Netzpolitik

Netzpolitik hauptsächlich in Deutschland, aber auch international. Kernthema dieses Blogs.

  • : 22c3 – Tagungsband
    22c3 – Tagungsband

    Der Tagungsband des 22. Chaos Communication Congress ist jetzt in einer 17 MB grossen PDF-Version online verfügbar. Von mir ist ein Bericht zum WSIS-Gipfel dabei, den ich hier schonmal gepostet hatte.

    2. Januar 2006
  • : netz.kultur.salon 3: WSIS
    netz.kultur.salon 3: WSIS

    Am kommenden Donnerstag, den 15. Dezember um 20:30h ist Jeanette Hofmann zu Besuch im Tesla beim netz.kultur.salon 3, um über den WSIS zu berichten:

    jeanette hofmann berichtet über den jüngsten weltgipfel zu informationsgesellschaft [wsis] in tunis. sie fasst den stand der internationalen debatte um zugang zur und partizipation an der informationsgesellschaft zusammen und diskutiert chancen und probleme von internet governance.

    das gespräch findet auf deutsch statt.

    Das T E S L A ist im Podewils’schen Palais, klosterstrasse 68 – 70 in 10179 Berlin-Mitte. Dre Eintritt soll frei sein.

    Passend dazu ist auch nochmal der Hinweis auf ein Podcasting-Interview, was ich mit Jeanette Hofmann auf dem WSIS zum Thema „Internet Governance“ geführt habe.

    12. Dezember 2005
  • : Herausgeber wollen Geld von Google
    Herausgeber wollen Geld von Google

    Folgende Nachricht habe ich gerade auf silicon.de gelesen:

    Europäische Herausgeber haben die News-Praktiken bei Google und anderen Portalen mit News-Links kritisiert. Sie fordern, dass die Betreiber für die Publikation von Nachrichten die Quellen bezahlen sollen.

    Leider hat silicon.de keine Quellenangabe zu dieser Nachricht (wer eine Quelle zu diesem Thema findet, kann sie ja in den Kommentaren veröffentlichen). In das aktuelle Bild der Content-Industrie passt diese Meldung aber schon. Ich gebe es zu, ich bin ein Fan von Google News, da dieser Dienst mir einen schnellen Nachrichtenüberblick über Spezialthemen gibt. Meiner Meinung nach macht Google Werbung für die Publikationen, die in Google News auftauchen.

    Kann es tatsächlich möglich sein, dass ein Herausgeber wirklich annimmt, nur weil es das Internet gibt, würde seine Regionalzeitung von aller Welt täglich gelesen?

    8. Dezember 2005 6
  • : Open Document Format vs Microsoft
    Open Document Format vs Microsoft

    Manchmal bewegen sich scheinbar eingefahrene Dinge doch. Jedenfalls scheint es so. Die Entscheidung von Massachusetts hat auf jeden Fall Offene Standards in die Presse gebracht und sogar Microsoft zum Reagieren genötigt. Und das obwohl Massachusetts eigentlich nur eine Selbstverständlichkeit gefordert hat – die elektronische Kommunikation mit den Behörden soll ab 2007 mit Dokumentenformaten geschehen, die alle Hersteller in ihre Software implementieren können. Nur so wird kein Hersteller bevorzugt oder benachteiligt. Alle haben die gleichen Chancen.

    Diese Entscheidung von Massachusetts hat Microsoft zum Handeln gezwungen, da die Formate ihrer Office-Lösung (.doc, .xls, .ppt,…) allein von Microsoft kontrolliert werden. Dies bedeutet, dass nur Microsoft genau weiß, wie diese Formate aussehen müssen. Alle anderen Hersteller müssen das Format erraten. Dieses Raten ist erstens sehr teuer und führt zweitens mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu unschönen Fehlern, die den Austausch von Dokumenten behindert. Nun möchte Microsoft seine Formate öffnen. Schade nur, dass hier das Rad neu erfunden wird und bestehende, eingesetzte Standards, wie beispielsweise das OASIS Open Document Format, nicht verwendet werden. Der Grund für diesen Schritt liegt wahrscheinlich in strategischen Überlegungen. Offene Standards haben nämlich aus Sicht eines Marktführers die unschöne Eigenschaft, dass der Wettbewerb gestärkt wird. Schön für den Kunden, schlecht für den Marktführer. So bleibt zu beobachten, welche Taten den Ankündigungen von Microsoft folgen. Andy Updegrove wurde ein Dokument zugespielt, das erste Zweifel an der Nutzbarkeit der neuen Formate aufkommen lässt. Das neue Format soll stark auf Microsoft Office Dokumente spezialisiert sein. Was sich auf den ersten Blick nicht als Nachteil anhört, ist jedoch nicht im Sinne eines Offenen Standards. Ein Offener Standard soll keinen Hersteller bevorzugen und keinen Hersteller benachteiligen. Stimmen jedoch die Aussagen, würde der neue Dokumentenstandard sehr stark auf MS Office spezialisiert sein und wäre somit nicht mehr herstellerunabhängig. Dies erschwert die Nutzung in anderen Programmen. Das OASIS Open Document Format ist solch ein herstellerunabhängiger Standard. Es wird im Moment schon u.a. in OpenOffice, StarOffice, IBM Lotus Workplace, KOffice, writly, AbiWord, Scribus und Textmaker unterstützt. OASIS Open Document Format vs Microsoft, ich bin mal gespannt, wer sich durchsetzt.

    Nachtrag: Wie GROKLAW meldet, regt sich Widerstand gegen den Microsoft-Standardisierungs-Vorstoß. Die Computer & Communications Industry Association, eine bislang mir unbekannte Lobby-Vereinigung, hat ECMA aufgefordert, den Standardisierungsantrag von Microsoft zurückzuweisen. In dem Brief (hier als PDF) ist als Begründung folgendes zu lesen:

    Much, if not most technological progress today takes place in a milieu of open standards. Rather than approve this proposal as is, we urge you to insist on true openness. You should demand more of any vendor that brings a standard to your committee. If Microsoft’s proposal is to have any meaning at all, competitive vendors and open source developers must have a strong role in its development. Microsoft, likewise, should promise to develop within the confines of the standard it puts forward, and should license any intellectual property within Office 12 so that all developers can be assured that their software licenses will not conflict with Microsoft’s. Once again we urge you to reject the proposal.

    8. Dezember 2005 2
  • : Rettet das EDRi-gram!
    Rettet das EDRi-gram!

    Das EDRi-gram ist in Gefahr. Der umfangreiche zweiwöchige Newsletter der European Digital Rights Initiative (EDRi) über Netzpolitik und digitale Bürgerrechte in Europa hat kein Funding mehr und ist auf Spenden angewiesen. 3000 Euro fehlen noch, um auch im nächsten Jahr umfassend und regelmässig über „European Digital Rights“ berichten zu können. Wer sich europäische Politik in diesem Bereich anschaut, weiss, dass ein Newsletter wie dieser notwendig ist. Vielleicht finden sich hier ja edle Spender, die EDRi finanziell unterstützen können und möchten. Mehr Informationen dazu finden sich hier: Save EDRI-gram, pledge your support!

    5. Dezember 2005
  • : Briefe der Aussenpolitik
    Briefe der Aussenpolitik

    Im Vorfeld des zweiten WSIS gab es massive Differenzen zwischen den USA und der EU in Fragen des Internet Governance. Das Ergebnis des WSIS2 ist bekannt, die USA behalten erstmal die Kontrolle über ICANN und die EU konnte sich mit dem „Global Forum on Internet Governance“ durchsetzen, welches die Debatte weiterführen soll. The Register hat heute einen Brief von US-Aussenministerin Condoleezza Rice an den britischen Aussenminister Jack Straw veröffentlicht, welcher am 7. November geschrieben wurde. Dieser ist aufschlussreich in der gewählten Sprache und in der Nachbetrachtung recht interessant.

    5. Dezember 2005
  • : Deutsche Fußball Liga (DFL) fordert Internet-Zensur
    Deutsche Fußball Liga (DFL) fordert Internet-Zensur

    Im Vorfeld der Fussball-Weltmeisterschaft haben so einige Pressemeldungen ein großes desaströses Potenzial. Diesmal trifft es die Deutsche Fußball Liga, die im Auftrag des DFB mit Verwertungsrechten und dem ‚operativen Geschäft des Lizenzfußballs’ betraut ist. Frisch auf den Tisch gekommen soll eine (berichtete) Forderung der DFL nach einem massiven Eingriff in die freie Infrastruktur des Internets sein:

    Medienberichten zu Folge wollen die Deutschen den Zugang deshalb über die Internet-Access-Provider verbieten.

    Wir finden gerade im Netz keine qualifizierte Quelle für diese Forderung. Evtl. ist ein zitierter Focus-Artikel die Quelle (Vielleicht hat den jemand zur Hand und kann die Behauptung verifizieren?).

    Hintergrund ist eine (Windows only) Software, die bei pplive.com (englisch) zum Download angeboten wird, und mit der man gestreamte Inhalte aus China (hier vom staatlichen Sender CCTV‑5) überall auf der Welt kostenlos empfangen kann. Das Magazin ‚TV Spielfilm’ fasst das ganze so zusammen:

    Auch in Deutschland können die Spiele über eine schnelle DSL-Verbindung kostenlos per Live-Stream angeschaut werden. Die Chinesen begnügen sich nicht einmal mit der Bundesliga – hinzu kommen sogar die Spiele der Champions League und der englischen Premier League. Außerdem können Sendungen des US-Sportskanals ESPN und des US-Kabelsenders HBO über pplive.com verfolgt werden.

    Das geht manchen Deutschen gegen den Strich, genauer diametral gegen die existenzielle Finanzierungsquelle der 1. und zweiten Bundesliga, nämlich die Fernsehübertragungsrechte, wie die Bundesliga-Durchführungsbestimmungen das benennen. Die Forderung nach Zensur durch deutsche Internet-Provider widerspricht nicht nur dem Grundgesetz Artikel 5 (1), sondern ist auch inhaltlich kurzschlüssig. Wie kann man dann zugleich dafür sorgen, dass z.B. in Deutschland lebende chinesische Staatsbürger das von ihren eigenen Steuern bezahlte Fernsehangebot nutzen können?

    Diese Kurzsicht beschränkt sich nicht nur auf die DFL. Auch die europäischen Rechteverwerter stricken bereits an technischen Maßnahmen zur Zensur. In einer sich globalisierenden Welt, positiv als Netz des freien Zugangs verstanden, sollte möglich und legal sein, dass

    … zum Beispiel ein deutscher Fan über eine französische Internetseite den Elitekickern zuschaut. „Wir haben einen Mix aus Sicherheitsmaßnahmen, um das Herkunftsland der Zuschauer festzustellen“, kündigte der Chef der UEFA Media Technologies, Alexandre Fourtoy, an.

    Wie Golem berichtet, ist genau diese Art der (womöglich IP-basierten) Zensur Ziel der UEFA Media Technologies, einer Tochter des europäischen Fußballverbandes. Sie arbeitet nach Focus-Informationen an entsprechenden Lösungen und will eben das ausschließen. Diese Forderung, seitens der UEFA und besonders der DFL, kommen einer ‚chinesischen Mauer’ im deutschen Internet gleich, also einer Mauer gegen chinesische Inhalte.

    28. November 2005 4
  • : Running-Gag: Unterausschuss Neue Medien
    Running-Gag: Unterausschuss Neue Medien

    Der Unterausschuss Neue Medien im Bundestag wird zum wiederholten Male als nicht sonderlich nützlich angesehen. Letzte Legislaturperiode gab es schonmal dieselben „Bedenken“, meist geäussert von Parlamentariern, denen man Medienkompetenz im digitalen Zeitalter mehr oder weniger abstreiten kann. Klar ist und bleibt ein Unterausschuss eher ein „zahnloser Tiger“. Die Entscheidungen werden im Medien- und Kulturausschuss getroffen, der Unterausschuss diskutiert Themen vor. Trotzdem war und ist es wichtig, dass Netzpolitik im Allgemeinen in einem Ausschuss diskutiert wird und zwar von entsprechenden Fachpolitikern. Den Kulturpolitikern aller Fraktionen traue ich diese Debatten noch weniger zu.

    25. November 2005
  • : Große Koalition in Brüssel für Datenspeicherzwang
    Große Koalition in Brüssel für Datenspeicherzwang

    Der Ausschuss für Bürgerrechte und Innenpolitik im EU-Parlament hat heute mit großer Mehrheit für den EU-weiten Datenspeicherzwang von Telefon- und Internetdaten gestimmt. Damit hat sich ein Bündnis aus Konservativen und Sozialdemokraten gegen den Berichterstatter Alexander Alvaro durchgesetzt, der bis vor kurzem noch diesen Vorschlag massiv bekämpft hatte. Der Ministerrat und die Kommission waren schon länger dafür, während das Parlament als letzte Hochburg der Bürgerrechte galt. Es gibt zwar in der heute angenommen Fassung recht umfangreiche Regelungen gegen Missbrauch (zwingender Richtervorbehalt bei Zugriffen auf die Daten; keine Soeicherung von Email- oder VoIP-Daten – vorerst nur Login-Logoff-Infos; Einrichtung von aufsichtsbehörden in den Mitgliedsstaaten; …), aber dennoch stellt dieser Beschluss alle 450 Millionen EU-BürgerInnen unter Generalverdacht und ist eines Rechtsstaates unwürdig. Die Speicherfristen sollen 6–12 Monate betragen, und die bis vor kurzem ebenfalls entsetzten ISPs werden generös entschädigt. Die Musiklobby hat ebenfalls einen Etappensieg errungen – die Daten sollen auch für die Bekämpfung von „Piraterie“ genutzt werden können. Künftig werden also Teenager, die ihre iPods auffüllen wollen, auf die gleiche Stufe wie Kinderpornografen oder Terroristen gestellt. European Digital Rights hatte noch gestern 58000 Unterschiften aus der Kampagne „Data retention is no solution“ an die EU-Abgeordneten übergeben (Fotos).
    Das weitere Vorgehen wird nun davon abhängen, ob der Ministerrat mit den Beschränkungen einverstanden ist oder noch mehr will (was dann das Parlament wieder zu mehr bürgerrechtlichem Geist bringen könnte). Die britische Präsidentschaft will das Projekt in einer verschärften Fassung jedenfalls bis Ende des Jahres durchboxen. Falls es wirklich dazu kommt, wird es ziemlich sicher eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte geben, eventuell auch vor den nationalen Verfassungsgerichten. Das BVerfG hatte ja in letzter Zeit das Telekommunikationsgeheimnis mehrfach gestärkt und verhandelt wieder gerade so einen Fall. Es lohnt sich also weiterhin, hier den politischen Druck durch Bürgerrechts-Organisationen und Einzelne aufrechtzuerhalten.
    Eine ausführliche Analyse mit vielen Links von Andreas Dietl gibt es hier, das Wiki von EDRI zum Thema hier.

    24. November 2005 3
  • : Netzblockade: Don Quichotte und die Phisher
    Netzblockade: Don Quichotte und die Phisher

    Gerade habe ich bei Heise Online gelesen, dass der Düsseldorfer Regierungspräsident Jürgen Büssow seinen Kampf gegen rechtextreme Webseiten für erfolgreich hält. Bisher habe man alle Klagen gewonnen. Das ist soweit durchaus richtig.

    Allerdings ignoriert Büssow geflissentlich, dass es bisher erst zwei erstinstanzliche Entscheidungen in den Hauptsacheverfahren gab (4 stehen noch aus) und die betroffenen Providern noch Rechtsmittel einlegen können.

    Ob eine – juristisch nach wie vor nicht abgesicherte – Zugangsblockade von 2 rechtsextremen Webseite durch ein paar (längst nicht mehr alle) Provider in NRW überhaupt als Erfolg gewertet werden kann, kann man wohl auch diskutieren.

    Gefahrenabwehr mit 2 Promille

    Der Bundesverfassungsschutz listet schließlich regelmäßig über 1000 ähnlich ausgerichtete Angebote auf, mit ein wenig Hintergrundwissen sind auch in NRW die beiden „gesperrten“ Naziseiten leicht zu erreichen.

    22. November 2005
  • : WSIS-Podcasting: Was ist Internet Governance
    WSIS-Podcasting: Was ist Internet Governance

    Eigentlich sollte der WSIS das Thema „Bridging the digital Gap“ behandeln, aber das Thema fiel fast hinten herunter. Stattdessen bestimmte die Debatte um „Internet Governance“ die internationalen Schlagzeilen und vor allem den zweiten Teil des WSIS-Prozesses. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff „Internet Governance“ und worum dreht sich die politische Debatte genau? Ich habe dazu gestern Jeanette Hofmann befragt, die u.a. Co-Koordinatorin des Internet Caucus der internationalen Zivilgesellschaft im WSIS-Prozess ist und hier zusammen mit mir als zivilgesellschaftliche Vertreterin in der Regierungsdelegation ist.

    DIesmal gibt es erstmal nur OGG
    , ein MP3 folgt später.

    17. November 2005
  • : WSIS: Artikel vom 17.11.
    WSIS: Artikel vom 17.11.

    Taz: Mehr Transparenz fürs Netz

    Der Streit über die Freiheit des Internets beherrscht den UN-Gipfel zur Informations- gesellschaft in Tunis. Diktaturen ohne Meinungsfreiheit sind dabei nur ein Problem

    Die Welt: Folgenloses Netzpalaver

    Der „Weltgipfel“ der UNO zur Informationsgesellschaft, auf dem in diesen Tagen in Tunis Tausende von Staats- und Wirtschaftsvertretern mit Gesandten nichtstaatlicher Organisation um die Herrschaft über das Internet streiten, wirkt dagegen wie das Palaver vorgeschichtlicher Stammesgesellschaften. Diktaturen streiten mit Demokratien, Netz-Utopisten mit Technokraten, Techniker von Großkonzernen mit Graswurzel-Programmieren. Der rasante technische Fortschritt ist von einem fatalen politischen Rückschritt begleitet, so scheint es. Warum?

    Mitteldeutsche Zeitung: Symbolische Schlacht um die Macht im Netz

    In der tunesischen Hauptstadt Tunis aber tobte gleichzeitig die Schlacht um die Macht im weltweiten Datennetz. Die liege, so protestierte im Vorfeld des 2. UN-Weltgipfel der Informationsgesellschaft ein Chor aus Asien, Afrika, Südamerika und Europa, völlig zu Unrecht immer noch bei der US-Regierung. Das Internet aber sei längst international, und so müsse es künftig auch verwaltet werden: Am besten von der Uno oder einer vergleichbaren, neu zu schaffenden Institution.

    Berliner Zeitung: Vertagter Streit um die Macht

    Statt dessen gibt es in der tunesischen Hauptstadt vor allem eins: Streit. Streit um die Macht der USA im Internet. Und um die Politik des Gastgeberlandes Tunesien. Dessen Präsident Zine el Abidine Ben Ali zeigte jedenfalls, dass er eine unabhängige Berichterstattung in seinem Land nicht goutiert: Unbotmäßige Journalisten verschwanden im Gefängnis; einzelne für den Gipfel angereiste Pressevertreter wurden verprügelt. Die Gefangenenhilfsorganisation Amnesty International brandmarkte die Gastgeber: In Tunesien sei „Pressefreiheit praktisch nicht vorhanden“. Versammlungsfreiheit wohl auch nicht: Einem Gegengipfel von Nicht-Regierungs-Organisationen wurde in Tunis der Veranstaltungsort gekündigt.

    Tagesschau.de: USA kontrollieren weiter Web-Adressen

    Die in Tunis erzielte Übereinkunft sieht vor, dass die Icann künftig von einem internationalen Forum ergänzt wird. Dieses „Internet Governance Forum“ soll im nächsten Jahr von UN-Generalsekretär Kofi Annan eröffnet werden. Dabei wird angestrebt, dass die gegenwärtig nur mit lateinischen Zeichen geführten Internet-Adressen um die Zeichensätze anderer Sprachen wie Chinesisch, Arabisch und Urdu ergänzt werden. Auch die Eindämmung von Spam – unerwünschten Werbe-E-Mails – soll ein Thema des Forums sein.

    17. November 2005
  • : WSIS: Artikel vom 16.11.
    WSIS: Artikel vom 16.11.

    dpa: «Maskerade in Tunis» – Gastgeber wirft Schatten auf UN-Gipfel

    Tunis (dpa) – Drinnen im Konferenzzentrum beraten etwa 150 Länder, wie sie das Internet künftig «managen» und bis in die letzte Hütte bringen wollen. Unterdessen laufen draußen in den Straßen von Tunis ausländische Medienvertreter Gefahr, bedrängt oder gar tätlich angegriffen zu werden. Der Schatten des Gastgebers liegt über dem zweiten Weltinformationsgipfel, den UN-Generalsekretär Kofi Annan am Mittwoch eröffnete.

    Telepolis: Internet Governance 2005: The Deal is Done

    Der Hauptgewinner des Tunis-Deals ist für den Moment die Zivilgesellschaft. Durchgängig bezieht sich das Tunis-Dokument auf das Multistakeholder-Prinzip, was heißt, dass die Zivilgesellschaft hier in Tunis ein verbrieftes Mitspracherecht für die zukünftige Entwicklung des Internet erhalten hat – und zwar gleichberechtigt neben Regierungen und der Privatwirtschaft. War man vor zwei Jahren in Genf beim intergouvermentalem Endspiel noch aus dem Konferenzraum geflogen, so saßen diesmal die zivilgesellschaftlichen Vertreter bis zur letzten Sekunde mit im Verhandlungssaal „Sidi Bou Said“. Ja mehr noch, viele zivilgesellschaftlichen Experten waren Mitglieder ihrer Regierungsdelegationen und bestimmten nicht unwesentlich die schlussendlichen Formulierungen des finalen Dokuments mit.

    Die Welt: Annan: Internet-Verwaltung durch US-Stiftung Icann sinnvoll

    Der UN-Generalsekretär fordert auf dem IT-Weltgipfel in Tunis aber Verhandlungen über ein neues Internet-Regime. Der Gipfel will ein internationales Gremium einsetzen.

    Tagesschau.de: Kompromiss über Internet-Herrschaft

    Im Tauziehen zwischen den USA und anderen Ländergruppen um eine neue „Weltordnung“ für das Internet hat UN-Generalsekretär Kofi Annan weitere Verhandlungen gefordert. Gegenwärtig sei die Verwaltung des weltweiten Netzes durch die amerikanische Stiftung ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) sinnvoll, sagte er in Tunis zum Auftakt des zweiten Weltgipfels der Uno zur Informationsgesellschaft. Die Vereinten Nationen seien nicht „die geeignete Institution für eine derartige Internet-Regierung“.

    SWR-Radio: Einigung im Internet-Streit (Real / WMV)

    Golem: USA behalten Kontrolle über ICANN

    Spiegel: Ausgerechnet Tunesien

    In Tunis sollen die Weichen für die Informationspolitik und ‑kultur der Zukunft gestellt werden: Hehre Ziele wie die Überbrückung der „digitalen Kluft“ stehen auf dem Programm. In tunesischen Knästen sitzen derweil Menschen, weil sie im Web ihrer Meinung freien Ausdruck gaben.

    16. November 2005
  • : WSIS: BBC World-Service Interview
    WSIS: BBC World-Service Interview

    Gerade hat der BBC World-Service ein Interview mit mir zu den Ergebnissen des WSIS gemacht. Vor allem ging es um „Internet Governance“. Das Interview wird wohl im Rahmen einer Sendung über den WSIS auf BBC World-Service um 18h CET ausgestrahlt. Es gibt einen Live-Stream der Radiosendung.

    16. November 2005
  • : WSIS: Erste politische Bewertung
    WSIS: Erste politische Bewertung

    Wir haben mittlerweile ein wenig mehr das Gipfelpapier analysiert, so dass ich eine erste politische Bewertung vornehmen kann. Positiv kann man vermerken, dass die Internetnutzer gewonnen haben. Die Regierungen übernehmen nicht das Internet und haben somit nicht den gewünschetn Einfluss auf das Netz. Gerade für die Menschen in totalitären Systemen wäre das verheerend gewesen. Negativ ist zu vermerken, dass die USA immer noch die Kontrolle über ICANN haben. Allerdings konnte sich die EU mit dem Vorschlag durchsetzen, ein Forum rund um die Frage des „Internet Governance“ zu schaffen. Dieses Forum soll den „Multistakeholder-Ansatz“ weiter verfolgen, d.h. Regierungen, Zivilgeselllschaft und Privatwirtschaft diskutieren gleichberechtigt. Damit konnte die USA „embedded“ werden, d.h. sie muss sich den Diskussionen stellen und kann nicht mehr alleine mit ICANN machen, was sie will. Mittel- bis Langfristig muss das ICANN-Modell endlich verändert werden – hin zu mehr Transparenz, Offenheit und Teilhabe. Am Besten ohne Regierungen.

    Im Endeffekt ist eigentlich das beschlossen wurden, was wir erwartet haben: Nicht viel. Schön, dass wir mal darüber geredet haben. Unsere Erwartungen waren aber auch nicht besonders hoch. Von einer gemeinsamen Vision einer Informationsgesellschaft kann immer noch keine Rede sein. Und Lösungen werden auf solchen Gipfeln auch selten präsentiert.

    Wir werden später noch eine Pressemitteilung dazu veröffentlichen.

    16. November 2005
  • : WSIS: Weitere Medienberichte vom 15.11.
    WSIS: Weitere Medienberichte vom 15.11.

    Der Standard: Soziale Ziele kommen beim Informations­gipfel zu kurz

    Der Konflikt um die Zukunft der Internet­verwaltung verdrängt auf dem Weltgipfel der Informations- Gesellschaft das Thema, wie die digitale Kluft überwunden werden kann

    Heise: Angriffe auf Bürgerrechtler überschatten Weltgipfel der Informationsgesellschaft

    Die Palexpo untersteht durch ein spezielles Abkommen der UN. „Den Journalisten, die für diesen Gipfel akkreditiert sind, garantiere ich, dass sie ihre Arbeit ohne Einschränkungen und bei vollem Informationszugang erledigen können“, sagte ITU-Generalsekretär Utsumi. Zu den Angriffen auf den Liberation-Journalisten meinte er, für Dinge, die außerhalb des Gipfels passieren, sei er nicht zuständig. Im Übrigen sei wie in jeder großen Stadt Vorsicht vor Kriminellen geboten. Solche Erklärungen reichen der Tunesia Monitoring Group (TMG) der Organisation International Freedom of Expression Exchange nicht aus. Sie forderten anlässlich der Absage ihres heutigen Gipfelbeitrags zum Thema Informationsfreiheit in der Informationsgesellschaft eine Untersuchung aller Vorfälle durch den UN-Generalsekretär Kofi Annan. Man müsse wohl, erklärte TMG-Mitglied Steve Buckly von der World Association of Community Radio Broadcasters, die Konsequenz ziehen, dass UN-Gipfel nicht in Ländern mit derartigen Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit stattfinden können.

    Swissinfo: Info-Gipfel: Angespanntes Klima in Tunis

    Auch der deutsche Botschafter in Tunesien kam in den Genuss von tunesischer „Toleranz, Solidarität, Öffnung und Dialog“, als er zu vermitteln versuchte und ihn tunesische Polizisten bedrohten.

    Zu ihrer Verteidigung erklärten die Behörden, die Versammlung im Goethe Institut sei illegal gewesen. „Ich bin Jurist, aber wir haben offensichtlich nicht dieselben Vorstellungen von Legalität“, kommentiert der Chef der Schweizer Delegation, Marc Furrer, den Vorfall im Gespräch mit swissinfo.

    Kleinreport.ch: Weltinformationsgipfel Tunis: Auf Schritt und Tritt verfolgt

    Das Goethe-Institut in Tunis, ein geheimer Treffpunkt von Terroristen? Mehr als 50 tunesische Polizisten in Zivil hatten am Montag den Zugang zum deutschen Kulturinstitut abgeriegelt. Mit ihrer Blockade verhinderten sie ein Treffen von internationalen und tunesischen NGO, die einen «Bürger-Gipfel» planen wollten. Mehrere bereits bezahlte Reservationen für einen solchen Anlass in Hotels waren unter Druck der tunesischen Regierung rückgängig gemacht worden. Am WSIS in Genf 2003, aber auch an früheren UNO-Gipfeln, zum Beispiel in Peking 1995, konnten solche von NGO organisierten «Parallel-Gipfel» problemlos stattfinden. Aber nicht in Tunis.

    Taz: Wer darf der Herr des Netzes sein?

    Taz: Was die UNO in Tunesien nicht sehen will

    Das Gastland des Weltinformationsgipfels ist einer der globalen Spitzenreiter bei der Unterdrückung des Rechts auf Informationsfreiheit und anderer Bürgerrechte. Im Vorfeld des UN-Treffens treten Oppositionelle in den Hungerstreik

    Die Welt: Kampf ums Internet

    Und eine lustige Sache: Deutschlandfunk hat ein Interview mit Manfred Kloiber über den WSIS. Wir fragten uns gerade, wer das denn sein soll. Ein Blick auf Google zeigte sich, dass die sich gegenseitig befragt haben: Machtspiele in Tunis

    Spiegel: Staatliche Überwachung bei Informationsgipfel

    Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy verlangte daraufhin von Tunis, „die Informationsfreiheit und Journalisten die freie Ausübung ihres Berufs zu garantieren“. Yoshio Utsumi, Generalsekretär der Internationalen Telekommunikations-Union (ITU), erklärte jedoch, solche Vorfälle kämen überall vor und die betroffenen Journalisten hätten noch keine Kennmarken getragen. Der Weltinformationsgipfel wird von der Uno-Organisation veranstaltet.

    Tagesschau.de hat ein Interview mit Olga Drossou von der Heinrich Böll Stiftung gemacht: „Wichtige Anstöße, aber keine Lösungen“.

    Der Standard: Freie Information: Der Bock als Gärtner

    „Die Lage in Tunesien ist dramatisch“, beschweren sich RsF. Eine freie Presse gibt es nicht, das Internet wird gefiltert, über 60 Websites können nicht aufgerufen werden, E‑Mails werden überprüft, die Cybercafés streng kontrolliert. Wer kritische Informationen ins Netz stellt kann im Gefängnis enden, wie Zouhair Yahyaoui, der Webmaster von www.tunezine.com, der 2002 wegen „Präsidentenbeleidigung“ für 18 Monate hinter Gitter musste.

    16. November 2005
  • : WSIS: Europa setzt sich bei Internet Governance durch
    WSIS: Europa setzt sich bei Internet Governance durch

    Ich bin zwar nicht mehr bei den Verhandlungen, aber es scheint, dass sich Europa weitgehend bei der Internet Governance Frage durchgesetzt hat. Der Gipfel kann auf jeden Fall morgen früh mit einer gemeinsamen Position starten. Mehr dazu im Laufe des Mittwochs.

    Update: Monika Ermert war für Heise bis zum Ende dabei und hat über das Ergebnis geschrieben: Regierungen einigen sich auf Forum zur Diskussion von Internet-Fragen.

    Wie zu erwarten, gab es wieder nicht „die“ Lösung. Dafür hat man sich auf eine Art Forum geeinigt, um die Frage des Internet Governance in einem Multi-Stakeholder Prozes sunter Einbeziehung der Zivilgesellschaft und Privatwirtschaft weiter zu diskutieren.

    15. November 2005
  • : USA auf dem WSIS: Deutschsprachigen Medienberichte
    USA auf dem WSIS: Deutschsprachigen Medienberichte

    „Die Fronten sind eindeutig: die USA gegen den Rest der Welt“ schreibt Spiegel-Online über die Versuche der USA, ihre Weltherrschaft im Web zu verteidigen. Es geht um die Frage der Verwaltungszuständigkeit der Namen- und Nummersysteme im Internet.

    Für die USA ist der Fall klar, sie votieren, schon aus Tradition, für die einzige Macht, der sie wirklich vertrauen: sich selbst – und erklärten diese Position im Oktober zur Sicherheit schon mal als „nicht verhandelbar“. Dies wiederum findet eine große und recht heterogene Allianz absolut nicht akzeptabel. Sie reicht von China und Iran über Brasilien und Südafrika bis zur EU, und das ist neu.

    Die möglichen Auswege bewegen sich zwischen einer, der UN unterstellten, Institution, die die Verwaltung übernimmt und der Erweiterung der nationelen Kompetenzen auf diesem Gebiet, was grade Ländern, wie China oder dem Iran zusprechen würde. Monika Ermert berichtet auf dem Heise-Newsticker von der Klarstellung der zuvor kursierenden Gerüchte durch den USA:

    Regierungen können an der Netzverwaltung innerhalb der ICANN mitwirken, ein neues Gremium zur Aufsicht über die Verwaltung der Kernressourcen im Internet wie DNS-Namensraum oder IP-Adressen sei nicht notwendig.

    Tagesspiegel: Gegen die digitale Spaltung – Der Weltinformationsgipfel will die Dritte Welt ins Internet bringen

    …Dabei droht ein anderer Tagesordnungspunkt des am Mittwoch beginnenden Weltinformationsgipfels in Tunis (WSIS) in den Hintergrund zu rücken: Die Beseitigung der digitalen Spaltung in Länder, in denen das Internet bereits heute Wissen, Bildung und Informationen transportiert und somit der Wohlstandssicherung dient, und jenen Staaten vor allem aus Afrika und Südamerika, die vom digitalen Fortschritt bislang nicht profitieren konnten. Auch die Zensur, die in vielen autoritären Staaten über dem World Wide Web liegt, gehört indirekt zu diesem Themenkomplex…

    Telepolis: Showdown Internet Governance

    …Als man sich 9.00 Uhr morgens wieder traf, machte Botschafter Kahn den Verhandlern noch einmal klar, dass es keinen Sinn mache, ohne den notwendigen politischen Willen weiter zu verhandeln. Man solle dann ehrlich sein, die ganze Sache abbrechen und das Scheitern der Konferenz erklären. Aber das wollte auch wieder keiner und so begann der mühselige Streit um die Paragraphen 62 und folgende wieder von vorne.

    15. November 2005
  • : Nachrichtenüberblick 11.11.
    Nachrichtenüberblick 11.11.

    Die USA wollen nun auch ein Gesetz, um den Missbrauch von Urheber‑, Marken- und Patentrechten besser sanktionieren zu können. Das Gesetz heisst „Intellectual Property Protection Act of 2005“ und ist vergleichbar zur Richtlinie zur Durchsetzung Geistigen Eigentums, welche in der Version 2.0 gerade auf europäischer Ebene diskutiert wird: US-Regierung verstärkt ihren Feldzug gegen Copyright-Verletzung.

    Das iTAN-Verfahren galt bei der Deutschen Bank und der Deutschen Post als Lösung für das Phishing-Problem. Allerdings brauchten deutsche Forscher nur einen Tag, um das Verfahren zu knacken. Kommentar eines Forschers: „Es war viel einfacher, als wir uns das vorgestellt hatten“. Spiegel hat mehr: „Wir haben nie behauptet, dass es absolut sicher sei“.

    Gestern war Tom Steinberg von mysociety.org wieder in Berlin. Ich habs es diesmal wegen zuviel WSIS-Vorbereitungsstress verpasst, aber Richard Sietmann war für Heise dabei und berichtet ausführlich überd ie spannenden Projekte von mysociety.org: e‑Demokratie: Die Rolle des Internet im „Voter Relationship Management“.

    Bertelsmann hat seine Verfassungsbeschwerde gegen eine Schadenersatzklage in den USA zurückgenommen, die wegen des alten Napster-Engagements noch am laufen ist. Geschätzter Schaden sollen 17 Milliarden Dollar sein. Mal schauen, was da noch kommt: Bertelsmann verzichtet auf Hilfe vom Verfassungsgericht.

    Biometrie in Coffeeshops gabs noch nicht, jetzt aber in Venlo: Biometrie gegen Drogenkonsum durch Minderjährige. Wieso da nicht auf eine Ausweiskontrolle zurückgegriffen wird, ist mir unklar.

    Noch einer mehr im Kommunismus-Klub. Shai Agassi, der bei SAP den Bereich Technologie und Produktentwicklung leitet und im Vorstand des Konzerns sitzt, hat einen Einblick in sein komisches Weltbild gegeben: SAP-Vorstand wettert gegen Open Source.

    11. November 2005
  • : Mehr Artikel zum WSIS
    Mehr Artikel zum WSIS

    Das Interesse der Medien am zweiten UN Weltgipfel zur Informationsgesellschaft kommt mir im Moment grösser vor als vor zwei Jahren beim WSIS1. Hier sind einige weitere Artikel aus deutschsprachigen Medien:

    Intern.de: ‚Mitsprache bei ICANN? Geschenkt!’

    Spiegel: Das Ende von Icann als „Netzverwaltung“?

    Basler Zeitung: Schweiz soll in Tunis für Meinungsfreiheit einstehen

    NZZ: Weltgipfel zur Internet-Regulierung

    SwissInfo: In letzter Minute den Welt-Gipfel retten

    Golem: Einschneidende Veränderungen für die Internet-Verwaltung?

    Heise: WSIS: Der Kampf um die Macht im Netz

    AustralienIT: EU optimistic on net rule

    Heise: WSIS: Deutsche Delegation für Internationalisierung der Netzverwaltung

    News.com: Internet showdown in Tunis

    11. November 2005