Informationstechnologie
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: Schleichender Aufbau von DSL-Netzen
: Schleichender Aufbau von DSL-Netzen Auch in diesem Jahr ist mit einem schnellen Ausbau von DSL in Deutschland nicht zu rechnen. Wieso auch, wenn das Ziel erreicht werden will, dass Europa zum „Breitbandkontinent“ wird. Wie letztes Jahr will die T‑Com nur 200 Millionen investieren. Mehr gibts nur bei „investitionsfreundlichen regulatorischen Rahmenbedingungen“, wie Heise berichtet.
Der Vorsitzende des Beirates der Regulierungsbehörde Johannes Singhammer hatte die T‑Com deswegen angemahnt. „Regionen ohne diese Infrastruktur drohe sonst ein gravierender wirtschaftlicher Standortnachteil“.
Wie in grossen Teilen der östlichen Bundesländern, wo es Dank Telekom kein DSL gibt. Die wollten nämlich Anfang der 90er besonders modern und innovativ sein und haben überall Glasfaberkabel beim Neuaufbau verlegt. Nur dass dann irgendwann die DSL-Technik kam und weiter Kupferkabel genutzt wurden. Und ein Umrüsten der Glasfaserkabel wohl zu teuer ist. By the way, mein Bruder wohnt ca. 8km Luftlinie von der Telekomzentrale entfernt und bekommt auch kein DSL. Vielleicht nächstes Jahr? Die Digitale Spaltung wird weiterhin ein ungelöstes Problem sein – auch in Deutschland.
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: FBI sucht neuen Provider
: FBI sucht neuen Provider AP reports that the Federal Bureau of Investigations (FBI) switched off its current email system because of fears the system had been hacked into.
[The Inquirer]
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: Open Source Halbleiter?
: Open Source Halbleiter? Open-Source-Software erfährt derzeit einen Run wie nie zuvor. Die Betriebssysteme und Anwendungen sind meist robust und beliebt, weil viele Augen über die Entwicklung wachen. Dieses Modell will GOSPL (Generalized Open Source Programmable Logic) jetzt auch die Entwicklung von Halbleitern übertragen. Ähnlich wie in der Software-Branche könnte diese Open-Source Bewegung bald den Markt grundlegend aufrollen, und das vor allem bei Consumer-Geräten.
Jetzt will die GOSPL-Community annähernd eine Million EDA-Codezeilen (Electronic Design Automation) frei zugänglich machen. Diese speziellen Design-Programme für die Konstruktion von FPGA-Halbleitern (Field Programmable Gate Array) kommen von der italienisch-französischen STMicroelectronics.
[via Silicon]
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: Coole, vom Aussterben bedrohte Technologien
: Coole, vom Aussterben bedrohte Technologien Die Electronic Frontier Foundation hat eine neue Projektseite online gestellt: „Endangered Gizmos List“ zeigt auf, wie schlechte Gesetze den Nährboden für Innovation behindern. Mit dabei sind Tools wie Napster 1.0, der Betamax Videorekorder, DVD Kopiersoftware,
San Francisco – A new project of the Electronic Frontier Foundation (EFF) highlights the way misguided laws and lawsuits can pollute the environment for technological innovation. „Endangered Gizmos“ is a natural history of technologies from the Betamax VCR to filesharing software that have been threatened or extinguished through ruthless litigation. The „Endangered Gizmos List“ gives readers the vital statistics on a host of gadgets, along with steps they can take to save those that haven’t yet been killed off.
The list also includes devices that have been saved by good laws. The VCR, for example, was rescued from extinction by the Supreme Court’s landmark ruling in Universal v. Sony, which shielded the Sony Betamax VCR from being declared unlawful simply because people could use it to infringe copyright.
Endangered Gizmos debuts the same day that the opening briefs are being filed in MGM v. Grokster, a Supreme Court case the outcome of which could render extinct several currently legal technologies. „Endangered Gizmos“ is an educational project that complements EFF’s work defending Streamcast in that case.
„This isn’t about saving one or two geeky gadgets. It’s about fostering technological development by letting products be designed by technologists, rather than Congress and the courts,“ said EFF Staff Attorney Wendy Seltzer. „What we’re seeing is the beginning of the extinction of both current and future gadgets, due to a mix of proposed law, litigation, and overreaching use of existing law. Lawsuits are destroying future technological progress by killing off today’s best innovations.“
EFF will continue to post new profiles of at-risk technologies on the Endangered Gizmos website on a regular basis. „We hope the ranks of ’saved’ gizmos will grow faster than the ‚endangered’ list,“ said Seltzer. „But until laws stop killing innovation, we’ll be counting the bodies.“
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: Ed Felten´s zwölf Trends für 2005
: Ed Felten´s zwölf Trends für 2005 Ed Felten schaut in seinem Blog Freedom to Tinker in eine virtuelle Glaskugel und sagt 12 Trends für das Jahr 2005 voraus. Mit dabei ist DRM, welches zunehmend als Sicherheits- und Datenschutzproblem für Endanwender angesehen wird. Keine weiteren Fortschritte wird es seiner Meinung nach bei Spam, Spyware und Desktop Sicherheitsproblemen geben. Filesharingsoftware wird Schwarmtechnologie (Bittorrent) mit Suchfunktionen verknüpfen, wie man es von Kazaa oder eMule her kennt…
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: Bruce Schneier zum Thema „Wie macht man den eigenen PC sicherer“
: Bruce Schneier zum Thema „Wie macht man den eigenen PC sicherer“ Der IT-Security Experte Bruce Schneier hat in seinem Weblog eine Auflistung veröffentlicht, wie der eigene PC sicherer gemacht werden kann. Das Ergebnis ist wenig verblüffend:
Operating systems: If possible, don’t use Microsoft Windows. Buy a Macintosh or use Linux. If you must use Windows, set up Automatic Update so that you automatically receive security patches. And delete the files „command.com“ and „cmd.exe.“
Applications: Limit the number of applications on your machine. If you don’t need it, don’t install it. If you no longer need it, uninstall it. Look into one of the free office suites as an alternative to Microsoft Office. Regularly check for updates to the applications you use and install them. Keeping your applications patched is important, but don’t lose sleep over it.
Browsing: Don’t use Microsoft Internet Explorer, period. Limit use of cookies and applets to those few sites that provide services you need. Set your browser to regularly delete cookies. Don’t assume a Web site is what it claims to be, unless you’ve typed in the URL yourself. Make sure the address bar shows the exact address, not a near-miss.
Web sites: Secure Sockets Layer (SSL) encryption does not provide any assurance that the vendor is trustworthy or that its database of customer information is secure.…
[via Boing Boing]
Wer trotzdem bei Windows bleiben will, dem sei wenigstens Dingens.org zu empfehlen, weil dort eine kleine und feine Software heruntergeladen werden kann, welche wenigstens die grössten Scheunentore von Windows schliesst.
Dazu passt auch ein Artikel auf Wired von heute mit dem Titel „Linux: Fewer Bugs Than Rivals“.
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: Veranstaltung: „Biometrie in Politik und Technik“
: Veranstaltung: „Biometrie in Politik und Technik“ Am kommenden Donnerstag um 20h gibt es im newthinking store, Tucholskystr. 48 in Berlin-Mitte, eine spannende Veranstaltung des Netzwerk Neue Medien zum Thema „Biometrie in Politik und Technik“. Starbug vom Chaos Computer Club wird über das politische Geschehen rund um die Einführung von Biometrie in Europa berichten und plastisch in die Funktionsweise von Biometrischen Systemen inkl. Umgehung dieser einführen.
Aus dem Ankündigungstext:
Viel hat sich getan im Bereich der Biometrie. Die USA nehmen bald jedem Ein- und Ausreisendem Fingerabdrücke und Gesichtsbilder ab, Asylsuchende in Europa werden gegen die große AFIS Datenbank abgeglichen und für europäische Bürger gibt es auch bald die vollständige erkennungsdienstliche Erfassung bei der Beantragung eines neuen Passes oder Ausweises. Und das trotz bekannter Schwächen der Systeme, großer Bedenken der Datenschützer und ohne die lang geforderte gesellschaftliche Debatte.
Diese Veranstaltung soll ihren Beitrag für diese Debatte leisten. Neben einer Bestandsaufnahme durchgeführter Studien und Tests und den aktuellen politischen Entscheidungen gibt es auch eine Einführung in die Funktionsweise der verschiedenen Systeme und eine Demonstrationen derer Überwindung.
Spannend ist auch ein ca. 2min langes und 30 MB grosses Video vom Chaos Computer Club, welches die leicht Umgehung von Biometrischen Systemen anschaulich verdeutlicht.
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: Open Spectrum bei Spiegel-Online
: Open Spectrum bei Spiegel-Online Spiegel-Online hat einen Artikel „Frequenzstreit – Wem gehören welche Wellen?“ von Technology Review übernommen, der sich um Open Spectrum dreht. Die Wizards of OS 3 kommen dabei auch vor.
Ein juristischer Zaun namens Frequenzbereichs-Zuweisungsplanverordnung grenzt in Deutschland eine Weide ab, die nach Meinung mancher wieder zur offenen Prärie werden sollte: das elektromagnetische Spektrum. Am deutlichsten artikuliert die amerikanische „Open Spectrum“-Bewegung ihre Forderung: „Die staatliche Vergabe von Frequenzen ist ein Übel“, sagte der New Yorker Rechtsprofessor Eben Moglen auf der Konferenz der freien Netzwerkbewegung „Wizards of OS 3“ im Juni in Berlin. Moglen sieht nicht ein, wie man Funkfrequenzen besitzen kann.
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: Streit um elektronische Wahlhilfen geht weiter
: Streit um elektronische Wahlhilfen geht weiter Gestern gaben Befürworter von elektronischen Wahlmaschinen eine positive Pressekonferenz, in der verkündet wurde, dass alles prima läuft und funktioniert. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) gab daraufhin eine Gegen-Pressekonferenz, die auch als MP3-Stream heruntergeladen werden kann. Themen waren:
1.) problems including „touchy“ touch-screen machines – e.g., machines that „light up“ for the wrong candidate in the summary screen; machines failing and polling officials running out out paper ballots, as they did in New Orleans; and Sequoia machines showing a „default“ choice that voters must correct;
2.) which states appear to have had the most trouble and how to analyze the reports from the Election Incident Reporting System (EIRS);
3.) how to understand the elections data gathered on Election Day in the context of past elections; and
4.) why a paper audit trail may be the best solution for some of the problems that are coming up, especially as we head into vote tallying later this evening.Telepolis berichtet heute auch in einem Artikel „Der große E‑Voting-Beta-Test“ über die Debatte.
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: standard.at: zwei Staaten mehr an Kerry?
: standard.at: zwei Staaten mehr an Kerry? Was auch beim Live-Stream der ARD fehlt, kann der Standard aus Österreich liefern: ein echtes Potenzial für Überraschung. Virginia und North Carolina könnten an Kerry gehen. Ohio als Schaukelstaat kann dagegen nur mit Unklarheit kommen, wie erwartet sind die Stimmen fast gleich verteilt.
UPDATE: Maine (Kerry, 3), Maryland (Kerry, 10 ) werden ausgerechnet. -
: Chaosradio einschalten!
: Chaosradio einschalten! Die Sendung Chaosradio diesen Mittwoch läuft ja bereits, läuft aber noch bis 1 Uhr nachts. Wer noch nicht eingeschaltet hat: UKW 102,6 in Berlin [1].
Es ist die 97. Sendung des Chaosradio (CCC), dieses Mal zum Thema Biometrie.
Details zur Sendung (Chaosradio ist bei Blue Moon/ Fritz zu Gast) gibt es unter
http://www.chaosradio.de/ und http://www.fritz.de/_/programm/bluemoon/index_jsp.html[1] http://www.chaosradio.de/empfang.html und http://www.fritz.de/_/programm/frequenzen/index_jsp.html
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: Die Hardware hinter Echelon
: Die Hardware hinter Echelon Echelon, das weltumspannende Spionage- und Überwachungsnetz von USA, UK, Kanada, Australien und Neuseeland, ist seit dem 11. September etwas in Vergessenheit geraten. Der kritische Abschlussbericht des EU-Parlaments zu dem Thema wurde leider eine Woche zu spät veröffentlicht. Nun gibt es mal wieder einen Artikel zu der verwendeten Hardware hinter Echelon, welches aus mehr als 120 Überwachungsstationen und Satelitten weltweit besteht. Techworld berichtet in „Want to know the hardware behind Echelon?“ über Texas Memory Systems, welche die Technik für die Speicherung und Analyse der riesigen Datenmassen liefern.
Futurezone hat daraus einen deutschsprachigen Artikel gemacht: „Welche Hardware für Echelon rechnet“.

Mehr Infos zu Echelon:
* Telepolis-Special über Echelon
* c’t 5/98, S. 82: Lauschangriff: „Geheimdienste lesen ungeniert mit – Grundrechte werden abgebaut“, von Ingo Ruhmann, Christiane Schulzki-Haddouti
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: Das Aus für die lebenslange Mailadresse bei der Post
: Das Aus für die lebenslange Mailadresse bei der Post Im Jahre 2000 kam der kostenlose Mail-Dienst ePost auf den Markt und die Deutsche Post versprach allen Kunden eine lebenslange Mailadresse. Die „lebenslange“ Mailadresse wird nun aber nach nur fünf Jahren zum Februar eingestellt. Wer also eine Mailadresse Vorname.Nachname@ePost benutzt oder öfters mit einer solchen kommuniziert, kann dies noch bis zum 28.2.2005 tun.
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: Terminankündigung: „Reducing the Semantic Distance“ von Jörg Richter
: Terminankündigung: „Reducing the Semantic Distance“ von Jörg Richter Freitag, 15.10. 19–21 Uhr, newthinking store, Tucholskystr. 48, 10117 Berlin
Jörg Richter behauptet, daß das derzeitige Benutzer-Modell (Programme, Dateien, Verzeichnisse, …) nicht geeignet ist, um den Computer tatsächlich als Informations- und Wissensmedium einer Großzahl von Menschen zugänglich zu machen. Das geltende Benutzerschnittstellen-Paradigma „WIMP“ (Windows, Icons, Menus, Pointing Device) basiert auf Forschungen der 70er Jahre (Xerox PARC), und wurde seitdem nicht wesentlich verändert. Z.T. hat sich die Benutzerschnittstelle sogar „zurückentwickelt“, da ursprüngliche PARC-Konzepte, von Firmen, die kommerziell erfolgreicher waren (Apple, Microsoft) mißverstanden oder umgedeutet wurden.
Der Marktdruck hat heute eine zerklüftete Softwarelandschaft redundanter Applikationen geschaffen, die die Arbeitswelt des Benutzers in kleine Stücke zerhackt. Anstatt sich voll auf die eigentliche Aufgabe konzentrieren zu können, muß der Benutzer sein Kurzzeitgedächntis ständig mit dem Umschalten zwischen Applikationen, dem Verschieben von Fenstern und dem Suchen nach Dateien belasten. In der Forschung wird längst an neuen Interface-Ideen gearbeitet, die die Potentiale des Computers als Werkzeug des Geistes besser ausschöpfen. Es wird 20 Jahre oder länger dauern, bis einige dieser Ideen den Mainstream erreichen. Daß die Bedienung von Computern schon heute ganz anders aussehen kann, zeigt der „Semantische Desktop“ des DeepaMehta-Projekts.
Das Projekt „DeepaMehta“ wurde Anfang 2000 von Matthias Staps und Jörg Richter gegründet. Das Besondere an DeepaMehta ist die gehirntaugliche Benutzerschnittstelle, die vollständig auf Mind Maps / Concept Maps basiert. Semantische Beziehungen zwischen Themen werden direkt dargestellt. Es gibt keine (sichtbaren) Programme, keine Dateien, keine Fenster, kein Speichern. Stattdessen erzeugen Individuen und Arbeitsgruppen ihre Begriffe, Sichtweisen und Arbeitsabläufe selbst. DeepaMehta ist seit 1 Jahr im Beta-Stadium und wird in Forschungs- und Community-Projekten erprobt und weiterentwickelt. DeepaMehta ist Open Source und steht unter der BSD Lizenz.
Die „Reducing the Semantic Distance“ Verantstaltung ist für 2 Stunden geplant. Der erste Teil gibt Einblicke in die HCI-Forschung, gemischt mit historischem Video-Material und Spielfilmausschnitten. Im zweiten Teil wird das DeepaMehta-Projekt „live“ demonstriert und diskutiert. Ziel der Verantstaltung ist das Setzen von Zukunftsimpulen.
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: Grüne Parteitagsbeschlüsse zu Netzpolitik
: Grüne Parteitagsbeschlüsse zu Netzpolitik Bündnis 90/Die Grünen haben am vergangenen Wochenende auf ihrem Parteitag in Kiel verschiedene Beschlüsse gefasst, die Netzpolitik betreffen. Die meisten netzpolitischen Positionen kamen mal wieder durch die Grüne Jugend zustande, die sich überall problemlos durchsetzen konnte.
Im Antrag „Keine Softwarepatente“ wird die seit vier Jahren kommunizierte Kritik an der geplanten EU-Richtlinie nochmal deutlich kommuniziert:
1) Wer Programme oder deren Quellen veröffentlicht oder verbreitet, kann sich keiner Patentverletzung sondern höchstens einer Urheberrechtsverletzung schuldig machen.
2) Wer in einer üblichen Büroumgebung Software einsetzt, kann sich dadurch keiner Patentsverletzung schuldig machen.
3) Die durch das Patent zu schützende Leistung muss technischer Natur sein (und nicht nur eine von Patentanwälten konstruierte Leistung)
4) Definition des missverständlichen Begriffs „computer-implementierte Erfindung“ derart, dass damit Erfindungen im Sinne des Patentrechts gemeint sind, bei denen der Computer nur ein Implementationsmittel ist und die eigentliche Leistung auf dem Gebiet der Technik (d.h. angewandten Naturwissenschaft, nicht Infomatik) liegt.Dazu wurde auch noch ein langer Leitantrag zum Thema Bürgerrechte mit dem Namen „Bürgerrechte für alle sichern – Sicherheit ernst nehmen“ beschlossen, der viel Internet & Datenschutz enthält:
Zu Biometrie steht drin:
Kritisch sehen wir die bereits auf EU-Ebene weit fortgeschrittene Entwicklung von Plänen, biometrische Merkmale in Ausweispapiere zu integrieren. Hier werden wir uns auch weiterhin gegen eine nationale oder dezentrale Referenzdatei wenden, weil sonst die Gefahr besteht, dass biometrische Daten für Zwecke nutzbar gemacht werden, die über die reine Identitätsfeststellung hinausgehen.
Klar, dass auch Kritik an einer geplanten Vorratsdatenspeicherung nicht fehlen darf:
Eine Vorratsdatenspeicherung von Kommunikationsdaten lehnen wir ab. Diese verstößt klar gegen den Grundsatz der informationellen Selbstbestimmung und würde darüber hinaus unnötig die Wirtschaft mit erheblichen Kosten belasten. Ein so starker und umfasssender Eingriff in das Grundrecht auf Fernmeldegeheimnis und Datenschutz kann von uns nicht mitgetragen werden.
Keine Schlüsselhinterlegung mit den Grünen:
Wir sprechen uns generell gegen Verschlüsselungsverbote und die Verpflichtung zur Hinterlegung von Schlüsseln aus.
Freie Software für sichere IT-Infrastrukturen:
Wir wollen Freie Software stärker fördern. Gerade Freie Software bietet durch den offenen Code und das dahinterliegende Entwicklungsmodell große Chancen für mehr Softwarevielfalt, Nachhaltigkeit und Sicherheit in der Informationsgesellschaft.
Kritik an der Flugdatenaffäre:
Die Weitergabe der Flugdaten europäischer Passagiere an die Behörden der Vereinigten Staaten wird von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nachdrücklich missbilligt. Wir unterstützen die vom Europäischen Parlament eingeleitete Anfechtung der zwischen EU und USA geschlossenen Abkommen zur Flugpassagiere-Datenübermittlung.
Und zum Schluss keine Zensur im Netz:
Zentrale Filtermaßnahmen im Internet lehnen wir ab.
Damit dürften sich die Grünen als die Bürgerrechtspartei für den Internetbereich gut positioniert haben. Ähnliche umfassende Positionen von anderen Parteien sind mir nicht bekannt.
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: Open Spectrum International vorgestellt
: Open Spectrum International vorgestellt Auf der Freifunk Summer Convention in Djursland/Dänemark wurde die neue Initiative „Open Spectrum International“ vorgestellt. OSI wird gefördert vom OSI (in diesem Fall dem Open Society Institute von George Soros), hat seinen Sitz in Prag und die Ziele sind u.a.:
Open Spectrum has grown into a „free speech“ movement for the era of media convergence. However, outside the United States, it is still not well known. More and more countries accept Wi-Fi without requiring end-user licenses. But a deeper reconsideration of the role of licensing in wireless communications has barely begun.
OSInt hopes to promote international awareness of Open Spectrum as a practical and desirable option, especially in emerging democracies and less-developed countries. Gathering and translating the best of the OS literature, participating in foreign regulators’ public consultations, organizing workshops and conferences, developing this website as a resource, and working with transnational policymaking institutions – these are our initial plans.
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: „Jugend ans Netz“ gestartet
: „Jugend ans Netz“ gestartet Heute stellte Bundesministerin Renate Schmidt zusammen mit dem Berliner Jugendsenator Klaus Böger die Bundesinitiative „Jugend ans Netz“ vor (Nicht zu verwechseln mit der schon länger laufenden sächsischen Initiative „Jugend ans Netz“). Wie so immer bei solchen Projekten wurde das ganze ein Public-Private Partnership Programm, sponsert u.a. by Microsoft und Cisco. Anlass war wohl der Abschluss einer ersten Schulungsrunde für Berliner Jugendzentren, wo Jugendarbeiter das nötige Rüstzeug vermittelt wurde, um Jugendlichen und Kindern den Umgang mit modernen Medien zu vermitteln. Wie immer, wenn Microsoft dabei ist, geht es auch wieder darum, Jugendliche anzufixen und ans Monopol zu gewöhnen und der Staat spielt mit.
„Jugend ans Netz“ besteht aus mehreren Teilen. Bereits seit zwei Monaten können jugendzentren bundesweit PCs mit Windows XP bestellen. Die „massgeschneiderten“ PCs können für 17 bis 30 Euro geleased werden. Dazu gibt es „Medienpädagogische Schulungen für Jugendzentrums-Leiter“. Diese sollen die Jugendarbeit mit Hilfe der Microsoft E‑Learning Plattform „Lernscouts“ ankurbeln. Jugendliche, die bei den Schulungen mitmachen, bekommen ein Lernzertifikat. Danke Microsoft, dass diese Firma ein so grosses Herz hat und ohne Eigengedanken unserer Gesellschaft etwas Gutes tut. Lang lebe das Monopol!
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: Social Software verändert das Networking?
: Social Software verändert das Networking? Die Computerwoche behandelt das Thema „Social Networks“. Wie immer in solchen Artikeln werden OpenBC und Orkut genannt. Der vier-seitige Artikel ist aber eher was für die, die diese Art von Software noch nicht kennen oder noch ein paar „Expertenstimmen“ hören wollen.
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: Das Internet wird 35
: Das Internet wird 35 Wenn man CNN Glauben schenken kann, dann ist heute der 35. Geburtstag des Internet. Lang ist es also her, dass zwei riesige Computer über ein ca. 15m langes Kabel verbunden wurden und eine neue Ära einleiteten. Aber immer noch stehen wir am Anfang der Entwicklung und ein Ende ist bei weitem nicht absehbar. Bleiben wir gespannt, welche Entwicklungen noch folgen werden.
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: GeekCorps Gründer im Interview
: GeekCorps Gründer im Interview Das WorldChanging-Weblog hat Ethan Zuckermann, Gründer des GeekCorps, interviewed. GeekCorps ist eine Non-Profit Organisation, die Geeks (Andere würden Techies sagen) nach Afrika und andere südliche Regionen schickt, damit diese IT-Infrastrukturen aufbauen und Menschen vor Ort in der Nutzung dieser schulen.