Öffentlichkeit

Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.

  • : Grundrechte-Report 2006 ist erschienen
    Grundrechte-Report 2006 ist erschienen

    Der „Grundrechte-Report 2006: Zur Lage der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland“ ist heute erschienen. Das Buch ist im Fischer Taschenbuch Verlag publiziert worden, hat 256 Seiten und kostet 9,95€ (ISBN 3–596–17177–6).

    Seit zehn Jahren dokumentieren Bürgerrechtsorganisationen alljährlich gemeinsam im „Grundrechte-Report“ Gefährdungen und Verletzungen der Bürger- und Menschenrechte in Deutschland. Wie in den vergangenen Jahren erscheint das Buch auch 2006 zum Verfassungstag, dem 23. Mai (Jahrestag der Verabschiedung des Grundgesetzes 1949). Die ehemalige Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, Frau Prof. Dr. Jutta Limbach, präsentiert den Grundrechte-Report 2006 heute, am Vortag des Verfassungstages, in Karlsruhe (11 Uhr im Schlosshotel). Vorab erklärte sie, dass sie die Hoffnung habe, dass möglichst viele unserem demokratischen und sozialen Rechtsstaat
    verbundene Bürgerinnen und Bürger das Buch lesen mögen.
    […]
    Weitere Themen des Grundrechte-Reports sind: der Ausbau des Überwachungsstaates, u.a. durch die Einführung biometrischer Pässe, durch die weitere Einschränkung des Datenschutzes oder durch Lauschangriffe. Der Grundrechte-Report 2006 kritisiert außerdem die Verletzung der Pressefreiheit, die Einschränkung des Demonstrationsrechts, die weitere Aushöhlung des Flüchtlingsrechts, zunehmende Repressionen gegenüber Muslimen und demokratiegefährdende Aktivitäten von Geheimdiensten. Als positive Entwicklung sehen die Herausgeber die Einführung des Informationsfreiheitsgesetzes, welches der erste wichtige Schritt in Richtung transparente Verwaltung bedeute.

    22. Mai 2006 1
  • : Dienstag: Blog-Diskussion in Köln
    Dienstag: Blog-Diskussion in Köln

    Am Dienstag bin ich zu einer Diskussion über Blogs in Köln mit dem Titel „Fressen Blogs den Journalismus – Die Relevanz von Blogs für die politische Willensbildung“ eingeladen, welche die Grünen in NRW während des Medienforum NRW veranstalten. Die Diskussion findet im „KOMED Kommunikations- und Medienzentrum“ im „MediaPark 7“ statt und startet um 19 Uhr. Eintritt ist kostenlos, also schaut vorbei, wenn Ihr Lust habt. Am Mittwoch war ich noch zum Podcastday eingeladen, aber da kann ich leider wegen einer Hochzeit nicht. Aber praktisch, dass ich Hochzeit und Diskussion prima verbinden kann und meine Fahrtkosten erstattet werden.

    21. Mai 2006 1
  • : VUT arbeitet an einheitlichen Lizenzmodellen für Podcasts
    VUT arbeitet an einheitlichen Lizenzmodellen für Podcasts

    Musik, die nicht unter alternativen Lizenzen wie CC steht, in Podcasts verwenden, ist zur Zeit nur schwer möglich. Die GEMA kennt gar keine Podcasts und die GVL hat nicht die erforderlichen Vertretungsrechte von den Labels. Der Podcast vom MotorFM beispielsweise ist nur durch ein „Pilotprojekt“ mit der GEMA und einem Haufen mühevoll erworbenen Einzelverträgen mit Labels möglich.
    Wie ich heute in einem Gespräch auf der Leipziger Musikmesse (PopUp erfahren habe, arbeitet der Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten e.V. (VUT) zur Zeit an einem einfachen und praktikablen Lizenmodell. Dies soll dann GEMA und GVL vorgeschlagen werden. Leider steckt das ganze noch in den Kinderschuhen, so dass noch keine konkreten Einzelheiten bekannt sind, die Juristen sind noch schwer beschäftigt.

    20. Mai 2006 2
  • : Kanadische Privacy-Community gegen DRM
    Kanadische Privacy-Community gegen DRM

    Die recht aktive kanadische Privacy-Gemeinde hat einen offenen Brief an die Minister für Industrie und Kultur geschrieben, in dem sie vor den Auswirkungen von DRM-Systemen warnen. Sie fordern unter anderem, dass

    1. any proposed copyright reforms will prioritize privacy protection by including a full privacy consultation and a full privacy impact assessment with the introduction of any copyright reform bill;
    2. any proposed anti-circumvention provisions will create no negative privacy impact; and
    3. any proposed copyright reforms will include pro-active privacy protections that, for example, enshrine the rights of Canadians to access and enjoy copyright works anonymously and in private.

    Die Datenschutzbeauftragten von Kanada und den beiden Provinzen British Columbia und Ontario haben jeweils parallel dazu eigene offene Briefe geschrieben, die in die gleiche Richtung gehen. Schöne konzertierte Aktion.

    19. Mai 2006
  • : Bitte die Wohnungsschlüssel bei der Polizei abgeben
    Bitte die Wohnungsschlüssel bei der Polizei abgeben

    Der Running-Gag des letzten Jahrzehnts ist wieder da: Britisches Innenministerium will die Herausgabe von Krypto-Schlüsseln erzwingen. Mal schauen, wie lange es dauert, bis Schäuble und Beckstein ähnliches fordern.

    Das Britische Home Office drängt im Parlament auf die Umsetzung des im Jahr 2000 erlassenen Regulation of Investigatory Powers Act (RIPA). Strafverfolgungsbehörden sollen dadurch die Herausgabe von Passwörtern und Krypto-Schlüsseln unter Androhung von bis zu zweijährigen Haftstrafen erzwingen können. Begründet wird die Forderung nach einem Bericht des Online-Magazins ZDNews UK mit der zunehmenden Verbreitung von Festplattenverschlüsselung, insbesondere als Standard-Feature künftiger Betriebssysteme. Ermittlungen könnten dadurch erschwert werden, dass Verdächtige die Codes für verschlüsselte Daten auf beschlagnahmten Computern nicht herausgeben oder vorgeben, notwendige Passwörter vergessen zu haben.

    Konsequent müsste man eigentlich fordern, dass alle Haus- und Wohnungsbesitzer bitte einen Nachschlüssel bei der örtlichen Polizei abgeben. Könnte ja sein, dass irgendwie dort mal Terroristen wohnen.

    19. Mai 2006 3
  • : Bruce Schneier über Rootkits und DRM
    Bruce Schneier über Rootkits und DRM

    Technology Review hat Bruce Schneier zum Rootkit und DRM befragt: Kopierschutz als Sicherheitsrisiko.

    TR: Sagen wir, Sie sind ein Kunde, der digitale Inhalte kaufen will, aber gleichzeitig die Kontrolle über seinen Rechner behalten möchte. Was würden Sie tun?

    Schneier: Ich würde meinem Kongressabgeordneten schreiben. Wenn die Kunden nur das kaufen können, was ihnen angeboten wird und all diese Angebote einen Kopierschutz enthalten, bekommen die Kunden letztlich nicht das, was sie wollen. Dem Kundenwunsch wird nur dann entsprochen, wenn die Gesellschaft seine Erfüllung einfordert oder die Firmen dazu gezwungen werden. Wir könnten die Medienfirmen boykottieren, aber das wird wohl kaum passieren. Auch die Boykottmaßnahmen gegen Sony BMG hielten sich nicht – und die Medienkonzerne wissen das.

    19. Mai 2006 1
  • : Der J!Cast-Podcast
    Der J!Cast-Podcast

    Sehr interessant ist der „J!Cast – der Jura-Podcast zum Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht“.

    Aus der Selbstbeschreibung:

    J!Cast ist ein Projekt im Rahmen einer Dissertation zu Internetradio, Podcast und Recht am ITM/Uni Münster. Regelmäßig werden hier Interviews mit Medienrechtsexperten zu aktuellen Ereignissen oder Urteilen veröffentlicht, die dem rechtlich interessierten Hörer die juristischen Feinheiten rund um Internet, neue Medien und Telekommunikation näher bringen werden.

    Der aktuelle J!Cast ist mit Prof. Dr. Thomas Hoeren, dem Direktor des Instituts für Informations‑, Telekommunikations- und Medienrecht über die Urheberrechtsreform (7,8MB / MP3).

    19. Mai 2006 1
  • : Blog-Spam
    Blog-Spam

    Kommt es nur mir so vor, oder gibt es gerade wieder eine massive Blog-Spam-Welle? Hier kommen minütlich mehrere Trackback-Versuche an und landen zum Glück im Spam-Filter. Hab aber lange keine so massive „Kampagne“ erlebt.

    18. Mai 2006 10
  • : R.E.M und Moby für Netz-Neutralität
    R.E.M und Moby für Netz-Neutralität

    R.E.M. und Moby setzen sich im Rahmen der heute neu initiierten “Artists and Musicians for Internet Freedom”-Koalition für Netz-Neutralität ein. Im R.E.M.-Blog gab es letzte Woche schon einen Kommentar zum Thema.

    Von R.E.M.-Sänger Michael Stippes gibt es das Zitat:

    “This is yet another attempt by corporations and their congressional buddies to pull our society backward rather than moving us forward. These corporations are trying to set up tollbooths on the information superhighway. We need to keep Net Neutrality so the Internet remains a free and level playing field.”

    Und Moby kommentierte:

    „If Congress guts Net Neutrality, independent music and news sites would be choked off, consumer choice would be limited, and the Internet will be become a private toll road auctioned off by companies like AT&T. We need to stand up for Internet freedom now. Congress must uphold Network Neutrality.“

    Die ganze Pressemitteilung zur Artists-Koalition mit den Zitaten findet man bei Freepress.net: R.E.M. and Moby Speak Out for Internet Freedom, Against Corporate Web Takeover.

    Wir hatten ja beim diesjährigen Förderwettbewerb der stiftung bridge einen Kampagnenvorschlag zum Thema Netz-Neutralität eingereicht. Dieser wurde leider in der ersten Runde abgelehnt, weil unsere Kampagne zu wenig Protestformen und „nur“ Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit vorsah. Schade eigentlich, das Thema wird auch in Europa aufkochen und gerade Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit für ein offenes Internet sind meiner Meinung nach extrem wichtig. Wenn jemand Geld-Ressourcen frei hat und diese für eine sinnvolle Kampagne spenden möchte – Wir haben ein fertiges Konzept und die notwendigen Netzwerke dafür. Aber leider, wie immer, keinerlei finanzielle Ressourcen für Broschüren, Materialien, Fahrtkosten und was man neben Kreativität und Freizeitressourcen noch für gute Kampgnen braucht.

    18. Mai 2006
  • : Grüne initiieren Gruppen-Antrag gegen Vorratsdatenspeicherung
    Grüne initiieren Gruppen-Antrag gegen Vorratsdatenspeicherung

    Die Grünen im Bundestag haben einen Gruppenantrag initiiert, der die Bundesregierrung auffordert, gegen die Vorratsdatenspeicherungs-Richtlinie vor dem Europäischen Gerichtshof Klage einzureichen. Ich habe den Antrag noch nicht gesehen, aber in einer Pressemitteilung argumentiert der rechtspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Jerzy Montag, dass Richtlinien, welche eindeutig Strafverfolgungszwecken dienen, nach geltendem EU-Recht von den Mitgliedstaaten einstimmig angenommen werden müssen. Dies sei in diesem Fall nicht so geschehen und deshalb würde „Europarecht gebogen“.

    In der kurzen Pressemitteilung heisst es:

    Unser Antrag wird von Abgeordneten aus mehreren Fraktionen unterstützt. Jetzt ist die Bundesregierung gefordert. Mit einer Klage kann sie ein klares Zeichen für ein Europa der Rechtsstaatlichkeit setzen.

    Passend dazu auch ein Heise-Artikel: Bundesregierung soll gegen EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung klagen.

    18. Mai 2006
  • : Reporter ohne Grenzen: Offener Brief an Angela Merkel wegen China
    Reporter ohne Grenzen: Offener Brief an Angela Merkel wegen China

    Bundeskanzlerin Angela Merkel wird mit einer Delegation am 22. und 23. Mai nach China reisen, um dort mit Regierungsvertretern und Zivilgesellschaft (Zumindest die staatseigene) zu treffen. Die deutsche Sektion von Reporter ohne Grenzen hat jetzt einen offenen Brief an Frau Merkel geschrieben, um sie auf die Menschenrechtsverletzungen in China im Zusammenhang mit dem Internet aufmerksam zu machen und sie aufzufordern, sich für Menschenrechte in den Gesprächen einzusetzen.

    […] Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, wir möchten Sie auf diesem Wege bitten, sich in China nachdrücklich für das Menschenrecht auf Informations- und Meinungsfreiheit einzusetzen.[…]

    Bei Heise findet sich auch schon ein Artikel dazu: Reporter ohne Grenzen fordert von Merkel Einsatz für Meinungsfreiheit in China.

    18. Mai 2006
  • : Creative Commons Lizenzen 3.0
    Creative Commons Lizenzen 3.0

    Im CC-Blog stellt Mia Garlick heute die Änderungsvorschläge für die Version 3 der Creative-Commons-Lizenzen vor und ruft zur Diskussion auf. Zentral für die Arbeit an den neuen Versionen sind dabei Kompatibilitäten mit anderen Lizenzen wie den Debian Free Software Guidelines, die Schaffung einer landesunabhägigen generischen Lizenz und eine bessere Umsetzung des Schutzes des Persönlichkeitsrechtes des Urhebers. Die Einzelheiten als pdf.

    18. Mai 2006
  • : CRE029: Haftung für Links und das Telemediengesetz
    CRE029: Haftung für Links und das Telemediengesetz

    Den aktuellen Chaosradio Express-Podcast hat Tim Pritlove mit Alvar Freude zu den Themen „Haftung für Links und das Telemediengesetz“ gemacht. Das 1,5h lange Gespräch gibt es hier als MP3 zum herunterladen. Alternativ kann man es sich auch auf der Chaosradio-Seite anhören.

    17. Mai 2006
  • : 22c3 Audiofiles als Ogg Vorbis
    22c3 Audiofiles als Ogg Vorbis

    Die Kongressmitschnitte des 22. Chaos Communication Congress gibt es jetzt auch im freundlichen Ogg Vorbis Format zum downloaden.

    16. Mai 2006 1
  • : Blog Swap mit Google und Zensurtechnologien
    Blog Swap mit Google und Zensurtechnologien

    Interessant zu lesen ist der „Blog Swap“ von Philipp Lenssen und Seth Finkelstein. Philipp Lenssen schreibt normalerweise über Google im englischsprachigen Blog „Google Blogoscoped“ und Seth Finkelstein schreibt im interessanten Blog Infothought hauptsächlich über Zensurtechnologien. Im Rahmen des „Blog Swap“ haben sie die Rollen getauscht und so findet sich bei Seth der Artikel „10 Things You Might Not Know About Google“ von Philipp und umgekehrt bei Philipp der Artikel „10 Things You Might Not Know About Censorware“ von Seth geschrieben.

    16. Mai 2006 1
  • : RSF: Die schwarzen Löcher des Internets
    RSF: Die schwarzen Löcher des Internets

    Reporter ohne Grenzen haben ihren jährlichen Internet Annual report 2006 mit dem Untertitel „Everyone’s interested in the Internet – especially dictators“ veröffentlicht. Der Bericht kann als 28-seitiges PDF heruntergeladen werden. Gleichzeitig gibt es die Inhalte auch noch auf der Webseite.

    Europa kommt auch vor und es wird kritisiert, dass die Vorratsdatenspeicherung die Privatsphäre aller europäischen Bürger gefährdet. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass ISPs beim blocken von Inhalten die Aufgabe von Richtern übernehmen.

    The Internet has revolutionised the world’s media. Personal websites, blogs and discussion groups have given a voice to men and women who were once only passive consumers of information. It has made many newspaper readers and TV viewers into fairly successful amateur journalists. Dictators would seem powerless faced with this explosion of online material. How could they monitor the e‑mails of China’s 130 million users or censor the messages posted by Iran’s 70,000 bloggers? The enemies of the Internet have unfortunately shown their determination and skill in doing just that. China was the first repressive country to realise that the Internet was an extraordinary tool of free expression and quickly assembled the money and personnel to spy on e‑mail and censor „subversive“ websites. The regime soon showed that the Internet, like traditional media, could be controlled. All that was needed was the right technology and to crack down on the first „cyber-dissidents.

    Reporter ohne Grenzen bloggen jetzt übrigens auch auf französisch: leblogmedias.

    16. Mai 2006 2
  • : Chinesische Contentpolizei, süß, zahlreich und oder undercover
    Chinesische Contentpolizei, süß, zahlreich und oder undercover

    Da haben die chinesischen Liebhaber freier Meinungsäußerung mal die Kreativabteilung angehauen. Seit neuestem (oder schon etwas länger) werden u.a. in den universitären Internetforen chinesischer Universitäten knuffige Internetpolizei-Grafiken „eingesetzt“. Gemäß einer popkulturellen Maxime, nach der alles süß anzuschauen sein muss (impliziert: auch die Repression), repräsentieren sie auch die sozial vermittelte Kontrolle durch Kommilitonen, die undercover unterwegs sind, wie Kai Raven bei supersized.org berichtet. So schaut das dann aus:

    JingJing, InternetpolizistChacha, Internetpolizistin

    Mit diesen Maskottchen soll gezeigt werden, dass das Internet kein anonymer Ort ist, sondern auch dort ist Polizei unterwegs und virtuell präsent. Und ansprechbar: der geneigte Leser, der befindet „dass da doch was nicht stimmt“ (so der Slogan auf Plakaten der Berliner Polizei vor einiger Zeit), darf und soll sogleich chatten oder mailen, oder wie es beschrieben wird, „sich Hilfe holen“.

    Die China Digital Times berichtet vom relativen Erfolg der Aktion, die im Januar auch zum besonderen Schutze der wirtschaftlichen Boom-Region Shenzhen gestartet wurde. Die Absicht ist klar: nicht durch Comicbildchen überzeugen oder umstimmen, sondern Einschüchterung.

    „The main function of Jingjing and Chacha is to intimidate, not to answer questions,“ our reporter was told by officials in charge of The Internet Security and Surveillance Division of Shenzhen Public Security Bureau. The Internet has been always monitored by police, the significance of Jingjing and Chacha’s appearence is to publicly remind all netizens to be conscious of safe and healthy use of the Internet, self-regulate their online behavior, and maintain harmonious Internet order together.

    16. Mai 2006 6
  • : Internetzensur in Weissrussland
    Internetzensur in Weissrussland

    Die OpenNet Initiative hat einen neuen Länder-Report veröffentlicht. Thema ist diesmal die Internetzensur in Weissrussland, vor allem vor den letzten umstrittenen Wahlen. Der 52-seitige Bericht kann als PDF heruntergeladen werden.

    Amidst fears that the authoritarian regime of President Aleksandr Lukashenka was going to close down Belarus political cyberspace during the elections, ONI testing found little evidence of systematic and comprehensive filtering, despite earlier ONI investigations that established the regimes capability to do so. ONI monitoring during the elections showed that, on average, opposition and independent media websites remained accessible throughout the monitoring period. ONI testing revealed a number of serious irregularities that disrupted access to certain opposition and independent media websites at strategic moments during and after the vote.

    16. Mai 2006
  • : Pressemitteilung: US-Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa
    Pressemitteilung: US-Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa

    Die folgende Pressemitteilung haben wir gerade veröffentlicht. Weiterverwendung und ‑verbreiutung erwünscht!

    Deutsche Bürgerrechtsorganisationen: Amerikanischer Abhörskandal erfordert Umdenken auch in Europa

    In den letzten Tagen ist bekannt geworden, dass der amerikanische Geheimdienst NSA die Telefon-Verbindungsdaten von 200 Millionen Amerikanern sammelt. Es handelt sich dabei um die „größte Datenbank der Welt“. Die gespeicherten Kommunikationsdaten werden automatisch auf Auffälligkeiten geprüft; „soziale Netzwerke“ der Gesprächsteilnehmer werden offengelegt.

    Die EU-Staaten haben im Februar 2006 ebenfalls eine systematische und verdachtslose Vorratsspeicherung der Verbindungsdaten der gesamten Bevölkerung beschlossen. In Deutschland hätten nicht nur Strafverfolger Zugriff auf die Kommunikationsdaten, sondern auch Geheimdienste aufgrund des „Terrorismusbekämpfungsgesetzes“. Auch die Musikindustrie soll auf die Daten zugreifen dürfen, so der Entwurf eines „Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums“. Daneben hätten ausländische Staaten wie die USA aufgrund internationaler Verträge (z.B. „Cybercrime-Konvention“) Zugriffsrechte, wie die EU-Kommission kürzlich bestätigt hat.

    Sollten die Pläne zur Vorratsdatenspeicherung umgesetzt werden, sind Missbräuche der Daten zu erwarten. Zahlreiche Beispiele in der Vergangenheit zeigen, dass sich der Missbrauch geheimer Überwachungsbefugnisse nicht verhindern lässt. Bekannt geworden ist etwa die Bespitzelung kritischer Journalisten und Aktivisten in Deutschland, politischer Gegenspieler in Frankreich sowie von Menschenrechts- und Umweltverbänden in Großbritannien und den USA. Auch die regierungsinterne und andere sicherheitsrelevante Kommunikation wäre nicht mehr vor unbefugtem Zugriff geschützt, wie der Abhörskandal in Griechenland vor drei Monaten gezeigt hat.

    15. Mai 2006 9
  • : Audionautes im Portrait
    Audionautes im Portrait

    In der IHT und in der NYT gibt es jeweils ein Portrait über Aziz Ridouan von den französischen Audionautes (Blog). Der 18-jährige hat die Verbraucherorganisation mitgegründet (welche sich für die Rechte von Internet- und Filesharing-Nutzern einsetzt) und bekommt vom Innenminister manchmal Entschuldigungsbriefe, wenn er der Schule fernbleiben muss, um Politiker zu treffen.

    New York Times: France Debates Downloads, With Teenager as Top Expert.

    International Herald Tribune: Young pirate has France’s ear.

    15. Mai 2006