipedia)?
* Wie gestaltet sich die Dynamik des Wissen innerhalb von Wikis? Wie verändern sich Artikel über die Zeit?[via Work in Progress]