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FSF-Kampagne gegen DRM

Die Free Software Foundation (FSF) stellt eine ihrer neuen Initiativen vor: DefectiveByDesign ist eine Anti-DRM Kampagne, die zum Kampf gegen „Medienmogule, wenig hilfreiche Hersteller und Vertreiber der DRM-Implementierung“ aufruft. DRM steht für „Digital Restrictions Management“ und ist ein in die Eingeweide von Rechner und Elektronik-Gütern montiertes System, dass auf digitale Weise die Urheberrechte schützen soll.…

  • Markus Beckedahl

Die Free Software Foundation (FSF) stellt eine ihrer neuen Initiativen vor: DefectiveByDesign ist eine Anti-DRM Kampagne, die zum Kampf gegen „Medienmogule, wenig hilfreiche Hersteller und Vertreiber der DRM-Implementierung“ aufruft. DRM steht für „Digital Restrictions Management“ und ist ein in die Eingeweide von Rechner und Elektronik-Gütern montiertes System, dass auf digitale Weise die Urheberrechte schützen soll. Das Verfahren ist umstritten, da sich dadurch bislang ungeklärte Probleme bei Privatkopie oder Datenschutz ergeben können.

Ihre erste öffentliche Aktion zeichnete sich durch ein „gesundheitsgefährdendes“ Auftreten aus: Am 23. Mai tagten die Microsoft-Entwickler in Seattle. Zur Eröffnungsrede von Bill Gates startete DefectiveByDesign gleich eine Grasswurzel-Aktion, wobei eine Gruppe Protestierende in neongelben Schutzanzügen aufmarschierten.


[via Flickr]

Bei den Bemühungen der Aktivisten geht es konkret um „Flash-Proteste, direkte Aktionen und praktische Anleitungen, damit die Leute sich beteiligen können und dazu beitragen, dass die Dummheit von DRM ein Ende hat“, erklärte Gregory Heller von DefectiveByDesign die Vorgehensweise. Der Name „Defective by Design“ bedeutet „Fehlerhaft durch Design“ und soll sich auf Computer und andere Elektronikgüter wie HDTV, Telefone oder DVD-Player beziehen, die von Werk aus schon fehlerhaft, will heißen mit einem DRM-System, ausgeliefert werden: „Diese Produkte respektieren nicht die Rechte des Nutzers auf eine Privatkopie seiner digitalen Medien“, erklärt die FSF.

Über die Autor:innen

  • Markus Beckedahl
    Darja Preuss

    Markus Beckedahl hat schon 2003 in der Ur-Form von netzpolitik.org gebloggt und hat zwischen 2004 bis 2022 die Plattform als Chefredakteur entwickelt. Seit 2024 ist er nicht mehr Teil der Redaktion und schreibt einen Newsletter auf digitalpolitik.de. Kontakt: Mail: markus (ett) netzpolitik.org, Presseanfragen: +49-177-7503541 Er ist auch auf Mastodon, Facebook, Twitter und Instagram zu finden.


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6 Kommentare zu „FSF-Kampagne gegen DRM“


  1. Ich fände „Prinzipbedingt fehlerhaft“ etwas einleuchtender Übersetzt als „Fehlerhaft durch Design“. Wenn dir die Übersetzung auch gefällt, kannst du sie oder ne Abwandlung davon ja in Zukunft aufnehmen wenn sich die Gelegenheit nochmal ergibt.. :)

    viele grüße
    Milan


  2. schomsko

    ,

    Google übersetzt das als: „Defekt mit Absicht“


  3. […] Der nächste logische Schritt in der Kamagne müsste dann sein, dass MTV auch die ausgestrahlte Musik selber zum Download anbietet, die somit legal erworben werden kann. Oder evtl. sogar fertig gebrannte CDs direkt beim Sender bestellt werden können, natürlich auf originalen Maxell-Datenträgern, in bester DRM-freier Qualität, und auf dauerhaft haltbaren Rohlingen. Damit könnte man dem weit verbreiteten Protest gegen DRM sinnvoll begegnen. Wir fänden das auch gut. […]


  4. […] die aktion fand bereits am 23ten mai in seattle bei einer tagung von micro$oft statt, bei der auch bill gates anwesend war. die kampagne selber ist eine initiative der free-software-foundation und unter defectivebydesign gibt es mehr informationen zum thema. [via] […]


  5. […] die aktion fand bereits am 23ten mai in seattle bei einer tagung von micro$oft statt, bei der auch bill gates anwesend war. die kampagne selber ist eine initiative der free-software-foundation und unter defectivebydesign gibt es mehr informationen zum thema. [via] […]


  6. […] Die Free Software Foundation (FSF) hat ihre neue Kampagne “DefectiveByDesign” vorgestellt. […]

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