Öffentlichkeit
Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.
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: Sony und Microsoft umgehen Kopierschutz
: Sony und Microsoft umgehen Kopierschutz Nach den Plänen von Bundesregierung und Content-Industrie soll ja künftig das Umgehen von technischen Kopierschutzmechanismen strafbar sein. Netterweise kriegt die Industrie diese Systeme selber oft nicht auf die Reihe. Initiativen wie Privatkopie.net nennen sie daher teilweise „Digital Inconvenience Management“ statt „Digital Restriction Management“. Nun wurde bekannt, dass sowohl die Playstation 3 als auch die neue XBox beim Abspielen von Blu-Ray oder HD-DVDs keine nach HDCP verschlüsselten Videosignale erzeugen werden, die nach ursprünglichen Industrieplänen ein Abgreifen des Videos am Ausgang verhindern sollten. Und die nächsten Jahre wird das wohl auch so bleiben:
„Bis mindestens 2010, wenn nicht gar 2012, sollen nun doch Signale – zwar analog – aber in voller Auflösung ausgegeben werden können – auch ohne HDMI und HDCP.“
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: Interview: Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht
: Interview: Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht Bei stern.de gibt es ein Intervie wmit der grünen Politikerin Katja Husen zur Vorratsdatenspeicherung: „Die Bevölkerung steht unter Generalverdacht“.
Was ist an der EU-Regelung aus Ihrer Sicht problematisch?
Es handelt sich um einen erheblichen Eingriff in das Fernmeldegeheimnis und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Mit wem ich kommuniziere und welche Seiten ich mir im Internet anschaue, geht grundsätzlich niemanden etwas an. So wird aber die gesamte Bevölkerung unter Generalverdacht gestellt, während Kriminelle sich ins Fäustchen lachen – und mit dem Gang ins Internetcafe oder zur öffentlichen Telefonzelle die Speicherung einfach umgehen können. Wo ist da die Verhältnismäßigkeit?
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: LAPD-Blog
: LAPD-Blog In Los Angeles bloggt jetzt die Polizei: LAPD-Blog.
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: Trusted Computing Animation gewinnt Award
: Trusted Computing Animation gewinnt Award Die „Trusted Computing“-Animation von Benjamin Stephan und Lutz Vogel ist meiner Meinung nach die beste Animation zum Thema Netzpolitik. Schön, dass die Animation jetzt den „Audience Award“ bei den Animago Awards gewonnen hat.

Hab ich schonmal gesagt, dass wir mehr von solchen Animationen brauchen, die in kurzer Zeit visuell komplexe politische, gesellschaftliche und technologische Zusammenhänge schön darstellen können?!
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: BND: Massiver Angriff auf die Pressefreiheit
: BND: Massiver Angriff auf die Pressefreiheit Der ehemalige Vorsitzende Richter am Bundesgerichtshof, Gerhard Schäfer, hat dem Parlamentarischen Kontrollgremium (PKG) des Bundestages einen 170 Seiten langen und geheim eingestuften Bericht zu den Aktivitäten des Bundesnachrichtendienstes vorgelegt: BND bespitzelte Journalisten in großem Stil.
Wie die Süddeutsche Zeitung erfuhr, belegen die Untersuchungen Schäfers, dass der BND nicht nur einzelne Journalisten beschattet hat. Der Dienst habe Journalisten auch gezielt auf Kollegen angesetzt, um zu erfahren, an welchen Themen diese gerade arbeiteten. Besonders interessiert war der BND demnach an Redakteuren des Nachrichten-Magazins Der Spiegel. Namentlich nennt Schäfer fünf Journalisten, die entweder selbst Informationen über Kollegen anboten oder vom BND befragt wurden, was sie über Kollegen berichten könnten.
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: Freiheit und Sicherheit?
: Freiheit und Sicherheit? Thilo Weichert hat einen Artikel für Technology Review geschrieben: Überwachung ohne Transparenz fördert staatliche Willkür.
Überwachung ohne Transparenz fördert staatliche Willkür und beeinträchtigt das Sicherheitsgefühl der Menschen. Es sollte sich nicht der Eindruck verfestigen, wir wären gefangen im überwachungsbringenden technischen Fortschritt. Technik hat im gleichen Maße, wie ihm ein Überwachungspotenzial innewohnt, ein Selbstschutzpotenzial. Wir Datenschützer scheinen uns in ewigen Abwehrschlachten zu verzehren. Diese defensive Haltung ist nicht zwingend. Auf die Frage „Wo bleibt das Positive?“ gibt es viele Antworten. Die überwachungs- und gewaltfreie Gesellschaft ist zweifellos eine Utopie. Es ist aber eine dauernde lohnende Aufgabe, sie im Kleinen und im Großen anzustreben.
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: „Humani TV“ in echt
: „Humani TV“ in echt „Humani TV“ in echt: Im Londoner Bezirk Shoreditch gibts jetzt ein Testprojekt, wo die Bilder der flächendeckenden Videoüberwachungsinfrastruktur ins Fernsehen gesendet werden. Die Polizei verspricht sich davon mehr Mitarbeiter durch das Outsourcing staatlicher Aufgaben an die gelangweilten Bürger… Das Heute-Journal berichtete am 8.5. darüber. Hier gibts einen Mitschnitt als AVI.
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: NSA macht schon Vorrratsdatenspeicherung
: NSA macht schon Vorrratsdatenspeicherung Wieder mal eine grosse Überraschung: Die NSA sammelt die Verbindungsdaten von US-Bürgern. Übermittelt werden die Daten wohl von den grossen Telekommunikationsunternehmen. Namentlich werden AT&T, Verizon und BellSouth genannt. Wer hätte das gedacht?
USA-Today berichtete als erstes darüber, in Deutschland finden sich u.a. Artikel bei Heise, Telepolis und Spiegel.
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: Netzeitung goes Citizen Journalism
: Netzeitung goes Citizen Journalism Die Netzeitung sitzt gerade an einem Citizen Journalism-Projekt mit dem Namen „Readers Edition“. Bisher gibt es eine nur eine Ankündigung:
Deutschlands erste Internet-Zeitung erweitert ihr Korrespondenten-Netz. Wir suchen 20 Millionen Mitarbeiter. Wir erwarten Berichte, Artikel, Nachrichten, Fotos aus allen Ländern zu allen Themen. Jeder soll veröffentlichen, der mehr weiß als wir. Chefredakteure und Ressortleiter werden vom Volk gewählt.
Ich bin gespannt.
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: Jetzt geht es ganz fluxx den Bloggern schon für Lob an den Kragen
: Jetzt geht es ganz fluxx den Bloggern schon für Lob an den Kragen Es ist schon bezeichnend, wenn zeitgleich aus dem Archiv des Shopbloggers einige Berichte über den Versuch, ein „Fluxx“-Lottoterminal zu installieren verschwinden und ein Posting von ihm auftaucht:
Maulkorb
Keine Kritik.Kein Lob.
Ganz einfach.
Nachtrag:
Bitte verkneift euch weiterführende Links in den Kommentaren.Muss man der geschätzten Leserschaft noch explizit sagen, wie das mit dem Google-Cache und site:shopblogger Fluxx (oder Jaxx) geht?
(via isotopp)
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: Lessig-Interview Serie auf AlwaysOn
: Lessig-Interview Serie auf AlwaysOn Bei AlwaysOn findet sich ein mehrteiliges Interview mit Lawrence Lessig zur „Remix-Culture“: Who Owns What? (Hier sind auch Teil2 und Teil3)
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: Der Tagesspiegel über die Urheberrechtsreform
: Der Tagesspiegel über die Urheberrechtsreform Lustige Sache: Da stehe ich gerade beim Araber um die Ecke, um Mittag zu essen, lese dabei den dort rumliegenden Tagesspiegel und stosse auf den folgenden Artikel zum Urheberrecht mit einer URL am Ende, wo man sich weiter informieren kann: „Rückschritt in die Steinzeit“.
Die durch die vorgeschlagene Urheberrechtsreform ungelösten Probleme und unberücksichtigten Anliegen der Wissenschaft sind auf jeden Fall zahlreich. Angesichts des bereits weit vorangeschrittenen „Zweiten Korbs“ der Urheberrechtsreform wird daher in Fachkreisen bereits jetzt über einen möglichen „Dritten Korb“ nachgedacht. Dieser soll den Wissenschaftsstandort Deutschland dann tatsächlich nachhaltig stärken.
Mehr zum Thema im Internet:
www.netzpolitik.org/2006/reaktionen-zum-2-korb-kabinettsbeschluss/
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: achtung berlin – media showcase berlin brandenburg
: achtung berlin – media showcase berlin brandenburg Vom 11. bis 17. Mai 2006 findet im Hackesche Höfe Filmtheater das zweite „achtung berlin – new berlin film award“ – Festival statt. Über 100 lange und kurze Spiel- und Dokumentarfilme aus oder über Berlin werden dort gezeigt. Am kommenden Wochenende (13.–14. Mai) gibt es den „media showcase berlin brandenburg“, welchen wir von newthinking communications in Kooperation mit dem „achtung berlin e.V.“ veranstalten.
Der media showcase berlin brandenburg ist die zentrale Plattform für aktuelle und innovative Medienprojekte aus der Region Berlin-Brandenburg. In der Verbindung von Ideenlabor, Media Lounge und Book Lounge führt der media showcase berlin brandenburg in die verschiedenen Branchenfelder ein, zeigt was in der Region produziert wird und vernetzt die Akteure untereinander.
Die vier Schwerpunkte des „media showcase“ sind „Videoblogging – Ausblick auf die Filmproduktion der Zukunft“, „Games Industry – Nachwuchsförderung“, „Mobile Entertainment“ und „Medien im Raum“.
Spannend dürfte vor allem der Schwerpunkt „Videoblogging – Ausblick auf die Filmproduktion der Zukunft“ sein, welcher Samstag von 13 Uhr bis 14:30 Uhr stattfindet. Schon am Vormittag führt Verena Dauerer um 10:30 Uhr in das Thema ein. Zusammen mit Oliver Passek werde ich um 13 Uhr in dem Vortrag „Hollywood 2.0 vs. Citizen Journalism“ die Top-Down Strategie der Filmindustrie und ihren Distributionskanälen den Bottum-Up Prozessen aus dem Netz gegenüberstellen. Im Anschluss daran stellt Stefan Kluge das „Open Source Film Netlabel“ „VEB Film Leipzig“ vor, die letztes Jahr den ersten Creative Commons Film „Route66“ veröffentlicht haben und das Netz als Vertriebsweg nutzen. Abschliessend präsentiert unser Chef-Techniker Marc Washeim eine Beta-Version des „newthinking median studio“, unsere Distribution für Video- und Soundbearbeitung, welche komplett aus Freier Software besteht.
Sonntag um 15:30 Uhr wird noch Martin Schmidt im Rahmen des Schwerpunktes „Medien im Raum“ „Semapedia – Die Verknüpfung der physischen Welt mit Wikipedia“ vorstellen.
Das Programmheft der „achtung berlin“ kann hier als PDF heruntergeladen werden.
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: Endlich: Das neue Drupal 4.7.0
: Endlich: Das neue Drupal 4.7.0 Eine meiner Lieblingssysteme ist in einer neuen Version entstanden: Ein Jahr lang wurde an der nächsten Veröffentlichung von Drupal – zu deutsch „Tropfen“ – getüftelt, dem freien Content-Management-System (CMS). Die Freie Software wurde ursprünglich vom Niederländer Dries Buytaert entwickelt und steht unter der GNU General Public License. 338 Entwickler feilten nun an der lang erwarteten, neuen Version 4.7.0 mit insgesamt 1 500 Patches. Zu den Verwendern dieses nutzerfreundlichen CMS mit vielfältigen Communityfunktionalitäten zählen unter anderem Tim Berners-Lee mit seinem Blog , Community-Seiten wie SpreadFireFox.com, Medien wie TheOnion.com und unser newthinking-Intranet.
Drupal rückt mit seinen neuen Erweiterungen und Möglichkeiten in die Nähe von „Social Software“ und „Web 2.0“: So erlaubt das Programm unter anderem Das „Free Tagging“, ein „Site-Wide“ Kontaktformular für Feedback von Lesern auf Basis von AJAX oder die Generierung von RSS-Feeds, sowie die Unterstützung von Atom-formatierten Feeds.
Was bei der Installation im Detail beachtet werden muss, wird auf der Seite von Drupal geklärt. Dort kann auch das Programm herunter geladen werden.
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: SpOn: Interview zu Zensur in China
: SpOn: Interview zu Zensur in China Spiegel-Online hat ein Interview mit Julien Paine von Reporter ohne Grenzen zur Zensur in China veröffentlicht: „Yahoo ist am schlimmsten“.
SPIEGEL ONLINE: Yahoo und Google kooperieren mit den chinesischen Behörden. Was ist so schlimm daran? Sie halten sich ja an die lokalen Gesetze wie chinesische Internetfirmen auch…
Julien Pain: Das ist immer das gleiche Argument, das wir zu hören bekommen. Wir machen nichts Illegales, wir befolgen Gesetze des Landes. Ich denke, dieses Argument ist nicht stichhaltig. Was würde wohl passieren, wenn die chinesische Regierung Yahoo auffordern würde, Kinder zu beschäftigen? Kinder dürfen in China arbeiten – also soll auch Yahoo dies möglich machen. Yahoo würde sagen: Nein, das können wir nicht tun. Wir sind eine amerikanische Firma mit bestimmten Werten. Und wir meinen, dass Kinder nicht arbeiten sollten. Wo ist der Unterschied zur freien Meinungsäußerung? Es ist ein international anerkanntes Menschenrecht. Übrigens hat sich auch China dazu bekannt.
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: EFF: Wieder Lobby-Büro in Washington
: EFF: Wieder Lobby-Büro in Washington Die Electronic Frontier Foundation eröffnet zum 1. August wieder ein Lobbying-Büro in Washington mit zwei Angestellten: EFF reaches out to D.C. with new office.
Update: Und hier ist der Netzeitungs-Artikel dazu: Netz-Bürgerrechtler gehen nach Washington.
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: Dissertation zu DRM und Kopierschutz
: Dissertation zu DRM und Kopierschutz Lesenswert ist die Disseration von Julius Mittenzwei zum Thema „Informationen zur Rechtewahrnehmung im Urheberrecht – Der Schutz von Digital Rights Management-Systemen und digitalen Wasserzeichen durch § 95c UrhG“. Das PDF hat 237 Seiten, ein interessantes Literaturverzeichnis und auch sonst sind viele wichtige Fragestellungen aus juristischer und technischer Sicht enthalten.
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: Mal wieder: Yahoo in China
: Mal wieder: Yahoo in China Die Menschenrechtsorganisation Human Rights in China wirft mal wieder Yahoo vor, bei der Verhaftung eines chinesischen Regime-Kritikers involviert gewesen zu sein. Hier ist die Pressemitteilung von HRiChina und hier ist der Heise-Artikel dazu: Menschenrechtler erheben neue Vorwürfe gegen Yahoo.
Ich hab immer weniger Lust, del.icio.us, Flickr und Upcoming von Yahoo zu benutzen, obwohl die Tools eigentlich cool sind.
Passend dazu ist auch ein aktueller Artikel aus dem Economist: The party, the people and the power of cyber-talk.
Aber auch Google bekommt heute wieder mal Kritik: Der Name „Gu Ge“ für das chinesische Angebot bedeutet übersetzt „Lied der reichen Ernte“ und soll laut Google-Chef Eric Schmidt die reiche Ernte symbolisieren, die bei der Suche über Google eingeholt werden könne.
Internetnutzer in China finden aber beispielsweise „Gou le“ (Es reicht uns) oder „Gou Gou“ (Hündchen) passender, wie Heise berichtet: Internet-Nutzer in China verspotten Google.
Allerdings zensiert das Unternehmen – wie Yahoo oder MSN – die Ergebnisse über die chinesische Suchmaschine selbst, indem politisch heikle Themen wie Kritik an Menschenrechtsverletzungen in China oder an der kommunistischen Führung herausgefiltert werden. Google rechtfertigt das Vorgehen mit örtlichen „Gesetzen und Gebräuchen“. „Wir lieben Dich, Google, aber wir lieben Gu Ge nicht“, heißt es auf der Seite der Gegner. Sie vermissten in der chinesischen Suchmaschine die andernorts gepflegte „transparente, gleichberechtigte und offene“ Unternehmenskultur.
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: EU-Kommission zu Internet Governance
: EU-Kommission zu Internet Governance Die EU-Kommission hat sich mal wieder beim Thema Internet Governance zu Wort gemeldet: Internet: Kommission sucht globale Partnerschaft auf dem Gebiet der Internet-Verwaltung, der Meinungsfreiheit und der Bekämpfung der Zensur im Internet.
Um den Schwung des erfolgreichen Weltgipfels über die Informationsgesellschaft in Tunis vom 16. – 18. November 2005 beizubehalten, hat die Europäische Kommission heute ihre Prioritäten für die Umsetzung der auf dem Gipfel gemachten internationalen politischen Zusagen vorgelegt. Zu diesen Prioritäten zählen der Schutz und der Ausbau der Menschenrechte, insbesondere im Hinblick auf den freien Empfang von Informationen und den Zugang zu ihnen. Die Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sollten als Instrument eingesetzt werden, um offene demokratische Gesellschaften zu erreichen und zum weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt beizutragen. Deshalb spricht sich die Kommission für die Fortführung der internationalen Gespräche aus, um die Internet-Verwaltung zu verbessern. Dies soll mittels der beiden neuen auf dem Gipfel geschaffenen Verfahren erfolgen: dem aus zahlreichen Interessengruppen bestehenden Internet-Verwaltungs-Forum und dem Mechanismus der verstärkten Zusammenarbeit, an dem sich alle Regierungen auf der Basis der Gleichberechtigung beteiligen werden.
Blumig klingen auch die Worte von Viviane Reding:
„Die Europäische Union muss Vorreiter und Vorkämpfer sein, wenn es um die Schaffung einer offenen, zugänglichen und ungeteilten globalen Informationsgesellschaft und den freien Austausch von Informationen, Ideen und Meinungen weltweit geht,“ bekräftigte Viviane Reding, die EU-Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien. „Auf dem Weltgipfel in Tunis vom letzten Jahr haben wir einen wichtigen Schritt vorwärts gemacht auf dem Weg zu einem globalen Konsens, dem zufolge die alltägliche Verwaltung des Internet ohne die Einmischung irgendeiner Regierung erfolgen muss. Nun müssen wir sicherstellen, dass diese Zusagen auch voll und ganz in die Tat umgesetzt werden. Eingriffe in die Basisarchitektur des Internet sind nicht mehr zu rechtfertigen, es sei denn auf der Grundlage allgemein akzeptierter ordnungspolitischer Grundsätze erfolgen.“
Die hat wahrscheinlich immer noch nicht verstanden, welchen schädlichen Einfluss ihre Politik mit dem Schutz von Rechtekontrollsysteme und ein ausuferendes Urheberrecht samt Sanktionen auf „die Schaffung einer offenen, zugänglichen und ungeteilten globalen Informationsgesellschaft und den freien Austausch von Informationen, Ideen und Meinungen weltweit“ hat. Kann ich mir eine neue EU-Kommission wünschen?
Passend dazu hat die EU-Kommission auch ein 5‑seitiges Papier mit Fragen und Antworten zum Internet Governance veröffentlicht.
Update:
Und hier ist der passende Heise-Artikel: Diplomatie zum Informationsweltgipfel: Dichtung und Wahrheit.
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: Creative Commons: Podcasting Legal Guide
: Creative Commons: Podcasting Legal Guide Von Creative Commons gibt es jetzt den „Podcasting Legal Guide: Rules for the Revolution“. Der Text zielt zwar eher auf US-amerikanisches Copyright ab, dürfte aber auch für deutsche LeserInnen interessant sein. Sehr viele Links runden das Angebot ab.
