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  • : Die Videos der re:publica’08
    Die Videos der re:publica’08

    Die Video-Dokumentation der re:publica’08 ist endlich fertig und steht komplett online zur Verfügung. Einerseits können die Vorträge und Diskussionen bei Hobnox in hoher Auflösung angeschaut werden. Dort gibt es jetzt auch die Möglichkeit zum einbinden der Videos in Blogs, etc. Zusätzlich stehen alle Videos als MP4 zum Download bereit.

    In der Audio-Dokumentation haben wir viele weitere Vorträge.

    Update: Dank Aljoscha Marcel Everding gibt es jetzt auch Torrents der einzelnen Tage:
    * Tag 1
    * Tag 2
    * Tag 3

    TAG 1
    Keynote: Nützliches Vergessen.
    (Hobnox) | ( MP4)

    Die Zukunft der Social Networks:
    (Hobnox) | ( MP4)

    Die Qualitätsdebatte
    (Hobxnox) | (MP4)

    Web 2.0 im Unternehmen
    (Hobnox) | (MP4)

    Die digitale Gesellschaft
    (Hobnox) | (MP4)

    Die kritische Masse
    (Hobnox) | (MP4)

    Porno 2.0
    (Hobnox) | (MP4)

    TAG 2

    Taking back local media
    (Hobnox) | (MP4)

    Placeblogging und Stadtwikis
    (Hobnox) | (MP4)

    Geld verdienen mit Blogs
    (Hobnox) | (MP4)

    Bloglaw reloaded
    (Hobnox) | (MP4)

    The Pirate Bay
    (Hobnox) | (MP4)

    Political geeks: Mysociety.org
    (Hobnox) | (MP4)

    Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus
    (Hobnox) | (MP4)

    Musik im Netz
    (Hobnox) | (MP4)

    First they twitter, later…monochrom
    (Hobnox) | (MP4)

    TAG 3

    Weil wir es können
    (Hobnox) | (MP4)

    Wenn Politiker ins Internet sprechen
    (Hobnox) | (MP4)

    Was ist öffentlich-rechtlich im digitalen Zeitalter?
    (Hobnox) | (MP4)

    open video, open society
    (Hobnox) | (MP4)

    the audience that wasn’t there
    (Hobnox) | (MP4)

    citizen video journalism
    (Hobnox) | (MP4)

    Creative Commons
    (Hobnox) | (MP4)

    15. Mai 2008 9
  • : Netzpolitik auf Tour
    Netzpolitik auf Tour

    Die nächsten zwei Wochen wird es eventuell etwas ruhiger hier, da ich unterwegs bin. Am Freitag gehts erstmal nach Zürich, wo ich am Samstag auf diesem Creative Commons Event sprechen werde. Sonntag geht es dann direkt weiter nach New Haven in den USA, um die Computers, Freedoms and Privacy (CFP) – Conference an der Yale University zu besuchen. Anschliessend werde ich noch eine Woche New York und Boston dranhängen und viele Menschen besuchen. Wahrscheinlich wird das eine oder andere neue Netzpolitik-Interview dabei entstehen. Am 1. Juni bin ich wieder zurück in Berlin.

    Mal schauen, wie die Netz-Verfügbarkeit sein wird und ob ich von dort auch regelmässig zum bloggen komme. Aber ersteres sollte man von den USA schon erwarten. Gibt es noch Tipps, was ich mir unbedingt in New York und Boston anschauen sollte? Das übliche Tourismusprogramm interessiert mich eher nicht, dafür mehr die Geek-Orte. Wen sollte ich dort noch besuchen und interviewen?

    14. Mai 2008 2
  • : Open Tech Summit
    Open Tech Summit

    In Taipeh fand vor kurzem der „Open Tech Summit“ statt. Die taiwanesische Firma Asus hatte freie Projekte aus aller Welt eingeladen, um über die Zukunft der Informationstechnologie zu reden. und die Zukunft heisst in Taiwan mittlerweile auch Open Source. Lisa Rank ist mit einer Gruppe aus Berlin rübergeflogen und berichtet bei Spiegel-Online davon: Freie Hardware – Die Zukunftsbastler.

    Versucht man, die Kriterien von freier Software wie Reproduzierbarkeit und Offenheit auch auf Hardware zu übertragen, wird es schon etwas schwieriger. Hier kommen große Firmen und Investitionen ins Spiel, aber auch die Chance, einen Paradigmenwechsel zu vollziehen, der vielen Menschen Zugang zu Wissen und einen Zapfhahn zum Informationsfluss dieser Welt geben könnte.

    9. Mai 2008 1
  • : Twitter für Demonstrationen?
    Twitter für Demonstrationen?

    Auf der Demonstration in Hamburg am 1. Mai wurde erstmals Twitter eingesetzt, um live zu berichten, was sich wo tut, speziell in Bezug auf den Nazi-Aufmarsch. Das liest sich dann so:

    Die ersten Nazis sind in Wellingsbüttel angekommen. Es sind nur wenige Antifas vor Ort. 05:49 PM May 01, 2008 from web

    Nazis werden immernoch mit S1 Ri. Norden weggefahren. 05:41 PM May 01, 2008 from web
    Pol. versuchte erfolglos Nazi Rieger festzunehmen, Nazis versuchten 1. Strophe N.Hymne zu singen, AntiFa zerstreut sich in Richt. Barmbek 05:13 PM May 01, 2008 from web

    Die Nazi Abschlusskundgebung wurde von pol. abgebrochen, die ersten Nazis steigen in den S1-Sonderzug Ri. Norden ein. 05:04 PM May 01, 2008 from web

    Nazidemo jetzt bei S‑Ohlsdorf, relativ viele Antifas anwesend.. Nazis werfen Steine zurück, Cops greifen nicht ein 04:57 PM May 01, 2008 from web

    Das erinnert an frühe Versuche, SMS-Broadcasting zu benutzen, um auf Demos live zu berichten.

    Organisiert hat das Ganze das Freie Sender Kombinat (FSK), das sonst auch per Radio von diversen Aktionen berichtet. Meike Richter hat mit einem der FSKler gesprochen:

    Ein Organisator erzählte mir, dass die Aktion ziemlich erfolgreich gelaufen ist. Über 360 Leute haben sich für den Dienst eingetragen. Die Initiatoren fühlten sich etwas unbehaglich, weil sie die Leute in die Arme von twitter getrieben haben. Ging aber nicht anders. Einen freien twitter-Dienst gibt es nicht. Und durch twitter haben sie um die 650 Euro SMS-Kosten gespart. Das Budget könnte FSK nicht aufbringen.

    „Ging aber nicht anders“ – soso. Nicht nur hat jetzt Twitter eine Reihe neuer Kunden und den gesamten Live-Feed von der Demo auf dem Server, sondern man kann auch noch komplett öffentlich die Liste der über 360 Leute einsehen, die den Stream verfolgt haben, also mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Demo waren. Umgerechnet hat also jeder von diesen Leuten weniger als 2 Euro gespart, um sich dafür im Gegenzug als Mai-Demonstrant-Verdächtiger zu outen. Ging nicht anders? Man hätte es auch sein lassen können. Ich bezweifle nämlich auch, dass es neben dem puren Gefühl der Hyper-Präsenz einen realen Einfluss auf den Demo-Verlauf und damit den Demo-Erfolg hatte – insofern wäre auch mal über die Erfolgskriterien zu reden.

    SMS-Broadcast wäre übrigens wahrscheinlich sogar billiger gewesen als 650 Euro, hätte aber das Problem nur begrenzt verringert. Die Empfängerliste wäre zwar nicht mehr öffentlich, aber wegen der Vorratsdatenspeicherung dennoch weiterhin beim SMS-/Telefonanbieter vorhanden und für die Polizei bei Bedarf abrufbar.

    Meike schreibt zu der Twitter-Aktion:

    „Fazit: Wohl den Aktivisten, die Nerds in ihren Reihen haben“

    Dem kann ich nur zustimmen. Allerdings sollten es dann echte Nerds sein, die ein wenig Ahnung von anonymer Kommunikation haben. Um Twitter zu nutzen, braucht es keine gesteigerten Programmierkenntnisse, das kann wirklich jeder DAU. Bin ja gespannt, wann jemand die erste Autonome Antifa als „nerdig“ lobt, weil sie GoogleGroups verwendet…

    Wie hättet ihr das Problem gelöst? Mir fällt auf Anhieb auch nur Radio oder CB-Funk ein, oder ein HTTP- / RSS-Dienst per normalem Internet – dafür sind aber UMTS-Handies noch nicht weit genug verbreitet.

    Update: Ich hatte übersehen, dass das FSK darauf hingewiesen hat, wie man den Dienst benutzen sollte – nämlich mit einem Wegwerf-Account bei Twitter, der über eine Wegwerf-Email angemeldet ist, und den Twitter-Stream dann mit einem gebrauchten Handy und einer anonymen Prepaid-Karte empfangen. Insofern haben sie sich schon Gedanken gemacht.

    Ich bin aber, auch nach einem längeren Gespräch vorhin mit jemandem vom FSK, immer noch skeptisch, ob das reicht. Gerade bei so einer Art von Demo muss man schon ein wenig mehr auf die Risiken hinweisen. Man hätte hier verschiedene Sachen besser machen können:

    - Darauf hinweisen, was passieren kann, wenn man das nicht genau so anonym benutzt. Ist den Twitter-Followern allen klar, dass sie jetzt öffentlich in einem sozialen Netzwerk einsehbar sind, das recht wahrscheinlich von der Polizei ausgewertet wird? Als Betreiber so eines Dienstes hat man hier eine gesteigerte Verantwortung. Das ist dem AK Vorrat (zu Recht) ja auch bei der SIM-Karten-Tauschbörse vorgeworfen worden.
    – Vorher massiv dazu aufrufen, dass viele Leute den Twitter-Stream abonnieren, die nicht auf der Demo sind. Dann hätten die zumindest die Demo-Teilnehmer eine plausible deniability.
    – Sich über andere Optionen Gedanken machen, hier auch mal mit CCC und anderen reden. Da gibt es massig Know-How über anonyme Telekommunikation.

    6. Mai 2008 22
  • : 31.5.: Aktionstag gegen die Vorratsdatenspeicherung
    31.5.: Aktionstag gegen die Vorratsdatenspeicherung

    Einige werden es wohl schon in den letzten Tagen in dem veränderten Eselsohr rechts oben im Blog bemerkt haben: Am Samstag, den 31.5. veranstaltet der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung einen bundesweiten Aktionstag gegen die verschiedenen aktuellen und vergangenen Überwachungsmassnahmen. Wie bei allen Aktionen können sich alle Interessierten daran beteiligen. Im Wiki gibt es vielfältige Informationen und dort kann man sich mit anderen vernetzen, um etwas auf lokaler Ebene durchzuführen. Das kann von Diskussionsveranstaltungen, Aktionen über Konzerte bis hin zu Infoständen in der Fussgängerzone passieren. Sei kreativ und mach mit!

    5. Mai 2008 1
  • : Sicherheitsstaat am Ende – Kongress zur Zukunft der Bürgerrechte
    Sicherheitsstaat am Ende – Kongress zur Zukunft der Bürgerrechte

    Die Herausgeber des Grundrechte-Report 2008 veranstalten am 23. und 24. Mai 2008 an der Humboldt-Universität zu Berlin den Grundrechte-Kongreß. Aus der Ankündigung:

    Die Politik der „Inneren Sicherheit“ forciert seit einigen Jahren den Ausbau staatlicher Befugnisse. Der Bundestag hat allein in den vergangenen sieben Jahren über 50 Gesetze verabschiedet, die tief in die Bürgerrechte eingreifen. Sie reichen von der Registrierung der Konten- und Reisebewegungen über die Speicherung biometrischer Daten bis zur Überwachung der Kommunikation. Die Begründungen für diese Politik sind beliebig austauschbar. Waren es gestern „Organisierte Kriminalität“, „Ausländerkriminalität“ oder „Jugendgewalt“, so wird heute der „Internationale Terrorismus“ angeführt. Das so geschaffene Klima der Angst verhindert eine nüchterne Betrachtung der vermeintlichen Bedrohungen. Statt dessen wird der Staat mit immer weitergehenden Machtbefugnissen ausgestattet. Rechtliche Grenzen werden ausgehöhlt, unterschiedliche Sicherheitsapparate kooperieren, modernste Überwachungstechnik wird dienstbar gemacht. Im Rahmen der Konferenz wollen die Veranstalter diese Entwicklungen der vergangenen Jahre analysieren. Gleichzeitig sollen konkrete Vorschläge diskutiert werden, wie Verletzungen der Grundrechte wirksamer verhindert und die Fülle staatlicher Macht eingeschränkt und kontrolliert werden können.

    Die Teilnahme am Kongress ist kostenfrei. Zur besseren Planung wird um eine vorherige Anmeldung auf der Webseite gebeten.

    Die offizielle Presseveranstaltung dazu findet demnächst in Karlsruhe statt. (Ich hab denen schon eine Mail geschrieben, dass „Montag, 8. Mai 2008“ nicht stimmen kann.)

    4. Mai 2008 7
  • : RIPE-Meeting diskutiert Vorratsdatenspeicherung mit Wiefelspütz
    RIPE-Meeting diskutiert Vorratsdatenspeicherung mit Wiefelspütz

    Zum Abschluss der RIPE-Tagung in Berlin diskutiert am kommenden Freitag (9. Mai) die Internet Society, German Chapter e.V. zusammen mit Dieter Wiefelspütz (SPD, Innenpolitischer Sprecher), Vertretern des Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung und Mitgliedern der ISOC über die Vorratsdatenspeicherung sowie die Onlinedurchsuchung.

    Los geht’s ab 14h im Hotel Palace (nahe Gedächtniskirche). Um Anmeldung mit dem Betreff „Anmeldung“ an info@isoc.de wird gebeten.

    Hier die das Tagesprogramm als PDF.

    1. Mai 2008 1
  • : Dresden: FREIstaat oder ÜBERWACHUNGsstaat?
    Dresden: FREIstaat oder ÜBERWACHUNGsstaat?

    Jens Kubieziel berichtet über eine Podiumsdiskussion, die am 8. Mai in Dresden stattfinden wird:

    Der vorläufige Abschluss der Veranstaltungsreihe FREIstaat oder ÜBERWACHUNGsstaat? Meine Daten gehören mir! findet in der nächsten Woche statt. Am 8.Mai werde ich zusammen mit Johannes Lichdi, Nils Bergemann und Rafail Kühn eine Podiumsdiskussion zu den Themen öffentliche Sicherheit, Überwachung und Alternativen durchführen. Wir werden dabei sicher wieder einen kleinen Vortrag zur Einführung in die Thematik halten. Anschließend wollen wir mit dem Publikum die Themen diskutieren. Die Veranstaltung findet im Projekttheater in der Louisenstr. 47 statt. Beginn ist 20:00 Uhr.

    30. April 2008
  • : Wireless Community Weekend 2008
    Wireless Community Weekend 2008

    Am Wochenende gibt es wieder ein „Wireless Community Weekend 2008″ in der c‑base in Berlin.

    Topics of this years gettogether are routing protocols, hardware, firmware and layer 8. We are especially looking forward to have presentations of data and papers describing what is really going on in the freifunk wireless mesh networks. Further on we will talk about opportunities for the future of wireless community networks and how to make it easier for content creators to actually publish content on their wireless routers and in the network. Proposed presentations include topics like p2p clients for wireless networks or wireless mesh for local mikro fm distribution. Another area becoming more and more relevant is the legal environment for community networks and new legeslative measures in the EU. We invite experts, lawmakers and enterprises to work with us on a guide to best practices for freifunk node and Internet gateway operators. As in previous years, we will provide open spaces for the community in the c‑base to discuss and work on projects. As well we will have a number of special guests in the evening presenting the latest creative commons hits and of course the legendary freifunk BBQ.

    Das Programm und weitere Infos gibt es im Freifunk-Wiki. Ich werde Samstag Abend um 19 Uhr ene Session anbieten, wo es konkret darum gehen soll, wie die Politik Freie Funknetze fördern kann und was man gesetzlich alles verbessern müsste.

    30. April 2008 2
  • : Offener Kanal im Berliner Kabelnetz aufzeichnen
    Offener Kanal im Berliner Kabelnetz aufzeichnen

    Gestern fand in Berlin die Tagung „Online-Durchsuchungen – Konsequenzen aus dem Karlsruher Richterspruch“ der Humanistischen Union statt. Das Programm war sehr interessant, unter anderem sprachen Burkhard Hirsch, Alexander Dix und Andreas Pfitzmann. Der Offene Kanal Berlin wird die Konferenz in drei Teilen ausstrahlen. Dieser ist als Stream zu empfangen, sowie im Berliner Kabelfernsehen. Würde mich freuen, wenn jemand mit Kabelfernsehen die drei Teile aufzeichnen und zur Verfügung stellen könnte. Ich bin mir sicher, dass die Veranstaöltung noch viele andere interessiert, die keinen Zugang zu Kabelfernsehen in Berlin haben.

    Markus Hansen
    hat die genauen Daten:

    Leider konnte ich nicht vor Ort sein, aber der Offene Kanal Berlin (Sonderkanal 8 im Berliner Kabelnetz) hat die Veranstaltung mitgeschnitten und sendet sie an folgenden Terminen:

    * Teil 1: 2008-04-30, 10:00 Uhr,
    Wdh.: 2008-05-21 und 2008-06-16, jeweils 22:00 Uhr.
    * Teil 2: 2008-05-02, 10:00 Uhr,
    Wdh.: 2008-05-23 und 2008-06-17, jeweils 22:00 Uhr.
    * Teil 3: 2008-05-05, 10:00 Uhr,
    Wdh.: 2008-05-29 und 2008-06-18, jeweils 22:00 Uhr.

    29. April 2008 1
  • : Schutz der Privatheit – Informationsgesellschaft ohne Tabu?
    Schutz der Privatheit – Informationsgesellschaft ohne Tabu?

    Am Freitag sendete Phoenix eine Podiumsdiskussion des Forum Rechtspolitik zum Thema „Schutz der Privatheit – Informationsgesellschaft ohne Tabu?

    Mit dabei waren Christine Hohmann-Dennhardt (Richterin am BVerfG), Heinz Georg Bamberger (Minister der Justiz, Rheinland-Pfalz), Prof. Beate Rössler (Universität von Amsterdam), Bernd Flessner (Universität Erlangen-Nürnberg) und Andreas Bogk (Chaos Computer Club).

    Davon gibt es jetzt einen hochauflösenden Mitschnitt als Download bei AS250.net.

    27. April 2008 7
  • : NetzpolitikTV 037: Alive in Baghdad
    NetzpolitikTV 037: Alive in Baghdad

    NetzpolitikTV 037 ist ein Interview, das Andrea Goetzke mit Brian Conley von „Alive in Baghdad“ auf der re:publica’08 gemacht hat. Das Projekt ist eine Video-Plattform, die Menschen aus dem Irak zu Wort kommen lässt. In der Regel sieht man aus dem Irak im Fernsehen jeden Tag immer dieselben Bilder: US-Soldaten mit Waffen und Orte nach Anschlägen. Was die Menschen denken und bewegt, kommt in der Berichterstattung eigentlich nicht vor. Plattformen wie „Alive in Baghdad“ helfen hier weiter. Ein spannendes Projekt.

    Das Interview liegt als MP4, Flash und Ogg Theora vor.

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    Zur Datenschutzerklärung von Vimeo

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org


    NetzpolitikTV 037: Alive in Baghdad from netzpolitik on Vimeo.

    Hier gibt es das Video von „Citizen Video-Journalism – What happens in other countries, when the audience becomes broadcaster?“, wo Brian Conley auf der re:publica’08 gesprochen hat.

    Im Rahmen eines kleinen Workshops auf der re:publica hat er das Projekt auch nochmal ausführlicher vorgestellt. Davon gibt es diese MP3-Aufnahme.

    25. April 2008 4
  • : Ars Electronica 2008
    Ars Electronica 2008

    Für die Ars Electronica 2008 wurde heute das Motto und die Leitidee verkündet: „A New Cultural Economy – wenn Eigentum an seine Grenzen stößt.“ Das klingt doch mal sehr spannend. Das dazu passende Symposium wird von Joi Ito kuratiert. Stattfinden wird der Event vom 4.–9. September, wie immer in Linz / Österreich.

    Aus dem Mission-Statement:

    Das Zeitalter von Copyright und geistigem Eigentum ist abgelaufen. Eine Entwicklung, die sich schon in den technischen Grundlagen des Internet manifestiert hat, ist in den Nutzungspraktiken der jungen Generation zum Leben erwacht und bringt eine neue Ökonomie des Teilens und des offenen Zugangs hervor.

    Mit dieser provokanten Formulierung stellt Ars Electronica eine der Kernfragen der modernen Wissensgesellschaft in den Mittelpunkt des diesjährigen Festivalprogramms: Es geht um den Wert geistigen Eigentums, um Informationsfreiheit und Urheberrechte, um das große Geschäft und die Vision einer offenen Wissensgesellschaft, die ihre neue ökonomische Basis auf Kreativität und Innovation aufbauen will. Es geht aber auch darum, dass es weithin an brauchbaren und tragfähigen Regeln und Gesetzgebungen für diese neue Realität fehlt und nicht zuletzt darum, dass die Arbeit daran nicht nur Juristen und Wirtschaftsexperten alleine überlassen werden sollte. Denn egal, von welcher Seite man sich der Frage nähert – von den Netzpiraten über die Neuerfinder der Allmende zu den Pionieren einer Sharing Economy oder den Apologeten der Creative Industries – wenn Wissen und Content tatsächlich das neue Kapital der postindustriellen Gesellschaft sein sollen, dann muss es fließen, dann muss es zugänglich sein, für alle.

    24. April 2008 3
  • : Gesellschaft und Politik im Web 2.0‑Fieber
    Gesellschaft und Politik im Web 2.0‑Fieber

    Einen ausführlichen Tagungsbericht über die re:publica’08 haben Tina Guenther und Kai-Uwe Hellmann für die „Zeitschrift Neue Soziale Bewegungen“ geschrieben: Gesellschaft und Politik im Web 2.0‑Fieber (PDF).

    24. April 2008 2
  • : Samstag: Ubuntu „Hardy Heron“ – Release-Party
    Samstag: Ubuntu „Hardy Heron“ – Release-Party

    Am Samstag, 26.4. gibt es ab 16 Uhr in der c‑base in Berlin die Ubuntu „Hardy Heron“ – Release-Party.

    Auf dem Programm stehen mehrere Demonstrationen der neuesten Ubuntu-Version. Neben einer Vorführung der neuen Funktionen von Hardy, des auf Wunsch nutzbaren modernen 3D-Desktops, werden weitere Programme durch Anwender vorgestellt. Befreundete Vereine wie die Free Software Foundation Europe (FSFE) und der Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII) runden das Vortragsprogramm ab. Die Vorträge sind nicht länger als je zwanzig Minuten und finden in lockerer Atmosphäre statt. An einer „Brennstation“ kann zum Selbstkostenpreis von einem Euro eine CD von Ubuntu Hardy erworben werden. Mehrere Rechner stehen den Besuchern zum Ausprobieren von Ubuntu zur Verfügung, viele erfahrene Anwender beantworten die Fragen der Gäste.

    Dazu gibts Live-Bands, freie Musik und DJs. Und die Veranstaltung geht bis in die Nacht rein. Der Eintritt ist frei.

    Adresse: c‑base, Rungestraße 20 in Berlin Mitte, S+U Jannowitzbrücke. Hier ist eine Anfahrtskarte.

    22. April 2008
  • : Montag: Fachtagung zur Online-Durchsuchung
    Montag: Fachtagung zur Online-Durchsuchung

    Die Friedrich Naumann Stiftung lädt am kommenden Montag, den 28.4.08, zusammen mit der Humanistische Union in Berlin zu einer Fachtagung rund um die Online-Durchsuchung ein. Verschiedene Experten aus den Bereichen Verfassungsrecht, Datenschutzrecht, Rechtspolitik und Informatik werden die Konsequenzen des BVerfG-Urteils zu diskutieren. Eintritt ist wohl frei, aber man soll sich anmelden.

    [via]

    22. April 2008
  • : 23. Webmontag
    23. Webmontag

    Für Verschwörungsfreunde und alle anderen: Heute abend ist der 23. Web Montag im newthinking store.

    21. April 2008 1
  • : Social Camp Berlin
    Social Camp Berlin

    Vom Samstag, den 14. Juni bis Sonntag, den 15. Juni findet in Berlin das erste Social Camp im deutschsprachigen Raum statt. Die Idee ist, dass Geeks und Vertreter gemeinnütziger Organisationen in einem Open Space Rahmen zusammen kommen, um gemeinsam neue Lösungen für eine bessere Welt zu finden. Oftmals fehlt Internet-affinen Menschen der Einblick in die Arbeitsweisen von Non-Profit Organisationen und Kampagnen. Umgekehrt scheint es nicht viel Online-Kompetenz im Non-Profit Bereich in Deutschland zu geben. Es gibt leider auch nur wenige Menschen, die in beiden Welten aktiv sind.

    Wir wollen das ändern und die beiden Welten im Rahmen des Social Camp Berlin zusammenbringen.

    Die Veranstaltung im selfHUB in Berlin-Kreuzberg statt. Der Eintritt ist frei, aber die Teilnehmerzahl ist beschränkt.

    16. April 2008 5
  • : Persönlichkeitsrechte und Identitätsmanagement – und ein BarCamp dazu
    Persönlichkeitsrechte und Identitätsmanagement – und ein BarCamp dazu

    Aus der Reihe „Fundstücke aus ganz verschiedenen Ecken, die gut zusammen passen und komischerweise gleichzeitig in meinem Newsfeed auftauchen“: Joseph A. Cannataci geht im Editorial der neuen Ausgabe von SCRIPT-ed – A Journal of Law, Technology & Society sehr lesenswert auf die Geschichte der Persönlichkeitsrechte ein. Als erstes zitiert er einen Aufsatz von D.W. Robertson von 1980:

    First of all, the modern concept of „personality“ was completely unknown in the sixteenth century. The Greeks had no such concept, and no word for it; in scholastic Latin, personalitas, a word unknown in Classical Latin, meant simply the quality of being a man as distinct from being an animal. During the eighteenth century the word „personality“ came to mean the sum of the characteristics of an individual, and in the nineteenth century it became a reified abstraction with depths, force, and, eventually, the host of problems, difficulties, and aberrations, which you, who have these little things somewhere inside you, now know very well.

    Sein Fazit: Das Recht am Schutz der eigenen Persönlichkeit, vor allem in Form von Datenschutz, wurde und wird stark von deutscher Rechtsprechung getrieben und weiter entwickelt, aber eine strukturierte internationale Debatte dazu steht noch aus:

    In spite of the considerable lead it has taken in such matters in Europe, Germany’s thrust on ius personalitatis is still very much work-in-progress…while the entire subject of Lex Personalitatis cries out for a structured and purposeful debate at the highest levels across Europe. Had this happened earlier perhaps we would not have ended up with two different sections, one on private life and the other on data protection, in the Charter on Fundamental Rights but possibly a more carefully thought-out over-arching, pan-European principle of ius personalitatis. As things stand, some countries are developing and embracing Lex Personalitatis while others profess to go for “fair information practices” but implicitly or explicitly reject the notion that ius personalitatis exists in their law. The extent to which technology and concerns about technology will drive change in either direction remains to be seen.

    Der Stern hat gleichzeitig etwas konkreter die aktuelle Debatte zum Lex Personalitatis zusammengefasst, indem er das Identitätsmanagement in sozialen Netzwerken und die damit verbundenen Probleme für Datenschutz, Identitätsdiebstahl und Social Engineering illustriert. Er zitiert ausführlich Marit Hansen und Jan Schallaböck vom Landesdatenschutzzentrum in Kiel, die an dem EU-Projekt „Primelife“ beteiligt sind. Jan Schallaböck gibt als Tipps:

    – Jeder muss sich klar darüber werden, welche Daten er preisgibt. Das gilt besonders für Hinweise auf den Klarnamen. Verschiedene Pseudonyme für verschiedene Webangebote bieten zumindest etwas Schutz. Aber jeder sollte sich bewusst sein, dass ein Nickname der realen Identität umso leichter zugeordnet werden kann, je mehr Informationen man über sich veröffentlicht.

    - Man sollte sich genau anschauen, was mit den Daten passiert, wie sie vom Betreiber des Angebots genutzt werden können.

    - Man muss sich auch bewusst sein, wie man mit den Informationen anderer Leute umgeht. Ein Beispiel: In vielen Communitys gibt es die Möglichkeit, Bilder von anderen mit Begriffen zu versehen, zu „taggen“. Dadurch werden diese Bilder plötzlich aussagefähiger. Man trifft Aussagen über andere Personen. Hier gilt es, Respekt zu zeigen. Nur weil jemand ein Bild veröffentlicht hat, heißt das nicht, dass er im Zusammenhang mit bestimmten Begriffen in einer Suchmaschine auftauchen möchte.

    Die Datenschützer sehen auch die Betreiber der Angebote in der Pflicht. Schallaböck wünscht sich eine „feinere Justierung der Rechtevergabe“. Die Nutzer sollen viel genauer als bisher festlegen können, wer auf welche Informationen zugreifen und was er damit anfangen darf. Die Standardeinstellungen sollten sehr restriktiv sein, fordert der Jurist. Ein weiterer wichtiger Punkt: „Jeder sollte wissen, wer auf die eigenen Daten zugegriffen hat“, sagt Schallaböck. Bei der Business-Community Xing zum Beispiel ist diese Information nur zahlenden Nutzern zugänglich.

    Diese Verbindung von Datenschutz und Identitätsmanagement im Web 2.0 (und noch anderes mehr zu diesem Themenbereich) werden wir demnächst auf dem IdentityCamp diskutieren, das am 7. und 8. Juni in der Hochschule für Künste in Bremen stattfinden wird. Das Interesse von Teilnehmern und Sponsoren ist recht groß bisher, ganz langsam werden jetzt auch die Plätze knapp. Wenn ihr euch anmeldet, denkt bitte dran, bei der Gelegenheit einen eigenen Beitrag einzutragen – entsprechend den Regeln des BarCamp. Und ja, abends gibt es Fußball-EM auf dem Beamer, keine Sorge.

    16. April 2008 1
  • : Politischer Salon: „Zeit für Allmende”
    Politischer Salon: „Zeit für Allmende”

    Die Heinrich-Böll-Stiftung hatte am vergangenen Donnerstag in Berlin zum ersten Mal zu einem interdisziplinären politischen Salon mit dem Thema “Gene, Bytes und Emissionen: Zeit für Allmende” eingeladen. Das Ziel dieses Salons ist es, eine „interdisziplinäre Debatte um die Zukunft der Gemeinschaftsgüter zu initiieren“. Geplant sind insgesamt sechs Treffen und ein Buchprojekt. Am Donnerstag waren ca. 30 Personen anwesend und die Diskussion ging ca. drei Stunden lang. Fand ich aber spannend, vor allem den Ansatz, Brücken zwischen den „Ökos von Gestern und Wissensgesellschafts-Freaks von morgen“ zu bauen (Original-Zitat aus der Diskussion).

    Und das sind die Fragestellungen des Salons:

    Gibt es eine gemeinschaftsgütergerechte Politik, die für den Erhalt der Vielfalt und Vitalität der Allmende taugt? Kann das Konzept der commons neue Impulse für die Kämpfe um gerechte Teilhabe am gesellschaftlichen Reichtum bieten? Wie und vom wem können Umgangsregeln mit den Gemeinschaftsgütern, gerechter Zugang und nachhaltige Nutzung demokratisch ausgehandelt werden? Der Salon “Zeit für Allmende” bietet Raum für Austausch und Inspiration zwischen den Disziplinen, um der politischen Wirkmächtigkeit, der sozio-ökonomischen, ökologischen, kulturellen und politischen Dimension der Allmende nachzuspüren.

    Im Commonsblog gibt es jetzt den Eröffnungsbeitrag des Philosophen Ulrich Steinvorth, der am Donnerstag den Salon damit eröffnete. Er ging der Frage nach, was die beiden großen „Allmendbewegungen” (Öko und Wissensallmende) gemeinsam haben und was sie trennt.

    Wir haben eine Aufzeichnung der dreistündigen Diskussion gemacht, die als OGG Vorbis zur Verfügung stehen. Einmal in kleiner Qualität mit 41 MB und einmal in besserer Qualität mit 100 MB. Beides ist 199 Minuten lang.

    15. April 2008 1