Digital Rights

  • : „Freiheitsredner“ informieren über den Wert der Privatsphäre
    „Freiheitsredner“ informieren über den Wert der Privatsphäre

    Die kleine Plattform Freiheitsredner.de ist gestern nach etwas Vorlaufzeit offiziell online gegangen:

    Ab heute können Schulen, Universitäten und Vereine ein Netzwerk Freiwilliger in Anspruch nehmen, die ehrenamtliche Vorträge über den Wert der Privatsphäre anbieten. Die „Freiheitsredner“ wollen vermitteln, welche Bedeutung überwachungsfreie Räume für uns und unsere Gesellschaft haben, wie groß die „Bedrohung“ durch Kriminalität wirklich ist und wieviel Sicherheit Überwachung tatsächlich bewirken kann. Nähere Informationen finden sich auf der Internetseite Freiheitsredner.de.

    Ich hab mich schon eingetragen und Ralf dürfte für die Region Bremen drin stehen. Macht mit und vergrössert die Basis der Beteiligten.

    Dazu gibt es auch eine Pressemitteilung.

    8. Mai 2007 6
  • : Pop Up in Leipzig
    Pop Up in Leipzig

    Am Wochenende ist die POP UP in Leipzig. Praktischerweise bin ich für eine Diskussion eingeladen worden, und so schaffe ich es endlich mal, dabei zu sein.

    Pop Up und INTRO präsentieren „Alles nur gesaugt. Freiheit versus Recht? Status Quo versus Musik?“

    Moderation: Jan Simon (VUT)

    Gäste: Steffen Bennemann (1bit-wonder), Markus Beckedahl (Netzpolitik.org), Raik Hölzl (Kitty-Yo Digital), Vertreter GVL/GEMA
    12. Mai, 14.00, Werk II (Eintritt mit Messeticket)

    Gestern hat mich eine Redakteurin von MDR-Sputnik-Radio schon dazu befragt. Das wird wohl am Freitag gesendet.

    Freitag bin ich auch schon da und werde vermutlich zum „JackpotBaby! und Kitty-Go Abend“ gehen.

    8. Mai 2007 1
  • : Kollateralschäden der Vorratsdatenspeicherung
    Kollateralschäden der Vorratsdatenspeicherung

    Am Samstag kümmerte sich die Sendung „Markt und Medien“ des Deutschlandfunks um die Kollateralschäden der Vorratsdatenspeicherung: Medien befürchten löchrigen Informantenschutz.

    Um Anschläge islamistischer Terroristen zu verhindern werden in Deutschland immer neue Überwachungsmaßnahmen beschlossen und auch die Anti-Terror-Datei ermöglicht es Geheimdiensten und Polizei, Daten auszutauschen. Doch was mehr Sicherheit bringen soll, kann auf der anderen Seite auch Sicherheiten zerstören. Ein Bündnis von renommierten Medienverbänden fühlt sich durch die Änderung der Strafprozessordnung bedroht.

    Hier ist die MP3 des Beitrages.

    7. Mai 2007
  • : J!Cast 32: Online-Durchsuchungen
    J!Cast 32: Online-Durchsuchungen

    Der J!Cast 32 dreht sich um „Online-Durchsuchungen“:

    Der BGH hat entschieden, dass es für Online-Durchsuchungen keine Rechtsgrundlage gibt, und dass diese Ermittlungsmethode damit nicht zulässig ist. Vom Tisch sind Online-Durchsuchungen damit aber noch lange nicht. Wie so eine Durchsuchung eigentlich funktioniert, warum es aufwändig wäre, eine Ermächtigungsgrundlage in der Strafprozessordnung zu schaffen und warum das alles nicht besonders sinnvoll wäre, erläutern mit mir Eva Schröder, wissenschaftliche Mitarbeiterin am ITM und Jan Remmer Siebels, Student der Uni Münster und mein Techniker.

    Hier ist die 12MB grosse MP3.

    7. Mai 2007 1
  • : Datenspuren 2007 – Privatsphäre war gestern
    Datenspuren 2007 – Privatsphäre war gestern

    Der Chaos Computer Club Dresden lädt am kommenden Wochenende zum vierten Mal zum Symposium „Datenspuren“ ein. Der Eintritt ist frei und die Veranstaltung findet Samstag und Sonntag im Kulturzentrum Scheune, Alaunstr. 36–40 in Dresden statt. Der Fahrplan ist jetzt online gegangen. Thematisch dreht sich alles um Wahlcomputer, Videoüberwachung, Informationsfreiheit, Biometrie, Vorratsdatenspeicherung und noch einiges mehr.

    2. Mai 2007 2
  • : Chaosradio heute Abend: Biometrische Vollerfassung
    Chaosradio heute Abend: Biometrische Vollerfassung

    Heute Abend gibt es wieder mal ein Chaosradio auf Fritz. Das Thema ist diesmal die „Biometrische Vollerfassung“. Konkret geht es um Fotofahndung, zentrale Fingerabdruckdatei und die Personenkennziffer.

    Wenn es nach dem Willen unseres Innenministers geht, haben wir es bald geschafft. Willkommen im Überwachungsstaat. Nicht einmal anderthalb Jahre nach Einführung des elektronischen Reisepasses ist es soweit. Die Polizei soll automatisch auf die digital gespeicherten Fotos zugreifen können, um Verkehrssünder zu überführen, und in der CDU denkt man schon laut über eine zentrale Datei der Fingerabdrücke nach, noch bevor diese überhaupt im Pass gespeichert werden. Frühere anders lautende Versprechen gelten in Zeiten der allgegenwärtigen Terrorgefahr schon lange nichts mehr. Die noch 1984 vom Bundesverfassungsgericht verbotene Personenkennziffer ist so nah wie nie.

    Das nach den schlechten Erfahrungen während des Nationalsozialismus dezentralisierte Meldesystem wird Schritt für Schritt wieder zusammengeführt. Datensparsamkeit und stark begrenzter Zugriff anderer Behörden werden aufgeweicht. Was es mit diesem Zentralregister auf sich und warum damit unsere Bürgerrechte weiter beschnitten werden, möchten wir im Chaosradio mit euch diskutieren.

    2. Mai 2007 1
  • : I love your data
    I love your data

    Nico von Jackpotbaby hat eine weitere Schäublone produziert: Bundesinnenminister goes wild. Gefällt mir.

    Die Schäublone gibt es in den folgenden Formaten zum herunterladen, ausdrucken und ggf. weiterbearbeiten: JPG, EPS, AI, SVG

    2. Mai 2007 2
  • : Online-Durchsuchung durch Verfassungsschutz: Nur ein Missverständnis?
    Online-Durchsuchung durch Verfassungsschutz: Nur ein Missverständnis?

    Die Dienstvorschrift zur Erlaubnis der Online-Durchsuchungen durch den Verfassungsschutz dreht weiter muntere Kreise. Aktuell hat die TAZ ein paar News: Online-Schnüffeln ohne Freibrief?

    Eigentlich war alles gar nicht so gemeint, sagt Staatssekretär Lutz Diwell (SPD), eine Schlüsselfigur des jüngsten deutschen Geheimdienstskandals. Diwell hat im Sommer 2005 als Innenstaatssekretär die Dienstvorschrift unterzeichnet, die dem Verfassungsschutz den Zugriff auf private Festplatten erlaubte. Er habe dabei aber geglaubt, dass es nur um die Beobachtung geschlossener Internet-Foren gehe. Dass der Verfassungsschutz auf dieser Grundlage auch den Inhalt privater Computer ausspähen könnte, sei ihm überhaupt nicht bewusst gewesen, erklärte er jetzt über seine Sprecherin der taz.

    Die Sache mit der Technik.…

    […]

    Hat der Geheimdienst eigenmächtig mehr getan, als ihm das Innenministerium erlaubte? Der Verfassungsschutz wollte gestern auf taz-Anfrage nicht erläutern, welche Befugnisse er konkret gegenüber dem Innenministerium angefordert hat und wann er mit dem Zugriff auf private Festplatten begann. Dies unterliege der Geheimhaltung, hieß es zur Begründung. Auch der konkrete Wortlaut der geänderten Dienstvorschrift ist noch unbekannt. Das Innenministerium beruft sich ebenfalls auf Geheimhaltungspflichten.

    Schade, dass es soviele Ausnahmeregelungen beim Informationsfreiheitsgesetz gibt. Aber vielleicht gibts ja demnächst doch mal die Dienstvorschrift zum lesen. Würde mich ja interessieren, wie man sowas in diesem Fall formuliert.

    Passend dazu auch der Kommentar von Christian Rath in der TAZ: Geheimdienst außer Kontrolle.

    Wer trägt die Verantwortung für den jüngsten Verfassungsschutz-Skandal? Otto Schily und die frühere rot-grüne Bundesregierung oder doch der amtierende Innenminister Wolfgang Schäuble? Oder hat der Verfassungsschutz die Politiker aller Couleur hinters Licht geführt? Fest steht: Das Bundesamt für Verfassungsschutz fühlte sich von der Politik ermächtigt, mit Spionagesoftware auf die Festplatten von Privatcomputern zuzugreifen. Zwar hat es wohl nur wenige derartige Online-Durchsuchungen durch den Verfassungsschutz gegeben. Der Vorgang ist also weniger ein Beleg für Tendenzen zum Überwachungsstaat, sondern eher dafür, wie schnell sich Dienste und Sicherheitsbehörden verselbständigen, wenn sie nicht öffentlich und nachvollziehbar kontrolliert werden.

    2. Mai 2007 2
  • : Warner Music Wake Up Call
    Warner Music Wake Up Call

    Die Anti-DRM – Kampagne DefectivebyDesign hat eine kleine Aktion gestartet, um den Musik-Major Warner Brothers davon zu überzeugen, zukünftig auch DRM-freie Musik zum Verkauf anzubieten. Passenderweise finden sich die Telefonnummern von verschiedenen WB-Managern auf der Webseite zum bequemen kontaktieren.

    30. April 2007 1
  • : Frankreich: Gesetz für das Vertrauen in die digitale Wirtschaft
    Frankreich: Gesetz für das Vertrauen in die digitale Wirtschaft

    Über ein französisches Überwachungsgesetz mit dem blumigen Namen „Gesetz für das Vertrauen in die digitale Wirtschaft“ berichtet Heise: Französische Provider sollen Nutzer-Identifikationsdaten auf Vorrat speichern.

    In Frankreich sorgt der Regierungsvorschlag zur technischen Umsetzung der einjährigen Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten bei Providern und Bürgerrechtlern für Unmut, da er weit über die EU-Vorgaben hinausgeht. Der Entwurf für ein Dekret zur Anwendung des bereits beschlossenen „Gesetzes für das Vertrauen in die digitale Wirtschaft“ sieht laut der zivilgesellschaftlichen Organisation Imaginons un Réseau Internet Solidaire (IRIS) unter anderem vor, dass die Netzanbieter über die gängigen Verbindungs- und Standortdaten auch die Identifikationsdaten, Login-Informationen, Pseudonyme und Passwörter für sämtliche Nutzungsvorgänge im Internet aufbewahren müssen. Einträge, Änderungen oder Kommentare in Weblogs oder Foren wären davon genauso erfasst wie etwa die Beantragung und Anwendung eines E‑Mail-Kontos. Eine anonyme Internetnutzung wäre damit in Frankreich nicht mehr möglich.

    KLingt ja echt vertrauenswürdig für die Verbraucher und die gesamte Wirtschaft, wenn solche Daten irgendwo gespeichert werden. Mal schauen, wie lange es dauert, bis Schäuble mit der Idee um die Ecke biegt.

    30. April 2007 2
  • : Aktuell: a2k – Konferenz
    Aktuell: a2k – Konferenz

    Wolfgnag Kleinwächter berichtet für Heise von der a2k-Konferenz, die gerade an der Yale-University in den USA stattfindet: Zensur als Handelshemmnis?

    Nach Auffassung von Andrew McLaughlin, Chief Policy Adviser von Google, sollten Einschränkungen des Rechts auf freie Meinungsäußerung im Rahmen der laufenden Verhandlungen der „Doha Round“ der World Trade Organization (WTO) als Handelshemmnis qualifiziert werden. McLaughlin kritisierte auf der Jahreskonferenz „Zugang zu Wissen“ (A2K2) der Yale University in New Haven indirekt die US-Regierung, die bei bilateralen Verhandlungen zu so genannten Freihandelsabkommen (Free Trade Agreements) zwar sehr nachdrücklich darauf dränge, den mangelnder Schutz von geistigem Eigentum zu beseitigen, aber weit weniger die Respektierung des Informations- und Meinungsfreiheit an Handelserleichterungen binde.

    Heise: Ein Internet „des Volkes, durch das Volk und für das Volk“

    In weniger als fünf Jahren wird jeder Bewohner Pekings freien drahtlosen Zugang zum breitbandigen Internet haben. Dies prophezeite Kai-Li Kan, Direktor des Instituts für Informationsindustrie der Pekinger Universität für Post und Telekommunikation auf der 2. Konferenz „Zugang zu Wissen“ (A2K2) der Yale University in New Haven. Das vor kurzem gestartete Projekt „Wireless Peking Commune“ (WBC) ziele darauf, aus der 15-Millionen-Metropole eine „Wireless City“ zu machen. Demnach werden zunächst 3000 Zugangspunkte auf der Basis des WLAN-Standards 802.11g mit 54 MBit/s eingerichtet.

    Interessant sind hier auch die Beschreibungen aus anderen Ländern und Kontinenten. Alle bekommen offenes WLAN, und wann reagiert Berlin endlich mal?

    30. April 2007
  • : Wolfgang Wieland zu Online-Durchsuchungen
    Wolfgang Wieland zu Online-Durchsuchungen

    tagesschau.de hat den Grünen-Innenexperte Wolfgang Wieland interviewt: „Online-Durchsuchungen braucht man nicht“.

    tagesschau.de: Das Grundgesetz schützt die Unverletzlichkeit der Wohnung. Fällt darunter auch der Laptop im Park?

    Wieland: Der Geheimdienstkoordinator Klaus-Dieter Fritsche sagte im Innenausschuss, Artikel 13 – die Unverletzlichkeit der Wohnung – brauche uns nicht zu kümmern, denn Laptops könne man ja überall benutzen. Das war eine der dümmsten, pennälerhaftesten Ausreden, die ich im politischen Bereich je gehört habe. Wäre das richtig, könnte man jederzeit Akten ohne richterliche Durchsuchung in einem Büro mit der Begründung beschlagnahmen, diese würden ja auch manchmal mit in den Zug genommen – daher gelte nicht der Schutz des Wohn- bzw. Bürogebäudes. Genauso hanebüchen war die Begründung, warum Artikel 10 – der Schutz des Post- und Fernmeldegeheimnisses – nicht berührt werde. Da wurde allen Ernstes gesagt, dadurch würde nur die laufende Kommunikation geschützt . Artikel 10 schützt aber auch den Inhalt.
    […]
    tagesschau.de: Können Sie sich eine Regelung vorstellen, bei der die Grünen Online-Durchsuchungen zustimmen?

    Wieland: Nein. Man braucht das nicht. Wir sehen auch keine Sicherheitslücke. Wir gehen auch davon aus, dass das noch nie richtig geklappt hat. Es gab technische Schwierigkeiten. Das Einschleusen hat nicht geklappt und gerade die gefährliche Szene wird Wege finden, sich vor Bundestrojanern zu schützen.

    30. April 2007 1
  • : Ralf klärt über Identität auf
    Ralf klärt über Identität auf

    Der data-epi-spacing elektrische data-epi-spacing Reporter data-epi-spacing hat data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Folge data-epi-spacing 28 data-epi-spacing Ralf data-epi-spacing Bendrath data-epi-spacing über data-epi-spacing die data-epi-spacing Risiken data-epi-spacing von data-epi-spacing Online-Identitätssystemen data-epi-spacing interviewt:

    Hier klicken, um den Inhalt von www.elektrischer-reporter.de anzuzeigen.

    data-epi-spacing data-epi-spacing

    Es data-epi-spacing wäre data-epi-spacing in data-epi-spacing der data-epi-spacing Tat data-epi-spacing praktisch, data-epi-spacing wenn data-epi-spacing irgend data-epi-spacing eine data-epi-spacing pfiffige data-epi-spacing Entwicklung data-epi-spacing die data-epi-spacing andauernden data-epi-spacing Registrier- data-epi-spacing und data-epi-spacing Anmeldeorgien data-epi-spacing bei data-epi-spacing all data-epi-spacing den data-epi-spacing neuen data-epi-spacing und data-epi-spacing bunten data-epi-spacing Web-Diensten data-epi-spacing überflüssig data-epi-spacing machen data-epi-spacing könnte. data-epi-spacing Derzeit data-epi-spacing sind data-epi-spacing einige data-epi-spacing Systeme data-epi-spacing in data-epi-spacing Entwicklung data-epi-spacing oder data-epi-spacing bereits data-epi-spacing im data-epi-spacing Einsatz, data-epi-spacing die data-epi-spacing ein data-epi-spacing Ende data-epi-spacing der data-epi-spacing Username-Passwort-Hantiererei data-epi-spacing versprechen. data-epi-spacing Der data-epi-spacing Politologe data-epi-spacing Ralf data-epi-spacing Bendraht data-epi-spacing mahnt data-epi-spacing zur data-epi-spacing Vorsicht: data-epi-spacing In data-epi-spacing diesen data-epi-spacing Identitäts-Silos data-epi-spacing sammeln data-epi-spacing sich data-epi-spacing Datenmengen data-epi-spacing an, data-epi-spacing die data-epi-spacing genaueste data-epi-spacing Rückschlüsse data-epi-spacing über data-epi-spacing unser data-epi-spacing aller data-epi-spacing Web-Aktivitäten data-epi-spacing erlauben. data-epi-spacing

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    30. April 2007 4
  • : Heute Abend: Lawrence Lessig auf Bayern2
    Heute Abend: Lawrence Lessig auf Bayern2

    Ania Mauruschat hat Lawrence Lessig in Berlin getroffen und heute gibts das Interview ab 20.30h auf Bayern2Radio über UKW oder über Live-Stream zu hören. Vorab gibt es einen Teil des Interviews auf jetzt.de: „Lessig ist lässig“ – Lawrence Lessig im Gespräch.

    Seit Jahren kämpfen Sie für Creative Commons als Alternative zu einem erdrückenden Urheberrecht, für Freie Kultur und Remixing, das Thema Ihres nächsten Buches, kurz: Für das gute Potenzial des Internet. Damit stoßen Sie auf viel Zustimmung bei den „Digital Natives“, also der Generation, die mit digitalen Technologien aufgewachsen ist. Aber die ältere Generation, die zur Zeit noch die Gesetzt macht und an den entscheidenden Stellen in der Medienindustrie sitzt, scheint sich wesentlich schwerer damit zu tun, zu verstehen, worum es Ihnen geht. Erleben wir gerade den nächsten, großen Generationenkonflikt?

    Ja, es sieht so aus. Aber ich glaube, das Problem ist noch viel größer. Die ältere Generation versteht nicht nur die digitale Technologie nicht. Die ältere Generation versteht auch nicht das Bedürfnis der jungen Leute kreativ zu sein. Die ältere Generation ist die „Couch-Potatoe-Generation“. Sie ist damit aufgewachsen, ins Kino zu gehen, eine gekaufte CD anzuhören, den Fernseher anzuschalten. Sie wuchs mit einer Kultur auf, die man konsumierte. Wenn diese Leute nun ihre Kinder angucken, dann denken viele erst einmal, dass das, was ihre Kinder da machen, als „Piraterie“ bezeichnet wird: Sie klauen scheinbar die Werke anderer Menschen. Das macht auf den ersten Blick alles ganz einfach, denn natürlich soll man nichts stehlen. Aber die Eltern verkennen dabei, dass das, was die meisten Kinder machen, kreativ ist. Eine Studie in den USA hat herausgefunden, dass 57% der Teenager Inhalte selbst produzieren und im Internet teilen. Von den über 45jährigen wird das nur ein Bruchteil machen. Digitale Technologie hat also eine Generation hervorgebracht, die nicht gegen das Gesetz verstoßen will, sondern die kreativ sein will. Und die Frage ist: Sollte das Gesetz die Kreativität dieser Generation einschränken, so wie bisher?

    Ich hätte gerne einen Mitschnitt. Wir haben ihn mal vor ein paar Monaten interviewt und die Ergebnisse zum remixen online gestellt. Die erste DVD mit Untertiteln müsste eigentlich bald fertig sein.

    NetzpolitikTV: Aktion:Remixt Lessig!
    NetzpolitikTV: Das Interview mit Lawrence Lessig bei Google Video

    27. April 2007 9
  • : FDP und Union gemeinsam gegen Tauschbörsennutzer
    FDP und Union gemeinsam gegen Tauschbörsennutzer

    Gestern fand im Bundestag die erste Lesung der Richtlinie für die Durchsetzung Geistigen Eigentums (IPRED1) statt. Die Richtlinie sieht zivilrechtliche Werkzeuge zur Bekämpfung von Produktpiraterie vor. Die EU-Richtlinie ist 2004 unter leicht merkwürdigen Umständen entstanden, als die Ehefrau des ehemaligen Universal-Vivendi Chefs zufällig auch Berichterstatterin des EU-Parlaments für diese Richtlinie war. Und dabei unter ihrer Ägide die vormals sinnvolle Bekämpfung von kommerzieller Produktpiraterie auf nicht-kommerzielle Tauschbörsennutzer ausgeweitet wurde. Nun befasst sich der Bundestag mit der Richtlinie und unsere Justizministerin Brigitte Zypries hat alle etwas überrascht, als sie im Regierungsentwurf für die nationale Umsetzung eine Deckelung der Abmahngebühren auf 50 Euro einführte. Dafür kann man sie auch mal loben, zumindest einen Kompromiss gefunden zu haben, der Verbraucherrechte etwas stärkt. Das finden aber nicht alle so.

    Stefan Krempl berichtet auf Heise nun von der ersten Lesung, die etwas gespenstisch war: Alle Abgeordnten gaben ihre Redebeiträge in schriftlicher Form ab: Skepsis gegenüber Richtervorbehalt für Auskunftsansprüche bei Urheberrechtsverletzungen. Eine Debatte gabs nicht wirklich. Die von mir in der Datenschutz-Debatte geschätzte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von FDP will lieber harte Strafen für Tauschbörsennutzer. Aber die FDP ist ja auch der grösste Fan von DRM im Bundestag. Und irgendwie haben sie die Verbindung von Bürger- und Verbraucherrechten in der Urheberrechts-Debatte immer noch nicht raus:

    „Produktfälschungen, Raubkopien oder illegale Downloads aus dem Internet sind keine Kavaliersdelikte, sondern eine ernsthafte wirtschaftliche Bedrohung“, machte Sabine Leutheusser-Schnarrenberger für die FDP-Fraktion klar. Der Regierung warf sie vor, mit dem Entwurf „ihre eigenen Zielsetzungen aber einmal mehr als bloße Lippenbekenntnisse“ zu entlarven. Mit der Einschränkung von Auskunftsansprüchen auf Urheberrechtsverstöße im gewerbsmäßigen Ausmaß wäre der gesamte Bereich der Tauschbörsen ausgenommen. Das Internet dürfe aber „keine Blackbox sein, die durch unangreifbare Anonymität zu einem Paradies für Rechtsverletzer wird“. Bei allem Einsatz für den Datenschutz müsse zudem noch geklärt werden, ob der Richtervorbehalt erforderlich sei. Die geplante Begrenzung der Anwaltskosten bezeichnete die Liberale als „Irrweg“ und „reinen Populismus“.

    Ansonsten gibts noch Norbert Geis, der irgendwie trotz seinen ganzen diskriminierenden Äusserungen immer noch für die Union im Bundestag sitzt. Aber die rechte Flanke muss ja irgendwie gesichert werden. Norbert Geis nutzte diesmal die Chance, sich als Lobbyvertreter der Unterhaltungsindustrie zu profilieren. Das mit dem Richtervorbehalt ist ja unpraktisch, wenn man gerne Tauschbörsennutzer pleite klagen möchte. Und Datenschutz ist im weg.

    Sonst gibts noch den Rechtsexperten der SPD-Fraktion, Direk Manzewski. Der findet die 50 Euro für die erste Abmahnung als zu niedrig und fällt seiner eigenen Justizministerin in den Rücken.

    27. April 2007 8
  • : Versicherungsbranche beliebter als Unterhaltungsbranche?
    Versicherungsbranche beliebter als Unterhaltungsbranche?

    Beim Bootsektor gibts nützliche Verbraucher-Informationen: Piraterie: die Hintergründe.

    Ganz 41% der britischen und 54% der französischen Teilnehmer an dieser Edelman-Umfrage erklärten, die Entertainment-Industrie würde ihnen keinen angemessenen Gegenwert für ihr Geld bieten. Und 35 bzw. 46% sind der Ansicht, die Anbieter der digitalen Unterhaltungsmedien würden die Rechte der Verbraucher nicht respektieren (Stichwort: DRM). Während Computer- und Elektronikhersteller bei dieser europäischen Bevölkerungsgruppe ein hohes Ansehen geniessen, stehen Unternehmen der Medien- und Unterhaltungsbranche ganz am Ende der Respektskala. Noch unter der Versicherungsbranche. Das sollte zu denken geben. Eine öffentliche Diskussion entfachen. Tut es aber nicht. Statt dessen werden mit Hilfe von Lobbyanstrengungen (a.k.a. Korruption) Strafgesetze eingeführt, wo eigentlich freier Wettbewerb stattfinden sollte.

    Wie wir ja wissen, sind Edelman-Studien mit Vorsicht zu geniessen. Aber das mit der Versicherungsbranche ist gut.

    27. April 2007 1
  • : Free Kareem
    Free Kareem

    Bisschen kurzfristig: Aber wer morgen früh in Berlin Lust und Zeit hat, kann zwischen 11:00 bis 11:30 Uhr vor den Ägyptischen Botschaft für die Freilassung des Ägyptischen Bloggers Abdelkareem Nabil Soliman demonstrieren. Morgen finden in verschiedenen Städten und Ländern kleine Kundgebungen statt.

    [via]

    26. April 2007 1
  • : Constanze Kurz und Frank Rieger im tagesschau.de-Chat
    Constanze Kurz und Frank Rieger im tagesschau.de-Chat

    Constanze Kurz und Frank Rieger vom Chaos Computer Club waren gestern im tagesschau.de-Chat zu lesen. Das Transcript ist jetzt online:

    Unsere Gäste sind heute Constanze Kurz und Frank Rieger vom Chaos Computer Club (CCC). Erstmal vielen Dank Frau Kurz und Herr Rieger, dass Sie sich Zeit für unsere User nehmen. Haben Sie Fragen zu Bundestrojanern auf dem Privat-PC, dem elektronischen Fingerabdruck im Pass oder ähnlichen Themen, dann ist jetzt die Gelegenheit, sie zu stellen. Denn der Chaos Computer Club beschäftigt sich mit den Auswirkungen der technischen Entwicklung auf unser Leben.
    Kann es losgehen?

    26. April 2007
  • : Moratorium setzt Online-Durchsuchungen durch Geheimdienste aus
    Moratorium setzt Online-Durchsuchungen durch Geheimdienste aus

    Das mit der Dienstvorschrift konnte man ja niemanden mehr erklären. Daher hat man die Dienstvorschrift zurückgezogen und ein „Moratorium“ eingeführt: Schäuble stoppt Online-Durchsuchungen durch Geheimdienste.

    „Es gibt ein Moratorium“, sagte eine Ministeriumssprecherin der „Financial Times Deutschland“. Schäuble habe eine Prüfung der aktuellen Rechtsgrundlage für die umstrittene Ermittlungsmethode angeordnet.Solange diese laufe, dürfe der Bundesverfassungsschutz nicht heimlich Computer-Daten ausspähen.

    Die FTD-Quelle ist (bisher) natürlich nicht online zu finden.

    26. April 2007 2
  • : Dataloo im Interview
    Dataloo im Interview

    Dirk von Gehlen hat bei jetzt.de ein Interview mit Dirk und Mac von Dataloo zu „Stasi 2.0: Widerstand mit Schäublone gegen den Bundesinnenminister“ gemacht.

    26. April 2007