Campaigning

  • : Politisches Flash: Arnolds Nachbarschaft
    Politisches Flash: Arnolds Nachbarschaft

    Ein sehr schönes Beispiel für virales Marketing in politischen Kampagnen ist die Flash-Animation „Arnold’s Neighborhood“. Die knapp zweiminütige ist witzig gemacht und bringt die Botschaft ganz gut rüber. Eher eine der besseren politischen Animationen. Weist auch darauf hin, dass der kalifornische Wahlkampf schon wieder los geht, Schwarzeneggers Umfragewerte sinken kontinuierlich.

    27. Oktober 2005
  • : SMS als demokratische Technologie
    SMS als demokratische Technologie

    Einen interessanten Beitrag über SMS und Mobiltelefone als Technologie für mehr Demokratie hat „The christian science monitor“ veröffentlicht: New political tool: text messaging.

    If television helped bring down the Berlin Wall and the fax machine helped protesters organize during the Tiananmen Square protests, cellphone text messaging, also known as SMS (short message services), may be the new political tool for activists. In tech-savvy nations like South Korea, but more so in controlled societies like China and the Middle East, text messaging has been fomenting what some experts call a „mobile democracy.“ Because it is unmonitored and cheap, it provides an underground channel for succinct uncensored speech. Demonstrators use it to mobilize protests, dodge authorities, and fire off political spam. It has also enabled them to engineer collective action at unprecedented speed.

    11. Oktober 2005 1
  • : Wer seinen Pass verliert, schützt die Privatsphäre
    Wer seinen Pass verliert, schützt die Privatsphäre

    Heute hat die Bundesdruckerei zusammen mit dem Industrieverband Bitkom den neuen biometrischen Reisepass der Presse vorgestellt. Die Gelegenheit wurde genutzt, um die anwesenden Pressevertreter einige weniger diskutierte Aspekte näher zu bringen. Gleichzeitig wurde die Aufklärungskampagne „Wer seinen Pass verliert, schützt die Privatsphäre“ mit einer eigenen Webseite und einem Blog gestartet. Dort gab es heute einen Live-Stream aus der Pressekonferenz. Leider war der netzpolitik-Server zur gleichen Zeit down, weil eine Festplatte Fehler hatte. Deswegen jetzt erst nachträglich der Hinweis auf den Live-Stream. Mal schauen, vielleicht stellen wr die Audioaufnahme später noch online (Hier ist die erste dreiviertel Stunde als Ogg-File). Eine kleine Galerie zeigt sechs Bilder vom Geschehen ausserhalb der Bundesdruckerei.

    Weitere Infos bietet die folgende Pressemitteilung: „Einführung der biometrischen Reisepässe – Erkennungsdienstliche Behandlung auf den Meldeämtern

    4. Oktober 2005
  • : EU-Kommission legt Entwurf der Vorratsdatenspecherungs-Richtlinien vor
    EU-Kommission legt Entwurf der Vorratsdatenspecherungs-Richtlinien vor

    Huete ist mal wieder Tag der Vorratsdatenspeicherung. Die EU-Kommission hat sich auf einen offiziellen Richtlinienentwurf geeinigt und diesen heute präsentiert.

    Heise geht, wie immer, recht ausführlich auf die Thematik ein: EU-Kommission legt Entwurf zur Speicherung von Telefon- und Internetdaten vor

    Ansonsten umfassen die zwei Seiten langen Anforderungswünsche nach wie vor sämtliche Daten, welche die Quelle, das Ziel, die Art und im Mobilfunk den Ort einer Kommunikation bestimmen. Dies können etwa dynamische oder feste IP-Adressen sein, aber auch nähere Angaben zu verschickten SMS. Dabei würden auch die Kommunikationsinhalte erfasst, die laut des Papiers eigentlich nicht gespeichert werden sollen. Bei den zu identifizierenden Kommunikationsgeräten liegen die Interessen nicht nur bei IMSI- und IMEI-Nummern von Handys, sondern auch bei den MAC-Adressen von Netzwerkkarten in Computern. Insgesamt könnten die Daten bei entsprechender Auswertung ein komplettes Profil der elektronischen Kommunikationsnetzwerke eines Nutzers ergeben und somit auch einen begehrten Angriffspunkt für Cybergangster bilden.


    Golem zitiert Thilo Weichert
    , den Leiter des unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein:

    „Die umfassende Verbindungsdatenerfassung ist ebenso wie die längerfristige Speicherung dieser Daten nach deutschem Recht verfassungswidrig. Es würde sich um eine Rundumüberwachung ins Blaue hinein handeln. Diese kann nicht damit gerechtfertigt werden, dass im Glücksfall hierdurch vielleicht einmal ein Terroranschlag aufgeklärt werden kann. Selbst das Ziel der Bekämpfung schrecklicher Verbrechen kann es nicht rechtfertigen, das Kommunikationsverhalten der europäischen Bevölkerung zu 100 Prozent elektronisch zu erfassen und zur Rasterung bereit zu halten.“

    Die Futurezone weiss über noch weitergehende Pläne zu berichten: Parallel-Duell um Datenspeicherpflicht

    Manch anderen Staaten geht der Ratsentwurf – der vom Ansatz her im Widerspruch zur EU–Richtlinie zum Datenschutz und zu bestehenden nationalen Datenschutzgesetzen steht – noch nicht weit genug.

    Neben Verkehrsdaten von E‑Mail – wer hat wann wem eine Mail geschickt bzw. eine erhalten – und VoIP-Telefonaten verlangt eine nordische Allianz von Dänemark, Schweden, Litauen und Estland sowie Belgien auch die Speicherpflicht von Web-Logfiles, Chat, FTP-Übertragungen und Peer-to-Peer-Verbindungen.

    Und auchd ie Deutsche Welle berichtet heute: Heißt Daten speichern Terroristen fassen?

    Der Europa-Abgeordnete Alexander Alvaro sieht das Papier der Kommssion mit gemischten Gefühlen. Auf Anfrage von DW-WORLD erklärte der FDP-Politiker und Berichterstatter des Parlaments zur Datenspeicherung im Vorfeld der Entscheidung, dass die Kommission noch mehr Daten speichern wolle als im ursprünglichen Vorschlag der britischen Ratspräsidentschaft vorgesehen. Er bemängelte darüber hinaus die Schaffung eines neuen Expertengremiums bei der Europäischen Kommission, das entscheiden soll, ob künftig mehr oder weniger Daten gespeichert werden: Es unterliege keinerlei parlamentarischer Kontrolle. Der Kommissionsvorschlag enthalte aber auch einige positive Punkte. Erstmalig werde festgelegt, dass die Wirtschaft eventuelle Mehrkosten erstattet bekomme, auch wenn die Regelung den Mitgliedstaaten überlassen werde. Zudem wolle die Kommission eine regelmäßige Evaluierung durchführen, ob die Erfassung der Daten nützlich sei.

    Lustig ist die Tagesschau: Die liefert gleich ein paar skurriler Argumente mit, weshalb wir jetzt die komplette Überwachung brauchen: Telefon- und E‑Mail-Daten sollen gespeichert werden

    Die EU-Kommission in Büssel hat einen Gesetzentwurf zur höchst umstrittenen Speicherung aller Telefon- und E‑Mail-Verbindungen beschlossen. Die Daten sollen der besseren Terror-Bekämpfung dienen. Jugendliche sollen vor Radikalisierung geschützt, Hasspropaganda über Internet oder Satellit verhindert werden. „Wir können nicht erlauben, dass junge Leute im Fernsehen Aufrufe zum Hass sehen“, sagte Justizkommissar Franco Frattini. Zugleich betonte er, dass die Meinungsfreiheit aber nicht eingeschränkt werden solle.

    Kann es sein, dass die Herren und Damen in ihrem Übereifer, die Welt vor dem Bösen zu retten, ein klein wenig durchdrehen? Mit der Argumentation müsste man das Fernsehen verbieten. Auf dem Weg dahin erstmal noch die Berichterstattung über Bekenner-Videos unter Strafe stellen und nicht alle Kommunikationsdaten der europäischen Bürger speichern.

    Jetzt gibt es auch einen Kommentar der Frankfurter Rundschau: Brüsseler Zauberlehrlinge

    Aber auch in der Polizei gibt es Stimmen, die vor der Datenflut warnen, die hier aufgestaut werden soll, wobei der prinzipielle Nutzen für die Fahndung herausgestrichen wird. Das ist ein Argument, das gewichtig ist. Allerdings gerät dabei leicht aus dem Blick, dass den Brüsseler Zauberlehrlingen die Bändigung der technischen Möglichkeiten, derer sie sich bedienen wollen, auch entgleiten kann. Bank‑, Telefon‑, Internet‑, Versicherungs‑, Passagier- und Gesundheitsdaten, biometrische Daten in Pässen, Videoüberwachung und Bewegungsprofile: Die Sammelwut braucht Grenzen.

    21. September 2005 1
  • : Datenvorratspeicherung bekommt Gegenwind
    Datenvorratspeicherung bekommt Gegenwind

    Die Innen- und Justizminister der EU werden morgen in Newcastle einen neuen Entwurf zur verpflichtenden Speicherung aller Verkehrsdaten für Internet und Telefon diskutieren. Das Papier soll dann nächste Woche in Brüssel in Arbeitsgruppen weiter poliert werden.

    Währenddessen wird der Widerstand gegen diese Pläne immer stärker. Die EDRI-Unterschriftensammlung gegen die EU-Pläne hat bereits über 41.000 Unterstützer bekommen. Deutschland liegt inzwischen auf Platz zwei nach den Niederlanden, wo die Kampagne gestartet wurde. Wir können aber ruhig noch ein wenig aufholen! Unterschreiben kann man hier.

    Auch die Provider laufen Sturm gehen die Pläne der EU. EuroISPA, eco-Forum und andere werden morgen direkt vor den EU-Ministern ihre Bedenken vortragen, und nächsten Dienstag gibt es in Brüssel ein Treffen zwischen ISPs und EU-Parlamentariern, um sich weiter zu besprechen. BITKOM, VATM und BDI haben ebenfalls kürzlich ihre Position gegen die Pläne veröffentlicht.

    Das Europaparlament ist mehrheitlich gegen die Pläne der EU-Minister. Einerseits, weil der Berichterstatter Alexander Alvaro sich massiv gegen die Massenüberwachung der Kommunikation in Europa ausgesprochen hat, zum anderen, weil das Parlament sich übergangen fühlt. Die EU-Minister wollen die Sache als „Rahmenabkommen“ in der Innen- und Justizpolitik durchsetzen, wo das Parlament immer noch keine echten Mitbestimmungsrechte hat. Am 21. September wird die Kommission ihren Entwurf für eine EU-Richtlinie veröffentlichen. Einen Entwurf dafür hat EDRI schon vor Wochen veröffentlicht. Hier könnte das Parlament zwar ein Veto einlegen, dafür ist der Entwurf der Kommission teilweise noch schärfer als der der Minister. Viele Abgeordnete haben inzwischen auch den Eindruck, die britische EU-Präsidentschaft geht zu weit. Innenminister Clarke hat ja gerade gefordert, die Europäische Menschenrechtskonvention einzuschränken (via Rabenhorst). Dieser Schritt könnte für die britische Regierung nach hinten losgehen, zumal selbst der Präsident des europäischen Polizisten-Verbandes EuroCOP sagt, dass Data Retention nichts bringen wird.

    EDRI, Privacy International und andere werden nächste Woche vor der Weltkonferenz der Datenschutzbeauftragten in Montreux eine eigene Veranstaltung zu Datenvorratsspeicherung und Biometrie durchführen. Ich werde das Panel zu Data Retention moderieren. Besonders freut mich, dass unter anderem Hielke Hijmans zugesagt hat, der gerade die Stellungnahme des EU-Datenschutzbeauftragten Hustinx zur Datenvorratsspeicherung vorbereitet.

    Wenn es gelingt, die „Regenbogen-Koalition“ von Europaabgeordneten, Industrie und Cyber-Rights Gruppen zusammenzuhalten und vielleicht noch die Verbraucherschützer und Organisationen wie Amnestie für das Thema zu interessieren, haben wir gute Chancen, dass die Massenüberwachung in der EU nicht passieren wird. Zumal auch die Mitgliedsstaaten noch zu uneinig sind bezüglich der Speicherfristen und vieler Details. Es wird auf jeden Fall ein heisser Herbst! Hilfe und Spenden sind dabei sehr willkommen. Aktionsideen, viele Hintergrundinfos und auch deutsche Banner gibt es im Kampagnen-Wiki .

    8. September 2005 3
  • : Medienberichterstattung zur „Fenster zu, es zieht“-Aktion
    Medienberichterstattung zur „Fenster zu, es zieht“-Aktion

    Hier ist nochmal ein Überblick der Medienberichterstattung über die „Fenster zu, es zieht“-Pinguin-Aktion:

    Heise: Aktivisten stören Microsoft-Lobbyabend im Berliner Abgeordnetenhaus

    Netzeitung: Lobbyveranstaltung von Microsoft erhält Besuch von Pinguinen

    Der Standard: Microsoft-Lobbyabend im Berlin gestört

    de.internet.com: Berlin: Proteste gegen Lobbyveranstaltung Microsofts im Abgeordnetenhaus

    N24: Lobbyveranstaltung von Microsoft erhält Besuch von Pinguinen

    Spiegel: MICROSOFT-LOBBYABEND Dessert rät zu Alt+F4

    ZDNet: Pinguine beim Microsoft-Lobbyabend

    BoingBoing: Penguin-suited activists crash Microsoft’s Berlin parliament presentation

    Taz: Politik & Pinguine

    Die Aktion hat es sogar ins Forbes-Magazine geschafft. Tenor: Schlechte Woche für Microsoft. Erst diese ganzen Würmer und Sicherheitslücken und dann auch noch Pinguine auf ner Party…:

    In a final indignity, Linux activists wearing penguin suits crashed a Microsoft promotional party held at the municipal parliament house in Berlin, Germany. The protestors want the city government to use open source software, not the proprietary Windows operating system.

    Und noch viel mehr Weblogs und Foren haben darüber berichtet in mehr als 15 Sprachen.

    20. August 2005
  • : Microsoft in Parliament
    Microsoft in Parliament

    The Berlin City Parliament’s lobby was quite crowed last night during Microsoft’s promotional party for the Berlin city representatives. Microsoft original invitation went out to all parties and also to a selected crowd of journalists. However, all green-party representatives declined the invitation to Microsofts infomercial-like lobbying event. We joined in by embedded-journalist action, broadcasting a live audio stream and photos of the entire event through netzpolitik.org via our cell phones and UMTS.

    19. August 2005
  • : Neue Spendenaktion für Wikipedia
    Neue Spendenaktion für Wikipedia

    Die Wikimedia Foundation hat wieder eine neue Spendenaktion gestartet. Bis zum 9. September will man weltweit 200.000 Euro zusammen bekommen. Es gibt auch einen neuen Spendenaufruf: „Wikipedia needs your help!“:

    19. August 2005
  • : Berichterstattung: Microsoft im Parlament
    Berichterstattung: Microsoft im Parlament

    Ein Pinguin zwischen den Schlipsen!Am gestrigen Abend war die Lobby der Berliner Abgeordneten Hausen gut gefüllt: Microsoft lud zu Speis und Trank sowie einer Informationsveranstaltung über sich selbst. Geladen waren die Abgeordneten aller Fraktionen, wobei die Grünen geschloßen nicht erschienen, und ausgewählte Pressevertreter. Wir dachten uns, dass Lobbying auch mal etwas transparenter ablaufen kann: Und waren als Embedded Journalists dabei, u.a. mit einem Audio-Live-Stream der Lobbyveranstaltung via UMTS (Der gestern hier zu hören war).

    Guten Appetit, liebe Politiker!Dort, wo in früheren Zeiten die KPD gegründet wurde, im Feststaal des Berliner Abgeordnetenhauses, begrüßte Walter Momper (Präsident des Hauses, SPD) das größte Softwareunternehmen der Welt. Er bedankte sich mehrfach für das Kommen. Microsoft kostet der Abend ja auch genug an Miete.

    Hier durften die Pinguine nicht reinDer Redner für Microsoft, Wolfgang Branoner „Director“ von Microsoft Deutschland für den „Public Sector“ und ehemaliger Wirtschaftssenator Berlins, sprach in seiner Rede oft davon, hier keine Produkte verkaufen zu wollen. Das macht man ja auch später und an einem anderen Ort. Eine Tupper-Party hatten wir auch nicht erwartet.

    Bericht und Fotos von der Veranstaltung und der Aktion vor Ort …

    18. August 2005 53
  • : „Fenster zu – es zieht!“
    „Fenster zu – es zieht!“

    Heute Abend feiert Microsoft eine Lobby-Party im Abgeordnetenhaus. Dies ist ungewöhnlich für den Ort und sehr kritisierungswürdig, da es dort eigentlich nicht um die tollen Corporate Social Responsibilty-Aktionen von Microsoft geht, die gefeiert werden sollen, sondern um die Umstellung der Windows 2000-Lizenzen auf Windows XP.

    Wir dachten uns, dass die Zeit reif für eine symbolische Aktion ist und machten heute dieses Foto vor dem Abgeordnetenhaus unter dem Motto „Fenster zu, es zieht!“:

    18. August 2005 12
  • : Kampagne gegen Datenspeicherzwang hat 25.000 Unterschriften gesammelt
    Kampagne gegen Datenspeicherzwang hat 25.000 Unterschriften gesammelt

    Die Kampagne von European Digital Rights (EDRi) und anderen, die sich gegen die Pläne von EU-Kommission und Ministerrat zur verpflichtenden Speicherung von Logdateien bei Internet-Providern und Mobilfunk-Betreibern richtet, hat heute Vormittag die Marke von 25.000 Unterstützern übersprungen. An der Spitze liegen die Niederlande (von dort wurde die Kampagne initiiert, und der Amsterdamer Provider XS4ALL ist Mit-Initiator), gefolgt von Finnland und Deutschland.

    Aus Deutschland könnten ruhig noch mehr Unterschriften kommen, immerhin gibt es hier zahlenmäßig viel mehr Netizens als in Finnland. Die EDRi will im Oktober die Liste der Unterschriften in einer öffentlichen Aktion an die EU-Gremien übergeben.

    Unterschrieben werden kann die Kampagne hier – denkt aber dran, das Land auch richtig auszuwählen, default sind leider immer noch die Niederlande.

    17. August 2005
  • : Cory Doctorow im Interview über WIPO-Activism
    Cory Doctorow im Interview über WIPO-Activism

    Die Seite Worldchanging hat Cory Doctorow zum Thema WIPO-Activism befragt. Das Interview ist sehr interessant und liefert einige Einblicke, wie man als gut vernetzte Zivilgesellschaft internationale Organisationen ein wenig aufmischen kann.

    16. August 2005
  • : Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer
    Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer

    Die Organisatoren des Thought Thieve$-Filmwettbewerbes haben mich wegen weiterer Übersetzungen vom englischen ins deutsche angefragt. Da meine Zeitressourcen derzeit äusserst knapp sind, kann ich dies leider nicht machen. Aber vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der/die Lust und Zeit dafür hat?

    Freiwillige melden sich bitte direkt bei Sasha Costanza-Chock, schock ADD riseup PUNKT net

    12. August 2005 2
  • : EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner
    EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner

    Die Electronic Frontier Foundation hat die Gewinner ihres Blog-a-thon – Wettbewerbes verkündet:

    Most Inspirational
    IO Error, In Defense of Freedom: „As I said in an Independence Day posting a few weeks ago, the fight for liberty is not only conducted by the armed forces, it is conducted every day by ordinary citizens like you and me. We cannot protect freedom by curtailing it. Enemies of freedom, both foreign and domestic, threaten us every day, and we must be prepared to stand up to anyone who would take away the liberty which has made this country unique among nations.“

    Most Humorous
    Memoirs of a Guardian Vampire, Fair use … what use is it? (Harry Potter Woke Up Goth): „ ‚Moribund is the core of my consciousness. Half-Heartedly I crawl through the strange forest until insecurities strip me of my fears. Suicide, Suicide, Suicide. Thou art my obsession.’ Thus were the thoughts that greeted Harry Potter as he woke that morning.“

    Best Overall
    The ramblings of Laura Crossett, The Medium is Not the Message: „As I read news reports now, five years later, about bloggers getting in trouble for their writing, I’m reminded of that moment in the basement of Jessup and of the inability, or unwillingness, of the woman at the end of the hall to see electronic communication as equal to oral communication. The attempts to say that bloggers don’t have the same rights as journalists stem, in part, from a belief that electronic print is not equal to hard copy print. “

    11. August 2005
  • : Heise über Vorratsdatenspeicherung und EDRi
    Heise über Vorratsdatenspeicherung und EDRi

    Monika Ermert hat das aktuelle EDRi-gram gelesen und berichtet auf Heise über die Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne und die General Assembly der European Digital Rights Initiative letztes Wochenende hier in Berlin: Petition gegen Vorratsspeicherung von TK-Verbindungsdaten findet Unterstützung. Bisher liegt Deutschland bei den Unterschriften auf Platz 3, was uns etwas verwundert. Mehr Unterstützer haben bisher die Finnen und die Niederländer gesammelt. Helft uns, die Kampagne bekannter zu machen und stellt Banner auf Eure Webseite. Natürlich können wir auch noch bessere Banner gebrauchen. Für die Kampagne gibt es auch ein Wiki, welches aber demnächst eine eigene Subdomain bei dataretentionisnosolution.com bekommt.

    Die Schwerpunkte unserer Arbeit für das nächste Jahr werden bei Heise auch vorgestellt:

    Die Vorratsdatenspeicherung wird nach einem Beschluss der inzwischen 21 EDRI-Mitgliedsorganisationen in 14 Ländern bei ihrer Sitzung am vergangenen Wochenende in Berlin zu den wichtigsten Aktionsfeldern gehören. Daneben will man sich auf die Biometrie und das Nachfolgedokument zur Durchsetzungsrichtlinie für geistiges Eigentum konzentrieren. Außerdem will man die Entwicklungen bei RFID und beim anstehenden Weltgipfel der Informationsgesellschaft verfolgen.

    11. August 2005
  • : TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1
    TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1

    Falk Lüke hat wieder für Telepolis über den Online-Wahlkampf geschrieben: Die Mehrheit ist drin

    Der Onlinewahlkampf in der Bundesrepublik ist bereits in vollem Gange. Doch wen können, wen wollen die Parteien über die Onlinekommunikation erreichen? Wo liegen die Vorzüge des e‑Campaignings gegenüber der klassischen politischen Kommunikation? Die Antwort liegt nicht zuletzt daran, wer überhaupt online ist. Der Artikel ist der erste Teil einer vierteiligen Serie über Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005.

    11. August 2005
  • : Politikerblog-Thementag in deutschen Medien
    Politikerblog-Thementag in deutschen Medien

    Es gibt zwei neue Artikel über Politiker-Weblogs im Bundestagwahlkampf:

    Das Handelsblatt (bzw. dpa) schreibt über „neue Wege im Wahlkampf“: Politiker entdecken Weblogs

    Politikwissenschaftler Kleinsteuber meint, wenn man im Wahlkampf schon auf Blogs setze, sollten sie auch Teil des Wahlkampfkonzepts werden. „Man könnte zum Beispiel die Adressen auf Wahlplakaten veröffentlichen.“ Mit Weblogs könnten internetaffine, jüngere Wähler erreicht werden. Derzeit seien Blogs aber kaum in die Wahlkampfstrategien der Parteien eingebunden und das merke man auch an der Qualität der Angebote.

    Für die Deutsche Welle kommentiert Nico Lumma den aktuellen Stand im Netz: Politiker-Blogs: Noch keine Bereicherung der Blogosphäre

    Blogs spielen in diesem Wahlkampf eine Rolle, aber anders, als sich die Parteien es vorstellen. Denn die Politiker-Blogs werden eher mit Schmunzeln oder Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, nicht aber als wirkliche Bereicherung der Blogosphäre. Im Gegensatz dazu ziehen die Blogs von Unterstützern oder die Gruppenblogs zur Wahl viele User an sich und stellen sich der Diskussion. Die Diskussionen verlaufen teilweise auf hohem Niveau, teilweise ist ein Niveau nicht zu erkennen. Blogs spiegeln in diesem Sinne das wieder, was Politiker bei Diskussionen am Infostand auch erleben können. Man sollte sich der Diskussion stellen und gut mitlesen.

    Update: Hab ich einen Politikerblog-Thementag in deutschen Medien verpasst?

    Jetzt berichtet der Spiegel: Wenn Politiker-Blogs zu Bumerangs werden

    Realitäts-Check für Volksvertreter
    Was als direkter Draht zum Bürger gedacht war, entpuppt sich in Wahrheit zum Blitzableiter des Frusts der Bürger. Teilweise seitenlange Konvolute werden den Politikern ins Webtagebuch geschrieben – ein so wohl kaum beabsichtigter Realitäts-Check für die Volksvertreter. Geklagt wird über Hartz IV, arrogante Ossis, korrupte Berufspolitiker und die Sozis, die sieben Jahren nichts auf die Reihe gekriegt haben.

    Falk Lüke hat sich jetzt für die Netzeitung die Blogs angesehen: Politiker suchen mit Blogs den «direkten Draht», und weiss vom neuen Weblog der Grünen Partei:

    Die Grünen starten am heutigen Freitag ein Blog mit ihren neun Spitzenpolitikern. Neben dem Spitzenkandidaten und Außenminister Joschka Fischer bloggen dort auch Renate Künast und Jürgen Trittin sowie die Partei- und Fraktionsspitzen. Die Grünen-Pressespecherin Sigrid Wolff «Mit dem Blog wollen wir zum Dialog über grüne Politik einladen, sowie live und authentisch aus dem grünen Wahlkampf berichten. Damit sind Bündnis 90/Die Grünen die erste Partei in diesem Wahlkampf mit einem eigenen Web-Blog, in dem alle SpitzenpolitikerInnen zusammen bloggen werden.»

    Und auch die Tagesschau berichtet: Was Politiker so bloggen (lassen)

    Eine persönliche Website gehört inzwischen zur Grundausstattung für Politiker. Das Kandidaten-Weblog dagegen ist noch relativ jung. Im Wahlkampf 2005 spielen die aufgebohrten Online-Tagebücher trotzdem eine Rolle. Ein Streifzug durch Politikerblogs.

    11. August 2005
  • : Thought Thieve$ Filmwettbewerb
    Thought Thieve$ Filmwettbewerb

    Eine witzige Idee ist der Gegenwettbewerb zur Microsoft UK-Kampagne über „Gedankendiebe“. Junge Menschen werden da aufgefordert, Filme zum Thema Intellectual Property hinzuschicken. Kritische sind natürlich nicht erwünscht. Seit heute gibt es aber „THOUGHT THIEVE$“, um allen kritisch denkenden die Gelegenheit zu geben, auch bei einem Wettbewerb mit zu machen:

    Ausschreibung: THOUGHT THIEVE$ Kurz-Film-Schau

    THOUGHT THIEVE$ ist eine Kurz-Film-Schau darüber, wie Konzerne sich Wissen, Kultur und Kreativität unter den Nagel reißen und die Antwort der Basis auf die Micro$oft-Wettbewebs­propaganda gleichen Namens [siehe http://www.msn.co.uk/thoughtthieves/Default.asp].

    Bei unserer Version von THOUGHT THIEVE$ geht es um große Konzerne, um den von ihnen begangenen Diebstahl und ihren Profit am Wissen des gewöhnlichen Volkes. Einfach gefragt: was löst es wohl für eine Reaktion aus, wenn die eigene traditionelle Kultur, die gemeinsame Kreativität, die tausende von Jahre alten Samen-Bestände, das althergebrachte medizinische Wissen oder gar das eigene genetische Muster als Eigentum eines multinationalen Konzerns angesehen wird? Was würdet Ihr tun?

    Wir wollen es wissen!

    Schickt uns Euren Kurzfilm über Konzern-Piraterie bis zum 16. September, 2005. Damit hat Euer Film die Chance, an einer internationalen Aufführungs-Tour teilzunehmen. Steht noch nicht fest: die Macher der kreativsten Filme der Publikumswertung werden zu einer Premierenaufführung ihres Filmes in Tunis, Genf oder London eingeladen.

    Wir können auch alle eine riesige Auswahl neuester Gratis-Software gewinnen; massig Recherche-Material zu Public Domain, Fair Use, Creative Commons, und Copyleft; nicht genveränderte Nahrung; erschwingliche Allgemeinmedizin … und weitere tolle Sachen, die wir bald bekanntgeben werden.

    TERMIN: Abgabeschluss 16. September 2005.

    Ein Poster zum Wettbewerb zum selber ausdrucken und aufhängen gibt es hier als PDF.

    10. August 2005
  • : Mehr Banner gegen Vorratsdatenspeicherung
    Mehr Banner gegen Vorratsdatenspeicherung

    Für die Vorratsdatenspeicherungs-Kampagne gibt es neue deutschsprachige Banner:

    Stellt sie in Euer Weblog oder auf Eure Homepage und verbreitet die Nachricht weiter. Bisher haben 18000 Europäer unterschrieben. Das können und sollen aber noch viel mehr werden. Wir freuen uns natürlich über mehr Banner!

    Ein weiteres deutschsprachiges Banner habe ich gerade bei Lucomo gefunden:

    6. August 2005 1
  • : Nagative-Campaigning-Tipps aus Österreich
    Nagative-Campaigning-Tipps aus Österreich

    In der österreichischen Steiermark finden demnächst Landtagswahlen statt. Die konservative ÖVP-Partei hatte ganz schlau ihren Helfern und Angestellten einen Wahlkampfleitfaden erstellt, mit so praktischen Tipps wie:

    … und gegen den politischen Gegner
    So heißt es etwa: Leserbriefe sind ein geeignetes Mittel, um Gerüchte zu streuen, die im Rahmen der offiziellen Medienarbeit nicht eingesetzt werden können. Oder: Postings „bieten auch die Möglichkeit, sachlich unqualifizierte, aber für die Stimmung wichtige Einträge zu veröffentlichen“. Weiters wird den ÖVP-Mitarbeitern geraten, Landeshauptfrau Waltraud Klasnic und die Volkspartei lobend zu erwähnen, SPÖ-Chef Franz Voves könne hingegen durchaus „wieder einmal als Faulpelz und Verhinderer“ bezeichnet werden.

    Mehr weiss der ORF zu berichten: Leitfaden für ÖVP-Mitarbeiter

    [via Wahlblog]

    Jetzt gibt es auch den passenden Telepolis-Artikel dazu: „Unsachlich und untergriffig“

    12. Juli 2005