Kultur
Meme, Veranstaltungen, Kunst, Museen, Remixe, Musik, Internetphänomene, Computerspiele und Archive.
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: Podcasting: Interview mit John Gilmore
: Podcasting: Interview mit John Gilmore Wir hatten am Wochenende Besuch von John Gilmore in Berlin, einem Freie Software – und Digital Rights – Pionier, sowie Mitgründer der Electronic Frontier Foundation. Ich nutzte die Gelegenheit, um mit ihm ein Interview über Kopierschutz, DRM, Freier Software und Wikipedia zu machen. Leider nur über ein eingebautes Notebook-Mikrophon und mit Hintergrundlärm, was sich aber nicht vermeiden liess, und auch meine Erkältung konnte ich nicht wirklich abstellen.
Das Interview kann hier als 16Mb grosses Ogg-File herunter geladen werden und steht unter der Creative Commons Sharealike Lizenz. Danke an Wetter für die kleine Nachbearbeitung und sein Notebook.
Sehr interessant ist übrigens ein Aufsatz von John Gilmore aus dem Jahre 2001 zum Thema Kopierschutz: ‘Was falsch ist am Kopierschutz’.
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: Internet Society will offenes Internet erhalten
: Internet Society will offenes Internet erhalten Die Internet Society (ISOC) hat in einem Grundsatzpapier ein offenes Internet gefordert: Internet Society: Das Netz muss weltweit offen bleiben.
Heise beschreibt detailiiert die Forderungen:
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: The Guardian über Wikipedia
: The Guardian über Wikipedia Einen Rückblick auf die Wikimania bietet The Guardian: Worldwide Wikimania
„Books like the Encyclopedia Britannica are nothing else than simple knowledge compendiums without any political soul,“ says Jean-Baptiste Soufron, a legal adviser to the Wikimedia Foundation. „I am convinced that Wikipedia is the only real encyclopedia of our days because it’s the only one that relies on a real political goal: to pursue freedom over content and information.“
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: Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer
: Thought Thieve$ sucht deutsche Übersetzer Die Organisatoren des Thought Thieve$-Filmwettbewerbes haben mich wegen weiterer Übersetzungen vom englischen ins deutsche angefragt. Da meine Zeitressourcen derzeit äusserst knapp sind, kann ich dies leider nicht machen. Aber vielleicht findet sich unter den Lesern jemand, der/die Lust und Zeit dafür hat?
Freiwillige melden sich bitte direkt bei Sasha Costanza-Chock, schock ADD riseup PUNKT net
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: Ein Jahr netzpolitik.org
: Ein Jahr netzpolitik.org Heute vor einem Jahr und zwei Tagen habe ich mit einem Eintrag dieses Blog begonnen, einer Pressemitteilung, welche wir über die Freie Software Presseagentur zum Thema Softwarepatente veröffentlicht hatten. Was die Wenigsten wissen ist, dass unter dieser Domain schonmal ein Blog aktiv war, nur im Jahre 2003.Damals nutzte ich noch Nucleus als Software und berichtete „Tagebuch-ähnlich“ von meinen Reisen zu UN-Konferenzen im Rahmen des ersten World Summit on the Information Society und zum Lobbying gegen Softwarepatente in Strassburg, kurz vor der ersten Abstimmung im Europaparlament. Es trug den Untertitel „Backpacking to World Politics“ und ich schilderte meine Erfahrungen und Erlebnisse als junger Mensch in Genf und Strassburg – „bewaffnet“ mit meinem Notebook, Schlafsack und Isomatte. (Hab gerade tatsächlich noch einen Teil im Google-Cache gefunden) Grosse Reisen konnte ich mir nicht leisten und glücklicherweise bekam ich wenigstens die Fahrtkosten mit der Bahn finanziert, 14h Zugfahren, bis ich endlich in Genf ankam. Hotelkosten zahlte mir leider niemand und so nächtigte ich mit dem Schlafsack in Hotelzimmern von Freunden. Die Erlebnisse waren für mich damals sehr beeindruckend, endlich mal viele Menschen persönlich zu treffen, von denen ich immer nur gelesen hatte, bzw. nur virtuell kannte. Danach konzentrierte ich mich erstmal auf andere Dinge, wie den Aufbau meiner Firma und politischem Engagement.
Bis mich letztes Jahr wieder das Bloggen packte. Eigentlich hatte ich das Konzept für dieses Blog schon seit Jahren im Kopf. Damals noch als Portal gedacht wollte ich mit vielen anderen darüber berichten, was im Bereich Netzpolitik passiert. Leider gab es nie konkrete Zusagen, dies gemeinschaftlich zu machen. Und auch die Technik war noch nicht so ausgereift. Im Endeffekt war der Overhead auch immer zu hoch, Texte zu schreiben und sich dann noch um HTML-Formatierungen zu kümmern. Bis sich Blogs durchsetzten. Und mit ihnen easy-to-use publishing Möglichkeiten. Ich liebe dieses Medium, den HTML-Overhead vergessend, kann ich einfach drauf los schreiben, Informationen remixen und neu zusammenstellen, Wissen teilen und Bewusstsein für die Themen der digitalen Welt von morgen schaffen, die leider immer noch zu wenig Beachtung finden. Und neben all den Erfahrungen, die ich dabei sammeln kann, macht es eine Menge Spass.
Im letzten Jahr ist viel passiert, hier in diesem Blog, um Netz und in der realen Welt.
Erste grössere Aufmerksamkeit kam mit dem Livebericht unseres kleinen Hacks der MSN-Promotour im Februar: Microsoft auf Promo-Tour bei uns im Büro. Ganz verwundert war ich über die Nominierung bei den Freedom Blog Awards von Reporter ohne Grenzen in der Kategorie „Internationales“. Als einziges deutschsprachiges Blog unter lauter englischsprachigen Blogs in einem internationalen Wettbewerb fühlte ich mich geehrt, machte mir aber keine Hoffnungen auf den Gewinn. Um so verwunderter war ich über die Pressemitteilung, die mich zum Gewinner erklärte. Ich musste sie zweimal lesen und mir das Ergebnis nochmal von Freunden bestätigen lassen. Danke nochmal an alle, die für mich gestimmt haben. Seitdem steigen die Zugriffszahlen konstant und pendeln sich gerade im Sommerloch bei ca. 2500 verschiedenen Besuchern am Tag ein. Als ich anfing, hätte ich nie geglaubt, dass sowas mal möglich sein würde.
Mittlerweile bekomme ich auch immer mehr Hinweise per Mail, für die ich danken will. Ebenso Andreas und Carsten, die mir mit der Technik etwas den Rücken freihalten. Dazu noch Bea, meiner „Assistentin“, die unter „Blu“ öfters schöne Texte hier reinstellt, die bei uns im Büro entstanden sind, sowie Philipp und Wetter, die partiell auch Artikel dazu liefern. Vor allem, wenn ich wieder mal zu lange unterwegs bin. Und meiner Freundin, der ich manchmal weniger Aufmerksamkeit schenken kann, als sie verdient, wenn ich Abends noch vorm Notebook sitzend schnell etwas schreiben will. Mal schauen, wie es sich weiter entwickelt. Ich will eigentlich noch viel mehr Interviews mit interessanten Menschen aus dem Netzpolitik-Kontext machen. Und vielleicht finden sich noch mehr Mitschreiber. Was auch noch auf der To-Do Liste steht, ist ein richtiges Logo für netzpolitik.org. Vielelicht findet sich ja mal jemand, der mir eines macht, was mir dann auch gefällt.
Abschliessend kann ich nur sagen: Uns gehört das Netz!
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: EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner
: EFF verkündet die Blog-a-thon – Gewinner
Die Electronic Frontier Foundation hat die Gewinner ihres Blog-a-thon – Wettbewerbes verkündet:Most Inspirational
IO Error, In Defense of Freedom: „As I said in an Independence Day posting a few weeks ago, the fight for liberty is not only conducted by the armed forces, it is conducted every day by ordinary citizens like you and me. We cannot protect freedom by curtailing it. Enemies of freedom, both foreign and domestic, threaten us every day, and we must be prepared to stand up to anyone who would take away the liberty which has made this country unique among nations.“Most Humorous
Memoirs of a Guardian Vampire, Fair use … what use is it? (Harry Potter Woke Up Goth): „ ‚Moribund is the core of my consciousness. Half-Heartedly I crawl through the strange forest until insecurities strip me of my fears. Suicide, Suicide, Suicide. Thou art my obsession.’ Thus were the thoughts that greeted Harry Potter as he woke that morning.“Best Overall
The ramblings of Laura Crossett, The Medium is Not the Message: „As I read news reports now, five years later, about bloggers getting in trouble for their writing, I’m reminded of that moment in the basement of Jessup and of the inability, or unwillingness, of the woman at the end of the hall to see electronic communication as equal to oral communication. The attempts to say that bloggers don’t have the same rights as journalists stem, in part, from a belief that electronic print is not equal to hard copy print. “ -
: TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1
: TP: Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005, Teil1 Falk Lüke hat wieder für Telepolis über den Online-Wahlkampf geschrieben: Die Mehrheit ist drin
Der Onlinewahlkampf in der Bundesrepublik ist bereits in vollem Gange. Doch wen können, wen wollen die Parteien über die Onlinekommunikation erreichen? Wo liegen die Vorzüge des e‑Campaignings gegenüber der klassischen politischen Kommunikation? Die Antwort liegt nicht zuletzt daran, wer überhaupt online ist. Der Artikel ist der erste Teil einer vierteiligen Serie über Onlinewahlkampf in der Bundestagswahl 2005.
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: Politikerblog-Thementag in deutschen Medien
: Politikerblog-Thementag in deutschen Medien Es gibt zwei neue Artikel über Politiker-Weblogs im Bundestagwahlkampf:
Das Handelsblatt (bzw. dpa) schreibt über „neue Wege im Wahlkampf“: Politiker entdecken Weblogs
Politikwissenschaftler Kleinsteuber meint, wenn man im Wahlkampf schon auf Blogs setze, sollten sie auch Teil des Wahlkampfkonzepts werden. „Man könnte zum Beispiel die Adressen auf Wahlplakaten veröffentlichen.“ Mit Weblogs könnten internetaffine, jüngere Wähler erreicht werden. Derzeit seien Blogs aber kaum in die Wahlkampfstrategien der Parteien eingebunden und das merke man auch an der Qualität der Angebote.
Für die Deutsche Welle kommentiert Nico Lumma den aktuellen Stand im Netz: Politiker-Blogs: Noch keine Bereicherung der Blogosphäre
Blogs spielen in diesem Wahlkampf eine Rolle, aber anders, als sich die Parteien es vorstellen. Denn die Politiker-Blogs werden eher mit Schmunzeln oder Kopfschütteln zur Kenntnis genommen, nicht aber als wirkliche Bereicherung der Blogosphäre. Im Gegensatz dazu ziehen die Blogs von Unterstützern oder die Gruppenblogs zur Wahl viele User an sich und stellen sich der Diskussion. Die Diskussionen verlaufen teilweise auf hohem Niveau, teilweise ist ein Niveau nicht zu erkennen. Blogs spiegeln in diesem Sinne das wieder, was Politiker bei Diskussionen am Infostand auch erleben können. Man sollte sich der Diskussion stellen und gut mitlesen.
Update: Hab ich einen Politikerblog-Thementag in deutschen Medien verpasst?
Jetzt berichtet der Spiegel: Wenn Politiker-Blogs zu Bumerangs werden
Realitäts-Check für Volksvertreter
Was als direkter Draht zum Bürger gedacht war, entpuppt sich in Wahrheit zum Blitzableiter des Frusts der Bürger. Teilweise seitenlange Konvolute werden den Politikern ins Webtagebuch geschrieben – ein so wohl kaum beabsichtigter Realitäts-Check für die Volksvertreter. Geklagt wird über Hartz IV, arrogante Ossis, korrupte Berufspolitiker und die Sozis, die sieben Jahren nichts auf die Reihe gekriegt haben.Falk Lüke hat sich jetzt für die Netzeitung die Blogs angesehen: Politiker suchen mit Blogs den «direkten Draht», und weiss vom neuen Weblog der Grünen Partei:
Die Grünen starten am heutigen Freitag ein Blog mit ihren neun Spitzenpolitikern. Neben dem Spitzenkandidaten und Außenminister Joschka Fischer bloggen dort auch Renate Künast und Jürgen Trittin sowie die Partei- und Fraktionsspitzen. Die Grünen-Pressespecherin Sigrid Wolff «Mit dem Blog wollen wir zum Dialog über grüne Politik einladen, sowie live und authentisch aus dem grünen Wahlkampf berichten. Damit sind Bündnis 90/Die Grünen die erste Partei in diesem Wahlkampf mit einem eigenen Web-Blog, in dem alle SpitzenpolitikerInnen zusammen bloggen werden.»
Und auch die Tagesschau berichtet: Was Politiker so bloggen (lassen)
Eine persönliche Website gehört inzwischen zur Grundausstattung für Politiker. Das Kandidaten-Weblog dagegen ist noch relativ jung. Im Wahlkampf 2005 spielen die aufgebohrten Online-Tagebücher trotzdem eine Rolle. Ein Streifzug durch Politikerblogs.
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: Die Zeit über Wikipedia
: Die Zeit über Wikipedia Die Zeit schreibt heute in einer Glosse über Wikipedia: Wiki heißt schnell
Das Internet bringt Menschen zusammen, zu guten und zu bösen Zwecken. Es ist insbesondere ein Medium, das Interessen, Kenntnisse und Fähigkeiten kombiniert, und da nichts so sehr den Geist beflügelt wie die unausgesetzte Kombination und Rekombination von Ideen, ist das Internet die Sphäre des Geistes in der heutigen Welt geworden.
Wer ihn im Netz sucht, verliert schnell die Übersicht. Bis er auf Wikipedia stößt, die gemeinnützige, aus Spenden finanzierte Online-Enzyklopädie, an der jeder mitschreiben darf; in Deutschland sind es rund 10.000 Freiwillige.
[via WiP]
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: 22C3: Private Investigations
: 22C3: Private Investigations 
Der 22. Chaos Communication Congress findet vom 27. bis 30. Dezember 2005 wieder in Berlin statt. Neu in diesem jahr ist der lang ersehnte vierte Tag. Bis zum 1.10. läuft ein Call for Paper für Beiträge. Trotz eines weiteren Tages wird es aber nicht mehr Vorträge und Workshops geben, in denletzten Jahren war das einfach zu viel auf einmal, so dass das Programm diesmal etwas entzerrt wird.
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: Film: Gimme the Mermaid
: Film: Gimme the Mermaid Einen Film, den ich schon seit einiger Zeit wiederfinden wollte, habe ich gerade noch bei Thought Thieve$ verlinkt gefunden:

„Gimme the Mermaid“:
by Negativland and Tim Maloney
A new short from the band Negativland, with help from Disney animator Tim Maloney, who created this using his employer’s equipment after hours. „Mermaid“ combines the sound of a music industry lawyer with the voice of the Little Mermaid and Negativland’s helium-tinged cover of Black Flag’s „Gimme Gimme Gimme.“ The video appears on the band’s release, No Business, available via Stay Free!Während des ersten World Summit on the Information Society im Dezember 2003 in Genf gab es eine kleine Guerilla-Aktion der WSIS? We Seize! Gegen-Gipfel – Aktivisten vor der WIPO. Auf dem Gipfel selbst wurden gefakte Einladungen verteilt, wonach die WIPO Abends einen Film zum Thema Intellectual Property in ihrem Gebäude, nicht weit weg vom Gipfel, zeigen wollte. (Muss mal zuhause schauen, ob ich die „Einladung“ noch finde) Den gab es dann nicht im Gebäude und auch nicht offiziell von der WIPO, sondern Medienaktivisten beamten den Film an die Aussenwand der WIPO. War eine coole Aktion. Sowas wird es wohl beim zweiten WSIS im November diesen Jahres in Tunis vermutlich nicht geben.

Den Film gibt es neben anderen interessanten Sachen als 11MB grosse MP4-Datei bei Illegal-Art. Sehr empfehlenswert!
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: Thought Thieve$ Filmwettbewerb
: Thought Thieve$ Filmwettbewerb Eine witzige Idee ist der Gegenwettbewerb zur Microsoft UK-Kampagne über „Gedankendiebe“. Junge Menschen werden da aufgefordert, Filme zum Thema Intellectual Property hinzuschicken. Kritische sind natürlich nicht erwünscht. Seit heute gibt es aber „THOUGHT THIEVE$“, um allen kritisch denkenden die Gelegenheit zu geben, auch bei einem Wettbewerb mit zu machen:

Ausschreibung: THOUGHT THIEVE$ Kurz-Film-Schau
THOUGHT THIEVE$ ist eine Kurz-Film-Schau darüber, wie Konzerne sich Wissen, Kultur und Kreativität unter den Nagel reißen und die Antwort der Basis auf die Micro$oft-Wettbewebspropaganda gleichen Namens [siehe http://www.msn.co.uk/thoughtthieves/Default.asp].
Bei unserer Version von THOUGHT THIEVE$ geht es um große Konzerne, um den von ihnen begangenen Diebstahl und ihren Profit am Wissen des gewöhnlichen Volkes. Einfach gefragt: was löst es wohl für eine Reaktion aus, wenn die eigene traditionelle Kultur, die gemeinsame Kreativität, die tausende von Jahre alten Samen-Bestände, das althergebrachte medizinische Wissen oder gar das eigene genetische Muster als Eigentum eines multinationalen Konzerns angesehen wird? Was würdet Ihr tun?
Wir wollen es wissen!
Schickt uns Euren Kurzfilm über Konzern-Piraterie bis zum 16. September, 2005. Damit hat Euer Film die Chance, an einer internationalen Aufführungs-Tour teilzunehmen. Steht noch nicht fest: die Macher der kreativsten Filme der Publikumswertung werden zu einer Premierenaufführung ihres Filmes in Tunis, Genf oder London eingeladen.
Wir können auch alle eine riesige Auswahl neuester Gratis-Software gewinnen; massig Recherche-Material zu Public Domain, Fair Use, Creative Commons, und Copyleft; nicht genveränderte Nahrung; erschwingliche Allgemeinmedizin … und weitere tolle Sachen, die wir bald bekanntgeben werden.
TERMIN: Abgabeschluss 16. September 2005.
Ein Poster zum Wettbewerb zum selber ausdrucken und aufhängen gibt es hier als PDF.
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: Space-Podcasting
: Space-Podcasting Die NASA bietet den ersten Podcast direkt aus dem All:
One day before landing, STS-114 Mission Specialist Steve Robinson transmitted the first podcast from space.
Einige Podcast-Empfehlungen aus dem Wissenschaftlichen Bereich hat Lucomo in seinem Blog zusammengestellt.
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: Die Süddeutsche über Social Software
: Die Süddeutsche über Social Software Die Süddeutsche Zeitung hat heute eine ganze Seite zum Thema Social Software. Neben einem Artikel zur Wikimania (Noch nicht online) gibt es noch einen über Flickr, Vlogging und Blogs, „Stunde der Amateure“.
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: Die Tagesschau als Podcast
: Die Tagesschau als Podcast Die 20h-Sendung der Tagesschau gibt es jetzt auch wenige Minuten nach Ablauf der Sendung als Podcast zum MP3-Download. Finde ich prima. Richtig innovativ wäre jetzt noch die ganze Sendung zum Vloggen, möglichst in einem offenen Format. Könnte man auch via Bittorrent distributieren, um Bandbreite zu sparen.
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: Medienecho zur Wikimania
: Medienecho zur Wikimania Die Wikimania ist heute in Frankfurt gestartet und das Medienecho ist erfreulicherweise enorm. Die Online-Tagesschau bringt ein kleines Feature mit einem einführenden Text, einem Interview mit dem Entwickler Brion Vibber sowie einem Interview mit Kurt Jansson. Auch dem Inforadio hat Kurt ein Interview gegeben. Die heute-Redaktion berichtet auch und weiss: Im Wikiversum geht die Sonne niemals unter. Der Hessische Rundfunk ist auch bei der Wikimania sehr aktiv. Neben Online-Artikeln gibt es heute um 18:05h ein einstündiges Special im HR2-Radio. Und nun zieht Spiegel-Online nach: Zehn Dinge, die umsonst sein werden. Die Frankfurter Rundschau hat in ihrer heutigen Printausgabe ein grosses Wikipedia-Feature. Alle Artikel sind auch online verfügbar.
Update:
Jetzt gibt es weitere Berichte rund um die Wikimania. Jimmy Wales hat „Zehn Dinge, die frei sein müssen“ vorgestellt. Ich bin weitgehend derselben Meinung, wundere mich nur über folgendes:
Die zehnte Forderung von Wales betrifft schließlich die Grundlage der „Bewegung für eine freie Kultur“ selbst. Befreit die Communities ist der Aufruf, dass sich die einzelnen Gemeinschaften von der Abhängigkeit von einzelnen Firmen oder Techniken lösen. Viele Communities seien etwa abhängig von Anbietern wie Hostern oder Providern – gerade nach dem Platzen der New-Economy-Blase sei viel Community-Arbeit mit der Pleite von Firmen untergegangen. Ansätze, um Abhilfe zu schaffen, sieht Wales in Angeboten wie Wikicities oder Flickr.
Wie kommt er nur darauf, Flickr dort zu nennen? Immerhin gehört Flickr mittlerweile Yahoo und ist somit nicht frei.
Die Futurezone schreibt über „Wikipedia als Rotes Kreuz fürs Netz“:
Als „äußerst demokratische“ Organisation werde Wikipedia weltweit den freien Zugang zu Informationen im Internet sichern, sagte der aus Florida kommende Wales. „Ich stelle mir vor, dass wir international im Informationsbereich so eine ähnliche Funktion einnehmen wie das Rote Kreuz.“
Auch die Deutsche Welle berichtet: Wikimedia: Frei bis ans Ende der Welt.
Dann geisterte noch eine News durch die Medien, wonach in jedem Wikipedia-Artikel Rechtschreibfehler sein sollen. Verwundert stelle ich fest, dass Medien dies kritiklos übernommen haben, ohne zu hinterfragen, weshalb stichweise nur zwölf (!!) Artikel untersucht wurden und das Ergebnis dann auf alle Artikel hochgerechnet wurde. Sowas nenne ich extrem unseriös. Der Brockhaus-Sprecher bezieht sich natürlich darauf und freut sich, dass er Interviews geben darf.
Erste Bilder sammeln sich bei Flickr.
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: WAMS über Wikipedia und Wikimania
: WAMS über Wikipedia und Wikimania Die Welt am Sonntag berichtete vor zwei Tagen über Wikipedia und die kommende Wikimania: Zum Wissen gibt es die Gemeinschaft gratis dazu
Weltfremde Altruisten sind die Wikis jedoch trotz ihres hehren Ziels, Wissen kostenlos zu teilen, nicht. „Wer Gutes tut, kann sich dabei durchaus auch selbst helfen“, sagt Jimmy Wales. Und Kurt Jansson, Vorsitzender des Fördervereins Wikimedia Deutschland, bekennt freimütig: „Es ist unwichtig, daß es bei Wikipedia kein Geld gibt. Dafür ist es toll, Tausende Leser zu haben und sich mit neuen, spannenden Menschen auszutauschen.“
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: Phillipinen: Politische Probleme durch Blogs
: Phillipinen: Politische Probleme durch Blogs Gestern berichtete Tilmann Baumgärtl in der TAZ über Blogs auf den Philippinen: Typen, die im Pyjama schreiben. Eine sehr spannende Sache, denn die philippinische Präsidentin Gloria Arroyo hat ein grosses Problem, u.a. durch Blogs verursacht. Letztes Jahr wurde dort gewählt und es existiert die Audioaufnahme eines Telefongespräch, welches sie mit dem phillipinischen Wahlleiter in der Wahlnacht führte. Sie erkundigte sich vor Auszählung der Stimmen nach ihrem Sieg. Unklar ist, wer das Gespräch aufgezeichnet hat, auf jeden Fall wurde es später in MP3 konvertiert, in viele Blogs gestellt und auch via Filesharing verbreitet. Mittlerweile gibt es Klingeltöne und auch die Raubkopier-Mafia sorgt dafür, dass in dem Land, wo nur die Oberklasse Zugang zum Netz hat, CD-Aufnahmen grossflächig vertrieben wird.
Zur selben Zeit hatte das unabhängige Philippine Center for Investigative Journalism (PCIJ) die Bänder digitalisiert und transkribiert und veröffentlichte das Material, zum leichteren Download im beliebten Audioformat MP3 unterteilt, in seinem eigenen Internet-Blog. Die Website erlebte in den folgenden Tagen einen solchen Ansturm, dass der Server mehrfach wegen Überlastung zusammenbrach. In einem Monat griffen fast zwei Millionen Menschen auf die Site zu.
Andere philippinische Blogger kamen zur Hilfe und „spiegelten“ die Dateien auf ihren eigenen Blogsites. Der Oppositionspolitiker Manuel Quezon speiste die Dateien in Filesharing-Netzwerke wie Limewire oder RapidShare ein. Die Mitschnitte wurden zur Grundlage von inzwischen über fünfzig Klingeltönen, die auf Websites wie der von TXTpower.org herunter geladen werden können. Auf dem Handy kann man „Hello Garci“ inzwischen unter anderem in HipHop- und Techno-Versionen hören.
Gerade läuft ein Amtsenthebungsverfahren gegen die Frau. Spannende Story!
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: CampusSource: e‑Learning in Nordrhein-Westfalen
: CampusSource: e‑Learning in Nordrhein-Westfalen Das Schlagwort der Gegenwart heißt Neue Medien. Kaum ein Bereich des täglichen Lebens, der nicht von den vielfältigen technologischen Entwicklungen der Informations- und Telekommunikationsbranche beeinflusst ist. Informationsgesellschaft als Label für eine Ära. Wissen wird zur wichtigsten Ressource für das Individuum. Doch Wissen ist nicht uniform und genauso wenig gibt es einheitliche Wege Wissen zu erlangen. Jeder Einzelne ist gefordert sich kontinuierlich in verschiedensten Richtungen weiter zu befähigen. Lebenslanges Lernen als Lebensentwurf.
Vor diesem Hintergrund bekommen alternative Lehr- und Lernstrategien einen neuen Stellenwert. Bildung muss sich den technologischen Entwicklungen anpassen und diese integrieren. Der Trend geht zum E‑Learning. Das haben auch Politik und Bildungseinrichtungen erkannt und engagieren sich zunehmend in entsprechenden Projekten.
Vorreiter in diesem Feld ist Nordrhein-Westfalen. Dort gibt es bereits seit 2001 die Initiative CampusSource, die vom dortigen Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung unter dem Projektnamen „Softwaretechnologien für das Lehren und Lernen“ im Rahmen des Innovationsprogramms Forschung gefördert wird.
An dem Projekt sind zahlreiche Bildungseinrichtungen beteiligt. CampusSource versteht sich als Plattform, die die singulären Entwicklungen der Universitäten des Landes bündelt und einer breiten Nutzung zuführt. Die Projektleitung wird von einer eigenen Geschäftsstelle unter Leitung von Prof. Hoyer und in Abstimmung mit der Steuerungsgruppe wahrgenommen. Dieser gehören acht Wissenschaftler verschiedener Landesuniversitäten sowie Vertretern des Ministeriums für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen an. Die Geschäftsstelle ist an der Fernuniversität Hagen angesiedelt.
Der universitäre Grundsatz Forschungsergebnisse geeignet zu publizieren, zu verifizieren und die Weiterentwicklung gewonnener Erkenntnisse sicherzustellen, ist dem Open Source-Konzept eng verwandt. Open Source Software ist per Definition frei verfügbar und kann für individuelle Zwecke modifiziert und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse müssen unter derselben Lizenz wie die ursprüngliche Software publiziert werden. Damit ist der Rückfluss der Entwicklungen und damit der Mehrwert für die Allgemeinheit sichergestellt.
Das Projekt CampusSource setzt bei der Entwicklung von e‑Learning-Systemen daher bewußt auf Open Source Software. Diese Entscheidung folgt der Definition von Wissensvermittlung als gesamtgesellschaftlicher Aufgabe. Bildung ist Gemeingut und muss als solches möglichst vielen Bürgern zugänglich sein. Open Source Software als Mittel zur Umsetzung von Forschung und Wissenschaft im digitalen Zeitalter ist daher logische Konsequenz.
Der Auf- und Ausbau eines Systems zum erfolgreichen computer- und netzbasierten Lernen und Lehren ist das Anliegen von CampusSource. Der Einsatzes Neuer Medien in Aus- und Weiterbildung soll intensiv gefördert und bestehende Infrastrukturen insgesamt verbessert werden. Die Qualität von e‑Learning-Angeboten soll entscheidend gesteigert werden.
Durch den Austausch von Eigenentwicklungen und Erfahrungen beim Einsatz der Technologien sowie die Vereinheitlichung der Entwicklungen sollen Synergien stärker genutzt werden. CampusSource versteht sich als Plattform und Börse, in der Software Anwendern und insbesondere Bildungseinrichtungen zur Verfügung gestellt und im kooperativen Verbund gemeinsam entwickelt werden kann. Nutzvolle Weiterentwicklungen statt unnötige Parallelentwicklungen lautet die Devise. Die Bündelung der Ressourcen hat Effekte sowohl in finanzieller als auch in strategischer Hinsicht, denn einerseits können Landeszuschüsse für Forschung und Entwicklung auf diese Weise zielgerichtet eingesetzt werden, andererseits bedeutet die Verbundstärke neue Chancen im weltweiten Wettbewerb.
Zugleich ist CampusSource Dokumentationsstelle, die über die Bestrebungen der Universitäten bei der Entwicklung von Softwaretechnologien inbesondere für Bildungszwecke informiert. CampusSource vereint ausgewiesene fachliche Kompetenz und nimmt am Diskurs um die Fortentwicklung der Software aktiv teil. CampusSource ist in diesem Sinne Referenz für die Kompetenz der Landesuniverstitäten in Sachen Entwicklung von Software und e‑Learning-Systemen für Aus- und Weiterbildung.
CampusSource ist ein zweisprachiges Projekt (deutsch/englisch), das sich an verschiedenste private und öffentliche Bildungsträger, an Lehrkörper, Lernende und Privatanwender richtet. Das Angebot umfasst unterschiedliche Anwendungen, die auf die Verbesserung der Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden zielen und zum Aufbau effizienter e‑Learning-Systeme beitragen können. Ob durch Qualitätskontrolle, als Impulsgeber oder durch direkte Weiterentwicklungen der Software – Anwender tragen in verschiedener Hinsicht zum Erfolg von CampusSource bei.
Die auf CampusSource verfügbare Software kann von jedem kostenlos, d.h. ohne Lizenzgebühren entrichten zu müssen, nutzen. Allerdings ist eine vorherige Registrierung erforderlich. Anschließend kann die „CampusSource-Börse“ auf dreierlei Wegen genutzt werden.
Unter dem Dach von CampusSource haben sich im Laufe der Zeit mehrere Subprojekte zusammen geschlossen. Informationen zur Initiative gibt es auf http://www.campussource.de. Dort stehen zudem zahlreiche Anwendungen darunter das Lernmanagementsystem Moodle zum Download bereit.
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: What the Hack 2
: What the Hack 2 What The Hack ist gestern Abend erfolgreich zu Ende gegangen. WTH wird vermutlich für einige Zeit auch das letzte Hacker-Camp in den Niederlanden gewesen sein. Rop Gonggrijp, einer der Hauptveranstalter erklärte in seiner Abschlussrede, wieso das so ist: Zuviel Bürokratie in den Niederlanden!
Schon zwei Monate vor dem Camp wollten Behörden genaue Pläne für alle Zelte mit allen zu verlegenden Kabeln haben. Ein etwas absurder Plan, da viel erst beim Aufbau wenige Tage vor oder während des Camps richtig klar wurde. Immerhin konnte jeder sein Zelt in vordefinierte Flächen aufstellen und auch lange Strom- und Netzwerkkabel zum nächstliegenden zweckentfremdeten Dixie-Klo legen, welche Switches und Stromverteiler enthielten. Einer der Hauptgründe ist jedoch ein Gesetzesvorhaben in den Niederlanden, welches Veranstalter von Events dazu verpflichtet, die Kosten für die Polizei selbst zu tragen. Spiegel-Online berichtete in einem Artikel über WTH von 16 Polizisten, die vor Ort sein sollen (War Spiegel überhaupt vor Ort?). Diese Zahl ist allerdings masslos untertrieben, insgesamt waren ca. 100 Sicherheitsbeamte registriert, die in verschiedenen Schichten Dienst machten. (Die grosse Frage war noch, ob es mehr registrierte Polizisten als anwesenden Frauen gab…) Zwischendurch flog auch mal eine AWECS-Maschine zur Aufklärung über uns hinüber. Eine Kostenübernahme dieser würde allerdings den benötigten Etat von WTH verdoppeln, was wiederum auf den Eintrittspreis umgelegt werden müsste. Ein hoher Preis für mehr für „Sicherheit“, die niemand auf dem Camp (vor allem in dieser Anzahl) benötigte. Die grosse Überraschung ist allerdings, dass die holländischen Hacker ihr nächstes Camp, welches traditionell alle vier Jahre stattfindet, in Grenznähe machen möchten – auf deutscher Seite. Verwunderlich, dass Holländer bei uns weniger Bürokratie vermuten.
Viele Vorträge waren interessant und wie bei jedem Kongress oder Camp konnte ich nicht alles sehen, was ich eigentlich wollte. Über den einen oder anderen Vortrag werde ich vielleicht noch extra bloggen. Sehr nett war das Feature, dass man Vorträgen über ein DECT-Telefon lauschen konnte. Bei Regen doch sehr angenehm, wenn man im trockenen sitzen bleiben kann. Detlev Borchers beschreibt in einem Artikel für Heise Online den typischen Campgänger vollkommen falsch. Ich weiss ja nicht, in welchem „Village“ er sein Zelt aufgebaut hatte, oder wo er morgens in Netz wollte, aber ich habe niemanden erlebt, der morgens nach dem Aufstehen erstmal sein Sixpack auspackte und rumnervte. Eher waren alle sehr motiviert darin, guten Milchkaffee zu machen. Das Wetter war streckenweise richtig schlecht, wofür die Veranstalter nichts können. Verwundert blickten wir während des Camps auf eine Wetterkarte, die fast die gesamten Niederlanden in verschiedenen Regen-Gelbtönen bedeckten, während Deutschland komplett wolkenfrei war. So regnete es fast jede Nacht und einige Zelte standen unter Wasser. Dementsprechend hatte ich auch wenig Lust, mit meinem Notebook rumzulaufen und hab es die meiste Zeit im Zelt stehen lassen. Aber trotz des Wetters war es ein richtig cooles Camp mit sehr vielen interessanten Menschen. Nur das mit den Parties lernen wir nochmal. Ist schon echt frustrierend, wenn man bis zu 10 schlechte Parties zur Auswahl hat.