In einer Petition wenden sich europäische Podcaster und ihre Verbände gegen eine weitergehende Entmächtigung. Das schwarze Schaf ist inklusive seltsamer Rhetorik eine drohende „Signalpiraterie“, und das dient als Vehikel für Denken aus alter Rundfunkperspektive.
Die englischen, irischen und deutsche Podcaster kritisieren in ihrer Petition, dass der Broadcasting Treaty einen „tiefen Eingriff in unsere Rechte“ darstelle, da sie als eigentliche „geistige Eigentümer nicht die Lizenz und damit auch nicht die zukünftigen Verwendungsmöglichkeiten und Verbreitungsrechte bestimmen können“. Thomas Wanhoff, Vorsitzender des deutschen Podcastverbands, sagte gegenüber heise online: „Es kann nicht sein, dass die Rundfunkanstalten freie Inhalte etwa aus Podcasts verwenden, und dann darauf einen für 50 Jahre geltenden Rechtsanspruch haben.“ Wanhoff selbst ist Podcaster, und sein Podcast wird von Radiosendern aufgegriffen. „Aber was wäre, wenn der Sender damit Rechte erwerben würde?“ fragt er sich.
[via heise / Markus]
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2 Kommentare zu „Europäische Podcaster wehren sich gegen Entrechtung durch WIPO“
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[…] Die gemeinsame Aktion des Podcastvebandes mit den Kollegen aus England und Irland hat ein nicht geringes Medienecho ausgelöst. Es berichteten bisher: heise.de boingboing.com netzpolitik.org Golem.de Adam Currys Daily Source Code Netzeitung und viele Blogs […]
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[…] Da die europäischen Podcasting-Verbände letzte Woche eine gemeinsame Erklärung gegen den WIPO-Podcasting-Treaty veröffentlicht haben, nutze ich die Chance, um in Rio von Cory Doctorow eine kurze Message zu genau diesem WIPO-Treaty einzuholen. (MP3 /192 kb/s) […]
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