Öffentlichkeit

Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.

  • : Serendipity 1.0 ist raus
    Serendipity 1.0 ist raus

    Serendipity ist in der Version 1.0 erschienen.

    The Serendipity Team is proud to announce the final release version of Serendipity 1.0, an advanced and flexible blogging/cms web application. With its comprehensive feature set, including multiple authors, internationalization, templated output, and an open plugin architecture, Serendipity’s stable 1.0 release is ready to become the most popular Web application in the world!

    16. Juni 2006
  • : Brandenburg will Polizeigesetz verschärfen
    Brandenburg will Polizeigesetz verschärfen

    Das brandenburger Innenministerium unter Schönbohm hat gestern einen Referentenentwurf füre ein neues und verschärftes Polizeigesetz vorgelegt. Darin sind gesetzliche Rahmenbedingungen für die automatische Erfassung von Autokennzeichen im fließenden Verkehr, IMSI-Catchern zur Handyortung und eine Regelung zur Videoüberwachung enthalten. Dies berichtet die Berliner Zeitung: Handybesitzer überall zu orten. Während die CDU erwartungsgemäss mit dem Entwurf zufrieden ist, wird die Innenexpertin beim Koalitionspartner SPD, Britta Stark, mit den Worten zitiert: „Wir unterstützen alles, was die Verbrechensbekämpfung im Interesse der Bürger unterstützt – die Totalüberwachung wird es mit uns aber nicht geben.“

    15. Juni 2006 1
  • : And the Winner for best Censorship is: Yahoo!
    And the Winner for best Censorship is: Yahoo!

    Reporter ohne Grenzen haben in China die Suchmaschinen von Yahoo, Microsoft (MSN), Google und Baitu getestet, um heraus zu finden, wer denn die schlimmste Zensur mit Filterungen praktiziert. Als Gewinner konnte sich dabei Yahoo durchsetzen, herzlichen Glückwunsch für diese Glanztat: Yahoo! clear worst offender in censorship tests on search engines.

    Während Microsoft bisher immer kommunzierte, in ihrer chinesischen MSN-Beta keine Filterungen durchzuführen, fand Reporter ohne Grenzen heraus, dass meist dieselben Wörter wie bei der chinesischen Variante von Google gefiltert werden.

    Searches using a „subversive“ key word display on average 83% of pro-Beijing websites on google.cn, against 78% on msn.cn. By contrast, the same type of request on an uncensored search engine, like google.com (http://www.google.com/intl/zh-CN), produces only 28% of pro-Beijing sources of information. However, Microsoft like Google appears not to filter content by blocking certain keywords but by refusing to include web sites considered illegal by the authorities.

    Weiter wird die Forderung aufgestellt, dass in repressiven Staaten keine Informationen über Dmeokratie und Menschenrechte zensiert werden dürfen und die westlichen Firmen ihrer ethischen Verantwortung nachkommen sollen:

    Reporters Without Borders calls for search engines operating in repressive countries to refuse to censor certain content said to be „protected“, such as information on human rights and democracy. „We are convinced that these companies can still access the Chinese market without betraying their ethical principles. They must however adopt a firm and clear position in relation to the Chinese authorities“, it stressed.

    internet.rsf.org

    15. Juni 2006 2
  • : BBC-Streitgespräch: Hollywood und die Hacker
    BBC-Streitgespräch: Hollywood und die Hacker

    Die BBC hatte letzte Woche den EFF-Gründer und ehemaligen Grateful Dead Songwriter John Perry Barlow sowie den Ex-US-Landwirtschaftsminister und jetzigen Chef der MPAA (aka US-FilmindustrieTM) zu einer Diskussion über neue Vertriebswege im Netz geladen. Und das Transcript ist einfach grandios, John Perry Barlow fast in Bestform: Hollywood and the hackers. Beim Bootsektor findet sich eine deutsche Übersetzung und der Hinweis, dass es in dieser BBC-Newsnight-Sendung (MP3) ist. Bei einem kurzen Reinhören in die MP3-Datei konnte ich die Stelle aber nciht finden. Ich freue mich aber über sachdienliche Hinweise, ab welcher Minute das Streitgespräch beginnt. Danke für den Hinweis in den Kommentaren: Die Debatte geht bei 20:21 los und endet bei 26:46.

    John Perry Barlow: Ich habe gute, schlechte und gute Nachrichten. Die gute Nachricht ist, dass ihr Jungs es geschafft habt, die Gesetzgeber jedes grösseren Landes zu kaufen, und die Gerichte sind auch eurer Meinung, also könnt ihr euch gegenseitig gratulieren. Die schlechte Nachricht ist: ihr kämpft gegen einen Feind, der jünger und schlauer ist als ihr, und der noch leben wird, wenn ihr schon tot seid. Ihr werdet verlieren. Aber die andere gute Nachricht ist, dass ihr Typen verdammte Hurensöhne seid, die rausgekriegt haben, wie man Konsumenten und Künstler für Jahrhunderte über den Tisch zieht…

    15. Juni 2006 3
  • : Dokumentarfilm zur Überwachung sucht Sendeplatz
    Dokumentarfilm zur Überwachung sucht Sendeplatz

    Roman Mischel und Fiete Stegers von onlinejournalismus.de haben einen 45-Minuten Dokumentarfilm mit dem Titel „Alltag Überwachung“ gemacht und suchen nun Käufer und Sender. Es gibt einen vierminütigen Trailer, der schon sehr vielversprechend aussieht.

    13. Juni 2006 1
  • : Buch: A new chapter for human rights
    Buch: A new chapter for human rights

    Das gibts jetzt zum kostenfreien Download als PDF: „A new chapter for human rights – A handbook on issues of transition from the Commission on Human Rights to the Human Rights Council“

    The International Service for Human Rights (ISHR) and Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) have developed this handbook to facilitate the participation of NGOs and human rights defenders at the newly formed Human Rights Council. The handbook highlights the major issues of transition from the Commission to the Council. It briefly describes the old system under the Commission, what the Council needs to consider and do during its first year, and some of the key issues, and existing suggestions and choices. The handbook also identifies the main questions around each of these issues to generate discussion and reflection on what NGOs and defenders hope can be achieved through the system, what features they think would be useful, and better options.

    13. Juni 2006 4
  • : USA: Flash-Mobs gegen Apples DRM
    USA: Flash-Mobs gegen Apples DRM

    In den USA gab es wieder verschiedene Flash-Mobs gegen DRM, die von der Defective by Design Kampagne organisiert und durchgeführt wurden. Ziel waren diesmal verschiedene Apple-Stores in diversen US-Städten, um über das DRM im iPod und bei iTunes aufzuklären. Bilder finden sich bei Flickr und es gibt ein Video, was U2 freuen dürfte.

    Hier klicken, um den Inhalt von video.google.com anzuzeigen.

    Sehr nett ist auch dieses Mash-Up der Apple-Werbung:

    12. Juni 2006 4
  • : EFF-Podcast: Line Noise
    EFF-Podcast: Line Noise

    Die Electronic Frontier Foundation hat jetzt auch einen eigenen Podcast: Line Noise (RSS).

    Hier sind die ersten beiden Folgen:

    Apple v. Does, Sony BMG Settlement (MP3)

    Kurt Opsahl, EFF attorney working on free speech case Apple v. Does, talks about the recent victory at the California Court of Appeal. Plus the run-down on the Sony BMG settlement, and how to help in the AT&T case.

    Que S1RA, SIRA – The Trouble with the Section 115 Reform Act (MP3)

    Fred von Lohmann of EFF explains the landmine language hidden in this fast-tracked copyright bill.

    [via]

    12. Juni 2006
  • : US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität
    US-Repräsentantenhaus stimmt gegen Netz-Neutralität

    Das US-Repräsentantenhaus hat gestern mit 269 zu 152 Stimmen einen Gesetzantrag abgelehnt, mit dem das Ürinzip der Netz-Neutralität fest geschrieben werden sollte.

    Intern.de: ‚Net Neutrality’ gescheitert.

    Doch das Lobbying gerade der großen Telefon- und Kabelgesellschaften scheint erfolgreicher gewesen zu sein. Überhaupt können sich diese Firmen nicht über das Gesamtpaket „H.R. 5522“ beschweren, das vom Repräsentantenhaus mit 321 zu 101 Stimmen angenommen wurde. Denn dieser Gesetzespaket ebnet für die Gesellschaften unter anderem den Weg in die Fernsehwelt. Das neue Gesetz, das auch vom Weissen Haus schon gutgeheißen wurde, dereguliert den Zugang zu diesem Markt.

    Technology Review: Netzneutralität: Holzauge sei wachsam.

    Es geht hier im Übrigen nicht um Marktgiganten von Google, die ausgeblendet werden sollen, wenn sie nicht im Sinne der Telkos spuren. Nein, ein „tiered Internet“, in dem womöglich nichtzahlenden Site-Betreibern nur die Kriechspur bleibt, haut den neuen Internet-Firmen und kleinen Webdiensten auf den Kopf, die derzeit in ungeahnter Anzahl erneut erblühen. Es geht auch um nutzergenerierte Inhalte wie Weblogs, die auf der Strecke bleiben könnten, wenn das Netz in die Bereiche „Webserver hat bezahlt“ / „Webserver hat nicht bezahlt“ eingeteilt würde. Mit dem Ende der Netzneutralität bzw. einer fehlenden Festschreibung derselben könnte sich außerdem die Zensurfalle öffnen: Wenn die Provider tatsächlich erst einmal bestimmen, was die Nutzer sehen dürfen, haben zum Beispiel gegenüber der Betreiberfirma kritische Blogpostings womöglich keine Chancen mehr.

    CNet: House rejects Net neutrality rules.

    The U.S. House of Representatives definitively rejected the concept of Net neutrality on Thursday, dealing a bitter blow to Internet companies like Amazon.com, eBay and Google that had engaged in a last-minute lobbying campaign to support it.

    CNet: New Net neutrality plan may ruffle feathers.

    Internet companies that have been lobbying for stiff Net neutrality regulations might be having second thoughts right about now.

    Vor der Entscheidung hatte die Washington Post ein sehr lesenswertes Plädoyer von Lawrence Lessig und Robert W. McChesney für Netz-Neutralität publiziert: No Tolls on The Internet.

    Congress is about to cast a historic vote on the future of the Internet. It will decide whether the Internet remains a free and open technology fostering innovation, economic growth and democratic communication, or instead becomes the property of cable and phone companies that can put toll booths at every on-ramp and exit on the information superhighway.

    Neben der zivilgesellschaftlichen Kampagne „Save the Internet“ hatten sich viele Internetfirmen und wneige NGOs noch zur Kampagne „It’s our Net“ zusammen geschlossen.

    9. Juni 2006 6
  • : Captain Copyright vs. Dr. Lawless
    Captain Copyright vs. Dr. Lawless

    Die kanadische Lizenzagentur Access Copyright will seit kurzer Zeit mit dem Superhelden Captain Copyright kanadischen Grundschülern eine industrie- und verwerterlastige Sicht des Urheberrechts beibringen, unter anderem mit Anleitungen für’s Rollenspiel im Klassenzimmer: Die Kinder sollen ihre Mitschüler z. B. um Verwertungsrechte für ihre Werke bitten oder Klassenzeitungen mit einer zusätzlichen Seite für Urheberrechtshinweise versehen.

    Delikat ist an der Sache (neben dem unverhohlenen Lobbying) natürlich vor allem, dass „Captain Copyright“ ein Superheld nach dem Muster von Superman, Batman oder den anderen Helden der Comickultur ist. Somit bedienen sich die Kampagnenmacher ironischerweise genau des alltäglichen, offenen und selbstverständlich unvergüteten Kulturtransfers, der in ihrer einseitigen Darstellung von Kreativität unter den Tisch fällt.

    Philipp Lenssen hat die Abenteuer von Captain Copyright weitergezeichnet: Unser Held kämpft gegen den bösen Dr. Lawrence Lawless.

    9. Juni 2006 2
  • : Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06
    Der Video-Podcast zur WM: Morgen startet das WMStudio06

    Was die Kanzlerin kann, können wir schon lange: Morgen startet WMStudio06 – Unser Video-Podcast zur WM. Das Projekt ist als Spassidee entstanden, da ein Teil von newthinking communications verrückt nach Fussball ist und der andere Teil sich mehr fürs Internet und neue Kommunikationstechnologien interessiert. Mit dem WMStudio bekommen wir beides kombiniert und überleben die WM in der Mitte Berlins.

    Jeden Tag um 15 Uhr geht eine neue Folge der Show online. Mit „Teddy Turbo“ aka Christian Ahlers von den „Good Old Boys and Girls“ haben wir einen professionellen Schauspieler als Moderator (und seine Schreiber dazu), der nicht nur die Spiele kommentieren wird, sondern auch den etwas anderen Blick auf das WM-Geschehen wagt.

    In Analogie zum offiziellen WM-Motto „A time to make friends“ steht die Show unter dem Motto „A time to make sense“. Im Online-WM-Studio wird es neben den Spielkommentaren auch Expertengespräche, Taktikanalysen, eine Presseschau sowie den „WM-Artikel des Tages“ geben. Dabei können wir sogar auf eine Bluebox zurückgreifen, die hier nebenan bei den Jungs und Mädels von eitelsonnenschein berlin steht und die bei dem Projekt auch mitwirken. Insgesamt sind mehr als fünfzehn Personen damit mehr oder weniger befasst.

    Beim wmstudio06 setzen wir konsequent auf Offene Standards – Zumindest soweit das geht. Die Produktion und Schnitt läuft komplett mit Freier Software. Wir greifen dabei hauptsächlich auf Kino, Cinelerra, Audacity, Inkskape und Gimp zurück und wollen damit auch zeigen, dass professionelle Videoproduktion mit Freier Software Realität ist. Als Videoformat wird es neben MP4 auch das sympathische und nachhaltige Ogg Theora-Format geben. Von mir aus hätten wir dies auch in den Feed eingebunden, aber dann würden sich alle Apple- und Windows-Nutzer beschweren. Schade eigentlich, so kommt der Feed leider nur mit MP4. (Mal schauen, vielleicht gibts noch einen Extra-Feed mit Ogg Theora). Für den Player hätten wir gerne eine andere Lösung als Flash gefunden, aber hier haben zwei Wochen testen nur gezeigt, dass es immer noch keine zufriedenstellende plattformübergreifende Lösung gibt. Und meine Entscheidung war dann, dass wir lieber den Besten der getesteten Player nehmen als gar keinen.

    Aber die Verbindung von freien Formaten und offenen Lizenzen dürfte bei der bewegten WM-Berichterstattung einzigartig sein. Ausserdem ist alles „on demand“ – Broadcast-InternetTV war gestern. :)

    Bis zum 9. Juli finden sich täglich ab 15 Uhr auf www.wmstudio06.de neue Inhalte zum Download . Alle Videos stehen unter einer Creative Commons Lizenz – das Kopieren und Weiterverbreiten ist ausdrücklich erlaubt und erwünscht. Auch wenn es eine restriktive CC-Lizenz ist, wird wohl niemand etwas gegen Mash-Ups etwas haben. Alle Videos werden selbstverständlich in verschiedenen Formaten zur Verfügung gestellt, damit niemand ausgeschlossen wird. Vermutlich wird es auch noch eine Mobile-Version geben.

    Der Trailer ist schon online (OGG / MP4) und da einige Blogs schon drauf verlinken, gibts die Vorankündigung schon heute. Heute Abend basteln wir noch weiter dran, auf unserem internen Server siehts schon viel weiter aus. Und morgen um 15 Uhr ist dann die erste Show online.

    8. Juni 2006 5
  • : Kennzeichnungspflicht für DRM
    Kennzeichnungspflicht für DRM

    In Grossbritanien ist die parlamentarische „All Party Internet Group“ mit Interessanten Vorschlägen an die Öffentlichkeit gegangen, wie man mit DRM umgehen sollte (PDF). Eine ihrer Kernforderungen ist die Kennzeichnungspflicht für DRM-Erzeugnisse. Eine sehr sinnvolle verbraucherpolitische Forderung, die für mehr Transparenz sorgen kann.

    Key points of the report:

    * A recommendation that the Office of Fair Trading (OFT) bring forward appropriate labelling regulations so that it will become crystal clear to consumers what they will and will not be able to do with digital content that they purchase.
    * A recommendation that OFCOM publish guidance to make it clear that companies distributing Technical Protection Measures systems in the UK would, if they have features such as those in Sony-BMG’s MediaMax and XCP systems, run a significant risk of being prosecuted for criminal actions.
    * A recommendation that the Department of Trade and Industry investigate the single-market issues that were raised during the Inquiry, with a view to addressing the issue at the European level.
    * A recommendation that the government do not legislate to make DRM systems mandatory.
    * A recommendation that the Department for Culture, Media and Sport review the level of funding for pilot projects that address access to eBooks by those with visual disabilities and that action is taken if they are failing to achieve positive results.
    * A recommendation that the Department of Trade and Industry revisit the results of their review into their moribund “IP Advisory Committee” and reconstitute it as several more focused forums. One of these should be a “UK Stakeholders Group” to be chaired by the British Library.
    * A recommendation that the Government consider granting a much wider-ranging exemption to the anti-circumvention measures in the 1988 Copyright, Designs and Patents Act for genuine academic research.
    * A recommendation that having taken advice from the Legal Deposit Advisory Panel, the Department for Culture, Media and Sport hold a formal public consultation, not only on the technical details, but also on the general principles that have been established.

    Ich weiss ja, es ist total naiv, sich einen solchen Forderungskatalog oder generell das notwendige Bewusstsein von unserem Unterausschuss Neue Medien im Bundestag zu wünschen. Und unser Bauernminister Seehofer geht sicher früher in Rente als dass er mal die verbraucherpolitische Relevanz des Themas erkennt. Schade eigentlich. Aber ich lasse mich gerne auch vom Gegenteil überzeugen.

    Auf jeden Fall sei hier nochmal der Report als PDF verlinkt.

    Die BBC berichtete über die Initiative: MPs in digital downloads warning. Und ansonsten sei hier noch auf einen Bericht der Open Rights Group verwiesen: Launch of the APIG report on DRM.

    7. Juni 2006 5
  • : Google: We suck (regarding China)
    Google: We suck (regarding China)

    Philipp Lenssen vom großartigen Google Blogoscoped verweist auf eine AP-Meldung, die von einem Treffen mit den Google-Obersten berichtet, die in Sachen China erstaunlich selbstkritisch (für Werte von Google) sind.

    “We felt that perhaps we could compromise our principles but provide ultimately more information for the Chinese and be a more effective service and perhaps make more of a difference,” Brin said. (…)

    “Perhaps now the principled approach makes more sense,” Brin said. (…)

    Passend dazu die Meldung, daß China offenbar mal gerade testweise google.com für eine Weile gesperrt hat.

    7. Juni 2006 1
  • : Demo gegen Überwachung am Sa, 17.6. in Berlin
    Demo gegen Überwachung am Sa, 17.6. in Berlin

    Langsam platzt immer mehr Leuten die Hutschnur oder der Kragen wegen der zunehmenden Überwachung. Und nur auf das Verfassungsgericht zu zählen ist auf die Dauer auch etwas nervig. Jetzt gibt es seit langem mal wieder einen Versuch, den bisher stark im Netz stattfindenden Protest auf die Straße zu tragen. Aus dem Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung ist die Idee für eine Demo entstanden, die thematisch aber viel breiter ausgerichtet ist und schon einige Unterstützer gefunden hat.

    www.Freiheit-statt-Sicherheitswahn.de

    „Freiheit statt Sicherheitswahn“
    Demo in Berlin am Samstag, den 17. Juni

    Der Überwachungswahn greift um sich. Staat und Unternehmen registrieren, überwachen und kontrollieren uns immer vollständiger. Egal, was wir tun, mit wem wir sprechen oder telefonieren, wohin wir uns bewegen, mit wem wir befreundet sind, wofür wir uns interessieren, in welchen Gruppen wir engagiert sind – der „Big Brother“ Staat und die „Little Brothers“ aus der Wirtschaft wissen es immer genauer. Diese Totalüberwachung bringt enorme Missbrauchs- und Fehlerrisiken mit sich. Die BND-Bespitzelung ist nur das neueste Beispiel dafür, dass die ausufernde Überwachung unserer freiheitlichen Demokratie insgesamt schadet.

    Hinzu kommt: Wer sich ständig überwacht und beobachtet fühlt, kann sich nicht mehr unbefangen und mutig für seine Rechte und eine gerechte Gesellschaft einsetzen. Es entsteht eine unkritische Konsumgesellschaft von Menschen, die „nichts zu verbergen“ haben und vom Staat die Gewährleistung totaler Sicherheit fordern, koste es, was es wolle. Eine solche Gesellschaft wollen wir nicht!

    Um gegen Sicherheitswahn und die ausufernde Überwachung zu protestieren, gehen wir am 17. Juni 2006 in Berlin unter dem Motto „Freiheit statt Sicherheitswahn“ auf die Straße. Treffpunkt ist der Alexanderplatz um 14 Uhr. Der Protestzug beginnt um 15 Uhr.

    Wir rufen alle Bürgerinnen und Bürger auf, an der Demo teilzunehmen. Die Politiker sollen sehen, dass die Bürger für ihre Privatsphäre wieder auf die Straße gehen!

    Auf der Demo-Homepage finden sich jeweils die neuesten Infos zur Demo und zu Anreisemöglichkeiten. Wer mit dem Kfz anreist, möge freie Plätze für Mitfahrer/innen bitte melden.

    Es werden noch dringend Leute gesucht, die vor Ort mithelfen oder Material, Technik o.ä. zur Verfügung stellen können.

    Unterstützer (Stand: 7.6.2006):

    7. Juni 2006 2
  • : Gegen Online-Repressalien: Kampagne von Amnesty International
    Gegen Online-Repressalien: Kampagne von Amnesty International

    Die britische Sektion der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat zusammen mit der britischen Tageszeitung The Observer und der OpenNet-Initiative eine Kampagne gegen Internet-Zensur gestartet: Irrepressible.info will demonstrieren, dass niemand davon abgehalten werden kann, seine freie Meinung „online wie offline“ uneingeschränkt zu äußern und nicht durch Repressalien bedrängt werden kann, so die Kampagne. In China, Vietnam, Tunesien, Iran, Saudi Arabien und Syrien würden zu den Staaten zählen, die den Zugang zum Internet zensieren und Einwohner verfolgen und inhaftieren, weil sie online ihre Kritik zu den Verhältnissen geäußert hätten. „Internet-Repression geht nicht nur von Regierungen aus“, erklärt Amnesty International weiter: „IT-Unternehmen haben Systeme mit aufgebaut, die den Einsatz von Überwachung und Zensur ermöglichen. So hat Yahoo! die privaten Daten von E‑Mail-Nutzern den chinesischen Behörden übermittelt und damit dazu beigetragen, dass in Fällen unrechtmäßige Verhaftungen statt fanden. Microsoft und Google sind beide den Forderungen der Regierung nachgekommen, aktiv chinesische Nutzer von ihren angebotenen Services einzuschränken.

    Amnesty International ruft die Bürger nun auf, selber die Zensur solcher Staaten zu unterwandern. Einmal durch eine Unterschrift bei ihrer „Internet Freiheit“-Kampagne. Wer aktiv zur Meinungsfreiheit beitragen möchte, kann in anderen Ländern zensierte Webinhalte auf seinen eigenen Seite zugänglich machen. Im Falle der chinesischen Zensur bitte Amnesty International um E‑Mail-Beschwerden an die chinesische Regierung, um den Journalisten Shi Tao freizulassen. Der wurde zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, weil er eine E‑Mail an eine Pro-Demokratie-Organisation geschickt haben soll. Weitere Infos dazu auf der Seite von Irrepressible.info.

    6. Juni 2006 2
  • : The Pirate Bay is back
    The Pirate Bay is back

    The Pirate Bay ist wieder online und das Angebot wird gerade nach und nach ins Netz gestellt.

    Bilder von der Demonstration gegen die Schliessung gibts bei Flickr.

    4. Juni 2006 7
  • : Taz-Dossier zum Sicherheitswahn bei der WM
    Taz-Dossier zum Sicherheitswahn bei der WM

    Die Taz hat ein Dossier über den Sicherheitswahn zur WM:

    Die sicherste WM der Welt

    Außergewöhnliche Ereignisse erfordern außergewöhnliche Maßnahmen – mit dieser Logik scheinen die deutschen Innenminister alles zu rechtfertigen: Mitarbeiter werden durchleuchtet und Zuschauer überwacht. Datenschützer befürchten, dass nach der WM die Kontrollen bleiben werden

    „Spiele im Hochsicherheitstrakt“

    Was als ein Mehr an Sicherheit verkauft wird, läuft auf die Einschränkung elementarer Rechte hinaus, kritisiert Burkhard Hirsch, das liberale Gewissen der FDP. Sollte Innenminister Schäuble die Bundeswehr im Innern einsetzen, kündigt Hirsch eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht an.

    Der Chef-Türsteher

    Leipzig freut sich. Schließlich kommt die Welt zu Gast. Allerdings sind die Gastgeber auch ein wenig besorgt – wegen der Sicherheit. Deshalb überwacht Ramón Rodríguez während der WM das Stadion und knapp 38.500 Zuschauer. Mit Hilfe von Kameras und 1.500 Angestellten. Ein Porträt

    3. Juni 2006 1
  • : iRights.info gewinnt Grimme Online Award
    iRights.info gewinnt Grimme Online Award

    Das ist doch mal eine schöne News: Unser Verbraucherportal iRights.info hat einen „Grimme Online Award“ für den Bereich „Information“ bekommen.

    Begründung der Jury:
    Sich im 21. Jahrhundert an Musik, Filmen oder Software zu erfreuen, ist ein schwieriges Unterfangen. Gesetzgeber verwirren den Konsumenten mit ersten und zweiten Novellierungskörben, Lobbyverbände der Unterhaltungsindustrie drohen in ihren Kampagnen mit Handschellen und Haftstrafen, während beim so genannten digitalen Rechtemanagement (DRM) jeder Anbieter sein eigenes Süppchen kocht und so das Nervenkostüm des Verbrauchers bei jedem Kauf erneut auf Strapazierfähigkeit testet.

    Das Angebot iRights.info leistet in diesem Dickicht, das oft genug selbst Juristen Rätsel aufgibt, vorbildliche Orientierungsarbeit. In angenehm unaufgeregter Tonalität und in verständlicher Sprache klärt die Website all jene Alltagsprobleme, die zwischen CD-Brenner, DVD-Ländercode und MP3-Download auftauchen. iRights geht über lexikalische Ausführungen hinaus und nutzt die Dialogfähigkeit des Netzes zur Beantwortung konkreter Fragen.

    iRights.info informiert nicht nur Konsumenten, sondern richtet sich mit praktischer Hilfestellung auch an Produzenten digitaler Werke, seien es Musiker, Filmemacher, Podcaster oder Autoren, und leistet so einen wertvollen Beitrag zur digitalen Kultur.

    Mit der Auszeichnung artikuliert die Jury auch ihre Hoffnung, dass dieses wichtige Aufklärungsangebot die künftigen Entwicklungen weiterhin kritisch begleiten wird, und so dazu beiträgt, möglichst vielen Menschen den Umgang mit digitalen Medien zu erleichtern.

    Und Spreeblick hat den „Grimme Online Award Spezial“. Herzlichen Glückwunsch! (Jetzt verstehe ich auch das „Yes!“ per SMS… :)

    3. Juni 2006 1
  • : Zusammenfassung „Fressen Blogs den Journalismus?“
    Zusammenfassung „Fressen Blogs den Journalismus?“

    Bei Spreeblick findet sich eine Zusammenfassung der „Fressen Blogs den Journalismus?“-Diskussion, wo ich vor über einer Woche in Köln auf dem Podium teilgenommen hat. Die Zusammenfassung stammt von Jan Bayer.

    2. Juni 2006 2
  • : The Pirate Bay im Chaosradio-Interview
    The Pirate Bay im Chaosradio-Interview

    Tim ist gerade auf der Reboot-Konferenz in Kopenhagen und hat für den Chaosradio-Podcast einen der Sysadmins von „The Pirate Bay“ zu den Vorkommnissen der letzten Tagen befragt: CRI009 – The Pirate Bay. Das Interview ist ca. 43 Minuten lang und findet sich hier als MP3.

    Tim Pritlove talks to Peter who is one of the maintainers and system administrators of The Pirate Bay system which has become the biggest BitTorrent tracker system in the world effectively generating half of Swedens Internet traffic. The system was recently raided by Swedish police after the US government complained about the site to the swedish government. This interview was done two days after this incident happened and while the Pirate Bay System was still offline.

    Peter explains what exactly happened during the police raid and explains the history and philosophy behind the anti-copyright scene in Sweden and the technical details of the Pirate Bay system and the BitTorrent protocol in particular. He also explains what the technical difficulities are in maintaining the service and the amount private data the system stores and handles.

    2. Juni 2006 1