Campaigning
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: Die Freiheit, die sie meinen?
: Die Freiheit, die sie meinen? Die Sozialistische Jugend Linz (Österreich) zeigt, wie man sich als politische Jugendorganisation auf lokaler Ebene für die Förderung einer freien Wissensgesellschaft einsetzen kann. Die Kampagne „Mach Dich frei“ informiert über verschiedene Aspekte und klärt darüber auf. Es gibt die Mini-Broschüre „Freies Wissen. Freies Linz.“ (PDF), das eigene Magazin „QUER“ hat eine Sondernummer zu „Die Freiheit, die sie meinen“ (PDF) und eine Pocket-Card (PDF) informiert über Bloggen, freie Software und Co.

Das Motiv gibt es auch als Plakat-Download.
Die konkrete Forderungen sind:
* Einen Rechtsanspruch aller Linzer Bürgerinnen und Bürger mit Hauptwohnsitz in Linz auf kostenlosen Zugang zu „digitalen öffentlichen Raum“ in Form von Webspace für die nichtkommerzielle Nutzung im Umfang von mindestens 1 Gigabyte.
* Förderung des Einsatzes von Freier Software in Schulen, in der Verwaltung, den kontrollierten Unternehmen sowie in der Bevölkerung. Insbesondere bei der Neuanschaffung von Soft- und Hardware ist auf ihre Plattformunabhängigkeit Rücksicht zu nehmen.
* Bei der Veröffentlichung von Inhalten durch die Stadt Linz und von ihr kontrollierten Unternehmen soll in Hinkunft geprüft werden, ob eine Lizenzierung der Inhalte unter einer freien Lizenz (z.B. einer Creative-Commons-Lizenz) möglich und sinnvoll ist.
* Bei der Vergabe von Förderungen soll in Hinkunft die erhöhte Förderwürdigkeit von Werken berücksichtigt werden, die unter einer freien Lizenz veröffentlicht werden.
* Außerdem soll die Stadt Linz sämtliche von ihr finanzierte, geförderte oder erstellte Werke – sofern möglich – unter einer freien Lizenz (z.B. Creative Commons) veröffentlichen und für eine Weiternutzung im Internet zugänglich machen.Die Sozialistische Jugend in Österreich ist am ehesten vergleichbar mit den deutschen Jusos, allerdings ist der Jugendverband keine Teilorganisation der SPÖ, sondern unabhängig von der „Mutterpartei“. Von den deutschen Jusos hört man leider überhaupt nichts in diesem Themenfeld.
Kennt Ihr noch ähnliche Beispiele von politischen Jugendorganisationen aus dem deutschsprachigen Raum?
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: Wie grün wird das iPhone sein?
: Wie grün wird das iPhone sein? Gute Frage von Greenpeace: How green is that iPhone?
Like everyone else we don’t know what’s in the iPhone yet. It debuts June 29th. But we already know how green a phone can be. Nokia, Sony Ericsson, and Motorola have both removed some of the worst chemicals from their phones and identified extra toxic chemicals they intend to remove in the future – even beyond the minimal legal requirements.
Nokia and Sony Ericsson have a global take-back policy for their phones and accept their responsibility to reuse and recycle the phones they manufacture. That saves resources and helps prevent old phones ending up as e‑waste dumped in Asia. Due to our successful Green my Apple campaign Steve claimed: „Apple is ahead of, or will soon be ahead of, most of its competitors“ on environmental issues. This is Apple’s chance to prove it.
To be only as good as Nokia and Sony Ericsson, Apple should:
* Not use toxic chemicals like brominated flame retardants and Polyvinyl Chloride in the iPhone.
* Offer for free worldwide take-back for the iPhone. -
: „Vergiss niemals, dass China noch immer eine Diktatur ist“
: „Vergiss niemals, dass China noch immer eine Diktatur ist“ Der Dauerkrisenfall China v Pressefreiheit geht in eine neue Runde. Bereits letzte Woche und im April in den News (u.a. beim Inquirer bzw. bei heise), diese Woche um so aktueller qua Prominenz. Der Journalist Shi Tao (师涛/師濤) hat vergangene Woche von der World Association of Newspapers (WAN) die goldene Feder der Freiheit verliehen bekommen. Noch in Haft, schließt er sich einer Klage gegen Yahoo an. Geführt wird die Klage von Wang Xiaoning (王小宁), der ebenfalls in Haft sitzt, weil er zwischen 2000 und 2002 pro-demokratische Mails über Yahoo-Mailserver verschickt und in dortigen Foren gepostet hatte. Die Klage wurde bereits im April erhoben:
Wang war angeklagt worden, zwischen 2000 und 2002 pro-demokratische Artikel in einem elektronischen Newsletter per E‑Mail verschickt zu haben. Laut HRIC nannte das Urteilsschreiben mehrere Texte, darunter einen mit dem Titel: „Vergiss niemals, dass China noch immer eine Diktatur ist“. Das Schreiben zeige, dass die Informationen des in Hongkong sitzenden Zweiges von Yahoo dabei halfen, die Verbindung zwischen Wang Xiaoning und den beanstandeten Nachrichten in einem Diskussionsforum herzustellen.
Reporter ohne Grenzen hat deutlichere Worte: Bei heise.de liest man heute zur Ausweitung der Klägerschaft:
Der Journalist Shi Tao hat sich der Klage der Menschenrechtsorganisation World Organization for Human Rights USA gegen den Internetdienstleister Yahoo angeschlossen. Shi war im April 2005 wegen angeblicher Enthüllung von Staatsgeheimnissen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden, da er per E‑Mail behördliche Instruktionen für Journalisten weitergeleitet hatte. Zu seiner Verhaftung hatte Yahoo beigetragen, in dem das Unternehmen die Kundendaten den chinesischen Ermittler übergeben hatte. Dafür müsse Yahoo bestraft werden, sagte laut Medienberichten Shis Mutter Gao Qinsheng.
Auch Futurezone berichtet: Chinesische Dissidenten vs. Yahoo
Das bestätigte die Mutter des Journalisten am Sonntag in Hongkong. Shi Tao war 2005 von den chinesischen Behörden zu zehn Jahren Haft verurteilt worden, weil er in einer E‑Mail die Restriktionen kritisierte, die der chinesische Staat den Medien auferlegt.
Die Bürgerrechtler werfen Yahoo und dessen chinesischem Partnerunternehmen Alibaba.com vor, durch ihre Kooperation mit den chinesischen Behörden Dissidenten wie Shi der Folter auszuliefern.
Yahoo, wie auch anderen Großunternehmen, bedauert das (und meint immer die schlechte PR, die so eine Unternehmung bringt), ändert aber nichts an der Geschäftspraxis. Die Reporter ohne Grenzen müssen weiter Kampagnen fahren.
Unterdessen wurden in China drei Journalisten entlassen, weil sie die Mütter von Opfern des Tiananmen-Massakers interviewt hatten. Der Slogan im Titel ist jedenfalls so aktuell wie immer.
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: Vorratsdatenspeicherung und Proteste in der Süddeutschen
: Vorratsdatenspeicherung und Proteste in der Süddeutschen Jetzt.de stellt die Vorratsdatenspeicherung und den Protest dagegen ausführlich in der heutigen Süddeutschen Zeitung vor:
Jetzt.de: Alle sind verdächtig – warum Ralf Bendrath gegen die Vorratsdatenspeicherung ist.
Der Protest gegen die Vorratsdatenspeicherung wird vom Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung koordiniert. Einer der Aktiven dort ist Ralf Bendrath, mit dem wir über seine Kritik an dem Gesetz sprachen.
Jetzt.de: Vorratsdatenspeicherung bis Bundestrojaner – was man über die Überwachungspläne wissen muss.
Das Internet wird politisch – weil die Menschen dort nicht überwacht werden wollen. In der Blogosphäre sammelt sich gerade der Protest gegen die Pläne von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, Kommunikationsdaten zu speichern. Zeit für eine Begriffsklärung.
Heribert Prantl kommentiert in der Süddeutschen Zeitung: Der artgerechte Staat.
Das Recht der inneren Sicherheit in Deutschland ist gekennzeichnet vom Verlust der Maßstäbe und von der Veralltäglichung der Maßlosigkeit.
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: G8: Video-Clip von Ärzte ohne Grenzen
: G8: Video-Clip von Ärzte ohne Grenzen Ärzte ohne Grenzen haben einen Video-Clip zu ihrem G8-Protest online gestellt. In diesem geht um AIDS-Bekämpfung und wie starke Geistige Eigentumsrechte die AIDS-Bekämpfung behindern.
Update: Gab leider kleine Probleme wegen der Musikrechte und ich wurde gebeten, den Clip bis zur Lösung des Problems erstmal wieder runter zu nehmen.
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: G8 – Act now!
: G8 – Act now! Tolle Aktion:

Die Tagesschau hat Auszüge gesendet. Die ganze Tagesschau als Podcast gibt es hier. Bei Spiegel-Online sieht man, wie ein Polizeiboot ein Greenpeace-Boot „überschwimmt“.
Die Meinung von Greenpeace zum G8-Gipfel: Die G8 haben versagt.
Die Chance zu einem echten Fortschritt war da und ist vertan worden, sagt Tobias Münchmeyer, Klimaexperte von Greenpeace zur Abschlussdeklaration des G8-Gipfels am Donnerstagabend. In dem Papier ist nachzulesen, dass die G8-Staaten eine Halbierung der Kohlendioxidemissionen bis 2050 ernsthaft in Betracht ziehen. Dazu Münchmeyer: Die G8 hätte mit ehrgeizigen Verpflichtungen zeigen können, dass sie in der Lage ist, Verantwortung und Vorreiterschaft zu übernehmen. Die G8 haben versagt.
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: Morgen Abend: Live-Event im Netz von Amnesty International
: Morgen Abend: Live-Event im Netz von Amnesty International Amnnesty International UK und der britische Observer veranstalten morgen Abend im Rahmen der irrepressible.info-Kampagne einen Online-/Offline Event rund um die Anstrengungen im Kampf für Meinungsfreiheit im Netz: „Some people think the internet is a bad thing“

Join Amnesty International UK and The Observer for a unique global event. We will use the internet to link activists from around the world to discuss the struggle against internet repression and to celebrate the irrepressible desire of people towards freedom of expression.
Speakers include:
* Martha Lane Fox – lastminute.com
* Clark Boyd – BBC
* Ron Deibert – Open Net Initiative
* Sami Ben Garbia – Tunisian cyber-dissident
* Josh Wolf – US cyber-dissident
* Morton Sklar –Yahoo! Court case
* Shava Nerad – The TOR Project
* Yan Sham-Shackleton – glutter.org
* Kevin Anderson – The GuardianWith contributions from:
* Jimmy Wales – wikipedia
* Richard Stallman – Free Software Movement
* Ethan Zuckerman – Global Voices
* Dan Gillmor – Center for Citizen Media
* Yu Ling – wife of Chinese cyber-dissident
* Markus Beckedahl – netzpolitik.org
* Cory Doctorow – boing boing
* … and youDer Event wird unter www.amnesty.org.uk/webcast um 19:30 (Unserer Zeit) ausgestrahlt. Wer in London ist, kann im „Human Rights Action Centre“ vorbeischauen.
Ich fühle mich geehrt, bei diesem interessanten Event dabei sein zu können. Zuerst wurde ich angefragt, ob ich live zugeschaltet werden kann. Aber das klappt wohl aus technischen Gründen nicht, bzw. ist diese Idee wohl verworfen worden, weil dabei wohl zuviel schief gehen könnte. Ich sprech später noch einen Podcast ein, wo ich eher die Situation in Europa beschreibe in Zeiten von Vorratsdatenspeicherung und dem Wandel zum Präventivstaat.
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: Demo „Freiheit statt Angst“ in Wien am Donnerstag
: Demo „Freiheit statt Angst“ in Wien am Donnerstag In Österreich regt sich ja der Widerstand gegen die drohende Vorratsdatenspeicherung nun auch etwas stärker. Über die Platterone hatten wir schon berichtet, am Donnerstag gibt es nun eine Offline-Aktion in Wien:
Unsere Grundrechte sind in Gefahr! Mit der Vorratsdatenspeicherung stellt der Staat Österreich jeden Bürger unter Generalverdacht. Privat und unbeobachtet telefonieren, E‑Mails schreiben und im Internet surfen wird nach aktueller Planung nicht mehr möglich sein. Die Umsetzung der EU Vorratsdatenspeicherung sorgt für heftige Diskussionen in Österreich. Die Gesetzesänderung sieht vor Telekommunikationsdaten, die bisher nicht gespeichert werden durften, mindestens ein halbes Jahr lang für die Strafverfolgung aufzubewahren. Wer, wann mit wem telefoniert hat oder E‑Mails geschrieben hat wird ebenso erfasst, wie die Adressen von besuchten Websites. Es liegt nun an uns ein klares Zeichen gegen diesen rasanten Kurs in Richtung Überwachungsstaat zu setzen. Zunehmend setzt sich die Einsicht durch, dass die immer breitere Überwachung der gesamten Bevölkerung die Arbeit von Beratungsstellen ebenso behindert wie unbefangenes demokratisches Engagement der Bürgerinnen und Bürger.
7. Juni 2007: Freiheit statt Angst – Demonstration gegen Sicherheits- und Überwachungswahn
Treffpunkt: 19:00 Universität Wien, Ziel: Verkehrsministerium
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: Republikanische Vesper: Wer unschuldig bleiben will, telefoniere nicht!
: Republikanische Vesper: Wer unschuldig bleiben will, telefoniere nicht! Nächste Woche Donnerstag, den 31. Mai, veranstaltet die Humanistische Union im Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin eine „Republikanische Vesper“ zum Thema Vorratsdatenspeicherung: „Wer unschuldig bleiben will, telefoniere nicht!“
Die Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten als Abschied vom Kommunikationsgeheimnis
Es klingt harmlos und vernünftig: Nachdem immer mehr Straftaten mit moderner Kommunikationstechnik vorbereitet und begangen werden, will der Staat jetzt nachrüsten. Künftig sollen alle Verbindungsdaten für Telefone, Handys und Internetzugänge für ein halbes Jahr gespeichert werden. Sollte es zu einem Ermittlungsverfahren kommen, könne so die Aufklärung erheblich verbessert werden.
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: Amnesty International Jahresbericht 2007
: Amnesty International Jahresbericht 2007 Amnesty International hat gestern den Jahresbericht 2007 veröffentlicht. Hier sind die einzelnen Dokumente:
Foreword (PDF, 12 pages, 60KB)
Regional overviews (PDF, 23 pages, 96KB)
Country entries (PDF, 242 pages, 1MB)
Year in Campaigning (PDF, 9 pages, 56KB)Heise berichtet kurz darüber: Amnesty kritisiert Begünstigung von Internetzensur durch große IT-Firmen.
„Das Internet ist zur neuen Front im Kampf um das Recht zur abweichenden Meinungsäußerung geworden“, betont die Generalsekretärin von Amnesty International, Irène Khan, im Vorwort des heute veröffentlichten Jahresberichts der weltweit bekanntesten NGO. Der Bericht prangert jedoch nicht nur die Zensurmaßnahmen in verschiedenen Staaten an, sondern weist ausdrücklich auch auf die Mitverantwortung westlicher Firmenpolitik hin. Dass die Regierungen in Weißrussland, China, Ägypten, Iran, Saudi-Arabien und Tunesien „Chat-Rooms überwachen, Blogs löschen und die Arbeit von Suchmaschinen beschränken“ könnten, geschehe mit der „Hilfe der weltgrößten IT-Unternehmen“.
Es gibt auche ine offizielle Pressemitteilung dazu, auf die Heise sich bezieht: Report 2007: Politics of fear creating a dangerously divided world.
„Just as global warming requires global action based on international cooperation, the human rights meltdown can only be tackled through global solidarity and respect for international law.“
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: Zahlen spazieren führen
: Zahlen spazieren führen In unserem Posting „Die verbotene Zahl“ hatten wir dazu aufgerufen, den String „09 f9 11 02 9d 74 e4 d8 f1 56 c5 63 56 88″ in kreativer Form zu verwenden. Eine weitere Idee hab ich eben per Mail zugeschickt bekommen: Einfach eine kleine Spontan-Demo veranstalten:

Ein kleines Video der Aktion gibt es als MP4 zum Download oder hier zum anschauen. Etwas Musik im Video hätte diesem sicherlich nicht geschadet. Hier bietet sich der grosse Pool an Creative Commons lizenzierter Musik an.
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: Mehr Ogg wagen
: Mehr Ogg wagen Die Free Software Foundation macht gerade eine kleine Kampagne zur Verbreitung des freundlichen und nachhaltigen Medienformates „Ogg Vorbis“: Play Ogg!
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: CCC-Camp Call for Participation läuft am Wochenende aus
: CCC-Camp Call for Participation läuft am Wochenende aus Der Call for Participation für das CCC-Camp läuft am Wochenende aus. Ich hab zwei Sachen vorgeschlagen:
In „23 ways to fight for your rights“ wollen Ralf Bendrath, Matthias Mehldau und ich 23 verschiedene Wege aufzeigen, wie sich jeder individuell für den Erhalt und Ausbau von Bürgerrechten im digitalen Raum einsetzen kann.
Ein weiterer Vorschlag trägt den Titel „Wie kann man das Netz für Aktivismus nutzen? – Greenpeace meets Netzpolitik“ (Alternativer Titel wäre „activism.de“). Mit Volker Gaßner von Greenpeace würde ich gerne über Parallelen von Greenpeace und unserer Arbeit reden, über Gemeinsamkeiten und was man voneinander lernen kann. Wir von Greenpeace die coolen Aktionen und Greenpeace von uns, wie man das Netz kreativ einsetzen kann. Am liebsten würden wir daraus einen grösseren Workshop machen mit viel Zuhörereinbindung und uns ausgiebig über Tools und Strategien austauschen.
Mal schauen, ob beides angenommen wird.
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: Stasi 2.0 trifft Wahlkampf-Schäuble in Bremen
: Stasi 2.0 trifft Wahlkampf-Schäuble in Bremen In Bremen sind ja am Sonntag Landtagswahlen, und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble war vorgestern nochmal kurz da, um Stimmung für die CDU zu machen. Vorher hatte er auf einer CDU-Veranstaltung zur
Abschaffung der letzten Bürgerrechteinneren Sicherheit in Hamburg noch einmal klar gemacht, dass er für den Bundestrojaner und gegen die Verfassung ist.Auch in Bremen regt sich dagegen der Widerstand. Zunächst waren über Nacht an lustigen Stellen in der ganzen Stadt die bekannten „Stasi 2.0“-Logos aufgetaucht.

Sogar die CDU Bremen machte unfreiwillig Wahlkampf mit den Überwachngsplänen ihres Bundesinnenministers.

Und zum guten Schluss gab es am Tag des Wahlkampfauftrittes eine kleine Aktion des CCC Bremen in der Innenstadt und vor dem Veranstaltungsgebäude.

Fazit: Wenig Aufwand, viel Spaß, Sympathiebekundungen von Passanten, und auch noch einige Erwähnungen in den lokalen Medien. Mehr Bilder, die Pressemitteilung und das Flugblatt gibt es hier. Gestern war übrigens auch noch eine ähnliche Aktion in Dresden.
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: I love your data
: I love your data Nico von Jackpotbaby hat eine weitere Schäublone produziert: Bundesinnenminister goes wild. Gefällt mir.

Die Schäublone gibt es in den folgenden Formaten zum herunterladen, ausdrucken und ggf. weiterbearbeiten: JPG, EPS, AI, SVG
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: Warner Music Wake Up Call
: Warner Music Wake Up Call Die Anti-DRM – Kampagne DefectivebyDesign hat eine kleine Aktion gestartet, um den Musik-Major Warner Brothers davon zu überzeugen, zukünftig auch DRM-freie Musik zum Verkauf anzubieten. Passenderweise finden sich die Telefonnummern von verschiedenen WB-Managern auf der Webseite zum bequemen kontaktieren.
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: „Stasi 2.0“ wird Sommermode – auch in .at
: „Stasi 2.0“ wird Sommermode – auch in .at Anti-Überwachung erreicht jetzt vollständig die Popkultur: Dirk und Mac bieten jetzt endlich die Schäublonen-Shirts an, Spreadshirt verzichtet auf den kompletten Gewinnanteil, und alle Beteiligten spenden beim Kauf an den AK Vorratsdatenspeicherung.

In Österreich wird die Vorratsdatenspeicherung gerade in den parlamentarischen Abnickprozess eingespeist. „Die politische Verantwortung trägt in erster LinieVerkehrs- und SchattenverteidigungsministerInnenminister Günther Platter“, meldet helge.at. Daher nun auch eine Platterone:
Ich bin übrigens immer noch überrascht und überwältigt, wie sehr unser spontaner Aufruf nach der re:publica überall aufgegriffen wurde. Technorati meldet mittlerweile fast 700 Einträge mit „Stasi 2.0“, den Spendenaufruf für den AK Vorratsdatenspeicherung haben bereits 99 Leute unterzeichnet (wer will der oder die Hundertste werden? Dann mal schnell…) und auch durch die Massenmedien geistert das Thema schon.
PS: Was ich vorhin vergessen hatte: Wer schreibt jetzt eigentlich den passenden Sommerhit dazu? Die Free-Culture-Bewegung hat ihren ja schon gefunden mit Jammin Inc’s „Was ist härter v2.0“. Zu Privacy und Überwachung fallen mir nur Titel ein, die entweder nicht massentauglich kicken (z.B. Goldfish & der Dulz „Privacy“) oder schon 20 Jahre alt sind (z.B. Extrabreit „Polizisten“ mit der wieder hochaktuellen Zeile „Polizisten speichern was sie wissen elektronisch ein – alles kann ja irgendwann und irgendwie mal wichtig sein“). Und kommt mir jetzt nicht mit den Remixen von „Bundestag United“, die sind zwar nett gemacht, aber leider nicht hit-tauglich. Also?
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: Dataloo im Interview
: Dataloo im Interview Dirk von Gehlen hat bei jetzt.de ein Interview mit Dirk und Mac von Dataloo zu „Stasi 2.0: Widerstand mit Schäublone gegen den Bundesinnenminister“ gemacht.
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: Parole Font: das Carepaket für den politischen Widerstand.
: Parole Font: das Carepaket für den politischen Widerstand. Die Nachfolger zur „Stasi 2.0“-Schablone sind da: Die beiden Blogs Dataloo und Fontblog haben grafische Vorlagen von mehr Politikern geschaffen, dazu einen Font wieterentwickelt und alles unter einer Creative Commons Lizenz online gestellt: Parole Font: das Carepaket für den politischen Widerstand.

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: IPRED2 morgen im EU-Parlament
: IPRED2 morgen im EU-Parlament Morgen ist die Abstimmung über die IPRED2 im EU-Parlament. Im Vorfeld gab es die erste Lesung. Heise berichtet über die Diskussion: Strafvorschriften zum Schutz geistigen Eigentums in der EU weiter umstritten.
Eine Kriminalisierung des Austauschs von Kultur, so wetterte der Vertreter der spanischen Grünen, David Hammerstein Mintz, sei mit dem Industrieausschuss nicht zu machen. Kriminelle und Bürger dürften nicht einfach auf die gleiche Stufe gestellt werden. Genau das aber drohe, würde der von der Kommission vorgelegte Richtlinienentwurf nicht klar beschränkt. Für viele Parlamentarier ist es unabdingbar, das private Kopieren ohne Gewinnabsicht auszunehmen. So wird es nun auch in erster Lesung von Zingaretti als Kompromiss vorgeschlagen. Ebenso sollen Patente explizit aus den Strafrechtsvorschriften herausgenommen werden. Die Kommission ist aber laut EU-Kommissar Günther Verheugen über die vom Parlament gemachten Einschränkungen bei der Definition des Geistigen Eigentums „nicht glücklich“. Die Kommission trete für die Einbeziehung von Patenten ein. Der vom Parlament vorgeschlagene Erhalt von Spielräumen für die Mitgliedsstaaten könne darüber hinaus erneut zu Rechtsunsicherheit führen.
Interessant ist natürlich, dass der SPD-EU-Kommissar Verheugennicht glücklich ist, dass Patentverletzungen vone einer Strafbarkeit ausgenommen werden sollen. Seine Initaitiven etwas weiter gesponnen könnte ein solcher Weg allerdings Programmierer in den Knast bringen, wenn denn doch irgendwie Softwarepatente durch die Hintertür eingeführt werden können. Verheugen´ s Verwaltung hätte dies ja gerne.
Die Free Software Foundation Europe hat sich auch in einem offenen Brief an die Abgeordneten des EU-Parlaments gewandt:
Die FSFE würde Sie gerne auf einen Vorschlag für eine Richtlinie hinweisen, über welchen in der nächsten Plenarsitzung abgestimmt wird. KOM(2006)168 kriminalisiert viele gesellschaftlich sinnvolle und legitime Anwendungen von Technologien und würde Bürokratie, Rechtsunsicherheit und Furcht erzeugen, wodurch die Fähigkeit der europäischen Bürger und Unternehmen, an der Informationsgesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt würde. Dies macht die Vorteile des Fortschritts in der Computertechnologie zunichte, der es für alle immer leichter macht, an der Erstellung und Verbreitung von Software und Information mitzuwirken.
Auch die Futurezone berichtet: Streit über EU-Richtlinie zu Produktpiraterie.
Uneinigkeit herrschte jedoch über eine klare Definition darüber, wer sich wodurch strafbar macht. So wurde etwa darüber gestritten, ob es mit Hilfe der EU-Richtlinie auch möglich sein soll, Konsumenten und Enduser strafrechtlich zu belangen. Die im Entwurf festgeschriebene Definition des „gewerblichen Umfangs“ [„Commercial Scale“] lässt diese Interpretation durchaus zu. Damit könnten auch im privaten Rahmen begangene Urheberrechtsverletzungen strafrechtlich verfolgt werden, da eine Absicht zur Gewinnerzielung für die strafrechtliche Verfolgung nicht nachgewiesen werden muss.
Golem: EU-Parlament: Tauschbörsen-Nutzern drohen Haftstrafen.
Zur Rechtfertigung des Richtlinien-Entwurfs verweist die EU-Kommission neben dem Kampf gegen Piraterie und Organisiertes Verbrechen, den Schutz der Verbraucher vor gefährlichen Produktfälschungen und die Notwendigkeit der Harmonisierung von nationalen Strafrechtsvorschriften auf Artikel 17 (2) der EU-Grundrechtecharta, der den Schutz des geistigen Eigentums zum Inhalt hat: „Geistiges Eigentum wird geschützt“. Die Berücksichtigung des öffentlichen Interesses ist in Artikel 17 (2) nicht ausdrücklich vorgesehen. Das Max-Planck-Institut für geistiges Eigentum weist in seiner Stellungnahme zu den EU-Plänen darauf hin, dass „ein unbegrenzter Schutz den Verpflichtungen aus dem TRIPS-Abkommen widersprechen würde, die ebenfalls fordern, das Interesse der Öffentlichkeit zu berücksichtigen“.
Die Berliner Europa-Abgeordnete Sylvia-Yvonne Kaufmann (Die Linke) macht Hoffnungen auf einen adäquaten Änderungsantrag:
„Es zeichnet sich jedoch ab, dass durch voraussichtlich mehrheitsfähige Änderungsanträge Handlungen privater Nutzer für persönliche und nicht gewinnorientierte Zwecke von „gewerblichem Umfang“ nach Art. 3 explizit ausgenommen werden. Von daher hoffe ich, dass Ihre Hauptbedenken mit der Plenumsentscheidung aus dem Weg geräumt werden können.“
Jetzt informieren: Copycrime.eu (englisch).