Ilja Braun
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: Breitband zum Thema „Wieviel Macht der GEMA?“
: Breitband zum Thema „Wieviel Macht der GEMA?“ Heute um 14 Uhr widmet sich die Sendung Breitband auf Deutschlandradio Kultur dem Thema „Wieviel Macht der GEMA?“. Gründe diese Frage gerade jetzt zu stellen gibt es genug und sie reichen von Protesten gegen neue GEMA-Tarife über die fragwürdigen Äußerungen der GEMA zum Thema Creative Commons bis hin zur laufenden Crowdfunding-Kampagne für die GEMA-Alternative C3S.
Neben diesen Themen soll es bei Breitband aber auch um grundsätzlichere Fragen gehen:
Dahinter steht die größere Frage, wie sich die Verwertungsgesellschaften in der neuen digitalen Welt verändern müssen. Für wen sind sie da? Wessen Interessen vertreten sie? Und zuallererst: Warum gibt es überhaupt solche Verwertungsgesellschaften?
Zu Gast bei Philipp Banse sind zu diesen Fragen „Komponist, Sounddesigner, Technologieliebhaber und GEMA-Mitglied“ Hans Hafner und der Journalist und Urheberrechtsexperte Ilja Braun.
Update: Hier ist die MP3.
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: Buch: „Kein Copyright“ von Joost Smiers und Marieke van Schijndel
: Buch: „Kein Copyright“ von Joost Smiers und Marieke van Schijndel In Auseinandersetzungen um bestehende gesellschaftliche Institutionen gibt es neben unterschiedlich gerichteten Reformbestrebungen häufig auch abolitionistische Positionen. Erfolgreich waren diese beispielsweise im Fall der Sklaverei, weniger erfolgreich im Bereich der globalisierungskritischen Bewegung hinsichtlich der Abschaffung von IWF und WTO. Und auch im Streit um die Ausgestaltung des Urheberrechts gibt es eine wachsende Minderheit von Verfechtern einer Totalabschaffung des Urheberrechts.
In den USA sind es vor allem libertäre Ökonomen wie Michele Boldrin, Kevin Levine oder Stephan Kinsella, die geistiges Eigentum als staatlich geschaffenes Monopolrecht prinzipiell ablehnen. Ihr beim renommierten Cambridge University Press Verlag erschienenes Buch zum Thema nennen Boldrin und Levine deshalb auch konsequenterweise „Against Intellectual Monopoly“. In der deutschen Urheberrechtsdebatte spielten derart radikale Positionen abgesehen von einem SpOn-Gastbeitrag des Bloggers Michael Seemann (@mspro) bislang keine Rolle. Mit der Übersetzung der Streitschrift „No Copyright“ der niederländischen Politik- bzw. Medienwissenschaftler Joost Smiers und Marieke van Schijndel könnte sich das ändern.