Informationstechnologie

  • : Google zerschlagen
    Google zerschlagen

    Google zerschlagen. Sagt ein Forschungsreport aus Österreich. Das berichtet Heise: Google muss zerschlagen werden.

    Eine Studie der TU Graz warnt mit drastischen Worten vor der „Bedrohung der Menschheit“ durch Google. Der Suchmaschinenprimus schicke sich nicht nur an, den Schutz der Privatsphäre auf dem Müllhaufen der Geschichte zu entsorgen, heißt es in dem 187-Seiten umfassenden Bericht „über die Gefahren und Chancen großer Suchmaschinen unter besonderer Berücksichtigung von Google“ (PDF-Datei). Das „monopolistische Verhalten“ des Marktführers bedrohe vielmehr, „wie wir die Welt sehen und wie wir als Individuen wahrgenommen werden“. Damit gerate sogar die gesamte Weltwirtschaft in Gefahr. Google habe in unerhörter Art und Weise Macht angehäuft, sodass ein Gegenangriff überfällig sei.

    Update: Danke für den Kommentar:

    Der Betreuer dieser Studie (Hermann Maurer) ist stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates der NewHyperG AG, die im Bereich Wissensmanagment tätig ist. Sie ist also ein direkter Konkurrent zu Google. Somit stand das Ergebnis im vornherein fest.

    3. Dezember 2007 24
  • : Die Technologie-feindlichsten Organisationen in den USA
    Die Technologie-feindlichsten Organisationen in den USA

    Die PCWorld hat eine Liste der Technologie-feindlichsten Organisationen in den USA veröffentlicht: The Most Anti-Tech Organizations in America. Keine Überraschung ist die Ansamllung bekannter Lobbyorganistaionen, wie der RIAA/MPAA oder den Telekommunikations-Lobbyisten, die Stimmung gegen die Netzneutralität machen.

    3. Dezember 2007 1
  • : Sammlung: Vorratsdatenspeicherung umgehen
    Sammlung: Vorratsdatenspeicherung umgehen

    Der AK Vorrat hat eine Sammlung begonnen, wie man die Vorratsdatenspeicherung umgehen kann, wenn sie am 1. Januar in Kraft treten sollte. Es geht hier nicht nur um die üblichen Anleitungen für TOR oder anonyme Email, sondern auch um Tipps für Provider und Telefonierer. Das Spektrum reicht von

    Briefe schreiben

    bis

    „Ich richte als Internetdienstleister keine Postfächer mehr ein, sondern stelle meinen KundInnen eigene virtuelle Mailserver (entweder mit eigener Domain oder mit eigener Subdomain) zur Verfügung. Die KundInnen unterliegen nicht der Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung, da sie ihre Mailserver nur für sich selbst (oder im engsten Familien-/Bekanntenkreis) nutzen. Ich unterliege nicht der E‑Mail-Vorratsdatenspeicherung, da ich keine Dienste der elektronischen Post für die Öffentlichkeit anbiete.“

    Bitte macht mit, ergänzt die Sammlung und prüft die Informationen.

    2. Dezember 2007 12
  • : Vorratsdatenspeicherung kommt – Proteste gehen weiter
    Vorratsdatenspeicherung kommt – Proteste gehen weiter

    Der Bundesrat hat heute morgen der Vorratsdatenspeicherung zusammen mit dem neuen Telekommunikationsüberwachungsgesetzt wie erwartet zugestimmt. Allerdings fand die Empfehlung des Rechtsausschusses, doch bitte später über die anstehende Urheberrechts-Novelle eine direkte Auskunftspflicht an private Unternehmen einzuführen, keine Mehrheit. Justizministerin Brigitte Zypries hat sich hier offenbar festgelegt:

    Die Vorratsdatenspeicherung bleibe beschränkt auf die Strafverfolgung. „Das Bundesjustizministerium hat nicht vor, daran im Rahmen der Richtlinie zum Schutz des geistigen Eigentums irgendetwas zu ändern.“

    Hier sind die Meldungen von dpa, AFP und heise. Leider hält sich, wie auch in diesem Tagessschau-Bericht, immer noch hartnäckig die Falschmeldung, dass es einen Zugriff auf die gespeicherten Daten nur per Richterbeschluss geben soll. Das ist nicht so.

    Vor dem Bundesrat haben heute morgen ca. 100 Anwälte und Aktivisten vom AK Vorrat gegen die neuen Überwachungsgesetze protestiert. Einen kleinen Bericht mit Bildern gibt es bei 24stunden.de.

    Die Proteste gehen natürlich weiter. Neben der Verfassungsbeschwerde werden jetzt auch stärker technische Maßnahmen des Selbstschutzes und des zivilen „Vorratsdaten-Ungehorsams“ diskutiert. Darunter fällt die verstärkte Nutzung von TOR und anderen Anonymisierungsnetzen, die Knoten im Ausland haben, Tauschbörsen für nicht registrierte Mobiltelefone und Prepaid-SIM-Karten, die Nutzung von Skype über UMTS und ähnliches. Eine Reihe von Mailserver-Betreibern diskutiert gerade, ob sie sich der Speicherpflicht offen widersetzen wollen.

    Politisch wandert offenbar auch bei den Sozialdemokraten der zunehmende Unmut der Basis über die Verschärfung der Überwachung durch die Gremien nach oben. Als erster Landesverband hat sich die SPD Thüringen am Wochenende gegen die Vorratsdatenspeicherung ausgesprochen. Der Antrag hatte

    die Datenspeicherung auf Vorrat als „vollkommen unverhältnismäßig“ bezeichnetund den „Schutz des Einzelnen gegen unbegrenzte Erhebung, Speicherung,Verwendung und Weitergabe von Daten“ als Grundrecht verteidigt. DerBeschluss wurde vom SPD-Parteitag mit großer Mehrheit angenommen und wird an die Bundestagsfraktion und den Bundesvorstand weitergeleitet.

    Ich habe gehört, dass ähnliche Debatten auch in anderen Landesverbänden laufen. Mal sehen, wann es mehrheitlich auch die Bundestagsfraktion erreicht.

    Wer noch Hintergrundinfos zum Thema Vorratsdatenspeicherung sucht und beim AK Vorrat nicht genug findet – die neue Ausgabe der „Mitteilungen der Humanistischen Union“ hat ein paar lesenswerte Beiträge:

    30. November 2007 9
  • : Neuer Guide to Greener Electronics
    Neuer Guide to Greener Electronics

    Greenpeace hat den vierteljährlich erscheinenden „Guide to Greener Electronics“ aktualisiert. Erstmals sind auch Anbieter von Spielkonsolen aufgelistet. Und die haben sofort die letzten Ränge eingenommen. Nintendo hat es glatt auf den letzten Platz mit 0 Punkten geschafft. Schuld sind daran eine miserable Informationspolitik, schlechte Recycling-Angebote und die meisten schädlichen Chemikalien in einem Hardware-Produkt. Nur etwas besser mit 2 von 10 Punkten hat Microsoft mit der XBox abgeschnitten. Sony Ericcson und Samsung führen den Vergleich mit knapp unter 8 Punkten vor Lenovo an.

    greenerguide1.jpg

    Hier ist die Pressemitteilung von Greenpeace International: Nintendo, Microsoft and Phillips flunk toxic test.

    The latest edition of our quarterly Guide to Greener Electronics assesses for the first time TVs and the rapidly growing games consoles market. Nintendo completely fails to show any environmental credentials and Microsoft and Philips do little better.

    27. November 2007 3
  • : Ist das Internet noch zu retten?
    Ist das Internet noch zu retten?

    In der Sendung „Computer & Kommunikation“ im Deutschlandfunk gab es am Samstag auch einen Beitrag über die Diskussion um Netzneutralität, bzw. den Ausbau des Internets: Netz in Not.

    Die deutsche Internetwirtschaft traf sich in dieser Woche in Köln, eingeladen hatte ihr Verband Eco. Thema waren neue Wege der TV-Verbreitung: IP-TV und Mobile TV. Und es ging um die Frage, über welche Netze eigentlich die vielen Video-Daten verteilt werden sollen. Das alles unter der fatalistischen Leitfrage: „Ist das Internet noch zu retten?“

    Klar ist das Internet noch zu retten. Kommt halt auf die Perspektive an.

    Hier ist die MP3.

    26. November 2007
  • : DIY Mesh-Guide: Building a Rural Wireless Mesh Network
    DIY Mesh-Guide: Building a Rural Wireless Mesh Network

    Einen Reader über „DIY Mesh-Guide: Building a Rural Wireless Mesh Network“ gibt es bei WirelessAfrica zum herunterladen. Dort wird ausführlich beschrieben, wie man eine eigene Freifunk-basierte Mesh-Infrastruktur plant und aufbaut. Steht unter einer CC-BY-SA-Lizenz.

    20. November 2007 2
  • : Das Ende des Internets im Jahre 2010?
    Das Ende des Internets im Jahre 2010?

    In den USA müssten bis zum Jahre 2010 angeblich 55 Mrd Dollar in neue Breitbandkabel investiert werden, damit das Netz die wachsende Datenflut in den Griff bekommt. Alleine Youtube würde 27 Petabyte pro Monat verbrauchen. Schuld sind die Nutzer, die Videos hoch- und runterladen und eigene Inhalte ins Netz stellen. Und wenn jetzt nichts an den politischen Rahmenbedingungen geändert wird, bricht das Internet in drei Jahren zusammen. Das liest man u.a. bei Robert Basic mit Bezug auf US-Medien: Wer bezahlt die Leitungen?

    Eine solche Zahl lässt erstmal aufhorchen. Man sollte sie aber hinterfragen. Dann findet man heraus, dass Lobbyorganisationen dahinter stehen, die diese Zahlen ganz bewusst in die mediale Debatte werfen.Man nennt das auch „Astroturfing“. Diese Organisationen werden finanziert von Telekommunikations-Unternehmen, die ein Interesse daran haben, die Kontrolle über das Netz zurück zu gewinnen. Und schon ist man mitten drin in der Diskussion rund um Netzneutralität. In diesem Fall werden die Zahlen genutzt, um von der US-Regierung mehr Steuergelder und vor allem Zugeständnisse beim Abbau von Netzneutralität zu bekommen. Letzteres ist eine der Schlüsselmechanismen für den Erfolg eines offenen Internets: Alle Datenpakete werden gleich behandelt. Ob sie von einem grossen Unternehmen kommen oder von einem kleinen Blogger. Niemand wird diskriminiert. Auch in Deutschland und in der EU haben wir diese Debatte. Aber leider ungleich kleiner als in den USA. Auch bei einem Erhalt der Netzneutralitäts-Prinzipien werden Wege und Geschäftsmodelle gefunden werden, den weiteren Ausbau von Internet-Leitungen zu finanzieren. Man sollte sich daher von dieser Panik-Mache nicht blenden lassen.

    Meiner Meinung nach wird auch hier diese Debatte um den Erhalt der Netzneutralitäs-Prinzipien in den nächsten Jahren zunehmen und vermutlich eine der wichtigsten Kämpfe für den Erhalt eines offenen und freien Internets sein.

    Save the Internet: Suckered by Astroturf.
    Techdirt: Death Of The Internet Greatly Exaggerated (By Those Who Stand To Benefit).

    20. November 2007 24
  • : Das Innenleben der ICANN
    Das Innenleben der ICANN

    Nach drei Jahren im Vorstand der ICANN beschreibt Joi Ito die Gründe für seinen Rückzug und eröffnet einen Blick auf die Entscheidungsstrukturen der Organisation:

    The problem that ICANN has is not one of being unfair, the problem that ICANN has is the difficulty and time required in trying to reach consensus on difficult issues. The other problem is that most of the people who are affected by the decisions, the average users, don’t know or care about ICANN. Trying to figure out an better way to get their input has always been an issue, but is one that is not unique for ICANN. All of politics and collective action share the difficulty in getting the public to care about issues that affect them.

    Wer mehr über das Thema wissen möchte, bekommt mit Hilfe des Artikels von Jeanette Hoffmann einen sehr guten Überblick.

    16. November 2007
  • : CCC: Der Wahlstift-Hack (Zweiter Streich)
    CCC: Der Wahlstift-Hack (Zweiter Streich)

    Der Chaos Computer Club demonstriert in einem Video erneut die praktische Angreifbarkeit des Hamburger Wahlstift-Systems: Der Wahlstift-Hack (Zweiter Streich).

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

    Zur Datenschutzerklärung von YouTube/Google

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    Bei der anstehenden Landtagswahl in Hamburg soll ein neues, digitales Wahlsystem zum Einsatz kommen, das die bisherige Papierwahl ersetzen soll. Das System – unter dem Namen „digitaler Wahlstift“ bekannt – basiert auf einem Kugelschreiber mit eingebauter Kamera, der beim Aufdruck der Mine den auf dem Papier gezogenen Weg protokolliert. Dazu verlässt er sich auf eine kaum sichtbare Musterbedruckung, die jeden Punkt auf dem Papier eindeutig kennzeichnet und für die Kamera ermittelbar macht.

    Der Chaos Computer Club demonstriert in diesem Video, wie ein für dieses System hergestellter Wahlzettel durch Einsatz eines handelsüblicher Scanners und Druckers sowie einer Bildbearbeitungssoftware so manipuliert werden kann, dass die Wahl einer Partei einer anderen zugeschlagen wird. Da das Hamburger Wahlgesetz die schriftlich abgegebenen Stimmen generell nicht zählt sondern nur die digitale Auswertung akzeptiert ist so eine Wahlfälschung ohne Entdeckungsrisiko möglich.

    Der hier demonstrierte Angriff ist bereits der zweite, der vom Chaos Computer Club praktisch demonstriert wurde. Der erste Angriff wurde durch die Platzierung einer Trojaner-Software auf dem Wahlstift vorgeführt, die den Zählcomputer beim Auslesen des Wahlstiftes befiel.

    Hier ist die MP4-Version dazu.

    Und hier ist die Pressemitteilung zum Hack: Chaos Computer Club zeigt prinzipielle Sicherheitslücken beim Hamburger Wahlstift.

    9. November 2007 19
  • : Das Gesicht von Slashdot
    Das Gesicht von Slashdot

    Spiegel-Online hat ein Portrait über Rob Malda, dem Gründer von Slashdot: Das Gesicht von Slashdot.

    Was einmalig an der Seite ist? Malda antwortet SPIEGEL ONLINE: „Ich hoffe, heute wie 1997, dass wir eine einzigartige Gruppe von Nerds mit ähnlichen Interessen sind. Für uns ist Technik lebensnotwendig wie Sauerstoff oder Wasser.“ Und: „Wir sorgen uns, was passiert, wenn immer größere und finanzstarke Firmeninteressen Technik dominieren.“

    5. November 2007
  • : 3. World Usability Day in Berlin
    3. World Usability Day in Berlin

    Am kommenden Donnerstag, den 8. November,gibt es den 3. World Usability Day. Wie jedes Jahr findet dazu auch eine Veranstaltung in Berlin statt und zwar am Heinrich-Hertz-Institut (Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik), Einsteinufer 37 in 10587 Berlin. Mehr Infos bietet die Webseite.

    5. November 2007
  • : WordPress Security Paper
    WordPress Security Paper

    Bei Blogsecurity.net gefunden: ModSecurity and WordPress: Defense in Depth. Der Artikel verweist auf Daniel Cuthberts Artikel für BlogSec; es ist ein ziemlich ausführliches Papier mit Codebeispielen, nützlich für alle die ihre WordPress-Installation selbst und händisch betreuen. Mann kann sich streiten, ob Suhoshin nicht die bessere Idee ist, aber nachlesen und bilden schadet in keinem Fall. (Und ja, die Welt braucht mehr IT-Sicherheit, aber nicht durch Verbieten von pösen Hackertools.)

    1. November 2007
  • : OpenSocial, Google, Datenschutz und so weiter
    OpenSocial, Google, Datenschutz und so weiter

    Den aktuellen Buzz um die bevorstehende Veröffentlichung von Googles OpenSocial „Standard“ für das Austauschen von Daten über verschiedene Vernetzungs-Plattformen hinweg habe ich zum Anlass genommen, endlich ein paar Gedanken aufzuschreiben, die mir dazu schon länger durch den Kopf gingen und die bisher unterbelichtet sind:

    (…) The real issues do not lie in the individual users giving consent to the platforms they use to share (some of) their data with the outside world. The real issue is: If this data is about social relations – friends, colleagues, contacts etc. – everybody of their friends would have to agree to have the information shared, as it is also about them. (…)

    Professional networks are built at LinkedIn or Xing, party and music related networking happens at MySpace, and students connect to each other at StudiVZ. While most of the information in these platforms may not be secret or sensitive, there is a reason people do different things on different platforms. I mean, when I go out for a beer with my friends, I also dress in a different way from a professional conference. Nothing is secret about this, but we play different roles in different contextes, and the kind of relations we build or the ways we express ourselves are different. This is in fact a good thing for society, because it allows functional differentiation and thereby more complex societies than people used to be able to develop when everbody lived in small villages. This goes against the „moral argument“ for open social networking data exchange and the assumption that openness is always good. (…)

    1. November 2007 4
  • : Klimakiller Internet?
    Klimakiller Internet?

    Tagesschau.de setzt sich mit den Schreckensmeldungen, Schätzungen und Fakten rund um den Energieverbrauch des Internets auseinander: Die Klimakosten des Internet-Booms.

    Punkt 3: Sämtliche Internet-Rechenzentren weltweit verursachen so viele CO2-Emissionen wie der internationale Flugverkehr.

    Was ist dran? „Das stimmt absolut nicht“, sagt Claus Barthel vom Wuppertal Institut für Klimaforschung. Die oft zitierte Zahl bezieht sich nach seinen Angaben auf eine Rechnung der IT-Beratung Gartner aus den USA. Diese Schätzung umfasst aber nicht nur die Internet-Nutzung, sondern ein sehr viel umfassenderes Spektrum an Informations- und Kommunikationsgeräten, darunter Handys, PDAs, Drucker. Außerdem seien zum Teil die Kosten für Erzeugung und Entsorgung der Geräte einberechnet worden, sagt Barthel.

    Für realistischer hält Barthel Angaben des Bundesumweltministeriums: Danach war das Internet für mehr als zwei Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland verantwortlich, die Informations- und Kommunikationstechnik insgesamt für rund acht Prozent. Damit würde das Internet weltweit dann so viel CO2 verursachen wie ungefähr ein Viertel des Flugverkehrs, schätzt Barthel.

    Sehr interessant.

    30. Oktober 2007 3
  • : Linuxverband bezeichnet Microsofts Patent-Lizenz als problematisch
    Linuxverband bezeichnet Microsofts Patent-Lizenz als problematisch

    In einer Pressemitteilung bezeichnet der Linuxverband „Microsofts Patent-Lizenz als problematisch“:

    „Der Linuxverband übt scharfe Kritik an der Einigung zwischen Microsoft und der EU Kommission im Kartellverfahren gegen Microsoft. Der Linuxverband übt scharfe Kritik an der Einigung zwischen Microsoft und der EU Kommission im Kartellverfahren gegen Microsoft. Im Rahmen der Einigung hatte sich der Monopolist bereit erklärt, die Schnittstellen bestimmter Technologien gegen entsprechende Gebühren offenzulegen. „Auf diese Art werden Softwarepatente durch die Hintertür eingeführt.“ so Elmar Geese, 1. Vorsitzender der Interessenvertretung der Linux und OpenSource Wirtschaft in Deutschland.

    Die Offenlegung einer Spezifikation alleine bringe weder freien Entwicklern, noch der OpenSource Wirtschaft etwas. Wer wie Microsoft für sich in Anspruch nähme, Standards durch Marktmacht zu ersetzen, müsse diese auch zur kostenfreien Nutzung bereitstellen. Die Einigung sei schon aus wettbewerbsrechtlichen Aspekten ein unverständlicher Kniefall vor dem Softwaregiganten.

    Letztlich legitimiere die Kommission Microsoft zur Erhebung eines Strafzolls auf Interoperabilität. „Die Rechnung zahlen letztendlich die Anwender. Durch die Entscheidung der Kommission wird die wettbewerbsbeherrschende Stellung von Microsoft weiter gefördert, nicht begrenzt, wie es im Sinne von Marktwirtschaft und Wettbewerb sinnvoll wäre.“ Jeder sei gut beraten, so schnell wie möglich auf Microsoft Technologien zu verzichten. Das sei in vielen Fällen nicht einfach, aber wer sich heute auf den Weg begäbe, sichere sich die strategischen Optionen von morgen.

    „Die Entscheidung der Kommission zeigt, dass es nötig ist, sich von der Abhängigkeit gegenüber dem Software-Monopolisten zu befreien,“ so Geese weiter. Projekte wie die Linux-Migration der Landeshauptstadt München zeigten, dass dies auch möglich sei. Die Kommission spiele mit ihrer Entscheidung der Strategie des Monopolisten in die Hände wie sie auch für weitere Technologien angewendet werde. So auch beim von Microsoft mit viel Nachdruck durch die Standardisierungsgremien getriebenen Office Dateiformat OOXML.

    „Jetzt schon zeigt sich, dass die Anwendbarkeit des Microsoft Vergleichs in der Praxis problematisch ist.“ so Geese mit Hinweis auf die aktuelle Diskussion hierzu. „Wir werden es in nächster Zeit dennoch verstärkt mit Patentierung und der Durchsetzung letztlich proprietärer ‚Standards’ zu tun bekommen. Die einzige Alternative zur Monopolisierung bieten freie Standards und Open Source.““

    29. Oktober 2007 1
  • : Technische Beschreibung der Internetzensur in Birma
    Technische Beschreibung der Internetzensur in Birma

    Die OpenNet Initiative hat eine ausführliche technische Beschreibung der Internetzensur in Birma veröffentlicht: Pulling the Plug: A Technical Review of the Internet Shutdown in Burma. Den Text gibt es auch als PDF.

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    This bulletin examines the role of information technology, citizen journalists, and bloggers in Burma and presents a technical analysis of the abrupt shutdown of Internet connectivity by the Burmese government on September 29, 2007, following its violent crackdown on protesters there. Completely cutting international Internet links is rare. Nepal, which severed all international Internet connections when the King declared martial law in February 2005, is the only other state to take such drastic action. Although extreme, the measures taken by the Burmese government to limit citizens’ use of the Internet during this crisis are consistent with previous OpenNet Initiative (ONI) findings in Kyrgyzstan, Belarus, and Tajikistan, where authorities controlled access to communication technologies as a way to limit social mobilization around key political events. What makes the Burmese junta stand out, however, is its apparent goal of also preventing information from reaching a wider international audience.

    The shutdown of Internet connectivity was precipitated by its use by citizens to send photographs, updates and videos that documented the violent suppression of protests in Burma, information that contributed to widespread international condemnation of the Burmese military rulers’ gross violations of human rights. We examine the impact of communication technology in shaping these key political events in Burma, the limitations of these tools, and the prospects for the next round of information wars.

    25. Oktober 2007 3
  • : Rückblick Sustainable IT – Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft
    Rückblick Sustainable IT – Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft

    Vergangenen Mittwoch und Donnerstag fand die vom newthinking store organisierte Sustainable IT-Konferenz in Berlin statt. Das Thema war „Nachhaltigkeit in der Informationsgesellschaft“. Und im Gegensatz zu den üblichen Nachhaltigkeits- und Grüne IT-Konferenzen haben wir den Bogen durch zusätzliche Themen wie Offene Standards, Freie Software, Nord-Süd und fair produzierte Computer weitergespannt. So wie wir halt Nachhaltigkeit in der digitalen Gesellschaft definieren würden.

    Ich hab leider nur den ersten Tag eher passiv verfolgen können und lag dann krank im Bett. Aber es gibt schon ausreichend Dokumentation im Netz. Der erste Tag ist schon komplett als Video im Netz und der zweite Tag folgt Anfang der Woche. Es gab noch einige Video-Interviews, die es teilweise sicher noch auf NetzpolitikTV gibt. Spiegel-Online hat einen Artikel zur Konferenz gemacht, geht da aber leider nur auf die Grüne IT-Thematik ein: Grünes Internet – Wieviel CO2 Avatare ausatmen.

    Die beste Berichterstattung hat Christian Heller bei futur:plom gebloggt. Den ersten Tag gibt es schon komplett online, der Rest folgt noch. Ich hab auf dem Panel zu „Nachhaltigkeitsdefizite im Web 2.0“ gesprochen. Davon gibt es einen Video-Mitschnitt und bei futur:plom die Mitschrift.

    Einer der Höhepunkte war sicherlich der Vortrag von Professor Sugata Mitra über Experimente und Erfahrungen in ländlichen Gebieten von Indien, Computer Kindern und Jugendlichen durch alternative Pädagogik nahe zu bringen: „Hole in the Wall“. Sehr spannend! Bei futur:plom gibts die Mitschrift.

    21. Oktober 2007 1
  • : Vortrag: Software im Strafrecht von Gerrit Oldenburg
    Vortrag: Software im Strafrecht von Gerrit Oldenburg

    Am Montag den 22.10.2007 hält Gerrit Oldenburg, DV-Beauftragter der juristischen Fakultät der HU Berlin, einen Vortrag zur Stellung von „Software im Strafrecht“, mit anschließender Diskussion. Veranstaltungsort ist die Humboldt-Universität zu Berlin, Altes Palais/ Kommode, Unter den Linden 9, Raum 214. Aus dem Veranstaltungstext:

    Software ist zunehmend Gegenstand rechtlicher Regelungen, nicht nur im Urheber- und Patentrecht: In der strafrechtlichen Diskussion wird Software sowohl als Instrument von Straftätern, als auch als Mittel zu deren Verfolgung wahrgenommen.

    Aus technischer Sicht fällt auf, dass die Diskussion über strafrechtliche Regelungen von Aussagen dominiert wird, die ein völlig falsches Bild von den Funktionen und Möglichkeiten „nützlicher“ oder „schädlicher“ Software vermitteln.

    In dem Vortrag „Software im Strafrecht“ werden Diskrepanzen und Widersprüche zwischen den rechtspolitischen Argumenten und ihren technischen Grundlage anhand der aktuellen Beispiele „Hackertools“ und „Bundestrojaner“ aufgezeigt.

    Beginn ist um 19 Uhr, Ende wird gegen 21 Uhr sein. Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist Teil der monatlichen Vortragsreihe, die seit Herbst 2004 geführt wird. Den Ankündigungstext gibts auch als PDF zum herunterladen und plakatieren.

    Disclaimer: Ich bin Mitglied des Berliner Arbeitskreis Rechtswirklichkeit (BAR) und werde auch dort sein.

    18. Oktober 2007 1
  • : Wie grün ist eigentlich das iPhone?
    Wie grün ist eigentlich das iPhone?

    In der allgemeinen iPhone-Hysterie hat sich niemand wirklich um die Folgeschäden und Umweltbelastungen des Geräts Gedanken gemacht. Greenpeace hat ein Gerät testen lassen und veröffentlichte die Ergebnisse.

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    Das US-amerikanische Center for Environmental Health (CEH) hat aufgrund der Ergebnisse Apple juristische Schritte angedroht, wie Heise berichtet: US-Verbraucherschützer drohen Apple mit Klage wegen Chemikalien im iPhone.

    Bei der Untersuchung von 18 internen und externen Komponenten habe sich herausgestellt, dass die Hälfte der Komponenten bromierte Bestandteile enthalte, die auf eine weit reichende Verwendung von Flammschutzmittel schließen ließen. Dazu kommen Hinweise auf die Verwendung von Weichmachern (Phtalaten) im PVC der Kabelumhüllung der Ohrhörer. Antimon haben die Umweltschützer in vier Komponenten gefunden. Zwar sei kein Kadmium oder Quecksilber nachgewiesen worden, Blei und Chrom nur in geringen Mengen, doch seien weitere Tests nötig, um herauszufinden, ob das iPhone europäischen Umweltrichtlinien entspreche.

    In einer Pressmeitteilung kritisiert Greenpeace die schädlichen Bauteile: Missed call: the iPhone’s hazardous chemicals. Gefordert wird, dass Apple mal endlich ihren Worten von einem grüneren Apple Taten folgen lassen muss:

    „Steve Jobs has missed the call on making the iPhone his first step towards greening Apple’s products,“ said Zeina Alhajj, Greenpeace International toxics campaigner. „It seems that Apple is far from leading the way for a green electronics industry as competitors, like Nokia, already sell mobile phones free of PVC“.

    Hier ist ein nettes Video zu der Aktion:

    In diesem Fenster soll ein YouTube-Video wiedergegeben werden. Hierbei fließen personenbezogene Daten von Dir an YouTube. Wir verhindern mit dem WordPress-Plugin „Embed Privacy“ einen Datenabfluss an YouTube solange, bis ein aktiver Klick auf diesen Hinweis erfolgt. Technisch gesehen wird das Video von YouTube erst nach dem Klick eingebunden. YouTube betrachtet Deinen Klick als Einwilligung, dass das Unternehmen auf dem von Dir verwendeten Endgerät Cookies setzt und andere Tracking-Technologien anwendet, die auch einer Analyse des Nutzungsverhaltens zu Marktforschungs- und Marketing-Zwecken dienen.

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    Prima auf den Punkt bringt Golem die Thematik: Das iPhone ist giftig und kann unfruchtbar machen.

    Greenpeace bemängelt am iPhone außerdem, dass der Akku fest eingebaut und somit nicht ohne weiteres entnommen werden kann. Damit werde das getrennte Recycling erschwert, was eine höhere Belastung für die Umwelt bedeute, wenn das iPhone ausrangiert wird. Hierfür biete Apple keinen kostenlosen Recycling-Dienst, so dass das Problem auf den Kunden abgewälzt werde.

    Mal schauen, wann es entsprechende Warnhinweise am iPhone gibt.

    16. Oktober 2007 13