Öffentlichkeit

Meinungs- und Pressefreiheit, Zensur, Menschenrechte, Whistleblowing, Transparenz, Öffentlichkeitswandel, Datenjournalismus und Open Data.

  • : Netzpolitik-Podcast über das Internet Governance Forum
    Netzpolitik-Podcast über das Internet Governance Forum

    Letzte Woche fand in Athen das erste Internet Governance Forum statt. Das IGF ist der offizielle Nachfolgeprozess zum UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft und soll ein offenes Multistakeholder-Forum für die globalen Diskussionen rund um Netzpolitik sein. Mein Mitblogger Ralf Bendrath war vor Ort, hat hier ein wenig darüber geschrieben und gestern haben wir dieses ca. 20 Minuten lange Interview aufgezeichnet, wo Ralf nochmal ausführlicher beschreibt, wie das erste Internet Governance Forum war.

    Das Interview gibt es als MP3 (112kb/s, 20MB) und OGG (12MB)

    7. November 2006 4
  • : 24 Stunden klicken gegen Internetzensur
    24 Stunden klicken gegen Internetzensur

    Noch bis morgen früh 11 Uhr läuft die Aktion „24 Stunden klicken gegen Internetzensur“ von „Reporter ohne Grenzen“. Mit der Aktion sollen die „schwarzen Löcher des Internet“ geschlossen werden. „Jeder Klick zählt,“ so Reporter ohne Grenzen, „Und jeder Klick hilft Reporter ohne Grenzen, sich noch nachdrücklicher für einen freien Informationsfluss im Internet einzusetzen.“ Im Visier der Menschenrechtsorganisation sind 13 Länder, in denen das Recht auf freie Meinunsäußerung massiv verletzt wird: Ägypten, China, Iran, Kuba, Myanmar, Nordkorea, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan, Vietnam und Weißrussland. Abgestimmt werden kann auf http://www.rsf.org/24h/

    Gleichzeitig startet die Organisation eine eigene Blog-Plattform. Die Preise für ein Blog auf der Plattform http://www.rsfblog.org bewegen sich zwischen 5,90 und 14,90 Euro, wählbar sind zahlreiche Optionen, beispielsweise MoBlog- und Podcasting-Funktionen oder besonders viel Speicher. Ein Teil des Geldes geht an „Reporter ohne Grenzen“ und deren Hilfsfonds: „Der Hilfs-Fond der Organisation unterstützt Familien von Internetnutzern, die in repressiven Ländern für das, was sie online veröffentlicht haben, hinter Gittern sind.“ Außerdem ist es möglich, eine Patenschaft für einen inhaftierten Internet-Dissidenten zu übernehmen: „Foto, sowie Lebenslauf des Inhaftierten erscheinen dann automatisch rechts neben ihrem Blog.“ Das Schicksal der Gefangenen öffentlich zu machen, erhöhe dessen Chance, frei zu kommen.

    7. November 2006 1
  • : Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig
    Netzpolitik-Podcast: Interview mit Lawrence Lessig

    Hier ist ein ca. 50 Minuten langes Interview mit Lawrence Lessig über Creative Commons, Netzneutralität, Kopierschutz, Web 2.0, Free Culture und vielen mehr. Megr über Lawrence Lessig gibt es auch in der deutschen und englischen Wikipedia.

    Das Interview gibts als MP3 (112kb/s, 40 MB) und OGG (32 MB).

    Etwas mehr Inhalt gibt es morgen dazu. Die Videorohdateien sind irgendwann diese Woche mal hochgeladen. Ich wollte ein paar bearbeitete Ogg-Theora Schnipsel bei Sevenload reinstellen, die werden da aber nicht akzeptiert. Schade.

    6. November 2006 2
  • : Daily Show thematisiert Wahlcomputer
    Daily Show thematisiert Wahlcomputer

    Wahlcomputer haben es im Rahmen der US-Wahlen in die Daily Show geschafft. Da die Daily Show Mitschnitte vom Rechteinhaber Comedy Central aus Youtube entfernt wurden, gibts hier eine MP4-Datei damit.

    [via]

    6. November 2006 2
  • : BGH-Entscheidung: T‑Online darf Verbindungsdaten nicht mehr speichern
    BGH-Entscheidung: T‑Online darf Verbindungsdaten nicht mehr speichern

    Herzlichen Glückwunsch: Holger Voss hat vor dem Bundesgerichtshof gewonnen. Hier ist die Pressemitteilung dazu:

    Der Bundesgerichtshof hat am 26. Oktober eine Beschwerde der Deutschen Telekom AG zurückgewiesen 1). Damit wird ein Urteil des Landgerichts Darmstadt 2) rechtskräftig, das T‑Online verpflichtet, die jeweils dynamisch vergebene Internetadresse (IP-Adresse) des Klägers unmittelbar nach Verbindungsende zu löschen.

    6. November 2006 6
  • : .get privacy
    .get privacy

    Das F!XMBR-Blog hat jetzt ein Zweitblog: .get privacy. Dort finden sich bisher verschiedene Anleitungen zum Schutz der eigenen Privatsphäre. Dazu gibts einen Jabber-Server und zukünftig News aus dem Datenschutz-Bereich.

    4. November 2006 1
  • : NetzpolitikTV: Lawrence Lessig – Interview Teil1
    NetzpolitikTV: Lawrence Lessig – Interview Teil1

    Hier data-epi-spacing ist data-epi-spacing mal data-epi-spacing ein data-epi-spacing kleiner data-epi-spacing Ausschnitt data-epi-spacing aus data-epi-spacing einem data-epi-spacing längeren data-epi-spacing Interview data-epi-spacing mit data-epi-spacing Lawrence data-epi-spacing Lessig, data-epi-spacing was data-epi-spacing wir data-epi-spacing am data-epi-spacing vergangenen data-epi-spacing Montag data-epi-spacing aufgenommen data-epi-spacing haben. data-epi-spacing In data-epi-spacing diesem data-epi-spacing Ausschnitt data-epi-spacing geht data-epi-spacing es data-epi-spacing darum, data-epi-spacing was data-epi-spacing er data-epi-spacing deutschen data-epi-spacing Politikern data-epi-spacing mit data-epi-spacing auf data-epi-spacing dem data-epi-spacing Weg data-epi-spacing geben data-epi-spacing würde, data-epi-spacing die data-epi-spacing sich data-epi-spacing momentan data-epi-spacing mal data-epi-spacing wieder data-epi-spacing mehr data-epi-spacing oder data-epi-spacing wenig data-epi-spacing mit data-epi-spacing dem data-epi-spacing Urheberrecht data-epi-spacing beschäftigen.

    Hier klicken, um den Inhalt von sevenload.de anzuzeigen.

    Eine data-epi-spacing Version data-epi-spacing zum data-epi-spacing herunterladen data-epi-spacing stell data-epi-spacing ich data-epi-spacing später data-epi-spacing noch data-epi-spacing online. data-epi-spacing Eine data-epi-spacing Audiofassung data-epi-spacing wird data-epi-spacing es data-epi-spacing auch data-epi-spacing noch data-epi-spacing geben. data-epi-spacing Die data-epi-spacing Bearbeitung data-epi-spacing des data-epi-spacing ganzen data-epi-spacing Video-Interviews data-epi-spacing dauert data-epi-spacing noch data-epi-spacing an. data-epi-spacing Im data-epi-spacing Moment data-epi-spacing versuche data-epi-spacing ich, data-epi-spacing über data-epi-spacing eine data-epi-spacing 600k data-epi-spacing Uploadverbindung data-epi-spacing 10 data-epi-spacing GB data-epi-spacing an data-epi-spacing .dv-Rohdaten data-epi-spacing online data-epi-spacing zu data-epi-spacing stellen. data-epi-spacing Mal data-epi-spacing schauen, data-epi-spacing ob data-epi-spacing der data-epi-spacing Provider data-epi-spacing in data-epi-spacing den data-epi-spacing veranschlagten data-epi-spacing 37 data-epi-spacing Stunden data-epi-spacing das data-epi-spacing Internet data-epi-spacing zwischenzeitlich data-epi-spacing kappt. data-epi-spacing Ich data-epi-spacing hoffe data-epi-spacing mal data-epi-spacing nicht. data-epi-spacing Geplant data-epi-spacing ist data-epi-spacing aber, data-epi-spacing das data-epi-spacing Material data-epi-spacing frei data-epi-spacing unter data-epi-spacing einer data-epi-spacing sehr data-epi-spacing liberalen data-epi-spacing Creative data-epi-spacing Commons data-epi-spacing Namensnennungs-Lizenz data-epi-spacing zum data-epi-spacing Remixen data-epi-spacing zur data-epi-spacing Verfügung data-epi-spacing zu data-epi-spacing stellen.

    3. November 2006 4
  • : AN.ON nun auch in Tunesien
    AN.ON nun auch in Tunesien

    Christiane Schulzki-Haddouti schreibt auf sueddeutsche.de über Anonymisierung mit AN.ON: Undercover surfen.

    Diese Woche weitete der Anonymisierungsdienst AN.ON sein internationales Angebot deutlich aus. Anwender können nun ihre Datenströme über neue Anonymisierungsserver in Tunesien und Dänemark verschlüsseln. Nicht nur Bürger, sondern auch Unternehmen können sich damit besser gegen Ausspähung schützen. Zurzeit nutzen etwa 3500 bis 4000 Menschen den Anonymisierungsdienst gleichzeitig. Monatlich rufen sie über 250 Millionen Internetadressen anonym ab. Die Software wurde bereits über eine Million Mal heruntergeladen.

    3. November 2006 1
  • : Neue Transparenz: Atombomben-Baupläne von US-Regierung ins Netz gestellt
    Neue Transparenz: Atombomben-Baupläne von US-Regierung ins Netz gestellt

    Wenn das der Beckstein mitbekommt: US- Regierung veröffentlichte versehentlich Atombomben- Baupläne.

    Tatsächlich fanden sich in den veröffentlichten Dokumenten einige Dutzend über das irakische Atomprogramm, berichtet heute die „New York Times“. Und die haben es in ihrer Eindeutigkeit in sich: Was dort zu sehen war, grenze an eine Bauanleitung. „Schockiert“ hätten in der letzten Woche Vertreter der internationalen Atomenergiebehörde bei Gregory L. Schulte, dem US-Vertreter bei der IAEA, Protest angemeldet. Schulte dementiert das. Erst eine Anfrage der „New York Times“ brachte den Stein ins Rollen: Wenige Stunden später zog die US-Regierung den Stecker und nahm die gesamte Webseite vom Netz.

    Und zwar überaus gründlich. Weder beim Internet-Archiv, noch in den Caches der großen Suchmaschinen finden sich auch nur noch Spuren der Tausende von Dokumenten. Den Link zu veröffentlichen, erübrigt sich: Dort ist nichts mehr, die Adresse ist augenscheinlich sogar aus den DNS-Verzeichnissen der Internetprovider getilgt.

    Die Informationen standen auf dem „Operation Iraqi Freedom Document Portal“, welches wohl dazu genutzt wurde, um eine Legitimität des Irak-Krieges in der öffentlichen Wahrnehmung durch die Publizierung von „Fakten“ zu erreichen. Pikant ist zudem, dass die USA viel mehr Informationen auf dem Portal veröffentlicht haben, als die Mitglieder des Uno-Sicherheitsrates zu sehen bekamen.

    3. November 2006 2
  • : Spanischer Richter erklärt Filesharing für gesellschaftlich akzeptiert
    Spanischer Richter erklärt Filesharing für gesellschaftlich akzeptiert

    In Spanien ist ein Tauschbörsennutzer vor Gericht freigesprochen worden, wie die Futurezone berichtet: Kein Gefängnis für Tauschbörsennutzer.

    Der Beklagte habe sich keines Vergehens schuldig gemacht, das eine Strafe rechtfertige, stellte Richter Paz Aldecoa in der nordspanischen Stadt Santander fest. Er verwies darauf, dass das Herunterladen von Musik aus dem Internet zu privaten Zwecken gängige Praxis und gesellschaftlich akzeptiert sei. Der Mann habe damit schließlich keine finanziellen Interessen verfolgt.

    Schönes Urteil. Nichts anderes fordern wir in Deutschland: Tauschbörsenutzung und privates Kopieren zu nicht-kommerziellen Zwecken sollte als gesellschaftliche Realität akzeptiert und neue Wege für eine Legalisierung sollten gesucht werden.

    Wer an Originalquellen interessiert ist: Vor zwei Tagen berichtete schon die spanische Zeitung El Mundo darüber: Una juez de Santander sentencia que descargar música por Internet no es delito.

    3. November 2006 2
  • : 2. Korb: Die ersten Anhörungen zum Urheberrecht im Bundestag
    2. Korb: Die ersten Anhörungen zum Urheberrecht im Bundestag

    „Heute im Bundestag“ hat die ersten beiden Anhörungen im Rechtsausschuss zum Urheberrecht angekündigt. Am 8. November gibt es erstmal zwei getrennte Sessions zu den Themen Geräteabgaben und Kabelweitersendung. Wie das so bei Bundestagsanhörungen ist, werden dort eine Menge Menschen innerhalb kurzer Zeit sprechen und vor dem Ausschusssaal werden Papierberge mit Stellungnahmen der unterschiedlichen Lobbys liegen. Die Abgeordneten des Rechtsausschuss werden vorbereitete Fragen an „ihre“ eingeladenen Experten stellen und das Publikum darf dem ganzen von der Tribüne aus zuschauen. Die Expertenauswahl wird meist interfraktionell vereinbart und jede Fraktion versucht dort Experten unterzubringen, die der eigenen Politik am nächsten stehen. Wobei die Expertenanzahl aufgrund der Zeit limitiert ist.

    Der erste Teil der Anhörung, der um 13 Uhr beginnt, ist der Urheberrechtsvergütung gewidmet. Live vor Ort sind:

    Till Barleben (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie aus Frankfurt am Main), Professor Jürgen Becker (Zentralstelle für private Überspielungsrechte aus München), Kathrin Bremer (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. aus Berlin), Professor Max Fuchs (Deutscher Kulturrat e.V. aus Berlin), Professor Reto M. Hilty (Max-Planck-Institut für Geistiges Eigentum, Wettbewerbs- und Steuerrecht aus München), Professor Johannes Kreile (Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V. aus Wiesbaden), Benno H. Pöppelmann (Initiative Urheberrecht aus Berlin), Christian Sprang (Börsenverein des Deutsche Buchhandels e.V. aus Frankfurt am Main), Professor Artur-Axel Wandtke (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht von der Humboldt-Universität zu Berlin) und Hajo Riedenbeck (Gesellschaft für Konsumforschung aus Nürnberg).

    Der zweite Teil der Anhörung beginnt um 16.30 Uhr. Thema ist die Kabelweitersendung. Live vor Ort sind:

    Professor Jürgen Becker, Professor Thomas Dreier (Fakultät für Informatik der Universität Karlsruhe), Professor Georgios Gounalakis (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung und Medienrecht an P der Philipps- Universität Marburg), Claus Grewenik (Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. aus Berlin) und Ralf Heublein (Deutscher Kabelverband e.V. aus Berlin).

    Beide Teile der Anhörung finden im Raum 1.302 des Jakob-Kaiser-Hauses statt. Eine Anmeldung ist erforderlich beim Sekretariat des Rechtsausschusses, Tel. (030) 227–32430, E‑mail: rechtsausschuss@bundestag.de .

    Beide Debatten sorgen für heftige Diskussionen, aber die für dieses Blog spannensten Fragestellungen werden erst beim zweiten Anhörungsmarathon am 20. November im Bundestag diskutiert. Dort geht es dann um Schrankenregelungen wie das Zitatrecht oder die Privatkopie. Und ich sitze leider im Flieger zurück aus den Philippinen, aber wir werden hier trotzdem eine Berichterstattung hinbekommen.

    Ich hab eben mal versucht, herauszufinden, ob Audio- und Filmaufnahmen erlaubt sind. Immerhin ist es eine öffentliche Anhörung, die Plätze sind limitiert und die Bürger zahlen das ganze Event mit Steuergeldern. Erste Reaktionen waren, dass wohl noch niemand wirklich auf die Idee gekommen ist. Ich erreiche leider zum jetzigen Zeitpunkt das Ausschuss-Sekretariat nicht mehr, bleibe aber dran. Wir würden nämlich gerne die Anhörungen aufzeichnen, ins Netz stellen und somit die demokratische Arbeit des Deutschen Bundestag unterstützen. Transparenz und so. Ich bin mal gespannt, was dabei herauskommt.

    2. November 2006 6
  • : UK-Studie: Wissen sollte zuerst öffentliches Gut sein
    UK-Studie: Wissen sollte zuerst öffentliches Gut sein

    Eine Studie des britischen „Institute for Public Policy Research“ geht der Frage nach, welche zukünftigen Wissensmodelle für Grossbritanien am Besten geeignet sind. Ars Technica berichtet darüber und liefert vier vorgeschlagene Modelle aus der Studie: UK report: knowledge should be public good first, private right second.

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    Zur Datenschutzerklärung von TED

    Zur Datenschutzerklärung von netzpolitik.org

    The second model currently describes the UK, where knowledge is an asset first and a public resource second. This means that producers are generally protected first, and while more consumer rights may be upheld, the relationship between DRM and fair use is not resolved, and copyright terms may be continuously extended.

    The third model is that of a society where knowledge is first seen as a public resource and only secondarily as an asset. Comparing this to the „open access“ movement in academic publishing, the authors note that such an approach is not anti-business. Under this model, public interest is the basis for IP policy, copyright terms are not extended, and fair use trumps DRM.

    Finally, the fourth model is „cyber-socialism,“ where knowledge is seen only as a public resource and copyright is not allowed. The profits of creativity are returned to the public and a „new ethic of playfulness and voluntarism“ is the norm. The authors see these ideals at work in open source projects like Linux and Wikipedia, but point out that „it is not clear how such a model could be used to fit in investment-heavy models of innovation and creativity, such as the development of drugs or films.“

    Die Empfehlung ist, dass Grossbritanien von Modell 2 auf Modell 3 migrieren soll. Würde ich für Deutschland auch so vorschlagen.

    Die Studie kostet 9,95 Pfund und hier gibt es ein Executive Summery als PDF.

    2. November 2006
  • : Internet Bill of Rights
    Internet Bill of Rights

    Eine interessante Sache ist die „Internet Bill of Rights“, die als Idee auf dem Internet Governance Forum in Athen vorgeschlagen wurde. Interessant ist die Sache, weil sie der globalen Netzpolitik-Debatte die Chance zur Entwicklung einer positiven Vision bieten könnte. Wenngleich es positive Visionen genug gibt, besteht die politische Debatte auf nationaler und trannationaler Ebene aus zivilgesellschaftlicher Sicht eher aus Abwehrkämpfen – sei es beim Datenschutz, bei Meinungsfreiheit, Softwarepatenten oder dem Urheberrecht. Wichtig wäre mal zu definieren, was man denn alternativ will. Und da bieten allgemeine Menschenrechte im Netz sowie ein Innovationsrahmen, der diesen Namen in einer vernetzten Welt auch verdient, eine gute Basis zur Entwicklung einer „Internet Bill of Rights“. Und man kann die kommenden Internet Governance Foren immer wieder konkret für diese Debatte nutzen.

    Heise: IGF: Eine Internet-Verfassung für die Rechte der Cyberbürger.
    BBC: Internet bill of rights proposed.

    2. November 2006 2
  • : Zensur von Blogs in Griechenland
    Zensur von Blogs in Griechenland

    Telepolis berichtet ausführlicher über die Schliessung eines griechischen Blogs während des IGF: Neuer Volkssport für Diktatoren: Jagt den Blog!

    Dass Blogger teilweise gefährlich leben, ist bekannt. Wenn irgendwo in der Welt ein Blogger verhört, verklagt oder verhaftet wird, fällt es kaum mehr auf; selbst bei hauptberuflichen Journalisten führt derartiges ja außerhalb der eigenen Kreise nicht mehr zur Empörung, sondern wird achselzuckend als „Berufsrisiko“ angesehen („selbst Schuld“). Im Zeitalter von Guantanamo, Yahoo-Zensur, Google-Filtern und organisierten Massenabmahnungen würde normalerweise niemand mehr Notiz von einem unglücklichen Griechen nehmen, der wegen einer Weblogverlinkung vor den Kadi gezerrt wurde.

    2. November 2006
  • : Bayer zensiert Greenpeace
    Bayer zensiert Greenpeace

    Bayer unterstützt Greenpeace gerade bei einer Kampagne gegen sich selbst. Konkret geht es um eine Gen-Reis Kampagne. Greenpeace wirft Bayer vor, nicht zugelassenen Gen-Reis zu vertreiben. Dazu nutzt Greenpeace die eigene Verbraucherschutz-Plattform „Einkaufsnetz“ zur Aufklärung und bietet Verbrauchern die Möglichkeit, „Marktaktivisten“ zu werden – durch das Verschicken von Beschwerde-Mails. Das ist zwar nicht wirklich innovativ, aber legitim.

    Dies führte am 30.10. allerdings dazu, dass Bayer Abends ohne rechtliche Handhabe Druck auf den kleinen Provider von Greenpeace ausübte, und die Seite sperren liess. Das ist Zensur und eine eklatante Einschränkung von Meinungsfreiheit.

    In einer Pressemitteilung schildet Greenpeace die Situation:

    Wer nach 18.00 Uhr aktiv werden wollte, bekam nur die Meldung Server nicht gefunden. Bayer hatte den Provider der EinkaufsNetz-Seite vorgeworfen, Spam-Mails zu verschicken und ihn so unter Druck gesetzt, dass der kleine mittelständische Familienbetrieb mit Sitz in Ostdeutschland daraufhin die Seite abschaltete. Wo würden wir hinkommen, wenn große Konzerne per Zuruf das World Wide Web zensieren und kontrollieren könnten, so Greenpeace-Sprecherin Ulrike Brendel.

    Am nächsten Morgen gegen 11 Uhr liess der Provider die Sperrung aufheben.

    Malte schrieb dazu auf Spreeblick:

    Also offensichtlich ein Thema, dass eine breitangelegte Debatte braucht. Bayer findet das nicht. Bayer hält Verbraucherproteste für Spam. Eine ehrliche Haltung. Luthers Thesen wurden vom damaligen Papst sicherlich auch als Spam betrachtet. Schon damals hat sich der Spammer am Ende durchgesetzt.

    Wirres hatte es schon früher: lex bayer.

    Mehr Informationen zum Gen-Reis Skandal auf den Seiten von Greenpeace:


    Greenpeace findet den Gen-Reis im Hamburger Hafen wieder

    Chronologie des Gen-Reis-Skandals

    Update: Die TAZ berichtet darüber: Tote Seite wegen Bayer.

    „Wir haben die Website nicht sperren lassen“, erklärte indes ein Bayer-Sprecher. Dies sei auch rechtlich gar nicht möglich. Kontakt mit dem Server-Betreiber habe es allerdings gegeben: „Wir haben dort recherchiert.“

    Diese „Recherche“ sah laut Betreiberfirma so aus: Ein Mitarbeiter der Bayer-Konzernsicherheit habe am Montag kurz vor 18 Uhr angerufen und von „massiven Spam-Angriffen“ berichtet, die „unseren kompletten Betrieb lahmlegen“. „Wir wussten nicht, dass es nur um ein Mailpostfach ging“, erklärt ein Sprecher des mittelständischen Server-Betreibers. Da es kurz vor Feierabend gewesen sei und die „Konzernsicherheit“ den Fall als Attacke auf ihr System schilderte, habe man abgeschaltet.

    „Wir haben das erst 15 Stunden später erfahren“, erklärt Ulrike Brendel. Verwunderte Aktivisten hatten bei Greenpeace angerufen, weil sie die Seite nicht erreichen konnten. Brendel zeigt sich empört: „Anstatt die Ablehnung der Verbraucher gegen Gen-Reis ernst zu nehmen, nutzt Bayer seine Macht auf diese Weise aus.“ Die Server-Betreiber sehen aber auch eine Teilschuld bei den Umweltschützern: „Bevor Greenpeace so eine Aktion startet, sollten sie uns besser Bescheid geben.“

    2. November 2006
  • : Alltag Überwachung bei Public Domain am Sonntag
    Alltag Überwachung bei Public Domain am Sonntag

    Am kommenden Sonntag, den 5.11.2006, gibt es wieder in Bielefeld die PUBLIC DOMAIN V143.0. Von 15 bis ca. 19 Uhr werden Roman Mischel und Fiete Stegers eine Film-Preview ihres Werkes „Alltag Überwachung“ vorstellen und anschliessend soll es eine Diskussion geben.

    Von geschätzten 400.000 Überwachungskameras in Deutschland über Funkchips in biometrischen Pässen bis zur von der EU verordneten Speicherung der Telefon‑, Handy- und Internetdaten aller 450 Mio. Europäer … Sind wir auf dem Weg in den Überwachungsstaat? Polizei und Innenpolitiker, Überwachungskritiker und Betroffene, Datenschutzbeauftragte und Wissenschaftler kommen in diesem Film zu Wort.

    Bunker Ulmenwall, Kreuzstr.0, D‑33602 Bielefeld

    2. November 2006 1
  • : USA wollen Passdaten von Einreisenden 50 Jahre speichern
    USA wollen Passdaten von Einreisenden 50 Jahre speichern

    Jetzt, wo das EU-USA Passagierdatenabkommen vermutlich irgendwie rechtens ist, kann man ja mal weitermachen mit der Datensammelei: USA wollen Passdaten von Einreisenden bis zu 50 Jahre lang speichern. Zumal die Passdaten ja bei der Einreise in die USA eh ausgelesen werden.

    Die US-amerikanische Zoll- und Grenzschutzbehörde kann mit dem Segen des Datenschutzbeauftragten des Department of Homeland Security (DHS) automatisch aus Pässen ausgelesene Daten ein halbes Jahrhundert vorhalten. Dies geht aus der jüngst vom DHS veröffentlichten datenschutzrechtlichen Einschätzung (PDF-Datei) des Einreiseprogramms der USA für die westliche Hemisphäre hervor. Zugleich können die persönlichen Informationen an Strafverfolgungsbehörden der USA sowie ausländischer Staaten mit „diplomatischen Beziehungen“ zu Washington weitergegeben werden. Einblicke in die entsprechenden Datenbanken sind den Betroffenen verwehrt. Reisende können sich aber um eine Korrektur der aufbewahrten Angaben beim Kundendienst der Grenzschutzbehörde bemühen.

    Wenn das Realität wird, kann man davon ausgehen, dass die folgenden Daten für immer in irgendwelchen US-Datenbanken gespeichert werden: „Die Ausgabestelle und Nummer des Ausweisdokumentes, Name, Geburtsdatum und Nationalität des Passinhabers.“

    Und was ist mit den biometrischen Daten in den Pässen?

    Ob auch die auf RFID-Chips abgelegten biometrischen Merkmale gespeichert werden, lässt der Report offen. Die Grenzschutzbehörde sammelt biometrische Gesichtsbilder und Fingerabdrücke aber unabhängig davon im Rahmen ihres umstrittenen Programms US-VISIT.

    Mit anderen Worten: Früher oder später werden dann auch alle biometrischen Daten mitgespeichert.

    2. November 2006 2
  • : Ubuntu und Community-Management
    Ubuntu und Community-Management

    Bei iCommons gibt es ein kurzes Interview mit Mark Shuttleworth zu Ubuntu und Community-Management: Governance, Ubunt-style.

    Tell us about the Ubuntu community and how that is structured:

    From the very beginning it was clear that anyone who was willing to make a significant contribution would be able to assume any role within the project and that there would always be room for outside participants in all of the structures that we created. This early decision forced us to do things in a bunch of different ways. The first thing that happened was that, because we are all spread out around the world, discussions happened on mailing lists and IRC chat where (potentially) anyone can listen in and feel part of the discussion. Participation in every structure of the Ubuntu community is open to members of the community.

    Describe the governance system:
    The Ubuntu community is supervised by the Ubuntu Community Council that approves the creation of a new Team or Project, and appoints of team leaders. In addition, the Community Council is the body responsible for the Code of Conduct and tasked with ensuring that maintainers and other community members follow its guidelines.

    2. November 2006
  • : Deutschland gewinnt globales Datenschutz-Ranking
    Deutschland gewinnt globales Datenschutz-Ranking

    Privacy International und EPIC haben heute die „Privacy and Human Rights global study 2005″ vorgestellt. Dies ist ein Ranking von Staaten anhand von Kriterien, wie stark der Datenschutz in den jeweiligen Ländern ist. And the winner is: Deutschland. Man mag es ja kaum glauben von unserer Perspektive aus, aber anscheinend ist es überall sonst noch schlimmer. Es dürfte aber auch interessant sein, die nächsten Jahre zu verfolgen, wenn Schäuble mit seiner Datenschutz-Abbau Kampagne weiter Erfolg hat. Bei der Pressefreiheit ist Deutschland ja auch innerhalb kurzer Zeit relativ schnell weiter hinten gerankt worden.

    Hier sind mal ein paar Fakten aus dem Report:

    * The two worst ranking countries in the survey are Malaysia and China. The highest-ranking countries are Germany and Canada.

    * In terms of statutory protections and privacy enforcement, the US is the worst ranking country in the democratic world. In terms of the health of national privacy protection, the US has been ranked between Thailand and Israel.

    * The worst ranking EU country is the United Kingdom, which fell into the “black” category along with Russia and Singapore. The black category defines countries demonstrating “endemic surveillance”.

    * Despite having no comprehensive national privacy law, the United States scored higher than the UK. Thailand and the Philippines also scored higher than the UK.

    * Argentina scored higher than 20 of the 25 EU countries.

    * Australia ranks higher than Slovenia but lower than Lithuania and Argentina. New Zealand ranks higher than Australia and has an equivalent ranking to the Czech Republic.

    Es gibt verschiedene Country-Reports auf der PI-Seite zu finden. Weiter gibt es verschiedene PDF-Dateien für den Allgemeinen Report.

    Commenting on the findings Privacy International’s Director, Simon Davies, said: “This is damning evidence that privacy is being destroyed by the very nations that proclaim to respect our rights. “

    2. November 2006 8
  • : USA: Untersuchung der Praktiken bei Online-Werbung gefrodert
    USA: Untersuchung der Praktiken bei Online-Werbung gefrodert

    Das Center for Digital Democracy und die Public Interest Research Group haben in den USA die Federal Trade Commission aufgefordert, die Online-Werbe Aktivitäten von Microsoft, Yahoo, Google & Co. zu untersuchen. In einer Mitteilung dazu heisst es:

    “The emergence of this on-line tracking and profiling system has snuck up on both consumers and policymakers and is much more than a privacy issue,” said U.S. PIRG Consumer Program Director Ed Mierzwinski. “Its effect has been to put enormous amounts of consumer information into the hands of sellers, leaving buyer-consumers at risk of unfair pricing schemes and with fewer choices than the Internet is touted to provide.”

    Etwas pikant ist folgendes:

    Aufmerksam geworden sind die Bürgerrechtler durch Aufforderungen des US-Justizministeriums an Google, Microsoft, Yahoo und AOL zur Herausgabe von Daten über die Nutzung von Suchmaschinen. Google weigerte sich, auch mit der Begründung, dadurch würden sensible Nutzerdaten preisgegeben.

    2. November 2006