Öffentlichkeit
Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.
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: MPAA und RIAA gegen Studenten
: MPAA und RIAA gegen Studenten Der Untergang des Abendlandes beginnt in studentischen Wohnheimen?! RIAA und MPAA haben heute 40 Briefe an die Präsidenten von Universitäten verschickt und damit ihre Propaganda-Kampagne gegen das Tauschen von Kulturgütern in Universitäts-Netzen gestartet. Vermutlich meinen sie damit besonders die Vernetzung von Wohnheimen.
As part of the entertainment industry’s efforts to address the ongoing theft of music and movies online by college students, the Recording Industry Association of America (RIAA) and the Motion Picture Association of America (MPAA) today announced a systematic program to identify and curtail campus Local Area Network („LAN“) piracy at universities across the country.
In der Pressemitteilung finden sich noch Stilblüten wie diese:
The perceived security and privacy of these campus LANs give many students incentive to engage in activity they have otherwise learned is illegal and unacceptable. „We are appreciative of our partners in the university community and all they have done in recent years to tackle the problem of digital piracy at campuses across the country,“ said RIAA President Cary Sherman. „Despite the progress achieved by our collaborative efforts, this remains an ever-evolving problem. We cannot ignore the growing misuse of campus LAN systems or the toll this means of theft is taking on our industry. As we prioritize our focus on campus LAN piracy in the coming year, we hope administrators will take this opportunity to fully evaluate their systems and take action to stop theft by all means.“
Als erstes fordert man nun die Präsidenten der Universitäten auf, Gegenmassnahmen zu treffen, gegen Musiktauscher vorzugehen und die eigenen Netze zu zensieren:
The letters encourage administrators to review the use of their computer networks and, if appropriate, take steps to stop and prevent such theft. Blocking and filtering devices are currently available to help administrators restrict inappropriate use of a campus network.
In dem Brief an die Präsidenten, welche unter der Pressemitteilung angehängt ist, klingt das dann so:
As you are no doubt aware, these issues are critically important to not only us, but to all communities that value the protection of copyright and intellectual property. We look forward to working with you as we continue to pursue a comprehensive approach to addressing piracy on college campuses: promoting educational efforts; working with university administrators on technological solutions and offering legal music and movie services; and when necessary, enforcing our rights as appropriate.
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: Video: Many to Many: Public Media and the Blogosphere
: Video: Many to Many: Public Media and the Blogosphere „Many to Many: Public Media and the Blogosphere“ ist eine 12 Minuten lange Dokumentation (26MB / Mov) vom Center for Social Media, wie Blogs die Medienwelt verändern.
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: Total Information Awareness Projekt
: Total Information Awareness Projekt Technology Review berichtet über TIA: Das Total Information Awareness Projekt – ein digitaler Untoter.
Es war der Alptraum aller Datenschützer und Bürgerrechtler: das Total Information Awareness Projekt (TIA) der US-Regierung. Umso größer war das Aufatmen, als der US-Kongress das Überwachungssystem des Pentagons 2003 stoppte. Die Gesetzesvertreter befürchteten, hier könnte ein Orwell’scher Überwachungsapparat entstehen. Doch das Monster lebt weiter: Der amerikanische Geheimdienst NSA hat die Technik hinter dem kontroversen Data-Mining-Projekt erworben – und nutzt sie offenbar.
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: Veranstaltung: Wie ich lernte, RFID zu lieben
: Veranstaltung: Wie ich lernte, RFID zu lieben Mich erreichte den Abend eine Mail über eine interessante Veranstaltung im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) Dortmund: „Wie ich lernte, RFID zu lieben“. In der Reihe „Mit allem Rechnen. Medienkunst aus Estland, Lettland und Litauen“ in der Phoenix Halle, Dortmund gibt es Samstag, 20. Mai 2006, 10:00 – 18:00 Uhr öffentliche Vorträge in englischer Sprache.
In dieser oeffentlichen Vortragsreihe geht es um kuenstlerisch-kritische Auseinandersetzungen mit der Radio Frequency Identification (RFID) Technologie, die massgeblich in Dortmund mitentwickelt wird. Diese Technologie scheint auf den ersten Blick eine simple Weiterentwicklung des Barcode zu sein (bekannt von jeder Supermarktkasse) – kann aber viel mehr als der gute alte Barcode. Bei RFID Etiketten handelt es sich um passive Radiosender, die auf einen schwachen drahtlosen Energieimpuls die auf ihnen gespeicherten Informationen zuruecksenden. Dies kann heute schon auf eine Entfernung von sechs Metern geschehen – ohne dass der Traeger dies mitbekommt. Mittels dieser Technologie wird es zudem moeglich, Objekte weltweit eindeutig zu identifizieren. Wie wird es sein, in einer Welt zu leben, in der alle Dinge unaufhoerlich miteinander reden?
Unter anderem sprechen dort Bruce Sterling, Rena Tangens und Padeluun.
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: Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz
: Interviews mit Peter Schaar zum Datenschutz Niels Boeing hat für Technology Review ein Interview mit Peter Schaar, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit gemacht: „Jede Überwachungsbefugnis stellt eine Grundrechtseinschränkung dar“.
Gestern gabs schon ein Interview mit Peter Schaar im Deutschlandradio: Schaar gegen zentrale Einsicht in biometrische Daten. Dieses kann man sich auch noch im Stream anhören.
In diesem Zusammenhang auch interessant: Bürgerrechtler: EU munitioniert Big Brother. Der Heise-Artikel schreibt über einen Statewatch-Bericht mit dem Titel „Arming Big Brother“.
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: Sicher, Microsoft.
: Sicher, Microsoft. Das ist nicht sehr wissenschaftlich, aber ich musste gerade einfach laut lachen, als ich bei heise online darüber las, was T‑Online und Microsoft alles zum Thema „Sicherheit im Internet“ machen:
Neben der umfangreichen sachlichen Aufklärung will die unter anderem von Microsoft ins Leben gerufene Initiative „Deutschland sicher im Netz“ in Zukunft auch auf die neuen Möglichkeiten der Breitbandtechnologie setzen. Es soll eine monatliche Online-Sendung zum Thema Sicherheit im Internet angeboten werden, die als Podcast oder Online-Video abgerufen werden kann. Damit will man konkrete Hinweise geben, wie man sich vor Gefahren schützen kann.
Dass ausgerechnet Microsoft über Sicherheit aufklärt, ist ja kein besonders neuer Witz. Aber ich kann mir schon vorstellen, wie man in Redmond Podcasts interpretiert: Windows-Media-Files, natürlich nur im neusten MediaPlayer abspielbar (mit dem gesamten Rattenschwanz an Nutzerkontrolle), natürlich nicht unterwegs brauchbar außer auf zertifizierten „playsforsure“-Geräten… Wenn Microsoft ehrlich wäre, müssten sie nur in der ersten Sendung sagen: „Wenn Sie dies sehen können, haben Sie von Sicherheit keine Ahnung.“
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: Privatsphäre verschenken leicht gemacht
: Privatsphäre verschenken leicht gemacht Das US-Marktforschungsunternehmen NielsenNetrating sucht Internetnutzer, die sich freiwillig eine Tracking-Software installieren, welche alle Bewegungen im Netz an die Firma senden. Zum Wohle der Menschheit selbstverständlich:
On the following pages, we’ll ask you a series of questions about yourself and the members of your household and then ask you to download and install the Nielsen//NetRatings Internet Panel Software. Our software helps us understand how you are using the Internet and gives you the opportunity to take part in our panel surveys and win some cool prizes!
Natürlich gibt es auch Privacy Richtlinien, wo man genau aufgezählt bekommt, was die denn so mittracken:
Once you have registered to join the panel and our software has been installed on your computer, we will automatically collect other information, including personally identifiable information, from you and all others in your household because our software allows us to comprehensively track panelists’ computers and panelists’ activity on their computers, online and on the Internet. For example, we collect information on the type, name and use of some of the applications, files and hardware on your computer, the address and content of the web sites you visit, the date and duration of the web sites you visit, the details of any transaction entered into over the Internet, and the Internet Service Provider being used. Depending on the types of web sites you visit, this may include financial transaction information, health care information and other types of sensitive information. We may be able to collect information contained in the title bars at the top of any „window“ that is active on your computer, depending on the application. This might include information such as the name of a web site you visit, the name of a file open on your computer and, when you have an email open, in some cases will include the subject line of the email. For certain Internet email applications, we may also capture the subject line and email address of the sender in order to identify and report on email marketing.
Wer gerne seine Privatsphäre verschenkt, kann sogar theoretisch irgendwelche Preise gewinnen. Weitergegeben sollen die persönlichen Daten übrigens eigentlich nicht – zumindest nur an Strafverfolgungsbehörden, die nett fragen oder an Firmen, die Features der Software testen wollen und dergleichen. Steht auch in den Privacy-Richtlinien, aber die liest sich wahrscheinlich kaum jemand durch. Aber dreist ist das Vorgehen schon.
Muss man noch etwas beachten? Hmmm, höchstens, dass alles ohne Gewähr ist:
How will I be notified of changes to this Privacy Notice?
We reserve the right to update and make changes to this privacy policy. If we materially change our practices in handling personally identifiable information, as described in this statement, we will notify you by posting the changes on our website at www.nielsennetpanel.com at least 30 days prior to their implementation. Your continued use of our software after the effective date of any changes constitutes your acceptance of all of the changes. We encourage you to review this privacy policy frequently to ensure that you stay apprised of any changes. -
: Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern
: Datenspuren in Dresden: Privatsphäre war gestern Am 13. und am 14. Mai 2006 findet im Kulturzentrum Scheune in Dresden das nächste Datenspuren-Symposium mit dem Motto „Privatsphäre war gestern“ statt. Der Chaos Computer Club Dresden organisiert wieder die jährliche Veranstaltung.
Das Programm soll morgen stehen, bisher gibt es eine Übersicht der Vorträge und Workshops.
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: Google & Co: Selbstzensur in China
: Google & Co: Selbstzensur in China Die New York Times geht der Frage nach, wie denn die US-Firmen in China zensieren und das ist sehr interessant: Google’s China Problem (and China’s Google Problem).
American Internet firms typically arrive in China expecting the government to hand them an official blacklist of sites and words they must censor. They quickly discover that no master list exists. Instead, the government simply insists the firms interpret the vague regulations themselves. The companies must do a sort of political mind reading and intuit in advance what the government won’t like. Last year, a list circulated online purporting to be a blacklist of words the government gives to Chinese blogging firms, including “democracy” and “human rights.” In reality, the list had been cobbled together by a young executive at a Chinese blog company. Every time he received a request to take down a posting, he noted which phrase the government had objected to, and after a while he developed his own list simply to help his company avoid future hassles.
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: Konferenz: Wizards of OS 4
: Konferenz: Wizards of OS 4 Hätte ich eigentlich schon viel früher bloggen sollen: Zückt Eure (virtuellen) Terminkalender und tragt Euch den 14.–16. September ein, denn da wird die 4. Wizards of OS – Konferenz hier in Berlin stattfinden, an der ich nicht ganz unbeteiligt bin. Der bisherige Arbeitstitel lautet: Information Freedom Rules.
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: Video: Email Debate: Should the Sender Pay?
: Video: Email Debate: Should the Sender Pay? Bei Geek Entertainment TV findet sich ein kleiner Videobericht mit Interviews über eine EFF-Diskussionsrunde zum Thema „Email Debate: Should the Sender Pay?“.
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: 22c3 Videos veröffentlicht
: 22c3 Videos veröffentlicht Die 22c3-Recordings sind seit heute Nacht in verschiedenen Formaten online gestellt worden. 134 der 143 Vorträge des vergangenen 22. Chaos Communication Congress warten auf einen Download. Am Besten funktioniert Bittorrent, es gibt aber immer mehr Mirrors mit FTP- oder sonstigen Quellen. Neun weitere Vorträge warten wohl noch auf eine Endbearbeitung.
Ansonsten sei hier nur kurz auf drei Vorträge hingewiesen, die ich mitgehalten habe:
Rootkit: Sony´s digitaler Hausfriedensbruch – Über die Durchsetzung industrieller Interessen um jeden Preis (536MB / MP4)
Digitale Bürgerrechte unter europäischen Beschuss (421MB / MP4)
World Summit on the Information Society – Hacking a dictatorship (387MB / MP4)
Die Audio-Recordings folgen noch in den nächsten Tagen. Müsste theoretisch alles unter einer Creative Commons Lizenz stehen.
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: Humorresistenz, Freispruch, Revision
: Humorresistenz, Freispruch, Revision Der Föderalismus in Deutschland ist nicht nur ein leeres Wort. Täglich wird er mit Leben ausgefüllt, beispielsweise in
FreiburgTübingen, wo aus Sorge um japanische Touristen ein durchgestrichenes Hakenkreuz dem Besitzer zum Verhängnis wurde. Während man in anderen Teilen der Republik (Föderalismus!) vom Schickelgruberfanclub für so etwas geplättet würde, übernimmt das in BaWü die Staatsanwaltschaft mit anderen Mitteln.Die Freuden des unkreativen Umganges mit Gesetzen darf auch Alvar Freude erleben:
* Amtsgericht Stuttgart: 120 Tagessätze
* Landgericht : FreispruchUnd nun eine Revision durch die StA, die sich mit angewandter Satire auf Realsatire nicht anfreunden will:
Die Staatsanwaltschaft Stuttgart legt Revision gegen den Freispruch von Alvar Freude ein. Freude wurde Volksverhetzung, Beihilfe zur Volksverhetzung und Beihilfe zur Verbreitung von Propagandamitteln verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.
Wer gerade in der Gegend ist, kann es sich ja mal anschauen:
Staatsanwaltschaft Stuttgart legt Revision gegen Freispruch im Linkverfahren ein – die öffentliche Verhandlung findet statt am Montag, den 24. April 2006 um 10:00 Uhr beim Oberlandesgericht Stuttgart in Saal 2. [1]
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: Schöner Sterben: BASE-Jumping, Braunbärenrodeo, Webforenbetreiben
: Schöner Sterben: BASE-Jumping, Braunbärenrodeo, Webforenbetreiben Nachdem man sich am LG Hamburg dazu bewegen konnte, die schriftliche Begründung der einstweiligen Verfügung in Sachen D. ./. H. vorzulegen, gibt es aus der Blawg-Szene ein wenig Auseinandersetzung mit der Frage, was das für Auswirkungen – ausser für den Verlag Heinz H. hat.
Martin Bahr und Stefan Kremer haben jeweils lesenswerte Aufsätze ins Netz gestellt:
Zeit also, sich das Urteil einmal näher anzuschauen. Warnung: Die nachfolgende Analyse kann Blogger um den Schlaf bringen.
Als ob noch jemand ruhig schlafen kann.
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: Tibet-Gaming über Bande
: Tibet-Gaming über Bande Wikipedia enthält einen Artikel zu Tibet.
Das ist gelogen.
Die deutschsprachige Wikipedia enthält einen Artikel mit dem Titel „Tibet“. Noch dazu eine Kategorie „Tibet“ mit 48 Artikeln und 6 Unterkategorien und insgesamt 250 Artikel mit Tibet-Bezug. In der englischen Sprache sind es knapp doppelt so viele.
Insgesamt wurde der Tibet-Artikel bisher ungefähr 600 Mal bearbeitet und trägt seit Februar 2006 in der deutschsprachigen Wikipedia das halb-Gütezeichen „Lesenswerter Artikel“.
In der FAZ ist heute ein Artikel „Bestenfalls Blauäugig“ von Klemens Ludwig über diesen Artikel zu lesen. Aufhänger ist eine Pressemitteilung der Tibet Initiative Deutschland vom Febuar 2006.
TID kritisiert Wikipedia
Stichwort „Tibet“ verbreitet offizielle chinesische Sichtweise
Nun muss man wissen, daß es der Anspruch der Wikipedianer ist, die Sache genau zu nehmen. Im Grunde kann man nur hoffen, daß Wikipedia genau dies tut, nämlich die Sichtweise der chinesischen Regierung zu verbreiten. Was Wikipedianer nicht machen, ist, sich die regierungschinesische Sichtweise anzueignen. Dieser Unterschied hat gewaltige Konsequenzen.
Er ist im Handbuch unter Wikipedia:Neutraler Standpunkt dargelegt:
Ein guter Artikel stellt u.a. auch die verschiedenen Standpunkte zum Thema dar. Sofern die verschiedenen Standpunkte ähnlich ausführlich beschrieben sind, stellt der Artikel als gesamtes den neutralen Standpunkt dar. So ist es bei vielen Artikeln möglich neben dem Befürworter- auch den Gegner-Standpunkt zu beschreiben (z.B. in einem Abschnitt der mit ‚Kritik’ betitelt wird).
Hand in Hand mit der Neutralität geht übrigens auch die Pflicht, Quellen zu nennen. Klingt trivial, ist es aber nicht immer. Wikipedia ist kein Ort, um die Frage der ethnischen Zusammensetzung Tibets (oder die Frage, wie viel Gebiet Tibet genau ist) zu klären. Wir verweisen auf belastbare externe Quellen, die dies mit eigenen Worten darstellen.
In der FAZ lässt sich die TID zitieren:
Unsere wichtigste Quelle sind die Flüchtlinge in Indien.
Das ist insofern schwierig, als dass „Ich hab’s von einem Flüchtling in Indien“ als Beleg wenig hilft. Eine wissenschaftliche Fachpublikation, die mit einer gesicherten Methodik solche Aussagen auswertet, ist da schon etwas anderes.
Was gestern und heute einzelne Wikipedianer aufgeregt hat, ist die Tatsache, daß der FAZ-Autor offenbar Mitglied der TID ist und mal ihr erster Vorsitzender war. Wäre da nicht noch im Artikel dafür etwas Platz gewesen? Stand nicht ein Kollege bereit, der hier den Artikel hätte schreiben können?
Als Ratschlag, der auch ausserhalb der Wikipedia hilfreich sein könnte, bleibt mir wieder Wikipedia:Neutraler Standpunkt:
Wer in einem sehr emotionalen Verhältnis zu einem bestimmten Thema steht, sollte auf eine Mitarbeit in dem betroffenen Themengebiet verzichten, um die Neutralität nicht zu beeinträchtigen.
Disclaimer: Der Autor ist Wikipedianer.
Leserbrief von Elisabeth Bauer, Wikipedianerin und im Artikel zitiert an die FAZ, hierher in Kopie:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Mit einigem Befremden habe ich als Pressesprecherin der Wikipedia Ihren
Artikel „Bestenfalls Blauäugigkeit“[1] gelesen. Es wäre vielleicht
angebracht gewesen, bei einem Beitrag über Vorwürfe der Tibet Initiative
Deutschland e.V. gegen Wikipedia den Hintergrund des Autors als
ehemaligem ersten Vorsitzenden dieses Vereins[2] zu erwähnen. Die
Presseerklärung auf der Website der TID zu diesem Fall[3] ist der
Wikipedia niemals zugegangen. Von dort behaupteten Kontaktaufnahmen bzw.
einem Angebot zur Mitarbeit ist uns nicht bekannt. Dagegen steht seit
21. Dezember 2005 auf der Diskussionsseite des Tibetartikels eine
bislang unbeantwortete Einladung an die TID zur Mitarbeit am Artikel[4].Die Mitarbeit an der Wikipedia und Korrekturen an Artikeln stehen
prinzipiell allen offen. Als Enzyklopädieprojekt müssen wir allerdings
darauf bestehen, dass insbesondere umstrittene Behauptungen mit
anerkannten Quellen belegt werden, mögen sie auch noch so wahr sein.
Darauf wird bei jeder Bearbeitung hingewiesen. Die Wikipedia-Richtlinie
des Neutralen Standpunkts fordert, ebenso die offizielle chinesische
Sichtweise wie anerkannte kritische Sichtweisen darzustellen. Nach der
Richtlinie sollen Artikel selbst nicht Position beziehen, sondern
konkurrierende Darstellungen so neutral wie möglich beschreiben. So
finden sich im Artikel „Tibet“ zum Beispiel neben den offiziellen
chinesischen Bevölkerungsangaben auch die Schätzungen der tibetischen
Exilregierung. Chinesische wie exiltibetische Darstellungen sind als
solche kenntlich gemacht.Insofern kann ich die Vorwürfe („Bestenfalls Blauäugigkeit“) nicht ganz
nachvollziehen. Als offene Enzyklopädie muss sich Wikipedia der
Einflußnahme zahlreicher Interessen- und Lobbygruppen erwehren. Die
freiwilligen Autoren achten deshalb zunehmend darauf, dass nur
ausreichend belegte Angaben Eingang in Artikel finden.Eine Korrektur noch: Wikipedia-Artikel haben keinen alleinigen Autor,
wie der Artikel suggeriert. Am Artikel über Tibet etwa arbeiten vier bis
fünf Autoren regelmäßig mit, nicht mitgerechnet diejenigen freiwilligen
Mitarbeiter, die alle Änderungen auf unkommentierte Textlöschungen und
unbelegte Behauptungen überprüfen und gegebenenfalls rückgängig machen.
Die Behauptung, der Autor einer Passage hätte Änderungen selbst
zurückgesetzt, erscheint mir deshalb etwas gewagt.mit freundlichen Grüßen,
Elisabeth Bauer[1]
http://www.faz.net/s/Rub8A25A66CA9514B9892E0074EDE4E5AFA/Doc~EC7764D4EE9CC432C9C0157FA5433AC54~ATpl~Ecommon~Scontent.html[2] http://www.tibet.de/tib/tibu/2004/tibu70/70tid.html
[3]
http://www.tibet-initiative.de/frames.html?Seite=/Kap9/9–4/Kap9_4-135.html
(auf der Diskussionsseite des Artikels in der Wikipedia findet sich
lediglich eine anonym eingestellte anderslautende, angeblich von der
Tibetinitiative stammende Presseerklärung, die aber wiederum nicht auf
deren Website zu finden ist)
[4]
http://de.wikipedia.org/wiki/Diskussion:Tibet#Ausschließlich_antichinesische_Haltung_ist_unangebrachtAnmerkung:
Elisabeth Bauer war als Wikipedianerin an der Formulierung von Texten aus dem Handbuch beteiligt, so auch an den Texten zum Neutralen Standpunkt.
Anmerkung 2: FAZ.NET hat einen redaktionellen Kodex, der hier unter Umständen einschlägig sein könnte.
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: If you outlaw guns, …
: If you outlaw guns, … … only outlaws will have guns.
Mit diesem Spruch geht die NRA seit Jahrzehnten durch die Lande und streitet für das Recht eines jeden Amerikaners, sich nicht nur mit Gaspistolen, sondern auch mit einem schnuckeligen M16 die eigene Rübe wegzuballern oder die des Nachbarn, der mir die Einfahrt verstellt.
Ich grübele schon seit einiger Zeit, wie ich diesen Spruch auf DRM und Musikindustrie-Rootkits anwenden kann. Während der direkte Angriff auf die Systeme der Kunden durch die BMG-Rootkits offenbar nicht illegal sind, gehen Anwälte gerichtlich gegen Journalisten vor, die darauf hinweisen, daß es von einer Firma namens slysoft eine Software gibt, die dem Spuk ein Ende bereitet.
Ein Link auf die Homepae von slysoft reicht offenbar aus. Wie ist es mit der Erwähnung, daß die Homepage unter einer Domain liegt, die dem Muster www Firmenname Punkt „TDL für com merzielle Dienste“ liegt? Lieber nichts riskieren.
Heise berichtet nun, daß AnyDVD seinen Dienst für die Menschheit ausbaut und nun auch rootkits entfernt. Nach geltendem deutschen Recht sind wir damit möglicherweise in strafbaren Gefilden.
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: Die Internetpläne der Taz
: Die Internetpläne der Taz Onlinejournalismus.de hat ein E‑Mail-Interview mit Mathias Bröckers zu den Internetplänen der TAZ gemacht. Vermutlich ab Oktober wird das neue Angebot online sein, Blogs sollen schon etwas früher gestartet werden. Ich bin gespannt.
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: EFF-Report zum DMCA
: EFF-Report zum DMCA Die Electronic Frontier Foundation hat eine neue Version ihres DMCA-Reportes veröffentlicht: „Unintended Consequences: Seven Years Under the DMCA“. Der Digital Millenium Copyright Act ist das Vorbild der European Copyright Directive, die wiederum der Rahmen für unser aktuelles Urheberrecht ist.
In einer Meldung kritisierte die EFF den DMCA: Digital Copyright Law Hurts Consumers, Scientists, and Competition.
„Rather than being used to stop ‚piracy‘, the DMCA has predominantly been used to threaten and sue legitimate consumers, scientists, publishers, and competitors“, said EFF senior staff attorney Fred von Lohmann. „This law is not being used as Congress intended, and a review of the past seven years makes it clear that reform is needed.“
Der 15-seitige Report ist echt lesenswert und man kann ihn sich als PDF oder auf der EFF-Seite anschauen.
Eine kleine Bitte an die Wikipedianer: Die Wikipedia-Seiten zur European Copyright Directive werden in der englischen und deutschen Version der Bedeutung dieser Richtlinie nicht gerecht und benötigen etwas Arbeit. Viele nützliche Hinweise finden sich auf privatkopie.net. :-)
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: Vorratsdatenspeicherung-Richtlinie tritt auf EU-Ebene in Kraft
: Vorratsdatenspeicherung-Richtlinie tritt auf EU-Ebene in Kraft Die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung ist heute im EU-Amtsblatt veröffentlicht worden und damit in Kraft.
[Danke für die Mail]